Seit Montagnachmittag halten Studierende der Greifswalder Universität einzelne Hörsäle im Auditorium Maximum besetzt. Die Uni-Leitung toleriert die Protestaktion für bessere Studienbedingungen weiterhin.  Am Dienstagabend hatte Herr Naujock (Leiter des Referats für Allgemeine Angelegenheiten der Universität) noch angekündigt, dass es am Mittwoch möglicherweise zur Räumung kommen könne. Als heute morgen seitens der Verwaltung einige Stellwände der Besetzer aus dem Foyer geräumt wurden, sah man dies als erste Zeichen eines Protestendes.

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Die Besetzer sehen sich in guter Tradition.

Schließlich stellte sich jedoch heraus, dass der Eingangsbereich für eine Brandschutzübung geräumt wurde, die die Universität seit Monaten geplant hatte. Die Übung war für die sicherheitstechnische Abnahme des vor Kurzem sanierten Gebäudes notwendig. Nach Abschluss der Übung haben die Besetzer den Hörsaal 4 wieder in Beschlag genommen. Die Universitätsleitung ließ mitteilen, der Protest würde vorerst weiter geduldet.

Die Zustimmung der Universität zur Hörsaalbesetzung mag in Teilen mit den Zielen des Streiks zusammenhängen, denn das Forderungspapier der Studenten weist einige Punkte auf, die das Rektorat ähnlich sehen dürfte. Mehr Geld und eine bessere personelle wie strukturelle Ausstattung der Universität – dagegen wird sich kaum jemand aussprechen. Zudem wird der Uni-Leitung nicht entgangen sein, dass die Streikenden sich, verglichen mit anderen besetzten Universitäten, betont kooperativ verhalten. Mehrfach wurde geäußert, es gehe um das politische Signal, man wolle niemanden am Studieren hindern. Ein alternativer Raumplan wurde von den Streikenden aufgestellt um Ausweichmöglichkeit für Vorlesungen anzubieten. Am Mittwoch fand, mangels freier Räume, eine Vorlesung im besetzten Hörsaal statt.

Rektorat kooperiert, AStA distanziert

Während sich das Rektorat zwar nicht selbst blicken lässt, durchaus aber zur Kooperation bereit ist, verhält es sich beim AStA eher andersherum. Gelegentlich lässt sich der ein oder andere Referent blicken, doch wohl eher aus reiner Neugier. Im gestrigen Plenum zum Forderungskatalog waren zwar mehrere studentische Senatoren und einige Mitglieder des Studierendenparlaments anwesend, vom AStA, der „Exekutive“ der Studierendenschaft, nahm allerdings niemand teil. In einer Pressemitteilung hatte man sich am Dienstagnachmittag  von den Vorgängen im Audimax distanziert.

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AStA-Vorsitzende Solvejg Jenssen: "Besetzung ist kein probates Mittel."

Die AStA-Vorsitzende Solvejg Jenssen erklärte: „Die Besetzung eines Hörsaals mit der Einschränkung des Lehrbetriebs halten wir aktuell und lokal für kein probates Mittel, um  Missstände zu beheben“. Dass die Protestler im Audimax, peinlich genau versuchen solche Einschränkungen zu vermeiden, ist wohl noch nicht ins schräg gegenüberliegende AStA-Büro vorgedrungen. Trotz der Teilnahme einiger Parlamentarier gibt es vom StuPa noch keine offizielle Stellungnahme. StuPa-Präsident Korbinian Geiger wollte sich gegenüber dem webMoritz nicht zur Besetzung äußern. Senator und StuPist Sebastian Jabbusch rief sogar via twitter auf die Aktion zu beenden „wenn heute zum Plenum nicht mind. 200 Leute kommen.“

Kaum offizielle Unterstützung

Unterstützt wird die Aktion offiziell bisher nur vom Fachschaftsrat Physik sowie den Greifswalder Gruppen des Sozialistisch-Demokratischen Studierendenverbands (Die Linke.SDS), der Piratenpartei und ihren jeweiligen Hochschulgruppen. Aus der Landespolitik meldete sich bisher nur die bildungspolitische Sprecherin der CDU, Ilka Lochner-Borst, zu Worte und bezeichnete den Protest als „fehlgeleitete Aktion, die nichts mit den tatsächlichen Bedingungen an der Universität zu tun habe.“

Vor allem die kaum vorhandene Unterstützung der eigenen Gremien erschwert den Protestlern auch die Argumentation für ihr Verhalten. Am Dienstagabend erklärte Herr Naujock als Verwaltungsvertreter, dass die Universitätsleitung die Aktion nicht als demokratisch legitimiert sehe. Weder habe man die Rückendeckung der eigenen Organe noch sei eine ausreichende Personenmenge beteiligt um den Streik als basisdemokratisch anzuerkennen.

