Soeben wurde ich von einem Leser auf einen Artikel von Spiegel-Online hingewiesen: Angeblich flossen Gelder der Siemens-Affäre auch nach Greifswald – genauer gesagt in den Wahlkampf des Greifswalder CDU-Bundestagsabgeordneten Ulrich Adam.

Ein zweiter Teil der Affäre betrift die Universität – wenn auch nur indirekt. Sie hat mit Jürgen Radomski zu tun. Radomski ist der frühere Siemens Personalchef und soll selbst in die Affäre verstrickt sein. Spiegel Online vermeldete kürzlich, dass er nun vom Siemens-Konzern verklagt wird.

Verknüpfung hier: Im letzten Jahr wurde Radomski (fast) eine Ehrenpromotion der Universität (im Bereich Medizin) verliehen. Der Senat hatte das bereits beschlossen.

Als sich jedoch die Verstrickung Radomski”s in die Siemens Affäre mehr und mehr abzeichnete, äußerten Mitglieder des Senats ihre Bedenken. Senatsvorsitzender Prof. Manfred Matschke setzte sich in einer nicht-öffentlichen Sitzung des Senats dafür ein, die Verleihung der Ehrenpromotion vom September 07 auf Mai 08 zu verschieben und erhielt dafür eine Mehrheit. Radomski verzichtete daraufhin auf die Würde.

Seitdem gibt es Zoff in der Universität: Professor Kroemer und Rektor Rainer Westermann, die sich für die Ehrenpromotion eingesetzt hatten, sollen (so ein anonymer Informant) den Senatsvorsitzenden Matschke seitdem für die Absage Radomsk”s verantwortlich machen.

Der Buschfunk behauptet, dass der Rektor den unliebsamen Senatsvorsitzenden jetzt so schnell wie möglich loswerden will. In diesem Zusammenhang ist auch die Kampfabstimmung in der letzten Senatssitzung zu verstehen, bei dem Professor Hildebrandt als alternativer Kandidat für Matschke vorgeschlagen wurde. Jener sagte vor der Wahl, dass er mehr mit dem Rektorat kooperieren wolle. Matschke verteidige seinen Vorsitz.

Außerdem heißt es, dass der Rektor die beantragte Arbeitsverlängerung von Professor Matschke über das 65. Lebensjahr hinaus, verhindert habe. Eingeweihte glauben dies passierte nicht zufällig. Wenn Matschke in sechs Monaten Universität verlässt, verliert er auch das Amt des Senatsvorsitzender…

Inzwischen läuft eine Unterschriftensammlung von BWL-Studenten, die dem Rektor Einseitigkeit und persönliche Motive vorwerfen. Sie fordern ihn auf die fehlende Empfehlung für eine Verlängerung doch noch auszustellen (Listen liegen im AStA aus).

Doch zurück zum finanziellen Aspekt der Siemens-Affäre und zu Ulrich Adam. Er ist in Greifswald vornehmlich in CDU Kreisen bekannt. Das moritz-Magazin führte erstmals für die aktuellen Ausgabe ein Interview.

Die Details zur Verstrickung Adams erschließen sich am besten aus den Orginalauszügen des Spiegel-Artikel:

Neue Wendung in der Siemens-Affäre: Nach SPIEGEL-Informationen hat der CDU-Bundestagsabgeordnete Adam Wahlkampfspenden von Wilhelm Schelsky, dem früheren Chef der von Siemens offenbar mitfinanzierten Gewerkschaft AUB, entgegengenommen, ohne sie offiziell auszuweisen. Außerdem setzte Siemens Detektive auf missliebige Betriebsräte und die DKP an.

Hamburg – Die Gelder sind an den Greifswalder Parlamentarier Ulrich Adam nach Polizeiangaben verdeckt vom früheren AUB-Chef Schelsky gegeben worden. Dies geht aus dem zentralen Ermittlungsbericht der Nürnberger Soko “Amigo” hervor, die gegen Schelsky ermittelt. Demnach hat Schelsky “in erheblichem Umfang Kosten des Wahlkampfs” von Adam finanziert, der als langjähriger Vertrauter von Bundeskanzlerin Angela Merkel gilt. Adam sagte dazu dem SPIEGEL, er sei in dieser Angelegenheit bisher “weder vom bayerischen Landeskriminalamt noch von anderen Ermittlern angesprochen worden”. Die Vorwürfe selbst möchte er “zum jetzigen Zeitpunkt nicht kommentieren”. […]”

Die ganze Geschichte hier oder ab Montag im Spiegel.

