von Carsten Schönebeck | 12.02.2010
In der Nacht zum Donnerstag wurden in der Greifswalder Innenstadt rechtsextreme Schmierereien an verschiedenen Stellen angebracht. Auf einem großen Baustellenschild vor der neuen Stadthalle prangt seitdem der Spruch „Dresden das war Mord“, an einem Toilettenhäuschen vor der Mensa am Schießwall steht „Rache für Dresden“. Die Fassade des Internationalen Kultur- und Wohnprojekts wurde mit drei Hakenkreuzen beschmiert.
Der oder die Täter nehmen mit den beiden Sprüchen Bezug auf den 65. Jahrestag des alliierten Bombenangriffs auf die Stadt Dresden. Dort werden morgen mehr als 7000 Rechtsextreme zu einem Gedenkmarsch erwartet.
Das IKuWo war in den vergangenen Monaten mehrfach Ziel politisch motivierter Straftaten aus dem rechten Milieu. Ende Oktober waren mehrere Personen erwischt worden, als sie das Gebäude mit Flaschen bewarfen. Als die Täter flüchteten, nahmen fünf Teilnehmer der gerade im IKuWo laufenden Veranstaltung ihre Verfolgung auf und verständigten die Polizei. Dabei beobachteten sie, wie einer der Täter an der Kreuzung Gützkower Str./Bahnhofstraße einen Hitlergruß zeigte. Nach Angaben der Verfolger handelte es sich bei den Tätern um Mitglieder der Burschenschaft Rugia.
Erst vor wenigen Wochen war bekannt geworden, dass im Dezember eine tote Katze vor der Tür des Vereinshauses abgelegt worden war. Dem Tier hatte man einen Flyer der örtlichen Antifa an den Kopf genagelt.
In allen drei Fällen ermittelt die örtliche Polizei. Eine Vertreterin des IKuWo erklärte gegenüber dem webMoritz, man vermute, dass es sich bei allen drei Vorfällen um Täter aus dem Umfeld der besagten Burschenschaft handle. Diese sehe man auch als derzeitigen Rückzugsraum der Rechtsextremen vor Ort.
Einschüchtern lasse man sich durch die Angriffe und Drohungen der vergangenen Monate nicht. Der erneute Vorfall zeige jedoch, dass sich das Klima in Greifswald deutlich zuspitze. Es seien nun Stadt und auch die Universität gefragt, klare Zeichen gegen Rechtsextremismus zu setzen.
In einer vorherigen Version des Artikels war im vorletzten Absatz von „besagten Burschenschaften“ die Rede. Dies war ein Tippfehler unsererseits, der möglicherweise zu Missverständnissen geführt hat. Wir bitten dies zu entschuldigen.
Bilder: Carsten Schönebeck
von Gabriel Kords | 19.01.2010
Zwei Gewalttaten mit möglicherweise politischem Hintergrund sind am Montag bekannt geworden. In der Nacht vor Silvester wurde vor dem Haus des Kulturprojekts „Ikuwo“ in der Goethestraße von unbekannten ein Sack mit einer toten und misshandelten Katze abgelegt. In der Nacht zu Montag wurde zudem ein Streifenwagen der Polizei in einen Hinterhalt gelockt und mit mehreren Brandsätzen, so genannten Molotow-Cocktails, beworfen, von denen aber keiner zu größeren Schäden führte.

