Die Debatte um den Namenspatron der Greifswalder Universität ging am vergangenen Mittwoch in die letzte und vermutlich entscheidende Runde. Nach dem die vom Senat speziell zu diesem Zweck eingesetzte Kommission ihren Abschlussbericht vorgelegt hatte, wurde dieser unter den Senatoren noch einmal besprochen. Die zehn Kommissionsmitglieder hatten sich am Ende nicht durchringen können, eine Empfehlung an das höchste universitäre Gremium zu geben. Stattdessen hatte man noch einmal verschiedene Materialien zur Debatte zusammengestellt und eigene Texte mit den Argumenten für und wider Arndt vorgelegt.
Sitzungsleiter (und gleichzeitig Kommissionsvorsitzender) Thomas Schattschneider bat zu Beginn des Tagesordnungspunktes allerdings darum, diese Argumente nicht noch einmal einzeln zu diskutieren. Vielmehr sollte Gelegenheit gegeben werden Rückfragen und eventuelle Ergänzungen anzubringen. Er erklärte weiterhin die Kommission habe unter anderem deswegen keine abschließende Empfehlung abgeben wollen, weil sich die Mitglieder nicht noch stärker als bisher öffentlichen Schmähungen und Diffamierungen aussetzen wollten.
Zusätzlich zum Bericht der Kommission lagen dem Senat Gutachten über die rechtliche Grundlage für eine eventuelle Namensänderung und die geschätzten Kosten einer solchen vor. Diese beiden Papiere sind bisher nicht veröffentlicht worden. Klar ist jedoch, dass allein der Senat für die Namensgebung zuständig ist, nicht wie zu Anfang der Debatte behauptet das Bildungsministerium. Für eine solche Änderung benötigt es allerdings eine 2/3-Mehrheit. Die Kosten einer Umbenennung wurden in dem entsprechenden Gutachten auf 100.000 Euro geschätzt. Über welchen Zeitraum die Umstellung von Briefköpfen u.Ä. in diesem Plan erfolgen soll ist jedoch nicht bekannt.
Auf Nachfrage erläuterten die Arndt-Befürworter und Kommissionsmitglieder Dr. Dirk Alvermann und Dr. Irmfried Garbe ihr Sicht auf die Kritik am universitären Namensgeber: Arndts Werk weise zwar rassistische und antisemitische Passagen auf, ihn jedoch vordergründig als Rassisten und Antisemiten zu sehen, werde seinem Gesamtwerk nicht gerecht. Auch Senator und Altrektor Prof. Jürgen Kohler machte sich für den umstrittenen Freiheitsdichter stark. Arndt wäre eine Kämpfernatur gewesen und habe für seine Überzeugungen viele Repressalien ertragen. Daran hätten sich, so Kohler, im Jahr 1933 einige Professoren ein Beispiel nehmen sollen.
Gegen Arndt argumentierten vor allem Senator Professor Hubertus Buchstein. Er erklärte in seinem Fachbereich, der Politischen Ideengeschichte, sei Arndt keineswegs umstritten. Wenn überhaupt so werde er dort als “rhetorisch begabter Propagandist mit fremdenfeindlichem und antisemitischem Gedankengut” betrachtet. In den meisten Standartwerken finde Arndt jedoch gar keine Beachtung. Auch Senator und Anti-Arndt-Aktivist Sebastian Jabbusch erneuerte seine Kritik am Patron der Universität.
Von Professor Patrick Bednarski wurden die hohen Kosten einer möglichen Namensänderung kritisiert. Seiner Auffassung nach, sei das Gutachten noch sehr optimistisch. Er frage sich ob das Geld an anderer stelle nicht besser aufgehoben sei. Professor Werner Stegmaier erklärte man müsse sich im Klaren darüber sein, dass es in dieser Entscheidung keinen Kompromiss gebe. Der Senat riskiere mit der Entscheidung entweder die regionale Bevölkerung oder die bundesweite Presse zu verärgern, eines von beiden müsse man wohl in Kauf nehmen. Professor Hannelore Weber sprach von der Wahl zwischen “einem linken und einem rechten blauen Auge.”
Der stellvertretende Senatsvorsitzende Thomas Schattschneider erklärte er erwarte zur Sitzung des Senats am 17. März Anträge zur Namensfrage.
Bilder:
Foto Schattschneider – Sandro Teuber
Foto Prof. Buchstein – Ulrich Kötter
- Senat entscheidet: Arndt bleibt Namenspatron vom 17. März 2010
- Eilmeldung: Namenkomission des Senats legt Bericht vor vom 5. Februar 2010
- Senat: Kommission zum Uni-Namen ist besetzt vom 19. August 2009











Der UniSPIEGEL vom 08.02.10 kennt schon lange das Endergebnis der Debatte:
"… Nach Informationen des UniSPIEGEL wird eine eigens beauftragte Kommission dem Senat empfehlen, sich von dem umstrittenen Politiker und Schriftsteller Ernst Moritz Arndt als dem Namenspatron der Universität zu verabschieden. Dass sich das höchste Gremium der Hochschule einem deutlichen Urteil der Kommission letztlich beugen wird, gilt bei Insidern als sehr wahrscheinlich. … "
http://www.spiegel.de/spiegel/unispiegel/d-689609…
Welcher Insider aus der Kommission/der Uni hat denn den "Spiegel" falsch informiert? Die Kommission hat doch keine Empfehlung abgegeben!
Insider dürfte Jabbusch oder ein Äquivalent sein.
sicher… *kopfschüttel*
"die von Alt-68ern geprägte 'bundesweie Presse'" – Genau, diese fiesen Alt-68er-Blätter wie FAZ, Welt, BILD, Focus, Süddeutsche, FR …
"Wer sich die Argumentation in dem Abschlussbericht ohne Scheuklappen nähert, muss zu der Ansicht gelangen, dass für eine Umbenennung weder die Argumentation noch die Legitimation besteht."
1. Ich bezweifle, daß Du die Kommissionsberichte gelesen hast, sonst hättest Du nicht solchen Schmarrn geschrieben.
2. Die Legitimation zur Namensgebung bzw. Umbenennung liegt unstrittig beim Senat der Uni. Was bringt Dich zu der irrigen Einschätzung, seitens des Senats bestehe keine Legitimation in dieser Sache?
3. Die Argumentationslinien pro und contra Umbenennung sind in den beiden Kommissionsberichten sehr gut herausgearbeitet. Wie kommst Du da zu dem Schluß, es bestehe keine Argumentation?
