Na klar – Lokalzeitungen sind eher selten ein Hort des seriösen Recherche-Journalismus. Doch was in der Greifswalder Lokalreaktion der Ostsee-Zeitung passiert beziehungsweise nicht passiert, geht weit über den üblichen Lokalpatriotismus hinaus. Seit Jahren hat die Zeitung den Ruf, einseitig für die Greifswalder CDU und für die Stadtverwaltung Partei zu ergreifen.

In einem analytischen Kommentar wirft Sebastian Jabbusch einen genauen Blick auf die Stadtzeitung und kommt zu einem fatalen Ergebnis. Die Lokalredaktion Greifswald ist einseitig, unsachlich und stur. Sie verletzt regelmäßig den Pressekodex und journalistische Grundregeln.

Mit ihm sprechen will der Leiter der Lokalredaktion nicht. Nach wenigen Minuten wird er hinausgebeten. Zum Schluss noch die Drohung: “Passen Sie auf, was Sie da schreiben. Ich weiß mich zu wehren!”

Unser Redakteur Sebastian Jabbusch hat aufgepasst. Ein Blick lohnt sich:

Lese jetzt den OZ-Greifswald-Report

Foto: Marco Herzog

Nachtrag vom

9. September: Überschrift und Auszug dieses Beitrags wurden verändert. Die Kommentare bis #29 sind in diesem Hinblick möglicherweise nicht mehr zutreffend. Vielen Dank für euer Verständnis.
Sebastian Jabbusch
Chefredaktion webMoritz
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Den Beitrag vertont von Eric Schümann jetzt hören:

Kommentare

  1. AStA-Referentin    

    Vielleicht sollten sich die studentischen Medien genau überlegen, ob sie die OZ angreifen wollen. Schließlich ist diese Zeitung DAS Medium Greifswalds und somit die schnellste und einfachste Möglichkeit, auch hochschulpolitische Informationen an die Bürger zu bringen. Und soweit ich weiß, wurden immer alle PM zB des AStA dort auch berücksichtigt. Also vielleicht mal einen Gang zurückschalten und nicht immer gegen alles und jeden hetzen, damit nicht allen Unigremien in Zukunft die Zusammenarbeit mit der OZ erschwert wird. Ich denke, dass gerade auch der AStA gerne weiterhin die Möglichkeit in Anspruch nehmen möchte, durch die OZ die Bürger Greifswalds über hochschulpolitische Themen oder Veranstaltungen zu informieren. Und ich kann nur hoffen, dass die OZ zwischen AStA, StuPA und den moritz-medien zu unterscheiden vermag und jetzt nicht alle für diesen Artikel bestraft.

    1. Arik    

      Sehr bedenkliche Auffassung 😉

    2. Susi    

      “genau überlegen, ob sie die OZ angreifen wollen”

      oha darüber würde ich ja mal an deiner Steller noch mal nachdecken

      1. kathi    

        Und aus Angst sollte also jeder schweigen, Deiner Ansicht nach?

    3. Andreas    

      ” …und jetzt nicht alle für diesen Artikel bestraft.” Wie sollte diese Bestrafung denn aussehen?
      Dürfen die denn das ? (Ironie off)

    4. Hagen Schulz    

      Ein solches Maß an Opportunismus habe ich bei einer AStA-Referentin nicht erwartet.

      Die Art, in der hier die Angst vor “Bestrafung durch die OZ zu Greifswald” vorgetragen wird, sollte mal Anlass für die Frage/Diskussion sein, ob die Kollegin auf dem richtigen Posten sitzt.
      Auch wenn der AStA seit Jahren einen Mangel an Nachwuchs verkraften muss, ist keine Besetzung sicher besser, als solch eine.

      Ich will der Verfasserin damit auch nicht zu nahe treten.
      Mir geht es dabei eher darum, dass sie hier als AStA-Referentin postet und somit weniger ihre Meinung als Priatier bekannt macht.

      1. Gegen-AStA    

        Mich würde mal interssieren, ob die Autorin des obigen Kommentars noch im AStA sitzt, dann wäre jetzt vielleicht endlich die Zeit zurück zu treten…

    5. Kai    

      Warum redet iht die ganze Zeit von “Angst”?!? Von Angst vor der OZ war doch nie die Rede, nur davon, dass nicht alle an der Universität ein Poblem mit der OZ haben und weiterhin ein gutes Verhältnis zu ihr pflegen wollen. Und das ist vollkommen legitim!

      1. kathi    

        Erste REAKTIONEN der OZ. Sebastian, Du wirst wohl keinen Auftrag von der OZ mehr bekommen. Sie zieht auch Personen in Mitleidenschaft die nichts dafür können!
        Das passt zur OZ. Mal abgesehen davon, dass diese Reakionen zu erwarten waren, zeigt es wie unproffessionell und armselig der Laden ist! Die große OZ darf angreifen, alle und jeden aber wenn Sie Kritik einstecken müssen, dann sind sie dazu nicht in der Lage! Und die Bomben schlagen ein
        – in falsche Gärten!

    6. kaspar    

      Bedenklich. Der Artikel von Sebastian erfüllt leider nicht das erwünschte journalistische Niveau. Beleidigte Ex-Mitarbeiter, Recherchefehler, Zahlenspiele. Besonders seriös geriert sich der Verfasser nicht grade. Mich würde interessieren, welche Mehrheiten bzw Ziele er damit verfolgt. Oder hats einfach mit dem Volontariat nicht geklappt…?

      1. fleischervorstadtblog    

        wie verfolgt man denn mehrheiten? du bist lustig. anstatt jemandem einen persönlichen rachefeldzug zu unterstellen, solltest du mal kritisch überprüfen, wieviel neues dein beitrag zur längst abgeschlossenen diskussion beiträgt! :devil:

  2. Steffi    

    Schießt ihr euch nichts selbst ins Bein, wenn ihr der OZ Einseitigkeit und das Nichtbeachten von journalistischen Grundregeln vorwerft? Die OZ mag einseitig über die Greifswalder CDU und die Stadtverwaltung berichten. Ihr tut dies auf moritzweb auch – Nur eben mit anderer Intention!

    Höhepunkt der Verfrohrenheit ist das “fatale Ergebnis. Die Lokalredaktion Greifswald ist einseitig, unsachlich und stur. Sie verletzt regelmäßig den Pressekodex und journalistische Grundregeln.” Mit Verlaub, das könnte genauso über dieses Medium und einen Großteil seiner Berichterstattung festgestellt werden. Auch hier wird regelmäßig ungenau bis sachlich falsch berichtet. Verbesserungen werden- abgesehen von Rechtschreibfehlern die übrigens hier deutlich über der OZ liegen – nicht vorgenommen. Das ist wohl auch ein Zeichen von Sturheit.

    Wer gegen Verstöße gegen den Pressekodex und journalistische Spielregeln melden will, kann dies beim Presserat machen: http://www.presserat.de/Beschwerde.beschwerde.0.html Tobt euch aus!

    Abschließend möchte ich dem AStA-Mitglied uneingeschränkt zustimmen und freue mich schon auf Reaktionen aus der Bachstraße.

    1. Andreas    

      “Die OZ mag einseitig über die Greifswalder CDU und die Stadtverwaltung berichten. Ihr tut dies auf moritzweb auch – …”

      Ich finde, man sollte hier nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Die OZ hat das Potential, die gesamte Bevölkerung im Schnitt zu erreichen, wobei dieses Medium (Webmoritz) ein spezielles Klientel erreicht. Und gerade deshalb ist die obige Feststellung eigentlich ein Skandal, speziell wenn man den Eindruck hat, daß im Vorwahlkampf der Amtsbonus von OB König dazu gebraucht wurde, diesen öfter als seine Mitbewerber in den Meldungen zu haben.

    2. Kora    

      Interessante Reaktionen…von Unistudenten ? Asta Mitarbeitern ? Einfach nur enttäuschend.

      Oder sind das Reaktionen von OZ-Mitarbeitern ? :shocked:

    3. Hagen Schulz    

      Dass Vorhandensein von Rechtschreibefehlern als Argument in der aktuellen Diskussion auch nur aufzunehmen ist auch nicht gerade schlau. Zeigt es doch deutlich, dass hier der Schreiberin Gehaltvolleres nicht zur Verfügung steht.

      Die Vorfreude auf die Reaktionen aus der Bachstraße klingt doch eher nach Soap ala Lindenstraße.

      Warum freut sich hier niemand über offene konstruktive Kritik. Das ist doch ein guter Anlass, mal über Potential zur Verbesserung nachzudenken. Final dann noch etwas zu verbessern wäre ganz großes Kino.

      1. kathi    

        Also bitte! Natürlich freut sich hier auh jemand über die im Artikel enthaltene offene und konstruktive Kritik! Es wurde mal Zeit, dass jemand den Mund aufmacht, denn die einseitige Berichterstattung war ja kaum noch ertragbar. Die Soap wird jedenfalls spannender als die klassischen Fernsehsoaps, lach!

  3. fleischervorstadtblog    

    ich finde den kommentar gelungen, denn er bietet einen kleinen eindruck der selbstversessenheit dieser zeitung. die angeführten beispiele illustrieren zum großen teil das problem: cdu, schelsky, spenden, wvg-anteilsverkauf.
    den vergleich oz-webmoritz finde ich schwierig, da es sich bei der oz um einen ganzen apparat bezahlter kräfte handelt, während hier doch so gut wie alles ehrenamtlich läuft.

    @2: die oz berichtet einseitig über genannte themen, aber ist man dann nicht dazu verpflichtet, eine andere perspektive auf eben diese dinge zu veröffentichen?

    @1: die frage, ob man es wagen sollte, sich gegen die oz zu positionieren aus angst, “bestraft” zu werden, dieser frage ist doch die komprimierte fassung des berichtes. wer nicht pariert kriegt was auf die mütze und herr amler weiss sich zu wehren. das können nicht die überlegungen im umgang mit einer seriösen zeitung sein.

  4. Steffi    

    Sowohl die Berichterstattung über das Freizeitbad, die (I)CE-Anbindung, etc fand auch hier statt. Jedesmal fehlerhaft. Dies mag daran liegen, das der Autor die Texte von der OZ kopiert hat ohne sie zu prüfen. Tragbar ist es in jedem Fall nicht. Auch die Berichterstattung über den Studentenausweis war fehlerhaft, hier wurde dem Studentenwerk etwas falsches unterstellt. Die Liste ist beliebig verlängerbar.

    Sebastians politische Verortung ist im Übrigen auch jedem Leser des Webmoritz bekannt. Ändern kann sie kein Leser. Mit der OZ ist dies genauso. Die CDU und die OZ wird über den Artikel feixen und ihn abtun.

    1. Sebastian Jabbusch    

      Hallo Steffi:

      – Über das Freizeitbad haben wir nicht berichtet.

      – Richtig ist, dass wir die ICE Meldung mit dem Verweis auf die OZ übernommen haben. Aber was ist so falsch daran, wenn ich damals der OZ-Information vertraute? Hätte ich damals schon annehmen sollen, dass das eine Falschmeldung ist? Wenn du sagst, bist noch viel Skeptischer als ich, was die OZ angeht. Im übrigen waren wir es (nach Hinweisen von einigen webMoritz Lesern), die recherchierten, dass es eine Falschmeldung war. Wir haben dies dann sofort wieder richtig gestellt. Vergleiche hier:

      http://www.webmoritz.de/2008/08/01/doch-kein-ice-anschluss-fur-greifswald/

      – Richtig ist auch, dass wir einen Fehler aus dem Moritz Magazin im Flying Moritz beziehungsweise für den webMoritz übernommen hatte. Auch dies haben wir aber ausführlich richtig gestellt. Nämlich hier:

      http://www.webmoritz.de/2008/07/29/richtigstellung-neuer-studentenausweis-scheitert-nicht-am-studentenwerk/

      == > Fazit: Fehler passieren überall. Zum Journalistischen Anstand gehört es aber diese aber korrekt richtig zu stellen. Meine Kernkritik an der OZ geht aber eher in Richtung “Tendenziöse Berichterstattung”. Diese kleinen Fehler wären ja noch vertretbar, wenn sonst alles stimmen würde…

    2. Hagen Schulz    

      Dieses Posting hat mir wiederrum ganz gut gefallen.

      Du schreibst ganz richtig, dass es hier doch nur um Veröffentlichungen in Blättchen aus der Provinz geht.

      Mir scheint es, dass sich hier im Orte wohl einige kleine Leute selbst sehr schätzen und wichtig nehmen.
      Als aufmerksamer Beobachter finde ich das zum Teil sogar ganz vergnüglich.

  5. sebastian Jabbusch    

    A) der Webmoritz ist natürlich sehr positioniert, keine Frage – gibt aber auch nicht vor ausgewogen zu sein. Wir sind ein studentisches (!) Medium. Da darf man auch frech sein… Etwas anderes können wir mit unseren Resorcen auch gar nicht leisten.

    B) die Ostsee-Zeitung hat da meiner Meinung nach eine andere Aufgabe. Mit ihren 16.000 verkauften Exemplaren jeden Tag, hat sie mangels anderer tageszeirungen in der Stadt die Verpflichtung alle Positionen angemessen viel Platz einzuräumen.

    C) im webMoritz kann jeder jeden Artikel mit einem mausklick kommentieren. Solange die Kommentare frei sind von Beleidigungen bleiben alle stehen – in voller Länge. Teilweise kommen bis zu 50 Kommentare und mehr auf einen Artikel. In der ostsee-Zeitung werden Leserbriefe mit erheblicher Verzögerung, gekürzt und manchmal gar nicht veröffentlicht.

    D) die asta Referentin ist mir ihrer angst vor der macht der ostsee-Zeitung nicht allein! Viele Leuten musste ich zusichern ihren Namen nicht zu veröffentlichen. Viele wollten gar, dass ich ihre Aussage gar nicht verwende. Das diese angst berechtigt ist, glaube ich nicht. Aber sie zeigt ganz eindrucksvoll was man der OZ offenbar alles zutraut…

    Sebastian (via handy)

  6. fc    

    Ich finde es gut, wenn über die einzige lokale Tageszeitung diskutiert wird. Das ist doch auch legitim. Die Redaktion hat den Artikel auch schon wahrgenommen und weiß, von wem dieser stammt, nämlich von einer Einzelperson, den die Redaktion auch kennt. Daher denke ich, dass sich kein Problem der OZ mit der gesamten Studierendenschaft, studentischen Medien oder ASta und StuPa daraus ergeben wird.

  7. fietr    

    top, dass die popularität dieses blogs immer wieder für themen genutzt wird, die die ganze stadt angehen.
    dass die oz-berichterstattung n dreck ist, ist ja kein neues phänomen. endlich bricht jmnd medial mit der ständigen duckerei vor der hgw-wohlstandsriege, die nur auf machterhalt und scheffelei aus ist.
    läuse in den filz!

  8. Arik    

    Sebastian…da Du ja scheinbar schätzt, dass hier ungekürzt kommentiert werden darf und weil bei deinen Worten einigen deiner ehemaligen Kollegen und Mitarbeiter das Herz blutet, während sich eine seltsame Art von Gelächter die Luftröhre hinaufquält, hier mal meine bescheidenen 232882,5 Cents.

