Professor Ralph Weber ist Lehrstuhlinhaber in der Jura. Seine politischen Äußerungen handelten ihn in der Vergangenheit Kritik ein.

Wie die Pressestelle des Bildungsministeriums gestern mitteilte, wurde das Rektorat dazu aufgefordert, die Einleitung eines Disziplinarverfahrens gegen Rechts-Professor Weber zu prüfen. Er ist in der Vergangenheit durch politisch fragwürdige Äußerungen heftig in die Kritik geraten. So bezeichnete er beispielsweise den Kniefall Willy Brandts in Warschau und die Anerkennung der Oder-Neiße-Grenze nach Angaben eines Besuchers eines Vortrages vor dem “Verein Deutscher Studenten” als “Fehler und Verrat an der historischen Heimat”. Zudem sei, so Weber, “Migration und Einbindung Verrat an der eigenen Kultur.”  Weber erklärte auch, Möglichkeiten der Gründung einer neuen Partei Rechts der CDU mit den Bundesvorsitzenden der DVU und NPD erörtert zu haben.

Beschwerdebriefe über Weber seien nach Angaben des Ministeriums nicht der Grund für die Prüfung gewesen. Zudem habe das Ministerium die Universität aufgefordert, zu prüfen, ob via Hausrecht das Tragen der Kleidermarke Thor Steinar in Gebäuden der Universität verboten werden kann.

Das Rektorat wird sich nach Angaben einer Pressemitteilung der Ernst-Moritz-Arndt Universität mit den Vorwürfen auseinander setzen. In dieser heißt es:

Die Universitätsleitung wird auch in Zukunft keine Meinungsäußerungen dulden, die das freiheitlich-demokratische System der Bundesrepublik infrage stellen. Menschenwürde und Toleranz sind gerade für uns als eine der ältesten Universitäten Deutschlands besonders hohe Werte. Wir gehen davon aus, dass alle Universitätsmitglieder und -angehörigen diese Auffassung teilen. Aufgrund unserer Forschungserfolge und internationalen Vernetzung werden wir dafür sorgen, dass daran auch keine Zweifel aufkommen.

Wir nehmen die Situation zum Anlass, alle Mitglieder der Universität noch einmal über diese Position der Universitätsleitung zu informieren.

Seit Jahren fördert die Universitätsleitung aktiv die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Rechtsradikalismus und demokratiefeindlichen Tendenzen und Erscheinungen in unserer Gesellschaft. Wissenschaftler beraten regelmäßig Vertreter der Landespolitik zu Fragen des Rechtsradikalismus. Veranstaltungen zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus sind inzwischen Tradition geworden. Am 27. Januar 2010 wurde mit einem Vortrag von Dr. Irmfried Garbe (Universität Greifswald) und einer Einführung durch Prof. Dr. Thomas Stamm-Kuhlmann (Universität Greifswald) der jüdischen Mitmenschen gedacht, die vor 70 Jahren als Erste aus Pommern deportiert wurden. Es schmerzt uns noch heute, dass die Allermeisten von ihnen ermordet wurden.

Der FSR Jura wird sich ebenfalls mit Weber befassen.

Im Fachschaftsrat Jura sollen nach Angaben der Ostsee-Zeitung zudem ebenfalls mehrere Beschwerdebriefe gegen Äußerungen des Professors eingegangen sein. Aus diesem Grund baten Vertreter des FSR um ein Gespräch mit Weber. Der Allgemeine Studierendenausschuss wird sich am kommenden Montag auf der AStA-Sitzung mit dem Fall befassen.

Foto: Christine Fratzke

Kommentare

  1. Mendelssohn    

    Herr Prof. Dr. Ralph Weber ist doch bisher höchstens durch seine guten Vorlesungen aufgefallen.

    1. MartinHackbarth    

      [Edit Moderation: Off-Topic]

      1. Mendelssohn    

        [Edit Moderation: Off-Topic]

        1. freitagfreitag    

          [Edit Moderation: Off-Topic]

  2. Wildfuchs    

    Und seine Ratschläge für Studentinnen…

  3. mens_sana    

    Ich bin wirklich sehr interessiert, was denn genau die inkriminierten Aussagen Webers beeinhalten.
    Bis jetzt findet sich nichts Konkretes, nur die Allgemeinplätze aus der OZ.

    Wer ist denn aufgrund seiners Geschlechts, seiner Herkunft oder Religion o.ä. herabgesetzt worden und wodurch?

    1. Mendelssohn    

      Niemand von den hier Schreibenden war wohl anwesend, ich bezweifel, dass Marco Wagner beim Vortrag anwesend war. So viel zum Qualitätsjournalismus hier auf dem webmoritz. Hörensagen reicht nun als Quelle für einen Artikel. "nach Angaben eines Besuchers eines Vortrages" das wird wohl derjenige gewesen sein, der auch den OZ Artikel geschrieben hat.