Also: Selber mal die besagten Scheuklappen abnehmen und die Kommissionstexte lesen, bevor hier substanzlose Kommentare abgegeben werden.
Zitat: 2. Die Legitimation zur Namensgebung … liegt unstrittig beim Senat der Uni.
Wäre ja schön, wenn sich die UoA endlich an diese Vorgabe halten würde!
Sebastian J. hat eine rundum Presseerklärung im Namen von UoA am Mittwoch 12:41 versandt.
Auszug:
"Betreff: Heute 14 Uhr: Erste Namens-Debatte im Senat seit 1933
Greifswald, Pressemitteilung der Gruppe "Uni ohne Arndt"
Heute wird im Senat der Universität Greifswald endlich und erstmals seit der Namensweihe über den Namenspatron gestritten.
Die Sitzung beginnt um 14 Uhr im Unihauptgebäude und ist öffentlich…. DER SPIEGEL und andere Medienvertreter erwarten
dass damalige Entscheidung von Hermann Göring keine Bestätigung durch ein demokratisches Gremium finden wird."
Damit hat er den UniSPIEGEL kolportiert – oder etwa umgekehrt?
Eine Falschmeldung über die "Öffentlichkeit" wurde bewusst provoziert, denn es gab nur eine "Uni-Öffentlichkeit". Siehe auch UoA:http://jabbusch.tose.de/uniohnearndt/2010/02/heut…
"Grundlegender Ausgangspunkt der Greifswalder Anti-Arndt-Kampagne war und ist nicht die Kenntnisnahme der Breite des Arndtschen Werkes und seiner vielgestaltigen Rezeption, sondern das Datum der Namensverleihung im April/Mai 1933. "
Das ist ein weiteres Zitat aus der letzten Presseerklärung der UoA vom Mittwoch. Wenn das nicht wissenschaftlich überzeugt! Warum wurde eigentlich eine Namenskommission gebildet?
was willst du mit dem beitrag sagen?
oder: wer hat das zitat gebracht?
der senat durch uoa veröffentlicht? die komission durch uoa veröffentlicht?
einzelperson durch uoa veröffentlicht? pa durch uoa veröffentlicht? uoa hats selber gesagt?
ist so für mich leider nicht verständlich… hast du evtl ne quelle?
Das ist ein Auszug aus der Presseerklärung, die Sebastian Jabbusch am Mittwoch weltweit im Namen der UoA verteilt hat. Ich setze voraus, das diese PE auch Carsten bekannt ist. Mir liegt die vollständige PE vor und ich verteile sie gerne bei Kenntnis der Mailadresse. Vor dem Lesen dann aber bitte anschnallen!
Ob die PE von der UoA autorisiert war wollte ich gerade Anne im Zusammenhang mit ihrem Kommentar fragen.
Findet man diese Presseerklärung auch im weltweiten Netz Herr Peters?
Jaja, "linke" Medien wie der Spiegel …
In welchem Land lebst Du eigentlich?
als Linksextremist findest Du natürlich den Spiegel nicht links, das überrascht aber auch nicht. Dieses Mal bitte diesen Beitrag nicht löschen. Danke!
"Ich lebe in einem Land in dem man sich inzwischen von der Nazizeit "abstrahieren" und nach vorne blicken kann ohne dabei wachsam gegenüber gegenwärtigen Rechtsextremismus und Rassismus zu sein."
*kicherkicher*
Ich hoffehoffehoffe ja, das war ein versprecher. Ansonsten muss ich unverzüglich auswandern.
mich würde eine veröffentlichung der kostenkalkulation brennend interessieren. wie carsten ja schon schrieb, ist über die parameter der kalkulation nichts gesagt worden. ist aber meiner meinung nach ein wichtiges kriterium/lässt viel raum für spekula-/manipulationen.
mir persönlich scheint die zahl ungewöhnlich hoch…
das finde ich auch sehr seltsam, insbesondere deshalb, weil das exakt der betrag ist, der auch schon zur vollversammlung im sommer genannt wurde.
Im Senat wurde weder eine vernünftige Kostenkalkulation vorgestellt noch irgendein Zeitraum, in dem die herbeiphantasierte Summe anfalle. Stattdessen wurde – einfallslos – genau eben der Betrag in den Raum geworfen, der damals beim neuen Logo der Uni Rostock durch die Öffentlichkeit geisterte.
Wie Morgaen schon schrieb, bringen Spekulationen rein gar nichts, da muß eine konkrete Kalkulation her. Selbige wird die Uni aber wohl erst aufstellen, wenn über den Namen im März entschieden wurde.
Das ist falsch. Dem Senat liegt eine detailierte Kalkulation vor, die auf Grundlage einer "schnellen" Namensablegung berechnet ist.
Danke für den Hinweis. Da es nun eine solche Kalkulation gibt, könntest Du vielleicht kurz umreißen, um welche Summe es sich gesamt handelt, über welchen Zeitraum die berechnet ist und aus welchen Großposten sich das zusammensetzt. Das würde den bisherigen sinnfreien Spekulationen einen Riegel vorschieben.
Die Kalkulation liegt Sebastian Jabbusch als Senator vor und war auch allen zur Senatssitzung Anwesenden zugänglich: Insgesamt sind Kosten i.H.v. 107.910 € berechnet, davon 2/3 Klinikum und Med.Fak..
Schön, daß es Dir und Sebastian als Kalkulation schriftlich vorliegt. Und wann wird das der Hochschulöffentlichkeit zugänglich gemacht? Ohne Transparenz kann hier nicht gut über das Thema diskutiert werden.
Warum entfallen 2/3 der Kosten aufs Klinikum (inkl. Med. Fak.)?
Werden da die Namensschilder der Institute und Zentren versilbert?
Hallo ret_marut,
ich denke ich werde die Kalkulation asap auf der Uni ohne Arndt Seite veröffentlichen. Ich habe sie allerdings bisher nicht gelesen und auch nicht in meinen Unterlagen zur Senatssitzung gefunden. Ist aber gut möglich, dass sie mir durch die Hände gerutscht ist.
@ Thomas: Ist sie auf dem Senatsserver oder wurde sie "nur in der Sitzung" verteilt?
Problem ist, dass ich gerade nicht in Greifswald bin und meine Zugangsdaten zum Senatsserver in Greifswald sind.