Zu Spitzenzeiten, am frühen Abend, aber auch während des nachmittaglichen Plenums am Dienstag, hatten knapp hundert Studenten an der Aktion teilgenommen. Zur Nacht hin war die Zahl aber wieder auf ein Dutzend geschrumpft. Am Mittwochmorgen nahmen gut zwanzig Personen am Plenum teil. Die Enttäuschung über die geringe Partizipation der Kommilitonen war deutlich spürbar. Wie lange die Übrigen noch bereit sind durchzuhalten ist unklar.

Die Mobilisierung bleibt das größte Problem der Streikenden. Heute will man noch einmal versuchen Kommilitonen zum Mitmachen zu bewegen. In der Mensa wurden Flyer verteilt, im Audimax wird eifrig Kaffee ausgeschenkt, um mit den Leuten ins Gespräch zu kommen und auch für den heutigen Mittwoch hat man wieder ein Programm aufgestellt. So soll es ab 14 Uhr eine Lesung, ab 18 Uhr eine Filmvorführung geben. Für den Abend plant man ein buntes Kulturprogramm. Das nächste inhaltliche Plenum findet ab 16 Uhr im Hörsaal 5 statt.

Der webMoritz wird euch über die Entwicklungen auf dem Laufenden halten – regelmäßige News auch über unseren Twitter-Account. Über die Ziele und Forderungen des Streiks könnt ihr auch in unserem Forum diskutieren.

Bilder:

Foto Gedenktafel – Carsten Schönebeck

Foto Solvejg Jenssen – Archiv


Comments

  1. André    

    Die Fraktion der LINKEN im Landtag hat sich ebenfalls positioniert

    http://www.linksfraktionmv.de/nc/presse/pressemel

  2. Sebastian Jabbusch    

    Das der AStA sich nicht am Bildungsstreik bzw. an der Besetzung beteiligt ist die eine Sache und irgendwie über die persönliche politische Ausrichtung der Mitglieder / der Vorsitzenden zu erklären. Aber eine Pressemitteilung rauszugeben und den Studenten dort in den Rücken zu fallen, das erwarte ich nicht von einem AStA…

    Zumal der AStA sich eigentlich freuen könnte, da er offensichtlch mit den Forderungen übereinstimmt. Der AStA könnte die Besetzung nutzen, um sich endlich stärker in den politischen Prozess einzumischen. Was hat der AStA denn bisher konkret gemacht? Wo verhandelt der AStA konkret mit der Landesregierung, wenn dies der bessere Weg sein soll? Und wo kann der AStA in diesen Verhandlungen Erfolge aufweisen?

    Ich persönlich hatte ja bereits auch seit gestern angesichts der fehlende Unterstützung die Besatzer intern eher zu einem Abbruch gedrängt. Heute gabs wohl aber wieder mehr Unterstützung.

    So oder so: Eine derartige Pressemitteilung ist völlig unangemessen. Interessant, dass selbst das Rektorat den AStA offenbar nicht ernst nimmt und lieber mit den Besatzern direkt verhandelt. Bitter für unsere "Interessensvertreter"…

    Nochmals: Auch ich bin skeptisch, wie erfolgreich die Besetzer sein können. Aber ihnen in den Rücken fallen und die Studierendenschaft von oben zu spalten, finde ich unfair und enttäuschend.

    1. Mathis    

      Wo warst du eigentlich beim 16:00Uhr-Plenum? Die ASTA-Vorsitzende hat sich erklärt und fand Zustimmung unter den Anwesenden. Auf sie geht auch dii Verhandlung mit dem Rektorat zurück.

      Was der ASTA für die Studierenden tut, kannst du als Mitglied des STUPA doch beeinflussen? Also motz hier nicht rum oder wähl sie ab, DU INTERESSENVERTRETER!

      Kaum ist das absehbar, dass die Besetzung keine 50 man bewegt, verlässt du das sinkende schiff und distanzierst dich von der Besetzung. Weißt du, wie man das zusammenfasst: "Die Ratte verlässt, das sinkende Schiff!"

