von Gastautor*in | 12.12.2010
Eine Ankündigung von Thomas Grothe
Es ist doch jedes Jahr das Gleiche: Das unbarmherzige Wetter, die weiße Decke über den früher bunten Stellen und die Stille, die mit der leblosen Umgebung einhergeht, bescheren uns eine Wintermelancholie. Aber genau deswegen wird uns, ebenfalls alljährlich, ein Anitdepressivum der besonderen Art geboten. Denn der St. Nikolai Dom wird noch einmal für einen Tag zu Johann Sebastian Bachs Auferstehungsstätte. Am 13. Dezember ab 20 Uhr teilen Anna Elisabeth Muro, Saskia Klumpp, Ulrich Cordes, Johannes Happel, die capella vitalis und I cornetti Pomerani, der Greifswalder Domchor und der Domkinderchor unter der professionellen Führung Frank Dittmers ihre musikalische Begabung mit uns. Dazu präsentieren sie die ersten drei der sechs Kantaten aus J. S. Bachs Weihnachtsoratorium und sein „Magnificat“.
Den Hörer erwartet ein musikalisches Feuerwerk der weihnachtlichsten Art. Denn Bach, der das Weihnachtskuratorium als Auftragswerk geschrieben hat, sollte eigentlich nur ein Stück von wenigen Minuten zur Einleitung eines Gottesdienstes komponieren. Stattdessen jedoch schallte im Winter 1734/35 ein mehrstündiges Meisterwerk durch die heiligen Hallen der Nikolaikirche und der Thomaskirche in Leipzig. Die Eintrittskarten gibt es im Vorverkauf in der Dombuchhandlung, der Buchhandlung Scharfe oder dem Institut für Kirchenmusik.
Foto: Katharina Luttervia jugendfotos.de
von radio 98eins | 24.06.2010
Im Rahmen einer Bachelorarbeit am Institut für Kirchenmusik und Musikwissenschaft der Ernst Moritz Arndt Universität Greifswald entstand in Kooperation mit dem radio 98eins das Hörspiel „Die 3 großen B.s“
„Alles ist möglich – In der Welt der Musik.
Einer Welt voller Klänge und Farben,
in der die Noten an den Bäumen wachsen.
Alles ist möglich – sogar die Vereinigung
dreier großer Meister der Musikgeschichte:
Johann Sebastian Bach,
Ludwig van Beethoven und
Johannes Brahms.“
In einer fiktiv, fantastischen Welt treffen sie aufeinander, die 3 großen B.s der Musikgeschichte: Johann Sebastian Bach, Ludwig van Beethoven und Johannes Brahms.
Was zu Ihren Lebzeiten nie möglich gewesen wäre, wird im Hörspiel realisiert: der gegenseitige Austausch dieser 3 Giganten über ihre Zeit und ihre Musik. Als Repräsentanten dreier verschiedener Musikepochen (Barock, Klassik und Romantik) prägen sie die Musikgeschichte in einem Maße, wie es nur wenige andere Komponisten vor und nach ihnen taten.
Das Hörspiel soll einen möglichst lebendigen Eindruck dieser 3 Persönlichkeiten und ihrer Eigenarten vermitteln, zeigen worin genau ihre Genialität bestand und die Besonderheiten ihres musikalischen Schaffens beleuchten. Dabei richtet sich das Hörspiel keineswegs ausschließlich an Liebhaber und Kenner klassischer Musik, sondern soll durchaus überhaupt erst als Anstoß zur Beschäftigung mit dieser Art der Musik verstanden werden und nicht zuletzt natürlich auch der Unterhaltung dienen.
Am Mittwoch, den 30.6. um 20 Uhr, ist es so weit – „Die 3 großen B.s“ gehen im Ohrenschmaus auf Sendung. Zu empfangen ist das Hörspiel entweder auf herkömmlichem Wege unter 98,1 MHz oder aber per Livestream auf www.98eins.de.
Seid dabei und schaltet ein, wenn 3 Riesen auf Tuchfühlung gehen!
Ihr wollt Kritik, Anregungen oder Ähnliches loswerden? Immer her damit!
von Felix Kremser | 12.05.2010