Warum das alles so als als "Staatsgeheimnis" behandelt wird verstehe ich nicht…
Zur Frage, warum die Umbenennung so teuer ist: Ich vermute mal der Kanzler hat einfach grob beschätzt und die Mediziner haben ziemlich viele Professoren…
Der Gag ist, dass das "Klinikum Greifswald" nicht mal den Namen Ernst Moritz Arndt trägt !! Schon seit seiner Ausklinkung aus der Uni nicht mehr. Das Klinikum heißt einfach nur "Universitätsklinikum Greifswald". Kann sich jeder selbst davon überzeugen: http://www.klinikum.uni-greifswald.de/
Warum also alleine 70.000 Euro allein in der medizinischen Fakultät (!) anfallen sollen, während alle anderen 4 Fakultäten die Umstellung zusammen (!) für 30.000 Euro schaffen, ist mir ein Rätzel. Ich vermute, dass die Professoren wirklich goldene Namenschilder haben !
Übrigens war 30.000 Euro auch die Gesamtsumme, die mir der Kanzler noch im Dezember 2009 genannt hatte. Der Kanzler hatte damals mir noch explizit gesagt, dass er die Summe (im Vergleich zum Imageschaden für die Uni) für "irrelevant" hält. Wieso jetzt die Zahl auf 100.000 Euro hochgesprungen ist, kann ich mir nur über die Mediziner erklären.
So oder so: Die Summe lässt sich ganz einfach senken, indem man den Übergangszeitraum auf z.B. fünf Jahre streckt. Die Kosten sollten dadurch auf mindestens 20.000 Euro sinken.
Denn innerhalb von 5 Jahren werden eh alle Türschilder ausgetauscht und alles Briefpapier aufgebraucht…
Achja. Aber ich denke mal – wie Thomas Schattschneider schon sagt: Wir sollten die Frage ob unsere Uni nach einem Rassisten und Antisemiten heißt, nicht vom Geld abhängig machen.
"Hast Du Dir mal die Pro-Argumente der Namenskommission durchgelesen? Dann ist so ein Satz nicht haltbar!!!"
Sogar Alvermann und (mittlerweile auch) Garbe haben eingesehen, daß sie über den Rassismus und Antisemitismus Arndts nicht einfach hinwegsausen können. Sie sind derweil auf die wacklige Argumentationsbasis ausgewichen, daß Arndt zwar Rassist und Antisemit sei, aber dies nicht so schwer wiege. Vgl. auch den obigen Webmoritzartikel über die Senatssitzung:
"Auf Nachfrage erläuterten die Arndt-Befürworter und Kommissionsmitglieder Dr. Dirk Alvermann und Dr. Irmfried Garbe ihr Sicht auf die Kritik am universitären Namensgeber: Arndts Werk weise zwar rassistische und antisemitische Passagen auf, ihn jedoch vordergründig als Rassisten und Antisemiten zu sehen, werde seinem Gesamtwerk nicht gerecht."
Bitte den ArndtbefürworterInnen in der Senatskommission nicht Sachen zuschreiben, hinter denen sie (nicht mehr) stehen!
Übrigens zwei Vergleiche:
- Unsere Uni verliert u.a. auch Drittmittel-Projekte (so die Vermutung von Prof. Stegmeier!) wegen unserem Namen. Und Empfänger von Ehrendoktor-Titel überlegen sich zweimal ob sie von der "Ernst Moritz Arndt" Universität eine solchen Titel überhaupt tragen wollen (Jacques Delors, der ehemalige Präsident der Europäischen Kommission hat beispielsweise deshalb fast abgelehnt und sich bei der Titelverleihung über den Namen der Uni beschwert). Die 100.000 Euro bekommen wir also relativ schnell wieder rein.
- Mit 100.000 Euro können wir aber auch einen Pressesprecher für eineinhalb Jahre einstellen, der versucht den bösen linken "Systemmedien" (Spiegel, Süddeutsche, Hamburger Abendblatt, Zeit etc.) zu erklären, warum Arndt gar nicht so böse ist, und warum sich all die vielen Wissenschaftler irren…
Also: Ich für meine Zwecke würde das Geld lieber in die Ablegung des Namens investieren. Das wäre wohl die nachhaltigste Lösung und ein großer (auch finanziell wirksamer) Gewinn für unsere Uni und das Image der Uni. (Der moralische Gewinn käme dann noch oben drauf)
Es geht nicht um "Moral", erst recht nicht um "Pseudomoral", sondern um einen kritischen Umgang mit der eigenen (Namens-)Geschichte dieser Uni.
Und der Fall Jacques Delors, ehemaliger französischer Wirtschafts- und Finanzminister und Ehrendoktor der hiesigen Uni, zeigt ja sehr deutlich, daß der bisherige Name zu erheblichen Irritationen führt, gerade auch in Frankreich.
Wer schon einmal Drittmittel beantragt hat, weiß, daß es da nicht allein um wissenschaftliche Leistung und Forschungsarbeit geht, insb. bei Drittmitteln aus nichtöffentlicher Hand. Zumindest in den Wirtschafts- und Geisteswissenschaften geht es da auch um "Aushängeschilder", in der Medizin mag das ggf. anders sein.
Ich hoffe, irgendwer aus dem Senat stellt hier noch die offizielle Kostenaufstellung für eine Namensumbenennung ein, damit wir auf einer vernünftigen Grundlage diskutieren können. Plattitüden wie "Pseudomoral", "scheinheilige Moral" etc. sind jedenfalls keine Grundlage für eine sinnvolle Diskussion.
man kann doch nicht die steigenden studierendenzahlen einfach als beweis dafür hinnehmen, dass der name EMAU nicht abschreckt.
das wäre monokausal und ist definitiv nicht tragbar – studiengebühren spielen da ebenso eine rolle wie die allgemein ja steigenden studierendenzahlen, um nur 2 weitere faktoren zu nennen.
@FBM1349
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Ich hab keine Ahnung wer dieser Jan Schreihhals ist, aber empfehle dringend ihn nicht noch durch Konversation aufzuwerten…
Mach Dir nichts draus, im Zweifel und das ist bei Herrn Bush hier häufig sind sie alle Nazis. Es ist ja nicht ohne Grund das hier in Greifswald Herr Bush zu einer persona non grata geworden ist, er hat sich unmöglich gemacht. Arroganz wird von ihm häufig als Polemik getarnt, aber nicht besser als sich ein entflohener Elefant in einer Berliner Einkaufspassage verstecken könnte.
Ich kann mich noch daran erinnern, dass ich hier einen gewissen Herren, der hier häufig Beiträge schreibt, als "linksextrem" bezeichnet habe, der Beitrag wurde sofort zensiert. Nazi Anschuldigungen von Herrn Bush bleiben dagegen unberührt.
