Bildungsstreik im Audimax

Geschrieben von | Veröffentlicht am 11. November 2009 um 21:59 Uhr
Kategorien: Aktuelles, Moritz TV, Moritz TV News, Top-Themen, Uni-Politik

Auch MoritzTV war in den letzten Tagen mit Kamera und Mikro im Audimax und hat mit den Besetzern gesprochen.

Kamera, Redaktion, Schnitt Franziska Vopel

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20 Kommentare zu “Bildungsstreik im Audimax”

  1. Max H. sagt:

    Das kommt davon, wenn man nicht mit WordPress umgehen kann :P

  2. ret marut sagt:

    @ Franziska Vopel: Danke für den Beitrag.
    Es heißt allerdings immer noch das Audimax (weil Auditorium Maximum).

  3. Martin sagt:

    Wer mal einen Darsteller der ROTE(n) HILFE sehen möchte – 1:55-2:05 –

  4. Moritz TV: “Möchtegern-Helden und übernächtigte Studenten”…

    Das Studentenfernsehen Moritz TV hat auch endlich einen kurzen Beitrag zur derzeitigen Bewohnung des Audimax veröffentlicht. Die Veröffentlichung einzelner, kurzer Sendungen ist wesentlich flexibler und schneller, als das Hinarbeiten auf eine große ……

  5. mens_sana sagt:

    Ich kann nur für mich sprechen, aber wenn ich die Reizworte Hedonismus und Freiraum lese, dazu noch ein charmantes "Bildet Banden" bin ich kaum gewillt, mich solidarisch zu erklären. Das könnte erklären, warum etwas weniger Leute da waren, als möglich gewesen wäre.

    • rostocker sagt:

      aber von den "knapp 40" die kamen, waren sage und schreibe 95% für diese Aktion!!!

    • ret marut sagt:

      Vermeintliche "Reizworte" als Vorwand für Apathie und Entsolidarisierung anzuführen, ist schon ziemlich platt.
      Komm doch einfach mal zum Plenum und bring Dich in die Protestbewegung ein. Die Plena sind ja schließlich für alle Studierenden gedacht, also auch die, die nicht aktiv an der Audimax-Besetzung teilnehmen. Dann würdest Du vermutlich auch etliche Deiner Vorurteile abbauen.

      • mens_sana sagt:

        Ich war Plenum anwesend. Tja, marut, ich hatte Bomberjacke und Seitenscheitel im Spind gelassen, deshalb hat SJ mich nicht enttarnt ;-)
        und die meisten Vorurteile sind jetzt eher fundiert als "entkräftet".
        Das hättest du wohl gerne, das ich zuhause geblieben wäre. (war nicht die ganze Schnackerei über da, irgendwann reichts.)

        • ret marut sagt:

          Ich sprach ja auch von "vermutlich". Aber es freut mich ja, daß zumindest nicht alle, sondern lediglich "die meisten" Deiner Vorurteile "jetzt eher fundiert" (waren die vorher schwammig? – und warum sind sie jetzt nicht gänzlich, sondern nur "eher" fundiert?) sind. – Ich sehe jedenfalls noch Potential bei Dir.

  6. ret marut sagt:

    Der Fachschaftsrat Biowissenschaften hat sich heute auch mit den BesetzerInnen solidarisiert. Anbei die Stellungnahme:

    "Liebe Kommilitonen und Kommilitoninnen,
    sehr geehrte Hochschulöffentlichkeit,

    der Fachschaftsrat Biowissenschaften unterstützt die Forderung der Studierenden nach einer besseren Bildungspolitik und einer Verbesserung der Bildungssituation an der Universität Greifswald. Wir begrüßen das Engagement der Studierenden, sich über aktuelle Hochschulpolitik Gedanken zu machen, ins Gespräch zu kommen und über die Grenzen der Greifswalder Universität hinaus Solidarität zu zeigen. Dazu war und ist eine Menge Eigeninitiative, Zeit und Courage nötig. Im Fall der aktuellen Besetzung des „Auditorium Maximum“ möchten wir besonders den fairen Umgang mit betroffenen Vorlesungen, die Bekennung zur Gewaltfreiheit und die Diskussionsbereitschaft der Studierenden hervorheben. Der Fachschaftsrat unterstützt Studierende, die sich bildungspolitisch einsetzen und versuchen, ihren Problemen friedlich Gehör zu verschaffen. Es ist besonders an der Universität Greifswald wünschenswert, dass sich noch mehr Studierende in diesem Sinne engagieren.

    Fachschaftsrat Biowissenschaften
    der Universität Greifswald"

  7. ret marut sagt:

    Hier eine Pressemitteilung zur VG-Besetzung in Göttingen, wo sich mit den anderen Besetzungen solidarisiert wird:

    "Pressemitteilung

    Eine Initiative aus Studierenden verschiedener Fächer und Fakultäten der Universität Göttingen begann gestern um 14:00 Uhr, Räume im Verfügungsgebäude (VG) auf dem Campus zu öffnen und gemeinsam zu nutzen.