    A) Ich denke, über die “Positionierung”, so wie sie sich zeitweise ausgeprägt hat, wird noch einmal geredet – du solltest dich jetzt also nicht reinreden 🙂 Ein studentisches Medium zu sein, erlaubt es nicht, dreist oder schlecht zu sein. Und dass wir uns bzw. ihr euch mit den vorhandenen Ressourcen auch nichts anderes leisten könnt – ist in dem Zusammenhang ein schlicht unsinniger Satz: “Wir haben sowenig Mittel – wir müssen frech sein.” Was die Ressourcen betrifft, sind eure in technischer Hinsicht die besseren. Was die Qualität des webMoritz betrifft – da treffen viele Aussagen zu. Derweil du dich recht hochmütig ob der Dir beschienenen Aufmerksamkeit zu zeigen scheinst und nun auch wieder vermehrt “echte Reißer” publizierst, könnte man mit Hinblick auf deinen OZ-Artikel und die enthaltene Kritik auch fragen, warum deine Stellvertretung erneut zur Besetzung ausgeschrieben ist. Bei der Beantwortung dieser Frage kämen wir auch zur Antwort darauf, welche Ressource hier am meisten fehlt und warum sie fehlt, um journalistisch und inhaltlich – nicht politisch! – ausgewogen zu sein.

    C) Bei der Zahl von Leserbriefen müßten sie vermutlich einen eigenen Leserbriefteil herausgeben.

    D) Jetzt fütter das doch nicht noch! Erstens weißt du nicht, ob die AStA-Referentin wirklich eine AStA-Referentin ist oder das nur vorgibt, um mehr Gewicht in ihre Aussage zu legen. Viele Leute wollen ihre Namen auch nicht nennen, wenn man sie zu ihrem Lieblingsgetränk, zu ihrer Konfession interviewt oder einfach nur ein Foto von ihnen beim Studentenjobbing machen will.

    Derweil gibt es auch ne Vielzahl von Leuten, welche Dir so einiges zutrauen und es wächst bei einigen auch langsam die Angst vor dem, was du so tust.

    Da bei dir selber nicht alles rund läuft und du die (derweil vielleicht nur politische, sondern die – in meinen Augen eigentlich problematische – inhaltliche) Unausgewogenheit offen zugibst, trotzdem du doch im Auftrag und mit Mitteln der Gesamtheit der Studierenden publizierst, und trotz unserer eigentlich guten Zusammenarbeit frage ich mich, warum Du dir diese Art von Narrenfreiheit herausnimmst. Und damit das Projekt gefährdest, was dir das Stupa und deine dir eigentlich wohlgesonnenen Kollegen zum Ziel gesetzt haben: Ein studentisches Onlineportal aufzubauen. Und das besteht aus mehr als dem, was hier im Augenblick ist. Bisher verwendest du deine Energie darauf, reichlich unstudentische Themenkomplexe auf eine teils ziemlich unakademische Art zu bearbeiten. Vielleicht hast du nun Lust, dass wir nochmal über unsere gemeinsamen Ziele reden, bevor Du hier völlig abgehst. Es hätte für die Integrität des webMoritz besser gereicht, den OZ-Artikel im Stadtgespräch zu veröffentlichen und ihn hier zu verlinken oder was auch immer 🙂 Ich frage mich ein bißchen, wie wir in Zukunft neue Redakteurinnen für den Politik-Blog von Sebastian Jabbusch gewinnen wollen. Mit den besten Grüßen gebe ich zurück nach Hamburg 😉

    1. Kai    

      Hallo Arik,

      mit deinem Kommentar (insbesondere mit Punkt A) sprichst du mir und vielen anderen unserer Kommilitonen aus dem Herzen! Danke!

    2. Thomas    

      Ich möchte mich Ariks Beitrag vollends anschließen. Wo sind die originär studentischen Themen? Der Webmoritz soll ein Onlineportal für die Studierendenschaft sein. Themen gibt es genug, allein die Berichterstattung fehlt.

      1. Sebastian Jabbusch    

        Hi Thomas,

        wir berichten die ganze Zeit über ord. studentische Themen:

        – Der verschobene Studentenausweis
        – Die 10 Euro Rückmeldegebühr
        – Die neuen Institute und die großen Investitionen an unserer Uni
        – Der Studentenansturm im neuen Semester
        – Das neue Audimax
        – Der neue Senatsvorsitzende..

        … um nur die Themen der letzten Woche zu nennen…

        1. Thomas    

          Na dann: Wo bleiben die “großen” Reporte über die von dir benannten Themen? WVG und OZ wurden damit bereits geadelt. Fotos aus dem Audimax und eine “Umfrage” mit drei Befragten zum Studentenausweis sind für mich keine Berichte. Das Abschreiben von Pressemitteilungen über Bauvorhaben und neue Institute sollte einer Chefredaktion nicht würdig sein…

        2. Sebastian Jabbusch    

          Thomas,

          Ich finde wir haben z.B. das Thema “Zwangs-Nicht-Verlängerung” von Professor Matschke sehr ausführlich und sehr lange im webMoritz begleitet! Das gleiche gilt für die 10-Euro Rückmeldegebühr Da finden sich Artikel bis in den März zurück (als es den webMoritz noch gar nicht gab!!).

          Also die Behauptung wir würden studentische Themen nicht wichtig nehmen, ist so nicht richtig. Aber ich freue mich, wenn du in unser Team dazustößt und uns hilfst mehr zu machen.

          Schon eine E-Mail mit einer Anregung für einen Artikel kann manchmal sehr helfen! Ich will noch immer einen Artikel zur nächsten Senatssitzung schreiben und warte da derzeit ganz verzweifel auf Informationen von einem gewissen Thomas :getlost:

          Grüße aus Polen!

    3. Erik    

      A)Ist die Kritik an der Korruption des CDU Bundestagsabgeordneten, des CDU Bürgermeisters, der
      CDU Bürgerschaftsfraktion wohl eher moralisch motiviert als politisch!Denn es gibt ausser der CDU schlicht keine andere korrupte Partei in Greifswald.
      B)Ist die Spendenaffäre insofern studentisch da ja die RCDS Hochglanzplakate aus der
      CDU Greifswald Kasse kommen und damit die letzte bzw letzten Stupawahlen von Siemensgeld beeinflusst waren.
      C)Ist das der Anfang von Zensur?
      “Ich denke, über die “Positionierung”, so wie sie sich zeitweise ausgeprägt hat, wird noch einmal
      geredet”
      D) Wird das Schwarze Stupa wohl dem Versuch unbequeme Fragen zu stellen bald einen Riegel vorschieben!
      E)Bist du wohl auch nicht neutral.

      1. Arik    

        Hallo Erik,

        A) Das einzige Problem, was ich mit der Berichterstattung über CDU/OB/Bürgerschaft und bla bisher habe ist das, dass wir ein studentisches Medienportal sind. Die Aussage, dass es keine andere korrupte Partei in Greifswald gibt, solltest du einer langfristigen Analyse unterziehen anstatt dich kurzfristigen, öffentlichkeitswirksamen Trends zu unterwerfen. Das nennt man nämlich Populismus.
        B) Zu B habe ich mich garnicht geäußert. Ich kann mich insofern äußern, als dass seriöser Journalismus erfordert, die laufenden Verfahren bis zu einer endgültigen Feststellung der “Wahrheit” abzuwarten.
        C) Nein, das ist kein Anfang von Zensur. Ich weiß jedoch, dass die breite Masse der Studierendenschaft Sebastian wegen seiner journalistischen Arbeit nicht gerade wohl geneigt ist. Ich hingegen schätze sein Talent, wenn auch derweil manche Probleme erkennbar sind. Ich möchte verhindern, dass ein an sich talentierter Moritzler aus was für Gründen auch immer abgesägt wird. Um unterdessen auch deutlich zu machen, dass ich wie der Rest der Moritz Medien, wie auch ein nicht unerheblicher Teil der Studierendenschaft Sebastians unreflektierte und teilweise auch unüberlegte Arbeitsweise nicht schätzt, habe ich mich zu dieser Stellungnahme entschlossen. Die entscheidenden Motive sind hierbei, Sebastian die Deutlichkeit klar zu machen als ihm und euch auch die Haltung seiner Kollegen zu verdeutlichen, bevor es zu spät ist. Weder dezente noch eindeutige Hinweise schienen bisher zu helfen.
        D) Das Stupa wird tun, was es zu tun gedenkt. Es ist weder angefüllt von weisen Menschen noch von wirklichkeitsfremden Verrückten. Das Stupa existiert und mit ihm muss man leben (frei nach Konfuzius).
        E) Neutral kann nur der sein, der die objektive Mitte erkennt. Da Objektivität eine Illusion ist, kann ich leider nur so neutral sein, wie es mein Verstand mir bei aller Anstrengung möglich macht. Derweil Du mir das absprichst: Wo sind deine Beweise?

      2. Thomas    

        Glaubst du selbst an das, was du da schreibst?

    4. Sebastian Jabbusch    

      Hi Arik,

      wie Du weißt, schätze ich Deine Kritik und freue mich schon auf die Diskussion. Daher nur eine Anmerkung zu Deinem Kommentar: Der Rücktritt meiner Stellvertreterin bedauere ich sehr. Zumal ich ansonsten ein sehr harmonischer Mensch bin. Ich finde es aber unfair diesen Rücktrit in Verbindung mit diesem Artikel zu bringen, zumal der Rücktritt schon weit zurück liegt.

      Generell vertrete ich die Auffassung, dass die Medien nicht nur über das tagtägliche Geschehen berichten sollten. Dies tun wir natürlich auch. Aber manchmal ist es eben auch notwendig, etwas Abstand zu gewinnen und sich zu fragen, ob die Dinge die hier so passieren, richtig und in Ordnung sind. So eine kritische Einordnung sollten wir als (angehende!!) Journalisten nicht vergessen.

      Und es ist eben nicht der DPA-Ticker, der Skandale aufdeckt, sondern die kritischen Medien wie DER SPIEGEL, Monitor oder anderes.

      Wir vom webMoritz sind natürlich Meilenweit von diesen Aushängeschildern des Profi-Journalismus entfernt. Ich warne nur davor, dass wir Journalisten selbst unsere Aufgabe freiwillig aufgeben. Wenn wir nicht mehr hingucken, wer dann?

      Gerade Du Arik, hast im letzten Moritz-Magazin in dem Artikel über die schlechte Bezahlung der Studenten in Greifswald selbst gezeigt, wie so etwas geht.

      So weit, beste Grüße aus Polen!

      Sebastian

      1. Arik    

        Hallo Sebastian,

        meine Anmerkung zu deiner Anmerkung: Ich habe gehofft, dass du meine Kritik schätzt und sie deswegen derart veröffentlicht. Es fiel mir aber bisher nicht gerade deutlich auf, dass du ein auf Harmonie bedachter Mensch bist, natürlich gerade in Hinsicht auf den Rücktritt deiner Stellvertreterin. Wenn Du den von mir erzeugten Kontext unfair findest, solltest du derweil über ihre Rücktrittsgründe, deine Arbeit und deinen Artikel noch einmal gründlich reflektieren.

        Generell hast Du vollkommen Recht.

        Derweil der DPA-Ticker, SPIEGEL und Monitor, wie Du genau weißt, wohl schon heutzutage häufiger als Aushängeschilder des Profi-Journalismus in Zweifel gezogen werden, frage ich mich, warum Du nicht erst deine ureigenste Arbeit “richtig richtig” machen kannst, bevor Du beginnst, zum Leidwesen vieler, andere an unter dem Motiv des versuchten Profi-Journalismus den Pranger zu stellen. Seien es Uni-Institutionen, deine Kollegen oder universitäre oder städtische Einrichtungen.
        Es ist sehr richtig, über die mangelnde Qualität der OZ zu berichten. Und es ist richtig, dies im scharfen Ton zu tun. Es ist aber recht unangemessen, dies in der durch die gewählten Schärfe zu tun, während Dir genau dies selber vorgeworfen werden kann.

        Gerade ich habe mich im vorletzten Moritz-Magazin ganz schwer zurückhalten müssen, weil das mein Anspruch an Seriösität erforderte. Das Potential für einen populistischen, hochgepeitschten Bericht ist riesig. Du weißt es genau.

        Vielleicht hast Du ja Lust, das nochmal im engeren Kreise zu diskutieren.

        Derweil ein schönes Wochenende in Polen,

        Arik

        1. Sebastian Jabbusch    

          Die Diskussion im engeren Kreise nehme ich gerne an! Man sieht sich in HGW oder hört sich bei der nächsten Telefonkonferenz 😉 :biggrin:

        2. Sebastian Jabbusch    

          P.S.: Ich hab mir Deinen Kommentar noch mal durchgelesen und möchte noch ergänzen: Meine Stellvertreterin hätte diesen Artikel sicher nicht begrüßt, genauso wie sie (bekannterweise) auch den WVG-Artikel nicht begrüßt hatte, bzw. meine Berichterstattung über die Adam/Schelsky/Siemens Affäre.

          Da haben wir (sie und ich) unterschiedliche Auffassung über die Funkion der studentischen Medien und die Frage welche Themen man anpackt. Aber ich bleibe dabei: Studentische Medien müssen über mehr als nur Hochschulpolitik berichten dürfen. Wenn das für meine Stellvertreterin untragbar ist und sie deswegen zurücktritt, respektiere ich das… Daraus sollte man jedoch weder ihr noch mir einen Strick drehen.

        3. Kerstin Zuber    

          Hallo Sebastian,

          ich habe es dir schon eine Millionen mal erklärt, aber da du das Thema offensichtlich jetzt doch auf dem Webmoritz ausdiskutieren möchtest, erkläre ich es dir gerne noch einmal.

          1. Ich war nie gegen die Berichterstattung über die Themen WVG und Schelsky-Affäre!!! Es gab keine Differenzen über die Frage, welche Themen man anpackt.

          2. Ich bin absolut dafür, dass studentische Medien über mehr als nur Hochschulpolitik berichten!!!

          3. Ich war gegen die Art und Weise (nicht gegen die Themen ansich!), wie einige Artikel geschrieben wurden, weil sie unsachlich, polemisch, unausgewogen, unvollständig und schlecht recherchiert waren!

          Für meinen Rücktritt gibt es viele Gründe, nicht nur die von dir angesprochenen zwei Artikel (das weißt du doch!!!). Es ist schade, dass du dir meine Rücktrittserklärung offenbar doch nicht durchgelesen hast, denn da habe ich neben vielen anderen Dingen kritisiert, dass bei dir Schwarz-Weiß-Denken vorherrscht, differenziertes Denken bei unserer Zusammenarbeit jedoch leider sehr schwer für dich war.
          Als Beispiel habe ich dafür genannt, dass du es nie verstanden hast, dass man durchaus für den Inhalt eines Artikels aber gegen die Art und Weise wie er geschrieben ist, sein kann.

          Dein Kommentar oben beweißt, dass du es leider noch immer nicht verstehst, was mir ehrlich gesagt unbegreiflich ist.