Au weia, jetzt wird es ernst! Mir ist vor zwei Wochen dieser Satz als Provokation gelöscht worden:
"- Ihre unverarbeiteten seelischen Problem aus Ihrer Schulzeit sollten Sie an anderer Stelle behandeln lassen.-"
lasst uns alle dem grossen Jabbusch huldigen!
für ihn gelten selbstverständlich auch die Regeln nicht mehr…
ohhh… grosser Meister
Das ist Sarkasmus. Ich möchte damit die Unverständlichkeit über Kommentare von Sebastian Jabbusch hier äussern.
Das ist aber eine neue Qualität der Zensur hier. Früher wurde ein Beitrag noch mit dem Grund der Löschung stehengelassen, heute werden sie komplett gelöscht.
Da sieht man doch das es geht, man muss ein Beitrag nicht komplett löschen, als ob er nie abgegeben wurde.
Ein rhetorischer Glanzpunkt der Senatsdebatte, der hier nicht fehlen sollte, war der Wortwechsel zwischen Herrn Stegmaier und Herrn Kohler: Letzterer murrte sinngemäß, dass die unschöne mediale Aufmerksamkeit in dieser Sache weniger der Uni-Name selbst zu verantworten hat, sondern dass dieser tote Hund unnötigerweise durch die Kritiker geweckt wurde. Darauf konterte Stegmaiermaier, dass dieser Hund kein toter, sondern höchstens ein untoter sei (-und immer mal wieder auferstehen würde und dass das auch in Zukunft mit hoher Wahrscheinlichkeit so weitergehen würde).
Welch` anrührend lieblicher Dialog, der sich da entsponnen hat!
Wann dürfen wir denn nach Herrn Stegmaiers Dünken mit dem finalen Ableben der entfesselten Bestie rechnen, äußerte er sich dazu?
Ergänzend etwas Gehaltvolles:
Auf die Frage, wie er(Diogenes) die Bezeichnung Hund verstehe, antwortete er: „ Die mir geben, umwedle ich; die mir nichts geben, belle ich an; die Bösen beiße ich.“
Richtig Anne, die Arndt -Befürworter murren, während die Arndt-Gegner souverän kontern.
Dieser Duktus zieht sich auch durch die Presseerklärung von S.J. Kann mir einmal jemand bestätigen, dass Sebastian von Euch (UoA) zu dieser PE autorisiert wurde. Ich habe hier in mehreren Kommentaren eigentlich diese Frage aufgeworfen. Sicher nicht in Eurer kämpferisch deutlichen Wortwahl.
Zu Prof. Stegmaier hier der von der OZ teilweise unveröffentlichter Teil meines Leserbriefes, der in der OZ-Online komplett unter "Destruktive Medienkampagne?" zu finden ist:
"… An Prof. Stegmaier wäre die Frage zu stellen, wie er sein Studium und seine Promotion ohne Persönlichkeitsspaltung an der Eberhard Karls Universität Tübingen überstanden hat, denn es sind keine Initiativen gegen einen Namenspatron aus seiner Zeit in Tübingen bekannt. Einer, Eberhard, war ein praktizierender Judenhasser und Judenvertreiber."
Lieber Herr Peters,
an meiner Wortwahl nicht nachvollziehen. (Die war übrigens gar nicht bewusst oder strategisch getroffen)
zu Ihrer Sprachkritik: Naja. Eine (Umgangs-)Sprache die Objektivität vortäuscht à la "man fragt sich", "es wäre die Frage zu stellen" usw. ist subtiler, aber nicht weniger subjektiv. Und auch die von Ihnen aufgeworfene rhetorische Frage an -ausgerechnet- Herrn Stegmaier ist ja auch "typisch" für einen Arndt-Befürworter. Insofern kann ich ihr "Murren"
Ihre "Frage" an Stegmaier finde ich übrigens inhaltlich sehr "unpassend": Die Berechtigung zur Kritik daran fest zu machen, wie ein Name einer Institution der eigenen Biographie lautet, halte ich für eine ganz schlechte Idee.
Und wie kommen Sie darauf, Stegmaier implizit eine Persönlichkeitsspaltung zu unterstellen, falls der Name bleibt? Das ist sicherlich keine "kämpferisch deutliche Wortwahl", aber ist das nicht inhaltlich eine deutlich kämpferische Attacke?;)
Liebe Anne,
die Hauptfrage bleibt neben allem rhetorischen Geplänkel unbeantwortet.
Hat die UoA Sebastian zu der PE vom 17.02.10 autorisiert?
Wenn ja , warum erscheint sie nicht auf Eurer Homepage (letzte PE/PM vom 10.12.09)?
Die Presseerklärung wird bestimmt noch auf die Homepage gestellt. Nur Geduld, junger Mann!
Derzeit ist bekanntlich Prüfungszeit, einige Leute haben in der vorlesungsfreien Zeit auch mal Greifswald zwecks Familienbesuch, Urlaub, Praktikum etc. verlassen – solche ZeitgenossInnen soll es ja auch geben, die auch noch andere Dinge zu tun haben als auf die – ach so unheimlich dringenden – "rhetorischen Geplänkel" eines Manfred Peters zu reagieren.
btw: Senatssitzungen sind stets hochschulöffentlich – es sei denn es wird zu bestimmten Tagesordnungspunkten Nichtöffentlichkeit angesetzt. Daß wissen Sie genauso gut, wie ich. – Soviel zu Ihrer absurden Unterstellung bzgl. "Falschinformation".
Presseerklärungen werden eigentlich immer aktuell veröffentlicht, denn sonst verfehlen sie ihren Zweck, werden zum toten Pferd (hatten wir ja gerade). Das Thema Autorisierung wurde übrigens auch wieder verfehlt.
Ich habe die PE, brauche sie also nicht. Aus dem Kontext der Kommentare ist doch deutlich zu erkennen, dass auch andere interessiert sind bzw. mir eine gewisse Unglaubwürdigkeit hinsichtlich meiner Zitate daraus unterstellt wurde.
Zum Thema "Öffentlichkeit" versus "Hochschulöffentlichkeit", wenn überhaupt, bitte auf der Seite UoA weitere Diskussionen.
Auf der Veranstaltung gab es jedenfalls eine mehrfach hochnotpeinliche Befragung der Anwesenden ob der aktiven, im Notfall passiven, Uni-Mitgliedschaft.
Zum Glück hatte die OZ richtig informiert und ich bin nicht in "Sebastians Falle" getappt.
Wie sie schon sagten: Pressemitteilung – und nicht Petersmitteilung.
