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Heute findet um 14 Uhr die Vollversammlung der Studierendenschaft im Audimax am Ernst-Lohmeyer-Platz 6 statt. Zeit, um sich mal wieder mit Hochschulpolitik auseinander zu setzen. Die Studierendenschaft hat eine neue Außenvertretung: Jörn H. Rothacher wurde im Mai zum neuen AStA-Vorsitzenden gewählt.
Nach einener kurzen Einarbeitungszeit konnte er uns nun ein paar Fragen zu seiner zukünftigen Arbeit und seinem ersten Tag beantworten.


Warum hast du dich für das AStA-Referat Vorsitz beworben?

Für mich ist es ein persönliches Anliegen, die Studierendenschaft
zu vertreten und ihre Interessen durchzusetzen. Ich bin zwar ein
relativer Neuling was die Hochschulpolitik in Greifswald angeht, aber
ich denke, dass ich dadurch relativ unvoreingenommen an viele alte
Probleme herangehen kann. Tatsächlich macht mir die Arbeit im AStA
viel Spaß, auch wenn dies viele Spätschichten im Büro bedeutet.

Wie waren die ersten Tage im Amt?

Erstaunlich gut. Es steht zwar sehr viel Arbeit an, aber die meisten
AStA Mitglieder sind zu meinem Glück schon ein gut eingespieltes und
erfahrenes Team, so dass sie, während ich noch in der
Einarbeitungsphase bin, mich sehr gut unterstützen und alle meine
Fragen netterweise ertragen.
Hierbei muss ich vornehmlich auch einen Dank an Marco (AStA Co-Vorsitz)
und Marcel (AStA Finanzreferent) aussprechen, die mich sehr bei meiner
Arbeit unterstützen. Aber jedes der derzeitigen Mitglieder hat mich
extrem positiv gestimmt. Auch die neuen Mitglieder sind sehr motiviert
und finden sich auch jetzt schon nach kaum drei Wochen sehr gut
zurecht und ich denke, dass wir diese Legislatur Einiges gemeinsam
umsetzen können.

Welche Ziele und Schwerpunkte verfolgst du als AStA-Vorsitzender?

Mein Allgemeines Ziel ist es, den Ruf des AStA zu verbessern und die
Motivation von Seiten der Studierendenschaft zu mehr Engagement zu
steigern. Denn zu viele Studierende wissen leider nicht, was der AStA
ihnen Alles zu bieten hat.
Das bedeutet, dass ich verstärkt auf mehr AStA Präsenz und
Öffentlichkeitsarbeit setze. Dabei möchte ich auch den AStA offener
für andere Gremien machen und auch viel mehr Kooperationen mit den
FSR, Studenten-Clubs und Vereinen anstreben.
Auf einer thematischen Ebene werde ich mich für überparteiliche
politische Bildung einsetzen. Das bedeutet, dass wir hoffentlich mehr
Podiumsdiskussionen zu den Wahlen organisieren werden oder
Workshops/Seminare organisieren, bei denen Studierende lernen wie man
sich politisch engagieren kann.

Wie möchtest du diese Ziele konkret umsetzen?

Vorab möchte ich viele alte Projekte des AStA evaluieren und wenn
diese gut von den Studierenden aufgenommen wurden, beibehalten und
versuchen zu verbessern.

Ansonsten werde ich versuchen, mit unserer Pressereferentin eine neue
Kommunikationsstrategie zu entwickeln, damit wir besser die gesamte
Studierendenschaft erreichen und informieren können. Vor allem
möchte ich damit eine außenwirksamere/bessere Bewerbung der Angebote
des AStA ermöglichen.

Ich möchte dann auch mehr Klausur- und Hausarbeitsunterstützung für
Studierende bieten, durch Veranstaltungen zum besseren Lernen,
Nachtlernveranstaltungen und noch vieles mehr.

Wie möchtest du das AStA-Team führen/leiten?

Der AStA-Vorsitz ist ohne die einzelnen Referent*innen komplett
handlungsunfähig und diese Referent*innen arbeiten auf einer
ehrenamtlichen Basis für die Studierendenschaft.
Deswegen finde ich es grundsätzlich wichtig, dass ein gutes
Verhältnis zwischen den Referent*innen gefördert wird und möchte
weniger den einzelnen Referent*innen Vorgaben machen, als sie in ihren
Vorhaben zu unterstützen.
Als Vorsitz ist es mir wichtig, die Fähigkeiten der einzelnen
Teammitglieder zu erkennen und zu fördern. Gleichzeitig finde ich es
aber auch ausschlaggebend, dass die Referent*innen ein gutes
Verhältnis zueinander haben und dementsprechend auch Spaß an ihrer
Arbeit entwickeln.

Wie möchtest du die Zusammenarbeit zwischen den studentischen Gremien gestalten?

Jetzt am Anfang habe ich das Gefühl bekommen, dass in den
vorherigen Jahren gewisse Konflikte zwischen einzelnen Gremien
entstanden sind. Diese helfen jedoch meiner Meinung nach nicht, um die
Interessen der Studierenden umzusetzen.
Deswegen setze ich auf eine positive Zusammenarbeit zwischen dem AStA
und allen Gremien der Studierendenschaft. Ich werde dementsprechend
versuchen, als Ansprechpartner für alle Mitglieder aus allen Gremien
zur Verfügung zu stehen, damit wir auch an einem Strang ziehen
können wenn es darum geht, uns im Interesse der Studierendenschaft
einzusetzen. Und natürlich hoffe ich auch, dass die moritz.medien
weiterhin so eine gute Arbeit leisten wie bisher.

Beitragsbild AStA-Greifswald
Das Interview wurde schriftlich durchgeführt.

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