Heute: Lesung gegen die Todesstrafe

Heute: Lesung gegen die Todesstrafe

Wir leben in einem gesicherten Rechtssystem. Dafür können und sollten wir uns glücklich schätzen, denn das war nicht immer so und hat in zu vielen Teilen der Welt leider nicht die Selbstverständlichkeit, die wir heute gewohnt sind.

Im September 2016 hat die Greifswalder Bürgerschaft die Teilnahme Greifswalds an der Kampagne „Cities for Life – Cities against Death Penalty“ beschlossen, an dem mehrere Tausend Städte und Kommunen mitwirken. Jedes Jahr wird zum Aktionstag, dem 30. November, für die Achtung des menschlichen Lebens und der Menschenrechte sensibilisiert – sei es durch Lichtinstallationen wie die unseres Doms oder Kultur- und Bildungsveranstaltungen.

Anlässlich der diesjährigen Aktionswoche wird unter anderem am Mittwoch, dem 27. November, um 17 Uhr im Foyer des Theater Vorpommern aus Briefen von zum Tode verurteilter Widerstandskämpfer während des Nationalsozialismus gelesen. Der Eintritt ist kostenlos.

Am Abend wird im Koeppenhaus um 20 Uhr der Film “Timbuktu” gezeigt, weitere Programmpunkte finden sich auf der Internetseite der Stadt.

Beitragsbild: Annica Brommann

Eröffnung der Ringvorlesung “Digitale Sichtbarkeit” des IZfG

Eröffnung der Ringvorlesung “Digitale Sichtbarkeit” des IZfG

Am Mittwochabend startet um 18 Uhr im Alfried Krupp Wissenschaftskolleg die diesjährige Ringvorlesung des Interdisziplinären Zentrums für Geschlechterforschung (IZfG) unter dem Titel “Digitale Sichtbarkeit”.

Im Eröffnungsvortrag hinterfragen Isabel Paehr und Johanna Schaffer die Ambivalenz des Begriffes “Sichtbarkeit” vor allem im feministischen Kontext und übertragen ihre Überlegungen auf den digitalen Raum.

Mit zunehmender Wichtigkeit drängen sich Fragen der Teilhabe und Repräsentation, aber auch der Inszenierung von Geschlecht im Internet auf. Wie verhält es sich beispielsweise um die weibliche Selbstinszenierung auf YouTube und wie konzipiert sich ein Bild des Männlichen auf Apps wie Tinder und Instagram? Im etwa zweiwöchigen Takt werden solch aktuelle Fragestellungen behandelt – Interessierte sind herzlich zum Zuhören und Mitdenken eingeladen. Nähere Informationen zu den kommenden Veranstaltungen findet Ihr auf der Internetseite des IZfG.

Beitragsbild: Interdisziplinäres Zentrum für Geschlechterforschung

Mülltrennung – aber wie?

Mülltrennung – aber wie?

Die Redakteur*innen der moritz.medien haben sich schon immer einen Kopf um unsere Umwelt gemacht und darüber berichtet. In unserer neuen Kolumne erzählen wir euch, was wir über das Thema Nachhaltigkeit denken und geben euch viele hilfreiche Tipps, um euer Leben (noch) nachhaltiger zu gestalten.

Wohin kommen eigentlich alte Fotos, Klobürsten oder Kronkorken? Mülltrennung ist nicht immer ganz so einfach und bei vielen Sachen ist sich niemand wirklich sicher, wohin damit. Dieser Artikel soll euch eine Orientierung für Dos und Don’ts bieten und einige typische Probleme endlich klären.

GLASCONTAINER

Das Recycling über den Glascontainer schont Rohstoffe, da das Glas beliebig oft eingeschmolzen und neu verarbeitet werden kann.

DODON’T
Hohlglas (Behälter ohne Deckel)Trinkgläser
Papier, Kunststoff und Metall müssen nicht
extra abgelöst werden
Scherben
Nach Farben sortieren (blaue und rote
Flaschen gehören auch zum Grünglas)
→ stattdessen: Restmüll
Behälter restentleerenBehälter extra auswaschen

GRAUE TONNE 

In die Graue Tonne gehören nicht weiter verwertbare Sachen wie Zigarettenkippen, Porzellan, Spiegelglas, Essensreste oder Hygieneartikel.

