Studentische Kultur retten! – Die Sommer-Vollversammlung

Studentische Kultur retten! – Die Sommer-Vollversammlung

Zweimal im Jahr gibt es für alle Studierende die Möglichkeit selbst an der Hochschulpolitik direkt Teil zu haben, jeweils im Winter- und Sommersemester. Es handelt sich hierbei um die Vollversammlung der Studierendenschaft, die in diesem Semester am Dienstag, dem 28. Juni, um 16 Uhr in der Mensa am Schießwall stattfinden wird. Während die Versammlungen der vergangenen Jahre sich zumeist über mehrere Stunden hinweg zogen, dürfte die diesjährige reichlich kurz werden. Es wurden lediglich zwei Anträge eingereicht, die beide die studentische Kultur betreffen. Gegenwärtig ist der Umgang der Universitätsleitung mit den Studentenclubs und studentischen Vereinen Schwerpunkt der hochschulpolitischen Debatte. (mehr …)

Caros Kulturbeutel

Ihr wollt wissen, was es im Juni für kulturelle Highlights gibt? In dieser ersten Ausgabe von Caros Kulturbeutel werden euch die passenden Tipps gegeben.

Ein bisschen mehr Kultur in der Innenstadt

Ein wenig unscheinbar ist sie und auf den ersten Blick nicht leicht zu finden. Anfang Februar wurde sie eröffnet – die Kulturbar in der Langen Straße 93. Ein Grund für den webMoritz, sich das neue Café genauer anzusehen.

An einem sonnigen Märznachmittag ist in der Kulturbar noch nicht so viel los. Zwei Gäste sitzen hier an einem groben Metalltisch. Es riecht nach Holz und das Ambiente kann sich kaum entscheiden, ob es lieber rustikal oder kreativ sein möchte. Das muss es aber auch nicht und so erscheint das Café mit seinem großen Gastraum in seinem ganz eigenen Stil, der auf diese Weise einzigartig in Greifswald ist.

Rustikales kreatives Ambiente in der Kulturbar.

Das Holz zieht sich durch die gesamte Bar: Bänke und Pfeiler, sowie Barhocker und Bücherregal sind aus massivem Holz. Auch andere Materialien wurden hier verwendet. Aus Metall sind vereinzelte Sitzmöglichkeiten und ein Tisch – was nicht immer das Bequemste ist. Die Wände sind grob verputzt, hier hängen Bilder und eine Sammlung von Stofffetzen, unter der „Textile Fundstücke“ steht. Auch dieser Materialmix macht das Ambiente ganz besonders. Dazu passen auch die roten Kerzen und die roten Kissen, sowie die jazzig-experimentelle Musik. In sich wirkt die Einrichtung also sehr stimmig.

Mit einem Blick auf die Lange Straße lassen sich hier Kaffee und Co gut genießen. Die Preise für die Getränke sind moderat, der Kaffee kostet von 1,30 Euro bis 2,80 Euro. Eine Getränkekarte gibt es allerdings nicht und so wissen die Gäste oftmals nicht, was sie am Besten bestellen. Eine Metalltafel, die nicht auf den ersten Blick zu sehen ist, gibt Aufschluss und zeigt, dass es sich bei den Getränke auch Fair Trade- und Bio-Produkte handelt.

Die Bedienung ist freundlich und aufmerksam und erzählt strahlend über die Neueröffnung, sowie das kulturelle Angebot der Bar. Denn Kultur soll hier Programm sein: Zunächst fallen die Bilder an den Wänden auf, die geschnitzten Barhocker und die Bücher – darunter Jules Verne und Thomas Mann. Ab April wird außerdem die Galerie, die sich eine Etage über dem Café befindet, eröffnet. Außerdem fanden bereits kulturelle Veranstaltungen, wie Lesungen und Konzerte statt.

Die Bar in der Kulturbar: Mit Fair Trade-Kaffee und Rum aus Südamerika.

