Glosse: Ein Führer für Deutschland

Geschrieben von | Veröffentlicht am 22. Januar 2009 um 14:21 Uhr
Kategorien: Aufmacher, Top-Themen, Zu guter Letzt

Die Zeiten scheinen schlecht zu werden. Da hallt auch schon aus allen Winkeln der Republik ein altbekanntes Zauberwort: FÜHRUNG.

obama-propaganda

Propaganda-Fake

Führung liegt im Trend. Wer sie nicht hat, der ist von gestern. Die Franzosen haben sie, die Amerikaner bekommen sie in jedem Fall. Selbst in ihrer schlimmsten Krise sind uns die Amerikaner um Längen voraus, und sei es nur darin, angeführt zu werden. Aber wir Deutschen bekommen mal wieder nichts hin. Uns sind die Führungskräfte ausgegangen. Ja, wir haben ein Führerdefizit.

Vergangenes Jahr war es der ungenügende Führungsstil Kurts Becks. Ihm fehlte Führungswille. Am Ende fehlte ihm der Führungsanspruch. Nachfolger Steinmeier wusste sofort, dass die Partei nun Führung brauche.

„Von der Pflicht zu führen. Neun Gebote der Bildung“ heißt der Bestseller des selbst ernannten 71jährigen Bildungspapstes Bernhard Bueb, denn zu viele unserer Lehrer strauchelten führungslos umher. Und auch die Medien stimmen in diesen Chor ein, überall vernimmt man das fast selten gewordene Wort in jeglicher Variation und zu jeder Gelegenheit. Bisweilen wird sogar öffentlich gefragt, ob Diktaturen als die Königinnen unter den Führungen nicht die schnelleren und darum besseren Entscheidungen fällen können angesichts der ganzen Krisen.

Im Führungsmagazin DER SPIEGEL fragt sich kurz vor Weihnachten der interviewete Joschka Fischer, warum Deutschland angesichts der Krise immer nein sage, statt selbst die Führung zu übernehmen, denn jetzt sei strategische Großplanung angesagt – im europäischen Geist. „Deutschland versagt als Führungsmacht in Europa.“ DER SPIEGEL fragt Fischer später, ob deutsche Politiker sich Frankreich ein Stück unterwerfen müssen, um Europa führen zu können? Also Führung durch Unterwerfung? Unterführung sozusagen.

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Propaganda-Fake

Man fragt weiter, ob denn Herr Fischer auch bei Frau Merkel ein Defizit an Führung bemerke. Ob es sich so anfühlt, wenn man wie eine Kuh an der Nase herumgeführt wird, fragt man sich als Leser. Zum Glück stellt sich wenig später endlich heraus, dass Europa wegen mangelnder deutscher Führung schwächelt. Am Ende soll man, so Fischer, in Deutschland endlich einmal wirklich Führungsverantwortung übernehmen. Dafür hält er es für absolut notwendig, dass Deutschland wieder in die Führungsrolle komme. Heil mein Fischer!

Nach diesem Führungsgespräch weiß man vor lauter Führungsdefizit gar nicht mehr, wo einem der Kopf steht. Glücklicherweise schafft es DER SPIEGEL den Leser geschickt in den unmittelbar angrenzenden Beitrag zu überführen. In diesem gratuliert Altkanzler Gerhard Schröder Uraltkanzler Helmut Schmidt zum Geburtstag. Er schreibt „Sucht man nach einem Begriff für das Besondere, das Einzigartige der Kanzlerschaft von Helmut Schmidt, dann ist es „Führung“.

Schröder entdeckt sie also in der Vergangenheit, die deutsche Führung. Sie liegt verborgen im alten Schmidt. Vorsichtshalber zaubert er ein Schmidt-Zitat von 1986 aus dem Zylinder „Ein Staat braucht Führung, die das Management einer Krise beherrscht und beherrschen will.“ Am Ende verbindet er seine Glückwünsche „mit einer tiefen Verneigung – vor einem großen deutschen“ Führer, Pardon „Kanzler, einem wirklichen Europäer und einem großartigen Menschen.“ Was Schröder sagt, ist uns allen längst bitter klar. Wir haben keinen starken Führer mehr in Deutschland. Merkel zaudert und Glos, Steinbrück und all die anderen sind nicht einmal der Rede wert.

Wir müssen uns einen neuen Führer suchen. Am Ende wird es wieder das Fernsehen sein, dass den Karren aus dem Dreck zieht. Schließlich kümmert es sich ja auch um Dicke, Verschuldete und Hässliche. Wie wäre es mit einer neuen Sendung: Deutschland sucht den Superführer!

Als Obama in Berlin redete, kamen 200.000, um zu hören, was er im Schilde führt. Wo sind diese 200.000, wenn es gegen Bildungskürzungen, Arztpauschalen, Radikalismus und Managergehälter geht? 200.000 Deutsche werden wohl nur durch wahre Führer mobilisiert.

In Anbetracht der Tatsache, dass man niemandem zutraut dieses Land zu bessern, am wenigsten scheinbar sich selber, will man mal wieder alles auf eine Karte setzen.
Es ist als hätten wir Deutschen die Demokratie satt. Wir gehen nicht mehr auf die Straße, um miteinander Politik zu machen. Wir wollen den Nachbarn nicht sehen auf irgendeiner Demonstration, vor allem wollen wir selber nicht gesehen werden. Nur wem es elend geht, der protestiert. Wir haben uns gegenseitig satt.

Wir Deutschen gehen nur noch auf die Plätze, nicht mehr auf die Straßen. Auf eingezäunten Plätzen, die gut bewacht sind, stehen wir und glotzen den fremden Messias an, lauschen seinen lauen Worten und träumen unseren Traum von neuer Führung. Ja – oder besser Ja-wohl – Wir wollen wieder Führung wagen.

