von Archiv | 17.06.2005
Das neue Studierendenparlament ist seit einem Monat im Amt
Seit einem Monat ist das neue Studierendenparlament (StuPa) im Amt. Am 17. Mai fand die konstituierende Sitzung statt. Viele neue Gesichter wollen für ihre Kommilitonen eintreten und stehen annähernd für die gleichen Ziele.
Geht man nach den Wahlzielen, die die Kandidaten im Vorfeld geäußert hatten, werden die Debatte um Studiengebühren sowie der Kampf gegen Kürzungen an der Universität die kommende Legislatur bestimmen. Ersteres wurde acht Mal als Ziel genannt, während der Erhalt der Volluniversität bei 11 der gewählten StuPisten zu den wichtigen Inhalten ihrer Arbeit zählt. Doch auch das in der Vergangenheit bereits mehrfach beackerte Feld der Namensgebung der Universität wird wohl wieder neu bestellt werden. „Ernst Moritz Arndt war ein Nationalist“ ist sich die „parteilose Alternative“ sicher, die mit drei Kandidaten im StuPa vertreten ist. Sie streben die Umbenennung der EMAU an.
Überhaupt wird das StuPa von hochschulpolitischen Gruppen geprägt wie selten zuvor. Auch wenn es an unserer Universität keine Listenwahl wie an anderen Hochschulen gibt, waren die Gruppierungen im Wahlkampf mit Plakaten und Flyern angetreten. Das Ergebnis: Die Jusos sind mit fünf Mitgliedern vertreten; der RCDS stellt genau wie Grüne und Sozialistische Hochschulgruppe jeweils zwei.
Zu den ersten Aufgaben des neuen Parlaments gehörte die Wahl eines Präsidiums. Philipp Kohlbecher, der bereits Präsident in der alten Legislatur war, wurde mit großer Mehrheit erneut gewählt. Seine Stellvertreterin ist Kathrin Berger, die die StuPa-Wahl organisiert und geleitet hatte. Aufgabe der beiden wird es sein, zu den Sitzungen einzuladen und diese zu leiten. Bald wird unter Umständen ein Dritter zum Präsidium dazu stoßen, der dann für die Protokolle zuständig sein soll. Ein entsprechender Antrag liegt zumindest vor.
Zu den ersten Amtshandlungen des neuen Präsidiums gehörte die Ausschreibung der AStA-Stellen, die das Parlament bei seiner ersten Sitzung festgelegt hatte (siehe Bericht über die AStA-Wahl). Zudem musste der Haushaltsausschuss besetzt und Vertreter für die Landeskonferenz der Studierendenschaften (LKS), ein regelmäßiges Treffen von studentischen Vertretern aller Hochschulen im Land, gewählt werden. Hier fiel die Wahl auf Toralf Start und Dirk Stockfisch. Auch wurden bereits einige Arbeitsgemeinschaften eingerichtet, die allen Studierenden, die sich engagieren möchten, offen stehen. Es handelt sich bisher um die AGs „Alternative Finanzierungsmöglichkeiten“, die sich mit der Frage nach der zukünftigen Finanzierung der Universität auseinandersetzt, sowie „Gender Trouble“, die Gruppe, die sich um die Organisation der monatlich stattfindenden Party für Schwule und Lesben sowie deren Freunde kümmert. Außerdem wurde eine „AG Bildung und Region“ ins Leben gerufen, die Kontakte zwischen Universität und Stadt sowie der Region Vorpommern vermitteln soll und für eine bessere Präsenz der Uni in den Medien sorgen soll.
Bei einem StuPa-Tag im Majuwi in Wieck direkt nach der konstituierenden Sitzung hatten sich die Parlamentarier bereits auf ihre zukünftige Arbeit eingestimmt und sich von ein paar „alten Hasen“ die Grundbegriffe der parlamentarischen Arbeit erklären lassen.
Doch trotz des guten Starts gibt es auch einen Wehrmutstropfen. So lässt die Präsenz der studentischen Vertreter bereits zu Anfang der Legislatur zu wünschen übrig. In der zweiten Sitzung fehlten bereits sechs der 21 StuPisten, beim dritten Treffen war dieselbe Anzahl bereits vor Mittenacht verschwunden – und das, obwohl noch einige Wahlen von AStA-Referenten auf der Tagesordnung standen.
Eine Liste der gewählten StuPisten findet Ihr auf der Internetseite des AStA (www.asta-greifswald.de). Bei Fragen und Anregungen erreicht Ihr das StuPa-Präsidium unter stupa@uni-greifswald.de.
Geschrieben von Kai Doering
von Archiv | 17.06.2005
Das geplante vierte Treffen von Bildungsminister und Hochschulrektoren am 9. Juni in Hasenwinkel bei Schwerin ist geplatzt.
