von Torsten Heil | 01.07.2010

Der Tatoo-Ladenbesitzer wurde angeschossen.
Wildwest gestern Mittag in der Fleischerstraße. Um 11.26 Uhr riefen aufgeregte Passanten die Polizei, weil sich vor dem Tattoo-Studio Szenen wie aus einem Gangsterfilm abspielten.
Vier dunkel gekleidete Männer stritten zunächst lautstark vor der Ladentür mit dem Inhaber des Tätowierstudios „Tattoo-Art“, Volker L.
Kurz darauf griffen die vier kräftigen Gestalten den 44-Jährigen tätlich an, wie Augenzeugen übereinstimmend berichteten: Mit einer Schreckschusspistole schoss einer der Täter dem Mann aus nächster Nähe ins Gesicht. Anschließend prügelten die Angreifer auf den am Boden liegenden Ladenbesitzer ein. Der Mann wird nun mit schweren Gesichtsverletzungen im Uniklinikum behandelt. Vor der lautstarken Auseinandersetzung wollen Passanten einen lauten Knall gehört haben. „Da war dann eine große Blutlache vor dem Tattoo-Studio und eine Brille lag auf einem Auto“, berichtete eine Augenzeugin, die nicht genannt werden will, dem Autor. Das Spezialeinsatzkommando der Polizei (SEK) sowie Beamte des Greifswalder Reviers waren sofort vor Ort. Die Täter flüchteten beim Anrücken der Einsatzkräfte. Nach dem Überfall auf den Greifswalder wurde der Tatort für längere Zeit weiträumig abgesperrt. Fußgänger durften nicht den Fußweg benutzen, sondern mussten mittig auf der Fahrbahn laufen.
Nach Insider-Informationen soll es sich bei dem Inhaber des Tattoo-Studios um ein früheres Mitglied der Rockerbande „Hells Angels“ handeln. Vor längerer Zeit soll er versucht haben, einen Ableger („Chapter“) in der Hansestadt aufzubauen. Insider wollen wissen, dass Volker L. allerdings bei den „Hells Angels“ rausgeworfen worden ist.
Der Zwischenfall vor dem Laden soll auf einen Streit in der Tätowier- und Rockerszene zurückgehen. Wie der Autor erfuhr, habe es zwischen dem 44-Jährigen und einem konkurrierendem Greifswalder Tattoo-Laden persönliche Ausein andersetzungen gegeben. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei konzentrieren sich auf einen der vier mutmaßlichen Täter. Er soll geschossen haben, während die anderen zusahen.
Der Artikel erschien am 30. Juni in der Ostsee-Zeitung Greifswald.
von Felix Kremser | 01.07.2010
Auch dieses Jahr werden die alten Mauern der Klosterruine Eldena erneut von warmen Rhythmen, sanften Gitarrenklängen und mitreißender Big-Band-Musik in Schwingung versetzt , wenn sich an diesem Wochenende wieder bekannte Größen der Jazzwelt zu den Eldenaer Jazz Evenings einfinden werden . Bereits zum 30. Mal wird das Festival, das ursprünglich von Studenten im Jahr 1981 gegründet wurde, stattfinden und zählt mittlerweile zu den größten Anziehungspunkten für Jazzliebhaber in Norddeutschland. Anlässlich des Jubiläums wird es neben Konzerten auf der Freilichtbühne Eldena noch eine Kunstausstellung unter dem Titel „Jazz meets fine Arts“ geben.

Spielte bereits mit den Gitarrenvirtuosen Paco de Lucia und John McLaughlin zusammen: Al Di Meola
Den Auftakt bildet am Freitagabend das Ensemble ZENTRALQUARTETT, dessen Mitglieder Ulrich Gumpert und Ernst-Ludwig Petrowsky schon bei den ersten Evenings in den 80er Jahren mitgewirkt hatten. Abgerundet wird der Abend durch den Auftritt des Ausnahmegitarristen Al Di Meola, der bereits erfolgreiche Welttourneen mit Gitarrengrößen wie John McLaughlin und Paco de Lucia bestritt und sich mit seinem aktuellen Projekt „Al Di Meola New World Sinfonia“ auf seine Vorliebe für Flamenco- und Tangoklänge rückbesinnt.
Mit der NDR-Bigband betritt am Samstagabend ebenfalls ein langer Weggefährte des Jazzfestivals die Freilichtbühne in Eldena. Unterstützt wird die Bigband durch Wolfgang Haffner, einen der erfolgreichsten Schlagzeuger Deutschlands. Abgeschlossen werden die Jazztage durch das Ensemble Klaus Doldinger’s Passport. Bekannt geworden ist Doldinger in den 70er Jahren durch die Titelmelodie zur Fernsehserie „Tatort“. Darüber hinaus wirkte er bei der Musik zu dem Film „das Boot“ von 1981 mit.