Vielleicht sollten wir aufpassen, dass wir nicht allzu laut nach Führung rufen. Denn manch einer wurde am Ende hinters Licht geführt. Und dort ist es dunkel dunkel dunkel.

Grafik Startseite: surface to air via Flickr

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93 Kommentare zu “Glosse: Ein Führer für Deutschland”

  1. max m. sagt:

    eine glosse wie ein aperitif. auch wenn zeitweise zu dick aufgetragen wurde, ist er eine tolle anregung. aber eine glosse soll doch auch dick auftragen, pointiert darstellen und überziehen…
    fazit: den nächsten text von dir lese ich mir gern auch durch.

    "Wir wollen den Nachbarn nicht sehen auf irgendeiner Demonstration, vor allem wollen wir selber nicht gesehen werden. Nur wem es elend geht, der protestiert. Wir haben uns gegenseitig satt." – gut gesagt

  2. Klasse Eric! Wieder mal ein schönes Werk!
    Wer mehr davon lesen will, folge diesem Link:
    http://www.webmoritz.de/author/ede/

  3. Empörter Leser sagt:

    Auch wenn das Thema der Glosse hochinteressant ist, finde ich sie nur wenig gelungen. Sie ist nicht nur zu dick aufgetragen, sondern auch wenig präzise. Die Bilder sind ein absoluter Griff ins Klo und eine Geschmacklosigkeit. Der Webmoritz täte gut daran, sie wieder zu entfernen. Das ist ganz und gar kein "netter Photostream", sondern Teil der Anti-Obama-Hetzkampagne der amerikanischen Rechten während des Wahlkampfs. Hier nur mal ein Zitat des Urhebers der Bilder (aus der Diskussion in den Kommentaren):

    "…i'm just someone who doesn't want to vote for a guy who approves of murdering unborn (and born) children, redistributing the wealth of those who work hard to better themselves to those who most often don't work at all (socialism), and who has absolutely no respect for the country i love or it's Godly heritage (unpatriotic/black liberation theology believer). the only reason i made this series of posters was to comment on the parallels i saw between the propaganda campaigns of Nazi Germany & Communist China…"

    • Die Bilder sind im Zusammenhang mit diesem Artikel zu verstehen – also um die Glosse, bzw. die Satire zu unterstützen. Wir können uns nicht rechtfertigen für die Verwendung der Bilder in anderen Zusammenhängen.

      Zudem: Es geht in Erics Text nicht um innenpolitische Auseinandersetzungen in der USA, sondern um die kritisch hinterfragbare Sehnsucht der Menschen nach Führern, Erlösern, Kultfiguren und ähnlichen.

    • 17vier sagt:

      guter hinweis! ich finde es auch geschmacklos.

  4. Hurtz sagt:

    Muss denn neuerdings wirklich immer wieder das Binnen i auftauchen? Die Artikle wurden doch auch vorher verstanden.

    Oder fühlt sich jemand durch die Deutsche sprache benachteiligt?

  5. moritz leser sagt:

    Publizistik: kurzer (polemischer) Kommentar zu aktuellen Ereignissen. (Zitat aus dem Brockhaus)

    "auch wenn zeitweise zu dick aufgetragen wurde, ist er eine tolle anregung."
    Das sehe ich ähnlich.

    "fazit: den nächsten text von dir lese ich mir gern auch durch."
    Das auch.

  6. ynneb sagt:

    Die Montagen sind geschmacklos, die Begründung selbiger durch den Text ist schwach. Yes, we can? No, you can't. Mortiz zeigt sich wie immer von seiner besten Seite…

  7. wayne_inter sagt:

    Respekt, eine wirkliche gelungene Glosse, die mir als Anhänger des hedonistischen Internationalismus aus dem Herzen spricht. Daher kann ich mir auch nicht verkneifen, auf folgende Website zu verweisen:

    http://hedonist-international.org/?q=de/manifest

    • Siri sagt:

      Häh, was hat die Glosse den mit Hedonismus zu tun? Die Sucht nach dem Genuß ist richtungsweisend, "federführend"?

      • wayne_inter sagt:

        Ein zwei Zeilen Kommentar zu schreiben, ist schnell erledigt, eine knappe A4-Seite zu lesen scheinbar nicht. Aber für dich, kopier ich mal die thematisch relevanten Stichpunkte dieser Seite hier rein.

        "Die Hedonistische Internationale…

        -…sieht Hedonismus nicht als Motor einer dumpfen, materialistischen Spaßgesellschaft, sondern als Chance zur Überwindung des Bestehenden.
        -…erkennt an, dass die Wege zum schönen Leben steinig und verschlungen sind. Es gibt kein einzelnes Patentrezept, sondern viele. Die Ideen werden überall in den Köpfen geboren. Es gibt keine Ideologie, keinen Masterplan, keine weise Präsidentin, keine Führer, sondern vielmehr einen Bewusstwerdungsprozess, zu dem jeder Mensch mit seinen Ideen und seinem Tun beitragen kann.
        -…setzt auf die Zusammenarbeit und freie Assoziation gleichberechtigter Individuen.
        -…ist überzeugt davon, dass Politik und Aktion Spaß machen können. Wo die Hierarchie beginnt, hört der Spaß auf. Wo der Spaß aufhört, beginnt die Hierarchie.
        -…hofft bei all diesen Auseinandersetzungen auf die lächelnde Selbstreflektion. Nur sie schützt davor sich selbst zu wichtig zu nehmen."

        Philosophisch betrachtet (obwohl ich als Naturwissenschaftler, natürlich keine Ahnung habe) ist es so, dass die Unlust, die du bei anderen erzeugst, deine eigene Lust schmälert. Ich empfehle zur weiteren oberflächlichen Information auch durchaus: http://de.wikipedia.org/wiki/Hedonismus.