          Wir hatten uns darauf geeinigt, dass wir unsere Differenzen nicht auf dieser Website diskutieren. Ich erwarte daher von dir, dass du dich mit Kommentaren über unsere Differenzen und die Gründe für meinen Rücktritt auf dem Webmoritz zurückhälst. Das beinhaltet auch, dass du Kommentare von anderen, die auf meinen Rücktritt anspielen, ignorierst oder dich nur allgemein dazu äußerst.

          Kerstin Zuber
          (ehem. Stellv. Chefredakteurin)

  9. Tosh    

    Den Kommentar der Asta-Referentin finde ich äußerst erschreckend!
    Wenn man einen Missstand entdeckt (und es dürfte kaum bezweifelt werden, dass die OZ-Lokalredaktion äußerst einseitig berichtet), dann müsste man doch darum bemüht sein, diesen zu beseitigen, und genau das macht Sebastian und Webmoritz. Gäbe es die Webmoritz-Berichterstattung nicht, dann hätte ich zum Beispiel so gut wie nichts über den WVG-Verkauf erfahren. Es ist sehr begrüßenswert, wenn Webmoritz die arme Greifswalder Medienlandschaft bereichert.
    Wenn man sich, wie von der Referentin gefordert, den Verhältnissen anpasst, dann ist das nicht nur schlecht für die lokale demokratische Kultur, sondern schadet meiner Meinung auch uns Studenten. Denn eine eigene lebhafte Diskussionskultur in der Studierendenschaft ist viel wichtiger als ein guter Draht zu den Etablierten. Wir werden unsere eigenen Anliegen auch trotz des Jabbusch-Berichts verbreiten können, so professionell ist die OZ dann doch. Und wenn so ein Bericht eine lenhafte Diskussion auslöst, kann man sich ja nur freuen…

  10. floordress    

    Jetzt mal zu diesem speziellen Kommentar: Wichtige Zusammenfassung, die auf auch in einem studentischen Medium möglich sein muss!
    Über alles andere kann man sich streiten, aber ich les dann doch lieber sowas, als etwas über das renovierte Audimax (denn ein Onlineportal lohnt sich auch erst, wenn Leute drauf klicken).
    Wenn die OZ jetzt meint sich wehren zu müssen, legitimiert sie die Kritik im Nachhinein zusätzlich.

    1. Thomas    

      @ floorsdress: Der Webmoritz ist ein Medium, das von der Studierendenschaft für die Studierendenschaft herausgeben wird. Die Studierendenschaften haben Aufgaben laut Landeshochschulgesetz, die sie zu erfüllen haben. Diese umfassen nicht einseitige und populistisch aufgezogene Berichterstattung über Themen, die Studierende nicht unmittelbar betreffenden. Mit solchten Artikeln fordert Sebastian geradezu den Vertreter des Herausgebers, das Studierendenparlament, auf ihn – und damit auch den moritz und moritzTV – in die Schranken zu weisen. Ariks Position ist hier ausnahmslos zu unterstützen.

      1. floordress    

        Die politische Bildung ist allerdings auch eine Aufgabe der Studierendenschaft.
        Des Wegen würde ich es vorziehen nicht über den Sinn dieses Kommentars (er ist als solcher gekennzeichnet und ist damit ein journalistischer Meinungsartikel) zu reden sondern über den Inhalt und die Aufbereitung der Fakten.
        Denn genau das was hier stellenweise passiert, nämlich das Auseinandersetzen mit dem Inhalt, fördert das Verantwortungsbewusstsein auf der Grundlage der verfassungsmäßigen Ordnung. Jetzt ist es an denen, die den Inhalt für unwahr halten, zu recherchieren und einen Kommentar von der anderen Seite zu schreiben. So kann eine lebhafte Diskussion über politische Themen entstehen, die nicht als Positionierung der Studierendenschaft gelten können (fraglich ist hierbei auch in wie weit ein Kommentar in der Süddeutschen als “Positionierung” der gesamten Redaktion gesehen werden kann), eben weil es dann verschiedene Meinungen gibt. Der webmoritz würde dann auch eine Plattform für Meinungs- und Informationsaustausch werden bei der jeder Studierende mitwirken kann. Und Dank den Fähigkeiten die das Studium uns vermittelt, nämlich wissenschaftliches Arbeiten und argumentieren, kann dadurch ein hohes Maß an Qualität erreicht werden.
        Wäre doch super!

        1. Sebastian Jabbusch    

          Danke Floordress!

          So sehe ich das auch!!

        2. Thomas    

          @Floorsdress:
          1.) Du glaubst, Sebastian möchte politische Bildung mit dem Webmoritz betreiben? Oh, das wäre ein edles Ansinnen. Entspricht aber nicht der Realität.
          2.) Was ist hier Kommentar, was Bericht, was Report? Es handelt sich um den “OZ-Report”, der von Sebastian auf dieser Seite bereits als Kommentar, an anderer Stelle als Bericht bezeichnet wird.
          3.) “Denn genau das was hier stellenweise passiert, nämlich das Auseinandersetzen mit dem Inhalt, fördert das Verantwortungsbewusstsein auf der Grundlage der verfassungsmäßigen Ordnung. So kann eine lebhafte Diskussion über politische Themen entstehen…” Siehst du hier eine lebhafte Diskussion über poltische Themen? Hier wird sich mit der Art und Weise der Berichterstattung auseinandergesetzt.
          4. “Der webmoritz würde dann auch eine Plattform für Meinungs- und Informationsaustausch werden bei der jeder Studierende mitwirken kann.” Der webmoritz ist momentan ein egoshooter von Sebastian Jabbusch, auf dem im Namen der Studierendenschaft seine Meinung präsentiert wird. Wieviele aktive Redakteure gibt es eigentlich beim webmoritz? Ich lese fast ausschließlich von einem. Seine Stellvertreterin ist gegangen. Wenn in dem Laden nicht bald was passiert, wird der Webmoritz mangels Nachwuchs im nächsten Frühjahr beerdigt.

        3. floordress    

          Das waren alles normative Dinge, die ich gesagt habe. Ich wollte nur einen Weg vorzeichnen wie es laufen kann.
          Eine inhaltliche Auseinandersetzung ist bei dir jedenfalls nicht zu sehen, deswegen ja auch “stellenweise”.

          Vielleicht sollte man sich mal fragen, was es mit der Satzung für eigenständige studentische Medien auf sich hat: Bedeutet, dass a) die studentischen Medien sind unabhängig oder b) sie sind Sprachrohr der Studierendenschaft?

          Mir scheint, dass du hier – egal was passieren würde – auch nicht von deiner “kritisch-pessimistischen” Haltung abweichen würdest.

          Es mag vielleicht nicht das Hauptanliegen Sebastians sein hier immer politisch zu Bilden, aber genauso wenig sollte man ihm das Gegenteil unterstellen.
          Denn bis jetzt gab es außer Stilkritik noch keinen Gegenbeweis zu inhaltlichen Dingen, was ich wirklich erstaunlich finde, bei der Masse von Leuten, die sich hier so echauffieren.

        4. sebastian Jabbusch    

          zu 2.) dieser Artikel ist eine Mischung. Genauso wie jeder in einem Feature des Spiegels zwischen Meinung und Fakten unterscheiden kann, sollte dies auch hier möglich sein!

          zu 3.) sehr lustig Thomas! Erst führst du eine ewige Debatte über die Qualität des Artikels, dann wirfst du mir genau das vor – das ist doch zynisch ?!

          zu 4.) hier gibt es verschiedene Gegenargumente:

          a) es sind Semesterferien – auch bei der Print & Tv Redaktion sind zur Zeit kaum Leute

          a2) mir vorzuwerfen ich würde “alleine” schreiben ist falsch und auch ganz generell ebenfalls zynisch. Ich versuche nämlich die hohen arbeitsanforderungen des stupa zu erfüllen (20 h pro Woche).Und auch im Print werden übrigens viele Artikel – gerade im politischen Bereich von den chefredakteuren geschrieben – ich erinnere an die HoPo-Berichterstattung von Björn und Maria in den letzten Ausgaben…

          b) ich wurde erst ende des letzten semesters gewählt, die Redaktion war unter meinem Vorgänger auf wenige zusammengesunken, eine (unvollständige) Redaktionsliste meines Vorgängers wurde mir erst nach einem stupa-beschluss übergeben, nachdem Strafen angedroht wurden etc. Die geschichte ist Dir bekannt…

          c) richtig gestartet wurde das Projekt webMoritz erst nach öffentlichen Drück durch den Ryck-Blick, bzw. den Relaunch vor zwei Wochen. Hier schon irgend ein Fazit zu ziehen, ist gar nicht möglich, viele Seiten-Features fehlen noch immer…

          d) der Aufbau einer guten Redaktion bedarf ca 6 bis 12 Monate. Bisher hatte ich grad mal ~4 Redaktionssitzungen Zeit dafür… Da alle (im gegensatz zum asta) ohne Bezahlung arbeiten, kann man überdies nur mit Belohnungen (zum beispiel öffentliche Anerkennung) motivieren. Niemand kann (und soll) zu irgend was gezwungen werden…

          e) aus meinem Team bekomme ich bisher sehe positives Feedback. Meine Stellv. spricht nur für sich selbst. Insgesesamt – lieber Thomas – finde ich deine Versuche mich hier als Chefredeurs-Ekel darzustellen unseriös!

  11. AStA-Referentin    

    Der AStA darf sich allgemeinpolitisch nicht äußern, sondern soll sich auf hochschulpolitische Themen konzentrieren. Warum gilt dieser Grundsatz nicht auch für die studentischen Medien?

    1. Thomas    

      Gibt es. Das weiß auch Sebastian.

      1. Sebastian Jabbusch    

        Die Moritz Medien sind in Ihrer Berichterstattung frei. Etwas anderes müsste erst durch das StuPa festgelegt werden.

        1. Thomas    

          Wenn du das meinst, schau bitte mal in deine Satzungen.

        2. Arik    

          §2 Abs.1 der Eigenbetriebssatzung, um genau zu sein.

          Und mit deiner Hilfe wird das StuPa beizeiten die Grenzen noch enger ziehen.

        3. sebastian Jabbusch    

          das würde ich begrüßen , das hier endlich mal Klarheit herscht!

    2. Flo    

      hmpf, das neue kommenatr system nervt.
      grundsätzlich gilt, dass man satzungen (oder zumindest die entsprechenden paragraphen) ganz lesen sollte.
      in der eigenbetriebssatzung steht deutlich, dass auch über das umfeld der uni berichtet werden soll. und wenn das nicht reicht schließt sich als ultimativer freifahrtschein noch folgender satz an: “Daneben können zu anderen Themen Beiträge erstellt werden.” ohne diese erweiterungen müsste man ja auch den kulturteil “geringfügig” zusammenstreichen.

      das ganze kann man auch wunderbar mit dem lhg begründen.
      aufgaben der studierendenschaften sind unter anderem: “6. die politische Bildung und das staatsbürgerliche Verantwortungsbewusstsein der
      Studierenden auf der Grundlage der verfassungsmäßigen Ordnung zu fördern”
      was die studierendenschaft hingegen nicht darf ist politische positionen für die studierenden zu vertreten, also zum beispiel asta-referenten zum werbung machen für herrn rose abkommandieren

  12. Micha    

    Weil die Leser des Webmoritz ein wenig mehr als nur studentische Themen interessiert?
    Soviel passiert nun wirklich nicht in der Hochschulpolitik!

    Und wenn Beides beleuchtet wird, finde ich das sehr gut…

    1. Sebastian Jabbusch    

      Richtig – zumal derzeit Semesterferien sind…

  13. Tobias    

    Das Problem ist einfach die Art und Weise, in der Sebastian seinen Sensationsjournalismus betreibt. Die Beiträge sind schlecht recherchiert, die Argumente häufig platt, die Argumentation klar politisch motiviert.

    Der Webmoritz ist aktuell kein Portal der studentischen Medien, sondern eine Ego-Plattform für Sebastian, und das kann er prinzipiell zwar gerne so handhaben, aber bitte privat (ryck-blick, etc.), und nicht im Namen aller Studenten und unter dem Deckmantel seriösen Journalismus. Ich bin sicher kein Fan der OZ, aber man sollte mal nachdenken, in welchem Verhältnis Sebastian zur so ungeliebten OZ steht, und dass er auch gerne mal dorthin verlinkt…

    Und noch eine Sachen: hier hat sicher keiner “Angst” vor einem kleinen Lokalblatt, aber Kritik muss sachlich und ordentlich recherchiert sein, und ich wollte meinen Namen auch nicht in so einem unterdurchschnittlichen Dokument wiederfinden. Beispiel OB-Wahl: Es gibt zwar eine Liste mit dem Erscheinen des Oberbürgermeisters, aber wie oft sind denn die anderen Kandidaten erwähnt worden? Ist es nicht natürlich, dass OB und Regierungspartei generell öfter erwähnt werden als die Opposition, ist ja auf dem Blog hier auch so!?

    1. Bernd    

      Es gibt aber einen Unterschied zwischen “öfter erwähnen” und “ausschließlich erwähnen”…

      1. Tobias    

        Daher wäre es ja auch sinnvoll gewesen, mal die Anzahl der anderen Nennungen festzustellen.
        So habe ich es auch in meinem Post bereits geschrieben: “…aber wie oft sind denn die anderen Kandidaten erwähnt worden?”.

        Das wäre dann sauber gearbeitet, und hätte eine Aussagekraft, die jetzt leider fehlt.

        1. foo    

          Ich wär Dir dankbar, wenn Du nicht irgendeine Mailadresse, sondern Deine eigene für Kommentare verwenden würdest, sonst bekommt nämlich jemand anders antworten auf Deinen Kram hier…

        2. Sebastian Jabbusch    

          Auf der Seite eins wurden die anderen Bürgermeisterkandidaten in der Woche vor der Wahl nicht einmal erwähnt… das brauch man nicht zählen *g*

      2. Thomas    

        Geht mal in die UB und sichtet die Ausgaben der Wahlwoche. Ich wette, dass da alle Kandidaten auftauchen. König hat nun einmal einen Amtsbonus und die CDU eine dicke Brieftasche für Werbung (Wie die gefüllt wird, steht auf einem anderen Blatt).

        1. Sebastian Jabbusch    

          Hi Thomas,

          ich war im Archiv und habe genau gezählt. NUR der OB König kommt vor auf Seite 1 vor. Überzeuge Dich bitte selbst., wenn du mir nicht glaubst!

        2. Kai    

          Hi Sebastian,

          wurde denn König auf Seite 1 als Bürgermeisterkandidat vorgestellt? Nein, wurde er nicht! Er wurde mit allen anderen Kandidaten zusammen weiter hinten vorgestellt. Es ist wohl kaum zu verlangen, dass der Bürgermeister vor der Wahl nichts berichtenswertes mehr leistet. Oder vielmehr noch, dass er etwas leistet, die OZ aber nicht mehr auf Seite 1 darüber berichten darf, weil gerade Wahlkampf herrscht.

        3. sebastian Jabbusch    

          eine Woche vor der Wahl noch zwischen bürrgermeister und Wahlkampfauftritten zu unterscheiden, halte ich für riskant bis abwegig

          Der Besuch von CDU Ministerpräsident Christian Wulff war beispielsweise eine klare WahlkampfGeschichte und trotzdem auf Seite 1. Etc.