Die Kulturbar hat von Montag bis Donnerstag von 12 bis 01 Uhr geöffnet, von Freitag bis Sonnabend sogar bis 03 Uhr. Besonders Abends ist das Café gut gefüllt. Dass die Bar angenommen wird, zeigt sich auch im Gästebuch. Von „Oase“ sschreiben die einen, andere loben die „schicke Wohnzimmeratmosphäre“. Der einzige Kritikpunkt bleibt auch hier die fehlende Karte.

Somit lässt sich insgesamt ein positives Fazit ziehen. Bleibt zu hoffen, dass die Kulturbar ihrem Namen in Zukunft alle Ehre macht.

Fotos: Christine Fratzke

In eigener Sache: Neue Kulturseite

Püntklich zum neuen Jahr gibt es einen neues Schmankerl auf dem webMoritz. Nicht nur für Kulturinteressierte könnte dies spannend sein: Unsere neue Kulturseite. In freundlicher Kooperation mit dem Greifswalder Veranstaltungskalender  kulturmodul.de könnt ihr jeden Tag einen Überblick über Veranstaltungen in der Hansestadt bekommen. Egal ob Kinofilme, Partys, Konzerte, Ausstellungen, Lesungen oder Theateraufführungen – für jeden Geschmack ist etwas dabei.

Sieben Tage umfasst unser Kalender und zeigt in Kürze die wichtigsten Daten zu vielen Veranstaltungen. Ausführlichere Informationen gibt es weiterhin auf kulturmodul.de oder wie bisher auch auf dem webMoritz. Veranstaltungen, die wir euch besonders ans Herz legen wollen, werden wir auch in Zukunft ausführlicher ankündigen. Außerdem wird es weiterhin Rezensionen über Filme, Konzerte, Bücher, CDs und vieles mehr geben.

Wir wünschen viel Spaß mit der neuen Seite!

Foto: Torsten Heil (Aufmacher), Logo Kulturmodul

Vortrag: Realismen mit schlechtem Gewissen

Eine Ankündigung von Susanne Große


Bereits die zweite Vorlesung im Rahmen der Vortragsreihe „Literatur. Kultur. Theorie“ findet nun statt. Am Mittwoch, dem 24. November, steht das Alfried-Krupp-Wissenschaftskolleg ganz im Zeichen des Realismus in der deutschen Literatur. In der ersten Veranstaltung bildete das Thema Fiktion den Mittelpunkt.

Vier Veranstaltungen gibt es insgesamt in der Reihe "Literatur. Kultur. Theorie."

Dieses Mal wird Professor Moritz Baßler von der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster unter dem Titel „Realismen mit schlechtem Gewissen. Zur deutschen Literaturgeschichte nach der emphatischen Moderne“ referieren. Dabei wird er die realistischen Formen der Gegenwartsliteratur nach 1933 beleuchten. In Abgrenzung zur emphatischen Moderne des Nationalsozialismus und der internationalen Unterhaltungsliteratur der Postmoderne soll dargestellt werden, warum die Realismen von einem schlechten Gewissen geplagt werden.

Die Lesereihe „Literatur. Kultur. Theorie“ startete bereits vor einem Monat mit dem Vortrag „Fiktionsfiktion. Über die Realität der Literatur“ von Professor Eckart Schumacher vom hiesigen Institut für Deutsche Philologie. An einzelnen Literaturbeispielen versuchte er, die Grenzen von Fakt und Fiktion zu definieren. Dabei kam er zu dem Schluss, dass der Leser selbst entscheiden müsse, was er für fiktiv hält und was eben nicht. Realismus sei somit, ganz nach Roman Jakobson „ein unendlich dehnbarer Sack, in dem man verstauen kann, was man will“.

Die Vorträge sind jeweils eng mit der Lehre an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität verknüpft. Somit sind sie empfehlenswert für Studierende, die ihr Wissen in den Geistes-und Kulturwissenschaften vertiefen möchten. Dieses Angebot wurde bei der ersten Lesung begeistert genutzt: Der Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt.

Der Vortrag über den Realismus beginnt um 18.15 Uhr im Alfried-Krupp-Kolleg in der Baderstraße 1. Der Eintritt ist frei.

Flyer: Veranstalter, Foto: Louisa Manz (jugendfotos.de)