Mimimi-Mittwoch: Hosentaschen und wo man sie findet

Mimimi-Mittwoch: Hosentaschen und wo man sie findet

Spoiler: NIRGENDS!!

Wut, Hass, Zorn: All diese Gefühle verbindet man so manches Mal mit Mode. Genau für solche Momente ist diese Kolumne da. Wann immer wir uns mal gepflegt über viel zu enge T-Shirts auslassen oder uns auch generell mal der Schuh drückt, lest ihr das hier.

Es ist Sommer und schon lange trägt man nicht mehr den schönen Wintermantel mit den herrlich großen Taschen, wo neben Schlüssel und Portemonnaie auch noch der halbe Wocheneinkauf reinpasst. Es ist Sommer und wir sind auf unsere Hosentaschen und deren Fassungsvermögen angewiesen, sofern man nicht eine unnötig kleine Tasche mit sich führen möchte, um seine 3€ für die Frühstücksbrötchen nicht permanent in der Hand tragen zu müssen.

Hosen und vor allem Hosentaschen lösen in mir eine unbeschreibliche Wut aus, wenn ich an sie denke. Der Grund ist, dass ich als Person, die in der Frauenabteilung ihre Klamotten kauft, keine Kleidung erwerben kann, die Taschen besitzt. Es fängt bei Jeans an und zieht sich durch meinen gesamten Kleiderschrank. Ein grassierender Mangel an Hosentaschen plagt mich, seit ich meine Hosen selbst kaufe.

Man verstehe mich nicht falsch, eine herkömmliche Jeans für Frauen sieht vielleicht so aus, als hätte sie Hosentaschen, aber es ist alles eine Lüge! Die vermeintlichen „Taschen“, die man zu sehen glaubt, sind oft nur Attrappen und man könnte selbst mit aller Liebesmühe nicht einmal eine 1 Euro Münze darin verstauen. They are all fake!

Und nun kommen wir zu der eigentlichen Frage, die uns an diesem Punkt alle beschäftigt: WELCHER MENSCH BRINGT WILLENTLICH SO VIELE QUALEN ÜBER DIE MENSCHHEIT?!

Leidensgenoss*innen werden jetzt schon wild mit dem Kopf nicken und mir zustimmen. Während Personen, die für Männer konzipierte Kleidung tragen, von unzähligen Möglichkeiten profitieren, Handy, Schlüssel und vermutlich auch ihre fertig gebundene Masterarbeit am Körper mit sich tragen zu können, müssen andere permanent kleine Taschen mitnehmen.

Und das ist der Punkt, an dem ich sage „Her mit der Reißverschluss-Cargohose!“. So blöd und Alman diese Hosen auch aussehen mögen, müssen wir ehrlich mit uns sein und uns eingestehen, dass es das einzige Kleidungsstück ist, welches uns von unseren Leiden befreien kann.

Darum plädiere ich für Reißverschluss-Cargohosen als nächsten Modetrend!

Beitragsbild: Elisa Schwertner
Comic: Cassandra Calin

Eröffnung des ersten Unverpacktladens Greifswalds

Eröffnung des ersten Unverpacktladens Greifswalds

Schnappt euch eure Jutebeutel und Tupperwaren, denn heute,  Samstag den 19. Juni, ist es soweit: Der erste Unverpacktladen Greifswalds „uver“ wird eröffnet. Nach mehreren Verzögerungen ist es den Ladengründer*innen nun endlich möglich, ihre nachhaltige Einkaufsmöglichkeit der Öffentlichkeit zu präsentieren. Ab sofort könnt ihr euch selbst von dem breiten Angebot ihres Ladens überzeugen. Zu finden sind sie in der Hans-Beimler-Straße 1-3 ganz in der Nähe des Berthold-Beitz-Platzes.   

Jedoch sind für euren ersten Einkauf ein paar Dinge zu beachten. Denn wie ihr euch bestimmt schon gedacht habt, sind in einem Unverpacktladen sämtliche Produkte unverpackt. Dementsprechend sollte man ausreichend bewaffnet mit Beuteln, Obst- und Gemüsenetzen und Einweggläsern anrücken. Vor Ort könnt ihr dann eure Behälter mit den Produkten in den Mengen befüllen, wie es euch am liebsten ist. Eure Gläser und Dosen werden im Vorhinein gewogen, damit ihr am Ende nur die befüllte Menge bezahlt. Dementsprechend könnt ihr euch durch das vielfältige Sortiment nach Lust und Laune in kleinen Mengen durchprobieren und den Wocheneinkauf nachhaltig gestalten. Von Gemüse über Müsli bis hin zu Käse ist alles vorhanden.
 

