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Vorweg: Was hat es mit dem Namen Teresa auf sich, da du offensichtlich ein Mann bist?
Ich hatte das Glück, mit dem schönen Namen Teresa geboren zu werden. Der Name war also immer schon ein essenzieller Teil von mir. Nicht zuletzt dadurch habe ich mich als Person zu dem entwickelt, was ich bin und mache genau diese Art von Musik. Auch wenn ich mich heute offensichtlich als Mann zeige, fühle ich mich am Wohlsten in der Mitte, frei von Geschlechterstigmata.

Gibt es diese Mercy Notes wirklich und wenn ja, wo hast du sie her und was musstest du für sie opfern?
Es ist schwer die Existenz der Mercy Notes nachzuweisen, da der Initiator sehr bedacht darauf ist, alle Beweise verschwinden zu lassen. Das zeigt sich am Beispiel des Interviews der White Stripes vom Jahr 2002. Jack White erwähnte darin beiläufig, dass die Songs der kommenden Platte eher durch eine Fügung entstanden sind und dass der Preis für diese Fügung ihr Pommes-Schranke-Look ist, den sie seither tragen müssen. Ein Jahr später erschien das Erfolgsalbum „Elephant“ und das Interview verschwand. Mein Opfer bzw. mein Preis, den ich zahlen musste, ist wegen einer Schweigepflichtsunterzeichnung nicht diskutabel, aber soviel kann ich sagen, es hing mit einer OP letzten Jahres zusammen. Um so mehr war es mir wichtig die Noten vor meiner EP-Veröffentlichung zu publizieren und am Besten so, dass sie für die Nachwelt erhalten bleiben. Denn gegen das Internet kommt selbst der Initiator nicht an.

Du bewegst dich mit deiner Musik viel in den Klängen der 80er. Woher kommt dein Interesse an dieser Zeit?
Ich behaupte einfach mal, dass die 80er die Hochphase der Popmusik sind. Die Sounds sind hallig, der Aufbau eingängig neu und die Songs synthetisch erotisch. Ein Fundament, mit dem ich arbeite und auf dem ich meine Interpretation von moderner Popmusik kreiere.

Du hast angedeutet, dass Heroin eine zentrale Rolle auf der EP spielt. Wie sieht die aus?
Genau wie der Name Teresa, so gehört auch Heroin zu meinem Leben, jedoch ohne es genommen zu haben. Da war dieser Mann, der sich entscheiden musste zwischen seinem Kind oder der berauschenden Wirkung der Droge. Es schmerzt zu sehen, wenn sich Menschen für das Falsche entscheiden. Meine Musik bewegt sich zwischen heiter und melancholisch, genauso wie der Mann nach seiner Entscheidung. Ich gerate selbst in rauschartige Zustände, wenn ich Musik mache. Das sind ganz ähnliche Symptome wie bei Heroinabhängigen: Appetitlosigkeit, Schlafmangel und sozialer Rückzug. Deshalb gibt es auch Pausen nach jedem Song, den ich produziere, einfach, um wieder Kraft zu tanken. Diese Art der Erregung hört man auch in den einzelnen Songs auf meiner ersten EP. Deshalb war es für mich wichtig einen Namen zu finden, der zum einen den Song beschreibt, aber zum anderen auch ein Synonym einer Sucht ist. Und am Rande: CABALLO ist das spanische Synonym für Heroin. Das war allerdings nur ein Zufall.

Was können wir in Zukunft von Dir erwarten?
Ich freue mich auf ein neues Zeitalter der modernen Popmusik und steuere Anfang des nächsten Jahres mein erstes Album dazu. Die Studiozeit hat bereits begonnen und somit auch wieder die berauschende Zeit. Zwischendurch allerdings werde ich noch einzelne Remixe von Freunden veröffentlichen und die ersten Konzerte spielen. Wer am 06.Juni in Berlin ist, darf gerne in den CUBE MOABIT kommen. Dort findet das erste offizielle Konzert von mir statt. Würde mich freuen.

Vielen Dank für das Interview!

Wer dem Geheimnis der Mercy Notes darüber hinaus weiter nachgehen möchte, dem sei vor allem der YouTube Kanal von Caballo mit seiner Mystery Show ans Herz gelegt, sowie die Möglichkeit sich bei jellynote eben jene Noten anzuschauen, nachzuspielen und neu zu kombinieren. Und so vielleicht dem Geheimnis um die mysteriösen Noten noch ein wenig näher zu kommen.

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