      1. Edel_Herb    

        Es lebe hoch das Denunziantentum! Irgendeiner sagte, dass der gesagt hat, dass… Ist ja wie in der DDR 🙁

        1. freitagfreitag    

          Na klar, die Vorwürfe gegen Weber ziehen sich die Leute ausm A*sch, weil ihnen einfach ma langweilig ist. Die Zitate von Jörg Haider in seinem Büro, die Thor Steinar Klamotten, die Unterredungen mit Udo Voigt, die Briefe ans Landesinnenministerium bezüglich der NPD – alles herbeifantasiert, weil einigen sein voluminöser Bart nicht gefällt.
          Das Rumgejammer, dass wir vielleicht eine Partei rechts der CDU bräuchten war dann auch eine Fatamorgana, eine weit gestreute, denn die Flyer lagen ja überall rum.
          Was es mit Denunziantentum zu tun haben soll, wenn der Rechtsstaat seine fdGO verteidigt, ist mir nicht ganz klar. Aber das ewiggestrige Gequatsche vom “Verrat an der historischen Heimat” und anderer Müll fällt sicher wieder unter eure Meinungsfreiheit, die [Edit Moderation: Provokation] BRD beschneidet. Zu Hülf, zu Hülf….!

        2. Mendelssohn    

          Wenn Herr Weber meint, dass die CDU in der heutigen Form nicht mehr seine politische Heimat sein kann, dann ist das keine Äußerung, die gegen die fdGO verstößt. Selbst wenn er sich wünschte, dass es eine Partei rechts neben der CDU geben möge, dann ist auch diese Äußerung kein Verstoß, der ein Disziplinarverfahren nach sich ziehen müsste. Das ganze ist von der Meinungsfreiheit gedeckt.

        3. Jan_Peter    

          Das stimmt, aber das werden auch die Leute im Bildungsministerium wissen, also muss es ja doch um etwas anderes bzw. "mehr" gehen. so mal ein bisschen logisch gedacht…

      2. Jan_Peter    

        Du schreibst, als basiere der ganze Artikel auf Hörensagen. Humbug, denn Anlass (und Quelle) für den Webmoritzartikel sind doch eindeutig größtenteils die Aufforderung des Bildungsministeriums sowie die Pressemitteilung des Rektorats.
        Zum "Hörensagen" bezgl. dieses Vortrags, es ist ja nicht unüblich, dass "Zeugen" oder "Informanten" in der Presse über ein Vorkommnis zu Wort kommen. Hörensagen ist da immer zu einem gewissen Grad dabei, aber hier ist das doch nicht so schlimm, denn die (anonyme) Quelle ist genannt, der Leser kann sich also überlegen, wieviel Gewicht er der Aussage beimisst.
        Allerdings wäre es an der Stelle in der Tat schön gewesen, eine Stellungnahme von Prof. Weber dazu anzubringen bzw. zu erwähnen, dass man ihm die Möglichkeit dazu eingeräumt habe – wenn dem denn so war, was ich für unerlässlich halte. Also man hätte ihn fragen müssen, ob er diese Aussagen getätigt hat. Seine Antwort, oder eben der Umstand, dass er nicht geantwortet hätte, hätte dann an der Stelle in den Artikel gehört.

    2. Wildfuchs    

      Wenn dich das wirklich interessiert, dann schreibe doch mal an den FSR-Jura, ich denke die können dein Interesse befriedigen. Es sind einpaar kritische Äußerungen mehr, als die OZ, SVZ odere die anderen berichten.

    3. Schnippi    

      Ich habe alle Weberschen Interviews mit rechten Medien gelesen (JF, Zuerst). In keinem finden sich Aussagen, die auch nur entfernt den freiheitlichen Staat in Frage stellen. Ganz im Gegenteil.

      Webers "Verbrechen" besteht darin, daß er andere politische und historische Bewertungen vornimmt als Herr Schönebeck und Herr Wagner. Er ist ein Andersdenkender und das genügt, um ihn sozial und gesellschaftlich zu erledigen.

      Wenn Schönebeck und Wagner auch nur einen Funken liberalen Anstand hätten, hätten sie Herrn Weber nach ihren reißerischen Aufmachern zum Interview gebeten (es sind ja schon weitaus unwichtigere Leute auf dem Webmoritz interviewt worden).

      Aber so ein Interview ist natürlich gefährlich. Man muß plötzlich inhaltlich argumentieren und kann sich nicht mehr einfach auf Schlagwörter und ein paar sekundäre Knalleffekte verlassen.

      1. ret_marut    

        Naja, wer einer dezidiert rechtsextremen Monatspostille wie "Zuerst!" Interviews gibt, scheint doch eine gewisse Neigung für solch eine politische Strömung zu besitzen. Die "Zuerst!" ist ja mittlerweile keine Unbekannte, und durch etliche bundesweite Medien wurde auch die breite Öffentlichkeit darüber informiert, dass diese Bauer-Hochglanzgazette von langjährigen Autoren der rechtsextremen Szene zusammengezimmert wird, also v.a. aus den Restebeständen von "Nation&Europa" (die ist nämlich in der "Zuerst!" aufgegangen).
        Ich empfehle als Hintergrundinfo zu "Zuerst!" das Magazin "Zapp" (NDR): http://www3.ndr.de/sendungen/zapp/archiv/medien_p

  4. Mendelssohn    

    Das kann ich nur unterschreiben. Wieso wird Herr Weber nicht gebeten hier mal seine Meinung kundzutun, bevor man mit den billigsten journalisitischen Mitteln einen ehrbaren Bürger diskreditiert!

