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„I can see ten points, nine points, ten points, ten points and eight points!“

So oder zumindest so ähnlich lief am gestrigen Abend die Bewertung beim Poetry Slam, der im Rahmen des GrIStuF stattfand, ab. Für alle die noch nie etwas davon gehört haben, ein Poetry Slam ist ein Dichterwettstreit, bei dem Poeten selbst verfasste Texte vortragen und das Publikum anschließend einen Gewinner kürt. Im Publikum werden dafür meist einige Schilder mit Zahlen von eins bis zehn verteilt, wobei die Zehn die bestmöglichste Bewertung darstellt. Abgesehen von der Bewertung geht es bei einem Poetry Slam nicht unbedingt darum zu gewinnen, sondern eher um den Spaß an der Freude, eigene Gedanken und Ideen mit dem Publikum teilen zu können.

Der Poetry Slam gestern war einer von der außergewöhnlichen Sorte, denn auch Studierende aus anderen Teilen der Welt nahmen teil. So war das Programm mindestens genauso bunt, wie der eigentlich langweilige Hörsaal, der zur Feier des Tages mit allen Mühen und Mitteln aufgehübscht wurde. Damit jeder jeden Text verstehen konnte, gab es auf einer großen Leinwand zeitgleich eine Übersetzung der deutschen Beiträge in Englisch zu lesen. Die zusätzliche Arbeit für die Übersetzer machte sich bezahlt, denn hier und da waren erstaunte Gesichter oder Lachen im Publikum zu vernehmen. Demnach ist zu schlussfolgern, dass alle im Saal den Sinn der Texte nachvollziehen konnten. Im Gegensatz dazu wurden natürlich auch Texte auf Englisch vorgetragen. Dies stellte eine sehr willkommene Abwechslung zwischen den Auftritten der Slammer dar.

Die Themen der vorgestellten Texte waren ebenso bunt gemischt. Sie handelten unter anderem von Angst und Schmerz, von Weltfrieden, gepunkteten Jeans und einem Kaktus namens Klaus. Alle samt waren sehr gut, doch für einen Kandidaten musste sich das Publikum ja entscheiden. Diese Wahl fiel auf Theresa, die im Finale mit einem deutschen Text über Hänsel, Gretel und fehlendes WLAN überzeugen konnte. Schlussendlich muss man aber anmerken, dass jedem Teilnehmer höchster Respekt und Anerkennung für seine Leistung gebührt. Vor einem so großen Publikum zu performen, ist bestimmt alles andere als einfach.

Ihr habt definitiv etwas verpasst, wenn ihr nicht dort gewesen seid. Aber das ist nicht so schlimm, denn hoffentlich findet der Poetry Slam mit internationalen Gästen auch nächstes Mal wieder statt. Im Rahmen des GrIStuF  bleibt euch noch die Chance am Freitag um 9 Uhr zur Input Lecture (Thema: German Colonialism and the African Continent) zu gehen oder abends bei der „Outer Space“-Party ordentlich abzufeiern. Mehr Infos dazu gibt es hier.

Beitragbild: Anne Müller

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