Ausstellung über Antisemitismus in der DDR

Geschrieben von | Veröffentlicht am 9. Juli 2009 um 00:52 Uhr
Kategorien: Kultur, Top-Themen

Unter dem Titel „Das hat’s bei uns nicht gegeben” – Antisemitismus in der DDR wird am heutigen Donnerstag um 18 Uhr im Ikuwo eine viel diskutierte Wanderausstellung der Berliner Amadeu-Antonio-Stiftung eröffnet. Für den Aufenthalt der Ausstellung in Greifswald wurde mit örtlichen Studenten zusammengearbeitet.

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Motiv aus der Ausstellung

Die Veranstalter schreiben:

Erklärungen für heutigen Rechtsextremismus in den neuen Bundesländern suchen Politik und Wissenschaft meist in sozialen Kontexten. Außer Acht gelassen wird jedoch häufig ein anderer Aspekt: Auch der Osten Deutschlands war Teil des nationalsozialistischen Täterlandes. Somit hatte auch die DDR sich mit diesem Erbe auseinander zu setzen. Der Staat aber erklärte die Bevölkerung zu einem Volk von Antifaschisten. So blieb der Bodensatz des Antisemitismus unangetastet. Noch bis heute hält sich der Mythos, es hätte in der DDR keinen Antisemitismus gegeben.

Die Ausstellung ist Ergebnis eines Rechercheprojekts, bei dem Jugendliche in acht ostdeutschen Städten der Frage nachgegangen sind, wie sich Antisemitismus in ihrer Heimatstadt geäußert hat. Hierfür haben sie mit Zeitzeugen gesprochen, in Archiven recherchiert und in ihren Familien nachgefragt. Wo befindet sich der jüdische Friedhof und wo sind nach 1950 seine Grabsteine geblieben? Was wurde in der Regionalzeitung über Israel geschrieben? Wie wurde öffentlich an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert? Ihre Ergebnisse werden in dieser Ausstellung präsentiert.

Eröffnet werden wird die Ausstellung durch Heike Radvan, Mitarbeiterin der Amadeu-Antonio-Stiftung und Initiatorin der Ausstellung.

Anschließend wird die Ausstellung, die vom 09. bis 30. Juli im „IKuWo”, Goethestraße 1, in Greifswald zu besichtigen sein. Geöffnet ist sie mittwochs und donnerstags von 12 – 18 Uhr sowie freitags und samstags von 17 – 20 Uhr.

Weitere Informationen:

Bilder: Amadeu-Antonio-Stiftung

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14 Kommentare zu “Ausstellung über Antisemitismus in der DDR”

  1. Lara sagt:

    Klingt ziemlich interessant! Werd ich mir anschauen…

  2. Seb Jab sagt:

    sehenswert ist auf jeden fall auch das Spiegel-Online Video

    <a href="http://www.spiegel.de/video/video-62450.html” target=”_blank”>www.spiegel.de/video/video-62450.html

  3. Hurtz sagt:

    Das Ikuwo ist SCHROTT!
    Da lungert doch nur Faschistenpack!

  4. Lurchi der Lurch sagt:

    Klingt nach einer interessanten Ausstellung. Leider findet die schon heute statt.
    Aber was sind das hier wieder für Diskussionen?

  5. Lurchi der Lurch sagt:

    Hier ist ja wieder alles dabei: Faschisten, die böse Rugia, Trolle sogar ein Schild um den Hals darf nicht fehlen…

    Gehts hier gar nicht um die Ausstellung?

  6. lol sagt:

    ich glaube da meint jemand linksfaschisten- dann streitet euch mal schön ihr verblendeten…

  7. [...] Die Kosten der Veranstaltung trägt die Amadeus Antonio Stiftung. Sie zeigt noch bis Ende des Monats in Greifswald im Ikuwo die Wanderausstellung “Antisemitismus in der DDR” (Mehr dazu hier). [...]

  8. [...] Diskussion als Teil ihres Rahmenprogramms zur Ausstellung “Antisemitismus in der DDR” (wir berichteten) [...]

  9. ret marut sagt:

    Und was soll auf dem Schild stehen? Vielleicht "Das Füttern der Trolle ist zu unterlassen!" ? ;)

    Super jedenfalls, daß das IKuWo die Ausstellung nach Greifswald geholt hat.

  10. fräsk sagt:

    Äh, schlafen die Moderatoren oder was is hier los? Die Werbung für eine interessante und wichtige Ausstellung wird von so nem Müll zugespamt… Könnt ihr dem feuchten Hurtz ma auf die Finger klopfen? daaaanke!

  11. Hurtz sagt:

    Wieso, ich finde die Austellung doch auch sehr unterhaltsam!

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