„Formen suchen“ oder lieber „gestellt“: Examensausstellungen der CDFI-Studierenden

Vielfältige Ausstellungen sind vom 12. bis 15. Oktober zu sehen.

Viel Kunst gibt es diese Woche zu sehen. Der Grund: Die Lehramtsstudierenden des Caspar-David-Friedrich-Instituts (CDFI) stellen ihre Ergebnisse der 1. Staatsexamensprüfungen aus. Und die können sich sehen lassen. Über die ganze Woche verteilt finden Ausstellungseröffnungen statt. Es werden Installationen, Gemälde, Fotografien und weiteres präsentiert.

Bereits am Montag, dem 11. Oktober, fand die Vernissage mit Arbeiten von Anett Lewerenz statt. Ihre Ausstellung trägt den Titel „sha Gei“ und ist im Malsaal des Kunstinstituts in der Bahnhofstraße 46/47 zu sehen. Ebenfalls am Montag eröffnete die Präsentation „Abschied“ von Sarah Breloer.

Am Dienstag folgten die Ausstellungen „formen suchen“ und „m r t “ von Rosa-Valentina Engel und Anja Maria Bönisch in den Räumen der Alten Frauenklinik in der Wollweberstraße, bis zum 15. Oktober werden diese hier zu sehen sein.

Geschichtenlieder und Rückblicke

Alle Ausstellungen, die Orte und Öffnungszeiten im Überblick.

Es folgen weiterhin am Mittwoch drei weitere Vernissages, wie „Mein Block“ oder „GU.b“. Am Donnerstag, dem 14. Oktober, werden außerdem folgende Ausstellungen eröffnet: „Geschichtenlieder“ von Susann Jonneg in der Burgstraße 11 und „gestellt“ von Lilli Idt, die im 1. Obergeschoss der Domstraße zu sehen sein wird. Am Freitag findet die Präsentationsreihe dann ihren Abschluss, unter anderem mit „Rückblicke“ von Martin Mumm, dessen Werke in der Dompassage ausgestellt werden, oder „fernweh“ – die Arbeiten von Mareike Bührmann werden ebenfalls in der Dompassage zu sehen sein.

Die Öffnungszeiten und Dauer des Ausstellungen sind unterschiedlich, doch bis zum 22. Oktober wird die letzte zu sehen sein.

Fotos und Laufzettel: CDFI

Insomnale 2010

Auch dieses Jahr konnten die Studenten des Caspar-David-Friedrich-Instituts (cdfi) ihr Können auf der 10. Insomnale beweisen. Vom 11 bis zum 25. Juni hatten sie die Gelegenheit ihre Kunstwerke der Öffentlichkeit zu präsentieren. Doch gab es nicht nur Bilder zu bestaunen, die verschiedenen Highlights der zwei Wochen haben wir für euch zusammengefasst! …

„Mit jedem Jahr frecher und erfindungsreicher“ – Die Insomale

Die Insomnale feiert zehnjähriges Jubiläum.

„Hier wohnt Dirty Harry“ - Das Werk von Julia Leschik bekam den ersten Preis in der bildenden Kunst

Nach und nach betreten acht Frauen die „Bühne“ im Ausstellungsraum der Dompassage. Alle tragen individuelle, gänzlich weiße Kostüme. Die erste trägt eine weiße Tüte über dem Kopf, so dass sie nichts sehen kann. In ständig sich wiederholenden Bewegungen schlägt sie eine imaginäre Picknickdecke auf. Im Hintergrund läuft unauffällige elektronische Musik. Nachdem alle, gleichsam irritierend kostümiert und agierend, ihren Platz eingenommen haben, öffnet die letzte einen mitgebrachten Picknickkorb. Sie gießt einigen Darstellern imaginären Kaffee ein. Während sie trinken, verteilt eine andere weniger imaginären Kuchen an das zahlreich erschienene Publikum. Nachdem der Kuchen verteilt ist, verlässt man die Bühne wieder. Einige Sekunden herrscht Stille, erst allmählich begreift das Publikum, dass die Vorstellung zu Ende ist, und beginnt zu klatschen. (mehr …)