    1. kommen_tatort    

      Er ist allem voran mal ein Andersdenkender, der Kontakte in die organisierte rechtsextreme Szene pflegt. Wenn ein Hochschulprofessor sich mit Leuten trifft, die gegen die Verfahren wegen Volksverhetzung und anderen Vergehen gegen die fdGO laufen, muss er damit rechnen, in böses Fahrwasser zu geraten. Als Privatmensch kann er das ja gerne tun, aber wenn Herr Weber meint, auf offiziellem Briefpapier der Uni Rostock Schreiben an das Landesinnenministerium zu richten, indem er die NPD in Schutz nimmt, war das ein bisschen viel von seiner exzentrischen Politgaukelei.
      Wenn er in der JF oder in Zuerst! so aufgetrumpft hat – wieso lehrt er dann nicht einfach mit den ganzen anderen rechtsverqueren Hirnis am Institut für Staatspolitik, der Möchtegern-Kaderschmiede der Neuen Rechten?
      Was übrigens hier so euphemistisch als "andere politische und historische Bewertung" umschrieben wird nennt sich auch "Geschichtsrevisionismus" und steht in manchen Fällen unter Strafe! Nur ma so…

    2. freitagfreitag    

      Er ist allem voran schonmal ein Andersdenkender, der Kontakte in die organisierte rechtsextreme Szene pflegt. Wenn ein Hochschulprofessor sich mit Leuten trifft, gegen die Verfahren wegen Volksverhetzung und anderen Vergehen gegen die fdGO laufen, muss er damit rechnen, in böses Fahrwasser zu geraten. Als Privatmensch kann er das ja gerne tun, aber wenn Herr Weber meint, auf offiziellem Briefpapier der Uni Rostock Schreiben an das Landesinnenministerium zu richten, indem er die NPD in Schutz nimmt, war das ein bisschen viel von seiner exzentrischen Politgaukelei.
      Wenn er in der JF oder in Zuerst! so aufgetrumpft hat – wieso lehrt er dann nicht einfach mit den ganzen anderen rechtsverqueren Hirnis am Institut für Staatspolitik, der Möchtegern-Kaderschmiede der Neuen Rechten?
      Was übrigens hier so euphemistisch als "andere politische und historische Bewertung" umschrieben wird nennt sich auch "Geschichtsrevisionismus" und steht in manchen Fällen unter Strafe! Nur ma so…

      1. Mendelssohn    

        "Herr Weber meint, auf offiziellem Briefpapier der Uni Rostock Schreiben an das Landesinnenministerium zu richten, indem er die NPD in Schutz nimmt" Das darf er auch, die NPD ist eine Partei, die ebenso erlaubt ist wie die Linke oder die SPD. Wenn Herr Weber meint, dass dort in einem konkreten Fall ein Rechtsverstoß gegen die NPD vorlag, dann darf er das auch im Sinne der fdGO geltendmachen.

        1. freitagfreitag    

          Aber vielleicht hätte er sein Vorgehen vielleicht mal mit seinem Arbeitgeber absprechen sollen. Wenn er meint, er muss sich für Nazis stark machen, kann er das ja tun, aber nicht im Namen der Uni Rostock. Und wie gesagt, gegen Udo Voigt läuft ein Verfahren wegen Volksverhetzung, andere NPD- Idioten sind wegen Körperverletzung u.ä. angeklagt. Ein Jura-Professor, der sich mit den Leuten Unterstützer ins Boot holen will, kann nicht mehr ganz knusper sein!

        2. ret_marut    

          Naja, Nazi-Parteien sind immer noch durch das geltende Potsdamer Abkommen und durch das Grundgesetz Art. 139 verboten, auch wenn das offenbar viele nicht sonderlich interessiert, weil ihnen faschistische Parteien ganz gut in den Kram passen.

  5. DutschkeFan    

    Nur mal so: Leute wie Weber vertreten politisch gesehen absolut nicht meine Meinung – aber wenn ich hier Leute höre wie freitagfreitag (“Was übrigens hier so euphemistisch umschrieben wird steht in manchen Fällen unter Strafe!”) dann frage ich mich wer eigentlich die [Edit Moderation: Provokation] sind die neben ihrem eigenen Dogma nichts zulassen. Es sind Menschen, die nicht gelernt haben mit anderen Meinungen umzugehen. Weder Steinar-Klamotten noch Haider-Zitate noch Parteien rechts von der CDU stehen unter Strafe und sind auch nicht moralisch bedenklich. Weber hat es sich auch nicht so einfach gemacht zu sagen “Mit Nazis rede ich nicht”, sondern hat Gespräche geführt, was die meisten “FdGO”-Soldaten wahrscheinlich nicht von sich sagen können!

    Gut, dass es noch Leute wie Weber gibt die nicht den ewiggleichen Mainstream-Quark nachplappern, ob es nun rechts oder links davon ist!

