Wahlaufruf Gremienwahlen: online wählen gehen!

Wahlaufruf Gremienwahlen: online wählen gehen!

Wie an jedem Jahresanfang finden auch dieses Jahr wieder die akademischen und studentischen Gremienwahlen statt. Diese sind für alle Universitätsmitglieder eine wichtige Möglichkeit sich in die Hochschulpolitik einzubringen und damit die wichtigen Gremien an der Uni mitzugestalten. Es werden wieder der Senat, die Fakultätsräte sowie das Studierendenparlament und die Fachschaftsräte gewählt. Dabei gibt es in diesem Jahr eine große Neuerung: Zum ersten Mal läuft die Wahl rein DIGITAL ab.

Die Wahl startet morgen, am Dienstag, den 11.01.2022, voraussichtlich zwischen 8:30 und 8:45 Uhr und läuft bis Freitag 12 Uhr (akademisch) bzw. 18 Uhr (studentisch). In diesem Zeitraum ist die entsprechende Website rund um die Uhr zu erreichen. Die Wahl kann von jedem internetfähigen Endgerät aus durchgeführt werden. Sollte stattdessen Briefwahl beantragt worden sein, müssen die ausgefüllten Wahlunterlagen bis zum Ende der Wahl bei der Wahlleitung eingegangen sein.

Wie läuft die Wahl ab?

So wird gewählt:

  1. Aufrufen des elektronischen Wahlsystems
  2. Anmelden mit den Zugangsdaten für den Uni-Account
  3. Unter ‚Online wählen‘ zur Wahl gelangen
  4. Akademische und studentische Gremien werden separat gewählt
  5. Jeweils alle Stimmzettel ausfüllen und absenden
  6. Fertig

Wenn die Stimmzettel ausgefüllt und bestätigt wurden, gibt es noch eine Zusammenfassung der ausgewählten Personen. Hier wird euch auch angezeigt, ob ihr eventuell zu viele Stimmen abgegeben habt. Es gibt auch die Möglichkeit, den Stimmzettel als ungültig abzugeben.

Wie viele Bewerber*innen könnt ihr wählen?

Je nachdem, welches Gremium ihr wählt, habt ihr unterschiedlich viele Stimmen. Diese sind natürlich auch jeweils auf dem Wahlzettel vermerkt; wer sich dennoch vorbereiten möchte, findet hier bereits eine kleine Übersicht:

Studierendenparlament
Für das StuPa habt ihr 3 Stimmen zur Verfügung, dabei darf pro Kandidat*in nur eine Stimme vergeben werden.

FSR
Auch bei eurem bzw. euren FSR könnt ihr bis zu 3 Stimmen vergeben. Die Anzahl der Mitglieder eurer FSR unterscheidet sich je nach Fach. Auch hier sind keine Doppelungen der Stimmen möglich.

Senat
Für den Senat habt ihr so viele Stimmen, wie Mitglieder der jeweiligen Gruppe zu wählen sind. Das sind bei den Studierenden 12 Personen, wobei ein*e Kandidat*in bis zu 2 Stimmen erhalten kann.

Fakultätsrat
Auch beim Fakultätsrat gibt es so viele Stimmen, wie Mitglieder der jeweiligen Fakultät zu wählen sind. Das sind 2 Personen bei der Theologischen sowie Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät und 4 Personen bei der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen und Philosophischen Fakultät sowie bei der Universitätsmedizin. Auch hier können die Bewerber*innen bis zu 2 Stimmen erhalten.

Wen könnt ihr wählen?

Listen mit allen Kandidat*innen sind im Studierendenportal (studentisch) und auf der Website der Uni (akademisch) zu finden. Außerdem haben einige der Bewerber*innen unseren Fragebogen beantwortet. Die entsprechenden Artikel wurden am 08.01.2022 hier auf dem webmoritz. veröffentlicht.

Was ist das eigentlich alles?

Wenn ihr noch nicht wisst, was es mit dieser ganzen Wahl eigentlich auf sich hat, könnt ihr euch auf dem Studierendenportal über die verschiedenen Organe der Studierendenschaft informieren. Außerdem findet ihr bei moritz.tv zwei Videos zu den studentischen und akademischen Gremien. Das Studierendenparlament und die Fachschaftsräte sind in diesem Artikel auch noch mal beschrieben.

