Bildungsstreik: Studenten blockieren Europakreuzung

Geschrieben von | Veröffentlicht am 17. November 2009 um 20:54 Uhr
Kategorien: Greifswald, Top-Themen

Im Rahmen des heutigen bundesweiten Bildungsstreik-Tags hat es am Mittag auch in Greifswald eine Aktion gegeben. Gegen 13:13 Uhr besetzten Studenten für gut 10 Minuten die Europakreuzung, sodass der Verkehr sich in dieser Zeit staute. An der “Bildungsstau” genannten Aktion beteiligten sich nach übereinstimmenden Angaben von Teilnehmern und der Polizei etwa 400 Kommilitonen und Schüler. Die Kollegen von moritzTV haben dazu bereits einen Videobeitrag online gestellt.

Obwohl es größtenteils friedlich zuging, trat auch die Polizei in Aktion. Von verschiedenen Kommilitonen, die als Organisatoren des Protests vermutet werden, wurden Personalien aufgenommen. Mindestens bei einer Studentin kam es dabei auch zu einer kleinen Rangelei, wie durch einen Youtube-Film dokumentiert wird:

Auf ihrer Homepage schreibt die Polizei nun: “Die Polizei ermittelt jedoch wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz, weil die Versammlung nicht angemeldet war.” Zu einer ausführlichen Stellungnahme konnte der webMoritz in der Polizeidirektion niemanden erreichen. In der Blogosphäre und auch bei Twitter gab es hierzu zahlreiche kritische Wortmeldungen, zum Beispiel hier bei “daburna”.

Aufmerksam geworden war die Polizei, nach Angaben von Beamten während der Veranstaltung, durch Hinweise auf die Veranstaltung im Internet. Ob die Beamten in StudiVZ-Gruppen mitlesen, die Greifswalder Twitter-Meldungen verfolgen oder einfach den webMoritz lesen, konnten wir nicht präzise klären. Heute waren an verschiedenen Gebäuden, zum Beispiel der UB, auch kleine Zettel zu sehen, die auf die Aktion hinwiesen.

Inwieweit man diese Veranstaltung noch als Flashmob bezeichnen kann, wurde auch unter den Teilnehmern und mit Polizisten diskutiert. Da die Aktion einen expliziten politischen Hintergrund hatte, sollte sie nach gängigen Definitionen wohl eher als “Smartmob” bezeichnet werden. Fleischervorstadt-Blogger Jockel Schmidt tut das in seinem Beitrag über das Ereignis auch.

anglistik_aktion-275.

Ein solcher Flickenteppich soll später an der Fassade des Gebäudes hängen.

Ob es neben dem Smartmob in den nächsten Tagen noch weitere Aktionen geben wird, ist noch nicht ganz klar. Eine weitere Aktion im Rahmen des Bildungsstreiks sorgte heute für Aufsehen: Studenten der Anglistik “balsamieren” ihr Gebäude, das in desolaten Zustand ist, ein. Dazu soll mithilfe von zahlreichen Stoff-Quadraten ein großer Flickenteppich hergestellt werden, der dann am Gebäude angebracht werden soll. Heute wurde an der Aktion bereits intensiv gearbeitet, wie unsere Fotografin festgehalten hat.

Fotos: Frederike Kühnel

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110 Kommentare zu “Bildungsstreik: Studenten blockieren Europakreuzung”

  1. Martin sagt:

    "Mindestens gegen eine Studentin wurden die Beamten dabei auch handgreiflich, wie durch einen Youtube-Film dokumentiert wird:"

    vergesst es! ich bin absolut gegen Polizeigewalt und hab schon genug Spinner in Uniform erlebt.
    Deswegen bin ich für Identifikationsnummern.
    Aber was auf dem Video zu sehen ist war einfach nur dumm von der Studentin. Wegen der "vermutlichen" Herausgabe von Personalien son Zauber zu veranstalten…
    Die Beamten jedenfalls waren nicht die treibenden Kräfte dieser Eskalation…
    also bitte nicht son Mist hier machen, das untergräbt die Glaubwürdigkeit und lässt die Medien im Umgang mit tatsächlicher Polizeigewalt noch taubstummer werden.

    • Das halte ich nun für eine sehr fragwürdige Interpretation unserer Intention – ich kann versichern, dass wir uns keineswegs positionieren sondern ausschließlich berichten wollten.

      Da die Formulierung in der Tat etwas missverständlich war, habe ich sie nochmal überarbeitet.

  2. Martin sagt:

    [youtube W_cG1TVTge4 http://www.youtube.com/watch?v=W_cG1TVTge4 youtube]

    DAGEGEN MÜSSEN WIR UNS WEHREN! NICHT GEGEN POLIZISTEN DIE IHRE ARBEIT MACHEN WIE HEUTE AUF DER EUROPAKREUZUNG!

  3. Barney sagt:

    Bei Greifswald TV gibt es ebenfalls einen Videobeitrag http://www.greifswald-tv.de/index.php/Mediathek-a… Da ist zu sehen, wie die Polizei versucht den Ampelübergang zu räumen. Außerdem wird eine Person(Frau? Mann?) weggetragen.
    Waren dann doch mehr Scharmützel, als ich dachte.

    • Unbeteiligter sagt:

      Die Räumversuche gabs wohl nur zum Anfang, als die Polizei wohl noch Hoffnung hatte; Herr der Lage zu werden. Aber bei der Masse an Leuten war das eh nicht möglich. Danach habe ich bis auf den einen, der Sebastian Jabbusch angequatscht hat, eigentlich kaum noch welche gesehen. GTV habe ich auch gesehen. Also ehrlich gesagt, stimme ich Martin zu, dass man hier wohl kaum von Polizeigewalt sprechen kann. Wegtragen (nur bei einem zu sehen?) und Leute abdrängen ist ja noch harmlos gegen Pfeffer usw. Ansonsten doch eigentlich eine gelungene Aktion, zumindest eine Menge mediale Aufmerksamkeit. Woher wußten die das eigentlich?

      • Barney sagt:

        Moment, wer redet denn hier von Gewalt?
        Ich glaube, dass das Wort in diesem Kontext bisher noch gar nicht fiel.

        • Unbeteiligter sagt:

          Ersten Kommentar von Martin nicht gelesen? Da taucht zuerst das Wort Polizeigewalt auf. Im übrigen dürfte das Wegtragen bzw. Abdrängen schon eine Form von Gewalt (vis absoluta) sein, auch wenn es vielleicht einigen noch nicht gewaltig genug erscheint, um es auch Gewalt zu nennen. Das beantwortet noch nicht die Frage nach der Rechtmäßigkeit.

          • Barney sagt:

            Ich meinte damit, dass niemand behauptet, dass es sich um Polizeigewalt handelt.
            Denn Ihr argumentiert so beharrlich dagegen, es so zu nennen, was allerdings von Anfang an Konsens war ( siehe Post von Gabriel).

          • Unbeteiligter sagt:

            Schon wieder falsch. Ich habe geschrieben, dass auch das Wegtragen Gewalt ist. Und auch die Personalienfeststellung gegen den Willen der Betroffenen ist letztendlich eine Form der Gewalt. Die Frage ist doch nur, ob die Polizei rechtmäßig gehandelt hat oder übermaßig vorgegangen ist. Denn in gewissen Fällen (Festnahmen z.B.) darf sie natürlich Gewalt anwenden. Im übrigen ist der Artikel nach dem ersten Kommentar überarbeitet worden. Die erste Version sprach von Handgreiflichkeiten (s.o. bei Martin). Definiere Handgreiflichkeiten!

            Auf anderen Websites (daburna, fleischervorstadt) wird das Handeln der Polizei durchaus in Richtung Gewalt gerückt.