        P.S. Vielen Dank, dass du mit deiner Nachfrage, mein Gorilla-Marketing
        ( http://de.wikipedia.org/wiki/Guerilla-Marketing) bewusst oder unbewusst unterstützt hast. =:o)

        • @wayne_inter
          P.S. Vielen Dank, dass du mit deiner Nachfrage, mein Gorilla-Marketing …
          oder Affen allen Länder vereinigt Euch. Vielleicht sucht an der Universität noch jemand ein Thema für eine Doktorarbeit auf dem Gebiet der Psychologie. Sowohl der Beitrag als auch besonders die Kommentare geben das wohl her.

          • wayne_inter sagt:

            Sorry, aber ich verstehe die Intention deiner Aussage, insbesondere im Zusammenhang mit dem zitierten P.s., nicht. Könntest du sie bitte konkretisieren.

          • Wenn Dein P.S. im Kommentar auch nur eine Satire sein sollte und Gorilla eine Umschreibung für Guerilla ist, nehme ich den Bezug alleine auf Deinen Kommentar zurück. Für das Gesamtwerk von Beitrag und Diskussion gilt der vorher gemachte Vorschlag dennoch.

          • wayne_inter sagt:

            Ich wollte selbstkritisch darauf hinweisen, dass ich Guerilla-Marketing (in so offensichtlicher Form auch Gorilla-Marketing genannt), also Werbung, in diesem Fall für eine politische Idee betrieben habe. Was wäre denn aus psychologischer Sicht ein besonders interessanter Aspekt an Glosse und Kommentaren?

        • Siri sagt:

          Eine knappe A4-Seite zu kopieren ist schnell erledigt, wirkliche Intertexualität herzustellen scheinbar nicht.

          • wayne_inter sagt:

            Bitte lies doch erst einmal, den Verweis zu Wikipedia, dort wirst du "Hedonismus bezeichnet eine philosophische bzw. ethische Strömung, die Lust als höchstes Gut und Bedingung für Glückseligkeit und gutes Leben ansieht" lesen und da steht nichts von "Sucht nach Genuß". Ich schrieb ja auch nicht, ich sei ein konsumgeiler, unreflektierter, egoistischer Spaßgesellschafts-Hedonist, sondern ich sei Anhänger der politischen Idee des "hedonistischen Internationalismus". Das ich in diesem Kontext eine Glosse gegen Führerkult, welcher zwangsläufig freiheitsbeschränkend ist, gut finde, ist eigentlich nicht schwer zu verstehen (dachte ich zumindest).

            Friede, Freude, Freiheit !

  8. Marco_Wagner sagt:

    Die Glosse finde ich sehr gut gelungen.
    Über die Verwendung des Obamafotos kann man sich sicherlich streiten. Ich finde es nicht geschmacklos. Im übrigen: Wie viele Politiker wurden in der "Titanic" und "Eulenspiegel" auf diese Weise bildhaft durch den Kakao gezogen (z.B.: Kurt Beck, Angela Merkel u.a. als Penner am Tresen… oder Angela Merkel, die G. W. Bush einen bl….. usw.)?!
    Das Obamabild finde ich persönlich schlichtweg komisch. Ein Afrikanischer Indonese (oder so ähnlich, so genau hab ich mir die Abstammung Obamas nicht gemerkt, da sie für mich auch nicht wichtig ist) in einer Naziuniform. Das ist ein genereller Widerspruch, den wohl jeder auf dem ersten Blick sieht…
    Naja und was den Mao- Vergleich angeht (Rotes Bild):
    War die Begeisterung für Mao in China nicht genau so groß, wie die jetzige bei Obama?

    Ich fände es wirklich schön, wenn häufiger Satire im Webmoritz erscheint…

  9. Marco_Wagner sagt:

    natürlich: "…erscheinen würde." oder "…erschiene"

  10. konar sagt:

    Für mich ist das der mit Abstand beste Text, der bisher auf dem webmoritz erschienen ist..

    Riesen Kompliment!

    • Hurtz sagt:

      Für mich ist das nicht der mit Abstand beste Text, den ich bisher auf webmoritz gelesen habe.
      Eine gute Glosse versucht eher im Subtext ihre Bedeutung/ Aussage zu äußern.
      Diese Glosse versucht doch eher den Leser mit aller Gewalt zu zwingen auch ja die Aussage des Textes mitzubekommen.

      Ich frage mich, welche Anti – Obamakampagne denn gemeint sein kann?
      Davon habe ich bisher wenig mitbekommen. In den deutschen Medien wurde Obama sehr übervorteilt, das hat schon teilweise an eine Hysterie erinnert und war sehr peinlich.

    • Benjamin D. sagt:

      Der Text ist Ok. Wenngleich er besser im Eulenspiegel aufgehoben wäre. Die Fotos hingegen sind absolut schlecht. Das ist das allerletzte, Obama auf einen Hitlerkörper zu setzen. Darüber kann ich nicht lachen. Ihr regt euch über den Namen der Uni auf und setzt solche Bilder in dieses Forum. Denkt mal nach, welche Folgen das für die Außenwirkung der Uni hat.
      Bitte entfernt diese Bilder.

  11. ret marut sagt:

    So ein Blabla! Was will uns der Autor damit eigentlich sagen??

    Die Bilder sind einfach platt, wo links und rechts im Sinne der totalitaristischen Theorie gleichgesetzt werden sollen. Es ist wohl mehr als lächerlich, Obama mit Mao zu vergleichen: der eine stand für die Befreiung Chinas vom kolonialistischen japanischen Joch, der andere ist Präsident eines imperialistischen Staates, diametraler geht es wohl kaum.