Zur Wahl findet ihr Informationen in den Wahlbekanntmachungen der studentischen und universitären Wahlleitung sowie in den Wahlordnungen der Studierendenschaft und der Universität.

Fragen oder Probleme?

Bei Fragen oder Problemen könnt ihr euch jederzeit an die
universitäre Wahlleitung (wahlen@uni-greifswald.de) oder an die
studentische Wahlleitung (wahl.stud@uni-greifswald.de) wenden.

Viel Spaß beim Wählen!

Beitragsbild: Julia Schlichtkrull,
basierend auf Avatar – Der Herr der Elemente, Nickelodeon

Adweb.kalender 20. Fensterchen: Rettet die Plätzchen

Adweb.kalender 20. Fensterchen: Rettet die Plätzchen

Alle Jahre wieder weihnachtet es auch beim webmoritz.! Hier wird Weihnachtsmusik gedudelt, werden Plätzchen gebacken und Geschichten der vergangenen, diesjährigen und zukünftigen Weihnacht unter flackernden Lichterketten geraunt. Einen Teil dieser besinnlichen Stimmung möchten wir wieder in unserem Adweb.kalender mit euch teilen. Hinter dem 20. Fensterchen erwartet euch: Rettungsmissionen im Plätzchenchaos!

Neben dem Weihnachtsbaum und den Kerzen sind Plätzchen untrennbar mit dem Weihnachtsfest verbunden. Es gibt sie in allen möglichen Varianten: groß oder klein, dick oder dünn, knusprig oder weich. Und es ist alles erlaubt, solange sie lecker schmecken.

Aber was ist, wenn die Plätzchen mal misslingen? Und dann auch noch die, welche für das Weihnachtsdessert gedacht waren? Da ist guter Rat teuer. Oder auch nicht, für all diejenigen, die diesen Artikel gelesen haben.

Grundsätzlich wäre es von Vorteil, wenn die Plätzchen nicht verbrannt sind. Die lassen sich dann nun wirklich nicht mehr retten, außer sie werden bunt angemalt und als Weihnachtsbaumschmuck zweckentfremdet.

Schmecken die Plätzchen etwas fad, ist mit einem Topping viel geholfen. Etwas Zuckerguss aus Puderzucker mit ein wenig Zitronensaft oder jeder anderen Flüssigkeit anrühren, auf die Plätzchen streichen und mit Haselnüssen, getrockneten Früchten oder bunten Zuckerstreuseln garnieren. Schon ist von dem Plätzchengeschmack viel wettgemacht. Natürlich kann auch Schokolade geschmolzen und verarbeitet werden. Auch hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt.

Verformte Plätzchen sind vielleicht ärgerlich, aber nun wirklich kein Grund den Kopf in den verbliebenen Plätzchenteig zu stecken. Entweder werden sie passend zugeschnitten oder als Kunst verkauft. Denn Kunst darf bekanntlich alles, auch rechteckige Zimtsterne.

Sollten die Plätzchen auch nach dem Backen nicht wirklich fest werden, hilft es manchmal, sie (ausgekühlt!) mit einer geschmacklich passenden, trockenen Zutat der eigenen Wahl zu verkneten, und noch einen zweiten Anlauf zu starten. Eine andere Möglichkeit ist, sie solange zu erhitzen, bis alles an möglichen Keimen hinüber ist und den Teig als „rohen“ Plätzchenteig zu präsentieren. Was in den sozialen Medien funktioniert, wird bestimmt auch die Verwandtschaft glücklich machen. Ganz bestimmt.

Sollte das Gegenteil eintreten und die Plätzchen sind zu hart oder zu zäh gebacken, können sie mit Hilfe einer cremigen Komponente wieder genussfähig gemacht werden. Dazu einfach alles, was man hat (Frischkäse, Quark, Schmand, geschlagene Sahne, Eischnee …) zu einer Creme verrühren. Diese kann dann noch mit Fruchtpüree oder Zimt aromatisiert und mit Hilfe eines Geliermittels angedickt werden. Dann einfach die Kekse zerkrümeln und abwechselnd mit der Creme und wahlweise Schokolade, Früchten, Kokosflocken oder anderen Leckereien in Gläsern oder einer großen Schüssel schichten und einige Stunden in den Kühlschank stellen. Die Krümel nehmen so einen Teil der Feuchtigkeit auf. Mithilfe der richtigen Präsentation kann das dann ausgesprochen schick aussehen — und selbst wenn nicht: Im Endeffekt kommt es doch sowieso nur auf den Geschmack an.