          • Barney sagt:

            Es ist auch nicht leicht, dich zu verstehen, da du dir selbst komplett widersprichst!

            Einerseits sagst du, "dass man hier wohl kaum von Polizeigewalt sprechen kann", andererseits, dass es sich um Gewalt handelt.

            Du siehst also, dein Geschreibe ergibt keinen Sinn.
            Regst dich auf, dass es sich hier nicht um Polizeigewalt handelt (obwohl das niemand behauptet), sagst selbst auch, dass es sich nicht um Polizeigewalt handelt, um dann zu meinen, dass das Wegtragen ganz klar Gewalt ist (verübt von der Polizei).
            Der einzige, der also behauptet, es handele sich um verübten Gewalt durch die Polizei, bist du.

  4. ilja_ehrenburg sagt:

    ach, da ist der herr jabbusch wohl mal wieder gaaaaaaaaaaaaaanz zufällig ins rampenlich gestolpert und plötzlich hält ihm einer das megaphon hin. und dann musz ihm auch noch in der nähe von oz-redakteuren ein statement rausgerutscht sein, wahrscheinlich hat er nur laut gedacht.

    "Wenn die Bildung stehe, stehe auch die Wirtschaft in Deutschland, sagte Student Sebastian Jabbusch."1

    ob der aussage drängt sich mir doch die frage auf, ob es tatsächlich nötig ist, dasz herr jabbusch noch weiter, so mir nichts dir nichts, in links-alternativen kreisen verkehret..

    quelle: 1- http://www.ostsee-zeitung.de/greifswald/index_art

  5. Boddenfan sagt:

    Das ganze Smartmob zu nennen, ist ziemlich lächerlich. Das ist einfach eine (Spontan-)Demonstration gewesen. Klingt allerdings nicht so "cool"…

    • Unbeteiligter sagt:

      Spontan- bzw. (richtigerweise) Eilversammlung geht schlecht, wenn schon mit Eintrag vom 07.11.2009 bei meinvz für die Teilnahme geworben wird. Das hat wohl auch Herr Jabbusch übersehen (der wird in OZ auch in Richtung Spontanaktion zitiert).

      Btw: Alle Räder stehen still, wenn Jabbis starker Arm es will ;-)

      • Kolunda sagt:

        Keine Spontandemo und damit rechtswidrig? Sind Juristen unter uns die sagen können, was Frau Treiber und Herrn Jabbusch nun erwartet?

        • Jurist sagt:

          Das Nichtanmelden einer Versammlung unter freiem Himmel macht diese nicht rechtswidrig. Allerdings gibt es einen Straftatbestand im Versammlungsgesetz (§26), wonach mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr bestraft wird, wer als Veranstalter oder Leiter eine Versammlung ohne Anmeldung durchführt. Wer ist Fr. Treiber; die Studentin mit dem Megafon zum Anfang? Die muss sicherlich mit einem Ermittlungsverfahren rechnen, wie medial überall berichtet wird. Was Herrn Jabbusch erwartet; sicher eine glänzende Politikerkarriere :-), so wie er sich zwar überall äußert, aber nirgends verantwortlich sein will (gestern nicht und bei der Besetzung auch nicht).

          • Jurist sagt:

            Hab ich vergessen: Wenn man sich dieses 10 s Video oben anschaut, kann man erkennen, dass die Frau sich kräftig wehrt. Wenn also die Personalienfeststellung rechtmäßig wäre, dann käme vielleicht auch noch ein Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte hinzu. Ergo ist es manchmal nicht so klug, vorschnell irgendwelche Videos zu veröffentlichen. Die können auch mal ganz schnell gegen Mensch verwandt werden und nicht nur gegen Polizisten.

          • Da möchte ich mal einhaken: Meines Wissens nach muss eine Handlung die unter den Tatbestand des § 113 StGB fällt eine Gewalthandlung gegen den Amtsträger (bzw. eine Drohung mit Gewalt) beinhalten. Also ein reines Abdrücken von Gegenständen oder das Sich-Festhalten an Objekten dürfte wohl nicht reichen.

            Allerdings muss ich ihnen Recht geben, dass es sehr unklug ist, solche Videos so schnell im Internet zu veröffentlichen.

          • gehetzter sagt:

            Schon Worte die eine Androhung des Widerstands enthalten gelten demnach als Widerstand…

            § 113
            Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte

            (1) Wer einem Amtsträger oder Soldaten der Bundeswehr, der zur Vollstreckung von Gesetzen, Rechtsverordnungen, Urteilen, Gerichtsbeschlüssen oder Verfügungen berufen ist, bei der Vornahme einer solchen Diensthandlung mit Gewalt oder durch Drohung mit Gewalt Widerstand leistet oder ihn dabei tätlich angreift, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

          • Meiner Meinung nach nicht ganz korrekt: Die Drohung Widerstand zu leisten muss auch die Drohung mit Gewalt gegen den Vollstreckungsbeamten beinhalten – also damit zu drohen "passiven Widerstand" zu leisten, also z.B. den "toten Mann" zu machen dürfte wohl nicht ausreichend sein.

            Aber ich denke, es wird langsam off-topic…und wir sollten es dabei belassen. ;-)

          • Martin sagt:

            der tote Mann ist kein Widerstand sondern nur fehlende Mithilfe…
            die muss niemand leisten… sich wegtragen lassen ist kein Widerstand…

          • ret marut sagt:

            "Ergo ist es manchmal nicht so klug, vorschnell irgendwelche Videos zu veröffentlichen." – Wie wahr, wie wahr! Die technischen Fähigkeiten, ein youtube-Filmchen ins Netz zu stellen, haben viele, aber ein Bewußtsein für die daraus folgenden rechtlichen und politischen Konsequenzen haben bisher nur sehr wenige.
            Ergo: Es muß nicht alles unbedingt zeitnah ins Netz – also bitte vorher mal überlegen, was das evtl. alles nach sich zieht.

          • ret marut sagt:

            Dafür wäre es dann aber notwendig, daß die Veranstaltung entsprechend vorher polizeilich aufgelöst wird. Selbiges ist ganz offensichtlich nicht passiert.
            Die Greifswalder Polizei war schlicht mit der Aktion und der Aktionsform überfordert und hat halt das getan, was sie sonst auch tun: Erst einmal vorsorglich von einigen TeilnehmerInnen die Personalien aufnehmen, vielleicht findet sich ja noch irgendein absurder Tatbestand.

            Ich denke, falls da in Form eines Bußgeldes o.ä. etwas nachkommen sollte, sollten sich alle an der Aktion Beteiligten (oder mit den Bildungsstreikaktionen Sympathisierenden) entsprechend solidarisch zeigen: Also öffentliche Statements von Fachschaften, Hochschulgruppen und AStA, die solch absurde und überzogene polizeiliche Maßnahmen gegen unsere berechtigten Bildungsproteste kritisieren, aber auch ganz konkret durch Geldkollekte unter den Studierenden bei evtl. Bußgeldern.

            Das Beispiel zeigt ja sehr anschaulich, daß da recht willkürlich Leute rausgepickt wurden. In einigen anderen Städten ist die Polizei genauso willkürlich gegen protestierende SchülerInnen und Studierende vorgegangen, das war beim Bildungsstreik im Sommer schon so, als z.B. das Nürnberger USK (Unterstützungssonderkommando der Bayrischen Polizei, bundesweit als rabiate Schlägereinheit berüchtigt) mit Pfefferspay (!) am Verlassen ihrer Schule hinderte.