    Und die Montage mit dem Hitlermotiv ist letztlich nur als rassistisch zu bewerten. "Empörter Leser" hat ja gut recherchiert, in welchem Kontext der ursprüngliche Bildmonteur die Montagen verstanden haben will. Daraus geht ja klar hervor, daß der einfach nur reaktionären Müll im Kopf hat. (Obama als Sozialisten herbeizuhalluzinieren, ist ja wohl jenseits von Gut und böse und dem gesunden Menschenverstand. Auch die anderen Äußerungen bzgl. Black Liberation weisen eher in die Ecke des "white America, good America"-Rassismus.)

    • OliverT sagt:

      Ich hätte es nicht gedacht, aber ich muss ret in der Tat zustimmen.
      Solche Hitler-Analogien sind einfach nur unoriginell und Vergleiche Obamas mit zwei der größten Massenmörder der Geschichte nur zu geschmacklos.

  12. Leser sagt:

    Ich glaube nicht, dass man einen Künstler von seinem Werk trennen kann, und die Aussagen auf der flickr-Seite sind ziemlich eindeutig. Ich würde die Auswahl der Grafiken nochmal überdenken…

  13. Wissender sagt:

    Oha, wieder so ein Weltschmerztext. Anstelle des Spiegel empfehle ich wissenschaftlichere Literatur, dann klappt es beim nächsten Mal auch mit der Deutung.

    • Benjamin D. sagt:

      Da die Bilder noch nicht entfernt wurden, muss ich nocheinmal mit Nachdruck darauf drängen diese besch. Bilder endlich zu entfernen. Sebastian, du als glühender Kämpfer gegen Rechts machst dich einfach nur lächerlich und unglaubwürdig, wenn du die Bilder weiter bestehen lässt. Du als Chefredakteur hast hier einer Sorgfaltspflicht nachzukommen. Bitte handel endlich.

      • Über Kunst und Satire lässt sich sicherlich streiten. Wir freuen uns auch über eine angeregte Debatte.

        • ret marut sagt:

          Naja, antisemitische und rassistische Hetze im Moritz (Tapir) hatten wir schon, jetzt zieht der webmoritz nach? Worüber willst Du denn "sicherlich streiten"?

          • Ich möchte mich da nicht weiter einmischen. Der Artikel steht. Oben haben wir noch einmal Stellung bezogen. Der Rest der Debatte sollte zwischen den Lesern stattfinden.

          • ret marut sagt:

            Das ist ja eine merkwürdige Einstellung für einen Chefredakteur. Da wird ein offensichtlich rassistisch motiviertes Bildmotiv im eigenen Medium eingebunden, aber der Herr Chefredakteur sieht sich als nicht zuständig?
            Vielleicht sollte sich lieber das StuPa mit dem Thema befassen, wenn die webmoritz-Redaktion selber dazu nicht in der Lage ist.

          • ynneb sagt:

            Gute Idee.

          • wayne_inter sagt:

            Eher eine traurige Idee. Es kann doch wohl nicht ernst gemeint sein, wenn ein Text sich mit Führung und somit hierarchischen Strukturen auseinandersetzt, zu fordern, dass persönlichen Probleme mit einer Illustration bzw. mit der Freiheit der Kunst auf autoritäre Art und Weise von Sebastian Jabbusch gelöst werden.

            "Wo die Hierarchie beginnt, hört der Spaß auf. Wo der Spaß aufhört, beginnt die Hierarchie."

          • ret marut sagt:

            Das hat nichts mit Autoritäten- oder Hierarchienfixierung zu tun, sondern mit Verantwortung. Offenbar will die webmoritz-Redaktion selber nicht die Verantwortung übernehmen, also muß das dann wohl das StuPa tun, die ja schließlich für die Verfaßte Studierendenschaft diesen webmoritz herausbringen. Ich sehe das nicht als "Spaßbremse", sondern als notwendiges (übrigens dafür auch vorgesehenes) Regulativ, wenn eine Redaktion sich selber aus der Verantwortung stehlen will.

          • marutmarut sagt:

            Haha, der webmoritz hat ja mehr leser als die studierendenschaft wähler, was wohl daran liegt, dass der webmoritz näher an den studierenden ist, als dein stupa regulativ *ret marut. das stupa wäre schön dumm sich dieses medium kaputtzumachen indem es versucht zu definieren was eine glosse darf. das wäre der lächerlichste akt einer studentenpolitik den ich je gesehen hätte! was willst du also *ret marut? wahrscheinlich willst du nur stunk?

          • Leser1 sagt:

            *ret marut – du willst also die Leute anschwärzen, die dieses tolle und mitunter satirische Medium ermöglichen? Das nenne ich Statis-Methoden! Vielmehr wird deine Hass- und Hetzkampagne gegen zumindest einen der Macher dieses Mediums langsam auffällig. Lass doch diese persönlichen Anfeindungen bitte und erfreue dich daran, dass es Leute gibt, die zum Nachdenken anregen.

          • Peter sagt:

            "offensichtlich rassistisch motiviertes Bildmotiv"

            << sorry, guck einfach mal hier…

            http://www.spiegel.de/spam/0,1518,602579-3,00.htm

            du glaubst doch selbst nicht, dass der webmoritz irgendwas rassistisches hochladen würde???

          • Konrad sagt:

            Ich find es lustig, dass sich jetzt die Linken über den angeblichen rassistischen WebMoritz aufregen, die vorher immer gejubelt haben, als der webMoritz über die rechtsextremen in der Burschenschaft berichtet haben.

            Und die Burschenschaftler und ihre Verteidiger (wie etwa Marco Wagner), die vorher den webMoritz wegen Hetze verunglimpft haben, sagen plötzlich, wie toll der webMoritz ist.

            Für mich zeigt das klar auf, dass beide Extreme nicht verstanden haben, worum es dem webMoritz geht. *lach*

            Für mich hat dieser Artikel mal wieder bewiesen, dass der webMoritz über beiden Lagern steht und in Wirklichkeit einfach nur neutral ist.