Foto-Quelle: adam-mdb.de

*Update* 21.4. 14 Uhr: Jetzt auch hier in der Ostsee-Zeitung und in einem . Heute Abend zudem im NDR-Fernsehen um 19.30 Uhr. (Danke für die Tipps in den Kommentaren)

Kommentare

  1. Anonymous    

    wer hätte geglaubt, dass diese republik einer bananenrepublik gleicht? der ehemalige siemenschef von pierer war einer der top-berater der kanzlerin. warum soll denn ein “einfacher” personalvorstand nicht durch die hiesige alma-mater geehrt werden? matschke erhielt für seinen vorschlag eine mehrheit. gut aus ende. ob radomski jemals eine jva von innen sehen wird und ob der erfolg von matschke nun die reaktion des rektors provozierte, ist reine spekulation. auch in der studentenschaft scheint matschke nicht unumstritten.

    der cdu-kreisverband hat – nach medienberichten – bereits zugegeben, von schelsky finanziell alimentiert worden zu sein. nicht umsaonst befand sich das aub-büro in einem haus, an welchem der greifswalder landtagsabgeordnete und bürgerschaftspräsident egbert liskow miteigentümer ist. deshalb verwundert es auch nicht, dass liskow, nach bekanntwerden der vorwürfe gegen schelsky und dessen inhaftierung, eine art ehrenbekundung abgegeben hat. übrigens neben weiteren cdu- granden.

    „Sorry, aber solange ich nicht beide Seiten kenne, werde ich dazu nichts schreiben. Das kann ich nicht mit meinen Prinzipien vereinbaren.“ schriebst du an anderer stelle. hast du matschke, westermann oder kroemer befragt? vermutlich nicht.

    was sind deine prinzipien wert, wenn man sich diesen artikel durchliest?

  2. jabbusch    

    a) Ich fange nicht an Spiegel-Online-Artikel nachzurecherchieren! Speziell nicht auf der Bundesebene. Wer das von einem Blogger verlangt, weiß nicht was ein Blog leisen kann & will.

    b) Adam hat bereits ggü. SPON erklärt, dass er sich dazu nicht äußern wird. Das wird er mir ggü. wahrscheinlich auch nicht tun.

    c) Die Feindschaft zwischen Matschke & dem Rektor sind ein offenes Geheimnis. An Stellen an denen ich Vermutungen anstelle, habe ich das deutlich gemacht.

  3. Anonymous    

    @ (kay d.) jabbusch

    a) spon bezieht sich nur die verbindung schelsky und adam. da musst du in der tat nicht mehr recherchieren. hat übrigens auch niemand von dir verlangt.

    b) hat auch niemand von dir verlangt

    c) der zweite absatz der vorangegangenen zuschrfit hat einen jederzeit belegbaren hintergrund und war sicherlich auch nur als zusätzliche info gedacht

    d) die gesamte passage hättest du dir sparen können. reine kaffesatz-leserei und nur, wie das so ist mit vermutungen, nicht belegbar. deshalb die frage, ob du westermann, kroemer und matschke befragt hast.

    “Seitdem gibt es Zoff: Professor Kroemer und Rektor Rainer Westermann, die sich für die Ehrenpromotion eingesetzt hatten, sollen den Senatsvorsitzenden Matschke seitdemfür die Absage Radomsk’s verantwortlich machen.

    Der Buschfunk behauptet, dass der Rektor den unliebsamen Senatsvorsitzenden jetzt so schnell wie möglich loswerden will. In diesem Zusammenhang ist auch die Kampfabstimmung in der letzten Senatssitzung zu verstehen, bei dem Professor Hildebrandt als alternativer Kandidat für Matschke vorgeschlagen wurde. Jener sagte vor der Wahl, dass er mehr mit dem Rektorat kooperieren wolle. Matschke verteidige seinen Vorsitz.