    1. Jan_Peter    

      Dem stimme ich in großen Teilen zu. Das ganze Zwiegespräch "freitagfreitag vs Mendelssohn" ist relativ sinnlos.
      Aber nach wie vor sage ich auch: Das Bildungsministerium wird (einigermaßen) wissen, was "erlaubt" ist und was nicht, und so einfach aus dem Handgelenk wird so ein Prüfungsauftrag an das Rektorat bestimmt nicht kommen.

      1. freitagfreitag    

        Achso, und wenn ich den Rechtsstaat in Schutz nehme und darauf hinweise, dass das alles nicht so cool ist, was Rauschebart Weber so von sich lässt, bin ich plötzlich der Böse?
        Hofiert eure angeblichen Anti-Mainstreamer wie ihr wollt und erhebt die Provokation plötzlich zur mutigen Meinungsäußerung – plötzlich ist Geschichtsklitterung oder das finanzielle Unterstützen von Neonazi-Seilschaften (siehe MediaTex) wieder salonfähig, Demokratie wird so lang umdefiniert, bis es passt. Viel Spaß weiterhin

        1. DutschkeFan    

          "Aber nach wie vor sage ich auch: Das Bildungsministerium wird (einigermaßen) wissen, was "erlaubt" ist und was nicht, und so einfach aus dem Handgelenk wird so ein Prüfungsauftrag an das Rektorat bestimmt nicht kommen."
          Es ist bekannt dass der CDU-Landesvorsitzende und Innenminister Lorenz Caffier einen privaten Feldzug gegen Herrn Weber der ihn mehrmals scharf für seine Politik kritisierte führt, insofern wäre ich mir nicht so sicher wie hoch die Hemmschwelle der Landesregierung für einen Prüfauftrag ist. Caffier versuchte mehrmals, Weber aus der CDU zu schmeißen was nicht gelang (dieser ist nämlich Mitglied der CDU Baden-Württemberg und nicht der CDU M-V). Warum sollte er über seinen Kollegen im Bildungsministerium jetzt nicht versuchen, Weber zwar nicht aus der Partei, aber dafür aus seinem Job zu schmeißen?

          "Demokratie wird so lang umdefiniert, bis es passt."
          Genau, indem nämlich alles was nicht "Die Mitte" ist, als undemokratisch bezeichnet wird. Dabei bedeutet Demokratie im Kern ja, dass das Volk durch Mehrheitsentscheidungen entscheidet und bestimmte Grundfreiheiten gewährt werden. Das hat Weber nie angezweifelt, auch indem er mit Personen sprach, die das möglicherweise anzweifeln hat er nur von seiner Grundfreiheit aus Artikel 2 Abs. 1 GG Gebrauch gemacht. Er hat ja nie gesagt, dass er mit den Ansichten von Herrn Voigt & Co übereinstimmt. Das Gegenteil hat er sogar gesagt, siehe sein umstrittener Vortrag.

        2. Schnippi    

          "alles nicht so cool" ist eben keine Kategorie in einem liberalen Gesellschaftsmodell.

          Reden kann man über alles, aber hier soll ja nicht geredet werden. Es soll ein Exempel statuiert werden.

      2. Schnippi    

        Wenn Weber gegen Gesetze verstoßen hätte, gäbe es keinen Prüfauftrag an die Uni sondern an die Staatsanwaltschaft.

        Der Prüfauftrag an die Uni dient v.a. als Futter für die Lokaljournalisten, die zwei Wochen lang eifrig die Agenturmeldungen abschreiben.
        Man erwartet, daß der Delinquent den Druck nicht aushält und nach zwei Wochen reumütig vor die Kameras tritt. Er erklärt dann, mißverständlich formuliert zu haben und bittet um Wiederaufnahme in die Gemeinschaft.
        Wir wissen doch, wie solche Kampagnen ablaufen.

        In diesem Fall könnten sich die Kampagnenführer allerdings verspekuliert haben (wie auch damals bei Flaig).
        Weber macht ja nicht gerade einen ängstlichen Eindruck.

    2. wayne_inter    

      Ist diese ganze Freidenker-Argumentation hier im Forum eigentlich eine schlechte Querfrontstrategie oder fühlst du dich einfach nur selber ganz toll, wenn du solchen Bullshit schreibst, weil du denkst, du denkst, wenn du denkst, du denkst?
      Menschen linken Dogmatismus und Intoleranz vorwerfen, dann rechten Müll als "nicht moralisch bedenklich" einzustufen und zum Schluss Weber als scheinbar neutralen Freidenker darstellen und den Rest als "FdGO-Soldaten" zu denunzieren, ist entweder kalkulierte Absicht oder geistiger Schwachsinn.

      Da ich in meinem Glauben an das Gute in den Menschen eher vom letztgenannten ausgehe, versuche ich es dir mit einer Analogie darzustellen:
      Natürlich ist es erlaubt sich auf den Dorfplatz zu stellen und zu behaupten, die Erde sei eine Scheibe. Dass sich dann aber einige wundern, dass die Person kritisiert wird, die solchen Humbug propagiert, ist lächerlich und nennt man gespielte Aufregung. Dass der Arbeitgeber (die Dorfgemeinschaft) des Die-Erde-ist eine-Scheibe-Theorievertreters überprüft, ob er noch tragbar ist, ist nur logisch. Ist der Die-Erde-ist eine-Scheibe-Theorievertreter der Dorfkasper braucht er sicherlich nicht um seinen Job bangen, anders sieht es wohl aus, wenn er der Dorflehrer ist.

