Die Vollversammlung der Studierendenschaft findet jedes Semester einmal statt. Sie kennzeichnet eines der zentralen Instrumente unserer Uni, über das die Studierendenschaft die Hochschulpolitik mitgestalten kann. Das Besondere an der VV ist, dass ihr alle bis vor Kurzem die Möglichkeit hattet Anträge einzureichen, denen sich dann die gesamte Studierendenschaft zumindest für einen kurzen Moment widmen muss. 

Um beschlussfähig zu sein müssen bei der Vollversammlung vor Ort mindestens 3% der Studierendenschaft anwesend sein. Schaut also bitte und gerne vorbei, wenn es euch möglich ist. Falls das Verfolgen der VV in Präsenz für euch gar keine Option ist, laden wir euch herzlich zu unserem Live-Ticker ein, um über das Geschehen im Bilde zu sein. 

In jedem Fall könnten für euch die folgenden Links interessant sein:

Hier findet ihr die Geschäftsordnung der VV
(hier steht alles drin, was ihr zum Ablauf der Sitzung wissen müsst)

Hier findet ihr die vorläufige Tagesordnung mit dem Drucksachenpaket
(enthalten sind genauere Infos zu den einzelnen Tagesordnungspunkten, u.a. umfangreichere Erklärungen zu den Anträgen)

Hier geht es zum VV-Bingo!

Wir wünschen euch viel Spaß und eine ertragreiche Vollversammlung.


Das ist die finale Tagesordnung:

TOP 1 Begrüßung

TOP 2 Formalia

TOP 3 Informationen aus dem Studierendenparlament

TOP 4 Fragen und Anregungen aus der Studierendenschaft

TOP 5 Antrag „Für ein BAföG, das zum Leben reicht!“

TOP 6 Antrag „Erhalt des Instituts für Kirchenmusik und Musikwissenschaften“

TOP 7 Antrag „Finanzierung der Psychotherapie-Weiterbildung sichern!“

TOP 8 Antrag „Zwischen „Atemlos durch die Nacht“ und „Highway to hell“ – Erste-Hilfe
Kurse für die Studierendenschaft“

TOP 9 Antrag „Mensa für Alle!“

TOP 10 Antrag „Sitzgelegenheiten im Apfelgarten“

TOP 11 Antrag „Essen retten – „Fairteiler-Kühlschrank“ an den Mensen“

TOP 12 Antrag „Mensa Innovations KI-Küchenroboter CA-1 by Circus Group“

TOP 13 Sonstiges


Hier startet ab 14:15Uhr der Live-Ticker

Heute tickern für euch: Namid, Malte, Josi, Jette, David

Beginn der Sitzung: 14:16 Uhr

Die Vollversammlung beginnt um 14:16 Uhr mit einem herzlichen Hallihallo!

Das Tagespräsidium führen heute Grey (er/ihm) und Falk (er/ihm).

Grey verliest die Grundlagen und Regeln der Vollversammlung.

Er verweist unter anderem auf die Mikrofone in den zwei Aufgängen, die für die Wortmeldungen genutzt werden.

Wir verweisen hier auf die Geschäftordnung der Vollversammlung, welche oben verlinkt ist. 

Wir sind mit 287 anwesenden Studierenden beschlussfähig!

Es wird über die Tagesordnung abgestimmt. 

Die Tagesordnung wird angenommen.

Louise und Tim stellen sich als Präsidium des Studierendenparlaments vor. 

Tim stellt die Arbeit im StuPa vor.

Er weist darauf hin, dass das Präsidium auch eine Sprechstunde anbietet für Menschen, die einen Antrag einbringen wollen, aber vorher eine Rückmeldung einholen wollen.

Louise ergänzt, dass auch die AStA-Referate im StuPa gewählt wird. Sie wirbt dafür, sich auf die Referate zu bewerben.

Noch frei sind bspw. noch der Vorsitz, das Finanzreferat oder das Referat für politische Bildung, 

Louise erläutert, was im StuPa seit der letzten Vollversammlung passiert ist.

