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Die Ausbildung der Psychologen zu Psychotherapeuten ist Voraussetzung, um als Psychotherapeut arbeiten zu können. Doch diese Ausbildung ist teuer und für viele unbezahlbar.

Dagegen gab es gestern eine Fotoaktion, auch auf dem Gelände der Psychologie der Universität Greifswald. Psychologen müssen, wenn sie als Psychotherapeuten arbeiten wollen, eine dreijährige Zusatzausbildung machen, die Kosten dafür betrage bis zu 25.000 €. Dazu kommt, dass sie während dieser Ausbildung in der Regel kein Gehalt bekommen, aber bereits als Therapeuten tätig sind und dabei im Extremfall auch mal ohne Leitung arbeiten und ganze Stationen leiten müssen. Bundesweit haben sich deswegen Fachschaftsräte zusammengeschlossen und ein Positionspapier erarbeitet. Darin heißt es

1. Die Arbeit, die im Rahmen der praktischen Ausbildungsbestandteile während der Ausbildungen zum/zur Psychologischen PsychotherapeutIn sowie zum/zur Kinderund JugendlichenpsychotherapeutIn geleistet wird, muss angemessen vergütet werden. Die Vergütung in der praktischen Tätigkeit muss analog zur beruflichen Qualifikation (Masterabschluss) in Entgeltgruppe 13 des TVÖD_TVL und der tatsächlich geleisteten Arbeitszeit erfolgen.

2. Zu Beginn der Praktischen Tätigkeit muss eine angemessene Einarbeitungszeit von mindestens drei Wochen vor eigenständig durchgeführten Therapieleistungen sichergestellt werden. Während der praktischen Ausbildungsbestandteile muss durchgängig eine angemessen qualifizierte Anleitung durch approbierte PsychotherapeutInnen oder FachärztInnen für Psychiatrie und Psychotherapie stattfinden.

 

In Greifswald ist die Situation etwas besser, Psychologen in Ausbildung erhalten ein Gehalt, das ungefähr der Höhe des BaföG-Satzes entspricht. Doch auch hier werden vom FSR Psychologie fleißig Unterschriften gesammelt, um etwas an der Situation zu ändern.

Beitragsbild: Magnus Schult, Galerie: Nancy Gürtler

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