            P.S.: Können wir jetzt mal wieder über den eigentlichen Text sprechen? Den find ich nämlich klasse!

          • Hurtz sagt:

            Ich finde es interessant, dass Marco Wagner als Verteidiger der Burschenschften aufgeführt wird.

            Ich denke, dass das seinem Selbstverständnis widerspricht. Als solcher ist er nämlich nicht aufgetreten oder ich habe etwas verpasst.

          • Klaus sagt:

            Kannst Du mal ganz kurz aufzeigen, wo ein Burschenschafter den WebMoritz toll findet?!
            Erstens ist Marco Wagner kein Verteidiger der Burschenschafter, auch wenn er ein wenig objektiver in seinem Urteil ist als andere. Zweitens hat er nur einen Artikel kommentiert und daraus läßt sich wohl kaum ein Werturteil zum WebMoritz insgesant ableiten.
            Und drittens ist der WebMoritz eine Kopie der BILD-Zeitung auf studentischem Niveau ohne – ich zitiere hier mal sinngemäß Carsten Schönebeck – Anspruch auf Vollkommenheit. Und das ist nun ganz und gar nicht toll.

            Mit freundlichem Gruß, Klaus

  14. konar sagt:

    Hmm, hab da nirgendwo Kritik an Obama lesen können, höchstens an seinen Wählern und dem Führerkult, der in der Tat seit gut 1-2 Jahren in (nicht nur) deutschen Medien wieder hoffähig ist. Offenbar fällt das noch nicht genügend Menschen auf, oder sie wollen es nicht sehen. Ich finds gut dass es mal ausgesprochen wird, der letzte Satz würde mir ja im Prinzip reichen ;)

  15. ynneb sagt:

    "Über Kunst und Satire lässt sich streiten" – in der Tat. Nun leben Kunst und vor allem Satire von der Zu- und Überspitzung. Bush hätte ich noch verstanden, aber Obama? Schließlich hat er erst kürzlich die Schließung Guantanamo Bays angeordnet. Warum also der Vergleich mit Hitler und Mao? Welchen Sinn soll es haben? Was ist den künstlerische Aussage? Was das satirische Element? Das sind Fragen, die weder vom Text noch von Sebastian Jabbusch beantwortet werden. Im Gegenteil, die Begründung es ginge um die Unterstützung ergo Illustration des Textes, ist daher eine bloße Behauptung. Und auch der Hinweis, man könne nichts für die Verwendung der Grafiken in einem anderen Kontext, ist eine Schutzbehauptung. Wo hat sie die Redaktion denn her, wenn nicht aus jenem anderen Kontext?
    Die Bilder haben keinen künstlerischen Wert. Sie dienen einzig der Diffamierung. Wer das nicht erkennt, hat bei demokratischen Blatt nichts zu suchen.

  16. ynneb sagt:

    Wenn ich den Kopf einer Person u.a. auf ein bekanntes Hitlerportrait setze, dann schaffe ich das Bild einer Verbindung. Da diese symbolisch ist, deute ich es als das Aufzeigen einer Gemeinsamkeit, trotz aller nicht genannten Unterschiede – damit ist es ein Vergleich. Ein Vergöttern oder gar ein Kult Obamas ist aus den Illustrationen nicht ersichtlich. Hitler hatte bei Machtantritt nicht einmal 50 % der Wähler hinter sich und auch Mao konnte seine Macht nur mit Gewalt sichern. Vielmehr sind die (Original-)Bilder jediglich Ausdruck eines verordneten Führerkultes. Eine Parallele, die nur sehr schwer, eigentlich nur um die Ecke, zu Obama zu ziehen ist. Was ist also die Begründung für die Bildwahl?

  17. ynneb sagt:

    Das ist weder Polemik, noch Satire, noch Kunst, noch originell. Es ist schlicht Hetze a la böser Kommunist, böser Faschist und erinnert an die amerikanische Hexenjagd der 50-er Jahre gegen Andersdenkende. Ich denke, auf diesem Niveau sind die Bilder zu verorten.
    Von Kunst oder gar einem (gewissenhaften) Autor kann hier keine Rede sein.

  18. ynneb sagt:

    By the way, hast Du Dir Mühe gemacht, die Kommentare zu den Bildern auf der Flickr-Seite zu lesen?

    • umdieEckeDenker sagt:

      ynneb, nur weil im ZDF Hitlers Helfer läuft, ist der Sender kein Nazi. Du verwechselst den Kontext und betrachtest die Bilder nicht als Anregung zum Text sondern als Absolut. Du solltest nicht vergessen, dass in dieser Hinsicht Autorschafft nicht zählt. Wie gesagt, nur wenn du im ZDF ne Propaganda-Rede von Hitler hörst, ist der Sender nicht rassistisch. Vor allem wenn man den Text liest, wird doch klar, dass es hier darum geht, den Führerkult aus deutscher Sicht kritisch darzulegen.

      • ynneb sagt:

        Sicher kommt das ZDF mit Dokus auch seinem Bildungsauftrag nach, aber einen Vergleich zur Glosse sehe ich nicht.
        Dass ein Autor indes nicht verantwortlich oder zumindest unbeteiligt an der Illustration seines Beitrages ist, halte ich für fragwürdig (es sei denn Moritz leistet sich den Luxus einer Bildredaktion…). Bilder, die zu einem Text genommen werden, sollen ihn illustrieren. Egal ob Glosse, Bericht, Reportage… Da der Beitrag sich weder eingängig mit der Person, noch ausführlich mit den Motiven jener 200 000 Zuhörer beschäftigt, bleibt die Frage des Warum? Warum wird mit der Glosse als Obama als Diktator dargestellt?