Schaut doch mal vorbei und schnackt mit den Ladengründer*innen, mit welchen wir bereits letztes Jahr ein Interview führen konnten. Solltet ihr diesen Beitrag von uns verpasst haben, dann könnt ihr ihn hier noch einmal nachlesen.

Beitragsbilder: Elisa Schwertner

Die Unendliche Geschichte – Teil 5

Die Unendliche Geschichte – Teil 5

Einfach mal abheben in ein anderes Universum, auch dafür ist der webmoritz. da! Ihr könnt jeden Freitag ein anderes Redaktionsmitglied auf einem neuen Teil der intergalaktischen Reise unserer unendlichen Geschichte begleiten. Die Rahmenbedingungen haben wir in einer gemeinsamen Sitzung aus unseren Ideen zufällig ausgewürfelt, danach haben wir die Geschichte jedoch der individuellen Kreativität und Gnade unserer Redakteur*innen überlassen. Wohin die unendliche Geschichte führen wird, ist für uns also auch noch ungewiss, aber wir bieten Corona-Craziness, Ärger und Spaß ohne Ende – garantiert!

Was bisher geschah…
Die Galapagos-Schildkröte Gerhard Schmitt ist auf dem Planeten Meridia als blinder Passagier im Raumschiff Große Kosmische Ente gelandet (Teil 1). Dort traf er die Einwohner*innen – die Schnabeltiere – und war Beobachter einer phänomenalen Fete. Aber auch die neu angekommenen Enten mischten sich unter die Gäste und drohten entdeckt zu werden (Teil 3). Nach der geplatzten Sause nahm Gerhard die Verfolgung auf und traf auf Cornelius von Nussingen (Teil 4). Doch die Begegnung wurde durch Geräusche aus dem Unterholz unterbrochen. Was kann das nur sein?

Teil 5 – Unverhofft schnabelt oft

Hektisches Rascheln näherte sich den beiden. Aus Reflex zog sich Gerhard in seine schützende Hülle zurück, während sich Cornelius hinter ihm versteckte und heftig zu zittern begann. Doch anstelle eines erwarteten Ungeheuers war es nur der kleine Justus Schnabeltier, der sich wild fuchtelnd durch das Dickicht schlug. Unser gepanzerter Freund erkannte ihn sofort wieder und streckte seinen langen Hals empor: „Justus, was machst du denn hier?“, fragte die Galapagos-Schildkröte. Justus, der so fokussiert auf die Verfolgung der gefangenen Enten konzentriert war, erschrak derart, dass er aufschrie und nach hinten auf seinen Schnabeltierschwanz fiel. Da pellte sich Gerhard aus seinem Haus und „eilte“ dem Halbwüchsigen zur Hilfe. „Hast du dir etwas getan?“, fragte er besorgt. Justus, der vor Schreck eine Träne verdrückte, rappelte sich auf und klopfte sich das Fell ab. „Was sollte das denn?!“, fragte er das bekannte Gesicht erbost. „Du hast doch gesehen, dass ich denen auf den Fersen war!“, schnabelte er.
Gerhard entschuldigte sich, aber war dennoch neugierig, wieso ein Jungspund seines Alters so unbedingt dem „Feind“ hinterherspionierte. „Das geht dich gar nichts an“, maulte Justus ihn an. Dieser Ton ging Cornelius von Nussingen aber zu weit: „Für so ein ulkiges Hybrid-Tier spuckst du hier aber ganz schön große Töne, Kleiner!“ Doch Justus hörte ihm erst gar nicht zu und schaute sich um, in welche Richtung die gefangenen Enten entlang verschwunden waren. Jedoch ohne Erfolg. Niedergeschlagen sackte das kleine Schnabeltier zu Boden und vergrub seinen Schnabel in den mit Schwimmhäuten versehenen Pfötchen. „Was mache ich denn jetzt?“, fragte er sich und schüttelte verzweifelt das Köpfchen. Gerhard tat dieser Anblick so leid, auch wenn er nicht verstand, weshalb es dem kleinen Mann so wichtig war. Cornelius hingegen erschütterte dieses kleine Leid nicht im Geringsten: „War nett sich mal gesehen zu haben, aber ich muss jetzt weiter zu neuen Abenteuern, da kann ich mich nicht mit den Problemen eines Kindes herumschlagen. Das hält uns ehrgeizige Singlemänner bekanntermaßen nur auf. Ade!“ Kaum hatte er seinen Satz beendet, warf Gerhard ihm einen bitterbösen Blick zu. „Aber Cornelius“, sagte er, „ist es nicht ein riesiges Abenteuer, den gefangengenommenen Enten zur Hilfe zu eilen?“ Cornelius setzte schon an, um sich aus diesem Vorschlag herauszureden, doch bevor er auch nur einen seiner Gedanken ausformulieren konnte, begann Justus laut zu jubeln: „OH JA! Dann könnt ihr mir helfen die Enten zu finden!“
Da konnte sich Cornelius nicht mehr rausziehen. Nicht nur, weil er es nun nicht mehr übers Herz brächte, das Jungtier zu enttäuschen, sondern auch, weil Gerhards Blick verriet, dass, wenn er jetzt noch einen Rückzieher machen würde, Gerhard ihm einen kräftigen Biss mit seinem Galapagos-Schnabel verpassen würde. Das Dreiergespann rappelte sich auf und schaute sich nach möglichen Hinweisen um, wo die Enten lang sind. „DA!“, schrie Justus plötzlich auf und rannte in das Dickicht. Kurz darauf winkte eine helle Feder aus dem Unterholz empor. Da setzten sich Cornelius und Gerhard in Bewegung und hefteten sich an die vor ihnen her wackelnde Feder. 
„Aber sag mal, Justus“, hakte Gerhard nach, „… warum verfolgst du die Enten jetzt eigentlich?“

