Backen für Akademiker

Brownie
(Paneficium fuscum dulce molle)

Ingredienzen
150g Butter
125g gute Bitterschokolade
drei Hühnereier
375g Zucker (Glucose)
zwei Tropfen Vanillearoma
30 g Kakaopulver

Prozedere

Den Backofen (i. d. R. unter dem Herd befindlich) bei Ober- und Unterhitze auf 180°C erwärmen. Den Boden einer quaderförmigen Backform mit Backpapier bedecken. Dabei ist darauf zu achten, dass das Papier überall gleichmäßig anliegt und kein Wellenwurf auftritt. Unter Umständen ist der Gebrauch einer Schere angezeigt.

Butter und Schokolade unter Verwendung eines Messers in kleinere Einheiten transformieren und in ein hitzeresistentes Rührgefäß überführen.

Soeben genanntes Gefäß auf einem Gestell über einen Topf platzieren, der mit langsam evaporierendem Wasser (H2O(aq) ‡ H2O(g)) gefüllt ist. Die Masse unter stetigem Umrühren mit einem hölzernen Kochlöffel erhitzen, bis diese einen melasseartigen Zustand angenommen hat. Sodann das Gemisch von der Hitzequelle entfernen und abwarten, bis ein Teil der aufgenommenen Energie sich verflüchtigt und eine etwas zähere Konsistenz sich eingestellt hat.

Währendessen in einem weiteren Rührgefäß eine Melange aus Eiern, Zucker und Vanillearoma anfertigen.

In dem voluminöseren der beiden Behältnisse die beiden manufakturierten Emulsionen zusammenführen und unter Verwendung eines Schneebesens zu einer einheitlichen Masse verarbeiten.

Als letzte Veränderung am Status des Mixtum compositums nun das fein säuberlich gesiebte Mehl und das Kakaopulver unterheben. Dabei unnötige Turbulenz durch Minimierung der Rührzeit vermeiden.

Den Transfer des fertigen Teiges in die Backform durch Fetten der Wände letztvorbereiten und anschließend durch ihre Befüllung mit der Melange vollziehen.
Das noch rohe Produkt nun unter Zuhilfenahme von Topflappen in den zu diesem Zwecke geöffneten Backofen überführen.

Backform mit Teig dort für 40 Minuten belassen und tatsächliche Hitzebeständigkeit des Backgefäßes sowie Oberflächenfarbe des Gebäcks regelmäßig observieren.

Nach Verstreichen der zugemessenen Zeit mit einer Gabel die Konsistenz des Produktes überprüfen. Sofern diese keine Teigspuren aufweist, das Behältnis aus dem Ofen extrahieren. Dabei ist die erneute Verwendung von Topflappen empfehlenswert.

Das fertige Paneficium aus der Form befreien. Warm mit dem Messer in 4x5cm große Rechtecke schneidend aufteilen.
Zum Verzehr bereitstellen.

Geschrieben von Sarah Rieser, Katja Staack

Besser als Essen auf Rädern

Ein Erfahrungsbericht vom ?Running Dinner?

Irgendwann lag in der Mensa unter vielen Flyern einer mit der Aufschrift „Running Dinner“. „Running Dinner“, „rennendes Essen“? Neugierig geworden, meldeten Britta und ich uns kurzerhand an. Schließlich ist es interessant in anderer Leute Kochtopf zu schauen und so einen Einblick in ihr Leben zu bekommen.