  14. Flo    

    “Der AStA darf sich allgemeinpolitisch nicht äußern, sondern soll sich auf hochschulpolitische Themen konzentrieren. Warum gilt dieser Grundsatz nicht auch für die studentischen Medien?”
    ähm, ja. faszinierende auffassung.
    aufgaben der studierendenschaften sind unter anderem: “6. die politische Bildung und das staatsbürgerliche Verantwortungsbewusstsein der
    Studierenden auf der Grundlage der verfassungsmäßigen Ordnung zu fördern”
    was die studierendenschaft hingegen nicht darf ist politische positionen für die studierenden zu vertreten, also zum beispiel asta-referenten zum werbung machen für herrn rose abkommandieren.

    1. Thomas    

      Wer fühlt sich durch die hier veröffentlichten reißerischen Artikel in seinem staatsbürgerlichen Veranwortungsbewusstsein gefördert? Die Beiträge zur CDU könnten dem Stil nach eins zu eins aus einer Wahlkampfzeitung der SPD, Linken oder der Grünen stammen! Das ist nun wirklich nicht Aufgabe des Webmoritz oder der Studierendenschaft. Du liegt falsch Flo!

      1. Sebastian Jabbusch    

        Thomas…

        Reißerisch sind überschriften wie “Hat Thomas Schattschneider wirklich Koks genommen?” Also wenn man Dinge behauptet ohne Beweise (Quellen) zu haben.

        In diesem Artikel habe ich jedoch ca. 2 bis 3 Wochen Arbeit hineingesteckt. ich sprach mit OZ-Redakteuren, Politikern aus Greifswald, ging ins OZ-Archiv.

        Wenn in einem Kommentar ein Missstand mit deutlichen Worten kritisiert wird, ist das nicht reißerisch, sondern eine ernste Kritik. Argumentiere bitte inhaltlich, was an dem Artikel falsch ist, dann kommen wir vielleicht weiter… Sonst bleibt DEINE Kritik nämlich reißerisch (weil unbegründet!!)

        Gurß aus Polen, Sebastian

        1. Thomas    

          Ich zweifel nicht daran, dass die Fakten richtig sind. Es geht um die Aufmachung des Artikels/Beitrags/KommentarsZ/Reports (Was ist es denn nun eigentlich? Du müsstest dich da vier Tage nach der Veröffentlichung festlegen!). Es gibt mehr als den Weg der reißerischen Sensationsjournalie um Themen aufzubereiten.

          Leider hat auch niemand auf meine Fage, wer sich durch die hier veröffentlichten reißerischen Artikel in seinem staatsbürgerlichen Veranwortungsbewusstsein gefördert fühlt, geantwortet. Wird wohl noch kommen…

          Gruß aus Greifswald nach Polen, Thomas

      2. floordress    

        Was kritisierst du eigentlich?
        a) den Stil oder b) das auf dem Webmoritz solche Themen veröffentlicht werden?

        1. Thomas    

          Ich kritisiere den Stil. Davon abgesehen kann Sebastian über vieles berichten (Kür), wenn die Hauptthemen (Pflicht) vernünftig betreut werden. Und ich glaube, darin stimme ich mit der Meinung vieler Lesern überein?!

        2. Arik    

          Nicht nur seiner Leser…

        3. wayne    

          @thomas&arik: Wie kommt ihr zu dieser Annahme? gibt es irgendwelche Anhaltspunkte dafür?

  15. kathi    

    Sebastian, dein Artikel spricht vielen Greifswalder Bürgern und das impliziert auch eine große Menge an Studenten aus dem Herzen. Die Resonanz allein in diesem Portal zeigt, wie lesenswert er war. Die Bedenken hinsichtlich “webmoritz = studentisches Medium” sind sicher nicht ganz von der Hand zu weisen. Aber dennoch glaube ich, dass die angeregte Diskussion zeigt, dass neben universitären Themen auch übergreifende von Bedeutung sind. Insofern ist es nicht nur legitim sondern auch erforderlich dieses Themen aufzugreifen. Auch in einem studentisch ausgerichtetem Medium. Zumal nicht vergessen werden darf, dass dieser Artikel auch in Print durch das Stadtgespräch veröffentlicht wurde. Bei allem Verständnis sollte die angeregte Diskussion nicht über das Einstellen des Artikels gehen, sondern vielmehr über den Inhalt.

    1. Arik    

      >Sebastian, dein Artikel spricht vielen Greifswalder Bürgern und das impliziert auch eine große Menge an Studenten aus dem Herzen.

      Ca. 1/3 der Greifswalder Studenten sind wirklich Greifswalder Bürger. Nimmst du den Anteil der Greifswalder Bürger, die auch Studenten sind, hier als Anteil….da bleibt nicht viel übrig. Von einer großen Menge würde ich da nicht ohne Nachweise sprechen. Im übrigen glaube ich persönlich, dass die OZ nur einen recht geringen Teil der Studierendenschaft wirklich berührt. Vielmehr berührt sie das Publikationsverhalten der studentischen Medien.

      > Die Bedenken hinsichtlich “webmoritz = studentisches Medium” sind sicher nicht ganz von der Hand zu weisen. Aber dennoch glaube ich, dass die angeregte Diskussion zeigt, dass neben universitären Themen auch übergreifende von Bedeutung sind. Insofern ist es nicht nur legitim sondern auch erforderlich dieses Themen aufzugreifen. Auch in einem studentisch ausgerichtetem Medium. Zumal nicht vergessen werden darf, dass dieser Artikel auch in Print durch das Stadtgespräch veröffentlicht wurde. Bei allem Verständnis sollte die angeregte Diskussion nicht über das Einstellen des Artikels gehen, sondern vielmehr über den Inhalt´.

      Niemand hat kritisiert, dass das Thema an sich aufgegriffen worden ist. Es ist berichtigterweise aufgegriffen worden. Genau wie das des WVG-Verkaufs.
      Bei allem Verständnis für eine angeregte Diskussion darf nicht die journalistische Seriösität und eine gewisse Selbstreflektion vergessen werden, wenn man solche “Reißer” publizieren möchte. Nimmt man den Inhalt als Maßstab, bietet Sebastian Jabbusch angesichts der sonstigen Arbeit wohl ausreichend Anlass für Diskussionen.

      1. kathi    

        Entschuldige Arik, aber Du wirst doch wohl nicht abstreiten, dass hier unter anderem und ausgiebig diskutiert wird, ob der Artikel in dieses Medium passt. Diese Diskussion ist in meinen Augen deplaziert.
        Denn zum einen steht er im web-moritz nun einmal und zum anderen hast du völlig Recht, den Inhalt
        als Maßstab genommen, bietet dies ausreichenden Diskussionsstoff.

        1. Thomas    

          Bist du Studentin?

      2. Andreas    

        “Ca. 1/3 der Greifswalder Studenten sind wirklich Greifswalder Bürger. Nimmst du den Anteil der Greifswalder Bürger, die auch Studenten sind, hier als Anteil….da bleibt nicht viel übrig.”

        Hier eine Überschlagsrechnung:
        ca.11.500 eingeschriebene Studenten WS 07/08; davon ca. 600 ausländische Studenten ergibt ca. 3600 wahlberechtigte Bürger aus der Studentenschaft.
        Wahlberechtigte Bürger HGW gesamt ca. 46.000. Macht ca. 7,8 % . Das ist meiner Einschätzung nach im Politikgeschäft keine soooo kleine Marke, wenn man bedenkt, daß der Anteil der Nichtwähler nicht unbedingt vorherzusehen ist !
        Interessant wird es natürlich dann, wenn genau diese 3600 (in Zukunft wird der prozentuale Anteil durch mehr Studenten steigen) Wähler n i c h t ausschließlich ihre Informationen über die OZ bekommen. Und genau dazu leistet dieses Portal einen sinnvollen Beitrag. Nicht mehr und nicht weniger.

        1. Arik    

          Was den letzten Absatz betrifft – da hast du Recht und deswegen unterstütze ich das auch 🙂

          Was die 3600 wahlberechtigen Studierenden betrifft…mach mal eine Schätzung, wieviele davon zur OB-Wahl gingen 🙂 Niemand weiß es genau, aber nimmt man die Gremien- und Stupawahlen als Maßstab: Die “große Menge” der Greifswalder Studierenden wird da ziemlich klein.

          Täusche ich mich?

      3. Froeschlein    

        Ich denke die meisten Studenten/innen sind über die “Qualität” der OZ schon länger im Bilde, dennoch ist sie die einzige Tageszeitung der Region und hat somit eine nicht unterschätzbare Macht. Deshalb ist es umso wichtiger, dass sich auch ein studentisches Medium damit kritisch auseinandersetzt. Außerdem sind wir als Studenten doch auch an allen Ecken und Enden von lokalpolitischen Entwicklungen betroffen. Des Weiteren: Wenn sich nicht mal mehr die “Bildungselite” für den Erhalt und die Förderung der Demokratie einsetzt, wer soll es denn dann tun?

  16. Arik    

    Vergleicht man das Thema des Artikels, das Publikationsverhalten des Leiters des webmoritz und die Aufgabe der studentischen Medien an sich, gibt es hier durchaus Anlass zur Diskussion. Und diese ist durchaus nicht deplaziert, denn auch ich publiziere – als einiger der wenigen – auf diesem Medium. Ich empfinde mich als recht entspannten Redakteur der studentischen Medien und als insgesamt routinierten und sehr geneigten Leser.

    Betrachtet man die Möglichkeiten, die der webmoritz (ein Produkt der Greifswalder Studenten) den Studierenden und dem Greifswalder Medienmarkt bietet, erkenne ich, dass durch einen besseren Journalismus und eine inhaltlich stärker studentisch/universitär ausgerichtete Thematik allen Studenten und den Moritz-Medien wesentlich mehr geholfen wäre als durch unreflektierten Sensationsjournalismus. Es ist gut, wenn Sebastian diesen Artikel schreibt. Es ist gut, wenn er ihn hier verlinkt, denn er hat in der Sache Recht.
    Es dreht aber vielen seiner Mitarbeiter und Leser mehrmals den Magen um, wenn er ihn hier angesichts seiner Arbeit unter diesem Titel zum Top-Thema macht und inhaltlich hochpeitscht. Denn viele meinen diese Überschrift würde auch zu seiner Arbeit passen. Es ist kein Kompliment für euch, ihn oder die Moritz-Medien, wenn ihr ihn wegen genau dieser Arbeit wertschätzt. Ob ihr es versteht oder nicht, meiner Ansicht nach liegt seine Stärke auf anderen Gebieten :happy:

    Derzeit hilft der webmoritz eher der lokalen, medialen, politischen Meta-Diskussion und Belustigung von Jabbusch-Gegnern. Manche sind geneigt, zu meinen, dass der webmoritz nunmehr eine Selbstdarstellungsplattform seiner selbst geworden ist. Das würde mich nicht stören, wenn nicht eine Menge von motivierten Redakteuren der Moritz-Medien Leidtragende dieser Redaktionspolitik wären.

    §2 Abs.1 Eigenbetriebssatzung: “Aufgabe des Eigenbetriebs ist die Information der Studierenden über hochschulpolitische, soziale und kulturelle Ereignisse und Entwicklungen in der Studierendenschaft, in der studentischen Selbstverwaltung, an der Universität und ihrem Umfeld. Daneben können zu anderen Themen Beiträge erstellt werden. Er fördert die Meinungsbildung durch Berichterstattung, Stellungnahmen und Kritik.”

    Derweil sind die Studentischen Medien nicht nur als Informationsmedium über die oben genannten Belange zu verstehen, sondern auch als “Sandkasten” für angehende Journalisten und Redakteure. Verständlich ist sicher daher der gehobene – gar akademische! – Anspruch an die Grundsätze journalistischer Arbeit, der Presse und nicht zuletzt an grundsätzlich guten Beziehungen. Seien es Beziehungen zur Stadt, den studentischen Gremien oder dem lokalen Medienmarkt. Sebastian ist seinem Publikationsverhalten nach geneigt, diesen Redakteuren eine ebenso schlechte Ausgangsbasis zu ermöglichen wie die OZ aufgrund ihrer Ausrichtung seinen Praktikanten. Auf die publizistischen Grundsätze und Ideale legen offensichtlich alle keinen gesteigerten Wert – beide nehmen sie aber für sich in Anspruch.

    Es ist richtig gut, wenn ein studentisches Medium Mißstände aufgreift, konsequent verfolgt und die Studierenden interessiert und politisiert. Dies ist quasi eine originär studentische Mission und von vielen historischen Beispielen untermalt. Es ist nicht in Ordnung, wenn eine Einzelperson mittels der studentischen Medien eines egozentrischen Trips fröhnt, der sowohl die Mehrheit der Leser wie auch die (derzeitigen und zukünftigen) Redakteure abschreckt und im ganzen nicht den publizistischen Grundsätzen entspricht.

    Die Moritz-Medien sollen mehr als ein Planschbecken für die Vorstellungen einzelner Redakteure sein. Die Aufgabe des Chefredakteurs ist neben den in §2 Abs.1 genannten Aufgaben meinem Verständnis nach, die Ideen der studentischen Redakteure in ein vollständiges, journalistisch möglichst gehaltvolles und ansprechendes Konzept zu überführen und ein dementsprechendes Produkt zu erzeugen.

    Es ist also wohl gut, wenn Sebastian auf dem webMoritz den Filz, die Korruption und Parteinnahme der lokalen Kräfte thematisiert. Allerdings sollte dies nicht alleiniger Mittelpunkt seiner eigenen Arbeit sein, noch dieser Hohn sprechen und nicht die Mehrheit seiner Leser wie Kollegen und Mitarbeiter ab- oder erschrecken.

    Der webMoritz dümpelt seit Jahren dahin und nur durch eine überlegte, engagierte und an der Vernunft orientierten Arbeitsweise läßt sich dieser zu einer ernstzunehmenden Medienpräsenz für die Studierenden, die Universität und die Stadt entwickeln.

    Achso….Pageimpressions sind nicht alles 🙂

    1. floordress    

      Wäre super wenn sich einer hinreißen lässt und das ganze Thema nochmal objektiv unter die Lupe nimmt (siehe Thomas Vorschlag in die UB zu gehen und dort die OZ Ausgabe nach zu lesen).
      Das Ganze könnte man dann nicht als Kommentar sondern als Bericht machen, in dem nur wirklich bestätigte Fakten auftauchen können.
      Es ist natürlich das Dilemma des Kommentars von SJ gewesen, dass man die Zitate nicht überprüfen kann, weil die Betreffenden – sofern sie sich wirklich so äußerten – verständlicherweise anonym bleiben wollen.
      Größtenteils stimme ich mit dir, Arik, überein. Wobei der Satz “Es ist kein Kompliment für euch, ihn oder die Moritz-Medien, wenn ihr ihn wegen genau dieser Arbeit wertschätzt. ” ein aufgeblasener ist, der eine gewisse Differenzierung vermissen lässt.
      Klar ist das SJs Arbeit Kritik hervorruft und er nicht alles zufriedenstellend macht. Genauso klar ist allerdings auch, dass auf der anderen Seite immer Leute sind, denen es nicht um das Thema sondern nur um die Person SJ geht. Aber ich denke, dass wird sich nie mehr ändern. Der Sandkasten bringt einfach zu viel Spaß und die Welt in Schwarz-Weiß macht das Leben leichter.
      Ich hoffe, dass der webmoritz bald wieder eine/n stellvertrettende/n Chefredakteur/in bekommt und diese Person andere Positionen/Auffassung der Arbeit als JS verfolgt und sich dadurch Effekte ergeben, die beide anstacheln.