Ikuwo
Warum die Attacke gegen das Ikuwo erst jetzt bekannt gemacht wurde, wollte man uns beim Ikuwo nicht so richtig sagen. Das liege wohl eher an der Ostsee-Zeitung, hieß es vom Betreiberverein, die habe von der Sache schließlich schon seit zehn Tagen gewusst. Zudem habe man den Vorfall bereits am 31.12. angezeigt, seitdem ermittelt die Polizei. Von anderer Seite wurde uns jedoch zugetragen, man habe beim Ikuwo zunächst überlegt, den Vorfall überhaupt nicht öffentlich zu machen. Das würde auch erklären, warum Fleischervorstadtblogger Jockel Schmidt, in der Regel bestens informiert über Vorgänge im Ikuwo, erst unmittelbar vor Erscheinen der Nachricht in der Ostsee-Zeitung einen Beitrag auf seinem Blog veröffentlichte.
Der Betreiberverein des Ikuwo vermutet einen rechtsextremen Hintergrund der Tat. Aus diesem Berreich heraus wolle man die Betreiber offensichtlich einschüchtern. An dem Kadaver sei zudem ein Aufkleber der „Antifa“ angebracht gewesen. In der Vergangenheit sei es häufiger zu Drohungen und Übergriffen gegen den Verein gekommen, die der rechten Szene zugeordnet werden konnten. Auch der webMoritz hatte bereits über entsprechende Vorfälle berichtet. (mehr …)
von Christine Fratzke | 30.12.2009
Jedes Jahr die gleiche Frage: Wie verbringe ich den Silvester-Abend? Zu Hause bleiben und „Dinner for one“ gucken? Eine WG-Party mit Freunden? Nach Berlin oder Hamburg fahren, um dort zu feiern? Das muss nicht sein, gibt es doch auch zahlreiche Angebote in Greifswald. Einige davon haben wir zusammengestellt.

Silvesterlauf im Volksstadion
Ruhig geht es am 31. Dezember los: Ab 10 Uhr findet der traditionelle Silvesterlauf im Volksstadion im Karl-Liebknecht-Ring statt. Wer dann den Klängen des philharmonischen Orchesters des Theater Vorpommerns lauschen möchte: Jeweils um 15 Uhr und 18.30 Uhr beginnt das „Konzert zum Jahreswechsel“ im Theater. Auch in der neu eröffneten Stadthalle wird es hoch hergehen: Die festliche Veranstaltung zum Jahreswechsel ist bereits seit Wochen ausgebucht.
Silvesterparty im Café Caspar
Tradition hat auch die Silvesterparty im Café Caspar. Was die Gäste erwarten wird? Neben einem Buffet, alkoholischen und nicht-alkoholischen Getränken, sowie einem Mitternachtssekt auch eine Verlosung mit zahlreichen Gewinnen. Karten sind noch erhältlich. Der Einlass beginnt 20 Uhr, eine Stunde später eröffnet das Buffet.
All-Inclusive beim TV Club
Mit einer „all inclusive Silvesterparty“ wartet auch der TV Club in der Bahnhofstraße 44 bis 45 auf. Das heißt: Kaltes und warmes Buffet bis mindestens um 3 Uhr, Musik und Party. Musikalisch wird es dabei bunt. So kann ab 20 Uhr unter anderem zu House, Schlager, Rock und Elektro getanzt werden. Die Karten kosten 50 Euro für Frauen, 60 Euro für Männer.
„Transdekadisches Tentakelspektakel im IKuWo“

Aus dem Flyer des "transdekadischen Tentakelspektakels"
Mit einem umfangreichen Musikangebot lockt auch das IKuWo, das Internationale Kultur- und Wohnprojekt in der Goethestraße ab 22 Uhr. „Transdekadisches Tentakelspektakel zum Jahreswechsel“ heißt das Motto des Abends, welcher sich thematisch zwischen Jacques Costeau, Kapitän Nemo und Korallenriffe bewegen soll. Auf den zwei-einhalb Floors gibt es von sechs DJs nicht nur Indierock, Elektro, Ska und Discotunes. Dazu gibt es Vegetarisches und etwas von der „stündlich nebelhupenden Spontanschnapsbar“. Wer noch Karten (zehn Euro ermäßigt) möchte, braucht Glück. Das Kontingent ist stark begrenzt, die Karten schon seit Wochen „so gut wie ausverkauft“.
Amerikanisch im Mira-Club
Im Mira-Club wird Silvester auf amerikanische Weise gefeiert – mit einem Buffet, auf dem Donuts, Bagels, Pommes und Spare Ribs nicht fehlen werden. Die Begleitmusik gibt es von DJ G-WorkzZ and Friend: 80er, 90er, Schlager und R´n´B. Karten gibt es für 39 Euro (Frauen) beziehungsweise 49 Euro ( Männer). Der Einlass beginnt ab 19 Uhr in der Johann-Stelling-Straße 30.
Auch in der Region, wie in Stralsund, Putbus und Zinnowitz finden zahlreiche Veranstaltungen statt. Etwas weiter weg, in Rostock, wird zur Unterstützung des Lokalradios Rostock, Lohro, gefeiert – im Rahmen einer Solidaritätskampagne: Ab 22 Uhr im Mau-Club (www.mauclub.de), Rostock.
Der webMoritz wünscht allen Lesern einen guten Rutsch ins neue Jahr und ein frohes 2010! Im neuen Jahr werden wir wieder mit der gewohnten Regelmäßigkeit für Euch da sein!
Bilder: Veranstalter/ webMoritz-Archiv (Steffen Knapp, sehbär, marfis75 via Flickr)
von Gristuf | 29.11.2009
Das nächste Running Dinner naht! Am Dienstag, dem 8. Dezember, werden wieder die Kochlöffel geschwungen und Rezepte gewälzt. Running Dinner, das bedeutet ins Kurzform: Drei Gänge in drei Küchen bei drei Teams – also ein Haufen leckeres Essen und neuer Leute.
Um 18 Uhr geht’s los mit der Vorspeise, um 20 Uhr folgt die Hauptspeise und um 22 Uhr das Dessert. Ihr bereitet entweder eine Vorspeise, ein Hauptgericht oder eine Nachspeise gemeinsam mit euren Running-Dinner-Team-Partnern zu, wobei das Team insgesamt aus zwei bis drei Leuten besteht. Die Anmeldung ist bis Freitagabend, dem 4. Dezember, Sonntagmorgen, dem 6. Dezember, möglich. Am darauffolgenden Tag werdet ihr dann über Eure zugelosten Gäste und Gastgeber per Brief und als email informiert.