            Im bundesweiten Bildungstreikbündnis gibt es einen AK Antirepression, der entsprechende Übergriffe von Polizei oder auch Schulleitungen dokumentiert und auch eng mit Rechtshilfeorganisationen wie der Roten Hilfe zusammenarbeitet: http://www.bildungsstreik.net/ak-antirep/

          • Marco_Wagner sagt:

            Noch etwas zum Verhalten der Polizei:
            Die Polizisten haben sich recht unterschiedlich verhalten. Während der eine immer wütender wurde, sich nicht mehr auf das rumschimpfen beschränkte, sondern dann anfing, einige Streikende wegzuschubsen (also es war jetzt nicht lebensbedrohlich oder so – also noch lange nicht mit dem vergleichbar, was so auf Großdemos in Berlin oder Hamburg geschieht), mahnte ihn sein Kollege zur Beruhigung.

            Gerade am Anfang gab es daher durchaus eine kleine brenzlige Phase, in der die Aktion hätte auch eskalieren können.

            Ich denke, dass das grundsätzlich ruhige Verhalten aller Anwesenden dazu beigetragen hat, dass die Polizei zwar durchaus willkürlich von irgend welchen Leuten die Personalien aufnahm, insgesamt aber dennoch den Umständen entsprechend ruhig geblieben ist.

          • Jurist sagt:

            Weiß denn jemand, von wievielen Streikenden die Personalien festgestellt wurden? Offensichtlich wohl von der Studentin mit dem Megafon am Anfang und ich glaube auch von Sebastian Jabbusch. Aber sonst? Dann kann man nämlich nicht von "willkürlich von irgend welchen Leuten" sprechen, sondern genau 2 von berichteten 300-400.

          • ret marut sagt:

            2 von 400 würde ich tatsächlich als willkürlich par excellence bezeichnen.

          • Jurist sagt:

            Wofür sollte die Versammlung aufgelöst werden; damit eine Widerstandshandlung vorliegt? Auflösung ist nur erforderlich, um Platzverweise aussprechen zu können (sogenannte Polizeifestigkeit des Versammlungsrechts). Einen Widerstand gegen eine beabsichtigte Personalienfeststellung kann es jederzeit geben, wenn denn die Personalienfeststellung gerechtfertigt ist.

          • ret marut sagt:

            Das ist mir auch klar. Eine Widerstandshandlung ist wohl kaum gegeben, aber vielleicht hilft die Polizei mit entsprechenden eigene Zeugenaussagen nach – wäre ja nicht das erste mal.
            Es ging hier auch gar nicht im den Tb Widerstand, sondern um Verstoß gegen das Versammlungsgesetz.

            Aber ich denke, genug der juristischen Beurteilung. Jetzt ist die Polizei am Zuge. Wir sollten entsprechend Solidarität aufbauen und (wie andernorts auch) gegen diese überzogene Polizeimaßnahme öffentlich protestieren.

          • Jurist sagt:

            Wie oben bereits geschrieben: Leider ist das Video schon aussagekräftig genug. Da braucht die Polizei wohl nicht nachhelfen. Könnte ausgehen wie das Hornberger Schießen.

            Ironie an: "öffentlich protestieren" hoffentlich angemeldet ;-) sonst geht es wieder von vorne los!

      • Die 3 Affen sagt:

        Jedes Herrschaftssystem kann nur so lange bestehen, wie der Glaube in seine Nützlichkeit besteht. Gehen wir unter diesem Blickwinkel davon aus, dass es drei Sorten von Menschen gibt: die Rufer, die Mitläufer und die Einluller, gehört Unbeteiligter offenbar zur ditten Form.

  6. gehetzter sagt:

    Du musst nichts machen, nichts sagen und kannst Dich auch tragen lassen…brauchst nichtmal nen Ausweis dabeihaben…allerdings, Deine Personalien solltest Du in jedem Fall angeben…
    …alles andere wäre meistens dumm…

    • ueehueehueeh sagt:

      "Deine Personalien solltest Du in jedem Fall angeben… "

      nach der dritten aufforderung.

      • Jurist sagt:

        Wo bitte steht das? Personalien sind sofort anzugeben. Bitte nicht durcheinanderbringen mit der dreimaligen Aufforderung einen bestimmten Ort nach Platzverweis zu verlassen (113 OWiG). Auch das falsche Angeben von Personalien kann eine Owi (111) darstellen. Also wäre irgendein Ausweisdokument mit Lichtbild schon nicht schlecht, um nicht Gefahr zu laufen, zwecks Identitätsfeststellung ins Revier mitzumüssen. Kann ja sein, dass den Beamten auffällt, dass George Clooney nicht Student in HGW ist ;-)

    • ret marut sagt:

      Den Ausweis sollte mensch schon dabei haben, andernfalls kann der Aufenthalt auf dem Polizeirevier sich ziemlich hinziehen. Und wer will schon gerne wegen eines vergessenen Personalausweises für Stunden (max. bis zum Ende des folgenden Tages) in einer Polizeizelle verbringen?

      Informationen dazu und allgemein zum Verhalten gegenüber der Polizei bietet die Broschüre "Was tun wenns brennt" der Roten Hilfe: http://rotehilfegreifswald.blogsport.de/images/wt

      • Martin sagt:

        vergessen? Ich hab das Teil noch nie mitgenommen… Das muss Mensch in Deutschland auch nicht!

        • ret marut sagt:

          Ne, muß niemand. Aber hilfreich und sinnvoll ist es. Oder willst Du lieber den restlichen Tag auf einer öden Polizeiwache verbringen, um dort Deine "Identität feststellen" zu lassen?

  7. Locas sagt:

    So ne´ Aktion hätte ich den Provinzpommern gar nicht zugetraut. Respekt. Gute Aktion

  8. Press sagt:

    EDIT Moderation: Off-Topic

  9. Nonna sagt:

    Wir brauchen mehr von solchen Aktionen, um den Menschen zu zeigen, dass wir es ernst meinen. Vielleicht sollten sich solche News weniger übers Internet verbreiten – damit die Polizei auch ja niemanden als Organisator festnehmen kann. Alles in Allem ein sehr gelungenes Schauspiel, das sich wiederholen sollte! Bravo!

  10. wayne_inter sagt:

    Irgendjemand werden sie immer versuchen als Organisator_in auszumachen, jedoch liegen sie meist, so wie auch in diesem Fall, voll daneben. Die beiden Personen, die mit Megafon zu sehen sind, sind zwar dem Umfeld der Studentenproteste in Greifswald zuzuordnen, haben jedoch die Aktion nicht initiiert, sondern haben sich lediglich, wie auch die Polizei über Studivz informiert
    . Die Initiator_innen von solchen Aktionen, halten sich meist bedeckt und wirken wie normale Teilnehmer oder dokumentieren die Aktion getarnt als Pressevertreter. Das schöne bei diesen Aktionen ist ihr nicht-hierarchischer Ablauf, der mit einer Prise Anarchie und Hedonismus gewürzt, ein schönes Süppchen zivilen Ungehorsams ergibt.

    • Arik sagt:

      "Das schöne bei diesen Aktionen ist ihr nicht-hierarchischer Ablauf, der mit einer Prise Anarchie und Hedonismus gewürzt, ein schönes Süppchen zivilen Ungehorsams ergibt."

      Typische Linksaußen-Argumentation – und verdient Ablehnung :-(
      Das schöne an solchen Aktionen ist nur, dass zwecks zivilen Ungehorsams besonders wichtige Ziele und Themen besonders viel Aufmerksamkeit bekommen.