      1. Sebastian Jabbusch    

        Eine sehr interessante Verkehrung der Realität…

        a) hab ich mich nirgendwo vom Bildungsstreik distanziert? Im Gegenteil: Ich glaube zusammen mit dem SDS, den Jusos und den Grünen gehöre ich wohl zu den StuPisten, die sich sowohl im StuPa, aber auch hier auf dem webMoritz für den Bildungsstreik und auch hier mehrfach für die Audimax-Debatten aussprachen. Ich habe nur seit Dienstag Abend Zweifel an der Dauer des Streiks geäußert.

        b) Beim AStA ist es genau anders herum: Seit Montag weiß man von den Audimax-Debatten und ignorierte sie zunächst. Die "Bildungsstreik Greifswald"-Gruppe wurde sogar unter Druck gesetzt, sich daran nicht offiziell zu beteiligen. Man drohte andernfalls damit die vom StuPa genehmigten 300 Euro nicht auszuzahlen und die Kooperation zu beenden.

        b1.) Am Dienstag distanzierte sich der AStA dann offiziell in einer Pressemitteilung von den Besatzern. Dies führte u.a. dazu, dass das Bildungsministerium erklärten konnte, man glaube nicht, dass die Besatzer die Unterstützung der Studierendenschaft habe.

        b2.) Und jetzt erst – nach immer 48 Stunden – wagt sich die AStA-Vorsitzende den weiter Weg schräg über die Straße.

        == > Es ist gut, dass der AStA jetzt aufwacht und die Audimax-Debatten als Chance wahrnimmt. Als Chance die Studenten für die Vollversammlung zu mobilisieren, als Chance Bildungspolitik zu diskutieren, als Chance politische Symbole zu setzen.

        == > Es ist jedoch schade, dass der AStA dies so spät macht. Noch fehlt auf der AStA-Seite übrigens jeglicher Hinweis auf die Audimax-Vorgänge.

        c) Ich persönlich war am Montag von 16 Uhr bis Abends anwesend. Am Dienstag war ich im Plenum. Ich habe heute mir erlaubt an meiner Hausarbeit zu schreiben…

      2. Sebastian Jabbusch    

        Ich hab übrigens gerade mit jemanden telefoniert, der im Plenum war. Dort hat man sich wohl massiv über die Distanzierung des AStA beschwert… Von einer Solidarisierung des AStA war wohl nicht die Rede…

  3. ret marut    

    "Aber ihnen in den Rücken fallen und die Studierendenschaft von oben zu spalten, finde ich unfair und enttäuschend. " – Um es mal direkt auszusprechen: Das ist ein ziemlich schäbiges Verhalten des Greifswalder AStA.

    In Göttingen wurde übrigens um 14:00 das Verfügungsgebäude (eines der wichtigen Seminargebäude auf dem Göttinger Campus) besetzt, in Bielefeldt und Landau wurden das Audimax besetzt, in Mainz das Atrium Maximum.
    Solidarität mit den Streikenden – Schluß mit den unsolidarischen Diffamierungen durch den Greifswalder AStA!
    Für einen breiten Bildungsstreik!

    1. ret marut    

      Die HU und die FU in Berlin werden mittlerweile auch bestreikt. Ebenso die FH Coburg!

    2. ret marut    

      Besetzungen auch in Würzburg und an der Uni Hamburg!

  4. OliverT    

    Ziehmlich anmaßend, dieses Streikchen in eine Linie mit dem Widerstand gegen ein totalitäres Regime zu stellen. (Foto)

    1. ret marut    

      Ob der Protest gegen eine Militärmedizinische Abteilung an der Uni "Widerstand gegen ein totalitäres Regime" darstellt, möchte ich mal arg bezweifeln.
      Widerstand scheint bei Dir offenbar etwas inflationär im Gebrauch.

      1. OliverT    

        Fast so inflationär wie die Bezeichnung "Besetzer" für mit Billigung der Uni-Leitung im Hörsaal nächtigenden und twitternden Studenten.

        1. Sebastian Jabbusch    

          Es gibt immer nur gebilligte Besetzer… Ohne Billigung würde nämlich geräumt werden.

          Und ich habe noch keine Studentenproteste gesehen, die eine polizeiliche Räumung "überlebt" hätte.

          Mit anderen Worte: Es gibt NUR gebilligte Besetzungen!

        2. OliverT    

          Ich wollte damit ausdrücken, dass es nicht sehr entschlossen aussieht, wenn man erst nach der Billigung der HS-Leitung entscheidet, zu bleiben.

    2. Franz    

      Da kann ich Dir nur völlig zustimmen!

    3. Sebastian Jabbusch    

      find ich auch nicht so passend. Wobei ich vermute, dass die Leute sich nicht mit den Demonstranten damals "gleichstellen" wollen, sondern eher die Erinnerungstafel als Ansatzpunkt nutzen.

