von Johanna Nikulski-Dirks | 14.06.2011
Den Trend zum großen Format unterlaufen zwei junge Künstlerinnen mit ihrer Ausstellung „das erste, was bei mir hing, war die haut unter meinen augen“: Mandy Witt zeigt neue, thematisch ungebundene und formal abstrakte Arbeiten. Eine Auswahl ausgereifter Bilder, die nach fotografischen Anlässen entstanden und zu einer umfangreichen Serie gehören, präsentiert außerdem Franziska Harnisch.
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von moritz.tv | 09.12.2010
Am 31. Oktober wurde in der Alten Bäckerei nicht nur ausgestellt, sondern auch viel gegessen. Die zweite internationale Tortenakademie bot Anlass zu kreativen Tortenkreationen, die ihr hier noch einmal bestaunen könnt…
von Felix Kremser | 26.10.2010
Anlässlich des einhundertsten Geburtstages des bedeutenden spanischen Dichters Miguel Hernandez finden diese Woche mehrere Veranstaltungen rund um das Leben des Poeten, die Zeit des spanischen Bürgerkrieges und fremdsprachige Literatur statt.

Der spanische Poet verfasste zahlreiche Werke in Gefangenschaft.
Miguel Hernandez wurde am 30. Oktober 1910 in ärmliche Verhältnisse geboren. Neben einem kurzen Aufenthalt an einer staatlichen Schule blieb Hernandez nur das Selbststudium, um seinen literarischen Neigungen nachzugehen. In seinen ersten Werken als Jugendlicher noch deutlich vom spanischen Barock beeinflusst, beschäftigte er sich später zunehmend mit dem Surrealismus und den sozialen Verhältnissen in Spanien. So machte ihn sein Engagement für die Republikaner während des Bürgerkrieges zu einem Feind Francos. Nach Beendigung des Krieges wurde er daher auf der Flucht nach Portugal gefasst und zu einer 30-jährigen Haftstrafe verurteilt. Während dieser Zeit verfasst er einen Großteil seines literarischen Werkes, in dem er sich neben seiner eigenen Inhaftierung und dem Bürgerkrieg auch mit dem Tod seines Sohnes und der Armut seiner Familie beschäftigt. Im März 1942 erliegt Hernandez schließlich in Gefangenschaft einer Tuberkuloseerkrankung.
Veranstaltungen im Falladahaus, im IKuWo und dem Antiquariat Rose
Am Mittwoch, dem 27. Oktober, eröffnet um 18 Uhr im Falladahaus (Steinstraße 59) eine Ausstellung zum Leben des spanischen Volkshelden. Neben erläuternden Vorträgen wird es auch Musik, Filmausschnitte und Fotos aus der Zeit und dem Leben des Dichters geben. Darüber hinaus wird mit einem Buffet auch für das leibliche Wohl der Gäste gesorgt sein. Um 21 Uhr geht es dann im Café Pariser in der Kapaunenstraße 20 weiter. Hier werden fremdsprachige Bücher gelesen und besonders gehört, und wer selbst ein fremdsprachiges Buch hat und dieses gerne einmal in der Öffentlichkeit gelesen hören möchte, kann jederzeit mit Buch unterm Arm in der Kapaunenstraße vorbeischauen.

Im IKuWo findet ein Informationsabend über den Dichter am 28. Oktober statt.
Um einen Einblick in die Zeit des Spanischen Bürgerkriegs zu erhalten, veranstaltet das IKuWo (Goethestraße 1) am Donnerstag, dem 28. Oktober, ab 18 Uhr einen Informationsabend zum Thema. Dieser beinhaltet neben Originalfilmen aus der Zeit einen Vortrag mit dem Titel „Loyalty and comradeship in the literary Work of Miguel Hernandez“ und die Vorführung des Films „Ay Carmela“, der das Schicksal dreier Republikaner in den letzten Monaten des Krieges darstellt.
Im Antiquariat Rose (Steinbeckerstraße 20) werden sich am Freitag, dem 29. Oktober, Michael Gratz von der Universität Greifswald und Francisco Martinez Muran, der bereits im IKuWouwo referrierte, auf eine Flasche Wein einfinden und über Literatur und Politik in der Zeit von Miguel Hernandez unterhalten.
Da keine Geburtstagsfeier komplett wäre ohne Geburtstagstorte, wird am Samstag, dem 100. Geburtstag Hernandez‘ um 14 Uhr in der Alten Bäckerei (Feldstraße/Mehringstraße) zu Kaffee und Kuchen geladen. Backt, schnappt euch euer Lieblingsbuch und genießt den Nachmittag bei Musik, Literatur und Kaffee und Kuchen.
Fotos: Wikimedia (Miguel Hernandez, Aufmacher), webMoritz-Archiv (IKuWo)
von Christine Fratzke | 30.10.2009
Am 28. Oktober fand eine Lesung mit dem Greifswalder Autor Jürgen Landt statt. Doch eine gewöhnliche Lesung war das „Kunsttreten“ am vergangenen Mittwoch in der Alten Bäckerei wohl kaum.

Jürgen Landt liest aus seinem Werk
Auf dem Fußboden der Galerie „Alte Bäckerei“ lagen zerstreut jede Menge beschriebene Blätter. Nebenbei las Landt aus seinen Texten.
Was die Idee hinter dieser Veranstaltung war, erklärt unser Podcast:
[podcast]http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/10/kunsttreten.mp3[/podcast]
von Gabriel Kords | 26.10.2009
Es ist Herbst, die Blätter verfärben sich allmählich und fallen langsam zum Boden. Wie passend, dass eine Lesung am Mittwoch, dem 28. Oktober, in der Galerie der Alten Bäckerei mit diesen Assoziationen spielt. Hinter dem Titel „KUNSTTRETEN!“ verbirgt sich eine Veranstaltung, bei der das Treten auf Kunst nicht nur erlaubt, sondern sogar erwünscht ist.

Die alte Bäckerei
Der Boden wird mit hunderten Schreibmaschinenblättern bedeckt sein, die unter Anderem Kurzgeschichten und Lyrik von Jürgen Landt (http://www.j-landt.de) enthalten. Auf diese dürfen die Gäste treten, ihre Spuren hinterlassen und neue Fährten erkunden. Weiterhin darf das Geschriebene auch mitgenommen und gelesen werden. Nebenbei wird der Autor zwei oder drei seiner Werke vortragen.
Ab 20 Uhr beginnt die Veranstaltung in der Alten Bäckerei, die sich in der Franz-Mehring-Straße befindet.
Foto: youtube-User „hrispm“ (Jockel Schmidt)