      Bleibt ihr bei solchen Statements, wird euch die breite Masse der teilnehmenden Studierenden nicht erhalten bleiben. Ich zum Beispiel weiß nämlich außer mir noch eine Menge Menschen, die zwar mit guter Bildung aber nichts mit folgenden Dingen am Hut haben:

      - anarchistische Strukturen
      - Hedonismus
      - zivilen Ungehorsams um seiner selbst willen

      • wayne_inter sagt:

        Also erstmal ging es in meinem Beitrag allein um die Vorteile solcher Aktionen z.B. schwierigere Repressionsmöglichkeit durch den Staat. Zweitens sollte jedem Menschen schon nach Besuch der Kita schon klar sein, dass Rebellion (ziviler Ungehorsam) ohne Grund immer nach hinten losgeht. Und drittens meine ich, wenn ich von Anarchismus und Hedonismus rede/schreibe niemals die Begriffsverklärung und -umdeutung, wie sie durch die Medien betrieben wird und somit Eingang in die Umgangssprache gefunden hat. Sondern beziehe mich auf anerkannte Strömungen in der politischen bzw. Moralphilosophie.

        Das eine Argumentation Ablehnung verdient, weil sie "linksaussen" ist, ist unter diskursethischen Gesichtspunkten nicht tragbar.

        • Arik sagt:

          "Das eine Argumentation Ablehnung verdient, weil sie "linksaussen" ist, ist unter diskursethischen Gesichtspunkten nicht tragbar."

          Richtig. Und das wurde von mir nicht gesagt, denn für dieses Aussagegehalt hat meinem Kommentar das Wörtchen "damit" oder "deshalb", "deswegen" gefehlt.

      • Hurtz sagt:

        Da kann ich Arik nur zustimmen,

        die Grundidee des Bildungstreiks halten wohl die Meißten für unterstützenswert. Wer will schon Studiengebühren zahlen, was die soziale Schieflage unserer Gesellschaft nur verstärken würde und demjenigen der solche Gebühren über einen Kredit finanzieren müßte eine riesige Hypothek nach dem Studium aufbürden.

        Genausowenig will auch nur ein Student in einem baufälligen Gebäude studieren oder veraltete Literatur in der Bibliothek aufsuchen müßen.

        Zu diesen und weiteren Positionen besteht doch unter fast allen Studenten ein Konsens.

        Wenn es aber darum geht, daß sich anarchistische Gruppierungen oder linksextreme Spinner diese Forderungen einverleiben und denen ein pseudorevolutionären Anstrich verpassen, dann verliert der gute Vorsatz des Bildungsstreiks an Glaubwürdigkeit. Viele Kommilitonen fühlen sich dann abgeschreckt und beteiligen sich aben nicht an dem unterstützungswürdigen Bildungsstreik!

      • wayne_inter sagt:

        "Bleibt ihr bei solchen Statements, wird euch die breite Masse der teilnehmenden Studierenden nicht erhalten bleiben….."

        Wie schon gesagt, ich erklärte nur den Vorteil einer bestimmten Aktionsform. Wie du aus meinem Kommentar herausliest, dass sich die Organisator_innen der Bildungsstreikaktionen zu Anarchie und Hedonismus bekennen ist mir nicht ersichtlich. Du scheinst eine ziemlich große Angst davor zu haben, dass sich undogmatische Linke am Protest in Greifswald beteiligen, um diesen für Systemkritik zu nutzen.

  11. Arik sagt:

    An SDS, Jusos und Co: Wider dem "Elitestreik" http://bit.ly/3LxOjJ

    • blah sagt:

      Genau die 68er waren das Böse und Geldverlosungen für Vollversammlungen sind das Gute. Es lebe die lifestyle-generation, Farbe bekennen ist out.

    • wayne_inter sagt:

      Ich weiss ja, dass du die Bildungsstreikaktionen (inkl. der Besetzung) unterstützt (hast). Wenn du dir die Zeit genommen hättest, dich auch inhaltlich zu beteiligen, wäre dir aufgefallen, dass bisher fast auschließlich die Fraktion der Pragmatiker in Erscheinung getreten ist. Die "Dogmatiker" haben sich bisher auf strukturelle Unterstützung (z.B. VoKü) beschränkt. Am deutlichsten wird der Pragmatismus der sich am Bildungsstreik beteiligten Gruppen durch hierarchische Strukturen während der Versammlungen.

      Also Arik, du kannst unbesorgt bleiben, auch wenn in ganz Europa die Revolution ausbricht, dauert es in MV noch 100Jahre, bis davon hier was ankommt.

      • Arik sagt:

        Ich bin unbesorgt aber nicht unwachsam ;-) An der HU hat es wohl nicht lang gedauert, bis sich Dogmatiker wieder genommen haben, was scheinbar nur ihnen zusteht.

        • wayne_inter sagt:

          Berlin ist nun mal so ein Moloch der Postmoderne, wo alles hundert Jahre früher passiert. Wen wundert es schon, dass dort mehr Menschen die Schnauze voll davon haben an Symptomen rumzudoktern, wenn man das Kind auch beim Namen nennen kann. Der Kapitalismus ist gerade in einer multiplen Krise und dies macht es sicherlich einfacher ihn in Frage zu stellen und sich nach Alternativen umzusehen. Denn entgegen vieler Behauptungen, gibt es kein Ende der Geschichte.

          • Arik sagt:

            Ich komme aus Berlin.

            Berlin ist heute mehr denn je ein Moloch der Interessen, die an den anderen nicht interessiert sind. Berlin ist nicht toll, weil es kombinierte Talente vereint und etwas neues, gemeinsames entstehen lässt.
            Berlin scheint heutzutage nur toll, weil es scheinbar allen alles ermöglicht und auch alle nötigt, sich in einer krassen Konkurrenz untereinander zu behaupten. Nur wenige Städte in Deutschland oder Europa sind kapitalistischer und weniger sozial als unsere krass überschuldete Hauptstadt.

  12. LAN sagt:

    @Arik:
    Schön und ?
    Hier ein Zitat aus dem Artikel : "Nichts zu machen, ist auch keine Lösung." Nimm dir ein Beispiel an Leva und bring dich in den Diskurs mit ein, wenn es dir in Greifswald zu Dogmatisch zugeht.

  13. Arik sagt:

    "Du scheinst eine ziemlich große Angst davor zu haben, dass sich undogmatische Linke am Protest in Greifswald beteiligen, um diesen für Systemkritik zu nutzen."

    Ich halte es für möglich, sogar ziemlich wahrscheinlich, und der Sache nicht dienlich.

  14. EinStudent sagt:

    Armselig…. Weil wir für Bildung für alle sind blockieren wir die Hauptverkehrskreuzung und behindern Leute die Ja, und wenn dann die Polizei kommt schlägt einer von uns auch noch um sich damit wir dann nachher von vehementer Polizeigewalt sprechen können! Schönes Ding, so macht man's, Leute! Wir haben zwar noch keinen Cent selber verdient, aber blockieren schon mal den Arbeitsweg anderer Leute um an mehr Geld zu kommen!

    • Marco_Wagner sagt:

      Na da hat EinStudent wohl einiges nicht verstanden.
      Zum Beispiel, was mit der Straßenblockade ausgedrückt worden ist.

      Ich fand die Aktion gut! Klar wurden die Arbeitswege blockiert. Aber genau das sollte ja auch gezeigt werden: Wenn man nicht in Bildung investiert, geht die Wirtschaft den Bach runter. Und zwar unabhängig von zyklischen Krisen des Kapitalismus.

      btw. Die meisten StudentInnen dürften mittlerweile selbst Geld verdient haben:
      Mindestens die Hälfte aller männlichen Studenten via Bundeswehr/ Zivildienst und FSJ
      Ein Großteil aller weiblichen Studenten via FSJ.
      Zahlreiche StudentInnen müssen sich sogar Geld nebenher verdienen. Also dass noch kein Cent verdient wurde, aber bereits für bessere Bildung (das muss nicht immer mit mehr Geld einher gehen. Man kann auch mehr Geld für Bildung ausgeben, indem man zB den Verwaltungsapparrat aufbläht…ohne dass sich dadurch etwas an der Bildung ändert) demonstriert wird, ist somit nicht richtig.