  19. umdieEckeDenker sagt:

    Nein, sondern: Warum sehnen sich die Deutschen scheinbar nach einem neuen Führer?
    Gibt es gute und schlechte Führer? Und was passiert, wenn aus guten Führern schlechte Führer werden?

    *ynneb, dein intellektuelles Problem in allen Ehren, aber diese Glosse stellt doch die Paradoxie von Führerschaft heraus. Wer beleidigt ist, weigert sich nachzudenken, und sollte den Kinderkanal anschalten oder sich mit Wattebällchen bewerfen.

  20. ynneb sagt:

    Im Kern dreht sich die öffentliche Debatte, der Text in Ansätzen, ja um die Frage der Verantwortung in einem pluralistischen System. Nicht um die Wiedereinführung einer Diktatur. Die Frage danach ist also obsolet.
    Ich bin nicht beleidigt. Ich stelle Fragen, die wiederum Dich, "umdieEckeDenker" aufbringen und die mir niemand beantwortet.

    • moritz leser sagt:

      "Warum wird mit der Glosse als Obama als Diktator dargestellt?"

      1) Das Thema Obama ist aktuell.
      2) Er ist eine Führungspersöhnlichkeit.
      3) Es entsteht ein Kult um ihn, wie um einen "star".

      Daher ist Obama geeignet für Bilder zu genaue dieser Glosse.

      • ynneb sagt:

        Aha, und das weckt Hitler-Assoziationen? Oder Mao-Assoziationen? Oder gibt die Rechtfertigung, ihn als Rassisten zu bezeichnen (vgl. Quelle der Bilder)?

        Mein Fazit:

        Moritz kann keinen plausiblen Grund benennen, warum es gerade diese Bilder sein müssen. Der Artikel liefert ebenfalls keine stichhaltige Begründung.

        Der Artikel ist ein Bubenstück. Mehr nicht.

        • Peter sagt:

          Wieso sollte der webMoritz denn einen Grund benennen?? Erklärst du deine Witze?

          Ok – du hast die Satire nicht verstanden.. das hast du jetzt mehrfach gesagt… Ok – ich persönlich find sie auch grenzwertig. Na und?

          Entspann dich.

          Wir sind hier zwar eingeladen zu diskutieren, aber niemand hier ist verpflichtet dir irgendwas zu beantworten.

          • ynneb sagt:

            Schlechte Witze muss man leider erklären Und das hier ist ein schlechter Witz. Ich vermute, es waren hier nicht einmal Rassisten am Werk. Ich glaube, es sind wirklich nur Dilettanten.

          • T.H. sagt:

            mann alter, jetzt chill einfach mal!

            ist ja nich zum aushalten!

  21. ret marut sagt:

    Ich finde nur einen "Massenmörder", wenn wir uns schon auf solche moralischen Ebenen begeben wollen: nämlich den Faschisten und Antisemiten Hitler.
    OliverT, selbst wenn die Analogie mit Hitler "originell" wäre (wie sollte das gehen?), ist so etwas völlig daneben, weil das ganze Bildmotiv, das der webmoritz hier als Illustration beigefügt hat, rein rassistisch motiviert ist. Rassistische Hetze im webmoritz sollte grundsätzlich unterbleiben.

    • OliverT sagt:

      Naja, 40 Millionen Tote allein durch den "großen Sprung nach vorne" ist schon Massenmord, nicht zu vergessen, die vielen Tote durch die Kulturrevolution und das Laogai-System…

      Naja, und den Leuten des Webmoritz Rassismus vorzuwerfen wäre auch wieder zu weit gegriffen.

  22. Arik sagt:

    Ich möchte Sebastians Auffassung in diesem Beitrag beipflichten. Auch meiner Meinung nach verstößt dieser Beitrag höchstens gegen den guten Geschmack. Und über diesen kann man bekanntlich vortrefflich streiten.

    Ansonsten auch http://www.spiegel.de/spam/zum Abreagieren :-)

    • Schönes Zitat aus den Leserbriefen an Spiegel-Online Satire Abteilung:

      "Sagen Sie mal, haben Sie noch alle auf der Latte? Primitivität in einem Maß, das die kommunistische Religionsbekämpfung dagegen eine Kleinigkeit war.

      Ihre Beiträge sind nichts als Hetze, ich wünsche, Sie ernten eines Tages die Früchte Ihrer "Aufklärungsarbeit". Martin Brunnemann"

      • Arik sagt:

        Den hab ich doch früher hier schonmal gepostet ;-) Ich finde den mit dem “Sie gehören aufgehängt und ausgeweidet!” besser…nur leider haben die den auf Spam schon durch neuere “Leserbriefe” ersetzt….

        • ynneb sagt:

          Ja, damit hat der Spiegel durchaus einen Nerv getroffen. Wie gesagt, gute Witze erklären sich selbst und schlechte…

          • ynneb sagt:

            Nur zum Verständnis: Moritz ist meiner Meinung nicht rechts, nicht links oder rechts- oder links liberal, oder antisemitisch, radikal oder demokratisch, sondern einfach nur dilettantisch und zwar schlechten Beigeschmack.