      1. Arik    

        “Größtenteils stimme ich mit dir, Arik, überein. Wobei der Satz “Es ist kein Kompliment für euch, ihn oder die Moritz-Medien, wenn ihr ihn wegen genau dieser Arbeit wertschätzt. ” ein aufgeblasener ist, der eine gewisse Differenzierung vermissen lässt.”

        Ich denke, du hast mich falsch verstanden 🙂 Es gibt ja Leser, die des webMoritz’ Berichterstattung genau wegen des unvergleichlichen Stils von Sebastian Jabbusch mögen, man betrachte nur den Kommentar von fietr (#7). Und es ist weder ein Kompliment für den Kommentator, noch für den Artikelautor oder für uns als Moritz Medien insgesamt, wenn der hochgepeitschte und wenig selbstreflektierte Stil der Berichterstattung gelobt wird. Oder irre ich mich da? 😉

      2. Sebastian Jabbusch    

        Alle Fakten im Artikel stimmen. Wenn jemand diese überpüfen möchte, bin ich gerne bereit diesem zu helfen!! Die Zitate sind ebenfalls alle “echt”.

        Mein Fazit ist natürlich “mein” Fazit, also meine Meinung… Eine Meinung kann jedoch nicht “objektiv” überprüft werden.

        Wenn aber jemand inhaltilch eine andere Auffassung hat, freue ich mich über eine Äußerung darüber! Denn es geht mir ja genau um diese INHALTLICHE Auseinandersetzung.

        Ihr könnt ja auch so was schreiben wie “Wenn man annimmt, dass alle Fakten stimmen, dann wäre ich der Meinung, dass… ”

        Die Besonderheit des webMoritz ist ja, dass ihr hier EURE Meinung kundtun könnt… Legt los!

    2. kathi    

      Es macht eher den Anschein eines Hauches von Eifersucht, dass Sebastian sich an Themen
      “rantraut”, die andere eher ängstlich beiseite schieben. Und was bitte ist schlimm daran, wenn
      er genau diesen Artikel zum Titelthema / Top-Thema macht. Wo ist Dein Problem? Allein
      der studentische Status des Mediums wird es wohl nicht sein?! Und vergaß ich, dass
      Semesterferien sind und gerade diese Zeit sich anbietet um einmal über den Tellerran hinaus
      zuschauen?
      Ständig sprichst Du von unreflektierten Sensationsjournalismus. Und im Gegenzug, schreibst Du,
      er habe in der Sache Recht!? Es macht nicht nur den Anschein einer Widersprüchlichkeit, vielmehr
      fehlt mir Deine Begründungin hinsichtlich unreflektiert. Insoweit erklär doch vorab, warum du dies so siehst. Zudem, ich zitiere:
      “Es dreht aber vielen seiner Mitarbeiter und Leser mehrmals den Magen um, wenn er ihn hier
      angesichts seiner Arbeit unter diesem Titel zum Top-Thema macht”. Auch dies ist in der Sache eine
      Verpauschalisierung oder hast du bis heute unter den vielen Lesern schon Umfragen getätigt?
      Kann mich nicht entsinnen an einer solchen Umfrage teilgenommen zu haben. Und NEIN, mir
      dreht sich nicht der Magen um! Bedenke offen und ehrlich deine eigene Position und Einstellung.

      1. Arik    

        Deine Fragen wurden eigentlich alle schon durch andere oder mich in diesem Kommentarfaden beantwortet 😉

        Es ist nicht widersprüchlich oder falsch, zwischen inhaltlicher und stilistischer Richtigkeit zu unterscheiden. Das ist eben das größte Problem, denn dass Sebastian vielfach gute Arbeit leistet und gerade er sich an Themen rantraut, die kein anderer beschreiben will, ist ja seine Stärke, genau wie die Vielzahl von Ideen und Konzepte, die er hat.
        Man muss ihm also zustimmen, wenn er so über die OZ, den WVG-Verkauf u.a. berichtet.

        Auf der anderen Seite legt er aber bei der Umsetzung der Ideen nach innen wie außen häufig einen Stil an den Tag, der vieles seiner Arbeit wieder zunichte macht und seine Mitstreiter vergrault, wenn nicht irritiert oder verletzt. Das war der Ausgangspunkt für meinen ersten Beitrag und du kannst ja die Reaktionen darauf lesen.

        Die einseitige Positionierung in Hinsicht auf politische Themen wurde auf webMoritz ja schon vielfach bemängelt, von ihm selber zugegeben und versucht, zu begründen. Die mangelnde Qualität der Recherche ist auch kein völlig neuer Kritikpunkt, wenn ich die Kommentare und Reaktionen auf manche Beiträge lese. Ich spreche außer aus eigener Erfahrung hier auch im Namen von (ehemaligen) Mitarbeitern, wenn ich nun angesichts dieses Aufmachers über die OZ Sebastian ein wenig in seinem Elan bremsen muss und ihn auf den Sinn von etwas mehr Selbstreflektion hinweise.

        Und nein, Eifersucht motiviert mich nun wirklich nicht 😉 Es ist eher Bedauern darüber, dass sich am webMoritz bzw. seiner Person ständig die Dinge zuspitzen und letztendlich immer weniger Beteiligte daran arbeiten, dass wir alle gemeinsam in dem Boot weiterfahren, in dem wir zur Zeit sitzen. Mein Teil der ernsthaften Arbeit besteht darin, ihn bei der Arbeit zu unterstützen und die positiven Aspekte gegenüber den Kritikern deutlich zu machen. Sie besteht aber auch darin, ihm offen und vor allem deutlich zu sagen, was absolut nicht geht. Ich, wie auch andere, haben schon ein paar Mal versucht, ihm das zu sagen. Vielleicht entwickelt sich dieses Mal etwas mehr Verständigung – und der webMoritz wird zu einem Medium, der nicht durch die Art und Weise der Berichterstattung ständig polarisiert, Meinungen teilt und echte – persönliche – Konflikte erzeugt. Das ist nicht die Aufgabe des webMoritz, hat aber meiner Auffassung nach bisher viel zu oft statt gefunden.

        Derweil das nicht der Fall sein sollte – dann habs zumindestens ich versucht 🙂

        1. kathi    

          Kritik ist sicher legitim aber dann bitte halte Dich auch an objektive Fakten. Und nimm Dir nicht
          heraus im Namen vieler Leser zu sprechen. Du selbst warfest mir das vor kurzem vor.
          Ein Gefühl (ausdrücklich subjektiv) bleibt. Du ärgerst Dich aus rein prsönlichen Motiven über den Artikel von Sebastian. Nicht weil er ihn als Titel erlaubt hat zu setzen. Das sei erlaubt, subjektiv, zu sagen, denn ein anderes Gefühl vermittelst Du nicht….Wer viel schreibt will viel erklären und rechtfertigen…

        2. Sebastian Jabbusch    

          Lieber Arik,

          a) Sag bitte nicht immer, dass ich nicht recherchieren würde!! Was meinst du wie viel Recherchearbeit in diesem Artikel steckt??

          b) Ok – der Artikel ist stark zugespitzt. Das ist eine stilistische Kritik, die ich annehmen kann. Aber ich finde das einfach ansprechendrer. Warum soll ich lange akademisch um den heißen Brei reden. Ich nenne die Dinge nun mal gerne beim Namen. Bei der OZ sind das eben massive Verstöße gegen die Ausgewogenheit und das Presserecht / Presseethik.

          c) Mein Sprachstil hat jedoch nichts mit “Sensationsjournalismus” zu tun. Sensationsjournalismus prägt sich durch die drei großen “B’s” aus:

          – Blut
          – Blech
          – Busen

          Sensationsjournalismus ist, wenn du Britney Spears zeigst, wie sie besoffen ein Auto fährt.
          Sensationsjournalismus ist, wenn du blutige Autounfälle als Aufmacher nimmst (viele Klicks!!)
          Sensationsjournalismus ist, wenn du die “sexy’iest Olympia Wolleyball-Spieler” zeigst.

          >>> Sensationsjournalismus ist NICHT, wenn man politische oder gesellschaftliche misstände beim Namen benennt.

          Also noch an Dich Arik die Bitte: Argumentiere inhaltlich. Finde Fehler im Artikel oder beziehe einfach eine andere Meinung (Schlussfolgerung). Aber unterstelle mir nicht, ich betreibe Sensationsjournlismus oder würde nicht genau genug recherchieren!! Es gibt weit mehr Dinge, die ich über die OZ herausgefunden habe. Diese habe ich jedoch NICHT mit aufgenommen, weil sie z.B. nicht aus zwei verschiedenen Quellen bestätigt wurden…

          beste Grüße aus Polen! Ab Montag Abend wieer in Hamburg!

    3. Andreas    

      . . . aber ohne Page-Impressions ist alles nichts . . .

      1. Sebastian Jabbusch    

        es ging mir sicher nicht um die Page-Impressions! 😉

  17. Tobias    

    Du bist ja ein richtiger Hacker, kennst sogar die ersten beiden Jargonvariablen…

  18. Sebastian Jabbusch    

    Hallo liebe Leser,

    ich würde gerne noch mal anregen auf INHALTLICHE Aspekte des Artikels einzugehen:

    – Teilt ihr das Fazit meines Artikels?
    – Habt ihr ähnliche Erfahrungen mit der OZ?
    – Wie schätzt ihr die Qualität des Lokalteils ein?

    Danke !

    1. Andreas    

      Ich finde den Artikel sehr wichtig und mutig. Ein paar mal hörte ich hier die Meinung: “Na ja, die feixen sich eins, wenn sie solche Artikel lesen – wenn sie ihn überhaupt lesen” o.ä.
      Das mag sein, das wäre dann die deutsche Eiche, der es egal ist, welche Sau sich an ihr scheuert (Sprichwort).
      Ich denke aber nicht, daß dem so ist. Vielmehr zeigt die zitierte Äußerung des Mitarbeiters in der Lokalredaktion etwas anderes (“Passen sie auf . . .”)
      Zurzeit fügt sich ganz einfach ein Puzzle zusammen. Danke, Sebastian, daß du uns einige wichtige Teile an die richtige Stelle gelegt hast !

  19. Arik    

    Dann mach ich mal den Anfang:

    1. Größtenteils: http://ostsee-zeitung-blog.blogspot.com/2008/09/harte-kritik-der-greifswalder-zeitung.html
    2. Keine Antwort
    3. Lokalblatt eben

      1. Arik    

        Weil ich weder Mitarbeiter war, noch mit Mitarbeitern dort gesprochen habe – und den Lokalchef kenne ich auch nicht 😉 Wie soll also außer einem kleinen Kreis von unmittelbar Beteiligten jemand mit der OZ Erfahrungen haben?

  20. wayne    

    1. Im Großen und Ganzen spiegelt der Artikel meine Warhnehmung der OZ wieder, insbesondere auch über den Verlust von Alexander Loew.
    2. Meine Erfahrung beruht auf der falschen Wiedergabe von Fakten nach einem Gespräch/Interview. Fazit: besser druckreife PM abgeben, statt persönlichem Gespräch mit freien Mitarbeiter_innen.
    3. Ich fühle mich durch Anzeigenkurier und Blitz besser darüber informiert, welcher Bauer die dicksten Kartoffeln hat.

    – In diesem Sinne, danke an SJ dafür, dass beim webmoritz überhaupt mal was ins rollen gekommen ist und es jetzt eine Informationsmöglichkeit mehr in und über Greifswald gibt.
    – Recherche ist sehr aufwendig und wenn dies hier der Sandkasten für angehende Journalisten sein soll, finde ich es nicht sonderlich tragisch wenn mal die eine oder andere Sandburg einfällt, so lange Einsichtigkeit/Kritikfähigkeit und der Wille daraus zu lernen inkl. Richtigstellung gewährleistet wird.
    – Die sandkastendiskussion unter diesem Artikel finde ich größtenteils unsachlich und etwas zu sehr von persönlichen und politischen Animositäten geprägt. Gerade was die politische Ausrichtung dieses Blogs angeht, so liegt es doch in der Hand eines jeden konservativ denkenden Menschen seine Meinung durch aktive Mitgestaltung des webmoritz publik zu machen. also nicht meckern sondern machen. für das Stupa reicht die kraft doch auch. 😉
    – an die asta-referentin: das ist die größte [XXXXX], die ich je von einem mitglied des astas gehört habe.
    daher tausend dank, dass mensch hier mit dem nötigen uni-internas versorgt wird (wann muss ich zahlen, wann gibt´s geld zurück) und es keine ewig langen Serien über “stupa-mitglieder privat” oder “beim prof zu hause” gibt, sondern dafür viel Interessantes aus Stadtgeschehen und Regionalpolitik sowie über kulturelle Ereignisse in der Region. Allerdings würde ich davon absehen Bundespolitik und internationales Geschehen zum Inhalt des webmoritz zu machen. So finde ich z.B. die Fixiertheit auf US-amerikanische Politik etwas suspekt. (soll mir das irgendwas suggerieren?)
    – ach ja, und egal was mit der stellv. Chefredakteurin war, man sollte sowas nicht unbedingt hier breit treten, es sei denn man erhofft sich davon irgendeinen Vorteil. wie auch immer.

    mein Wort zur Sonntagnacht
    wayne interessierts

  21. Philip    

    Moin,

    Erstmal Sebastan: Respekt, coole Sache, macht Spaß zu lesen, mehr davon.
    Der oben genannten These, dass Objektivität nicht zu erreichen ist, stimme ich zu. Allerdings kann man deswegen trotzdem versuchen, sich diesem eben nur idealen Zustand anzunähren. Das veruchst Du aber zumindest – dass sich der OZ-Typ nicht rechtfertigen will, ist ja nicht dein Problem.
    Nicht stimme ich der These von Thomas zu, ein Großteil der Studierenden hätte ein Problem mit Deiner Berichterstattung. Ich habe sogar eher das Gefühl, dass die meisten Leute, die Dich nicht mögen, das aus persönlichen Gründen tun.
    Zum Inhaltlichen: die OZ ist der letzte Dreck. Sebastian hat Recht!
    Schließlich zum Vorwurf, der web-moritz macht zu viel allgemeine Politik, und zu wenig orginär studentisches: als Studi an der Uni Greifswald wohne ich halt in Greifswald, und bin deshalb an den Gebahren der korrupten Lokal-CDU sehr interessiert. Das sind halt die Typen, die meine Platten-Wohnung verticken, meine Fahrradwege bauen, meinen Schwimmbadbesuch verteuern, etc. Zwischen studentischen Politik-Feldern und allgemeinen Politik-Feldern lässt sich da einfach nicht sinnvoll trennen. Deshalb ist nach meinem Dafürhalten Lokalpolitik ein orginär studentisches Politikfeld. Und der König-Spendenskandal hat auch eine viel größere praktische Relevanz für mich in meiner Studierenden-Eigenschaft als die Frage, wer genau dankenswerter Weise die Einführung dieser Mensa/UB-Chipkarten verhindert hat.