DODON’T
Trinkgläser, kaputtes Geschirr,
Steingut, Fensterscheiben
Altglas, Altpapier, Leichtverpackungen
Kassenbons aus ThermopapierAltmetall, alte Elektrogeräte
GlühbirnenBauabfälle, Bauschutt
Fotos Problemabfälle, z. B. Chemikalien
verschmutztes Papier, Tapetenreste
Asche, Staub
Schwämme
Klobürste, Gummihandschuhe,
Duschvorhang
Backpapier

GELBER SACK

Der Gelbe Sack ist für Verkaufsverpackungen aus Kunststoff, Metall und Verbundstoffen. Sie müssen restentleert sein, brauchen also nicht extra gespült werden. Deckel oder andere Materialien immer abtrennen und dann entsorgen. 

DODON’T
TubenEinwegrasierer
Schokoladenverpackungen aus
Aluminium oder Kunststoff
Zahnbürsten
TetrapacksPflaster
leere DeodosenVerpackungen ineinanderstecken
Aluminiumschalen und -dosen ohne Pfand
Duschgel und Shampooflaschen
Butterverpackungen
Kronkorken
Alufolie
beschichtetes Geschenkpapier

BLAUE TONNE 

DODON’T
Pappe und Papier mit und ohne Grünen PunktTapetenreste oder verschmutztes Papier
Briefumschläge (ohne das Plastikfenster!)verschmutztes oder beschichtetes Papier (Wachs- und Fotopapier), Blaupapier
Bücher, Kataloge, ZeitschriftenPost-its
Wellpappe, Verpackungen (z. B. Pizzakarton) stattdessen: Restmüll
unbeschichtetes, bedrucktes GeschenkpapierGetränkekartons → Gelber Sack

GRÜNABFALL

Die Grüne Tonne erfreut sich immer größerer Beliebtheit und macht inzwischen 3o bis 4o Prozent des Abfallaufkommens aus.

DODON’T
EssensresteAsche
GartenabfälleLederreste
Teebeutel
Kaffeefilter
Möbelholz

ROTE TONNE

Die rote Tonne steht auf allen Wertstoffhöfen. Die Entsorgung ist kostenlos und hilft dabei, wertvolle Ressourcen zu erhalten.
Dort können unter anderem folgende Sachen entsorgt werden:

  • Tintenpatronen
  • Tonerkartuschen
  • Faxpatronen
  • Kopiertoner
  • Trommeleinheiten
  • Fixiereinheiten
  • Resttonerbehälter
  • CD, DVD, Blu-Ray

SONDERMÜLL:

  • Energiesparlampen, LEDs, Leuchtstoffröhren: können im Handel zurückgebracht oder auf Wertstoffhöfen entsorgt werden
  • alte Elektronik: alte oder defekte Geräte, die bei der Auflistung der VEVG genannt sind, müssen (inzwischen gesetzlich verordnet) dort entsorgt werden.

Der Online-Abfallkalender der Stadt Greifswald gibt Auskunft über die Abfuhrtermine für jede Straße.
Wer sich noch mehr informieren will, zum Beispiel zur Weiterbearbeitung des Mülls und zu Statistiken, findet über diesen Link ein sehr anschauliches Handbuch des Umweltbundesamtes.

Beitragsbild: Michael Schwarzenberger from Pixabay 
Banner: Jonathan Dehn

Eine Bienenwiese für die Uni

Eine Bienenwiese für die Uni

Im Rahmen der Nachhaltigkeitswoche und in Zusammenarbeit mit der AG Ökologie wurden am Dienstag, den 13. Mai, zwei Wiesen am Beitz-Campus bepflanzt.
Ein Beitrag von Anna Torzewski und Annica Brommann

Mit rund 30 engagierten Helfer*innen traf das Projekt auf große Zustimmung. Zunächst war ein bisschen Schwerstarbeit angesagt, denn der ziemlich trockene und teils steinige Boden musste mit Hacken aufgelockert werden, damit die Samen einen besseren Bodenschluss bekommen. Danach wurde das Saatgut mit Sand vermischt, ausgesät und am Mittwoch maschinell gewalzt. Die Samen stammen ausschließlich aus dem nordostdeutschen Raum, von einer Firma, die auf Bienenwiesen spezialisiert ist. Unter der Mischung befinden sich mehr als 50 Wildkräuter und Kulturarten, wie zum Beispiel Oregano, Nachtkerze, Salbei, Lichtnelke, Ringelblume, Beifuß und Sonnenblume. Wenn alles gut läuft, kann man in ein paar Wochen die ersten Sprösslinge sehen und sich dann im Sommer an einem bunten Blütenmeer erfreuen.