    Außerdem heißt es, dass der Rektor die beantragte Arbeitsverlängerung von Professor Matschke über das 65. Lebensjahr hinaus, verhindert habe. Eingeweihte glauben dies passierte nicht zufällig. Wenn Matschke in sechs Monaten Universität verlässt, verliert er auch das Amt des Senatsvorsitzender…”

    e) es sind deine angeblichen prinzipien, (“„Sorry, aber solange ich nicht beide Seiten kenne, werde ich dazu nichts schreiben. Das kann ich nicht mit meinen Prinzipien vereinbaren.“) gegen die du verstößt.

    sorry, aber deine artikel haben schlicht und ergreifend etwas kampagnenartiges. jeder braucht sein feindbild. auch dir sei es/sie gegönnt. aber muss man selbige(s) so öffentlich präsentieren und jeden tag “neue (fiktive und nicht belegbare) säue durchs dorf treiben”?

  4. jabbusch    

    Nein – ich beziehe mich in dem Artikel auf zwei(!) SPON-Artikel.

    a) In dem einen geht es tatsächlich um Adam
    b) In dem zweiten SPON-Artikel geht es darum, dass der Fast-Ehrendoktor unserer Universität demnächst von seinen eigenen Ex-Arbeitgeber verklagt wird.

    Wenn ich über “b” schreibe, geht es also nicht um “irgend eine neue Sau”, die ich durchs Dorf treibe, sondern um die ernsthafte Frage, warum diejenigen, die die Universität vor großer Schande bewahrten, dafür auch noch bestraft werden.

    Und ja: Natürlich ist es eine Vermutung, wenn ich schreibe, dass die Entscheidung des Rektors den Verbleib von Prof. Matschkes an der Universität nicht zu verlängern mit der Ablehnung der Ehrendoktorwürde zu tun hat.

    Was sind meine Quelle für diese Vermutung: Erstens habe ich einen Informanten, der / die mir dies glaubhaft vermittelte (woher hätte ich sonst auch die Informationen was im nicht-öffentlichen Senat letztes Jahr vorfiel), und zum zweiten glauben auch die BWLer, die derzeit die Unterschriften-Lise FÜR die Verlängerung von Prof. Matschke Arbeitsleben an der Universität zusammenstellen, dass es wohl etwas mit der Ehrendoktorwürde zu tun hat. Und last but not least: Auch die Aufstellung von Hildebrandt letzte Woche im Senat und seine Selbst-Vorstellung als “Ich werde mit dem Rektorat kooperieren” lässt den Schluss zu, dass die Universitätsführung sich einen neuen Senatsvorsitzenden wünscht…

    Generell gebe ich Dir Recht, dass ich hier im Rektorat hätte anrufen können, um eine Stellungnahme zu erbitten. Wahrscheinlich hätte ich jedoch entweder gar kein Statement bekommen oder darauf drei bis vier Tage warten müssen.

    Doch ich sehe meinen Blog eher als Protokollanten der Geschehnisse (der maximal die Dinge in ihre Zusammenhänge einsortiert), denn als investigative Speerspitze. Der Rektor wird früher oder später (allein schon zur Unterschriftenaktion der BWL-Studenten) Stellung beziehen müssen. Auch diese Stellungnahme wird dann hier wieder dokumentiert. Auch dass wirst du dann wieder einseitig finden, da ich alle anderen Betroffenen (z.B. Matschke) diesbezüglich wieder nicht um ein Statement bitten werde.

    Online-Journalismus funktioniert (nach meinem Verständnis) eher wie ein “Live-Ticker” bei einem Fußballspiel. Davon zu unterscheide ist die “umfassende Zusammenfassung mit den Interviews der Trainer, der Fans und des Managers” – die findest du eher in einem guten Print-Magazin.

    Und zu diesem Artikel noch mal: Es bleibt bei allen schlüssigen Quellen eine Vermutung. Doch wie ich bereits erwähnte, habe ich das auch deutlich gemacht.

  5. Anonymous    

    Moin,

    Zum einen: was ist gegen ein gutes Feindbild einzuwenden? Der Rektor ist ein machteigeiler, schleimiger Technokrat; obwohl ich Matschke jetzt persönlich auch nicht besonders cool finde, ist es doch schon mal gut, wenn im Senat jemand den Vorsitz führt, der das Gremium als Kontrollorgan GEGEN den Rektor versteht.