Beitragsbild: Julia Schlichtkrull

HoPo needs YOU!

HoPo needs YOU!

Wie jedes Jahr stehen im Januar die Gremienwahlen für die studentischen und akademischen Gremien an. Dabei werden das Studierendenparlament (StuPa), die Fachschaftsräte (FSR) sowie der Senat und die Fakultätsräte neu gewählt. Und aktuell werden noch Bewerber*innen für das StuPa und die FSR gesucht. Die Bewerbungsfrist endet morgen, am 07.12.!

In unserem Artikel vom 24. November hier auf dem webmoritz. haben wir euch bereits genauer erklärt, was das für Gremien sind und was sie überhaupt machen. Sowohl das StuPa als auch die FSR sind äußerst wichtig für die studentische Selbstverwaltung und stellen gerade für uns Studierende sehr nützliche Anlaufstationen für die Themen Finanzen, Probleme mit Dozierenden oder Prüfungen sowie Veranstaltungen zu verschiedensten Themen dar. Es ist also im Interesse aller, dass diese Gremien möglichst gut arbeiten. Dafür ist es jedoch wichtig, dass sie möglichst voll besetzt sind. Für die aktuelle Wahlperiode sind aber leider noch sehr wenige Bewerbungen eingegangen. Das ist schade, denn Angst vor den Aufgaben ist unbegründet; in allen Gremien gibt es erfahrene Mitglieder, die neu gewählte Kolleg*innen an die Hand nehmen können.

Falls ihr euch jetzt also spontan noch selbst bewerben möchtet oder Kommiliton*innen kennt, die ihr zu einer Bewerbung motivieren möchtet, findet ihr alle Informationen dazu im Studierendenportal. Alles, was ihr für eine erfolgreiche Bewerbung machen müsst, ist das Dokument aus dem Portal auszufüllen und dieses ausgedruckt und unterschrieben bis zum 07.12. (das ist morgen!) um Mitternacht mit einem Lichtbildausweis im AStA einzureichen.

Solltet ihr noch irgendwelche Fragen zur Bewerbung oder zur Wahl selbst haben, könnt ihr euch gerne mit einer E-Mail an die Wahlleitung wenden: wahl.stud@uni-greifswald.de

Beitragsbild: geralt auf pixabay.com

Nur wer eine Wahl hat, kann wählen

Nur wer eine Wahl hat, kann wählen

Wie in jedem Jahr finden im Januar wieder die Gremienwahlen statt. Bei den studentischen Gremienwahlen werden das Studierendenparlarment (StuPa) und die Fachschaftsräte (FSR) gewählt. Dafür werden bis zum 7. Dezember wieder engagierte Studierende gesucht, um die studentische Mitbestimmung an der Universität Greifswald aufrecht zu erhalten und zu verbessern.

Studierendenparlament

Was ist das StuPa? Das StuPa ist das höchste studentische Gremium. Hier tagen 27 Mitglieder alle zwei Wochen.

Was macht das StuPa? Neben den hochschulpolitischen Grundsatzentscheidungen (wie Ordnungen oder Satzungen) verwaltet das StuPa die Gelder der Studierendenschaft (200.000 Euro pro Jahr) und beschließt für die Studierenden Anträge, wie zum Beispiel im Fall der Coronaregelungen (Onlineprüfungen, Regelstudienzeitverlängerung, etc.) oder in dem von Prof. Weber. Außerdem werden die Referent*innen des Allgemeiner Studierendenausschuss (AStA) durch das StuPa gewählt und kontrolliert.

Was habe ich davon? Durch das StuPa kannst du die Situation des Studiums an der Universität und deiner Kommiliton*innen aktiv beeinflussen. Du kannst entscheiden, wofür das Geld der Studierendenschaft genutzt wird. Du kannst persönliche Vorteile daraus ziehen (wie zum Beispiel Fristverlängerungen bei Abgaben, außerdem macht sich ein Amt im StuPa gut auf dem Lebenslauf).