  23. ret marut sagt:

    @ Leser1: Ich hab eigentlich ein ganz gutes Verhältnis zu Sebastian. Meine Kritik habe ich auch offen geäußert – also nix mit heimlich "anschwärzen". Zeig mir mal meine "Hass- und Hetzkampagne" gegen Sebastian ;) .
    Rassismus in Wort oder Bild sollten in einem öffentlichen Medium der Verfaßten Studierendenschaft keine Plattform erhalten, das ist doch eigentlich eine ziemlich klare Position, oder? :)

    • Leser1 sagt:

      @ret m. – Es scheint eine gängige Praxis mancher Kunden hier zu sein, wann immer Strittiges auftaucht, die Existenz des ganzen Mediums in frage zu stellen. Wenn die Titanic so etwas unter Glosse veröffentlicht, dann will doch auch keiner die Zeitschrfit verbieten. Ein Glück, das wir in einem freien Land leben, sonst wären irgendwann Leute wie du *ret marut dafür verantwortlich, dass wir nicht mehr lachen dürften und nicht mehr zweifeln…

      • ynneb sagt:

        1. Was die Titanic macht, entscheidet die Titanic. Spekulationen bringen uns nicht weiter.
        2. Bezieht der Chefredakteur keine befriedigende Stellung.
        3. Was veröffentlicht wurde, kann öffentlich diskutiert werden, auch im Stupa. Man nennt das Demokratie. Es als Stasi-Methode zu bezeichnen, ist eine Diffamierung und sehr undemokratisch.
        4. Niemand stellt das Medium in Frage. Warum also der Vorwurf?
        4.

  24. Erika sagt:

    Ein sehr gelungener Artikel! Die Bilder an sich sind natürlich ziemlich krass, aber für das Thema durchaus geeignet. Meiner Meinung nach deutet der Autor sehr genau auf unseren gesellschaftlichen Schwachpunkt, den Wunsch nach starker Führung. Unsere Faulheit macht uns wieder zu billigen, dummen Mitläufern, die nicht mal fähig sind sich um sich selbst zu kümmern.

  25. Marius Schmidt sagt:

    Bilder von einem Rechtsextremen einfach so ohne Distanzierung zu übernehmen, ist schon echt krass und sehr bedenklich. Der Verfasser der Bilder sagt, dass sie ein Ausdruck der Parallelen zwischen dem Wahlkampf Obamas und damaligen Nazi-Kampagnen sind. Und dann werden die Bilder vom webMoritz einfach so kommentarlos übernommen? Der webMoritz macht damit einen Schwenk vom linksextremen zum rechtsextremen Lager, ist das gewollt? Sicher, eine Veränderung ist für den webMoritz dringend notwendig, aber das ist das falsche Signal.

    • Hurtz sagt:

      @ Marius Hattest Du vorher den Eindruck, dass es sich beim Webmoritz um ein linksextremes Medium gehandelt hat?

      Reichen zwei Bildcollagen um aus einem linksextremen ein rechtsextremes Medium zu gestalten?

    • Wenn wir Linksextreme sind, dann besteht die SPD aus lauter Kommunisten. Ne mal ehrlich, linksextreme Publikationen unterscheiden sich doch heftigst von den Texten hier.

      • links"extremist" sagt:

        Ja, z.B. durch bessere Recherche und mehr Sachlichkeit (wenn mensch jetzt mal K-Gruppen-Publikationen außen vor lässt).

  26. Die Bilder sind geschmacklos. Ja. Man hätte sie verwenden können und dürfen, wenn sie nicht Teil der Hetzkampagne der Rechten gegen Obama gewesen wären. Die Bilder und Artikel des Satire-Magazins Titanic sind auch oft für viele LeserInnen geschmacklos. Aber die haben dann einen anderen Hintergrund. Sie wurden nur für dieses Magazin hergestellt und sollen satirsch sein. Die hier verwendeten Bilder sind keine Satire. Auch wenn sie jetzt hier in diesem Zusammenhang stehen. Im übrigen hat die Titanic auch schon einige Rechtsstreite wegen der Verwendung solcher Bilder hinter sich. Das wünschen wir dem Webmoritz natürlich nicht. Das Risiko steigt aber mit dem unreflektierten Verwendung fremden Inhaltes.

    • ynneb sagt:

      Nur eine Begründung für die Verwendung fehlt noch immer. Ein Zitat Ecos, das gut zu diesem Geschüchten passt: " Eine roh zusammen gehauene Geschichte, die an an allen Ecken und Enden klapperte."
      C'est tout. Nur ein Bubenstück. Mehr nicht.

      • moritz leser sagt:

        Kritisieren ist immer einfach!

        1) Du kannst ja selber einen schreiben und es besser machen.
        2) "Bubenstück"? an welcher Stelle? Er zeigt doch eindeutig, dass er was von der derzeitigen politischen Lage versteht. Auch wenn ich den Schmidt-Schröderabschnitt etwas leicht misszuverstehen finde, scheint er ja an allen Ecken und Enden missverstanden zu werden.

        Dieser Artikel ist keinem politischen Spektrum zu zuschreiben, sondern soll einfach nur satirisch die Entwicklung zwischen Demokratieverhalten und Führungswunsch aufzeigen. Oder habe ich da etwas Missverstanden?

  27. Marius Schmidt sagt:

    Ich kann wirklich nicht verstehen, warum die Chefredaktion immer noch der Meinung ist, es sei vertretbar, Bilder mit einem politisch rechtsextremen Inhalt ohne Distanzierung und/oder Kritik zu veröffentlichen. Schämt Euch!

    • rumpelpumpel sagt:

      die Kritik findest du im Text mein Lieber (wer lesen kann ist klar im vorteil usw.) Abgesehen davon, dass mit kein "politisch rechtsextremer Inhalt" auffällt, sondern nur eine Glosse, die auch als solche kenntlich gemacht ist, womit wohl auch für die geistig festgefahreneren feststehen dürfte, dass hier keine Rassisten sondern reflektierte Freunde der Kritik am Werke waren. tststs

  28. ein weiterer Leser sagt:

    ich kenne webmoritz nicht gut genug, um diesen beitrag einordnen zu können. für meinen geschmack war es aber nicht deutlich, präzise genug. es ist klar, was gesagt werden will, aber letztlich wirkt es zu schwammig.
    mit den bildern sehe ich es ähnlich wie einige meiner vorredner. ich war von anfang an ein wenig skeptisch, was die bilder uns sagen sollen (unabhängig vom text). nach ein paar absätzen wra dann klar, dass die bilder gar nicht zum text passen. und das nachlesen der quelle auf flickr hat dann mir dann den rest gegeben. ich finde auch, dass bild und künstler zusammen gehören und zusammen agieren. mit den aussagen des künstlers im hinterkopf fällt es schwer, das hier noch als satire anzusehen…

  29. floordress sagt:

    Viel heiße Luft um nichts.