Das ist eine gute Frage! Und wie wird es dem Dreiergespann nun ergehen? Wird es die Enten ausfindig machen können? Das wissen wir genau so wenig wie ihr und warten daher gespannt auf Toms Teil 6 der unendlichen Geschichte nächsten Freitag.

Illustration: Elisa Schwertner

Kräutertopf fürs Küchenfenster – In Omas Garten

Kräutertopf fürs Küchenfenster – In Omas Garten

Die Vögel zwischern Rolf Zuckowskis „Vogelhochzeit“, die Krokusse strahlen in den Vorgärten – es ist Frühling! Mit dem Aufkommen des Frühlings erwachen in vielen von uns auch die Hobbygärtner*innen. In Omas Garten erfahrt ihr, welche Pflanzen ihr auf eurem Balkon, eurem Schrebergarten oder eurem Fenstersims anbauen und anziehen könnt und wie euch das am besten gelingt. In den nächsten Wochen lernt ihr hier außerdem alles Wichtige zum Einpflanzen, Pflegen und Ernten von Obst und Gemüse.

Endlich sind keine frostigen Nächte mehr zu erwarten, was bedeutet, dass man endlich wieder die Blumenkästen für Balkon und Fensterbrett herausholen kann. Für bestimmte Sprösslinge können diese jedoch auch in der Wohnung am Fenster platziert werden. Aus unserer Redaktion wurde mir wiederholt der Wunsch nach Kräutern für die Küche zum Kochen herangetragen und, ob das auch in der Wohnung auf dem Fensterbrett möglich wäre. Darauf gibt es natürlich eine ganz klare Antwort: Ja! 

Dafür bieten sich alle möglichen und verschiedensten Kräuter an. Drum folgt nun ein kleiner Guide durch verschiedene Kräuter und wie ihr sie am besten am Leben erhaltet.

Der Klassiker – Basilikum 

Fast jede*r von euch wird schon einmal eine kleine Pflanze Basilikum aus dem Supermarkt eurer Wahl mit nach Hause genommen haben, mit dem Vorsatz, sein Essen mit zumindest einer frischen Zutat zu garnieren. Meistens endet es aber nur darin, dass man dabei zuschaut, wie der kleine Strauch unaufhaltsam eingeht. Trotz all der Liebe, dem täglichen Wässern und dem hoheitlichen Platz auf der Fensterbank lässt die Pflanze schon bald die Blätter hängen und man ist früher oder später dazu gezwungen, sie zu entsorgen.