      Insgesamt finde ich es auch gut, wenn man in Deutschland nicht jede Gedenktafel als Sakrileg betrachtet würde. Immerhin wird so einmal mehr die Aufmerksamkeit auf die sonst kaum beachtete Tafel gelenkt. den Text fand ich ganz gut – ich musste schmunzeln…

      Trotzdem ist die Kritik nicht ganz unberechtigt…

    4. Marcel    

      Immerhin ist die Tafel wieder frei, gestern abend um 18 uhr war sie noch verhangen – da dacht ich noch: irgendwie absurd.

  5. EMAU-Absolvent    

    Wie wärs mit einem Gewinnspiel? Vielleicht kommen dann mehr? LOL

    Finde gut, daß den „Revoluzzern“ ihre absolute gesellschaftliche Minderheitenposition vor Augen geführt wird.

    Den Selbstvergleich mit den Protesten von 1955 finde ich geradezu grotesk.

    1. ret marut    

      Ich dachte, Du wolltest Dich zur Ruhe setzen.
      Kaum wird das Audimax besetzt, kommen sie alle wieder. 😉

      1. Hurtz    

        Ist der Streit zwischen den Veganern und Vegetarieren geschlichtet worden?

        1. mens_sana    

          Ne, da gabs noch ziemlich Beef! *kalauer*

  6. mens_sana    

    Mir ist zu Ohren gekommen, das es körperliche Auseinandersetzungen zwischen den Campuscampern gab, gibt es dazu Fakten? Pikanterweise im Anschluss an die Frage ob vergetarische Verpflegung als Statement reicht oder ob es vegan sein muss. Sollen auch Burschis da gewesen sein..

    1. Sebastian Jabbusch    

      Ich hab gehört, dass in der Nacht von Montag auf Dienstag ca. 4-6 Mitglieder (u.a.) der Burschenschaft Markomannia da waren. Darunter soll StuPa-Mitglied und Markomanne Christioph Böhm gewesen sein. Die Burschen seien völlig angetrunken gewesen und hätten die Plenumssitzung um Mitternacht nachhaltig durch röpsen, zahllose Provokationen und Lärm gestört. Mangels Hausrecht konnte die Polizei nicht gerufen werden, was die Burschenschaftler lachend zur besten gaben.

      Als die Burschenschaftler (und wohl mind. auch ein Mitglied einer Verbindung) auch nach mehrfachen Aufforderungen nicht gingen, kam es wohl fast zu Auseinandersetzungen mit den Besoffenen.

      Insgesamt störten die Burschenschaftler wohl mindestens bis 4 Uhr nachts. Detaillieres weiß ich aber nicht, da ich nicht dabei war…

      1. Christoph Boehm    

        Sehr geehrter Herr Jabblusch,

        es ist durchaus richtig, dass ich in der Nacht von Dienstag auf Montag für knappe 5h im besetzten Audimax anwesend war. Als Mitglied des StuPa habe ich mich verpflichtet gefühlt mir ein Bild der ganzen Sache zu machen und mit den Beteiligten zu spielen.
        Insbesondere die da noch von mir angenommene Störrung des Lehrbetriebs, die Motivation sowie Zielsetzung, weitere Plannungen und die Wahrung von Sauberkeit und Ordnung in den Uniräumen interressierten mich.
        In den Gesprächen wurden meine sämtlichen Vorurteile ausgeräumt, ich lobte die saubere Umsetzung und bekundete die Aktion defenitiv insofern zu unterstützen, dass ich mich auch öffentlich gegen eine Kriminalisierung des Protestes ausdrücken werde.
        Anschließend blieb ich noch etwas länger, machte bei einer Diskussion mit und beteiligte mich dort durchaus konstruktiv.
        Den von Ihnen indirekt gestellten Vorwürfen des aggressiven Störens verwehre ich mich ausdrücklich!
        Richtig ist auch, dass ich mir vor Ort ein Bierchen gegönnt habe, aber das war ja durchaus von den Veranstaltern zu dieser späten Stunde so gewollt.
        Da sie mehrere Male direkt an mir vorbei liefen, wäre es Ihnen auch sicher möglich gewesen, mit mir zu reden, oder zu erkennen, dass ich sicher nicht stark alkoholisiert war… :-"
        Weiterhin bekam ich von keiner Seite, außer von zwei mir bekannten Mitgliedern der örtlichen Antifa die etwas stichelten, keinerlei negative Äußerungen zugetragen, was mich in meinem positiven Eindruck der Veranstaltung noch bekräftigte.