      Und mal btw: eine wehrhafte Demokratie, muss nicht jegliches abweichendes Verhalten bzw. Meinungen rechtlich sanktionieren, da reicht es, wenn der "Mainstream" das Maul aufmacht und die Zähne zeigt. Also hör auf zu heulen, denn wer sich auf so dünnes Eis begibt, wie Weber, sollte zumindest schwimmen können.

      1. DutschkeFan    

        "Natürlich ist es erlaubt sich auf den Dorfplatz zu stellen und zu behaupten, die Erde sei eine Scheibe."
        Der Unterschied ist nur: Dass die Erde keine Scheibe ist, ist erwiesen. Welche Meinung herrschend und richtig ist, ist aber keine Tatsache. (Grundrechte-Basiswissen) Und Werturteile sind eben nie richtig oder falsch. Eine Mainstream-Meinung ist also nicht mehr oder weniger wert als eine abweichende. Ich habe auch nie gesagt, dass Weber ein neutraler Freidenker ist. Frei denken tut er, aber er vertritt resolut seine eigene Meinung.

        "FdGO-Soldaten"
        Das sind auch nicht alle, die für die freiheitlich demokratischen Grundordnung sind, sondern die, die es sind, ohne sich Gedanken gemacht zu haben, warum, eben weil "alle so denken". Weber ist wahrscheinlich viel mehr "FdGO-ler" (aber eben nicht Soldat), weil er sich nicht verbieten lässt, freiheitlicher zu denken und zu reden als andere, die bestimmte Meinungen pauschal als "Müll" klassifizieren.

        "Also hör auf zu heulen, denn wer sich auf so dünnes Eis begibt, wie Weber, sollte zumindest schwimmen können. "
        Da bin ich mir sicher, das kann er.

        "…ist entweder kalkulierte Absicht oder geistiger Schwachsinn. Da ich in meinem Glauben an das Gute in den Menschen eher vom letztgenannten ausgehe, versuche ich es dir mit einer Analogie darzustellen"
        –> "Beleidigungen sind die Argumente derer, die keine haben" (J.-J. Rousseau)

        1. freitagfreitag    

          Lol! Und dieses Rousseau-Zitat gerade von einem, der Menschen, die seinen Geschmack von Energieversorgung nicht teilen, als "langhaarige Langzeitstudenten" verunglimpft. Eine erbärmliche Lachnummer!
          freiheitlicher Denken bedeutet nicht, geschichtsrevisionistisch in der Öffentlichkeit aufzutreten, auch wenn du das in deinem verqueren Bild von Meinungsfreiheit vielleicht gern so hättest. Wer die Geschichte verdreht und Studierenden mit (scheinbarem!) Migrationshintergrund diffamiert, stellt sich eben GEGEN die fdGO!
          Ob er schwimmen kann, wird sich noch zeigen. Seine "Gegendarstellung" war nicht mehr als ein armer Planscher im Nichtschwimmerbecken!

  6. mens_sana    

    Richtig, Jan. Und genau diese Information hätte ich gerne, um mir eine Meinung bilden zu können.

    1. Marco_Wagner    

      Diese konkrete Information hätten wir auch gerne, nur bekommen wir sie nicht (bis jetzt zumindest). In der Pressemitteilung der Uni heißt es dazu:

      "Das Rektorat lässt die Vorwürfe, die gegen Prof. Dr. Ralph Weber erhoben werden, derzeit prüfen. Aufgrund des Beamtenrechtes ist die Universität nicht befugt, darüber näher Angaben zu machen."

      Allerdings dürfte die Ursache der Prüfung des Disziplinarverfahrens nicht sein, dass Weber die Gründung einer neuen konservativen Partei in Erwägung zieht.
      Es sind vielmehr Äußerungen, wie z.B.: "Migration und Einbindung sind Verrat an der eigenen Kultur." Birgit Fechner, ehemalige Landtagsabgeordnete der DVU im Brandenburgischen Landtag äußerte sich in einer Rede in exakt die selbe Richtung. Der Videomitschnitt der Sitzung ist bei Youtube zu finden.
      Weiterhin problematisch ist, warum Weber meint, sich für die Gründung einer neuen Rechtspartei ausgerechnet mit einem hochkarätigen Nazi und Volksverhetzer wie Udo Voigt treffen zu müssen, um mit ihm die Gründung zu erörtern.
      Wenn er mit der NPD selbst nichts zu tun haben will, aber die dorthin Verirrten heraus holen will, warum unterhält er sich dann nicht mit denen, die er für verirrt hält, sondern mit einem hundertprozentig überzeugten Nationalsozialisten?
      Zudem soll Weber in seinen "guten Vorlesungen" die Ansicht vertreten haben, dass jeder Moslem ein Islamist und damit potentieller Terrorist sei. Des weiteren soll es vorgekommen sein, dass Weber sich während einer Vorlesung mehrere Minuten lang abfällig über Migrantinnen und Migranten geäußert haben und dabei fortwährend eine im Saal sitzende Studentin afrikanischer Herkunft angestarrt haben soll.
      Das ist jetzt freilich nur das, was ihm nachgesagt wird. Ob das stimmt, kann ich nicht sagen, da ich die Glaubwürdigkeit der Aussagen nicht mit Sicherheit einschätzen kann. Im Fall der anderen Zitate kann ich das hingegen schon.