Es scheint aussichtslos, aber das ist es auf gar keinen Fall! Es gibt nämlich ganz klare Fehler, die viele machen, weshalb sich dieses Fiasko immer wieder wiederholt. 

Was solltet ihr also ändern?

Zuallererst solltet ihr umtopfen. Meist kann man bereits bestehende Pflänzchen in kleinen Plastiktöpfchen kaufen. Aus denen solltet ihr die Pflanzen schleunigst befreien, da sich in ihnen weder die Wurzeln weiter ausbreiten können, noch irgendwelche benötigten Nährstoffe in der gegegeben Erde enthalten sind. Das heißt also: Umtopfen in einen größeren Topf. Dabei sollte aber darauf geachtet werden, dass der Topf ein Loch am Boden besitzt, durch welches überschüssiges Wasser ablaufen kann. Sofern diese Möglichkeit des ablaufenden Wassers nicht gegeben ist, könnten die Wurzeln anfangen zu faulen und das führt zum Absterben der Pflanzen. Alternativ zu dem Topf mit Loch könnt ihr auch eine ca 3-5 cm hohe Schicht Steine im Topf platzieren, bevor ihr die Erde draufgebt.

Diese Tips sind universell für alle Kräuter, die ihr so vorgezogen kaufen könnt. Einschließlich Minze, Zitronenmelisse, Schnittlauch, Rosmarin und was man noch so findet.

 


Achtung!

Beim Kauf solcher Pflanzen solltet ihr immer zuerst inspizieren, ob ihr Blattläuse oder anderweitige Schädlinge erblicken könnt. Blattläuse sind kleine grüne Käfer, die meist unter den Blättern und an den Stielen sitzen. Bei der Suche nach Schädlingen ist es immer empfehlenswert unter den Blättern nachzusehen, da sich dort sehr viele Arten mit Vorliebe verstecken.

Selbst Kräuter ziehen

Wer selbst ein bisschen mit seinem grünen Daumen aktiv werden möchte, kann auch versuchen, selbst Kräuter anzuziehen. Dazu eignen sich vor allem Kresse und Petersilie. Beides lässt sich einfach zum Aussäen als Samen in kleinen Tütchen erwerben. Diese verstreut man dann meistens auf der angefeuchteten Erde und verkrümelt sie anschließend mit einer dünnen Schicht Erde, ohne diese noch einmal anzudrücken.

Bei allen Kräutern heißt es anschließend täglich gießen und an einen möglichst warmen und sonnigen Platz stellen. Sie sollten dennoch vor der extremen Mittagssonne im Sommer geschützt werden, da sie sonst zu verbrennen drohen. Hierbei fangen sie zwar kein Feuer, trocknen aber so sehr aus, dass keine Rehabilitation mehr möglich ist. 

Tipp

Wenn ihr eure Zöglinge noch besser unterstützen möchtet, könnt ihr Dünger mit unter die Erde mischen. Dazu reicht der preiswerteste aus dem Baumarkt. Wer jedoch Kontakte zu Perdebesitzer*innen hat oder generell in Reichweite zu Reitställen lebt, könnte dort auch nachfragen, ob man sich einen kleinen Eimer voll Mist abholen- oder einsammeln dürfte. Pferdemist ist nämlich reichhaltig an Mineralien und ideal zur Unterstützung des Bodens und dem Wachstum der Pflanzen.

 

Falls ihr mehr über Anzucht lernen wollt, dann schaut euch doch den ersten Teil von „In Omas Garten“ an.

Bilder: Elisa Schwertner

Lasst es sprießen – In Omas Garten

Lasst es sprießen – In Omas Garten

Die Vögel zwitschern Rolf Zuckowskis „Vogelhochzeit“, die Krokusse strahlen in den Vorgärten – es ist Frühling! Mit dem Aufkommen des Frühlings erwachen in vielen von uns auch die Hobbygärtner*innen. In unserer Reihe In Omas Garten erfahrt ihr, welche Pflanzen ihr auf eurem Balkon, im Schrebergarten oder auf dem Fenstersims anziehen und anbauen könnt und wie euch das am besten gelingt. In den nächsten Wochen lernt ihr hier außerdem alles Wichtige zum Einpflanzen, Pflegen und Ernten von Obst und Gemüse.