Gekränkte Eitelkeiten bitte mal übers Wochenende auskurieren, statt hier absurde Unterstellungen aufzutischen. Daß Senatssitzungen stets nur hochschulöffentlich sind, war auch Ihnen vorab bekannt. Zu suggerieren, die Initiative Uni ohne Arndt gäbe Pressemitteilungen heraus, um dem Peters eins auszuwischen, ist schon nicht einmal mehr lächerlich, weil völlig abstrus. Sie sind ja nun nicht der Sonnenkönig oder das Zentrum der Welt. Wie gesagt: Es handelt sich um eine Pressemitteilung, nicht um eine Petersmitteilung.
PS: Ziel von Pressemitteilungen ist übrigens, sie zeitnah und zielgerichtet an Presseorgane und andere MultiplikatorInnen zu senden ( – wie geschehen). Das zeitnahe Veröffentlichen von Pressemitteilungen auf einer Homepage ist jedenfalls nicht der primäre Zweck. Wie gesagt: Die PM wird sicher in den kommenden Tagen auf unserer Homepage dokumentiert werden. (Aber Sie kennen sie ja eh schon, warum also dieser emotinalisierte Aufriß Ihrerseits?!?)
Lieber Manfred,
eigentlich wollte ich mich ja hier auf dem webMoritz mal ausklinken in den Ferien. Aber da sie nun so laut schreien, will ich mich doch mal einklinken.
Zunächst aber die Nachfrage, was Sie an der PM stört. Für meine Begriffe enthält sie nichts, was UoA nicht schon früher behauptet hätte.
So ist die Tatsache, dass es _im Senat_ bisher (auch 2001 !) keine Debatte zu Ernst Moritz Arndt gegeben hätte ja nicht neu.
Im Grunde war die PM also nur eine Info, dass heute im Senat die entsprechende Veranstaltung stattfindet, was wir ja auch auf unserer Homepage angekündigt haben.
Sie sind also wie immer herzlich eingeladen Ihre Fragen hier oder direkt per E-Mail an uniohnearndt [at] googlemail. com zu schicken.
Bitte haben Sie aber dafür Verständnis, dass die Antwort nicht innerhalb von 24h eingeht.
Achja, herrlich, wie sich manche die Augen zuhalten, um weiter fein in einem Luftschloss leben zu dürfen.
Ich finde es kein bisschen übertrieben, von "internationale Aufregung" zu sprechen, wenn Zeitungen, wie die Jerusaleme Post einen Artikel zu dem Thema bringen und die Entwicklung weiter verfolgen will. Wenn selbige Zeitung dann beispielsweise auch schreiben wird "Deutsche Uni entschließt sich, antisemitischen und rassistisch verblendeten Namenspatron zu behalten"…. tja, vielleicht würde dem ja dann mal ein Medienecho nach deinem Geschmack folgen. Klar, Arndt ist bestätigt worden… lol! Als Erinnerungsfigur für den Kampf um die Freiheit und Einheit Deutschlands? Oh Gott, was für ein pathetischer Mumpitz! Letztlich haben Ost- Berliner Bürger auf der Bornholmer Brücke die Schranken eingedrückt…. das ist doch die deutsche Einigung, die uns heute noch betrifft. Ob die Arndt im Sinn hatten dabei? Oder eins von seinen drittklassigen Gedichtchen auf den Lippen…. wohl kaum!
Eigenauskunft: "Ynetnews is the English-language sister-site to Ynet, Israel's largest and most popular news and content website."
http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3832998…
Soweit zum "Internationalen Medienecho".
Es ist auch interessant, dass wieder einmal "Jabbusch" viermal (einmal falsch) in dem Beitrag zitiert wird. Aber im Gegensatz zur "Zeit" und zum "UniSPIEGEL" kommt auch die Pro-Arndt Seite einmal zu Wort.
Bitte auch einmal die spärlichen Kommentare, die auch etwas über die "Internationale Reichweite" des Mediums aussagen lesen! Bsp.:
- … how ridiculous is all this renaming!? as if by changing a name they could change history!
- Luther was a bigger Jew-hater than most of the nazis.
*gähn*
Ach wie schön, dass ich nicht alles kommentieren muss…
siehste, das ist Programm bei Dir…
Reden und Handeln ist oft widersprüchlich…
freust Dich nicht alles kommentieren zu müssen und machst es gleichzeitig..?
"Erinnerungsfigur für den Kampf für die Freiheit und die Einheit Deutschlands"
Für welches Deutschland stand Arndt denn? Und kann solch ein Deutschlandbild für eine bürgerlich-parlamentarische Republik (!) überhaupt eine "Erinnerungsfigur" darstellen, mit der sich die BRD identifizieren darf?
Arndt hat sich erstens nicht für eine Republik, sondern stets für ein monarchistisches Deutschland unter Preußens Führung eingesetzt. Republikanismus und damit einhergehende bürgerlich-demokratische Werte waren ihm im Grunde ein Graus, nicht nur die rechtliche Gleichstellung der jüdischen Bevölkerung. Arndt ging in seinem Staatsverständnis weit hinter die Errungenschaften der bürgerlichen Revolution 1789 in Frankreich zurück.
Zum anderen waren es Arndt und Konsorten von der Gagernpartei, die die bürgerliche Revolution 1848/49 und die republikanische Nationalbewegung schlichtweg verraten haben und sich stattdessen lieber an den Hals des preußischen Königs Wilhelm IV warfen. Als der preußische König die Kaiserkrone ihrer Paulskirchendeputation schnöde ablehnte, zogen sich Arndt und Gagern aus der Paulskirche zurück. Mit bürgerlicher Revolution hatten die beiden eh nichts am Hut.