        Des Weiteren waren zu keinem Zeitpunkt 4-6 Markomannen anwesend, sondern neben mir nur noch ein Bundesbruder, der auch das Gespräch suchte und die Musikbeschallungsliste mitorganisierte, welchen ich dann aber etwas aus den Augen verlor.

        Abschließend bin ich aber mittlerweile froh, dass das ganze doch mehr nach studentischer Protestaktion, als ein reiner Studentenulk aussieht und begrüße neben der professionellen Organisation besonders das besonne Entgegenkommen der Universitätsleitung!
        Ich kann nur hoffen, dass auch inhaltlich etwas erreicht wird.

        Mit freundlichen Grüßen,

        Christoph Böhm

        1. Christoph Boehm    

          Das mit den Beteiligten spielen oben ist bitte durch Beteiligten reden zu ersetzen 😉

      2. Hurtz    

        Entweder sie waren völlig betrunken oder angetrunken, was aber bitte soll ein völlig angetrunkener sein? Ist das jemand, der ein Bier über das Angetrunkensein hinaus getrunken hat aber noch nicht betrunken ist?

      3. rostocker    

        Was ist denn bitte schön röpsen? Selbst Frau Wikipedia kennt den Begriff nicht!! Hat das mit Arndt zu tun?

        1. Hurtz    

          Ja, Arndt röpst und alle anderen MenschInnen rülpsen!

        2. Frau Wikipedia    

          Du lügst:

          Rülpsen

          Rülpsen (Röbsen, Röpsen, Burpsen, Rölbsen, lat. Ructus, engl. eructation) ist das Aufstoßen von Luft aus dem Verdauungstrakt (hauptsächlich aus Speiseröhre und Magen) durch den Mund. Oft wird es von einem typischen Geräusch begleitet, das von dem Verb lautmalerisch umschrieben wird.

        3. Sebastian Jabbusch    

          Ist natürlich gut, dass man den ganzen Burschi-Müll hier wegkürzt. Anderesseits hat es auch ganz gut repräsentiert, auf welchem Niveau sich die Herren in der Nacht von Montag zu Dienstag befanden und wie sie die Besetzer gestört haben…

        4. Hurtz    

          Deine Schilderung über den Besuch der Burschenschaftler und die des Burschenschaftlers Böhm gehen deutlich auseinander, wer erzählt denn nun die Wahrheit?
          Bei Deiner Abneigung gegenüber Burschenschaften würde es mich nicht überraschen, wenn der Wahrheitsgehalt von Böhms Stellungnahme höher als der Deiner ist, weil Du bisher bewiesen hast, daß Du verbissen und engstirnig jede Möglichkeit nutzt um gegen Verbindungen zu hetzen.

        5. Sebastian Jabbusch    

          ja komisch – meine Sympatie für die Deutschnationalen ist irgendwie unterentwickelt… woran das wohl liegt?

          http://www.webmoritz.de/wp-content/uploads/2008/1

    2. Christoph Boehm    

      Nach dem Bericht der AG Essen gab es defenitiv keine körperliche Auseinandersetzungen. Es gab nur etwas Gemurre, als angekündigt wurde, dass seitens der AG ein vegetarisches/veganes Angebot geben würde. Legte sich aber auch schnell wieder. Ein weiterer Teilnehmer war laut enttäuscht, dass soviel Zeit mit der Diskussion um Essen verbracht wird und nicht mit hochschulpolitischen Engagement, aber das war dann auch wirklich alles.

      1. mens_sana    

        Damit sind meine Fragen alle zur Zufriedenheit beantwortet, danke.

  7. Jojo    

    Mal ne dumme Frage….wird auch für den "Master für alle" demonstriert?

    1. Sebastian Jabbusch    

      jap – den zurzeit aktuellen Forderungskatalog findet Du auf der Website der Besatzer…

      http://bildungsstreikhgw.wordpress.com/2009/11/10

      1. Freund der Sonne    

        Jetzt sind's also schon Besatzer und keine Besetzer mehr – warst schon ja immer ein kleiner Kriegstreiber…

  8. Robin    

    Master für alle?
    Wir leben in einer Leistungsgesellschaft!!!
    Da kommen nun mal nur die guten und fleißigen voran!!

    1. Marco_Wagner    

      "Da kommen nun mal nur die guten und fleißigen voran!! "
      …oder die mit den größten Geldscheinen.

      Ich halte rein gar nichts von dieser hochgelobten Leistungsgesellschaft, die nur noch auf den eigenen Vorteil abzielt, aber die Menschen in der Umgebung ignoriert oder den Prinzipien der Neoklassik dieser nur als Konkurrent, als potentieller oder reeller Feind angesehen wird.