Logo der Bachwoche
Zum stolzen 64. Male findet vom 31. Mai bis zum 6. Juni die Greifswalder Bachwoche statt – ein in ganz Norddeutschland wahrgenommenes Festival für die Musik Johann Sebastian Bachs. Das diesjährige Motto „Bach und Russland“ mutet, ob keiner Belege für einen Aufenthalt Bachs in Russland oder auffälliger russischer Einflüsse in seinem Werk, weit hergeholt und beinahe uninspiriert an.
Ein Blick auf das Programmheft straft diese Vermutung jedoch schnell Lügen: Denn unter der künstlerischen Leitung von Kirchenmusikdirektor (KMD) Professor Jochen A. Modeß wird nicht etwa der Einfluss Russlands auf Bach, sondern Bachs spürbarer, Generationen übergreifender Einfluss auf russische Komponisten wie etwa Mussorgsky, Rachmaninow oder Tschaikowsky, im Fokus stehen. Neben Konzerten, Tanzaufführungen und Gottesdiensten, die in gewisser Hinsicht den praktischen Teil des Programms darstellen, bilden mehrere Vorträge bekannter Musikwissenschaftler den entsprechenden, theoretischen Rahmen.
Klassisches Russland

KMD Prof. Jochen A. Modeß
Wie gewohnt werden die Tage zunächst durch Morgenmusiken mit Bach-Kantaten und Andachten eingeleitet, denen jeder Interessierte kostenlos beiwohnen kann. Wer Lust hat, bei diesen Kantaten im Chor mitzusingen, ist herzlich eingeladen, zu den jeweiligen Proben am frühen Vorabend vorbeizukommen. Die Abende hingegen werden durch vielfältige Einblicke in die russische Kompositionskunst und traditionelle russische Lieder und Instrumentierungen gestaltet. Die Klimax dieser Abende wird mit der Aufführung der Johannespassion von Sofia Gubaidulina, die ihr Werk bescheiden als das musikalische und spirituelle „Zentrum des Lebens“ bezeichnet, erreicht, für das ein riesiger Orchesterapparat und ein so genanntes Waterphone benötigt werden.
Klassik fernab des Klassischen
Ebenso wie im letzten Jahr ist man versucht, auch klassikferne Menschen sowie Kinder und Jugendliche für klassische Musik zu begeistern.

Der legendäre Led Zeppelin-Gong ist auch bei BRASSCUSSION im Einsatz
So wird es mit „Peter und der Wolf“ von Sergej Prokofjew eines der bekanntesten „Kinderkonzerte“ der Welt zu hören geben. Darüber hinaus werden Schüler und Schülerinnen vom Alexander-Humboldt-Gymnasium sowie Jugendliche eines Hip-Hop-Projekts aus Schönwalde II unter der Leitung der Ballettmeisterin Sabrina Sadowska das Tanzstück „Eine wundersame Reise“ zur Musik Bachs und russischer Komponisten aufführen. Besonders anstreichen sollte man sich den Auftritt des Ensembles BRASSCUSSION am Freitag (4.6.) um 22 Uhr in der Stadthalle, das klassische Stücke mit Big-Band-Flair und einer Vielzahl an Schlaginstrumenten (u.a. Xylophon und Gong) neu interpretieren wird.
Da der Vorverkauf bereits seit der Veröffentlichung des Programms Ende April begonnen hat, heißt es, beim Kartenkauf nicht mehr zu zögern, da für einzelne Veranstaltungen die Karten erfahrungsgemäß bereits im Vorfeld knapp werden. Der Eintrittspreis beträgt mit Studentenrabatt in den meisten Veranstaltungen sechs Euro.
Weiterführende Links:
Bildquelle: Veranstalter