Das vorgelegte Papier des Ministers lohne den Dialog nicht, begründeten die Rektoren ihr geschlossenes Fernbleiben. Die Vorlage unterscheidet sich von den bereits unterbreiteten Vorschlägen der Kompetenzfelder lediglich im zusätzlich eingeplanten Feld „Geisteswissenschaften und Sprachen“ sowie einer eigenständigen Mathematik in Rostock. Streitpunkte bleiben weiterhin die Theologie, die Altertumswissenschaften sowie Jura. Metelmann forderte die Rektoren auf, den Dialog weiter zu führen und mahnte an, dass ansonsten das Ministerium seine Forderungen formulieren werde. Er plant eine Kabinett-Beratung des Hochschulkonzepts bereits für Juli.
Geschrieben von Kai Doering
von Archiv | 17.06.2005
Sein dreißigjähriges Bestehen feierte vor kurzem der Geografenkeller. Es ging los mit einer Hofparty und Glückwünschen der anderen Greifswalder Studentenclubs.
Danach folgte ein gemütliches Beisammensitzen bei Livemusik sowie Leckerem von Grill und Bierstand, das nicht einmal von den ab und zu einsetzenden Regenschauern gestört werden konnte. Punkt Mitternacht wurde dann am Lagerfeuer die traditionelle Biermesse gehalten. Später verlagerte sich die Party in den Keller, wo der Abend bei Musik von DJ Lehmi erst in den frühen Morgenstunden ausklang. Alles Gute für die nächsten 30 Jahre!
Geschrieben von Julia Mai
von Archiv | 17.06.2005
Seit einigen Wochen gibt es das umweltfreundliche Pendant zu „mitfahrgelegenheit.de“. Ein Greifswalder Student eröffnete das Internetportal vollesticket.de.
Hier könnt ihr euer Wochenendticket reinsetzen, Leute finden, die mitfahren und Geld sparen wollen beziehungsweise jemanden finden, der euch auf seinem Ticket mitfahren lässt. Das ganze ist natürlich kostenlos und funktioniert auf Vertrauensbasis.
Geschrieben von Sophia Penther
von Archiv | 17.06.2005
Das Students Festival 2005
Julia Schrod, 23, ist Pressesprecherin des GrIStuF e.V. Trotz Schlafmangels gab sie moritz ein Interview über ihre Erfahrungen beim Students Festival.
moritz: Was ist gut gelaufen, was weniger gut?
Julia: Wir hatten rund 350 motivierte Teilnehmer aus 75 Ländern hier. Die kulturellen Veranstaltungen – insbesondere das Treffen der Kontinente am Montag – wurden nicht nur viel von Studenten sondern auch viel von Greifswaldern besucht.
Weswegen waren letztendlich doch erheblich weniger Teilnehmer da, als ihr erwartet hattet?
Von den rund 1.200 Einladungen, die wir in alle Welt verschickt haben, ist nur ein Drittel zurück gekommen. Hinzu kommt wohl die verschärfte Visa-Politik der Bundesregierung und auch die Geldfrage. Nicht jeder kann das Geld für die Reise nach Deutschland aufbringen. Und dann war außerdem das Festival in Ilmenau gerade fünf Tage vorbei war, als unser Festival begann.
Habt ihr das vorher nicht gewußt?
Doch. Eigentlich war nach GrIStuF 2002 geplant, ein solches Festival alle 2 Jahre stattfinden zu lassen. Anfang 2004 haben wir dann aber festgestellt, dass wir nicht genug Geld zusammen bekommen würden und das Festival auf 2005 verschoben.
Wie ist jetzt – nachdem der ganze Streß vorbei ist – die Stimmung bei euch im Team?
Die richtige Feedback-Runde gibt‘s erst am Mittwoch, aber wir haben alle dieselbe Erfahrung gemacht, dass während des Festivals der „Mythos Students Festival“ Realität wird und es einfach eine gewaltige Menge Arbeit zu tun gibt. Hinterher schaut man mit einem anderen Blick auf die Dinge.
Was hast du als Presse-Sprecherin überhaupt vom Festival mitbekommen?
Leider recht wenig. Irgendwie ging es aber allen intensiven Arbeitern so.
Wie lange hast du während der Festival-Woche geschlafen?
So pro Nacht 3-4 Stunden. Dafür habe ich zu heute auch mal 12 Stunden am Stück durch geschlafen.
Zum Schluß: das Wetter?
Wir haben zumindest insofern Glück gehabt, dass es an den Tagen, an denen wir am Strand waren, nicht geregnet hat!
Geschrieben von Ulrich Kötter