    2. hans    

      Eben deshalb wird hier an einer klitzekleinen Stelle ein klitzekleiner Angriff auf die Leistungsgesellschaft gefordert.

    3. J.K.    

      Marco: Wenn man das Leistungsprinzip so vereinfacht, kommt man leicht auf so ein Ergebnis. Aber sind es nicht auch immer die Fleißigsten und Kreativsten, die eine Gesellschaft voran bringen? Weil sie eben anders handeln und sich von anderen abheben wollen? Welchen Sinn hätte es nach einer Zwangsgleichmachung noch, nach Neuem zu streben? Individualität muss nicht immer was ganz furchtbar Böses sein – und auch nicht bedeuten, dass man seine Umgebung nur als Feind wahrnimmt.
      Das Geld das Leistungsprinzip natürlich pervertiert, gleichzeitig aber eigentlich eine konsequente Anwendung desselben darstellt kann ich leider nicht auflösen. Vielleicht ein ander Mal 😉

  9. caesars    

    Der Asta beweist mal wieder Konzeptlosigkeit. Es fehlt ganz offensichtlich an Engagement sich für die Studenten und gute Bildung einzusetzen.

    Gerade wenn dem Asta die Art und weise der Demonstration nicht gefällt, sollte er sich kreativ daran beteiligen und die Demonstration in eine Richtung leiten, die eher den Ansprüchen des Astas gerecht wird.

    Das derzeitige Verhalten von Asta und Stupa zeugt von Ideen- und Konzeptlosigkeit. Anstatt das man sich freut, dass es Studenten gibt, die sich für gute und gerechte Bildung einsetzen wird auf totalverweigerung gesetzt. Wie auch bei dem letzten Bildungsstreik.

    Das ist arm und feige.

    @ Sebastian Jabbusch: Hör doch bitte auf, die Leute mit deinen Ansichten zu langweilen. Du hast doch mit deinem Hin- und Her bewiesen, dass du nicht weisst, was du willst. Versuch dich jetzt nicht mit Dreistündigen posts herauszureden. Vielleicht gibt es ja noch etwas für dich zutwittern?

    1. Sebastian Jabbusch    

      @ caesars:

      Stimme Deine Einschätzung zum AStA voll zu. Beim StuPa muss man immer unterscheiden. Dort gibt es solche die den Bildungsstreik nicht nur unterstützen, sondern ihn auch mit angeschoben haben (im letzten Semester u.a. der SDS, einige Jusos, und Einzelkandidaten wie Thomas Schattschneider oder ich).

      In diesem Semester gibts sogar eine offizielle Unterstützung des Bildungstreik vom StuPa. Warum sich der AStA dennoch von den Audimax – Debatten distanziert, ist mir nicht verständlich. Sogar drei RCDSler haben zugestimmt. Die Audimax – Debatten am Montag wurden (vor allem anfangs) ebenfalls von einigen StuPa-Mitgliedern ideell oder real unterstützt oder begleitet.

      Zu hin und her: Ich finde die Audimax – Debatten gut, hätte sie aber am Dienstag Abend abgebrochen. Inzwischen freue ich mich, dass auf meinen Rat nicht gehört wurde und das Thema in der Öffentlichkeit erhalten bleibt.

  10. lala    

    Nur zur Erinnerung:

    Die letzte Stupa Sitzung war letzte Woche und die Nächste ist nächste Woche. Wann hätte sich das Stupa äussern sollen?
    Es waren Stupisten da und haben auch mitgearbeitet, dass sagt es dann wohl, oder?

  11. caesars    

    Mir ist eine solche inflexibilität des Stupa neu. Oder muss der Herr Präsident sich jede öffentliche Äußerung erst vom Stupa absegnen lassen?

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass zu anderen Themen schon längst eine Äußerung des Stupa vorliegen würde.

    1. Sebastian Jabbusch    

      Der StuPa-Präsident hätte sich natürlich in Person äußern können. Aber er kann natürlich nicht fürs StuPa sprechen. Er hätte außerdem die Möglichkeit gehabt eine Sondersitzung einzuberufen. Aber das hätte ich nicht für notwendig gefunden. Denn das StuPa hat sich bereits positiv zum Bildungsstreik positioniert.

      Der AStA kann eigentlich dank seines eindeutigen Mandats den Besetzern im Audimax helfen unter unterstützen. Dafür hätte es kein StuPa-Mandat gebraucht.