      Das nur noch als Ergänzung. Ab jetzt bin ich wieder still. 😉

      1. Schnippi    

        Nun, wenn nichts Konkretes bekannt ist, wozu dann die Kampagne?
        Wozu die Rücktrittsforderung?

        Alle bisher vorgebrachten Vorwürfe fallen in den Bereich normaler Meinungsverschiedenheiten.
        Kein Gesetz der Bundesrepublik Deutschland zwingt mich, die Masseneinwanderung gut zu finden. Kein Gesetz zwingt mich, die Brandtsche Ostpolitik gut zu finden. Ich muß auch nicht pauschal von Einwanderern begeistert sein und wenn ich Probleme mit diesen sehe, habe ich das Recht, dieses öffentlich zu thematisieren.
        Das ist nicht "fragwürdig", sondern der Kern des freiheitlichen Gesellschaftsmodells!

        Auch das Argument "trifft sich mit Extremisten" zieht nicht.
        Noch kein Chefredakteur des webmoritz hatte Probleme, sich mit dem Vertreter einer vom Verfassungschutz als extremistisch eingeschätzten Organisation an einen Tisch zu setzen. Weder Schönebeck noch Wagner haben deshalb ihr Amt aufgegeben. (Immerhin ist webmoritz ja kein linkes Privatportal, sondern schon aufgrund des Finanzierungsmodells zu besonderer Neutralität verpflichtet.)
        Schönebeck und Wagner haben offensichtlich für sich das Recht in Anspruch genommen, ihre Gesprächspartner frei zu wählen.
        Prof. Weber wird genau für diese Wahl öffentlich angeprangert.
        Prof. Weber soll verwehrt werden, was seine Ankläger ganz selbstverständlich für sich in Anspruch nehmen!

        Mit welcher Berechtigung?

      2. Schnippi    

        Nun, wenn nichts Konkretes bekannt ist, wozu dann die Kampagne?
        Wozu die Rücktrittsforderung?

        Alle bisher vorgebrachten Vorwürfe fallen in den Bereich normaler Meinungsverschiedenheiten.
        Kein Gesetz der Bundesrepublik Deutschland zwingt mich, die Masseneinwanderung gut zu finden. Kein Gesetz zwingt mich, die Brandtsche Ostpolitik gut zu finden. Ich muß auch nicht pauschal von Einwanderern begeistert sein und wenn ich Probleme mit diesen sehe, habe ich das Recht, dieses öffentlich zu thematisieren.
        Das ist nicht "fragwürdig", sondern der Kern des freiheitlichen Gesellschaftsmodells!

        Auch das Argument "trifft sich mit Extremisten" zieht nicht.
        Noch kein Chefredakteur des webmoritz hatte Probleme, sich mit dem Vertreter einer vom Verfassungschutz als extremistisch eingeschätzten Organisation an einen Tisch zu setzen. Weder Schönebeck noch Wagner haben deshalb ihr Amt aufgegeben. (Immerhin ist webmoritz ja kein linkes Privatportal, sondern aufgrund des Finanzierungsmodells zu besonderer Neutralität verpflichtet.)
        Schönebeck und Wagner haben offensichtlich für sich das Recht in Anspruch genommen, ihre Gesprächspartner frei zu wählen.
        Prof. Weber wird genau für diese Wahl öffentlich angeprangert.
        Prof. Weber soll verwehrt werden, was seine Ankläger ganz selbstverständlich für sich selbst in Anspruch nehmen!

        Mit welcher Berechtigung?

        1. freitagfreitag    

          Von welcher Kampagne redest du denn? Ich merk nichts von einer Kampagne…

        2. Marco_Wagner    

          Hast du das noch nicht mitbekommen? Carsten Schönebeck und Ich haben die Kampagne "Uni ohne Weber" gegründet. Die Webseite dazu ist hier zu finden:
          http://www.uni-ohne-weber.de

          Da Carsten für zwei Medien schreibt, ich Chefredakteur bin, haben wir uns entschieden, die Betreuung des Blogs und inhaltliche Arbeit der Kampagne Sebastian Jabbusch zu überlassen. 🙂

          Aber mal Spaß beiseite:
          Es erschien ein Kommentar von mir hier im webMoritz zu Weber. Und einen Bericht darüber, dass das Land die Prüfung eines Disziplinarverfahrens fordert. Ansonsten haben noch die OZ, SVZ und der Nordkurier sowie das ND über den Vorfall berichtet. Wo Schnippi gleich eine Kampagne sehen will, ist mir da schleierhaft.

        3. Schnippi    

          "…haben wir uns entschieden, die Betreuung des Blogs und inhaltliche Arbeit der Kampagne Sebastian Jabbusch zu überlassen. :-)"

          Diesen Eindruck hatte ich zeitweise. Ich hätte mich allerdings nie getraut, es so zu formulieren, weil ich dann sicher mit dem Hinweis "Provokation" gelöscht worden wäre 😉

          Ich habe gar nichts gegen Kampagnen.
          Kommt nur darauf an, in welchem Rahmen sie ablaufen und nach welchen Regeln.