Doch nicht nur ästhetische Gründe sprechen für die Anpflanzung solch einer Wiese. Bienen, Käfer, Schmetterlinge und andere Insekten sind auf solche Grünflächen angewiesen, vor allem, da immer mehr Fläche bebaut wird. Bienen bestäuben unsere Nutzpflanzen und sind wie andere Insekten Teil der Nahrungskette. Das Aussterben der Insekten hat dann zur Folge, dass sich die Bestände, zum Beispiel der heimischen Vögel, dezimieren. 

Neben einem schönen Ort zum Entspannen bieten Bienenwiesen sogar einen praktischen Nutzen: Die Flächen sind jetzt sozusagen ein Selbstläufer und müssen nicht mehr gedüngt werden und nur noch ein Mal pro Jahr gemäht werden, was deutlich kosteneffizienter ist als vorher.

Auch wir Studierende können zu Hause im Garten oder auf unseren Balkonen etwas für die Insekten tun. Nach eigener Vorliebe und Interesse können verschiedene Pflanzen wie Salbei, Sonnenblumen oder einfach eine Samenmischung gepflanzt werden, die bestenfalls über einen längeren Zeitraum bestehen.

Zukünftig werden vielleicht weitere Projekte wie das der Bienenwiese kommen, je nachdem wie sich die Wiesen entwickeln und bei der Studierendenschaft ankommen. Für mögliche Projekte kam unter anderem zum Gespräch, dass universitäre Bienenvölker ein sehr moderner und umweltbewusster Vorschlag wären, welcher sich an der Idee der städtischen Bienenvölker orientiert. 

Bilder: Magnus Schult

Nachhaltig Einkaufen

Nachhaltig Einkaufen

Die Redakteur*innen der moritz.medien haben sich schon immer einen Kopf um unsere Umwelt gemacht und darüber berichtet. In unserer neuen Kolumne erzählen wir euch, was wir über das Thema Nachhaltigkeit denken und geben euch viele hilfreiche Tipps, um euer Leben (noch) nachhaltiger zu gestalten.

In Sachen Nachhaltigkeit muss auch viel auf Seite der Unternehmen geschehen, die viel zu viel unnötiges Plastik in Umlauf bringen. Aber wir sind die Käufer*innen und Konsument*innen dieser Produkte und finanzieren diese Unternehmen und die Idee dahinter mit.
Wir haben die einfache Wahl – und sei es nur zum Strohhalm und zur Plastiktüte Nein zu sagen oder im Laden oder Hersteller nach Alternativen zu fragen. Jeder Schritt zählt!

Alternativen

  • Mehrweg statt Einweg! Getränke und zum Beispiel auch Joghurt und Milch gibt es in Glasbehältern oder Mehrweg-PET-Flaschen. Aber aufgepasst: auch Einweg-Glas hat durch den hohen Energieaufwand bei der Produktion und das vergleichsweise hohe Gewicht für den Transport eine schlechte Ökobilanz.
  • Statt Plastik- und inzwischen auch Papiertüten in der Obst- und Gemüseabteilung kann man ganz einfach auf wiederverwendbare Beutel oder Netze umsteigen, die es inzwischen in vielen Läden für ein paar Euro gibt.
  • Für Brot empfiehlt es sich zum Beispiel einen Brotbeutel aus Leinen zu benutzen und sich statt dem abgepackten Brot ein frisches schneiden zu lassen. 
  • Aufschnitt gibt es im Kühlregal nur in Plastik. Alternativ kann man bei unserem Edeka an der Frischetheke Pfandbrotdosen nutzen, die man mit nach Hause nehmen kann und danach nur noch in eine der Boxen an der Theke schmeißen muss, damit sie gereinigt und wiederverwendet werden können.
  • Beim Kauf von Papierprodukten möglichst Frischfasern vermeiden, Siegel wie der Blaue Engel garantieren recyceltes Papier.
  • Auch Tee ist häufig sogar noch in einzelnen Packungen und die Filterbeutel sind eigentlich unnötig. Loser Tee ist eine super, müllfreie Alternative, den man dann in ein Sieb oder Teeei füllt. 
  • Abgepacktes Obst und Gemüse kann man umgehen, indem man einfach regional auf dem Markt einkauft. Markttage sind Dienstag, Donnerstag und Freitag von 8 bis 17 Uhr und am Samstag von 8 bis 13 Uhr.
  • Anstelle von Fertigprodukten aus Konservendosen oder Tüten könnt ihr euch an einem freien Tag auch gut Sachen vorkochen und einfrieren, das spart dann auch noch Geld.