  12. Fabian    

    Ich denke, der AStA hat gar keine andere Wahl, als sich ausdrücklich von der "Besetzung" zu distanzieren. Das liegt nur marginal an Personalien, viel mehr jedoch an der ausdrücklich dargestellten Hörigkeit gegenüber StuPa und Hochschulleitung. Die jetzigen Referenten sind dazu erzogen/darauf hin gewählt, keine die Studierendenschaft grundsätzlich betreffende Initiative zu starten solange das StuPa nicht sein Ok gegeben hat.

    Wie gesehen, läuft jeder Referent, der sich in dieser Art für studentische Belange einsetzt ohne sich vorher im StuPa abzusichern, Gefahr, in der nächsten StuPa-Sitzung von einem Misstrauensantrag betroffen zu sein (zuviele Kommata?). Gerade die werte Frau Vorsitzende konnte ja auch in der Vergangenheit schon feststellen, dass das Exekutivorgan der Studierendenschaft wirklich nur als solches Team aus Handlangern anzusehen ist.

    Gedacht wird woanders…

    P..S. Wer war nochmal maßgeblich an der Besetzung des Rektorats vor einigen Jahren beteiligt?
    P.P.S. Wäre heute gerne beim Plenum gewesen. Es gibt aber auch deutlich Wichtigeres…

    1. hans    

      Deswegen muss sich der AStA aber noch lange nicht explizit distanzieren. Er könnte auch schweigen.

    2. Sebastian Jabbusch    

      Im StuPa bekommt man vor allem dann Ärger, wenn man "gegen Beschlüsse" des StuPa handelt. Es gibt aber einen Beschluss FÜR den Bildungsstreik.

      Der AStA hätte sich auf Basis dessen problemlos mit den Besetzern solidarisieren können. Es ist eher die Distanzierung die StuPa-Beschlüsse verletzt. Am klügsten wäre es aber im Zweifelsfall gewesen, sich gar nicht zu positionieren…

      1. Sören    

        "Am klügsten wäre es aber im Zweifelsfall gewesen…"

        Na bloß gut, dass Greifswald solch einen Oberschiedsrichter hat. Mann, Jung, nimm' Dich doch einfach mal ein bisschen weniger wichtig. Dann klappt's auch mit den Nachbarn. 😉

        1. Sebastian Jabbusch    

          Wenn ich "mich" wichtig nehmen würde, würde ich nicht so viel mit den anderen Lesern diskutieren. 😉

          Leute die sich wichtig nehmen, glänzen meist durch fehlenden Dialog. Da es hier ne politische Debatte ist, die das StuPa betrifft und mir der Dialog wichtig ist, nehme ich daran teil. Das war die Grundidee des webMoritz: Dialog Dialog Dialog…

  13. Markus    

    BWLer der Uni Essen versuchen zur Zeit ihren Hörsaal zurück zu bekommen. Die wollen weiter studieren.

    Bin mal gespannt was daraus wird.

    1. Hurtz    

      Die sind ja auch die Speerspitze des Kapitalismus.

      1. karlheinz    

        böse menschen, böse studiengänge………..

  14. ret marut    

    Uni-Besetzung in Tübingen geräumt! – Aber die Proteste gehen auch dort weiter.
    Hier ein kurzer Bericht aus Tübingen dazu:

    "Nach einer woche besetzung ließ das rektorat den kupferbau polizeilich räumen
    Heute am 12.11.09 um 6h30 machte das Rektorat der Uni Tübingen seine Drohung vom Vorabend wahr und rückte mit einer Hundertschaft der Bereitschaftspolizei im besetzten Kupferbau an, nachdem den BesetzerInnen am Vorabend ein Räumungsbefehl verlesen worden war.

    Die 200 BesetzerInnen begrüßten die ankommende Polizeimannschaft gewaltfrei mit Witz und Kreativität, mit Forderungen wie "Bildung für alle, und zwar umsonst", "Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Bildung klaut" und mit Gesang.

    Obwohl Rektor Engler noch am Abend vorher im vollen Plenum mit 700 StudentInnen den Dialog zu suchen schien und vor laufender Kamera versprochen hatte von Strafanzeigen gegen die BesetzerInnen abzusehen, wurde den BesetzerInnen mit einem Strafantrag gedroht. Daraufhin verließen die BesetzerInnen den Kupferbau mit “Wir kommen wieder” Sprechchören und es bildete sich eine Spontandemonstration durch die Tübinger Innenstadt.

    Die gewaltfreie Spontandemonstration mit 200 TeilnehmerInnen wurde von einem starken Polizeiaufgebot begleitet, welches aber nicht aktiv Eingriff.

