Wohnraumsituation

Die Neuankömmlinge in Greifswald hatten es bisher nicht leicht, eine Unterkunft zu finden. Wir haben uns einmal umgehört, wie es den Erstsemestern dieses Mal bei der Wohnungssuche erging.

Couchsurfing

Erinnert ihr euch noch daran, wie schwer die Wohnungssuche am Anfang eures Studiums war? Auch dieses Jahr brauchen 3000 Erstsemester einen Schlafplatz. Wenn du mit einem Platz auf deiner Couch helfen willst, kannst du dich hier informieren.

Für alle, die noch ohne Schlafplatz da stehen: hier der entsprechende Infospot.

Couchsurfing zur Erstsemesterwoche

Die Zimmersuche gestaltet sich für die kommenden Erstsemster nicht immer leicht, manche finden bis zum Beginn der Vorlesungszeit im Wintersemester noch keine Bleibe. Damit die neuen Studierenden aber nicht viel Geld für Übernachtungen in der Jugendherberge oder im Hotel ausgeben oder in einer Turnhalle schlafen müssen, organisiert der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) Übernachtungsplätze für die Erstis – couchsurfen heißt das Schlüsselwort.

Du hast eine freie Couch? Super, dann melde dich beim AStA.

Daher bittet der AStA die Greifswalder Studierenden, für ein paar Nächte die eigene Couch, eine Matratze oder einen anderen Schlafplatz für die Erstsemester zur Verfügung zu stellen. Denn, so ist den Werbeplakaten für diese Aktion zu entnehmen, solle man sich für seine Kommilitonen engagieren, weil „auch du einmal ihre Hilfe benötigen könntest.“

Wer eine Übernachtungsmöglichkeit anbieten möchte, kann sich beim AStA melden, entweder unter der Homepage oder beim Wohnreferenten Tommy Kube unter wohnen@asta-greifswald.de. Zusätzlich sollten Name, der mögliche Zeitraum und welche weiteren Sachen vom Gast mitgebracht werden sollten, angegeben werden.

Fotos: Stefan Franke (Aufmacher, via jugendfotos.de), Julian Beger (Artikel, via jugendfotos.de), Logo AStA Greifswald

24 Stunden Stettin – Ein Reisebericht

Stettin möchte Kulturhauptstadt Europas 2016 werden. Dieser Titel könnte Aufschwung für die gesamte Region Pommern bedeuten und daher unterstützt auch Greifswald die Kandidatur Stettins. Doch wie sieht es dort eigentlich aus? Weit entfernt ist die polnische Stadt nicht und so packten mein guter Freund Markus und ich unsere Sachen und fuhren spontan für einen Tag nach Stettin. Was uns da erwartete?

Stettin: Ein Schloss, viele Kirchen und zwischendurch Plattenbauten

Zwei Freunde, zwei Bier, ein Regenschirm. Was braucht man mehr?

Gut zwei Stunden fuhren wir von Greifswald, mit Aufenthalt in Pasewalk. Wir verspürten Abenteuerlust. Der Gedanke an Polen, Osteuropa – das weckte in uns Vorfreude und Neugier. Angekommen in Szczecin Glowny, dem Hauptbahnhof, ignorierten wir zunächst die Sehenswürdigkeiten der Altstadt und gingen über die Oder zum Hafen. Alte Schiffe sahen wir dort, einige rosteten friedlich vor sich hin. Auch viele alte Häuser, größtenteils baufällig, befanden sich direkt am Ufer. Markus deutete auf die Fassaden: Zahlreiche Hakenkreuze verschandelten die Hauswände. Irritiert zogen wir weiter und genossen später, an der Oder sitzend, ein polnisches Bier. Über Stettin hingen schwere, graue Regenwolken. Es sollte den ganzen Tag nieseln. Unbeirrt erkundeten wir die Stadt weiter. Unsere erste Station war die Jakobikirche. Vom Kirchturm aus – auf diesen gelangt man nicht über Treppen, sondern durch zwei Fahrstühle – kann man die Größe und Vielfalt Stettins erkennen. Die Oder schlängelt sich durch das Stadtbild, man sieht Kirchen, das Schloss der pommerschen Herzöge und etwas weiter entfernt Plattenbauten.

Das Schloss der pommerschen Herzöge. Auch Hochzeitstorte genannt.

Das Schloss sticht schon von weitem hervor. „Wie eine Hochzeitstorte“, bemerkte Markus. Und tatsächlich: Ein weißer, viereckiger und verschnörkelter Prachtbau – mit der Errichtung wurde 1346 unter Herzog Barnim III. begonnen und im 16. und 17. Jahrhundert weiter ausgebaut. Das Gebäude wurde während des Zweiten Weltkriegs erheblich zerstört und erst in den 80er Jahren rekonstruiert. Nicht weit vom Schloss entfernt, befindet sich das Alte Rathaus und der Heumarkt, der uns an den Greifswalder Markt erinnerte. Auch in der Altstadt hinterließ der Zweite Weltkrieg Spuren, viele Neubauten findet man hier. Dazwischen gibt es wieder alte, baufällige Häuser und überall sahen wir Streetart.