Eine bekannte Lithographie von Friedrich Schröder dazu findet sich hier: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:W…
Nur schade, dass die dummem dummen Menschen hier den Arndt mehrheitlich mögen, wa..? lass es doch einfach bleiben… auch durch mehrfaches wiederholen wirds nicht richtiger und besser… Für Dich ist Arndt schlecht->für mich bist Du schlecht…
So unterschiedlich können eben Ansichten sein… Das ist keine Provokation, eher eine Metapher…denn Du kannst machen was Du willst, lebst ja auch noch, aber für einige Menschen wirst Du eben immer schlecht sein…daran kann durchaus auch eine politische Einstellung schuld sein…aber jetzt zu behaupten das mit Arndt ist nur ein Problem weil für Dich weil DU ein glühender Verehrer des Kommunismus bist wäre wiederum flach…i need red help
Rotel Hilfe?
home of ret marut=jan steyer
http://rotehilfegreifswald.blogsport.de/category/…
ja, er ist ein linksextremer
Und Leute, ich finde Ihr solltet diesen Troll nicht mehr füttern…
Er kennt sich gut aus mit den linksextremen Wortergreifungsstrategien
Mal sehen wann mein Kommentar gelöscht ist…
Hier darf nur EINER andere in iwelche Ecken stellen…
Obwohl es hier ja unstrittig ist, dass der liebe Jan Marut ein Linksextremer DiskutantIn ist…
Das von Dir eingeführte mittelalterliche Gut-Böse-Schemata finde ich wenig hilfreich in einer sachlichen Diskussion. Was Du von mir als Person hälst, ist mir eigentlich recht egal, aber die Diskussion um Arndt in ein solches Schema zu pressen, finde ich ziemlich platt. Arndt war nicht "schlecht", sondern schlicht zu seiner Zeit ein Reaktionär, der den gesellschaftlichen Fortschritt von 1789 aktiv mit bekämpft und abgewürgt hat. Arndt hatte ein völkisches Weltbild, in dem antisemitische, antifranzösische, antislawische und rassistische Ideologie einen wesentlichen Bestandteil hatte.
Wer heute (noch) für Arndt schwärmt, sollte sich zumindest mit diesem nicht unerheblichen Aspekt des Arndtschen Schaffens und Denkens auseinandersetzen.
PS: Es heißt übrigens Red Aid, nicht "red help".
leider wollte ich keine korrekte Übersetzung der Begriffe liefern sondern ein leicht verständliches Wortspiel spielen
Und mit Deinem Weltbild bist Du für mich als "Aufklärer" bereits disqualifiziert…
Denn "mittelalterlich" ist ein gutes Wort um die Hetzerei Eurer Kampagne zu beschreiben
Sicherlich hat ret_maruts Position gegen Arndt auch etwas mit seiner politischen Einstellung zu tun. Ob man für oder gegen Arndt ist, hat allerdings nicht grundsätzlich mit "links" oder "konservativ" zu tun, sondern viel eher damit, wie schwer für einen bestimmte Aspekte seines Wirkens wiegen (was nichts damit zu tun hat, dass ein Großteil der Arndt-Befürworter die kritikwürdigen Passagen als Kavaliersdelikt oder unproblematisch ansehen würde).
Übrigens scheinen mir deine Ansichten, die Sympathie zu einem Menschen alleine daran festmachen zu wollen, ob er die selbe Meinung wie man selbst vertritt, ziemlich mittelalterlich und antiquarisch und gelten bereits seit Ende des 18. Jahrhunderts (seit Lessing und Kant) als überholt.
Btw. Jan ist "Kommunist". Na und?
Was sollen immer nur diese vollkommen sinnlosen und überflüssigen Persönlichkeits-Attacken in dieser Debatte?
Es geht, vor allem in diesem Gesprächsfaden, um die letzte Senatssitzung und die Thematisierung Arndts. Dass der Arndt-Gegner Jan Steyer Kommunist und in der Roten Hilfe ist, ist für die Diskussion vollkommen unrelevant. Relevant sind die Argumente.
ach Marco… Du bist "zu gut" und "zu fair" für diese Welt… versteh das bitte nicht falsch, ich erkenne Deine stets faire Arbeit im Kampf um Ernst-Moritz Arndt uneingeschränkt an…
obiger Kommentar von mir bezog sich allerdings wirklich nicht auf inhaltliches…dazu wurde auch vor diesem Kommentarbattle alles gesagt
Die Qualität der Jabbuschen Polemisierung übersteigt hier allerdings das Mass…und erst wenn ich ähnliches Spiel als Reaktion spiele wird deutlich wie UoA immernoch arbeitet…schlecht sind nämlich immer nur die anderen…
Wie oft kamen haltlose Meldungen von UoA..? Ich erinnere nur an Herrn Echternkamp der von Euch einfach mal so übel diffamiert wurde…
Aber eine Entschuldigung war nie zu lesen… stattdessen löscht UoA einfach entsprechende Beschuldigungen und "relativiert" die eigenen Aussagen einfach…
http://jabbusch.tose.de/uniohnearndt/2009/12/sena…
Herr Peters, wie wurde Echternkamp in dieser UoA PM ursprünglich bezeichnet..? Iwas mit rechter verklärter Blich wg. seiner Arbeit als Bundeswehr Historiker…oder?
Also jetzt nochmal die Frage von Marco:
Was sollen immer nur diese vollkommen sinnlosen und überflüssigen Persönlichkeits-Attacken in dieser Debatte?
schade, testbild, dass für dich fairness was schlechtes sein kann.
in den webmoritz-kommentaren war bisher das beste, dass es leute wie marco wagner und ret marut gibt, die sachlich argumentieren.
wenn du jabbusch angreifst, weil er wieder einen npd-zusammenhang herstellen will, dann kann ich das verstehen. die auffassung der UoA war und ist, dass arndt-befürworter nur selten nazis sind, die meisten sind ordentliche demokraten, und einige argumentieren auch gut.
übrigens kannst du dir sicher sein, dass mit der echternkamp-pm intern auch kritisch umgegangen wurde.
deine reaktion – ich hoffe du kannst das wenigstens ein bisschen einsehen – ist aber kein bisschen besser. du nimmst ret, weil er wie sebastian für eine umbennung ist, mit ihm "in sippenhaft", spekulierst über extremismus etc.
wenn du marco als "zu fair" bezeichnest, dann wird spätestens hier deutlich, dass du einfach unfair argumentieren besser findest und es deshalb ständig machst. deshalb wird dies auch der einzige kommentar sein, den ich hier schreibe, denn auch wenn ich JanSchei und ein paar anderen nicht unterstelle, von beginn an darauf ausgewesen zu sein, gibt es hier zu viele kommentatoren, auf die man einfach nicht eingehen will, da deren antwort soweiso unfair ausfallen wird.
vielleicht kann manfred peters deshalb verstehen, dass er hier nicht immer gleich die passende antwort erhält.
Gibt es die besagte Presseerklärung auch im weltweiten Netz Herr Peters?
Ich habe die PE der UoA von der Pressestelle der Stadtverwaltung der UHGW mit dieser Unterschrift:
MfG, Sebastian Jabbusch
Pressesprecher "Uni ohne Arndt
Leute, es wäre doch an der Zeit, dass sich die UoA dazu äußert. Meine vorsichtige Anfrage hinsichtlich der Falschmeldung zum "Öffentlichkeitsstatus" der Senatsdiskussion auch auf der Homepage von UoA bleibt wieder einmal seit Tagen unbeantwortet.