    In der letzten Woche war im und um den Hörsaal 25 des Kupferbaus eine basisdemokratische Öffentlichkeits- und Diskussionsplattform zur internationalen Kritik am derzeitigen Bildungssystem entstanden.
    Es sind weitere Aktionen als Teil der internationalen Bildungskritik geplant, die BesetzerInnnen wollen sich nicht geschlagen geben."

  15. ret marut    

    Hier gibt es übrigens den Forderungskatalog der Audimax-Besetzung in Hamburg. Ein Vergleich mit den Greifswalder Forderungen lohnt sich:
    http://media.de.indymedia.org/media/2009/11//2655

    1. gn8    

      Mit diesen zahnlosen Forderungen sind die Hamburger ja richtig hinter ihren Möglichkeiten zurückgeblieben, es lebe die Spaßgesellschaft…

      Lasst uns mitbestimmen, auch wenn wir nichts zu sagen haben! … endlich mal genauso blöd aus der Wäsche schauen, wie die ganzen sachzwanggebeutelten Parlamentarier.

  16. Sebastian Jabbusch    

    Studentenproteste sind gerechtfertigt

    Der Rostocker Bundestagsabgeordnete Harald Terpe unterstützt die Greifswalder Studentenproteste.

    Gleichzeitig kritisierte er die im schwarz-gelben Koalitionsvertrag enthaltenen Vorschläge zur Bildungspolitik. Die neue Regierung unternehme nichts für ein gerechtes und gut finanziertes Bildungssystem. "Weder das vorgelegte Modell der sogenannten "Zukunftskonten" d.h. das Bildungssparen von Eltern, Großeltern oder anderen nahen Verwandten, noch das Stipendien-Konzept helfen gezielt denjenigen, die die es brauchen.", so Terpe weiter.

    "Die Steuergeschenke der Koalition werden zu Bildungskürzungen führen. Diese Kürzungen machen auch vor Mecklenburg-Vorpommern nicht Halt.", stellt Terpe fest.

    Mit Unverständnis reagierte Terpe auf die Äußerungen der hochschulpolitischen Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion Ilka Lochner-Borst, die die Greifswalder Proteste als "fehlgeleitete Aktion" bezeichnete und sich wünsche, dass sich die Protestierer wieder "konzentriert dem Studium zuwenden".

    Dazu Harald Terpe: "Es ist gut, wenn die Studierenden ihre Grundrechte nutzen und sich zur Bildungspolitik angemessen äußern.

    http://www.gruene-mv.de/http://www.harald-terpe.d

  17. Someone    

    Wer bewertet hier eigentlich ständig die Kommentare? Ob ich einen Kommentar nun gut finde oder nicht kann es doch egal sein ob da oben nun Zahlen mit einem Plus oder Minus davor stehen oder nicht. Ein Kommentar steht doch für sich selbst und muss von anderen nicht bewertet werden. Was sagt mir schon eine Zahl, wenn ich nicht weiß was der Fürsprecher oder der Gegner genau an meinen Kommentar findet? Werden denn Leserbriefe in bzw. von den großen Zeitungen oder Magazinen auch bewertet? Nein und wenn dann mit einen ausführlichen Gegenkommentar bzw. dem positive Pendent. Es gibt ja oft Gegenkommentare, siehe replys aber viele machen sich of nicht die Mühe.

    Ebenso muss ich kritisch anmerken dass man angemeldet sein muss um einen Kommentar zu bewerten.

    Wenn die Kommentare hier nun schon bewertet werden, egal ob positiv oder negativ, sollte man schon allen die Bewertung ermöglichen und ausserdem sollte hier das Dualsystem a la Youtube einführen, sprich zwei Werteanzeigen für die positive sowie für die negative Bewerung. Schließlich möchte man doch auch sehen, wenn die Kommentare schon bewertet werden, ob die Gegenseite auch Stimmen abgegeben hat z.B. was sagt mir denn ein +5? sicherlich dass fünf Personen zugestimmt haben, es sagt mir aber nicht ob es auch Gegenstimmen gibt! Demokratisch ist das nicht!!

    Ich schlage also vor die Bewertungsoption zu streichen oder dem Youtube System anzupassen!

  18. Guest    

    [Edit Moderator: Off Topic]

  19. EinStudent    

    Ja, lasst uns die Studienabschlüsse einfach für 2,50 € plus Trinkgeld am Ende des 8. oder 10. Semesters automatisch rausgeben, dann haben wir ein a) einfaches und b) ein gerechtes Studiensystem, denn niemand fällt durchs Raster! Und die PDS und die Grünen sind sicher auch schon dafür!

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