    Zum anderen: sowohl, dass der Senat unter der Führung von Matschke die Ehrendoktorwürde für diesen Siemens-Typen auf Eis gelegt hat, als auch dass der Rektor darauf hin gegen den Willen des Betroffenen seine Dienstverlängerung nicht durchgehen lässt, ist doch unbestritten. Eine Verknüpfung liegt nahe. Der Rektor kann sie aber nicht bestätigen, selbst wenn er wollte. Dann nämlich hätte er die Genehmigung aus Motiven verweigert, die seiner Ermessensbetätigung (Ermessen als verwaltungsrechtliche Kategorie verstanden) nach dem zu Grunde liegenden Gesetz (entweder Landeshochschulgesetz oder Landesbeamtengesetz oder beide, müsste mal jemand nachlesen) nicht zu berücksichtigen sind (nämlich: persönliche Unliebsamkeit). Das führt nach dem Landesverwaltungsverfahrensgesetz zur Nichtigkeit der Verweigerung der Genehmigung. Also wird es der Rektor weder zugeben noch in seinen Bescheid reinschreiben, oder? Lohnt sich dann das fragen noch?

    Zur Bananenrepublik: das hat damit nichts zu tun. Koruption ist ein strukturelles Problem der kapitalistischen Ökonomie – und ist darüber hinaus aus ökonomischer Perspektiv voll rational: Ich kaufe mir halt ‘ne komplexe politische Dienstleistung – auch im ökonomischen Interesse meiner AktionärInnen und der internationalen Wettbewerbsfähigkeit meines geliebten deutschen Vaterlandes; und wenn ich Siemens bin kann ich mir das auch dauerhaft und breit gestreut leisten, und muss mir dann keinen Kopf mehr wegen lästiger Genehmigungsverfahren machen, etwa wegen Hermes-Bürgschaften für technische Großanlagen im Ausland oder Exportgenehmigungen in den Auschüssen für die Kontrolle von Kriegswaffen und Außenhandelskontrolle. Oder (andere Branche, selbes Prinzip) Fusiongenehmigungen (E.on/Ruhrgas).

    Dass dieses Vorgehen auch in der politischen Klasse keinen stört offenbart das Führungspersnal der CDU/CSU: Koch (ich sag’ nur “jüdische Vermächtnisse” und “brutalstmögliche Aufklärung”), Schäuble und Jung (ebenfalls große Player in der Kohl’schen Spendenaffaire; Kohl übrigens, der von der Jungen Union, noch vor kurzem als “Idol” (reimt sich halt auf Kohl) gefeiert worden ist). Für die SPD ist da als Paradebeispiel Clement zu nennen, der rücksichtslos die Interessen von E.on durchsetzt (oben genannte Fusionsgenehmigung hat er zu verantworten; in jüngster Zeit die Wahlkampfintervention in Hessen).

    Die Quintessenz: Typen wie Schelsky oder Radomki sind nicht das Problem; sie sind austauschbare Charaktermasken, Avatare der kapitalistischen Ökonomie. Wer die Produktion so organisiert, dass strafrechtlich relevantes, moralisch zu verurteilendes Verhalten ökonomisch rational ist, der sollte sich nicht wundern, wenn die Wirtschaftssubjekte dann auch genau diesem Anreizschema der ökonomischen Rationalität folgen, und ihr Verhalten danach ausrichten. Wer von der Wirtschaft “mehr Anstand” fordert, sie aber als kapitalistisch konstituiert haben will, der handelt widersprüchlich.

  6. jabbusch    

    *Kleines Update*

    Zur Unterschriftensammlung wird es voraussichtlich Mittwoch noch mal eine ausführliche News geben.

  7. Anonymous    

    @ (kay d.) jabbusch

    war nicht dein credo “ohne das ich eine zweite Quelle oder irgendwelche glaubwürdigen Beweise habe” veröffentliche ich nichts. hier hast du einen informanten und die bwl-er glauben.
    online-journalismus funktioniert eben nicht wie ein live-ticker. dies ist jetzt wieder äpfel und birnen. für den online-journalismus gelten die allgemeinen regeln des journalismus.
    wenn dir dein informant das protokoll der entsprechenden sitzung hätte zukommen lassen, du dieses hier mit veröffentlicht, roß und reiter dieser vermutung genannt und bei matschke/westermann bezüglich der vorwürfe/vermutungen nachgefragt hättest, wäre es sauber gewesen. so ist es nur eine kampagne ohne substanz, die wie schon an anderer stelle nur dazu dient, stimung zu machen und personen zu dikreditieren. denn selbst wenn westermann sich nicht äußern würde, hättest du dies erwähnen können/müssen. so ist auch dies nur reine spekulation.
    schlüssige quellen für die vermutung, ein widerspruch in sich.