    • ret marut sagt:

      Bildung kommt nicht von BILD-Zeitung, werter EinStudent!

      • EinStudent sagt:

        Die armseligste Art zu diskutieren: Der andere ist zu blöd (= Bild)! Aber Bildung hat erstens auch nichts mit "Neues Deutschland" oder "junge welt" zu tun, werter ret marut und wer zweitens nicht einmal wie etwa dein Vorgänger auf Kritikpunkte eingeht ist allemal BILD-konform. Begreif die BILD als Freund auf deinem Argumentationsniveau!

        Und zu Marco Wagner: Du hast ja schon selbst festgestellt – der Glaube mehr Geld = bessere Bildung ist ein Irrglaube. Und genau deshalb lehne ich die Proteste ab: Mehr Geld für alles ist einfach platt. Strukturkritik wie bez. Bologna halte ich dagegen durchaus für berechtigt. Aber die Instrumentalisierung der "Bildungsstreiks" gerade durch linke Parteien die unter Rot-Grün die Kaputtsparung des Bildungswesens beschlossen haben, führt diese regelmäßig ad absurdum. Es wäre Zeit für eine echte Kritikbewegung, die mehr kann als das Audimax zu besetzen, dort Filme zu gucken und zu brunchen oder sich als "Opfer von Polizeigewalt" zu stilisieren.

        • Marco_Wagner sagt:

          Beim Bildungsstreik wird ja nicht mehr Geld für Bildung gefordert.
          Auf dem Flyer der Greifswalder Gruppe steht:
          - Keine Kürzungen im Bildungsbereich durch das Land.
          Kürzungen hätten zur Folge, dass Dozenten, wissenschaftliches Personal und Verwaltungsangestellte entweder flächendeckend Lohnkürzungen hinnehmen müssten, oder aber bei der Verwaltung gespart werden müsste. Und zur Univerwaltung gehört zB auch das Sekretariat. Gerade das im Historischen Institut ist am Studentenfeindlichsten. Es hat für Studenten gerade mal einmal in der Woche geöffnet (also je einmal das S. für Mittelalter und einmal für Neue Geschichte).
          - Erhalt aller Lehramtsstudiengänge
          Diese Forderung bezieht sich auf die Ausdünnung im Lehramt der Uni Greifswald (Wegfall der Nawi-Lehrämter und Wegfall der Sportwissenschaft und Neuerdings auch der Musik)

        • Marco_Wagner sagt:

          - Keine versteckten Studiengebühren z.B.: für Verwaltung
          - Mehr bezahlbarer Wohnraum
          In Greifswald gibt es durch Kürzungsmaßnahmen des Landes MV die wenigsten Wohnheimplätze auf die Menge der Studenten bezogen. So ist unter Anderem die Wohnheimanlage Fleischerwiese bis heute noch nicht fertig gestellt (wg. der Kürzungen)
          - Master für Alle
          - Optimale Bildung braucht Personal.
          Das sind nur einige Forderungen. Alle zehn Forderungen, die während der Besetzung beschlossen worden sind kannst du auf ihrer Seite nachlesen.

          • Ehemaliger sagt:

            Als Absolvent der EMAU verfolge ich interessiert den Bildungsstreik. Einige oben angeführte Kritikpunkt muss ich allerdings relativieren:

            1. Einführung Bachelor und Master – Ich kann mich an keine großen Proteste erinnern, als das Ganze eingeführt wurde, denn schon da war absehbar, wohin dieser europäische Einheitsbrei führt. Vielleicht fehlte auch einfach die praktische Erfahrung? Ich bin froh, dass der Kelch an mir vorbei gegangen ist. Bei aller Kritik an diesem System hat mir meine Schwägerin aber gerade bewiesen, das ein Bachelorstudium sogar mit Familie (zweites Kind während des Studiums) zu schaffen ist.

        • Marco_Wagner sagt:

          Noch eine Anmerkung:
          Während der Audimaxbesetzung wurden nicht nur Filme geguckt und gebruncht. Es wurde auch gearbeitet. So wurde während der Besetzung der Forderungskatalog ausgearbeitet, der sich u.a. bei den Forderungen des Bildungsstreiks wieder findet.
          Besonders positiv zu erwähnen ist, dass die Besetzer sich nicht nur auf die Hochschulverhältnisse beschränkt haben, sondern auch auf das Regelschulwesen eingegangen sind ("Optimale Bildung braucht Personal").

          Insgesamt wurde gerade sehr viel in den Plenarsitzungen über die Formulierungen der Forderungen diskutiert und schlussendlich auch beschlossen. Es ging darum, wie es in Zukunft weiter gehen soll usw. Also ein eindeutiger Wille zur Verbesserung des Bildungssystems war und ist erkennbar und es wird auch deutlich, dass die BesetzerInnen keine 68er-Veranstaltung nachspielen, sondern ihre Ziele erreichen wollen und dafür auch arbeiten (siehe Plenum morgen…)
          Die Filme und das Brunchen war eine Art kulturelles Rahmenprogramm und bildeten nicht den Schwerpunkt der BesetzerInnen.

          • EinStudent sagt:

            "Die Filme und das Brunchen war eine Art kulturelles Rahmenprogramm und bildeten nicht den Schwerpunkt der Arbeit der BesetzerInnen."

            Wahrscheinlich eher Anreiz ein paar mehr Leute ranzuholen à la Gewinnspiel bei Vollversammlungen…

            Und über "Beim Bildungsstreik wird ja nicht mehr Geld für Bildung gefordert. " kann man ja wohl nur lachen: Hier die Punkte, die Marco aufgezählt hatte und die zu fast alle mehr Geld in verschiedenen Formulierungen fordern:

            - Keine versteckten Studiengebühren z.B.: für Verwaltung: Kürzungen haben stattgefunden, um Gebühren auszuweichen, muss also vom Land MEHR GELD kommen.

            - Mehr bezahlbarer Wohnraum: Kann nur durch Einsatz von MEHR GELD geschaffen werden.

            - Master für alle: Einer der wenigen Punkte, in denen ich mitgehe, auch wenn das tatsächlich MEHR GELD kostet. Besser wäre es natürlich gewesen, den Master gar nicht erst einzuführen, aber das steht ja nicht zur Debatte.

            - Erhalt aller Lehramtsstudiengänge: Bleibt die Frage, ob nach der bereits geschehenen teilweisen Verlagerung nach Rostock nicht eine Uni, die alles und nicht nur Gehackstückel für Lehrer anbietet, in Greifswald ODER Rostock sinnvoll wäre.

            - Optimale Bildung braucht mehr Personal, also MEHR GELD

            Nicht, dass man nicht mehr Geld fordern dürfte oder sollte. Aber aus den Forderungen höheres zu stilisieren als sie sind halte ich für sehr wenig sinnvoll.

          • ret marut sagt:

            Sorry, aber wieder so ein krudes Zeug von Dir.
            1. Nach mehreren Stunden Plenum und Arbeitsgruppe dürfen die BesetzerInnen doch wohl gemeinsam etwas essen oder einen Film schauen. Und wenn zu diesem Anlaß noch andere Studierende kommen , die sich bis dahin nicht an der Besetzung beteilgten, und sich die Besetzung ansehen, dann ist das doch ein sehr positiver Nebeneffekt.