Ein Beispiel sei die Ringvorlesung „Was ist schon neutral?“, welche nach einem Antrag zum Thema „Hochschulen zeigen Haltung“ vom ehemaligen studentischen Prorektor Lukas initiiert wurde.

Sie zählt weitere Anträge auf wie das Belüftungssystem in der Cafeteria sowie die plastikfreien Verpackungen in den Mensen.

Es gibt einen breiten Applaus.

Grey weist noch daraufhin, dass man den AStA jederzeit über Instagram, Mail oder in einer Bürostunde erreichen könne. 

Es gibt keine Fragen oder Anregungen aus der Studierendenschaft.

14:30 Uhr 

Lucas (alle Pronomen) stellt den ersten Antrag vor.

Lucas startet mit einer Anekdote zur Aktualität und verweist auf seinen Antragstext.

 Es gibt breiten Applaus. 

Die Generaldebatte wird eröffnet und wird ohne Redebeiträge wieder geschlossen. 

Es gibt auch keine Änderungsdebatte. 

Der Antrag wird mit einer Enthaltung angenommen und erntet Applaus.

Es folgt der zweite Antrag, vorgestellt durch Paul.

Er erklärt, es stehe zur Debatte, das Institut für Kirchenmusik und Musikwissenschaft weiter zu kürzen. 

Die Musikwissenschaft träge zur vielfältigen Kulturlandschaft der Uni in Greifswald bei. 

Der Antrag erntet starken Applaus.

Mit einem „Who Who“ wird das Mikro getestet und für angeschaltet befunden.

Ein Beitrag zur Generaldebatte von Stefan Kessler, Dekan der Philosophischen Fakultät: Hinweis darauf, dass irgendwo gespart werden müsse und man abwägen solle, wo dies sonst möglich sei. 

Der Antrag stelle eine sehr singuläre Sicht auf die Fakultätsfinanzen dar, da für den Erhalt anderer Aspekte gespart werden müsse. 

Er weist darauf hin, dass der Antrag auch erklären solle, wo stattdessen gekürzt werden könne.

Jonathan sagt, dass sie sich dessen bewusst seien. Er sei der Meinung, dass an anderen Stellen gekürzt werden könne, aber er sich hinter die Musikwissenschaft stellen wolle und das Institut in der Form erhalten bleiben müsse.

Wo stattdessen gekürzt werden solle, sei aber Sache der Institute.

Die aktuelle studentische Prorektorin, Patrizia (sie/ihr), meldet sich ebenfalls zu Wort. 

Sie weist daraufhin, dass das Institut wie alle anderen sparen müsse und der Ort der Einsparung vom Institut selbst bestimmt werde.

Mara meldet sich aus dem FSR Musik, sie kritisiere die allgemeinen Kürzungen in Forschung und Lehre, aber finde es besonders schade, dass gerade die Musikwissenschaften eingekürzt werden solle. 

Jemand aus dem Fakultätsrat (sie/ihr) merkt an, dass es nicht, wie im Antrag geschrieben, möglich sei, gar nicht einzusparen. Im Fakultätsrat seien sehr viele Wege besprochen wurden, wo man im Kleinen sparen kann.

Jonathan weist darauf hin, dass der Antrag die Struktur des Institutes erhalten werden soll. Es könne trotzdem auch Einsparungen geben.

Patrizia möchte sich Jonathan anschließen. Es ginge nicht um „keine Einsparungen“, sondern eher darum, dass die Einschreibung eines Studiengangs beendet wurde.

Paul weist daraufhin, dass die Signalwirkung des Immatrikulationsstopps das sei, was primär bekämpft werden müsse.

Die gleiche Person aus dem Fakultätsrat weist nochmal darauf hin, dass schon stark-einschränkende Vorschläge für Einsparungen gemacht worden seien, wie etwa die Zusammenlegung zweier Professuren zu einer. Davon sei dann auch der Leiter der Bachwoche betroffen und perspektivisch werde sich das sicherlich auch auf die Bachwoche auswirken. 