        4. Marco_Wagner    

          "Alle bisher vorgebrachten Vorwürfe…Das ist nicht "fragwürdig", sondern der Kern des freiheitlichen Gesellschaftsmodells!"

          Ja und Nein. Ja, denn: es ist Kern des freiheitlichen Gesellschaftsmodells und Nein, weil die Aussagen Webers trotzdem fragwürdig sind. Das Wort "fragwürdig" beinhaltet nichts weiter, dass etwas zu hinterfragen ist. Und wenn jemand sagt, dass "Migration und Einbindung Verrat an der eigenen Kultur" seien, dann sollte diese Aussage im Rahmen der freiheitlich-demokratischen Grundordnung hinterfragt werden dürfen. Folglich ist sie fragwürdig.

          "(Immerhin ist webmoritz ja kein linkes Privatportal, sondern aufgrund des Finanzierungsmodells zu besonderer Neutralität verpflichtet.)"

          Neutrale Berichterstattung schließt kritisches Hinterfragen und die Äußerung einer persönlichen Meinung eines (Chef-) Redakteurs in Form eines Kommentars nicht aus.

          Achja, welche Rücktrittsforderung eigentlich?

          In diesem Artikel ist nichts diesbezüglich zu finden und in dem Kommentar ebenso wenig. Ich habe da lediglich hinterfragt, ob Weber wirklich Professor bleiben sollte, da ich die Gefahr der unterschwelligen Beeinflussung der in Webers Vorlesung sitzenden Studierenden sehe.
          Das ist etwas anderes, als eine Rücktrittsforderung.

          Also Bitte keine Rabulistik betreiben!

          Außerdem: Professor Weber kann sich treffen wann und mit wem er will. Meinetwegen kann er auch in die NPD eintreten. Allerdings bleibt dann immer noch die Frage offen, inwiefern er dann noch weiterhin Lehrstuhlinhaber bleiben sollte. Ein Universitätsprofessor (der noch dazu Jurist ist) hat eine besondere Loyalität gegenüber dem Staat zu erweisen. Und Äußerungen, hinter denen sich Ausländerfeindlichkeit, Nichtanerkennung der Grenzen der Bundesrepublik Deutschland verbirgt oder auch nur verbergen könnten, werfen zwangsläufig die Frage auf, inwiefern diese Loyalität noch gewährleistet ist.

          Mehr geht übrigens auch aus meinem Kommentar "Rechts-Professor Weber und die extreme Rechte" nicht hervor.

        5. Schnippi    

          "Neutrale Berichterstattung schließt kritisches Hinterfragen und die Äußerung einer persönlichen Meinung eines (Chef-) Redakteurs in Form eines Kommentars nicht aus."

          Selbstverständlich darfst Du kritisch hinterfragen. Allerdings zwingt die spezielle Neutralitätspflicht auf dem webmoritz in jedem Fall zu einer Gegenüberstellung der Gegenposition. Das kann in Form eines Interviews geschehen, oder -wenn der Betreffende ablehnt- wenigstens in der Verlinkung seiner seit 3 Wochen auf dem Uni-Server vor sich hinschmorenden Gegendarstellung. Auch die Handhabung der Kommentarfunktion fällt unter das Neutralitätsgebot. Man könnte z.B. die Frage stellen, warum in Deinem ersten Kommentar nachträglich die Verlinkung ins Forum herausgenommen wurden? Warum eigentlich?

          Wir müssen mal grundsätzlich davon wegkommen, daß Kritik mit Reflexen beantwortet wird. Jeder darf Webers Ansichten kritisieren, aber die Gegenseite muß ausreichend Gelegenheit haben, inhaltlich gegenzuhalten. Erst dann entsteht eine Diskussion. Das gilt gerade und besonders für den webmoritz, denn der Laden hier wird von ALLEN Greifswalder Studenten finanziert.

    2. mens_sana    

      Du schriebst:
      "Es sind vielmehr Äußerungen, wie z.B.: "Migration und Einbindung sind Verrat an der eigenen Kultur." Birgit Fechner, ehemalige Landtagsabgeordnete der DVU im Brandenburgischen Landtag"

      "Assimilation ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit!"

      Man sehe mir meine beschränkten Türkischkenntnisse nach, das stammt von dem Ministerpräsidenten der Türkei, so gesagt auf einer Rede auf türkisch in Deutschland zu Exiltürken in Berlin. Türken, Deutsche und Grüne haben applaudiert. Ohne Knopf im Ohr. Der hätte auch Nietzsche auf Türkisch verlesen können oder "Tal der Wölfe", unsere Volksvertreter brauchen da keine Übersetzung.

  7. 007testbild007    

    [Edit Moderation: Off-Topic]

    1. Schnippi    

      [Edit Moderation: Off-Topic]

  8. freitagfreitag    

    Kampagne? Wer spricht denn von einer Kampagne?