  22. Manfred Peters    

    Zur Entspannung der Diskussion hier ein Beitrag, den ich in der von der Lokalredaktion so ungeliebten Online-Ausgabe der OZ (ein weiteres Unterthema zur Diskussion *) wiedergefunden habe. Er sagt, glaube ich, viel über den Stil und das Ziel der täglichen Berichterstattung.
    Aus urheberrechtlichen Gründen kann ich das “Fotokunstwerk” nicht herauskopieren. Deshalb hier bitte selber ansehen:

    http://www.ostsee-zeitung.de/archiv/index.phtml?Param=DB-Artikel&ID=2640731&Stichwort=Dr.%20K%F6nig&Pre=DB-Artikel&Typ=Artikel&Card=0

    Was will uns das Foto sagen?

    Zwei Visionäre zeigen uns, wo es lang geht. Besser hätte es ein Maler des sozialistischen ( Propaganda- ) Realismus auch nicht komponieren können. Dazu stehen hier CDU und SPD Schulter an Schulter zum Wohle des Volkes. Genauso wie es in der Kooperation der Greifswalder Bürgerschaft praktiziert wird.
    Dass der Untertitel des Fotos (aufs Foto klicken) falsch ist, denn die Beiden haben das Postgebäude im Rücken, zeigt nur gute Politiker haben auch hinten Augen..

    * Anm.: In der Online-Ausgabe der OZ werden die eingereichten Leserbriefe im Gegensatz zur Druckausgabe ungekürzt wiedergegeben, wenn man sich an die vorgegebenen Regeln hält!
    Das gilt auch bei kritischer Auseinandersetzung mit der veröffentlichten Meinung der Lokalredaktion.

  23. Arik    

    Lieber Sebastian,

    Kommentar #4, deine Antwort
    “>== > Fazit: Fehler passieren überall. Zum Journalistischen Anstand gehört es aber diese aber korrekt richtig zu stellen. Meine Kernkritik an der OZ geht aber eher in Richtung “Tendenziöse Berichterstattung”. Diese kleinen Fehler wären ja noch vertretbar, wenn sonst alles stimmen würde…”

    Das wäre mal ein Fazit für deinen “Bericht” hier gewesen. Stattdessen ziehst Du im Namen des webMoritz als Produkt der Studierendenschaft ein Fazit, was man auch – von ein paar Highlights abgesehen – genau so über den webMoritz ziehen könnte. Da deine Kernkritik in Richtung tendenziöser Berichterstattung geht, mußt du nun darauf antworten, warum Du diese tendenziöse Berichterstattung hier ebenso stattfindet. Du könntest diese Berichterstattung als Spiegel der lokalen Verhältnisse bezeichnen – dazu müßte das aber deine Aufgabe sein. Ulrich Meykes Erklärung ggü. der Initiative Tageszeitung könnte man auch in bezug auf den webMoritz äußern. Dazu gleich mehr.

    Zu deiner letzten Antwort im Kommentar #8
    Problem war und ist wohl nicht gewesen, dass über außeruniversitäre Themen berichtet wird: Sondern das Problem war und ist, WIE darüber berichtet wird.

    In diesem Fall wurde darüber nicht “berichtet”, schaut man genau hin. Das obige Top-Thema ist “in Wirklichkeit” ein “Kommentar”. Betrachtet man den Teaser dieses Artikels wird das nicht deutlich, obwohl es mit gutem Stil schon in der Überschrift zu lesen sein sollte. Derweil sagst Du selber, dass dich die Recherche viel Zeit gekostet hat und tatsächlich enthält dein “Kommentar” auch viele gut recherchierte Berichtselemente.

    Ein anderer Kommentar stammt von Dir: http://www.webmoritz.de/2008/08/26/schelsky-geld-greifswalder-cdu-erhielt-mind-50000-euro/#comment-4065. Soso.

    Wer wird von Dir gefragt, wenn solche “Berichts-Kommentare” zum Top-Thema der “Berichterstattung” des webMoritz gemacht werden? Irgendjemand? Kommentar steht ganz klein drunter, warum nur?

    Da es ggü. deiner Stellvertreterin hinsichtlich der Diskussion um die Art und Weise der Berichterstattung des webMoritz absolut kein Einlenken gab, frage ich dich: Ist der “webMoritz” einseitig, unsachlich, stur?

    1. sebastian Jabbusch    

      hi Arik
      Natürlich handelt es sich um einen Kommentar, das steht auch unter dem Artikel. Unterschiede im Layout sind der Tatsache geschuldet, dass ich nach meinem neun-Stunden-Arbeitstag und der Erledigung der Hausarbeit, nur zwei der sonst vielleicht vier stunden Arbeitszeit in das layout stecke. Ich habe den Artikel um zwei Uhr nachts online gestellt, und das auch nur so eilig / früh, weil ich am nächsten Tag um 6 Uhr nach Polen (bin inzwischen auf dem Rückweg) musste…

      In meinen Augen ist die Frage ob “Kommentar” oben oder unten steht, zweitrangig. Mir scheint eher, dass du was ganz anderes damit sagen willst, dass du dich aber nicht traust zu sagen, weil du vlt. weißt, dass es allgemein nicht anerkannt ist?

      Insgesamt wundere ich mich etwas über den massiven gegenwind. Hatte ich nicht dir und Björn im Vorfeld den Artikel zukommen lassen? Da wäre die Kritik vielleicht im Vorfeld netter gewesen?

      1. Arik    

        Hallo Sebastian,

        1. Zum einen habe ich den Artikel im Vorfeld nicht erhalten. Ich habe ihn im Stadtgespräch gelesen und fand ihn alles in allem auch sehr gut. In der Sache finde ich ihn auch jetzt noch gut. Und es wäre auch völlig ok gewesen, deinen Kommentar hier als Kommentar bezeichnet einzustellen, oder zu verlinken. Du hast was ganz anderes gemacht, was mit deinem studentischen Auftrag nur noch ansatzweise zu tun hatte.

        2. Es ist nicht zweitrangig, wo die Kennzeichnung als Kommentar steht. Das wurde dir hier bereits durch andere und mich erklärt. Das gehört zur journalistischen Sorgfalt und zur – da kommen wir auf das Stichwort zurück: akademisch – Seriösität. Und das ist eben auch kein Einzelfall, sondern ein prinzipielles Problem auf dieser Seite. Vorher hast du versucht, die Ausrichtung der Beiträge als besonderes “Feature” darzustellen: “Wir müssen frech sein!” Nun ist es plötzlich ein “Layout”- bzw. Zeitproblem.

        3. Dass Du Dir zuviel vornimmst, ist keine Entschuldigung. Viele haben dafür Verständnis und versuchen auch, dich zu unterstützen. Trotzdem muss die Arbeit hier stimmen.

        4. Du prägst durch Artikel wie diesen den webMoritz. Nicht nur ich, wie auch andere, haben schon versucht, mit Dir zu reden. Dass das schwer ist, ist untertrieben. Wie du in meinen Beiträgen lesen kannst, bin ich daran interessiert, dass wir hier zusammen was besseres auf die Beine stellen. Was besseres als den alten webMoritz und vor allem was anderes als den Ryck-blick. So wie es hier bisher läuft, sagen mir meine Redakteure, kann es keine wirkliche Zusammenarbeit geben. Das ist kein Glaube und keine Mutmaßung, sondern eine Überzeugung, die durch viele Gespräche entstanden ist.

        6. Den Gegenwind gibts, weil er not tut. Leider haben viele Leute garnicht mehr die Lust oder Kraft, sich noch mit Dir auf Diskussionen einzulassen.

        7. Ich hab Dir doch beim Einstellen noch Tipps gegeben. Aber bis du das Ding hier eingestellt hast, war ich dann doch nicht mehr wach: Ich bin ja nicht dein Chefredakteur, dessen Segen dich exkulpiert. Oder doch?

        8. Ich für meinen Teil habe eine mehrdimensionale Diskussion über diesen Beitrag hier für sinnvoller gehalten, als den Dingen seinen Lauf zu lassen. Du weißt, dass ich dich schätze und du weißt, wer dich nicht schätzt. Weil ich keinen Wert darauf lege, dass stets alles in den Gremien geklärt, über deren Verlauf am Ende von vielen wieder nur gemutmaßt wird, reden wir nun hier darüber. Du hast selber dazu eingeladen. Du kannst die enthaltene Kritik wie bisher entschieden von Dir weisen, Vermutungen über Hintergedanken und Verschwörungen formulieren, und dich von nichts und niemandem stören lassen. Du kannst aber vielleicht auch anders.

  24. Nathan Nörgel    

    Nur eine kleine Anmerkung: Die Unterschrift unter dem Artikel (“Ein Kommentar”) sollte oben ganz groß drüber stehen. Ansonsten wird der Leser in die Irre geführt. Es ist eben kein sauber recherchierter Report (auch wenn die Fakten alle stimmen) sondern ein subjektiv geprägter Kommentar. Als solchen kann man ihn veröffentlichen. Aber eben auch mit der entsprechenden Schlagzeile.

  25. klaus    

    die studentischen medien, ein sandkasten für angehende journalisten, denen durch die berichte des chefredakteurs die karriere bei der oz verbaut wird. die, die meinen dort einmal karriere machen zu können, stehen am rand der sandkiste und greinen, weil sie nicht so richtig mitspielen können und wenig beachtung finden. also kühlen sie hier öffentlich ihr mütchen und diskutieren lieber über die person s.j. dieses sollte aber dort geschehen, wo es hingehört. entweder direkt mit ihm oder in den entsprechenden gremien.

    vielleicht sollte man etwas weniger weinerlich über die form, stattdessen auf hohem akademischen niveau eine auseinandersetzung über den inhalt führen. lohnen würde es sich allemal.

    die theorie:
    …Die Presse hat demnach an der demokratischen Willensbildung mitzuwirken. Dazu gehören auch die objektive Berichterstattung und das Abdrucken unterschiedlicher Meinungen. Der Leser soll sich eben eine eigene Meinung bilden können. Dies ist der grundlegende Unterschied zwischen der Presse in einer Demokratie und der in einer Diktatur. Gerade dann, wenn man wie in der Hansestadt das publizistische Monopol besitzt, haben die Verantwortlichen eine besondere Verpflichtung zur ausgewogenen Berichterstattung…

    die praxis:
    …..„Wolf kennt doch das politische System hier. Wer die Stadt so massiv angreift, muss damit rechnen, dass er eins auf die Mütze kriegt.“ Zum Schluss die unverholene: „Ich lese, was sie da schreiben und ich weiß mich auch zu verteidigen“……
    ….. „Die OZ ist eher das Verteidigungsorgan der herrschenden politischen Kräfte.“…..
    ….. „Das große Problem am Greifswalder politischen Diskurs ist, dass dieser nicht existiert. Daran trägt die völlig recherchefreie Berichterstattung der Ostsee-Zeitung ein gerüttelt Maß Mitschuld. Die Lokalzeitung gehört zum schwarzen Block dazu.“…..

    @25 wie hat denn die oz – chefredaktion und der leiter der lokalredaktion auf die veröffentlichung reagiert?

    1. kathi    

      Erste REAKTIONEN der OZ. Sebastian, Du wirst wohl keinen Auftrag von der OZ mehr bekommen. Sie zieht auch Personen in Mitleidenschaft die nichts dafür können!

      Das passt zur OZ. Mal abgesehen davon, dass diese Reakionen zu erwarten waren, zeigt es wie unproffessionell und armselig der Laden ist! Die große OZ darf angreifen, alle und jeden aber wenn Sie Kritik einstecken müssen, dann sind sie dazu nicht in der Lage! Und die Bomben schlagen ein – in falsche Gärten!

      1. Arik    

        Genauer: Also in bezug auf Sebastian Jabbusch stimmt das wohl. Was verständlich ist.

        Aber dass andere Personen in Mitleidenschaft gezogen werden oder dies ein großes Thema in der OZ-Redaktion wäre: Das sollte mal bewiesen werden.

        Deine Interpretation der Reaktion der OZ klingt unterdessen “ein wenig” hysterisch.

        1. klaus    

          deshalb, da man nur spekulieren kann, richtete sich die frage auch an nathan nörgel als oz-insider.

        2. Arik    

          Na bevor wir hier uns weiter auf Insider verlassen, laden wir lieber mal alle hier bereits aktiven Leute zu den Redaktionsitzungen ein und mit vereinter Kraft kommt es vielleicht zu einem Bericht, der uns Akademikern inhaltlich wie stilistisch gerecht wird und die OZ nicht mehr lachen läßt 😉

        3. Sebastian Jabbusch    

          Gibt es denn eine Reaktion der OZ?

  26. Thomas    

    Mal ganz sachlich. Ich habe das Onlinearchiv der OZ nach den fünf Bewerbern (König, Socher, Mutke, Tammert und Rose) durchsucht. In der Woche vor dem OB-Wahltag (13. April 2008) gab es eine Vielzahl von Beiträgen mit den einzelnen Kandidaten.
    Im Ergebnis gibt es – so ich nichts übersehen habe – eine Verteilung der Beitäge:
    Tammert 4
    Socher 4
    Rose 7
    Mutke 9
    König 10
    Berücksichtigt wurden hier auch Leserbriefe. Die Mehrnennung von König und Mutke resultiert beim Ersten durch Tätigkeiten im Amt (z.B. konstituierte sich in Greifswald ein Sportrat) beim Zweiten durch die Vorstellung des Kandidaten in der OZ (Die vier anderen Kandidaten wurden in den Wochen zuvor vorgestellt).

    1. floordress    

      Es ist zu begrüßen, dass du dir die Mühe machst, wobei es sich im Bericht nur um Artikel etc auf der ersten Seite ging.
      Trotzdem ist die Auflistung interessant. Theoretisch müsste man nochmal ne quantitative Inhaltsanalys der OZ-Ausgaben aus den Wahlkampfwochen machen – dann hätte man auch noch n Argument in der Hand. Aber ich glaube da sind die Semesterferien zu wichtig.

      1. Tobias    

        Das mit der ersten Seite ist ein Problem, da die OZ ja in halb M-V erscheint, und die meisten anderen Städte ja nicht sonderlich am Kommunalwahlkampf in HGW interessiert sind. Ich möchte ja auch nicht die ganzen Kandidatenvorstellungen aus Stralsund, Grimmen, Anklam und wer weiß was noch lesen.

        Daher wäre der Lokalteil oder evt. auch Politikteil wahrscheinlich wesentlich aussagekräftiger, als sich nur auf die überregionale Erste Seite zu beziehen. Daher nochmal vielen Dank an Thomas für die gemachte Mühe und das Beispiel für ordentliche, zu bewältigende Recherchearbeit!

        1. klaus    

          mal ganz sachlich, darum ging es,

          “….In der Woche vor dem Wahltermin erschien jeden Tag
          auf Seite eins der Lokalausgabe
          entwe-der eine Anzeige der CDU (die wird be-zahlt) oder aber ein Artikel mit großem Foto über die Aktivitäten des Dr. König (das ist gratis)…..”