Robert findet es tragisch, wie stark eingespart werden muss. Daher spricht er sich auch für ein solidarisches Einstehen gegenüber dem Land aus.

Christiane (sie/ihr) unterstützt die Vorredner*innen und bringt ein Zitat an. Sie kritisiert, dass sich jemand von der Uni zu diesem Thema geäußert hat, da dieses Gremium ja zum Austausch unter Studierenden diene.

Alex aus dem FSR Musik macht nochmal darauf aufmerksam, dass die Immatrikulationssaussetzung wohl hinter dem Rücken des Dekanats und Rektorats geschehen sei und ruft kleine Institute auf, auf sich aufzupassen.

Elisabeth meldet sich zu Wort und plädiert für Einigkeit in der Studierenschaft bei diesem Thema.

Die Generaldebatte wird geschlossen und die Änderungsantragsdebatte startet. 

Es liegt ein Änderungsantrag vor, der von Lucas eingebracht wird.

Es gehe nur darum, den Antrag gendergerecht zu formulieren. 

Paul nimmt den Antrag zunächst nicht an, er sei ein großer Verfechter des generischen Maskulinums, er finde, es seien alle damit gemeint.

Es gibt laute Buh-Rufe und jemand meint „Das kann doch nur vom RCDS kommen!“.

Es gibt einen Ordnungsruf von Grey und damit den ersten BINGO!-Ruf. 

Jonathan schlägt vor, den Antrag auf beide binären Geschlechter zu ändern. 

Dieser Vorschlag wird von Paul und Lucas akzeptiert. 

Der geänderte Antrag wird so angenommen. 

Timo und Nicolas bringen den Antrag ein.

Es gehe darum, dass auch in der Psychotherapie-Ausbildung gespart wird und dies große Konsequenzen nach sich ziehe. 

Sie würde bitten, einen „Brandbrief“ zu schreiben und verweisen auf den Antragstext.

Es gibt keine Wortbeiträge in der Generaldebatte.

Es wird auch die Änderungsantragsdebatte ohne einen Änderungsantrag geschlossen. 

Einstimmig wird dieser Antrag angenommmen. 

14:55 Uhr

Kurse für die Studierendenschaft“

Jasmin (sie/ihr) und Eva (sie/ihr) bringen den Antrag ein. 

Sie wünschen sich einen Erste-Hilfe-Kurs im Rahmen des Hochschulsports, der mindestens 9x45min geht und ein abschließendes Zertifikat ermöglicht.

Dies könne unter anderem auch für einen Führerschein genutzt werden. 

Julian bringt an, dass es die AG EH-MED gäbe, die ehrenamtlich bereits Kurse anbietet. Für Material fallen wohl Kosten an, aber er könne sich eine Kooperation mit dem Hochschulsport vorstellen.

Am Donnerstag gäbe es auch ein Teammeeting, bei dem man sich einbringen könne. 

Es gibt keine weiteren Redebeiträge und wir kommen zur Änderungsantragsdebatte.

Es wird auf einen Änderungsantrag gewartet. 

Der Änderungsantrag wird von den Antragstellenden angenommen.

Der Antrag wird in geänderter Form mit zwei Gegenstimmen angenommen.

15:02 Uhr

Lucas bringt einen weiteren Antrag ein. Er weist darauf hin, dass die Kultur in Greifswald immer mehr verfalle. Er möchte Pati (Patrizia) damit beauftragen, sich im Rektorat für die Nutzung der alten Mensa für studentische Kultur einzusetzen.

Patrizia findet den Antrag sehr gut und sehr richtig. Aktuell befände sich die Sache beim Staatlichen Bau- und Liegenschaftsamt (SBL) und letztlich entscheide das Land, was mit dem Gebäude passiere. Dennoch fände sie es ganz wichtig, sich dort mit einzubringen und sich dafür auszusprechen.