    @ anonymous zu5.
    die erwähnung der bananenrepublik war eher polemisch ironisch gemeint. grundsätzlich stimme ich dir zu. doch mir ging es eben nicht um eine grundsatzdebatte über die ursachen von korruption, die dem system inhärent ist und insoweit keinerlei weiterer erörterung bedurft hätte, jedenfalls aus meiner sicht und in bezug zu dem artikel.

  8. bonn    

    zum einen war das immer noch eine nichtöffentliche sitzung und zum anderen sind senatsprotokolle ergebnissprotokolle, aus denen man nicht unbedingt die diskussion nachvollziehen kann.

  9. Anonymous    

    @ bonn
    natürlich war dies eine nichtöffentliche sitzung. dies hindert den schreiber aber auch nicht, wenn auch unter berufung auf einen imaginären informanten, sein elaborat hier zum besten zu geben. worauf ich hinwies, ist die diskrepanz zwischen eigenem anspruch und realität. denn ohne zweite quelle und glaubwürdige beweise, wie er es nennt, würde er keinen artikel veröffentlichen.
    leider reißt der schreiber diese selbst angelegte messlatte ständig oder doch relativ häufig.
    die frage nach der zweiten quelle und den glaubwürdigen beweisen, ist an dieser stelle erlaubt und gar geboten.
    da beides fehlt und wie der erwiderung des schreibers zu entnehmen ist auch gar nicht versucht wurde mit den betreffenden personen in kontakt zu treten, ist es nur eine billige, auf ahnungen basierende, kampagne.
    bleibt zu hoffen, dass westermann (in anderem zusammenahng uwe und tobi) euch nicht dadurch adelt, rechtliche schritte einzuleiten. der erfolg dürfte auf ihrer seite liegen.
    eine meiner großmütter hatte da noch einen spruch. der handelte, sinngemäß, von springenden raubkatzen und ihrem ende als bettvorleger. warum fällt mir dies nur in diesem zusammenhang ein?

  10. Anonymous    

    @ bonn
    da ich nicht mitglied des senates bin, sind mir dessen protokolle und deren inhalte nicht bekannt. insoweit ging ich, blauäugig, davon aus, es wären, wie beim stupa, diskusions- und ergebnisprotokolle. mea culpa!

  11. Anonymous    

    lokale größen von spd und grünen fordern aufklärung über die geldströme des inhaftierten schelskys an die cdu. der cdu kreisverband hat bereits zugegeben, finanzielle unterstützung erhalten zu haben. neben mdb adam ist mdl und bürgerschaftspräsident liskow ins rampenlicht geraten. genau wie fdp mdl ratjen steht er in unverbrüchlicher treue fest zu seinem ehemaligen gönner. schade, dass die sache erst jetzt ans licht gekommen ist. vielleicht hätten wir dann jetzt einen grünen ob.
    mehr: spiegel-online, ostsee-zeitung, mv-regio, süddeutsche zeitung,

  12. Anonymous    

    ndr-nordmagazin 19.30 – Adam äußert sich zu Spenden von Schelsky

  13. Anonymous    

    Krass wäre natürlich, wenn König da mit drin stecken würde. Leider kam die Nachricht eine Woche zu spät ;-(

  14. jabbusch    

    Soweit wie die Infos bisher bekannt sind, glaube ich hätte das den Wahlausgang der OB-Wahlen nicht beeinflusst…

    Interessant wäre aber zu wissen, wie König seinen aufwendigen Wahlkampf (tägliche Werbeschaltungen ind er OZ, Großaufsteller, Plakate überall, Kugelschreiber, Postkarten, Feuerzeuge usw. usw.!!) finanziert hat…

    Klar ist, dass ihn die lokale Wirtschaft unterstütz hat. Aber es wäre doch interessant zu wissen, ob er auch eine Spende von Dong Energie bekommen hat?

  15. Anonymous    

    Man munkelt von einer Wahlkampfkasse von 40.000 Euro. Andere Quellen gehen sogar von etwa 80.000 Euro aus. Soviele Firmen gibts in ganz Vorpommern nicht…

  16. Anonymous    

    Ich frage mich wie die einfachen CDUler und FDPler sich mit der schon zum Standard gewordenen
    bundesweiten Korruption abfinden können?Von Christentum keine Spur!

