10.000 Nichtwähler

Heute könnt ihr noch bis 14 Uhr in der großen Mensa das StuPa wählen gehen. Nach Auskunft eines Wahlhelfers (Stand Do Mittag) haben bisher wohl erst rund 800 Studenten fürs StuPa gewählt.

Ab 14.30 Uhr beginnt laut Wahlleiter Dominik Dahl die öffentliche Auszählung im Hörsaal 5 im Audimax.

Fachschaften setzen StuPa & Uni unter Druck

Alles begann auf der Vollversammlung der Studierenden im letzten Dezember. Unter dem Punkt „Sonstiges“ wurde von einem Studenten vorgeschlagen, den Umbenennungsprozess der Ernst-Moritz Arndt Universität wieder in Gang zu setzen. Der Vorschlag wurde von der Mehrheit der Anwesenden (39 dafür, 23 dagegen, 37 enthielten sich) befürwortet.

(Schmierereien am Uni-Hauptgebäude zum Jubiläum – Quelle: Indymedia.)

An diesem Montag nahm sich die Fachschaftsrätekonferenz des Themas an und diskutierte über zwei Stunden mit Arndt-Experten. Ergebnis: Die FSK fordert das Rektorat auf seine Informationspolitik zu verbessern. Der politische Hintergrund des umstrittenen Namensgebers soll Teil der Eigendarstellung werden. Konkret kritisiert wurde, dass es bis heute keine Stellungnahme, Position oder auch nur Problematisierung der Universität zu ihrem eigenen Namenspatron zu finden ist. Es wurden Broschüren und vor allem permanente Informationen direkt auf der Uni-Website vorgeschlagen.

Im StuPa sah es dagegen anders aus: Hier debattierte man nicht über Ernst-Moritz Arndt, sondern lehnte den Antrag Anfang Januar ab.

Meine Meinung:

Dieser Beschluss hört sich zunächst unwichtig an, ist jedoch dreifach spannend:

1) Der Vorschlag des Studenten auf der Vollversammlung hat nun tatsächlich zu einem rechtskräftigem Beschluss eines Gremiums der studentischen Selbstverwaltung geführt.

2) Die Universitätsleitung spürt nun auch den Druck der Studenten. Seit 1933 fehlt eine eigene Stellungnahme / kritischen Reflektion der Universität selbst. Arndt wird – außer im Namen – verheimlicht. Wenn die Universität dies nun nachholt, löst dies höchstwahrscheinlich eine weitere (gesunde) Diskussion über den Namensgeber aus.

3) Der Beschluss ist gleichzeitig auch ein Denkzettel fürs StuPa, die sich über das geäußerte Meinungsbild der Studenten hinwegsetze, indem sie diesen Antrag auf Ihrer letzten Sitzung negativ beschied. Dass ist natürlich besonders prekär, da dies der überhaupt einzige Antrag aus der Studentenschaft selbst war (Die anderen waren wie üblich fein säuberlich vom AStA vorbereitet). Doch anstatt nun gerade diesem wertvollen Stück studentischer Beteiligung höchste Aufmerksamkeit zu widmen, wurde er schlicht abgelehnt. Das ist das politische Recht des StuPa, zumal die Vollversammlung zu keinem Zeitpunkt beschlussfähig war (mindestens 5 % der Immatrikulierten wären erforderlich gewesen), zeigt jedoch eindrucksvoll die Dominanz der jetzigen konservativen Mehrheit.

Lesetipp: E.M. Arndt – Fataler Patron. Artikel aus „DIE ZEIT“
Bildquelle Abstimmung: Flickr

Mit Zettel und Lineal, gehen wir zur Wahl

Das Studierendenparlament könnt ihr heute von 11 bis 14 Uhr in der kleinen Mensa wählen. Für Senats- und Fakultätsratswahlen ist heute die letzte Chance im Uni-Hauptgebäude von 9 bis 17 Uhr!

Hier noch ein spannender „Live-Bericht“ zur Wahl von Radio 98eins.
(Mit freundlicher Genehmigung des AStA Greifswald )

moritz 68 – Januar 2008: Zeit des Lächelns – Kandidatencheck zur Bürgermeisterwahl

Puh. Endlich geschafft!

Die Vorlesungszeit mit allen möglichen Ablenkungen von schwafelnden Dozenten über nervige Kommilitonen  bis hin zum üblichen Stress in Liebesdingen ist vorbei. Kleine Prüfungen stehen an. Euch sei gesagt: Dies werden nicht die letzten sein.

Doch mit Prüfungen wollen wir niemanden nerven. Lieber einen Hinweis auf die Stunde der Erleichterung nach dem Abfragen von Wissen geben. Vielleicht ermöglicht das obligatorische alkoholische Kaltgetränk auch einen Blick in die neueste Ausgabe des moritz-magazins.

Mühe gaben wir uns sehr. Der Uni-Namensvetter ist wieder Thema. Auch mit den Kandidaten für der im April stattfindenden Oberbürgermeisterwahl sprachen wir. Dem AStA-Büro musste zwecks anstehender Neubesetzungen ebenfalls ein Besuch abgestattet werden. Dies nimmt viel Platz in Anspruch. Ob unsere Wahl berechtigt war, teilt uns doch bitte mit:

moritz @ uni – greifswald . de

Der übliche Kulturteil darf natürlich nicht fehlen. Neben einem Ausflug auf die Baustelle am Bahnhof, zeigen wir ein Problem in der Fachbibliothek am Schießwall: Irgendwelche Deppen wollen lieber zu Hause lernen und nehmen die Bücher unrechtsmäßig mit. Vielleicht sind diese Missetäter auch nur schwer vom Begriff und können Signaturen nicht lesen?

Zuletzt:  moritz braucht Euch. Mitstreiter gehen, doch muss sich die Redaktion wieder erneuern. Von oben, nach unten, nach oben.

Geschrieben von Euer moritz

Befriedigende Beteiligung

Ein wahrer Ansturm zeichnete sich heute bei der Wahl für das neue Studierendenparlament ab

„Die ganze Zeit über hielt sich eine Schlange“, sagt Dominik Dahl, der Leiter für die diesjährige Wahl des Studierendenparlaments, über den Urnengang der Studierenden. „90 Leute pro Stunde ist ein guter Schnitt“, meint er zur deutlichen Zunahme der Wähler in der Mensa am Wall. In den vergangenen zwei Tagen hätten insgesamt gut 400 Studierende ihre Kreuze auf die Wahlzettel gesetzt. Dennoch wussten einige nichts von den derzeitigen Wahlen. „Ich spreche sie dann an und erhalte das Versprechen, zur Wahl zu gehen“, berichtet Dominik Dahl. Den Wahlkampf der Kandidaten kann er nicht im Einzelnen beobachten. Dafür passiere zu viel. Dennoch resümiert er: „Es geht heiß her.“  Geschrieben von Uwe Roßner