  30. FloBonn sagt:

    wie soll denn so eine distanzierung aussehen? "der webmoritz ist sich bewusst, dass barack obama nicht hitler ist."

    achja, apple ist auch hitler. http://www.anti-apple.com/Anti-Ads/mac_hitler.jpg

  31. Marius Schmidt sagt:

    Quatsch, das Bild zieht eine direkte Parallele zwischen dem Wahlkampf Obamas und der NS-Propaganda. Und offensichtlich sieht der webMoritz diese Parallelen ebenfalls. Erschütternd!

  32. ret marut sagt:

    Obama macht übrigens da weiter, wo sein Vorgänger Bush aufgehört hat. Am Wochenende bombardierte zwei US-Drohnen Gebäude in Nordwestpakistan (darunter ein Wohnhaus eines regierungsfreundlichen Stammesältesten), insgesamt 21 Tote. Obama will den Schwerpunkt des "War on Terror" künftig stärker auf Afghanistan und Pakistan verschieben, die jetzt schon "ein einheitlicher Kriegsschauplatz" seien. (siehe "Yes he can", junge Welt v. 26.01.2009)
    Vielleicht erkennen ja nun all diejenigen, die so voller Hoffnung für Obama eingetreten sind, daß sich an der US-Außenpolitik unter dem neuen US-Präsidenten nichts Wesentliches ändern wird, weil auch er die Interessen der hinter ihm stehenden Wirtschaftsunternehmen bedienen muß.
    Unter http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/regionen/USA/nach-b...target=”_blank”>http://http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/regionen/USA/nach-b...findetsich übrigens ein interessantes Dossier über den Obama-Berater Brzezinski und dessen außen- und militärpolitischen Vorstellungen.

  33. Auch dieser Artikel des tollen Autors legt die Finger gewandt auf eine Wunde. Sehr gut geschrieben, pointiert und humorig. Weiter so!

  34. PS: @ret marut: bitte verschone uns doch mit dem ewigen Sozialismusgeplauder. Diese verrückte Idee ist bisher überall auf der Welt gescheitert und wird auch langsam schnarchlaaaangweilig. Bitte mal zurück zum guten Artikel !

  35. marxl sagt:

    Ich finde es ehrlich gesagt ziemlich peinlich, wie sehr sich manche Leute hier das Maul zerreißen. Letztlich hat ein Künstler ein Kunstwerk angefertigt. Das ist so oder so aller Ehren wert. Dass zB ret marut mal wieder unsere Idee mit seinem Fanatismus beschmutzt ist oberpeinlich. Wahrscheinlich sind nur Indianer wahre Kommunisten, da alle anderen nicht rot genug sind (Achtung, das war ein Spaß). Zum Werk: Superidee, aber bitte nicht: "Kurts Becks" …

  36. ret marut sagt:

    Wie ich schon mal ausführte, sind die Bilder, die der webmoritz zur Untermalung dieses Kommentars/ dieser Glosse benutzt, nur als Ausdruck rassistischer, reaktionärer Einstellung gegenüber AfroamerikanerInnen im allgemeinen und Barack Obama im besonderen zu deuten. Der Urheber der Bilder hat ja auch keinerlei Hehl daraus gemacht, daß er aus solch einer politischen Ecke kommt und seine Montagen auch in dieser Hinsicht interpretiert wissen will. Rassistische Ausfälle gegen Obama sind ja nicht neu und wurden auch schon im Präsidentschaftswahlkampf durch diverse rechte Organisationen (u.a. Teile der Republikanischen Partei, des KKK, des offenen Nazi-Spektrums der USA) vorexerziert.

    Eine Position gegen (!) rassistische Unterdrückung einzunehmen, beruht nicht, wie offenbar "marxl" und "edmund stoiber" meinen, auf "Fanatismus", sondern auf dem allgemeinen Prinzip der Gleichheit aller Menschen, frei von Diskriminierung und Ausgrenzung. Und das ist nicht etwa "ewiges Sozialismusgeplauder", sondern vielmehr eine Errungenschaft der bürgerlichen Aufklärung (zur Erinnerung: Überwindung des feudalen Zwangssystems, Französische Revolution, Machterlangung des Bürgertums).

    Ich empfehle allen, mal den Kommentar von Matthias Dell "Wir unverkrampften Rassisten" im Freitag vom 16.01.2009 zu lesen: http://www.freitag.de/2009/03/09031301.php“target=”_blank”>http://http://www.freitag.de/2009/03/09031301.phpDarin wird kurz und knapp dargelegt, warum einige sich als liberal, aufgeklärt oder links Verstehende auch heute noch zu unverblümtem Rassismus greifen – und das noch nicht mal als Problem sehen. Eine Auseinandersetzung über Rassismus in Wort und Bild täte der webmoritz-Redaktion sicher ganz gut.

  37. [...] Deutschen! Die Deutschen sehnen sich also nicht nur nach einem neuen großen Führer (vergleiche letzte Kolumne), die Deutschen haben sich auch schon eine neue Uniform [...]

  38. [...] teils skuriellen aber stets poientierten Glossen, etwa über die Greifswalder Post oder den “Führerstaat” auf den webMoritz einen Namen gemacht. Die vier Lesenden wollen jedoch nicht nur Erics Texte [...]

  39. […] Die Glosse ist erstmals erschienen auf webmoritz.de. […]

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