  17. Anonymous    

    Klar auch, dass Kugelschreiber und Flyer Wahlausgänge entscheidend beeinflussen.

  18. Anonymous    

    In Vorpommern in jedem Fall! Bitte nicht die riesen Plakatleinwände, die Hochglanzbroschüre und Zeitungsanzeigen vergessen!

  19. Anonymous    

    könig hat die letzte wahl mit dem dauerbrenner stadthalle, der wohlwollenden medialen begleitung dieses großprojektes durch eine lokalzeitung und unwahren behauptungen zur finanzierung des projektes gewonnen. nun zur nächsten wahl begann pünktlich zum wahlkampf dann auch der umbau. außerdem sind da immer zweifelhafte studien und rankings ins feld geführt worden, die greifswald eine positive entwicklung bescheinigen. dies wurden könig und seine claqeure nicht müde immer und immer wieder zu wiederholen. und dann ist da ja noch das weitere prosperität versprechende großprojekt steinkohlekraftwerk, welches eigentlich nur von könig und seiner cdu unterstützt wird. wenn der magen knurrt, wid nach jedem strohhalm gergiffen, der dies beenden könnte.
    und wenn sich denn noch alle studis mit ihrem hauptwohnsitz hier anmelden würden, wäre greifswald eine insel der glückseeligen und des wohlstands. mit der hilfe von dong stürmt der gsv04 dann noch durch die ligen und wird dereinst deutscher meister. wenn denn hier die europäische fußball-elite um die champions league spielt, wird greifswald international bekannter, die investoren stehen schlange und das jetzt noch beschauliche greifswald nimmt eine entwicklung, die man sonst nur von den sogenannten tigerstaaten kennt. die welt wird auf greifswald schauen und könig zum oberbürgermeister auf lebenszeit ernannt. wen interessiert es dann noch, in welcher höhe dong den wahlkampf 2008 gesponsort hat? einen ulrich adam mit seinen guten kontakten zur pfarrerstochter aus hamburg braucht es dann auch nicht mehr.

  20. Anonymous    

    die cdu hat eingeräumt für den letzten bundestagswahlkampf 15.000 und für den letzten landtagswahlkampf noch einmal 12.000 € erhalten zu haben. “alle deklarierungspflichtigen spenden” sollen nach medienberichten angegeben worden sein. aber was ist mit den nicht-deklarierungspflichtigen?
    adam hat inzwischen eingeräumt von schelsky für seine letzten wahlkämpfe sachspenden erhalten zu haben. diese hat er nun gestern nachträglich der bundestagsverwaltung angezeigt. die spenden dürften also nicht sehr gering gewesen sein.

  21. hrispm    

    “und wenn sich denn noch alle studis mit ihrem hauptwohnsitz hier anmelden würden, wäre greifswald eine insel der glückseeligen und des wohlstands. mit der hilfe von dong stürmt der gsv04 dann noch durch die ligen und wird dereinst deutscher meister. wenn denn hier die europäische fußball-elite um die champions league spielt, wird greifswald international bekannter, die investoren stehen schlange und das jetzt noch beschauliche greifswald nimmt eine entwicklung, die man sonst nur von den sogenannten tigerstaaten kennt. die welt wird auf greifswald schauen und könig zum oberbürgermeister auf lebenszeit ernannt. wen interessiert es dann noch, in welcher höhe dong den wahlkampf 2008 gesponsort hat? einen ulrich adam mit seinen guten kontakten zur pfarrerstochter aus hamburg braucht es dann auch nicht mehr.”

    soviel zynismus, das finde ich herrlich.

  22. Anonymous    

    adam der wert darauf legt nur sachspenden und kein geld von schelsky erhalten zu haben, läßt, bis zur klärung der vorwürfe, sein amt als stellv. cdu-landesvorsitzender ruhen. ist das die vorstufe zum eigentlich fälligen rücktritt?

  23. Stefan    

    zumindest “bis die gegen ihn erhobenen Vorwürfe in Zusammenhang mit Parteispenden geklärt sind.”