    Dieser Freiraum wurde geschaffen, um der Forderung nach selbstbestimmtem Leben und Lernen sofort Rechnung zu tragen. Das dabei gelebte "Open-Uni"-Konzept mit selbstorganisierten Seminaren, Diskussionen, Aktions- und Organisationsformen und vielen weiteren Veranstaltungen ist offen für alle Interessierten. Auch Nicht-Studierende sind herzlich eingeladen vorbeizukommen, um sich zu informieren, zu diskutieren und mitzuwirken.

    Die eigenständige, dauerhafte Nutzung und Selbstverwaltung dieser Räume ist
    auch Ausdruck des Protests gegen die sich stetig verschlechternden Lern-, Studien- und Arbeitsbedingungen in öffentlichen Bildungseinrichtungen. Die Studierenden tragen weiterhin die unerfüllten Forderungen der Vollversammlungen aus den Bildungsstreik-Aktionswochen vom Sommer 2009.

    Sie solidarisieren sich ausdrücklich mit ähnlichen Aktionen anderer Hochschulen in aller Welt und verurteilen die stattgefundenen Räumungen durch die Polizei und die Präsidien. Die Rektorin der Universität Münster, Frau Nelles, wird unmissverständlich aufgefordert, alle Strafanzeigen umgehend zurückzuziehen!

    Studierende der Universität Göttingen am 12.11.2009"

  8. ret marut sagt:

    Mitteilung aus Tübingen zur dortigen Solidaritäts- und Bildungstreikdemo nach der Räumung:

    "Nach der Räumung am Morgen waren nun spontan 900 Menschen auf der Straße. Vom geräumten Kupferbaugebäude über die Neue Aula zog sich der Demozug ca. drei Stunden durch das Stadtzentrum entlang, vorbei am Rathaus, dem Bahnhof und einigen Schulen, der Universitätsverwaltung mit Rektorat und den Sprachwissenschaften, in welchen es erhebliche Probleme mit übervollen Vorlesungen gibt. An den Schulen machten die Demonstrierenden lautstark ihre Solidarität mit den Schülern öffentlich, welche aus den Schulgebäuden kamen und sich aus den Fenstern der Klassenzimmer lehnten. Ein Schulrektor bekundete im Schulhof seine Gesprächsbereitschaft. Am Rektorat der Uni machten die DemonstrantInnen ihren Protest gegen die morgendlichen Räumung des besetzten Hörsaales deutlich und zeigten ihre ungebrochene Motivation zum international solidarischen Protest gegen das vorhandene Bildungssystem. Die anwesende Polizei hinderte DemonstrantInnen daran, in Schul- und Universitätsgebäude zu gelangen. Das Gebäude der Universitätsleitung war nach außen verriegelt und blieb ohne Antwort auf den Demonstrationszug. Unter den Demonstrierenden waren sowohl StudentInnen als auch GewerkschafterInnen und SchülerInnen anwesend.
    Die Demonstration steht im Zeichen der weltweit stattfindenden Bildungsstreiks für ein sozialeres und nicht-kommerzialisiertes Bildungssystem, mehr studentische Mitbestimmung und Bildung im Sinne des freien unabhängigen und kritischen Geistes.
    Für Dienstag, 17.11.09 ist ein weiterer Aktionstag in Tübingen als Teil der weltweiten Bildungsstreiks geplant."

  9. ret marut sagt:

    Um euch hier nicht mit Infos aus anderen Hochschulstandorten zu überfrachten, hier noch ein letzter Bericht über die Verandlungen zwischen den studentischen BesetzerInnen in Potsdam (seit 04.11. wird dort besetzt!) mit der Uni-Leitung und der Landesregierung. Zumindest die neue Landesregierung zeigt Interesse an einem Dialog, offenbar im Gegensatz zur Potsdamer Uni-Leitung.
    Hier der Link zum Bericht: http://bildungsstreikpotsdam.blogsport.de/2009/11

  10. Lost Crusader 42 sagt:

    Kann der Sprecherin mal bitte jemand sagen, dass es DAS Audi(torium) Max(imum) heißt?!