Tipps und Tricks 

  • Egal ob ein Einkauf geplant ist oder nicht, es lohnt sich immer einen kleinen Beutel in der Tasche für Lebensmittel, Klamotten und Co. zu haben, damit bei einem Spontaneinkauf keine Tüte gekauft werden muss.
  • Es landen viel zu viele Lebensmittel im Müll! Wenn ihr etwas übrig habt, könnt ihr zum Beispiel bei Chefkoch auch einzelne Produkte eingeben, zu denen euch dann Rezeptvorschläge gemacht werden. Außerdem fängt alles bei der Planung an, also vor dem Einkauf oder zum Wochenstart am besten eine Liste schreiben, um wirklich nur das zu kaufen, was gerade benötigt wird.
  • Think global, buy local! Viele Sachen sind bei uns ganzjährig im Supermarkt erhältlich, doch stecken dahinter lange Transportwege mit dem Flugzeug oder Schiff, energiefressende Gewächshäuser und ein aufwändiger Anbau. Haltet die Augen auf für die Herkunftsländer, denn häufig liegen dieselben Obst- und Gemüsesorten direkt nebeneinander. Zur saisonalen Orientierung findet ihr beim Bundeszentrum für Ernährung einen guten Kalender.
  • Vor allem die Klimabilanz von tierischen Produkten ist drastisch. So würden zum Beispiel nach dem Water Footprint Network für ein Kilo Rindfleisch 16000 Liter Wasser verbraucht. Dazu entstünden laut Greenpeace insgesamt 13,3 Kilogramm CO2 (zum Vergleich: 0,2 kg bei einem Kilo Tomaten). Wer nicht auf die Produkte verzichten mag oder kann, sollte diese trotzdem so gut es geht reduzieren und auf die Herkunft achten.
  • Gerade zur Sommerzeit sind fruchtige Getränke erfrischend, wobei man diese nicht immer extra kaufen muss! Selbstgemachte Limonaden sind in der Regel viel gesünder, verpackungsärmer und sehen doch in Glaskaraffen auf dem Tisch auch richtig dekorativ aus.
  • Süßigkeiten sind unumgänglich, aber achtet doch beim Kauf darauf, dass die Bonbons nicht noch einzeln in Plastik eingewickelt sind, die Auswahl ist ja groß genug.
  • Pfand bedeutet nicht gleich Mehrweg! Achtet auf das Mehrweg-Symbol!
  • Kassenbons landen häufig direkt wieder im Müll oder verbringen noch wochenlang ein zerknülltes Leben in der Tasche. Wer mit Karte zahlt, kann die Finanzen auch über Online Banking im Blick behalten und schont somit auch die Umwelt, denn häufig sind die Kassenzettel auf Thermopapier gedruckt, was noch nicht mal in den Papiermüll darf.
  • Mit der App CodeCheck könnt ihr alle möglichen Produkte über den Barcode scannen und erhaltet Angaben zu möglichen schädlichen Inhaltsstoffen, der Herkunft vom Palmöl und vielem mehr.


Nächste Woche geht unsere Kolumne mit dem Thema nachhaltige Ernährung weiter.

Banner: Jonathan Dehn
Beitragsbild:
Maddi Bazzocco on Unsplash