Als dann der Brief kam, in dem stand, dass wir für die Vorspeise zuständig seien, wunderten wir uns nur über die Aufforderung doch bitte kein Schweinefleisch oder ähnliches zu verwenden. Doch des Rätsels Lösung ergab sich, als wir die Namen unserer Gäste lasen. Der Hinweis war in Ordnung und stellte für uns kein Problem da. Schließlich hatten wir uns schon auf Tomaten-Paprika-Suppe geeinigt.
Samstag vormittag noch schnell in den Supermarkt geflitzt und die Zutaten besorgt und los zu Britta, die schon dabei war, eine Salatgurke in einen Gummibärenkaktus zu verwandeln – sozusagen als verwertbare Tischdekoration.
Zwei Stunden Zeit blieb uns für die Vorbereitung der Suppe noch. Zum Glück bekamen wir von Enrico Unterstützung und so brutzelte die Vorspeise bald vor sich hin, während die letzten Details für die Tischdeko erledigt wurden. Fast pünktlich kurz nach sechs Uhr summte der Türöffner und kündigte das erste Team an. Zum Glück kamen Ben und Doro etwas später, denn die Suppe brauchte noch ein paar Minuten.
Also hieß es erst einmal, sich ein wenig kennen zu lernen. Da blieben die obligatorischen Fragen über Herkunft und Studienfach nicht aus. Während dessen verbreitete sich der kulinarische Duft in der ganzen Wohnung und die Mägen machten sich bemerkbar.
Als die Suppe war endlich fertig war, genossen alle die Vorspeise und fragten sich weiter aus. Zwischendurch kam dann auch der Vergleich mit den „Speed Blind Dates“ auf, aber gleich mit der Feststellung, dass das „Running Dinner“ doch besser sei, um Kontakte zu knüpfen.
Viel Zeit blieb uns nicht, denn der Hauptgang wartete schon in der Bleichstraße auf uns. Also, schnell auf die Räder geschwungen und hin geradelt. Die anderen beiden Teams waren aber auch gerade erst angekommen und der Hauptgang brauchte noch ein wenig. So konnten wir noch ein wenig durchschnaufen.
Wieder die obligatorischen Fragen und Antworten. Dann die Hauptspeise. Gemüselasagne mit Ei, Spinat und Paprika. Einfach lecker, wie man hier in MeckPomm sagt. Dazu, wer mochte, ein Gläschen Wein und die Feststellung, dass die Leute von der Vorspeise bei den Leuten vom Hauptgang zur Nachspeise sein werden. Oder war es anders herum? Ziemlich kompliziert, aber nicht weiter wichtig.
Nachdem die Teller blitzblank waren, wagten sich einige noch eine zweite Portion zu sich zu nehmen. Ich sage „wage“, da der nächste Gang, der Nachtisch, bereits im Hinterkopf spukte. Aber egal, heute durfte man. Und schwupsdiwups, war die Zeit leider wieder vorbei. Noch schnell geholfen das Geschirr in die Wohnung zu tragen und schon ging es weiter in die Makarenkostraße.
Hier erwarteten uns drei Marokkaner, die sich gerade das Eurofußballspiel Russland gegen Spanien anschauten. Etwas allein gelassen saßen wir kurzzeitig mit dem Fernseher alleine im Aufenthaltsraum.
Dann die Überraschung: Schwarzwälderkirschtorte, Tortlets, dazu selbstgemachten originalen marokkanischer Tee. Zwischendurch schauten wir immer wieder nach den Fußballergebnissen und unterhielten uns. Denn schließlich musste die Torte Stück für Stück gegessen werden und nicht alles auf einmal, weil der Magen eigentlich schon voll war und das schlechte Gewissen die Kalorien zählte. Aber dennoch war es ein guter Ausklang.
Anschließend fuhren wir noch zur After Dinner Party. Leider war dort nicht wirklich etwas los, so dass wir nicht lange blieben.
Was bleibt also als Fazit dieses Abends zu sagen? Es hat Spaß gemacht und war interessant, einerseits selber zu kochen und zu sehen, wie es den anderen schmeckt und andererseits zu schauen was die anderen kochen. Erstaunt waren wir, dass Studenten auch etwas anderes kochen können, als nur Nudeln mit aufgewärmter Tomatensauce. Na dann guten Appetit.

Geschrieben von Verena Lilge, Britta Voß

Ein Ranking der besonderen Art

Der ultimative moritz-Kaffee-Test

Ein neues Semester hat wieder angefangen und die dunkle, kalte Jahreszeit ist auf dem Vormarsch – für jeden Studenten gleich zwei Gründe, seinen Koffeinkonsum nach dem Sommerloch wieder zu normalisieren. Um Euch eine Orientierung zu geben, wo man den Wachmacher am besten genießen kann, haben wir für Euch sechs Cafés der Stadt getestet. Dabei haben wir jeweils einen Latte Macchiato und eine Spezialität des Hauses für Euch unter die Lupe genommen und nach verschiedenen Kriterien bewertet.

Geschrieben von Sarah Rieser, Katja Staack

Bäcker, wo man hinsieht

Geht man durch die Greifswalder Innenstadt, so verliert man sicherlich eines nie aus dem Blickfeld: Bäcker. Zu Beginn des Sommersemesters 2005 hat sich die „Bäckerlandschaft“ in der hiesigen Altstadt radikal verändert. So eröffneten mindestens drei neue Backshops ihre Pforten und schon ansässige bildeten weitere Filialen aus, so dass die Greifswalder nun in den Genuss von 17 Bäckern allein in der Innenstadt kommen. Überall werden Backwaren angepriesen. Da staunt der Laie und fragt sich: „Brauchen wir wirklich so viele Bäcker?“ Erst kürzlich ging die Meldung durch die Presse, dass die in Greifswald weitverbreitete Bäckerei Witt von der Stadtbäckerei Junge übernommen wurde, und nach und nach alle Filialen umgestaltet werden. Die Greifswalder „Backwarenszene“ wird nun also von dieser Firma mit circa 10 Standorten dominiert. Nimmt das nicht schon mafiöse Züge an?
Konkurrenz belebt ja redensartlich das Geschäft, aber so richtig in die Quere kommt man sich wohl nicht. In der Dompassage beispielsweise bietet zwar jeder Bäcker Brot für die Laufkundschaft an, doch bilden sich auch vermehrt speziellere Kundenkreise aus. So laufen die Mediziner während ihrer Pause mal eben auf ein belegtes Brötchen zu Bob-Shop, wohingegen Bäcker Schulz seine Kunden eher mit Tellergerichten erfreut.
Schlussendlich, sind alle Bäcker froh, dass nun das Semester wieder angefangen hat und sich die Kassen schneller füllen, und das ist ja nicht nur in diesem Gewerbe der Fall. Studenten haben schließlich immer Hunger. Auch wenn man in Greifswald vielleicht einiges nicht bekommt, aber verhungern wird man keinesfalls.

Geschrieben von Cornelia Leinhos