Sleep- and homeless in Stettin

Später trafen wir uns mit Tiffany, einer jungen Chinesin, die in Stettin ein Praktikum absolviert. Wir wollten bei ihr couchsurfen und fuhren mit ihr in ein Plattenbaugebiet. Sie fand uns „awesome“, aber auch „crazy“, weil

Tiffany aus China. Im Hintergrund Schlecker aus Deutschland.

wir nur für einen Tag nach Stettin gekommen sind. Ein wenig enttäuscht war sie darüber auch. Zur Entschädigung wollten wir ihr was typisch Deutsches kochen, kauften ein, gingen in ihre Wohnung. Dort blieben wir allerdings nicht lange, Tiffanys Mitbewohnerin hatte ein starkes Problem, mit Fremden (Deutsche und dann noch unterschiedlichen Geschlechts, das war wohl zu viel) in ihrer Wohnung. Für uns hieß es also: Wieder raus in den Dauerregen, nicht wissend, wo wir die Nacht verbringen werden. Quer durch die Stadt ging es mit dem Bus. Und während Tiffany von einem anderen Fahrgast eindringlich gemustert und beschimpft wurde, organisierte sie uns einen Schlafplatz. Bei Zbyszek, einem jungen Polen aus Breslau. Bei ihm trafen wir auf zwei weitere Couchsurfer, Onat und Gönül aus der Türkei. Später bereiteten wir für alle Bratkartoffeln zu, es gab polnisches Bier und Zbyszek zeigte uns viele Fotos, die er in Japan machte. Ein gelungener und wunderbar internationaler Abend.

Zwei Kilo Kleidung für fünf Euro

Der nächste Morgen brach an. Markus und ich erkundeten weiterhin Stettin und zogen vorbei am Berliner Tor, am Grunewald-Platz und befanden uns auf einmal in einer Gegend, die nun ganz anders aussah, als das Bisherige. Nur Altbauten, mit Ornamenten an den (unrenovierten) Fassaden und verschnörkelten Balkonen. Dazu hübsche Cafés, weite Straßen und Second-Hand-Läden, wo wir sogar fündig wurden: Zwei Kilo Kleidung für umgerechnet fünf Euro. Auch generell zahlten wir für Essen und Getränke wenig, sehr angenehm für den Studentengeldbeutel. Später trafen wir uns noch einmal mit Zbyszek, um ihm seinen Wohnungsschlüssel wiederzugeben. Er lud uns ein, irgendwann mit ihm Breslau zu erkunden. Noch schnell eine Umarmung, dann ging es wieder zum Hauptbahnhof und von dort aus zurück nach Greifswald. Im Zug resümierten wir unseren Ausflug: Stettin ist eine vielseitige, aufregende, traditionelle und moderne Stadt – und auf jeden Fall eine Reise wert. Wir drücken die Daumen für die Kandidatur zur Kulturhauptstadt und freuen uns darauf, Breslau zu entdecken.

Fotos: Christine Fratzke, Markus Kather

Das Magazin am Pfingstmontag

Während ganz Mecklenburg Vorpommern den Pfingstmontag genießt, hat „Das Magazin – am Puls der Stadt“ wieder eine bunt gefüllte Sendung für euch vorbeitet.

Das „Greifswald International Student Festival“ steht vor der Tür. Natürlich wird auch radio 98eins seinen Anteil an diesem Festival haben und vom 26. Mai bis zum 06. Juni 24 Stunden lang für Greifswald senden. Was die Hörer erwartet und was für Probleme es gibt, darüber sprechen wir mit unserer Chefredakteurin Marie Lange.

Während des Gristuf ist das Thema Couchsurfing für die Gäste ein ganz wichtiges Thema. Unsere Redakteurin Susann Lukas hat vor ein paar Wochen einmal den Selbstversuch unternommen und war in Finnlands Hauptstadt Helsinki zum Couch surfen. Heute wird sie uns davon berichten.

Außerdem im Programm natürlich wie jeden Tag unsere Veranstaltungstipps, die Spotlights und das Wetter. In der Monatgsrubrik „Sportive“ zieht unsere Redakteurin Anja Giering eine Bilanz vom mit Spannung erwarteten Comeback von Michael Schumacher. Und schlie0ßlich könnt ihr natürlich auch noch die Cd der Woche gewinnen. Durch die Sendung führt euch Jakob Rüger.

Also reinschalten lohnt sich!