Kann ich das? Natürlich kannst du das. Selbst dann, wenn du Ersti bist und/oder noch nie etwas vom StuPa gehört hast. Aber falls du noch Zweifel haben solltest, kannst du dich bei der Telefon-Sprechstunde der Wahlleitung unter der Nummer 03834 420 1750 am Donnerstag (26.11. und 3.12.) von 13:30 bis 14:30 Uhr melden und alle deine Fragen loswerden. Außerdem könntest du in unseren Podcast mit dem aktuellen StuPa-Präsidenten Bennet reinhören.

Was muss ich jetzt tun? Du musst bis spätestens zum 7. Dezember den Bewerbungsbogen im Studierendenportal ausfüllen und danach ausgedruckt und unterschrieben persönlich mit einem amtlichen Lichtbildausweis während der Sprechzeiten beim AStA einreichen. Sollten hier noch Fragen auftreten, meldet euch gerne ebenfalls Freitag von 13:30 bis 14:30 Uhr telefonisch (03834 420 1750) bei der Wahlleitung im AStA oder schreibt an diese eine E-Mail (wahl.stud@uni-greifswald.de).

Fachschaftsräte

Was sind Fachschaftsräte? Die FSR sind die Vertretungen der Studierenden ihrer jeweiligen Fachschaft.

Was machen die FSR? Die FSR vertreten die Interessen der Studierenden in der Fachschaft und stehen ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Du hast Probleme mit einem Dozierenden? Du weißt nicht, wie dein Stundenplan am besten strukturiert wird? Du hast Sorgen wegen einer Prüfung? Bei all diesen Problemen kann dir dein FSR weiterhelfen. Außerdem sind die FSR auch für die schönen Veranstaltungen zuständig. Sei es ein Ball, ein Kickerturnier oder eine einfache Party bei euch im Institut. Hier könnt ihr neue Leute kennenlernen und viel Spaß haben.

Was habe ich davon? Du kannst die Situation für das Studium in deiner Fachschaft und deiner Kommiliton*innen aktiv beeinflussen. Du kannst bei Fragen innerhalb der Fachschaft in Gesprächen mit den Dozierenden die studentische Perspektive einbringen und ein wichtiges Bindeglied sein.

Kann ich das? Natürlich kannst du das. Selbst dann, wenn du Ersti bist und/oder noch nie etwas vom FSR gehört hast. Aber falls du noch Zweifel haben solltest, kannst du dich bei deinem FSR melden und alle deine Fragen loswerden. Bestimmt kannst du auch schon vorab einmal an einer FSR-Sitzung vorbeischnuppern. Außerdem könntest du in unsere aktuelle Podcast-Reihe zum Thema FSR reinhören. Da sind zwar bisher nur einige vertreten, aber du gewinnst einen Eindruck, wie die Fachschaftsarbeit überhaupt so aussieht.

Was muss ich jetzt tun? Du musst bis spätestens zum 7. Dezember den Bewerbungsbogen im Studierendenportal ausfüllen und danach ausgedruckt und unterschrieben persönlich mit einem amtlichen Lichtbildausweis während der Sprechzeiten beim AStA einreichen. Sollten hier noch Fragen auftreten, meldet euch gerne Freitag von 13:30 bis 14:30 Uhr telefonisch bei der Wahlleitung (03834 420 1750) im AStA oder schreibt an diese eine E-Mail (wahl.stud@uni-greifswald.de).

Beitragsbild: Photo by Element5 Digital on Unsplash

Schlösserherbst auf der Schloss- und Gutshofanlage Ludwigsburg

Schlösserherbst auf der Schloss- und Gutshofanlage Ludwigsburg

Strahlend blauer Himmel, Sonnenschein, ein milder Oktobertag. Der perfekte Zeitpunkt für einen Ausflug an den Bodden. Und einen kleinen Abstecher zum Schloss Ludwigsburg. Doch da hängt ein Zettel: Kostenlose Schlossführung. Nun, da ich noch nie die Möglichkeit hatte, das Schloss mal von innen zu besichtigen, klingt das nach einem sehr interessanten Angebot. Einmal Impfausweis vorzeigen, Datenerfassung und Händedesinfizieren später, stehen etwa 20 Personen in einem Ausstellungsraum und lauschen dem Schlossführer.