  24. Anonymous    

    “bis die gegen ihn erhobenen Vorwürfe in Zusammenhang mit Parteispenden geklärt sind.”….die guten sitten und der anstand hätten es geboten, gleich bei bekanntwerden der vorwürfe reinen tisch zu machen. so erinnert das verhalten des ehemaligen möbelwerkers und mitglied der sozialistischen betriebskampfgruppe des veb möbelwerke greifswald an den schwarzen vorgänger der pastorentochter und an einen hessischen hardliner. die haben auch immer versucht alles auszusitzen. aber sitte und anstand in zusammenhang mit den schwarzen ist scheinbar wie himmel und hölle. nimmt man die reaktion der cdu-granden lokaler provinenz, könnte man meinen, es mit einem verschworenen schwarzen block zu tun zu haben. scheinbar nichts, selbst die tatsache das schelsky bereits über 14 monate in untersuchungshaft sitzt und die schwere der vorwürfe, haben die führung zum umdenken bewogen. man steht immer noch in treue fest zu dem ehemaligen gönner mit der offenen brieftasche schelsky. manche meinen gar, “dass das “persönliche Rechtsempfinden” der Greifswalder “gestört sei, weil Schelsky schon so lange in Untersuchungshaft sitzt”. sitte und anstand der greifswalder und aller rechtschaffenden werden durch diese äußerungen erheblich verletzt.
    aber es gab schon mehrmals parteien, die meinten die wahrheit für sich gepachtet und immer recht zu haben. wie es mit denen endete, ist hinlänglich bekannt. alles nur eine frage der zeit, auch im historisch schwarzen vorpommern.

  25. Anonymous    

    leserbrief in der lokalzeitung

    “Wir haben uns nichts vorzuwerfen”, sagte der CDU-Kreisvorsitzende Egbert Liskow am Montag in Greifswald. Er wies eine politische Einflussnahme des AUB-Gründers auf den Kreisverband zurück. “Schelsky hat sich nicht in die Politik gedrängelt”, sagte Liskow.
    Wirklich???
    Die Realität sieht aber anders aus Herr Liskow. Wer half Ihn bei dem Erwerb von Immobilien in Greifswald? Wer unterstützte Ihren Wahlkampf der CDU Greifswald? Warum belügen Sie das Volk? Sollen wir wirklich große Plakate drucken, wie das zu jedem Wahlkampf der CDU-Greifswald praktiziert wird, um die Beweise dazulegen? Jetzt ist Schluss wir wollen Offenheit, Ehrlichkeit und Demokratie.

    Otto Friesenrat aus Edemissen

  26. Anonymous    

    nochmal die lokalzeitung

    Für Ulrich Adam beginnt der politische Abstieg. Nach Bekanntwerden seiner Verwicklungen in den CDU-Spendenskandal lässt er sein Amt als Landes-Vize der Christdemokraten in Mecklenburg-Vorpommern auf unbestimmte Zeit ruhen. Damit zog der 57-Jährige gestern erste politische Konsequenzen….

    …Die Pressemitteilung, mit der die CDU den Schritt Adams ankündigte, war nicht länger als dürre dreieinhalb Zeilen. Darin teilte CDU-Landeschef Jürgen Seidel mit, dass er „dieses Angebot“ angenommen habe….

    …Adam selbst äußerte sich zu seinem Rückzug aus der Landespartei nicht weiter. Sein Mitarbeiter Oliver Schmelzer wehrte Presseanfragen barsch ab. Weder er noch sein Chef wollten sich gestern darüber äußern, wie hoch der Wert der Spenden von Schelsky war…

    …Ein CDU-Mitglied sagte der OZ hinter vorgehaltener Hand, aufgrund von Adams vertrauter Nähe zu Kanzlerin Angela Merkel musste etwas passieren. „Merkel lässt sich davon nicht beschädigen.“…

    …In einer Pressemitteilung hatte Adam am Montag zugegeben, von Schelsky seit 1998 in mehreren Wahlkämpfen mit „persönlichen Werbemitteln“ unterstützt worden zu sein. Über den Vorgang habe er Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) Anfang der Woche informiert. Adam sprach von „Kugelschreibern und Flyern“.

    …Die Linke kritisierte den Vorfall scharf. „Wenn es nur um Kugelschreiber und Flyer geht, müsste er sein Amt nicht gleich ruhen lassen“, …„Der Rückzug ist ein Eingeständnis.“…

  27. Annonym    

    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/artikel/53/169559/

    lesenswert…. kam zur gleichen Zeit mit dem Spiegel Artikel….