    2. Sebastian Jabbusch    

      Thomas – diese Auflistung geht total an meiner Aussage vorbei!

      König wurde einseitig positiv auf Seite eins mit großem Foto dargestellt…

      a) König eröffnet Altenheim
      b) König eröffnet Gasleitung
      c) König begrüßt großen Politiker in der Stadt
      d) König begrüßt mögliche neue Ausstellung

      etc.

      Das Auszählen von Begriffen ist ungefähr so konstruktiv wie Deine anderen Beiträge. Worauf willst du hinaus??

  27. Arik    

    Und ich weiß nicht, wer die Fakten in seinem Kommentar bezweifelt hat 🙂 Ich war es nicht.

    Sebastian wurde für die Recherchearbeit hier vielfach Respekt gezollt – und das ist eben auch das, was er kann.

    Mittelpunkt der Diskussion hier ist eine andere: Nämlich, dass die Art und Weise seiner “Berichterstattung” öfter genauso fehlerhaft wie die der OZ ist, er falsche Schwerpunkte setzt und, das habe nur ich bisher hier ins Spiel gebracht, er bei dieser Art und Weise der Berichterstattung auch reichlich Selbstreflektion vermissen läßt. Es gibt Leute, die ihn nicht nur als “Nestbeschmutzer” betrachten, sondern auch sehen, dass er das Nest auf dieselbe Art beschmutzt wie die OZ, weil er die gleichen Fehler macht. Trotzdem ist seine Arbeit nicht zu verachten.

    Geht man vom ganzen Artikel, Sebastians erster Antwort und meiner Reaktion darauf aus: Es wäre wünschenswert, wenn all die Kommentatoren unter den beliebigen Nicknames hier etwas runterschalten würden. Derweil Sebastian zu seinen Worten stehen muss, ich zu meinen Worten stehen muss – wollen es viele andere offensichtlich nicht.

    Wir können diesen Kommentarfaden gern weiterhin zu einer Diskussionplattform über den webMoritz machen…und wir sollten es machen, bevor die Stupisten es mit Wirkung für die gesamten Moritz Medien machen…aber bitte auf eine wahrhaftige Art und Weise.

    §2 Abs.1 Eigenbetriebssatzung: Aufgabe des Eigenbetriebs ist die Information der Studierenden über hochschulpolitische, soziale und kulturelle Ereignisse und Entwicklungen in der Studierendenschaft, in der studentischen Selbstverwaltung, an der Universität und ihrem Umfeld. Daneben können zu anderen Themen Beiträge erstellt werden.

    Ob die “Reißer” von Sebastian nun unter “Umfeld” oder “Daneben können zu anderen Themen Beiträge erstellt werden” ausgelegt werden: Sie stehen nicht an erster Stelle! Das ist grammatikalische Auslegung und für den Kenner entscheidend für die Prioriäten, nach denen hier Beiträge erstellt werden.

    Daneben ist der webMoritz nicht Sebastian Jabbusch und Sebastian Jabbusch nicht der webMoritz. Die Redaktion durch ihn läßt diesen Unterschied an den entscheidenden Stellen vermissen. Der webMoritz soll ein Medienportal der Greifswalder Studierenden werden. Sebastian selber hat den Begriff der “Moritz-Familie” geprägt, als er sich um die Stellung des Chefredakteurs beim Stupa beworben hat. Gelebt hat er diesen Begriff bisher nicht, denn die ihm nächste – seine Stellvertreterin – hat schon das Handtuch werfen müssen.

    Daneben ist der webMoritz im Gegensatz zum Ryckblick oder jedwedem herkömmlichen Parteiorgan dazu verpflichtet, einen besonderen Ausdruck der Neutralität in seiner Arbeit deutlich zu machen. Das einzige, wo der webMoritz eindeutig Partei eingreifen sollte ist da, wo es unmittelbar um die Belange der Studierenden geht – aber auch dort in einer Weise, der die Studierendenschaft repräsentiert bzw. die politische Kultur PFLEGT.

    Wenn der webMoritz seine grundlegendste Arbeit erst einmal richtig richtig macht – dann gibt es auch mehr Solidarität durch seine Kollegen. Und wenn der webMoritz erstmal wirklich das tut, was er tun muss, um in die von Sebastian Jabbusch vorgestellte “Moritz-Familie” sich einzufügen, dann wird der webMoritz wirklich zu einem Portal der Greifswalder Studierendenschaft.

    1. Sebastian Jabbusch    

      Lieber Arik,

      Nun chatten wir parallel per ICQ und per webmoritz, was wirklich dämlich ist. Aber ich muss auch sagen, dass ich Deine Anschuldigungen ziemlich unangenehm empfinde, zumal du Dich immer wiederholst:

      a) Wenn du Fehler im Artikel findest, nenne sie bitte konkret und sage nicht “Die Berichterstattung des webmoritz ist genauso wie die von der OZ”

      b) Solange das StuPa keine Schwerpunkte für unsere Medien festlegt, sind wir frei. In den Semesterferien gibt es nun mal kaum HoPo-Themen.. Da komme ich nicht drum herum, auch über andere Dinge zu schreiben.

      c) Seit ich 2006 erster Chefredakteur des webMoritz wurde, arbeite ich daran nicht nur eine Website, sondern eben ein “Portal” zu schaffen. Ab kommenden Semester wird Radio 98eins erstmals diesem Projekt mitmachen. Nun gerade “mir” zu unterstellen ich hätte das “Portal”-Projekt aus den Augen verloren, finde ich schon ein starkes Stück.

      d) Medien sind nicht zur Neutralität verpflichtet!! Im Gegenteil: Neutralität wäre der Tod der Medien. Was du wohl meinst ist Ausgewogenheit. Meiner Meinung nach können Artikel nur ausgewogen sein, wenn sie sich an Fakten orientieren, die stimmen müssen. Bis du dies widerlegst, widerspreche ich auch dem Vorwurfe ich würde hier gegen eine bestimmte Partei Stimmung machen. (Seit wann ist die Ostsee-Zeitung eine Partei??)

      e) Ich bitte dich nochmals (genauso wie meine Stellv.in) ihren Rücktritt aus diesem Thema herauszuhalten. Eine solche Debatte kann öffentlich nicht seriös geführt werden! Ich setze mich sehr für einen starken Zusammenhalt der drei Medien (TV, Print, Web) ein. Deine Angriffe empfinde ich diesbezüglich als Kontraproduktiv.

      Aber inzwischen haben wir uns ja auf den Medien-Stammtisch geeinigt. Da kann man diese Sachen sicher konstruktiver besprechen.

      Beste Grüße aus Hamburg, Sebastian

  28. Jan Peter    

    @ kathi, was ist denn die Quelle zu “Erste REAKTIONEN der OZ. Sebastian, Du wirst wohl keinen”?

    So, nun mein gesammelter Senf zum Artikel und teilweise zur Diskussion hier.
    Ich beschäftige mich mal mit den 3 Attributen, die der OZ im Titel des Artikels vogeworfen werden, beginnend von hinten mit “stur”.
    Als stur kann man es bezeichnen, wenn Falschmeldungen (z.B. ICE, Schwimmbad) oder falsche Behauptungen (z.B. über Herrn Wolf) nicht ausdrücklich widerrufen bzw. korrigiert werden. Dem “stur” würde ich also zustimmen.
    Nun zu unsachlich – wir stoßen hier, finde ich, an ein terminologisches Problem – was ist unsachlich? Ich habe keine Lust, in Wörterbüchern bzw. Lexika nachzusehen. Ich verstehe unter unsachlich, wenn in einer Diskussion Aussagen oder Vorwürfe gemacht werden, die nichts mit dem eigentlichen Diskussionsthema zu tun haben; meist, mit der Intention, sie als Argument oder Gegenargument für die eine oder andere seite zu verwenden, vielleicht durch Diskreditierung eines Diskutierenden. Das wäre zum Beispiel, wenn die OZ schreibt oder geschrieben hätte “Helmut Wolf ist ein Blödmann.” oder vielleicht auch “Ganz klar – Dr. König hat die schönste Frisur aller OB-Kandidaten!” Sowas würde ich als unsachlich bezeichnen – hat aber seitens der OZ (zumindest in den Fällen, die in Sebastian Jabbuschs Text genannt werden) nicht stattgefunden. Da war aber noch diese Sache mit dem „Querulanten“. Die Aussage kam von Herrn Hochheim – nun ist es, so denke ich, Ansichtssache, ob die Wiedergabe einer (durchaus unverschämt unsachlichen) Beleidigung eines Dritten unsachlich oder nur im Sinne der Berichterstattung ist. Kraft meines Amtes als Kommentar-Klugscheißer mit Internetzugang möchte ich hier kein Urteil darüber fällen. In jedem Falle aber ist das ausgebliebene Einholen einer Gegenmeinung (und damit komme ich zum dritten bzw. ersten Attribut) einseitig.
    Hierzu behauptet der Artikel ja, die OZ berichte einseitig zugunsten von CDU und/oder Stadtverwaltung. Im Falle Helmut Wolf zu WVG-Verkauf trifft wie gesagt meiner Meinung nach zu das zu. Das ist aber nur einer, und ein Fall beweist noch nicht eine dauerhaft tendenziöse Linie, da man mit einem einzelnen Punkt keine Gerade definieren kann. Bei dieser Wochenchronologie im OB-Wahlkampf kann man sich nicht unbedingt sicher sein, ob hier „böse“ Absicht der OZ vorliegt – vielleicht sind die anderen Kandidaten in der Woche einfach nicht so aktiv gewesen. Ist unwahrscheinlich, weil es halt die letzte Woche vor der Wahl war, aber der Artikel schreibt nichts von Wahlkampfveranstaltungen der Kandidaten, die nicht wie ein monarchisches Staatsoberhaupt mit 6 Buchstaben (im Kreuzworträtsel ist ö ja oe) heißen, welche von der OZ gemieden oder ignoriert wurden. Ich persönlich kann mich nicht mehr erinnern ob da welche waren, ist zu lange her. Dann sind da aber noch die Spenden- und BiG-Sachen – (wohlwollend nehme ich jetzt mal an, dass die Aussagen in Sebastian Jabbuschs Artikel stimmen, ich habe mir gerade ein Bier aufgemacht und daher jetzt keine Lust, Zeit oder Möglichkeit, die Archive von OZ und NDR zu durchforsten) und schon erhält unsere Gerade weitere Punkte. Da wir nun über die Zahl 2 kommen, müssen wir wohl zur Regression greifen, aber das nur am Rande. Da mir einseitig doch zu extrem klingt, komme ich zu der Ansicht, dass die Greifswalder Lokalredaktion Ostseezeitung in einigen Fällen durchaus tendenziös berichtet hat.
    Insgesamt muss ich also „zugeben“, der Artikel hat mich wohl einigermaßen überzeugt.

    An der Drumherumdiskussion nach dem Motto „Wenn du noch nichts verbrochen hast, schmeiß den ersten Stein“ (den genauen Wortlaut aus dem Buch mit dem Kreuz kenne ich als Konfessionsloser nicht, Christen oder Christdemokraten kennen sich da vielleicht besser aus), also dessenbezüglich, ob der Webmoritz nicht auch einseitig, unsachlich und stur ist, werde ich mich nicht beteiligen, weil sie mich langweilt, da sie schon in den Kommentaren zu mehreren Artikeln stattfindet und sowieso auf eine Diskussion um die Person Sebastian Jabbusch hinausläuft – und das finde ich irgendwie schade für das ganze Projekt Webmoritz. (Arik Platzek sagt in Post 28 was passendes dazu)

    PS wenn ich hochgestochen klingende Wörter wie „Terminologie“ o.ä. verwende, ist das meine Art, auf leicht ironische Weise etwas Lockerheit in meinen Text zu bringen. Ich meine zwar i.A. alles, was ich schreibe, aber nehmt bitte nicht alles unheimlich ernst. Klar was ich meine? :p

    PS2 Der Imperativ von „lesen“ ist immer noch „lies“, zum Kuckuck! Wir sind ja hier nicht unter Adligen… „Er lese nun den OZ-Report Greifswald und serviere den Tee“……

  29. Arik    

    Liebe Leser,

    wir hoffen, diese Diskussion findet hier ein Ende.

    Darüber hinaus, dass der Autor dieses Artikels viele wahre Dinge notwendigerweise angesprochen hat, wurden weiterhin viele richtige Gedanken ausgetauscht und sehr viele unterschiedliche Positionen erläutert.

    Wir begrüßen das und freuen uns über die kontroverse Beteiligung. Um unserem eigenen Anspruch an dieses von der lokalen Politik unabhängige (studentische) Medienportal gerecht zu werden, haben wir uns entschlossen, einen Medien-Stammtisch einzurichten. Wir laden euch also ein, den direkten, unmittelbaren Dialog und gedanklichen Austausch fördern.

    Es freut uns also, allen interessierten Teilnehmern – Lesern wie auch Redakteuren – diesen Ersten Greifswalder Medienstammtisch anzukündigen!

    Zeit: Jeweils der vierte Donnerstag im Monat um 18 Uhr, dieses Mal also am 23. Oktober.
    Ort: Das Café Caspar

    Wir würden uns sehr über eure Teilnahme und Anregungen freuen!

    Arik
    Chefredaktion
    Moritz-Medien

    Link: http://www.webmoritz.de/2008/09/09/einladung-zum-medien-stammtisch/

    1. Sebastian Jabbusch    

      Zustimmung von mir. Sicher ist ein Stammtisch eine viel bessere Möglichkeit zur Diskussion als die Kommentarfunktion es jemals sein kann.

      Ein Abbruch der Diskussion über die OZ soll hier natürlich nicht erzwungen werden. Wer also noch seinen Senf zum Artikel abgeben will, ist weiter herzlich eingelaen…

      Gruß Sebastian – man sieht sich im Café Caspar!

      1. Marion Heinrich    

        Ich habe sowohl gestern als auch heute vergeblich versucht, den Link ” Lese jetzt den OZ-Greifswald-Report ” zu öffnen und wurde immer mit einem Absturz bestraft. Das ist doch hoffentlch nur Zufall, oder?
        Wenn möglich, würde ich den Beitrag gern an meine E-Mail-Adresse geschickt bekommen, damit ich mir mein Bild nicht aus den Kommentaren zusammenzimmern muss.
        Die Stammtisch-Idee ist auf alle Fälle gut. Bleibt zu hoffen, dass sie ein (Grund-)Steinchen für objetive Berichterstattung sein kann.
        Beste Grüße, Marion Heinrich

        1. Sebastian Jabbusch    

          Hallo Marion,

          also bei mir funktioniert es den Artikel zu lesen. Hast Du den aktuellsten PDF-Reader? Hier gibt es ihn kostenlos als download: http://www.adobe.com/de/products/reader/

          Ansonsten schick ich ihn Dir gerne per E-Mail zu. Schick mir dazu bitte einfach eine E-Mail an web [at] moritz-medien.de

          Danke !

          P.s.: Hat noch jemand dieses Problem?