Skandal – ihre Kommentare werden nicht innerhalb von Minuten beantwortet ! Und das in der Prüfungszeit !!
Diese faulen Studenten – in den Kerker mit ihnen !!
Es geht um mehr als 48 Stunden mal 60 Minuten (erste Anfrage auf der Homepage von UoA)!
Trotzdem viel Erfolg bei der Prüfung.
Gegen Selbsteinschätzungen bin selbst ich machtlos!
Karzer!
Auswandern wäre eine gute Idee.
Für Dich bleibe ich noch ein bisschen
1. Was soll denn eine preußische Monarchie mit "Freiheit und Einheit" zu tun haben? Wir haben ja von 1871 bis 1918 gesehen, wie es um die Freiheit im preußischen Kaiserreich bestellt war; Stichworte: Leipziger Hochverratsprozeß, Sozialistengesetz, Ausrufung des "kleinen Belagerungszustands", Prozesse gegen AntimilitaristInnen, Verbot der Vereinstätigkeit für Frauen, ein Wahlrecht, das kaum mehr als 20% der Bevölkerung zur Verfügung stand usw.
2. Meine Kritik richtet sich ja eben nicht aus dem heute an das gestern, ich argumentiere da explizit aus der Zeit 1848/49 heraus. Damals haben u.a. die reaktionären Gagernschen (inkl. Arndt) den demokratischen Republikanismus abgewürgt zugunsten eines preußisch dominierten Kaisertums. Statt eine bürgerliche Revolution zu machen, was die damalige Aufgabe einer solchen bürgerlichen Nationalversammlung gewesen wäre, wurden die alten Zöpfe beibehalten und der Adel an der Macht belassen. – Die bürgerliche Revolution wurde erst 70 Jahre später, im November 1918, von den roten ArbeiterInnen und Soldaten in Deutschland quasi "nebenbei" (Ziel war ja eine sozialistische Räterepublik) durchgeführt.
Du kannst doch die deutsche Geschichte nicht aus dem historischen Kontext ausklammern und Begriffe ohne konkrete inhaltliche Füllung gebrauchen!
Daher seien mir zur Klärung folgende Fragen an Dich erlaubt:
1. Für welche und wessen Freiheit steht denn Arndt Deiner Meinung nach?
2. Für welche Art Einheit steht denn Arndt Deiner Meinung nach?
3. Was wurde denn da vereint und zu welchem Zweck?
Arndt als "Kämpfer für die Freiheit und Einheit der deutschen Nation" zu bezeichnen, halte ich für ziemlich gewagt, zumindest wenn ein moderner Nationenbegriff (vs. völkischer) angenommen wird.
Zur inhaltlichen Füllung von Begriffen muß mensch sicher nicht Geschichte studieren.
Wahllos mit Begriffen um sich zu werfen, ohne sie auch nur annähernd füllen zu können, hilft einer Diskussion jedenfalls nicht weiter. Gerade Begriffe wie "Freiheit", "Einheit", "Vaterland/Nation" sollten schon klar definiert werden. Ich verweise noch einmal auf meine drei Fragen, vielleicht magst Du die beantworten.
Sei versichert, die bisherigen Greifswalder pro Arndt Texte zur Namensdebatte habe ich sämtlich gelesen. Eine Antwort auf die drei Fragen blieben auch diese weitgehend schuldig. Dabei dürfte die Beantwortung ja nicht allzu schwer sein – ob GeschichtsstudentIn oder nicht.
Okay, laß es mich noch einmal versuchen:
Um WESSEN Freiheit geht es bei Arndt?
WELCHER ART Einheit hat Arndt gewollt?
WAS FÜR EINEN deutschen Staat wollte Arndt denn konkret?
- Und war solch ein Denken damals (1848/49) nicht schon reaktionär, im Jahre 2010 mal ganz zu schweigen?
"Wollte schlicht eurem kondensierten Arndtbild als Rassisten ein anderes Bild gegenüberstellen." – Hättest Du dann aber auch mal tun sollen. Antirassistische Positionen wirst Du bei Arndt schwerlich finden.
Wie gesagt, mir geht es bei der Diskussion hier über die Begriffe nicht um 2010, sondern um 1848/49. Du lenkst – wenig dezent übrigens – immer vom Pudels Kern ab. Ob das eine hilfreiche und zielführende Strategie ist, wage ich zu bezweifeln.
"Welche Behauptungen habe ich denn in den Raum geworfen?"
Z.B.: "[...] kann man nicht absprechen grundsätzlich für die Freiheit und Einheit der deutschen Nation gekämpft zu haben. Selbst Werte wie Pazifismus lassen sich seinem Werk finden."
Z.B. "dass Arndt grundsätzlich für Freiheit und nationale Einheit steht"
Ich finde, wenn so etwas in den Raum geworfen wird, sollte das zumindest irgendwie belegt werden, jenseits von vagen Schlagworten wie "Freiheit" und "Einheit", die Du offenbar nicht wirklich füllen möchtest. Daher ja meine obigen Fragen an Dich.
btw: Den Kampf gegen Frankreich 1813ff. (eigentlich ja schon ab 1792 mit dem ersten Angriffskrieg auf das revolutionäre Frankreich) als "Freiheitskampf" oder gar "Befreiungskrieg" zu deuten, halte ich doch für arg gewagt. Das war ja wohl eher ein klassischer Rollback des absolutistischen Feudalismus gegen die bürgerliche Revolution und Aufklärung. Für den Dritten Stand in Deutschland war das jedenfalls keine Verbesserung seiner rechtlichen oder materiellen Lage, vielmehr das Gegenteil, siehe Karlsbader Beschlüsse usw.
"War mir gar nicht bewußt irgendetwas über 'Befreiungskriege' und über die rechtliche oder materielle Lage des Dritten Standes in Deutschland im 19. Jahrhundert gesagt zu haben."
Dann solltest Du mal nachlesen, was Du so schreibst: "Kampf gegen Fremdherrschaft Franzosen" sowie "dass Arndt grundsätzlich für Freiheit und nationale Einheit steht": Ersteres handelt doch direkt von den sog. "Befreiungskriegen", letzteres von einer gemutmaßten "Befreiung" (ein zweifelhaftes Mehr an Freiheit) der Bevölkerung in Deutschland, die damals fraglos vorrangig dem weitgehend rechtlosen Dritten Stand angehörte.