    Natürlich zwingt dich kein Gesetz in irgendeine Meinung – du kannst ja auch Adolfs Konzept vom Blitzkrieg ganz super dufte finden. Abgesehen davon, dass dann aber einige Zahnräder oben im Schädel nicht mehr ganz richtig drehen, hat man in einer Stellung des öffentlichen Dienstes nichts zu suchen.

    Herr Weber kann seine Xenophobie im Privaten ausleben wie er möchte, sobald aber in Vorlesungen gegen MigrantInnen gehetzt wird, hat das nichts mehr mit dieser verlogenen Meinungsfreiheit zu tun, die hier ständig beschworen wird!

    "Noch kein Chefredakteur des webmoritz hatte Probleme, sich mit dem Vertreter einer vom Verfassungschutz als extremistisch eingeschätzten Organisation an einen Tisch zu setzen." Was soll dieser schwachsinnige Seitenhieb? Und nochmal: der Verfassungsschutz beobachtet so einiges und auch zwei unserer Lieblingsburschenschaften aus Greifswald sind in den Berichten aufgetaucht – und? Schmiss und Kostüm sind trotzdem in der Aula gern gesehen.

  9. Schnippi    

    Solange es noch kein Interview mit Prof. Weber gibt, möchte ich an dieser Stelle seine Gegendarstellung vom 02. Juli verlinken. Sie bezieht sich auf den OZ-Artikel und befasst sich mit den bisherigen Vorwürfen:
    http://www.rsf.uni-greifswald.de/fileadmin/mediap

    1. freitagfreitag    

      "Political Correctness gilt nur für Ansichten von ganz links, welche extremistischen Positionen dort auch immer zusammenkommen, bis zur politischen Mitte, die zugleich auch den äußersten Rand dessen bildet, was noch toleriert wird. Rechts der Mitte dagegen wird man zum Freiwild […] ja selbst tätlichen Angriffen sieht man sich heute ausgesetzt. Demokratie sieht anders aus."
      So einen geistigen Müll als Gegendarstellung zu verkaufen grenzt an Debilität! Der webmoritz und alle anderen Medien tun gut daran, dieses selbstmitleidige Pamphlet nicht zu veröffentlichen!
      Wie sehr die political correctness für die OZ gilt, wenn es auch um Debatten geht, die aus einem anderen Lager angestoßen werden, hat man im Zuge der Arndt-Debatte gemerkt. Da durften beispielsweise wegen Mordversuchs verurteilte Rechtsextremisten gleich mehrere Leserbriefe unterbringen. Weber misst also mit zweierlei Maß, nur um sich selbst als Opfer stilisieren zu können. Ganz arme Nummer! Tätliche Angriffe? Was ist denn da angeblich vorgefallen?
      "[…]durch die Antifa geschulten Linken bekämpft[…]" Spätestens bei dieser geistigen Verirrung merkt man, dass Weber zu oft Altermedia liest oder schlechte Filme guckt. Der Mann flüchtet sich in verschwörungstheoretische Gegenangriffe, um davon abzulenken, dass er selbst mit Feinden der Verfassung in Kontakt getreten ist. Eine totale Lachnummer. Ihr könnt den Link ja gern drin lassen, damit sich jeder ein Bild machen kann, aber ich begrüße wie gesagt, dass auf ein Publizieren dieser "Gegendarstellung" verzichtet wurde!!!

      1. Schnippi    

        "Weber misst also mit zweierlei Maß"

        Nein. Weber fordert die Gleichbehandlung aller politischen Akteure und setzt sich für das RECHT ein.

        Als Nationalkonservativer kann ich seine Haltung vollständig nachvollziehen.

        1. freitagfreitag    

          Es ist doch eine Form der Gleichbehandlung, wenn die OZ erst gegen progressive Bemühungen "hetzt" und nun ist eben mal einer dran, der sich gern als konservativ verkaufen würde.
          Wo ist das Problem?

  10. talkzalot    

    Für alle dies nicht mitbekommen haben…auch die Jungle World hat zwischendurch über Weber berichtet: http://jungle-world.com/artikel/2010/30/41422.htm

  11. AufgDemokrat    

    Habt Ihr schon die Gegendarstellung von Weber gelesen:
    http://www.rsf.uni-greifswald.de/fileadmin/mediap

    Er distanziert sich zwar scheinbar von rechtsradikalem Gedankengut.
    ABER auf Seite 2 im letzten Absatz nennt er einige politische Vorbilder:

    Hans Karl Filbinger, ein Nazi-Marine Richter, über den Oettinger gestolpert ist.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Filbinger
    Selbst kurz nach Kriegsende soll er noch Leute zum Tode verurteilt haben. Er war stark umstritten wegen seines fehlenden Unrechtsbewusstseins und der Rechtfertigung der Justizmorde der NS-Zeit. Der ehemalige Ministerpräsident Oettinger hielt für ihn eine Grabesrede und stolperte darüber.

    Alfred Dregger, der die Wehrmachtsverbrechen beschönigte.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Alfred_Dregger

    Ich hoffe, Ihr könnt das mal dem Innenminister oder der Uni, die das Diszplinarverfahren einleitet, weitergeben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


CAPTCHA-Bild
Bild neu laden

Ähnliche Artikel