            2. "Keine versteckten Studiengebühren z.B.: für Verwaltung: Kürzungen haben stattgefunden, um Gebühren auszuweichen, muss also vom Land MEHR GELD kommen." – Studiengebühren werden andernorts nicht erhoben, damit mehr Geld für Bildung da ist, sondern um den allgemeinen Landessäckel zu füllen. Eine finanzpolitische Zweckbindung solcher Gelder allein für den Bildungsetat gibt es nicht.
            Die Kürzungen (über 600 Stellen an den Hochschulen in MV gekürzt bis 2017, siehe aktueller Stellenkorridor) beruhen auf ganz anderen Gründen. Ich zitiere mal aus der PM des Senates der Uni Greifswald vom Februar 2005:
            "Die Vorgaben aus dem Personalkonzept weisen nicht den geringsten Bezug zu den Entwicklungsplänen der Hochschulen auf, sondern haben nach dem Erlaß ihre Basis in einem "einwohnerbezogenen Vergleich zum Land Schleswig-Holstein", woraus sich ein "Stellenüberhang von ca. 1.260 Stellen" ergäbe. In den Beratungen hätte das Ministerium durchsetzen können, die "Reduktionsrate auf 600 Stellen" zu begrenzen. Der Senat sieht darin keinen "Verhandlungserfolg" des Ministers und insbesondere keinen Anlaß zum Lob, sondern nur die Bestätigung für willkürliches und nicht gesetzeskonformes Vorgehen. Im sog. Benchmark-Report von Prof. Dr. Seitz (vgl. http://www.lrh-mv.de/) werden die Hochschulen sinnigerweise gleich neben die "Spaßbäder" (s. S. 8) gestellt, und es wird zudem noch die seit mehr als vierzig Jahren nachweislich falsche These wiederholt, daß der Hochschulbereich "besonders demographiesensitiv" (S. 89) sei. Aussagen zu einem Personalüberhang bei den Hochschulen finden sich dort nicht." ( http://idw-online.mobi/mobile/en/news101282 )

            3. Daß das Plenum in seinen Forderungen "Höheres stilisiert" hätte, kann ich nicht erkennen. Die Forderungen sind recht pragmatisch und entsprechen dem Bewußtseinsstand der Greifswalder Studierenden. (An anderen Hochschulen sind die Studierenden etwas weiter, aber dort gibt es dann auch eine gewachsene Tradition sozialen und studentischen Protestes.)

          • Marco_Wagner sagt:

            Richtig. Alle Punkte haben mit mehr Geld zu tun.
            Es ist aber ein Unterschied, ob ich sage: Mehr Geld für die Unis!
            Oder aber ob ich sage: Mehr Geld um mehr Personal einzustellen! usw.usf.
            Bei der ersten Aussage kann das Land entscheiden, wofür es das Geld ausgibt. Im zweiten Fall sind es ganz konkrete Forderungen.

          • Marco_Wagner sagt:

            Übrigens ist es Aufgabe des Landes MV die Bildung so zu finanzieren, dass die Absolventen der Schulen und Hochschulen bestmöglich qualifiziert sind. Und das geht nun mal ohne Geld oder durch latente Einsparmaßnahmen nicht.
            Sowohl das Land MV, als auch die meisten anderen Bundesländer sowie die Bundesregierung, haben der Bildung in den vergangenen Jahrzehnten (!) eindeutig zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Pisa und diverse Amokläufe, teilweise katastrophale Verhältnisse an Hauptschulen sollten wohl als Belege ausreichen.
            Des weiteren gibt es in Greifswald im Vergleich zu anderen Unistädten mit gleicher Studentenzahl deutlich weniger Wohnheimplätze. Der Mietspiegel ist einer der höchsten in ganz (Ost-) Deutschland. Und die WVG oder WGG sehen trotz konstanter Bevölkerungszahl keinen Anlass ihre Wohnungsbaupolitik (Abriss von leerstehenden Wohnungen – obwohl der Leerstand bei unter 10% liegt) grundlegend zu ändern.

          • Ehemaliger sagt:

            Andere Städte mit vergleichbaren Studentenzahlen sind aber vielleicht auch größer? Mal darüber nachgedacht? Da sind wir genau bei dem, was ich oben angesprochen habe. Kann eine Stadt wie Greifswald soviele Studenten zu vernünftigen Bedingungen unterbringen? Und die alten Plattenbauten müssen nunmal irgendwann modernisiert oder rückgebaut werden, je nachdem was wirtschaftlicher ist. Oder willst du die Vermieter zwingen, Wohnheime bzw. extra Wohnungen für Studenten zu bauen.

            Führe bitte diverse Amokläufe nicht als Beleg für gescheiterte Bildungspolitik an. Das verhöhnt sowohl die Opfer, als auch die Arbeit der Pädagogen. Dafür gibt es jede Menge andere Erklärungsversuche, aber die Schuld auf die Bildungspolitik zu schieben, ist ein bißchen einfach und falsch. Genau sowenig ist das deutsche Waffenrecht daran Schuld oder die Waffenhersteller.

          • Marco_Wagner sagt:

            Die Amokläufer sind nicht DER Beleg für die Bildungsmisere. Allerdings hatte zumindest der in Erfurt etwas mit dem Bildungssystem zu tun.
            Das verhöhnt keine Opfer oder Arbeit der PädagogInnen. Zumal diese ja weder etwas für den Amoklauf, noch etwas für die Finanzierung und Ausgestaltung des Bildungssystems können.
            Denn man sieht den wenigsten Amokläufern an, dass sie demnächst einen Amoklauf machen.

          • Marco_Wagner sagt:

            Mit allen Zweitwohnsitzen zählt Greifswald heute 60000 Einwohner. Vor zwanzig Jahren waren es 66000. Dass Greifswald kaum noch mehr Studenten aufnehmen kann, liegt also in erster Linie an der fehlgeleiteten Wohnungsbaupolitik der WGG und WVG (Gebäuderückbauten, Wohnungsrückbauten, die bei Verringerung des Leerstandes und steigender EW-Zahl die Mietpreise in die Höhe treiben und für Studenten unbezahlbarer machen)

          • Staatsanwalt sagt:

            Die Rückbauten sind eine Folge des Gesetzgebung (Altschuldenregelung, Mietüberleitungsgesetz) der Regierung Kohl, um das öffentliche Eigentum dem Dikat des Kapitals zu unterwerfen. In einer Studie der HU Berlin, kann man lesen:

            "Die Kommunen und die Wohnungsunternehmen stehen dabei vor der Aufgabe, die Großwohnsiedlung – als Produkt des Städte- und Wohnungsbaus der DDR – in die freie Marktwirtschaft zu überführen und als attraktiven Wohnstandort für breite Schichten der Bevölkerung zu entwickeln. Entscheidend ist dabei, in welchem durch den institutionellen Kontext bestimmten gemeinsamen Bezugsrahmen die Akteure handeln und wie sie durch institutionelle Regeln in ihren Entscheidungen befähigt und beschränkt werden. Mit der Wiedervereinigung verbunden war die Anerkennung aller administrativen Regelungen durch den Einigungsvertrag, die nicht nur eine Überleitung von Bundesrecht, sondern auch beitrittsbedingte gesetzliche Neuregelungen mit sich brachte (vgl. Der Einigungsvertrag 1990). Mit dem Gesetz zur Überleitung preisgebundenen Wohnraums im Beitrittsgebiet in das allgemeine Miethöherecht vom 06.Juni 1995 – Mietüberleitungsgesetz – erfolgte entsprechend dem Einigungsvertrag eine schrittweise Anpassung an das bundesdeutsche Vergleichsmietensystem, welches in Abhängigkeit von bestimmten sanierungsbedingten Voraussetzungen den Wohnungsunternehmen ermöglichen sollte, unter marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten zu wirtschaften (vgl. Bundesgesetzblatt 1995, Mietüberleitungsgesetz: 748-751).
            Mit der Übereignung des ehem. volkseigenen Wohnungsbestands an Wohnungsbaugesellschaften und -genossenschaften verbunden, war die Übernahme der auf diesen Beständen lastenden Altschulden. Sie resultieren aus dem Wohnungsbau der DDR, einem in sich Geschäft zwischen der DDR-Staatsbank und den nicht selbständigen Kommunen, deren finanzielle Angelegenheiten letzten Endes über den Staatshaushalt finanziert wurden. Diese Verbindlichkeiten wurden im Zuge der Währungsunion zu realen Bankschulden, die auf den neuen kommunalen und genossenschaftlichen Wohnungsunternehmungen lasteten.
            Bei Inanspruchnahme des Altschuldenhilfegesetzes von 1993 durch die Wohnungsunternehmen wurden die Altschulden auf 150DM/qm Wohnfläche gekappt. Im Gegenzug mussten sich diese verpflichten, die übrigen Altschulden einschließlich der aufgelaufenen Zinsen anzuerkennen und darüber hinaus 15 % ihres Wohnungsbestands mit 15 % der gesamten Wohnfläche innerhalb von 10 Jahren zu privatisieren. Mit der zweiten Novellierung vom 28. August 2000 wurden auch Ausgleichszahlungen (200 DM/fehlender qm) rechtsverbindlich möglich, um alle bis dahin noch nicht durchgeführten Privatisierungsauflagen zu erfüllen. Gleichzeitig trat die Härtefallregelung in Kraft, durch Abrissmaßnahmen den zu privatisierenden Bestand zu verringern (vgl. Bundesgesetzblatt, Gesetz über Maßnahmen finanzieller Erblasten: Novellierungen von 1993/1996/2000). "

            Danke CDU! Vielleicht ist es an der Zeit endlich aufzuklären, von wem Kohl bestochen wurde, Frau Meisteraufklärerin Merkel.

    • Ich glaube wenn sich Leute in einer demokratischen Gesellschaft von ihrem politischen Recht auf Meinungskundgebung gebrauch machen, sollte man das nicht in eine linksextreme Ecke stellen.

      Natürlich hätte auch diese Aktion besser wirken können – trotzdem finde ich das Video hier nicht passend. Es bringt die Leute in Misskredit, die sich ehrlich engagieren wollen.

      • ret marut sagt:

        "Es bringt die Leute in Misskredit, die sich ehrlich engagieren wollen." – Wie kann die Pariser Commune 1871 irgendwenn in "Mißkredit" bringen, zumal Bildungsstreikende 2009???

      • egal sagt:

        In Misskredit bringst du dich erstmal selbst, weil du den Stempel, den die Herrschenden irgendwelchen AktivistInnen aufdrücken, unreflektiert reproduzierst.
        Dein "sich engagieren wollen" nervt einfach nur noch, weil du ein hemmungsloser Opportunist bist. In jeder zweiten Äußerung von dir spürt der Leser, dass du die systemtreue Gehirnwäsche mit der Muttermilch aufgesogen hast. Wer nicht bereit ist zu begreifen, dass der Fehler im System selbst steckt, nimmt sich selbst die Möglichkeit, die ständige Wiederholung des Fehlers zu stoppen.

  15. LAN sagt:

    @ Ein Student

    ICh habe mir schon oft überlegt, was Menschen wie du mit " geht doch erstmal arbeiten" sagen wollen und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass ich mir die falsche Frage gestellt habe, weil ihr nichts zu sagen habt. Wäre es anders, würdet ihr nicht solche völlig sinnentleerten Sprüche loslassen.

    • EinStudent sagt:

      Zu einem ähnlichen Entschluss bin ich bezüglich des Bildungsstreiks schon lange gekommen. Sinnentleerte Sprüche à la "Mehr Geld für alles", "keine Gebühren auch wenn noch gar keine eingeführt sind" etc. braucht man eben eigentlich auch nicht zu hinterfragen. Und was ich mit meiner Aussage lediglich ausdrücken wollte, war, dass es als Student leicht gesagt ist, dass mehr Geld für alles her soll, insbesondere für weitere spaßige Audimax-Besetzungen. Aber einer ernsthaften Diskussion und Lösung hilft das nicht weiter!

  16. howard carpendale sagt:

    audimax in rostock besetzt: http://bit.ly/QO1rU und http://bit.ly/4vDXN2

  17. ret marut sagt:

    Hier mal ein Link zu einem Artikel von Besserscheitern zum Bildungsstreik in Rostock: http://besserscheitern.wordpress.com/2009/11/18/u

    (Kommt eigentlich nicht so oft vor, daß ich mal einen Besserscheitern-Beitrag verlinke, aber diesmal ganz lesenswert.)

  18. ret marut sagt:

    … für die Lesefaulen: Mit Bildern!!!

  19. [...] (LKS) mit den Aktivisten und auch mit dem bundesweiten Bildungsstreik, der mit dem gestrigen Aktionstag seinen offiziellen Anfang nahm. Auch mit dem AStA haben sich die Protestler offenkundig versöhnt, [...]

  20. ret marut sagt:

    Ich bin dann mal gespannt auf Deine Kritik-Bewegung. ;)
    Wird sicher ein durchschlagender Erfolg, wo es doch alles so durchdacht und leicht vermittelbar ist. ^_^

  21. ret marut sagt:

    "Aber einer ernsthaften Diskussion und Lösung hilft das nicht weiter! " – Na dann steig mal ein in die ernsthafte Diskussion!
    Bisher kam ja nur ein Hagelschlag recht unausgegorener Kritik von Dir. Vielleicht mal was Konstruktives zur Abwechslung?

  22. Arik sagt:

    Bist du nur nach Greifswald gekommen, weil du Trollfische magst?

  23. ret marut sagt:

    Deutschland und Österreich befinden sich im Bildungsstreik – und der RCDS steht abseits!
    Wer mal einen Blick ins Paralleluniversum z.B. des RCDS Bayern tun will, sei auf diese RCDS-Pressemitteilung verwiesen: http://www.peter-schlecht.de/index.php?option=com

    Daraus:
    „Die Proteste auf den 17. November zu legen, wie die gleichnamige marxistische Untergrundorganisation, zeigt doch, woher der eigentliche Wind weht“, erklärt der 26-jährige Physikstudent, „Probleme in dem Bachelor-Studiengängen sind für die Antreiber der Proteste nur der Vorwand um Mitläufer zu finden. Sie versuchen nicht nur die so dringend nötigen Studienbeiträge wieder abzuschaffen – was verheerend wäre für unsere Hochschulen – sondern träumen von einer Pseudo-68er-Revolte und einer Neomarxistischen Umwälzung unserer Gesellschaft. Dagegen müssen wir uns mit aller Kraft wehren!“
    - Jaja, der ganze Bildungsstreik nur ein Komplott marxistischer Untergrundorganisationen, die in ihrer Pseudo-68er-Revolte die notwendigen Studiengebühren abschaffen und neue marxistische Kader rekrutieren wollen, um dann umgehend zur neomarxistischen Umwälzung überzugehen. *lol* – Ob da wohl vor dem Abfassen der Pressemitteilung bewußtseinserweiternde Substanzen eingenommen wurden? Aber vermutlich meinen die das sogar ernst in Bayern. ^_^

    • Marco_Wagner sagt:

      Zumal der letzte Bildungsstreik am 17. Juni stattfand. Nach der Argumentation des RCDS-Bayern hätte es sich ja dann auf einmal um eine Veranstaltung in der Tradition des 17. Juni 1953 handeln müssen.
      Nur dann wäre es eindeutig kein marxistisches Komplott mehr…
      Hm…irgendwie die falsche Begründung für eine Ablehnung der Streikaktionen vom RCDS Bayern.