Grey ergänzt, dass sich auch die Initiative Mensa bereits damit befasse.

Die Generaldebatte wird geschlossen und die Änderungsantragsdebatte ebenfalls ohne Änderungsantrag.

Der Antrag wird einstimmig angenommen.

15:06 Uhr

Wanda und Inga sind für den FSR Jura da und weisen darauf hin, dass der Apfelgarten eine schönere Atmosphäre zum Lernen bieten würde.

Die Generaldebatte und Änderungsantragsdebatte werden ohne Beiträge geschlossen.

Der Antrag wird angenommen.

15:07 Uhr

Jasmin (sie/ihr) und Eva (sie/ihr) möchten den Mensaausschuss damit beauftragen, zu prüfen, inwiefern ein Verteilerkühlschrank wie bereits an der Uni Eberswalde etabliert möglich wär.

Sie würden sich das ein bisschen wie einen Bücherbaum vorstellen – nur eben mit Lebensmitteln.

Allan (er/ihm) unterstützt den Antrag grundsätzlich, hinterfragt aber, inwiefern das praktikabel wäre. Er habe nach so einem Kühlschrank gegoogelt und es schien ihm, als ob Unternehmen Essen da reinstellen würden und nicht Studierende. Er äußert Bedenken, dass sich der Kühlschrank zu einem „Seuchen“-schrank werde.

Jasmin antwortet, dass es deswegen daum gehe, den Mensaausschuss damit zu beauftragen.

Emilia (sie/ihr) unterstützt den Antrag und schlägt vor, den Antrag auf ungekühlt haltbare Lebensmittel auszuweiten, weil das einfacher umzusetzen wäre.

Sie hat die Befürchtung, dass sonst die Wartung und Pflege eines Kühlsystems eine zu große Hürde darstelle und der Umsetzung im Weg stünde.

Sie bereitet dazu einen Änderungsantrag vor.

Es gibt zudem einen formalen Änderungsantrag des Präsidiums, der von den Antragstellenden angenommen wird.

Der Antrag wird in der geänderten Form einstimmig angenommen.

15:16 Uhr

Max (er/ihm) stellt den Antrag. 

Er stellt den Roboter vor und erklärt, dass dieser Roboter viele Gerichte aus unterschiedlichen Zutaten auf Wunsch zubereiten könnte.

Die Generaldebatte startet. 

Eine Person meint, dass sie den mal gegooglet hätte. Das sei eine KI von Meta und würde 250.000€ Euro kosten.

Allan meint, dass das ebenfalls seine Frage wäre. 

Max korrigiert, dass 250.000 Euro die Obergrenze sei. Die Spanne gehe von 100.00 Euro bis 250.000 Euro.

Robert bedankt sich für den interessanten Vorschlag. Laut ihm müsse das nicht die Uni, sondern das Studierendenwerk anschaffen, das noch weniger Geld hätte. Aktuell würden wir für die Beitz-Mensa, die kleine Mensa und das Klinikum das Essen produzieren und sparen uns dadurch sogar Geld.

Es wird ein GO-Antrag auf Abschluss der Redeliste gestellt.

Es kommt zur Änderungsantragsdebatte. 

Es gibt keine Änderungsanträge.

Der Antrag wird abgelehnt.

15:22 Uhr

Grey dankt den Organisierenden der VV.

Charlotte (sie/ihr) bringt ein, dass man das Licht auf den Toiletten im ELP nicht ausmachen könne, was für neurodivergente Personen sehr anstrengend sei und man die Umwelt und Finanzen schonen könnte.

Es wird vorgeschlagen, das Anliegen in einer Email an das StuPa zu schreiben. 

Der TOP wird geschlossen und Grey wünscht allen einen schönen Nachmittag.

Kommt alle gut nach Hause und genießt den Abend!

Ende der Vollversammlung ist um 15:24 Uhr.


Wer bei StuPa, AStA und Co. den Überblick behalten will, findet hier unseren Guide zu den „Vokabeln der Hochschulpolitik“.