Ausstellungsraum Schloss Ludwigsburg

Als Erstes wird von der jüngeren Vergangenheit des Schlosses erzählt. Der letzten ansässigen Familie, den Weissenborns, welche teilweise auch noch im Schloss gewohnt hat, ist eine ausführliche Fotodokumentation zu verdanken. Hier bekommt man einen Eindruck, welche Pracht einst in dem Schloss vorhanden war. Doch nach Kriegsende und Enteignung erlebten das Schloss und der angeschlossene Gutshof einen recht tragischen Verfall. Von außen ist die größte Veränderung, dass eine große Freitreppe während der DDR-Zeit abgerissen wurde. Von innen ist, nach Vandalismus und Diebstahl, nicht mehr viel übrig. Heute gehören Schloss und Gut dem Land, nachdem beides seit der Wende unter anderen durch den zugehörigen Förderverein gepflegt wurde.

Eine Etappe später im Innenhof bekommen wir einen kurzen geschichtlichen Abriss zu den Gutsgebäuden ringsherum. Diese wurden vor teilweise über 200 Jahren erbaut und mit jedem*r neuen Besitzer*in erweitert und umgebaut. Dabei war der Gutshof von Anfang an Teil des Schlosses und viele der Gebäude sind heute noch erhalten. Allerdings hat das Küstenwetter an einigen von ihnen verheerende Spuren hinterlassen.

Innenhof Schloss Ludwigsburg

Nach diesem kurzen Exkurs geht es endlich zum Hauptteil der Führung: Dem Schloss. Tatsächlich ist das Schloss Ludwigsburg wirklich ein Schloss. Diese Bezeichnung ist nur Gebäuden vorbehalten, welche in Bezug zur herzoglichen Familie stehen. Das Schloss inklusive Gutsbetrieb ließ im 16. Jahrhundert Ernst-Ludwig Herzog von Pommern für seine Gattin Sophia-Hedwig als Witwensitz erbauen. Ihr verdankt Ludwigsburg auch den heutigen Namen. Nach Sophia-Hedwig haben noch andere Generationen der herzoglichen Familie im Schloss gewohnt, allerdings ging es nach einer Weile in private Hände über. Die Aus- und Umbaumaßnahmen kann man unter anderem an drei übereinander liegenden Fußböden erkennen. Allerdings findet man heute auch noch viele originale Bauelemente.

Orginale Säule im Erdgeschoss

Nach einem kurzen Einblick in die ehemalige herrschaftliche Küche, in der bis zur Wiedervereinigung noch die örtliche LPG gekocht hat, geht es in den 1. Stock. Hier findet sich unter anderem ein großer Festsaal, in dem viel gefeiert wurde. Zu Zeiten der Weissenborns fanden hier Familienfeiern statt. Danach hat das ganze Dorf hier gefeiert, Schlägereien inklusive. Selbst Kinovorführungen hat es hier gegeben. Der zweite Stock ist aufgrund der baulichen Gegebenheiten aktuell nicht zu besichtigen.

Decke des ehemaligen Festsaals

Als letzten Punkt der Führung wird es noch mal etwas kultureller. Denn in dem Schloss hat zeitweise die Familie von Friedrich August von Klinkowström gewohnt. Dieser war unter anderem Maler und gut mit Caspar David Friedrich aus Greifswald sowie Phillip Otto Runge aus Wolgast bekannt, da alle in Dresden studierten. Zusammen bilden diese drei die Gruppe der bedeutendsten Norddeutschen Romantikmaler.

Damit endet die Führung, und nach der Besichtigung des kalten Schlosses ist es sehr angenehm, sich im warmen Innenhof die eisigen Füße wieder aufzutauen und sich mit sehr vielen neuen und interessanten Informationen abschließend am Strand den Wind um die Nase wehen zu lassen.

Was? Führung in Ludwigsburg im Rahmen des Schlösserherbsts
Wann? 9.10.2021 bis 23.10.2021, täglich um 11 Uhr
Wo? Schloss Ludwigsburg, am Eingang der „Ausstellung“ im Innenhof der Gutsanlage
Sonst noch etwas? Eintritt frei (Spende erwünscht); keine Anmeldung notwendig

Bilder: Uwe Fischer, mit freundlicher Genehmigung
des Fördervereins Schloss- und Gutshofanlage Ludwigsburg e. V.