Erster Preis für Schwarze Rauminstallation – *Update*

Organisator und Jury-Mitglied Nils Dicaz

Noch bis zum 25. Juni 2010 läuft die Insomnale. Die größte Schau junger zeitgenössischer Kunst in Mecklenburg-Vorpommern feierte ihren diesjährigen Höhepunkt anlässlich des zehnjährigen Jubiläums auf der Großen Bühne des Theater Vorpommerns. Gespannt saßen die jungen Künstler und Kunstwissenschaftler in den Theatersesseln, um zu erfahren, wer in diesem Jahr die inzwischen traditionelle „Mooreiche“, die Trophäe der Insomnale, in den Bereichen Kunstwissenschaft und Bildende Kunst erhält.

Bevor die eigentliche Preisverleihung startete, spielte das Philharmonischen Orchester Vorpommern unter der Leitung von GMD Karl Prokopetz die 8. Sinfonie, die „Unvollendete“, von Franz Schubert. Begleitet wurde das Orchester von einer Diashow über zehn Jahre Insomnale in der Retrospektive. Anschließend gab es die szenische Lesung „Kunst“ mit den Schauspielern Hannes Rittig und Jan Holten vom Studententheater StuThe.

Schwarz hat gewonnen: Die Rauminstallation Dirty Harry

Rauminstallation "Dirty Harry"

Schwarz hat gewonnen: Die diesjährige Ausgabe der Insomnale endete mit einem Sieg für Julia Leschiks Rauminstallation „Dirty Harry“. In der oberen Etage der Dompassage platzierte die Lehramtsstudentin einen schwarzen Schrank vor zwei schwarzen Wänden. Einziger, bieder anmutender Lichtblick: eine weiße Häkeldecke. Dem entgegen steht das weiße Plastikbesteck. Refugium eines Wahnsinnigen? Ausdruck von Verlorenheit? Erklärungen bleibt Leschik schuldig. Was in diesem Raum passierte – sie überlässt es der Phantasie des Betrachters. Typisch Kunst! Leschik brachte sie ein vierwöchiges Stipendium ein.

„Die Qualität der Arbeiten dieser Insomnale lag so eng beieinander, dass wir zwei Termine brauchten, um uns festzulegen“, beschreibt Mitorganisator und Jurymitglied Nils Dicaz die Schwierigkeit der Preisverleihung. Zwölf Teilnehmer waren in die engere Auswahl gekommen. Zwölf von 78! Tosenden Applaus gab es für den Zweitplatzierten Hannes Kleinschmidt und sein ironisch-witziges filmisches Portrait „o.T.“. Ein junger Mann tanzt vor einer Mauer den Regenbogen herbei. Szenenwechsel: Im unordentlichen Kellerraum eines Abrisshauses sinniert er über sein Tun und Handeln. Selbst erfahrene Ernsthaftigkeit oder subtiler Humor? Auch die Jury diskutierte lange, ob das überhaupt Bildende Kunst sei. Der zweite Platz spricht für sich.

Zweiter Preis für Villa Stuck

Nahaufnahme des schwarzen Schranks in der Rauminstallation

Auf das Bronzetreppchen schaffte es Claudia Heinicke mit ihren zwei schwarz-weißen Tuschezeichnungen „UN-Endlich I/II“.

Im Bereich Kunstwissenschaft musste die Jury hingegen nur fünf Teilnehmer bewerten. Für ihre Abhandlung über die „Villa Stuck“ in München bekam Lisa Hecht den zweiten Preis. Den ersten Preis erhielt Susann Jonneg für ihre Staatsexamensarbeit über den Filmemacher Béla Tarr. „Eine eindrucksvolle Pioniertat“, sagte Juror Ulrich Fürst in der Laudatio. Begeistert zeigte sich auch der Geschäftsführende Direktor des Caspar-David-Friedrich-Instituts, Michael Soltau: „Seit zehn Jahren gibt es ein kontinuierlich-professionelles Niveau.“ Bei Bratwurst und Bier klang die Preisverleihung in der Langen Reihe 1 aus. Bislang besuchten die beiden Ausstellungsorte in der Langen Reihe 1 und der Dompassage rund 1.000 Leute.

