Prävention ist Chefsache

Innenminister Lorenz Caffier (r.) und Hans-Jürgen Dabels

Bewilligter Förderbescheid für Greifswalder Präventionsprojekte übergeben

Am Samstagmittag überreichte Innenminister Lorenz Caffier im Büro des Vereins zur Förderung der Prävention im Restaurant zur „Sonne“ in der Steinbeckerstraße 1 dem Vorsitzenden Hans-Jürgen Dabels den in Höhe von 9.520 Euro bewilligten Fördermittelbescheid für die Durchführung von Präventionsvorhaben für 2008 in Greifswald. „Ich tue es gern“, sagte der Minister im Beisein (mehr …)

Achtung: Ultranationale Rattenfänger!

Die Warnung ist kurz aber wichtig: Wie jedeBurschenschaftler & Rugia Wappens Semester versucht die rechtsextremistische Burschenschaft Rugia mit Hilfe einer offenen Party ihrer Basis zu vergrößern. Die Flyer sehen unverdächtig aus. Doch Vorsicht ist geboten: Die Rugia grenzt sich nicht zu rechtsradikalen und verfassungsfeindlichen Einstellungen ab.

Ideologisch hält die Burschenschaft am sogenannten „großdeutschen Kulturraum“ fest. Zudem pflegt man intensive Kontakte ins rechtsextreme „Umland“ und zur NPD. Als Stichworte seien hier Matthias & Stefan Rochow (beides wichtige NPD-Funktionäre und gleichzeitig alte Herren der Rugia) sowie Lutz Giesen (vorbestrafter Neonazi, Schläger) genannt. Die Rugia sagt, dass die Parteiaktivitäten ihrer Mitglieder deren „Privatsache“ sei.

Rugia und Markomannia sind beide Mitglied im Dachverband „Deutsche Burschenschaft“ (DB). Immer wieder sind Mitgliederburschenschaften der DB wegen rechtsextremer Umtriebe aufgefallen. Von Extremisten, die „unter dem Deckmantel der Traditionspflege eine intellektuelle Plattform für ihre menschenverachtenden Ansichten“ aufbauen, sprach Wolfgang Hacker in einer Pressemitteilung. Er ist Sprecher der aus der DB ausgetretenen liberaleren „Neuen Deutschen Burschenschaft“.

Auch in Greiswald grenzen sich alle Verbindungen, der AStA und sogar die Universität gegenüber der Rugia (und auch der Burschsenschaft Markomannia) ab.

Für Partys dieser Burschenschaften gilt: Unbedingt meiden!

Für Interessierte:

Burschis anfechten – Infoseite der Greifswalder Antifa.

Die Burschen und die Rechten – ein Beispiel aus Greifswald – Artikel aus dem Vorwärts

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Nazis verschmieren WC-Häuschen

Es ist ein Kleinkrieg, um den „öffentlichen Raum“ oder „die Straße“. In den letzten drei Monaten sprayten, klebten und malten Unbekannte (wahrscheinlich rechtsextreme Kameradschaften) in Greifswald vermehrt Hakenkreuze und andere „nationale“ Symbole und Slogans an Häuser und Laternen.

Samstag Nacht wurde der Slogan „frei – sozial – national“ publikumswirksam am WC-Häuschen an der Mensa am Wall angebracht.

„Der Schriftzug »Frei – Sozial – National« ist eindeutig dem ›Kameradschaftsspektrum‹ zuzuordnen“,

heißt es auf der Website „DasVersteckspiel.de“ der Civitas.

Gegen diese rechte Propaganda geht derzeit fast nur die Greifswalder Antifa-Gruppe vor. Sie überklebt die rechten Aufkleber mit eigenen und versucht Hakenkreuze und Slogans unkenntlich zu machen. Es gibt aber auch an der Kritik an der Antifa. Demnach würden ihre vielen Anti-Rechts-Poster eine Gegenreaktion geradezu herausfordern, sagen Kritiker.

Siehe auch: Uni-Forum

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Apfelfront marschiert durch Berlin

(Apfelfront macht mobil gegen rechts, hier vorm Kanzleramt)
Was die Nazis nicht dürfen, darf die Satiregruppe „Front Deutscher Äpfel“: Zusammen mit „Gesicht Zeigen! e.V.“ startete die Front eine Aktion vor dem Berliner Reichstag und marschierten für die Kameras durch das Brandenburger Tor. Anlass war die Aktionswoche gegen Rassismus.

Mit dabei war die Greifswalder Ortsgruppe, die auch in unserer Hansestadt und an der Universität immer wieder für Wirbel sorgte.
Einen ausführlichen Bericht mit vielen Fotos gibt's
Update:
Noch ein schöner Bericht hier in .

(Die Apfelformation; Fotos by A. Köcher)

(Info: Der Autor ist Mitglied der FDÄ Greifswald)
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