Anzucht

Mit den immer wärmer werdenden Temperaturen, sollte man so langsam auch mit der Anzucht von bestimmten Gemüsesorten beginnen. Wir steigen vorerst mit Gemüse ein, das relativ wenig Aufwand erfordert:
Jetzt im April könnt ihr anfangen, Möhren, Radieschen und Tomaten anzuziehen.

Dafür benötigt ihr:

  • Anzuchterde (für Tomaten)
  • Normale Hochbeeterde
  • Pflanzensamen 
  • Plastikschalen (können zum Beispiel von Salat oder abgepacktem Fleisch recycelt werden)
  • Plastiktüte 

Und so geht es:

Alles an Erde und Samen könnt ihr wieder ganz normal in Baumärkten kaufen, je nach Bundesland auch ohne „Shoppingtermin“. Wenn ihr euch dennoch unwohl fühlen solltet, irgendwo einkaufen zu gehen, dann gibt es auch diverse Onlineshops, bei welchen ihr Samen und Erde bestellen könnt, die euch nach Hause geliefert werden. 

Beim Anziehen eurer Pflanzen ist der erste Schritt immer, die Anzuchterde vorzubereiten. Bei manchen Sorten von Online-Vertrieben ist es notwendig, die Erde vorquellen zu lassen. Das macht ihr am besten über Nacht, bevor ihr anfangt auszusäen. 

In jedem Fall solltet ihr die Samen nur in befeuchtete Erde geben. Auch die Samen könnt ihr über Nacht vorquellen lassen, das ist besonders bei Tomaten ratsam. Eure Anzuchterde solltet ihr nun in die Plastikschalen geben, sodass die Schale ungefähr zur Hälfte gefüllt ist. Drückt sie etwas fest. Die gequollenen Samen streut ihr jetzt mit Abstand zueinander auf die Anzuchterde. Darüber könnt ihr jetzt noch ein wenig Erde krümeln. 

Zieht nun die Plastiktüte über die Schalen und verschließt sie mit einem Gummi oder einem Tütenverschluss. Stellt eure Schalen in der Tüte jetzt an einen möglichst warmen Ort. Sei es auf dem Fensterbrett oder draußen auf dem Balkon. Wichtig ist, dass möglichst viel Licht auf das „Mini-Gewächshaus“ einfällt und in der Tüte ca. 20 Grad herrschen. 

Jetzt müsst ihr nur noch warten und nach einigen Tagen werdet ihr schon die ersten Sprösslinge sehen können. 

Schaut in den kommenden Tagen und Wochen regelmäßig unter die Tüte, um zu sehen, ob es in ihr warm genug und die Erde noch leicht feucht ist. Sollte sie zu trocken werden, könnt ihr sie mit einer Sprühflasche wieder anfeuchten. Ihr solltet dabei jedoch aufpassen, dass ihr nicht zu viel gießt und die Samen nicht anfangen zu schwimmen. 

Nach circa zwei Wochen, wenn alles gut läuft, werdet ihr beobachten können, wie auch die ersten Laubblätter wachsen. Sobald die Sprösslinge um die 5 cm hoch sind, solltet ihr damit beginnen, ihnen mithilfe von Zahnstochern und Schaschlikspießen Stabilität zu bieten, damit die zarten Pflänzchen nicht umknicken. Steckt diese einfach neben die Pflanzen in die Erde und bindet sie mit einem Stück Faden locker zusammen. 

Spezialtipp für alle Osterhasen im wohlverdienten Urlaub nach den Feiertagen:
Bei Möhren und Radieschen reicht es aus, die Samen ungefähr einen Zentimeter tief in normaler Erde zu versenken. Auch diese sollten in ihrer Schale oder Topf mit einer Plastiktüte überzogen werden. Der Vorteil an ihnen ist, dass man bis auf das Gießen nichts weiter tun muss. Ab jetzt macht das Radieschen alles von allein. 

Für alle, die sich vor dem Anziehen scheuen wird es in den kommenden Wochen auch Artikel geben, bei denen es keine weitere Rolle spielen wird, ob die Pflanzen selbstgezogen sind oder fertig gekauft wurden. 

Wenn ihr noch weitere Wünsche habt, was für Themen und Gemüsesorten hier gezeigt werden sollen, könnt ihr uns das gerne in der Kommentarfunktion oder über Instagram mitteilen. 

Bilder: Elisa Schwertner