      Da Lob ich mir die Positionierung der Greifswalder RCDS-Gruppe, die zwar nicht unbedingt mit den Aktionsformen konform geht, aber inhaltlich die Forderungen unterstützt und nicht so einen Unsinn schreibt, wie ihre bayerischen Kollegen.

      • ret marut sagt:

        Wäre mal interessant, wie der RCDS Greifswald zu den Äußerungen des RCDS Bayern steht. Aber Konrad und Ivo werden wahrscheinlich den Teufel tun, das zu kommentieren.

  24. Gibt auch einen sehenswerten TV Beitrag vom NDR-Nordmagazin zur Bildungsstreik-Aktionen:

    http://www1.ndr.de/mediathek/index.html?media=nor

    (Man muss einmal auf den großen Button in der Mitte drücken, dann öffnet sich ein Fenster – falls es unterdrückt wird, den Pop-Up-Unterdrücker deaktivieren. Im Fenster ist dann gleich der richtige Beitrag aktiv).

    • ret marut sagt:

      Unter http://www.youtube.com/watch?v=6f6ZYyKpPOI gibt es den NDR-Beitrag auch. (Ist vielleicht etwas leichter vom Handling her.)

      G-TV hat in seinem Beitrag hier auch etwas zum Flashmob/Smartmob gebracht: http://www.greifswald-tv.de/index.php/MediaThek-a

      Echt schade, daß der Protest als reiner Hochschulprotest wahrgenommen wurde. Die Situation in den Schulen sieht ja ebenfalls nicht gerade rosig aus. Aber es fehlt halt derzeit an einer Organisierung an den Schulen, also an Leuten, die dort auch Protestaktionen anschieben. In anderen deutschen Städten läuft das weitaus besser.

  25. Ehemaliger sagt:

    2. Mehr bezahlbarer Wohnraum – Ich habe von 1992 – 1997 sowohl in der Brandteichstraße als auch in der (unsanierten) Makarenkostrasse (Heim II) gewohnt. Deswegen kann ich hier teilweise nur den Kopf schütteln. Anfangs noch zu zweit in einem Zimmer (durchaus lustig) mit Gemeinschaftsdusche und – küche, die kaum als solche zu bezeichnen waren. Die ehemaligen Bewohner der Fleischerwiese können wohl noch mehr Geschichten erzählen. Schon zu meiner Zeit hieß es zu jedem Semester, wo sollen all die Studenten hin – da waren wir 5000! Jetzt sind es 12000 in einer 50000 Einwohner zählenden Stadt (ohne Umland, Nebenwohnungen und Studenten). Schon beim Betrachten der blanken Zahlen dürfte das Grübeln beginnen, wie eine Stadt das wohl meistern soll. Jede Infrastruktur stößt irgendwann an ihre Grenzen.

    3. Baulicher Zustand der Uni – hier verweise ich auf Punkt 2. 1992 war ganz Greifswald noch ein Trauerspiel. Es hat sich schon eine Menge getan. Das heißt natürlich nicht, dass nicht noch eine Menge zu tun ist. Verschärft wird auch diese Situation durch die ständig steigende Studentenzahl (zu wenige und zu kleine Hörsäale).

  26. Ehemaliger sagt:

    4. Optimale Bildung braucht Personal – Unbestritten! Nur kostet das unheimlich Geld, was dann eben nicht für Baumaßnahmen zur Verfügung steht. Auch hier kommen wir wieder zur Studentenzahl – die hohe Zahl entschärft die Situation nicht gerade.

    5. Studiengebühren – Gibt es zum Glück in HGW noch nicht, was aber auch zu einem Teil zu steigenden Studentenzahlen und zu obigen Problemen führt. Eine Solidarisierung mit anderen Unis macht deshalb Sinn, um vielleicht den Run auf Greifswald einzudämmen (nichts gegen viele Studenten, aber Probleme s.o.).

    Das ist es, was mir so auf die Schnelle einfällt. Hier Lösungen zu finden, ist sicherlich nicht einfach. Allerdings kann das weder die Uni selbst, die Stadt oder das Land MV alleine. Am allerwenigsten allerdings unbeteiligte Dritte.

  27. Bildungsstau auf der Europakreuzung – Nachlese…

    Nach der gestrigen Protestaktion auf der Europakreuzung sind inzwischen noch mehr Berichte, Fotos und Videobeiträge veröffentlicht worden, auf die ich an dieser Stelle hinweisen möchte.
    Moritz TV hat in ungewohnter Schnelligkeit einen Kurzbeitrag pr……

  28. Schrottkopf sagt:

    Wer in Uniform auftritt vertritt dieses System – eben jenes System was diesen Bildungsstreik erst nötig macht. Handgreiflichkeiten von Seiten der Polizei sind deshalb auf keinen Fall hinzunehmen, egal was dem vorausgegangen ist.

    Würde der Staat die Wohlhabenden stärker besteuern gäbe es genug Geld für Bildung und keinen Grund Studiengebühren einzuführen. Außerdem hätten die reichen dann keine Kohle ihre Sprösslinge in den Burschenschaften finanziell zu unterstützen. Zwei Fliegen mit einer Klappe erlegt!

    Es ist überhaupt interessant dass sich die Burschis zu diesem Bildungsthema gar nicht äußern. Entweder interessiert sie Bildung nicht (Hauptsache noch Bier da), oder sie äußern sich nicht weil sie eigentlich gegen den Bildungsstreik sind. Letzteres würde auch nicht überraschen, schließlich würde eine tiefgehende Bildung der Massen das Ende von Markomannia, Marchia & Co bedeuten.

    Wie dem auch sei – die Aktion Europakreuzung ist ausbaufähig.

  29. ullbri sagt:

    Schrottkopf hat vollkommen recht. Alle Menschen die dieses System vertreten, vertreten das Unrecht. Es gab wohl in der Geschichte selten eine Gesellschaft, die so unfrei leben musste wie die unsere. Der Staat lässt sogar die Nazis von der NPD Wahlkampf machen. Da zeigt sich doch, dass es sich um einen Unrechtsstaat handelt. Und Burschies sollte das Studieren verboten werden, ach was sag ich, CDU-Wählern sollte das Studieren auch verboten werden. Nur in einem solchen Unrechtsstaat wie dem unseren kann es möglich sein, dass alle Menschen studieren dürfen. Uniformierte, Staat und Burschies müssen erledigt werden, erst dann wird wahre Freiheit herrschen. In einer Sache irrt Schrottkopf aber, es geht nicht darum den Reichen die Kohle wegzunehmen, so dass alle gleich reich sind. Das Ziel muss es sein, die Verhältnisse umzukehren. Alle die jetzt reich sind, müssen in Zukunft arm sein. Alle die jetzt arm sind müssen reich sein. Alle die jetzt mächtig sind, gehören unter die Knute. Und alle die jetzt keine Macht haben, denen ist die Knute in die Hand zu geben. Jawoll!

  30. [...] hatte in den vergangenen Wochen unter anderem mit der Besetzung des Audimax und einem Flashmob auf der Europakreuzung auf sich aufmerksam gemacht. Vor einem halben Jahr hatten an der Demonstration rund 300 Schüler [...]

  31. [...] dies dennoch nicht das Ende der Aktionsgruppe war, zeigte ein Flashmob an der Europakreuzung, an dem sich unmittelbar nach der Besetzung etwa 300 Menschen beteiligten. Die Polizei war mit dem [...]

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