  30. Susi    

    Die Behauptung, dass die anderen OB-Kandidaten in der Woche vor der Wahl (auf Seite 1) nicht einmal erwähnt werden, ist nicht richtig. Entweder hat der Autor des Artikels unzureichend recherchiert, behauptet bewusst falsche Tatsachen oder hat eine selektive Wahrnehmung:

    – In der OZ v. 08.04.2008 wird auf Seite 1 des Lokalteils in dem Artikel “Christian Wulff unterstützt Arthur König” über den Kurzbesuch von C. Wulff berichtet. Genau darüber, also auch auf Seite 1 des Lokalteils, war ein Artikel mit der Überschrift “Stadt spart auf dem Rücken kleiner Leute” zu finden. Inhaltlich ging es um niedrige bzw. sinkende Löhne bei den Angestellten der Stadt. Dabei wurde den OB-Herausforderern Dr. Rose (Grüne), Frau Socher (Linke) und Herrn Mutke (SPD) die Möglichkeit gegeben, ihre Unterstützung für die Angestellten der Stadt zu bekunden.

    – In der OZ v. 09.04.2008 ist auf Seite 1 des Lokalteils ein Artikel mit der Überschrift “OB zieht Postkarte zurück” sowie ein Artikel mit der Überschrift “Mutke und SPD auch bei Steinkohlekraftwerk uneins” zu finden. Inhaltlich geht es bei dem ersten Artikel um eine Beschwerde einzelner Frauen und der Gleichstellungsbeauftragten zu einer Postkarte, die mit dem OB in Verbindung gebracht wurde. Und bei dem zweiten Artikel geht es um widersprüchliche Aussagen zwischen der SPD und Herrn Mutke in Bezug auf das Steinkohlekraftwerk.

    Dass nur der amtierende OB in der letzten Woche vor der Wahl auf Seite 1 vorkam, ist also nicht richtig. Und Wahlkampfanzeigen des OBs, die vom Autor als Wahlberichterstattung der OZ bewertet werden, würde ich nicht in den Bereich der Berichterstattung einordnen wollen.

    1. Sebastian    

      Hallo Susi,

      Diese Artikel habe ich wohl tatsächlich übersehen. Wohl genau aber auch aus dem Grund, weshalb ich sie auch jetzt nicht gleichsetzen würde mit den großen “König-ist-super”-Artikeln.

      Die reine Erwähnung der Kandiaten zu einem Thema ist nicht vergleichbar mit der “Oberbürgermeister weiht Senioren-Wohnheim ein”-Überschrift bzw. der “Einweihung der Gaspipeline”. Beide Artikel waren als große Aufmacher mit großem “König”-Bild dargestellt. Selbst der Pressetermin Christian Wulff mit König war der OZ ein Bild mit König wert.

      Währendessen war beim Artikel über das Stadtpersonal kein Bild der anderen Kandidaten zu sehen…

      Trotzdem danke für diese Hinweise und die Überprüfung!

      1. Susi    

        Bei dem Artikel “Lange Leitung für den Riems” (OZ v. 10.04.2008, Seite 1 des Lokalteils) geht es tatsächlich um die Anbindung des Friedrich-Loeffler-Instituts an das Gasnetz bzw. um den Projektstart für die Anbindung. Im Text wird der OB nicht erwähnt, so dass ich auf keinen Fall von einem “König-ist-super”-Artikel sprechen würde. Richtig ist, dass er auf dem Foto abgebildet ist, was vermutlich mit seinem Amtsbonus zusammenhängt.

        Leider habe ich den Artikel mit der Überschrift “Oberbürgermeister weiht Senioren-Wohnheim ein” nicht finden können. Wann und auf welcher Seite ist er denn in der OZ veröffentlicht worden??

        1. Sebastian Jabbusch    

          Hey Susi,

          Da ich gerade in Greifswald bin, kann ich das nicht überprüfen. Meine Recherche liegt auch schon etwas zurück. Ich will mich aber auch nicht drüber streiten. Die Beispiele die im Artikel aufgezähl sind als Beispiel genug :getlost:

          Ansonsten wundere ich mich schon, dass der Projektstart der Verlegung einer Gas-Leitung in der Woche vor der Wahl mit König als Bild abgedruckt wird. Wenn König – wie du sagst – im Artikel nicht erwähnt wird und mit dem Projekt nicht mal etwas zu tun hat, ist das Bild sogar noch schlimmer als von mir gedacht.

          Die Ausrede “Amtsbonus” denke ich kann nur in gewissen Grenzen gelten. Gerade vor einer Wahl muss mit solchen “Erfolgsmeldungen” vorsichtig umgegangen werden. Schon im Jahr 2001 – kurz vor der ersten Wahl von Dr. Arthur König wurde gemeldet, dass nun endlich mit dem Ausbau der Stadthalle begonnen werden könnte. Eine klare Erfolgsmeldung für die Greifswalder CDU und ihren Bürgermeisterkandidaten Dr. Arthur König. Nach der Wahl stellte sich dann heraus, dass die Finanzierung platze.

          Nun – sicher nicht die Schuld der OZ (und deshalb auch nicht als Beispiel in den Artikel aufgenommen), aber dies zeigt auch, wie sorglos man mit der Ausgewogenheit vor der Wahl umging.

          Gruß, Sebastian

  31. fleischervorstadtblog    

    guckt mal die beiden bilder hier an, sowas finde ich einseitig und tendenziös:

    http://blog.17vier.de/?p=356

    1. Sebastian Jabbusch    

      Stimmt – das sind auch gute Beispiele! Danke!

    2. Susi    

      Stimmt, auf dem Bild zu dem Artikel “Mit Phrasendreschen kam keiner durch” (OZ v. 03.04.2008, Seite 3 des Lokalteils) ist der OB sehr vorteilhaft abgebildet.

      In der Ausgabe der OZ vom 04.04.2008 gibt es neben dem Artikel “CDU befreite Wall vom Müll” (auf Seite 2 des Lokalteils) auch noch den Artikel “Vierter Wahlprüfstein der Grünen” (ebenfalls auf Seite 2 des Lokalteils) sowie den Artikel “Parteiübergreifende Kritik an der Arge” (Seite 1 des Lokalteils). In dem Artikel bzgl. der Grünen wird über eine geplante Veranstaltung der Grünen zum Thema Demokratieverständnis und Toleranz gegenüber Andersdenkenden berichtet. Der Artikel bzgl. der Arge greift die Kritik an der Arbeitsweise der Arge auf. Dabei können sich die OB-Kandidaten Frau Socher, Dr. Rose, Herr Mutke und Herr Tammert als Kämpfer für die Rechte von Hartz-IV-Empfängern positionieren.

      1. Sebastian Jabbusch    

        Susi, sicher verschweigt ihr nicht die Kandidaten. Auch im Artikel über die Wahlkampfveranstaltung mit den Jugendlichen werden sie ja (im Text) erwähnt.. Aber meiner Meinung nach unterschätzt Du die Macht der Bilder ?!

        1. matthias    

          jetzt mal ohne zu quatschen, ihr seht doch, dass das Thema hier kein ende findet? macht euch doch nicht lächerlich und bequatscht das unter vier augen,oder sechs oder wie auch immer. aber so ein kommentar hin und her ist doch blödsinn und verschwendete zeit. mensch leute.

        2. Sebastian J.    

          ich fand die anmerkungen von susi eigentlich recht konstruktiv und interessant…

        3. Tobias    

          Es hindert doch niemand die SPD, Die Grünen oder die PDS daran, auch irgendwas sauber zu machen (den Stadtpark, den Ryck, Plätze in Schönwalde oder im Ostseeviertel) oder andere medienverwertbare Aktionen zu starten.

        4. Sebastian    

          @ Tobias: Ich bin mir sicher, dass (unbezahlte!) Lokalpolitiker wichtigeres zu tun haben, als für die OZ irgendwelche Plätze zu reinigen.

          Klar ist das Medienwirksam. Aber die Medien tun auch gut daran, nicht alles zu berichten, was von Poltikern so für die Medien insziniert wird. Speziell wenn es so durchsichtig ist und so wenig nachhaltig ist. 😉

          Gruß Sebastian

      2. Arik    

        Für einen sachlichen Austausch über konkret inhaltliche Probleme ist doch hier immer noch Platz. Genau aus dem Grund, den Sebastian genannt hat. Dafür ist ja die Kommentarfunktion da :happy:

        Die Diskussion von oben hatte zwar auch inhaltliche Bezüge, drehte sich insgesamt aber eher um etwas anderes :sideways: Und nun bitte nicht nachfragen, sondern nachlesen 😉

        Ich will auch lesen, was Susi noch zu sagen hat…

  32. Kai    

    Auf jeden Fall können wir jetzt festhalten, dass der OZ-Report – was die Erwähnung der anderen Kandidaten betrifft – nicht richtig recherchiert wurde. Sebastian räumt inzwischen selbst ein, dass er mehrere Artikel, in denen die anderen Kandidaten erwähnt werden, “übersehen” hat und verlagert seine Argumentation: “Okay, über alle anderen wurde auch berichtet, diese Artikel habe ich leider übersehen, aber wenn man die Bilder dazurechnet, kann man doch die Grundaussage des Artikels als richtig ansehen”.
    Da der Autor des Artikels jetzt selbst zugibt, dass seine Recherchen unvollständig und ungewollt einseitg waren ist der Fall doch eindeutig. Wir diskutieren hier ja nicht die Anzahl der “positiven” oder “negativen” Bilder in der OZ sondern die Aussagen aus dem OZ-Report – und die sind – wie der Autor selbst zugibt – teilweise schlicht falsch.

    1. Sebastian    

      Moment lieber Kai / Susi…

      Diese Interpretation ist ja nun weit übertrieben. Die Tatsache, dass auch andere Bürgermeisterkandidaten in der Zeitung in irgendwelchen Artikeln auch mal mit erwähnt werden, entlastet doch nun nicht das Argument, dass die OZ tendenziös ist?

      Zumal wenn überhaupt gerade einmal ein Beispiel von vielen von Susi angesprochen wurde… Aber in Deinen Augen reicht sicherlich eine kleine Ungenauigkeit um alle Aussagen des Artikels zu entkräften… Na bitte… :happy:

      1. Kai    

        Hallo Sebastian,

        Du musst zugeben, dass das, was du jetzt als “kleine Ungenauigkeit” herunterspielst, ursprünglich eines deiner Hauptargumente in dem Artikel war, die OZ überhaupt erst als tendenziös zu bezeichnen. Dass sich eines deiner wesentlichen Argumente jetzt als falsch herausstellt, ist mehr als “eine kleine Ungenauigkeit”. Denk mal darüber nach…

        1. Sebastian Jabbusch    

          Hallo Kai,

          ähm – nein? Ich zitiere mal aus meinem Artikel:

          “Ein weiteres Beispiel für die Einheit von OZ, CDU und Rathaus ist die Oberbürgermeister-Wahl 2008: In der Woche vor dem Wahltermin erschien jeden Tag auf Seite eins der Lokalausgabe entweder eine Anzeige der CDU (die wird bezahlt) oder aber ein Artikel mit großem Foto über die Aktivitäten des Dr. König (das ist gratis). Über solcherart Aufmerksamkeit hätten sich die anderen Kandidaten bestimmt auch gefreut. Eine kritisch-sachliche Aufarbeitung der Amtszeit des Bürgermeisters, ein Ver-gleich von Wahlversprechen und Erfolgen hingegen – all das fand nicht statt.”

          << Diese Aussage wird keineswegs dadurch wiederlegt, dass in einem Artikel “auch mal” alle anderen Kandidaten (offenbar zusammen – ich kenne den Artikel wie gesagt nicht) erwähnt werden.

          Die König-Aufmacher enthalten die klare Message an den Leser: “Hier ist ein Bürgermeister der etwas bewegt”. Der Bürgermeister kann kurz vor der Wahl noch mit “Erfolgen” glänzen, ist “engagiert”, “diskutiert kritisch mit Jugendlichen”.

          Kein anderer Kandidat wird in dieser Zeit mit einem Foto abgebildet. Vielleicht passierte diese Einseitigkeit nicht absichtlich – das weiß ich nicht. Und wir alle wissen, dass die SPD und Linkspartei nicht die stärksten Gegenkandidaten hatten. Nur – all das ändert nicht die Tatsache, dass die Berichterstattung eben so passierte wie sie passierte. Das kann man nun versuchen zu zerreden – aber Papier ist geduldig…

    2. Basti    

      Volle Zustimmung KAI. Aber das will hier niemand lesen – leider!

  33. flosen    

    ich möchte diesen artikel, ungeachtet der müßigen diskussionen, einfach nur loben.
    er fiel mir schon im stadtmagazin auf, so dass mir ein ganzer nachmittag versüßt wurde!
    diese zeitung, die so tut als sei sie eine, finde ich schon lange jämmerlich und erbärmlich.
    leider wird sich am primitiven un unkritischen gebaren dieses blattes nicht viel ändern, nur
    durch solch einen mutigen artikel. doch zum glück werden wieder ein paar menschen mehr
    zum nachdenken animiert, so dass sie hoffentlich auf den genuß der täglichen oz-lektüre
    verzichten werden! danke an den verfasser

    1. sören    

      Es ist mir schleierhaft, wieso Hinweise auf die Fehlerhaftigkeit des Artikels als “müßige Diskussion” hingestellt werden. Mal ganz abgesehen davon, dass der Autor des “Kommentars” in seinem “Bericht” ja auch nur dadurch zu seinem gewünschten Schluss kommen konnte, indem er Berichterstattung UND Wahlanzeigen in einen Topf warf. Ob irgendeine Partei Anzeigen in der OZ schaltet, ist doch nun wirklich völlig irrelevant. Aber bei Sebastian Jabbuschs Artikel im “Stadtgespräch” tauchen Berichte der OZ UND Anzeigen in einem Kasten auf, dessen Überschrift “Wahlberichterstattung der Ostsee-Zeitung zur Oberbürgermeister-Wahl” lautet. Soviel ist dem Autor selbst also die journalistischen Sorgfalt wert, die gerade er bei der OZ offenbar in Gefahr sieht.

      1. Basti    

        Und der darf auf Chefredaktuer der studentischen Medien machen? Großer Wurf, ihr Wähler!

      2. Sebastian    

        @ sören: Richtig, für die Anzeigenschaltung ist die Redaktion nicht verantwortlich. Aber es war schon erstaunlich, dass sich die OB-Aufmachern sich passgenau mit den Anzeigen gegenseitig ablößten.

      3. flosen    

        hier laufen ja mal wieder alle lackaffen sturm.
        redet euch den mund fusselig und ärgert euch.
        fakt ist, dass hier der volksverdummende, inhaltslose und
        desinformierende charakter der kompletten oz-berichterstattung
        angesprochen wird. wie alte dumme weiber rückt ihr aus und keift
        und keift und keift. was das zeug so eben hält! bravo.
        und wenn ihr damit fertig seid geht’s damit weiter den verehrten
        herrschaften der sogenannnten “zeitung” noch honig um’s maul zu
        schmieren?
        grüße

  34. Klaus    

    Flosen, was willst du denn jetzt? Hier kann jeder seine Meinung äußern!

  35. Edmund Stoiber    

    Korrektur: “bereits im ersten Wahlgang”

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