Klick auf das Bild um zu Flyer zu gelangen (PDF)
Und wenn ihr dann Lust habt, die Leute wiederzusehen, heißt es „Nach dem Essen ist vor der Party!“ Der GrIStuF e.V. lädt alle Köchinnen und Köche zur Running Dinner Party ab 23 Uhr ins IKuWo in der Goethestr. 1 ein, um gemeinsam von kulinarischen Leckerbissen zu schwärmen und das Tanzbein verzückt zu verdrehen. Dazu werden euch DJ hazelnut mit Balkanbeats und DJ rungsta mit Electro und D’n’B einheizen, bis der Morgen graut! Der Eintritt ist 1,50 € für Teilnehmer des Running Dinner und 2,50 € für alle anderen. Die Anmeldung und mehr Informationen findet ihr unter rd.gristuf.org.
Update: Neuer Anmeldeschluss
Der Anmeldeschluss wurde um einen Tag nach hinten auf Freitag, den 4. Dezember, verlängert. Der Artikeltext wurde entsprechend korrigiert.
Noch ein Update (4.12.): Anmeldeschluss erneut verlängert!
Gristuf hat den Anmeldeschluss erneut verändert. Eine Anmeldung über das Internet ist jetzt noch bis zum Sonntag, 6.12., bis 10 Uhr möglich.
von Christine Fratzke | 25.11.2009
Welche Möglichkeiten es für einen Auslandsaufenthalt in Polen gibt, stellen am Donnerstag MitarbeiterInnen der akademischen Auslandsämter der Universität Greifswald und Szczecin in einem Vortrag dar. Die Veranstaltung findet im Rahmen des polenmARkT statt.

Das akademische Auslandsamt informiert.
Im Mittelpunkt stehen dabei mögliche Studien- und Stipendienmöglichkeiten. Partneruniversitäten gibt es in Kraków, Wroclaw, Poznan und Szczecin. Abschließend werden deutsche und polnische Studierende über ihre Auslandserfahrungen berichten.
Wer ein Auslandsstudium in Polen in Erwägung zieht, sollte die Faustregel beachten, mindestens ein Jahr vorher mit der Planung zu beginnen, um rechtzeitig alle Fragen klären zu können und alle Anträge auf Zuschüsse fristgemäß stellen zu können. Allgemeine Infos für die ersten Planungen hält das akademische Auslandsamt auf seinen Internetseiten bereit. Wer mit der Planung des Auslandsaufenthalts beginnt, sollte zudem eine persönliche Beratung im Auslandsamt in Anspruch nehmen.
Der Vortrag beginnt am Donnerstag, dem 26.11., um 16 Uhr im Internationalen Kultur- und Wohnprojekt IKuWo, Goethestraße 1. Der Eintritt ist frei.
Weitere Infos:
Bilder: Akad. Auslandsamt (Foto), gemeinfrei (Wappen)