Auftakttreffen gegen IC-Kahlschlag

Geschrieben von | Veröffentlicht am 5. November 2010 um 13:13 Uhr
Kategorien: Greifswald

Künftig halten nur noch vier Fernverkehrszüge in Greifswald

Ab 2. Dezember sollen statt der bisherigen fünf nur noch täglich zwei InterCity-Züge je Richtung von und nach Berlin in Greifswald halten (der webmoritz berichtete). Dagegen regt sich Protest und so wollen die beiden Greifswalder Nils Möllmann und Rasmus Klöpper etwas dagegen organisieren. “Wir wollen gemeinsam Kräfte bündeln, damit unsere Region nicht abgehängt wird”, heißt es in einer Einladung zu einem Auftakttreffen. Am kommenden Montag, dem 8. November, laden sie zu einem Treffen um 19 Uhr in die Brasserie Hermann (Ecke Bahnhofstraße – Gützkower Straße).

Bereits im September hatte es eine Podiumsveranstaltung der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen gegeben. Dort wurde deutlich, dass das Land Mecklenburg-Vorpommern die wegfallenden IC-Züge nicht durch Regionalexpresszüge ersetzen wird.

Schaut man nun in den neuen Bahnfahrplan hinein, sieht man, dass wirklich nur ein EuroCity und ein InterCity übrig geblieben sind. Diese verkehren nun um 13:37 Uhr und 15:37 Uhr von Berlin nach Greifswald. Ansonsten startet ab dem Berliner Hauptbahnhof nur zweistündlich der Regionalexpress 3 von Elsterwerda nach Stralsund über Greifswald. Auch bei den Fahrten nach Berlin fahren die beiden Fernverkehrszüge noch um zehn und zwölf Uhr ab Greifswald. Ansonsten sind die Fahrten in die Bundeshauptstadt nur mit dem zweistündigen RE3 möglich.

Fotos: Archiv, David Vössing

Ähnliche Artikel zum Thema:

Tags: , , , , , , ,

10 Kommentare zu “Auftakttreffen gegen IC-Kahlschlag”

  1. Susili sagt:

    mmhh…mal wieder jede Menge Fehler im Text… gerade den Anfang bitte nochmal durchlesen…

    ich versteh ehrlich gesagt die Aufregung nicht… Züge im 2-Stunden-Takt reichen doch vollkommen aus… nur, weil die vllt zu Zeiten, an denen viele Studenten nach Hause fahren voll sind, heißt das nicht, dass die anderen Züge auch immer so voll sind. Ich denke eher, dass gerade in der Woche die Züge auf gar keinen Fall ausgelastet sind. Und Greifswald ist nun mal keine große Stadt, da reichen auch Züge die alle 2 Stunden Richtung Berlin fahren…

    • Gabriel Kords sagt:

      Nanu? In der webMoritz-Redaktion haben sich gerade auf Deinen Kommentar hin mehrere Redakteure den Text intensivst angeschaut und nicht einen einzigen Fehler gefunden. Wir verstehen deinen Kommentar daher nicht so ganz…

      • Susili sagt:

        es sind/waren ein paar Kommafehler und z.B. dies
        "Ab 2. Dezember sollen statt der bisherigen fünf nur noch TÄGLICH zwei InterCity-Züge TÄGLICH je Richtung von und nach Berlin in Greifswald halte"

        ich glaub ich komm mal bei euch vorbei und verteil neue Brillen :D

    • _marcel_ sagt:

      Kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. ICs Sonntag abend s sind voll, da fahren nämlich die Kameraden der Bundeswehr zurück in die Kaserne – wobei natürlich nicht merh lange, aber immerhin. Für die Regionalzüge am Sonntag gilt das gleiche.
      Unter der Woche von Mo bis Do mag es stimmen, aber am Wochenende sind die Regios ab Freitag voll und ein Einstundentakt wäre sinnvoll. Zumal gerade im Sommer noch ein starker Urlauberverkehr von und nach Usedom zu bewältigen ist. Die Insel stöhnt heute schon unter dem Autoverkehr – je mehr Urlauber da mit der Bahn kommen umso besser. Wer sich das aber – vor allem mit Fahrrad einmal angetan hat, tut es vielleicht nie wieder.

      Und soweit ich weiß, sind auch am Wochenende nur punktuell weitere ICs geplant.

      • Susili sagt:

        du sagst es ja gerade…. es mag bestimmt Zeiten geben, an denen die Regios voll sind, aber die meiste Zeit (Mo bis Do, den ganzen Tag über) sind sie leer…von der vorlesungsfreien Zeit mal ganz abgesehen…

        ich finde nur, dass man bei der Diskussion das Verhältnis sehen soll ;)

        • Wolfsblut sagt:

          Man sollte nicht nur an Studenten oder Bundeswehrreisende denken, sondern vielleicht auch an die Gruppe der Pendler, welche im Besonderen an einen zeitnahen Bahnverkehr interessiert sind. Da ist ein zweistündiger Verkehr zwischen Berlin und Greifswald nicht gerade optimal. In der Regel sind die meisten mit den Jahresabokarten unterwegs und daher kommen einem die Entscheidungen in der Konzernspitze der DB wie Leistungsverweigerung vor.

  2. Oliver Wunder sagt:

    Wie schon oft gesagt, hab ich auch unter der Woche relativ volle IC von und nach Berlin erwischt. Eine Angebotseinschränkung verlagert nicht mehr Verkehr auf die Schiene sondern nur auf den motorisierten Individualverkehr. In Zeiten von Umwelt- und Klimaschutz passt das nicht.

  3. Wissender sagt:

    Super, es wird nicht nur der Fahrplan ausgedünnt, sondern auch eine schnelle Hin- und Rückreise morgens und abends von und nach Berlin ausgeschlossen. Anstelle von Protest empfehle ich die Einrichtung eines Konkurrenzangebotes wie beispielsweise eines täglichen Busshuttles.

  4. Gabriel Kords sagt:

    Ich bin vor einigen Wochen insgesamt fünfmal binnen weniger Tage im RE nach bzw. von Berlin gefahren. Damals habe ich mehrfach erlebt, dass diese Züge jetzt schon streckenweise total überfüllt sind, obwohl zwischen den meisten REs noch ein IC fährt. Wenn die Fahrgäste dieser ICs jetzt auch schon in die ohnehin gut gefüllten REs kommen, wird's da richtig kuschelig. Mehrere Zugbegleiter bestätigten mir, dass sie die Pläne für absurd halten und dass "die da oben ja wohl völlig plemplem sind" (sic!).

    Besonders perfide ist, dass die REs mit ihren vier Wagen bereits Maximallänge haben, weil einige der (frisch sanierten) Bahnsteige zu kurz sind. Theoretisch denkbar wäre noch ein fünfter Wagen, was auch ganz selten vorkommt. Den fünften Wagen muss der Schaffner dann aber an den zu kurzen Bahnsteigen von Hand "absichern". Ab dem sechsten Wagen würde aus rechtlichen Gründen ein zweiter Zugbegleiter notwendig. Dass die Bahn das garantiert nicht machen wird, muss man wohl kaum erörtern.

    Bleibt festzuhalten, dass die Bahn offenbar darauf setzt, dass das Land bei anhaltender Überfüllung der fahrenden REs weitere REs bestellt. Ein mieses Vorgehen, dass eines der vielen Mankos zeigt, die die Tatsache mit sich bringt, dass Regionalverkehr i.d.R. vom Land bestellt wird, während der Fernverkehr größtenteils "privatwirtschaftlich" betrieben wird.

Hinterlasse eine Antwort