Flyer zur Vernissage "Jazz meets fine Arts" im Max-Planck-Institut
Im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) wird außerdem vom 1. Juli bis zum 25. August die Ausstellung zu besichtigen sein. Für gewöhnlich bezieht sich Jazz auf Musik, bei „Jazz meets fine Arts“ hingegen bekommt der geneigte Betrachter einen Einblick in die unendlichen Möglichkeiten der Kombinationen aus Jazz, Fotografie und Malerei. Eröffnet wird die Vernissage am Donnerstagabend um 18 Uhr in der Galerie des IPP mit Begleitung durch das elegant-jazzige Saxophon von Andreas Pasternack.
Die Karten kosten ermäßigt 18 Euro und sind im Vorverkauf über die Stadtinformation Greifswald, an der Abendkasse oder telefonisch unter 03834-521380 erhältlich. Die Konzerte beginnen am 2. und 3. Juli jeweils um 20 Uhr, der Einlass beginnt eine Stunde zuvor.
Weiterführende Links:
Bilder: Startseite (Flyer) – Geert Maciejewski; Flyer-Vernissage – Veranstalter (beide Flyer ohne CC-Lizenz); Foto-Al Di Meola von „opethpainter“ via flickr
von radio 98eins | 01.07.2010
Im Rahmen einer Bachelorarbeit am Institut für Kirchenmusik und Musikwissenschaft der Ernst Moritz Arndt Universität Greifswald entstand in Kooperation mit dem radio 98eins das Hörspiel „Die 3 großen B.s“
Beim offiziellen Sendetermin gab es leider kleine technische Probleme. Nun ist das Ganze aber fehlerfrei und komplett jederzeit abrufbar unter: http://www.saitensprung-98eins.de/downloads/die_drei_grossen_bs.mp3
Oder hier direkt: [podcast]http://www.saitensprung-98eins.de/downloads/die_drei_grossen_bs.mp3[/podcast]
Ihr wollt Kritik, Anregungen oder Ähnliches loswerden? Immer her damit!
Hier noch einmal die Infos zum Hörspiel:
„Alles ist möglich – In der Welt der Musik.
Einer Welt voller Klänge und Farben,
in der die Noten an den Bäumen wachsen.
Alles ist möglich – sogar die Vereinigung
dreier großer Meister der Musikgeschichte:
Johann Sebastian Bach,
Ludwig van Beethoven und
Johannes Brahms.“
In einer fiktiv, fantastischen Welt treffen sie aufeinander, die 3 großen B.s der Musikgeschichte: Johann Sebastian Bach, Ludwig van Beethoven und Johannes Brahms.
Was zu Ihren Lebzeiten nie möglich gewesen wäre, wird im Hörspiel realisiert: der gegenseitige Austausch dieser 3 Giganten über ihre Zeit und ihre Musik. Als Repräsentanten dreier verschiedener Musikepochen (Barock, Klassik und Romantik) prägen sie die Musikgeschichte in einem Maße, wie es nur wenige andere Komponisten vor und nach ihnen taten.
Das Hörspiel soll einen möglichst lebendigen Eindruck dieser 3 Persönlichkeiten und ihrer Eigenarten vermitteln, zeigen worin genau ihre Genialität bestand und die Besonderheiten ihres musikalischen Schaffens beleuchten. Dabei richtet sich das Hörspiel keineswegs ausschließlich an Liebhaber und Kenner klassischer Musik, sondern soll durchaus überhaupt erst als Anstoß zur Beschäftigung mit dieser Art der Musik verstanden werden und nicht zuletzt natürlich auch der Unterhaltung dienen.
In den Hauptrollen:
J.S. Bach – Sven Laude
L.v.Beethoven – Jan Holten
J. Brahms – Martin Geisler
Autorin/Dramaturgin/Regisseurin/Erzählerin: Christin Hofrichter
Sounddesigner: Sascha Blank