  28. floordress    

    kann den Artikel der SZ nur empfehlen hab den letzte Woche in der print ausgabe konsumiert und muss sagen, dass ich ein wenig perplex war. Greifswald ist auch nurn Sumpf

  29. Anonymous    

    greifswald ist nicht nur sumpf. es ist der sumpf.

  30. Anonymous    

    Also mal im Ernst: Diese korrupten Machenschaften sind in heftigster Form zu kritisieren und aufzudecken. Das steht VÖLLIG außer Frage. Die Verantwortlichen müssen hier vollstständig zur rechenschaft gezogen werden.
    Dennoch: Wenn man sich hier die Beiträge durchliest, bekommt man tatsächlich den Eindruck, dass, ähnlich wie zu Beginn dieser Diskussion einmal von einem anderen formuliert, hier, auf dieser Seite, die sich darstellt als Plattform für alle Greiwswalder Studenten, lediglich linke Politik gemacht wird und ungefiltert in Kommentaren wie auch Beiträgen Kaffeesatz- Banalitäten und -klischees verbreitet werden analog Stammtischgesprächen bei ATTAC.
    Die Zeit reicht glücklicherweise nicht, um auf alle mentalen Ausrutscher einzugehen, aber die Kritik an dieser Seite soll dennoch deutlich sein! Hier wird Korruption als Geburt der kapitalistischen Ökonomie identifiziert, nebenbei völlig unreflektiert auf alles eingeprügelt, was die geringe persönlich-geistige und politisch-intellektuelle Bandbreite als Täter oder Verursacher auszumachen in der Lage ist und entsprechend der offensichtlichen Ideologie, die bei einigen schon der verfassungsfeindlichen Linken Ecke zuzuordenen ist, gehetzt gegen Konservative, Liberale und Sozialdemokraten.

    Die mangelnde Moral unserer Eliten ist zu einem nicht zu vernachlässigenden Teil das Resultat der 68er! Wann sonst in der deutschen Geschichte wurden Werte, Normen, moralische Vorstellungen und meinetwegen auch Zwänge jemals in diesem Ausmaß revoltiert? Diese Entwicklung hatte auch ihre guten Seiten, aber die Linksradikalen von damals, die Individualität und Selbstbestimmung forderten, damit Egoismus förderten, fordern heute mehr gesellschaftliche Verantwortung. Sie sind die Opfer ihrer eigenen Ideologie.

  31. Anonymous    

    da hat aber einer tief in der konservativen mottenkiste gekramt und an den stammtischen diverser cdu-ortsvereine gelauscht. es leben die klischees. was wären wir ohne sie. über die stammtische der cdu-ortsvereine muss ich noch einmal nachdenken. denn wie sagte ein greifswalder cdu-fraktionschef einmal? ” wir haben keinen kapitalismus, wir haben die soziale marktwirtschaft”.
    niemand hat korruption als geburt der kapitalistischen ökonomie bezeichnet. viel schlimmer noch, sie wurde als systembestandteil beschrieben. dies ist keine linke/linksradikale propaganda, dies ist eine tatsache, die selbst von einigen schwarzen als geißel bezeichnet wird. leider eine minderheit. unter den brüdern und schwestern. im übrigen ist nicht alles was links ist, verfassungsfeindlich. hetze gegen sozialdemokraten, liberale und konservative sind auch in keinem der beiträge zu erkennen. auch waren die 68-iger keine linksradikalen. ebensowenig sind sie opfer ihrer eigenen ideologie. denn das was sie damals forderten, ist zum teil über den status von forderungen nicht hinausgegangen. außerdem sind eben genau jene in finstere machenschaften verstrickt, die damals wie heute auf die sogenannten 68-iger einprügel(te)n und ständig konservative werte predigen.
    noch leben wir in einer freiheltlich demokratischen gesellschaft mit der verfassungmäßig garantierten presse- und meinungsfreiheit. da fordert einer der sich als verfassungsfreund geriert eine zensur dieses blogs. als nächstes, zur bekämpfung der vielen linken hier und der korruption, wird noch eine raumbezogene am volkserhalt orientierte gesellschaft propagiert.
    herr fromm (präsident des bundesamtes für verfassungsschutz) übernehmen sie. denn hier werden sie fündig.

  32. jabbusch    

    Hier noch ein Update:

    http://www.webmoritz.de/?p=393

    Am besten dort weiterdiskutieren. Thx 🙂

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