Oder arbeitest Du etwa nur mit Floskeln, die keinen Inhalt mehr haben??
Für welches "Richtige" soll sich Arndt denn eingesetzt haben?
An elitären Debatten ist mir wirklich nicht gelegen. Wer über Mindestlöhne redet, sollte schon den Unterschied zwischen Netto und Brutto kennen; wer über Grundrechte des GG redet, sollte mal in die besagte Verfassung geschaut und zumindest mal einen Kommentar gelesen haben; wer politische Begriff wie "Freiheit" und "Einheit" in eine Diskussion einführt, sollte diese zumindest irgendwie definieren können; wer über Basketball redet, sollte die Regeln dieses Spiels kennen. – Ganz solche Grundvoraussetzungen verläuft jegliche Diskussion völlig sinnfrei und v.a. nicht zielgerichtet.
"wer über Grundrechte des GG redet, sollte mal in die besagte Verfassung geschaut und zumindest mal einen Kommentar gelesen haben"
Na ja, das halte ich aber für eine zu hohe Einstiegshürde für eine Diskussion. Das würde ja bedeuten, dass fast nur Studenten der Rechtswissenschaften über dieses Thema sprechen dürften. Für das Lesen eines Kommentars ist das vorherige Lesen und Verstehen eines Lehrbuchs (Pieroth/Schlink, Manssen) nötig.
Nach den von Arndt propagierten "Befreiungskriegen" gab es allerdings weder einen gesamtdeutschen Nationalstaat (nicht mal eine kleindeutsche Lösung), noch Pressefreiheit (Karlsbader Beschlüsse), die Leibeigenschaft wurde teils wieder eingeführt (z.B. das sog. "Hüsing"-System), selbst die bürgerlichen Rechte im Sinne des Code Civil wurden verweigert (außer in den Rheinlandprovinzen, wo die Bevölkerung diese Errungenschaften verteidigte). Der Dritte Stand blieb weiterhin rechtlos und die absolutistischen Monarchen, die Arndt als "Befreiungs"-Demagoge ja tatkräftig unterstützt hat und in deren Sold (Preußen/Rußland) er stand, konnten wieder schalten und walten wie bisher. – Soweit die Sicht ohne Scheuklappen.
Arndt und Co haben damals den gesellschaftlichen Fortschritt in Deutschland für drei Jahrzehnte blockiert.
Dann laß uns das hier abbrechen, die unterschiedlichen Positionen zum Blick auf die deutsche Geschichte und zu Arndt sind wohl klar geworden.
an dieser Stelle reicht Wikipedia um zu begreifen wie hirnlos Dein Kommentar ist…
Ersten wollte Arndt die Karlbader Beschlüsse sicher nicht und zweitens richteten diese sich ja auch gegen Arndt und ein paar andere VORNAZIS(oder wie denkt Ihr über Arndt"
Eine wesentliche Qualität der Beschlüsse besteht darin, dass der reaktionäre Staat liberale und nationale Ideen als Volksverhetzung begriff und die Träger dieser Ideen als Demagogen verfolgte. Diese Demagogenverfolgung fand besonders intensiv in Preußen statt. Betroffen durch Verfolgung und Inhaftierung waren z.B. Ernst Moritz Arndt, Karl Marx, Heinrich Hoffmann von Fallersleben, Hans Ferdinand Maßmann, Christian Sartorius, Georg Büchner, Friedrich Ludwig Jahn, Karl Theodor Welcker und Friedrich Gottlieb Welcker, aber auch der im damals dänischen Schleswig-Holstein lebende Uwe Jens Lornsen. E. T. A. Hoffmann, der 1819 bis 1821 als Kammergerichtsrat selbst in der preußischen Immediat-Kommission zur Ermittlung hochverräterischer Verbindungen und anderer gefährlicher Umtriebe saß, hat die Vorgangsweise der Behörden in seiner Erzählung Meister Floh satirisch dargestellt. Er bekam dadurch selbst Schwierigkeiten mit der Zensur und der Disziplinarbehörde.
http://de.wikipedia.org/wiki/Karlsbader_Beschl%C3…
Vielleicht für den fleißigen und bemühten Wikipedialeser 007testbild007 nur der kleine Hinweis, daß es eben besagter Arndt war, der sich in die Dienste der beiden reaktionärsten Staaten Europas stellte, sprich die preußische Exilregierung um den Freiherr vom Stein sowie den zaristischen Despotismus. Daß diese nach einem Sieg über Napoleon weder paradiesische Zustände noch bürgerliche Freiheiten verteilen würden, dürfte dem eiftigen Hetzer und Demagogen Arndt klar gewesen sein. Die Karlsbader Beschlüsse waren daher die logische Folge aus dem (eben von Arndt massiv propagandistisch mit betriebenen) absolutistischem Rollback.
Arndt hier zu einer Pop-Ikone der "Freiheit" und "Einheit" zu stilisieren, geht nicht nur an den geschichtlichen Tatsachen vorbei, sondern wirkt zudem noch ziemlich lächerlich. Daß Arndt Berufsverbot erhielt lag nicht daran, daß er sich als Demokrat oder Republikaner hervorgetan hätte (war er ja auch beides explizit nicht), sondern weil er für einen alldeutschen Staat unter einer Kaiserkrone eintrat – was seinen vormaligen Herren freilich nicht schmecken konnte, da sie ihre jeweilige, gerade restaurierte Fürstenmacht nicht aufgeben wollten.
“Betroffen durch Verfolgung und Inhaftierung waren z.B. Ernst Moritz Arndt, Karl Marx, Heinrich Hoffmann von Fallersleben, Hans Ferdinand Maßmann, Christian Sartorius, Georg Büchner, Friedrich Ludwig Jahn, Karl Theodor Welcker und Friedrich Gottlieb Welcker, aber auch der im damals dänischen Schleswig-Holstein lebende Uwe Jens Lornsen. E. T. A. Hoffmann,”
alles verblendete Vorreiter der Nationalsozialisten…
alles völkische nationale Hetzer…
[Edit Moderator: Provokation]
"alles verblendete Vorreiter der Nationalsozialisten…
alles völkische nationale Hetzer… "
Wer hat das denn behauptet? Mir Dinge in den Mund zu legen, die Du geschrieben hast, deutet nicht gerade darauf hin, daß Du an einer seriösen Debatte interessiert bist.
Wer legt Dir denn Dinge in den Mund..? verzerrte Wahrnehmung?
Oh ich seh es ein…
Ernst Moritz Arndt hat einfach so viel "Zustimmung" von so vielen "demokratischen Kräften" …
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