Herzlichen Glückwunsch an alle Preisträger!

Update – 14:47 Uhr

Auf Hinweis unserer User, möchten wir auf die heutige Abschlussverstaltung der Insomnale noch hinweisen.

Finissage der Insomnale 2010: Freitag, 25.06.: Ab 18 Uhr, temporäre Insomnale Galerie Lange Reihe 1.

Heute findet der Abschlussabend der Ausstellung Insomnale statt. Es darf Haus und Hof gerockt werden. Weiterhin wir der Publikumspreisverleihung verliehen.

Am 22. Juni erschien in der Ostsee-Zeitung eine verkürzte Version dieses Artikels.

Fotos:

  • Preisverleihung – Torsten Heil
  • Rauminstallation – Prof. Michael Soltau
  • Logo Insomnale – Insomnale
  • Insomnale-Banner – Carsten Schönebeck

Insomnale 2010 – Hoch die Gläser und rein in die Galerien! – *Fotoupdate*

In diesem Jahr feiert die INSOMNALE vom 11. Juni bis zum 30. Juli ihr 10- jähriges Jubiläum. Studenten und Mitarbeiter des Caspar-David-Friedrich-Instituts (CDFI) organisierten die größte Ausstellung junger Künstler in Mecklenburg-Vorpommern.

Die Vernissage zur Wettbewerbsausstellung wird am Freitag, dem 11. Juni  um 16 Uhr im 1. Obergeschoss der Dompassage und um 18 Uhr in der temporären INSOMNALE- Galerie (Lange Reihe 1, direkt an der Europakreuzung) eröffnet. Die Eröffnungsfeier in der Dompassage beinhaltet neben der Vorstellung der einzelnen Künstler auch eine, von Künstlern auf die Beine gestellte, vielversprechende Modeperformance. Beim zweiten Teil der Eröffnung in der Langen Reihe werden der Sänger und Pianist Thomas Putensen ab 18 Uhr und das Jazztrio um Martin Terens ab 21 Uhr die Ausstellung mit Live-Musik untermalen. Die Ausstellungen in der Dompassage und der INSOMNALE- Galerie, bei der immer mindestens einer der ausstellenden Künstler anwesend sein wird, werden täglich von 10 bis 18 Uhr und sonntags von 12 bis 18 Uhr geöffnet sein.

Die temporäre INSOMNALE- Galerie

Neben der Wettbewerbsausstellung in der temporären INSOMNALE- Galerie wird es im Pommerschen Landesmuseum außerdem ab dem 15. Juni eine Sonderausstellung unter dem Namen „Büchersendung Vol.7 + 15 Jahre Siebdruckwerkstatt am CDFI“ sowie am 18. Juni ein kunstwissenschaftliches Kolloquium geben.

Anlässlich der diesjährigen Verleihung der „Mooreichen“ an die Objekt- und Installationskünstlerin Katrin Jakobs wird am 20. Juni Franz Schuberts „8. Sinfonie“ („Die Unvollendete“) im Theater Vorpommern aufgeführt, an dessen Anschluss in der Langen Reihe 1 noch zur abschließenden Kunstparty geladen wird. Darüber hinaus bietet sich die Möglichkeit, im Foyer des Theaters noch einmal die Siegerausstellung der Preisträger des letzten Jahres zu besichtigen.

Update – 14. Juni

Arvid Hansmann hat für den webMoritz Fotos von der Insomnale gemacht.

Weiterführende Links:

Bildquelle:

Logo – Insomnale: Veranstalter; INSOMNALE-Galerie: Fleischervorstadtblog; Startseite: webMoritz (Archiv) – Carsten Schönebeck

Galerie – Arvid Hansmann