  11. Markus sagt:

    PRESSEERKLÄRUNG DES FACHSCHAFTSRATES
    WIRTSCHAFTSWISSENSCHAFTEN DER UNIVERSITÄT DUISBURG-ESSEN
    Die nachfolgende Erklärung betrifft die Geschehnisse rund um die Vollversammlung der Studierendenschaft
    der Universität Duisburg-Essen sowie die anschließende Besetzung der beiden größten
    Hörsäle beider Campus.
    Die Fachschaft Wirtschaftswissenschaften der Universität Duisburg-Essen distanziert sich, wie es
    im übrigen auch der Allgemeine Studierenden Ausschuss (AStA) getan hat, von der Besetzung von
    Hörsälen der Universität. Diese Besetzungen führen zu einem Ausfall von Lehrveranstaltungen,
    insbesondere unserer Fakultät. Auch wenn die Forderungen der Besetzer teilweise unterstützenswert
    sind, dürfen lernbereite Studenten unserer Ansicht nach nicht an der Teilnahme einer Vorlesung
    gehindert werden.
    Die von den Besetzern vorgebrachten Themen Studienbeiträge, Auswirkungen des Bologna-
    Prozesses, Anwesenheitspflicht in Veranstaltungen, baulicher Zustand der Universitätsgebäude,
    Eliteuniversitäten, staatliche Förderung des Studiums sowie Fülle der Veranstaltungen halten
    jedoch auch wir für durchaus diskussionswürdig.
    Hintergrund und Ablauf der Besetzung
    Der AStA hat in Anbetracht der Besetzung verschiedener Universitäten Deutschlands in Abstimmung
    mit dem Rektorat zu einer Vollversammlung geladen. Diese sollte den Studenten ein Forum
    geben, sich zu äußern, um eine Eskalation der Dinge zu verhindern. Nach anfänglich konstruktiver
    Diskussion endete die Vollversammlung leider in einem Tumult und die Plenen wurden von Streikkommitees
    übernommen. Die Besetzer berufen sich jetzt auf eine Abstimmung der Studierenden
    über die Besetzung der beiden Audimax-Säle auf der Vollversammlung. Dazu ist festzustellen, dass
    von 31.000 Studenten nur ca. 800 an der Vollversammlung teilgenommen haben. Außer Frage steht
    zudem, dass die Vollversammlung nicht über die Durchführung einer illegalen Aktion (Hausfriedensbruch)
    abstimmen kann.
    Während die Besetzer gestern das Audimax intensiv zur Ausarbeitung ihrer Forderungen und dem
    Konsum von alkoholischer Getränken genutzt haben, mussten alle dort geplanten Veranstaltungen
    ausfallen.
    Heute haben wieder ca. 30 – 40 Besetzer dafür gesorgt, dass eine vielfach größere Gruppe von
    Studenten ihre Vorlesungen ausfallen lassen musste bzw. erst mit erheblicher Verspätung in kleineren
    Räumen beginnen konnte. Die Besetzer lösten sich augenscheinlich untereinander ab, um
    ihre eigenen Veranstaltungen besuchen zu können. Auch für morgen haben bereits die ersten
    Dozenten ihre Veranstaltungen abgesagt.
    Zusätzlich deutet der Umstand, dass ein nicht studierender Vertreter der Marxistisch-Leninistischen
    Partei Deutschlands von den Besetzern an das Mikrofon gebeten und furios beklatscht worden ist,
    deutlich darauf hin, dass es sich hier weniger um einen der Sache der Studenten dienenden Aufruf
    zur Diskussion geht, als vielmehr um parteipolitisch begründeten Aktionismus. Nach eigenen
    Angaben der Besetzer soll in den Medien eine Außenwirkung erzeugt werden, als seien die Studierenden
    in ihrer Gesamtheit mit dem Vorgehen einverstanden.
    11. November 2009 http://www.fachscha45.de Seite 1/2
    FAKULTÄT
    WIRTSCHAFTSWISSENSCHAFTEN
    FACHSCHAFT
    Presseerklärung des Fachscha4srates Wirtscha4swissenscha4en der Universität Duisburg‐Essen
    Wir fordern
    ➔ die sofortige Freigabe der Hörsäle und
    ➔ eine offene, konstruktive Diskussion der oben genannten Themen unter Berücksichtigung
    der Forderungen der Mehrheit der Studierenden.
    Für die Studierenden der Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftsinformatik,
    Medizinmanagement und des Lehramts Wirtschaftswissenschaften am Campus Essen
    der Fachschaftsrat Wirtschaftswissenschaften
    11. November 2009 http://www.fachscha45.de Seite 2/2

    • ret marut sagt:

      Kein Wunder bei einem RCDS-AStA und einem rechtem WiWi-Fachschaftsrat, daß da auch unsolidarische Pressemitteilungen rausgehen. :)
      Ob das allerdings die Proteste an der Duisburger Uni groß behindern wird, möchte ich mal stark bezweifeln.
      Danke jedenfalls für die Dokumentation der Presseerklärung, zeigt sie doch gut auf, welch zweifelhafte Argumente diejenigen haben, die gegen Bildungsstreiks polemisieren.

      • mens_sana sagt:

        Klar, passt dir nicht, ist alles total Autobahn. Wenn sich ein Gremium äußert und es dir nicht gefällt: Voll Fascho. Ich fühle mich vertreten…selbst dem größten DSDSS-Konsumenten ist aufgefallen, das es ein SDS.dielinke.whatever.Pressetermin ist. Insofern per Definition voll unfascho aber Meilen von einem Protest aus der Mitte der Gesellschaft entrückt.
        Der Hang, sich via Demo seiner eigenen Existenz zu versichern, ist notorisch.

        • ret marut sagt:

          Von Faschismus war gar nicht die Rede. Ich sprach vom RCDS und der rechten WiWi-Fachschaft in Duisburg-Essen.
          Also bitte Pappkameraden wieder reinholen und zurück zur Sachlichkeit!

  12. [...] Unsere Kollegen von moritzTV haben am Mittwoch einen Beitrag zur Bestreikung des Auditorium Maximum fertiggestellt, den ihr hier sehen könnt. [...]

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