Am Montag, dem 14. Dezember, findet zum letzten Mal in diesem Jahr das Open Mic im Café Koeppen statt. Bereits zum 12. Mal wurde die Veranstaltung von der Lesebühne „Treibhaus“ in Zusammenarbeit mit dem AStA und dem Studententheater (StuThe) organisiert.
Dabei ist jeder eingeladen, seine eigenen Gedichte, Lieder und Anekdoten vorzutragen, zu singen oder zu lesen. Denn ab 21 Uhr steht für jeden Interessenten das offene Mikrofon zur Verfügung.
Teilnehmer können sich per Mail oder heute Abend direkt bei den Moderatoren anmelden: open.mic.greifswald[ät]googlemail.com. Diejenigen, die sich trauen, bekommen überdies auch ein Freigetränk. Ob dann ausschließlich Weihnachtsgedichte und -lieder vorgetragen werden, wird sich beim letzten Open Mic in diesem Jahr zeigen.
Am morgigen Freitag beginnt er wieder, der alljährliche Polenmarkt. Zum 14. Mal gibt es 12 Tage lang kulturelle Veranstaltungen rund um unser Nachbarland und den Osten Europas. Wir haben die Organisatoren kurz vor der Eröffnungsveranstaltung morgen um 20 Uhr im Koeppenhaus heute Nachmittag zu einem Gespräch gebeten.
Außerdem hört ihr in der Sendung „Das Magazin – am Puls der Stadt“ wie immer unsere Veranstaltungstipps und die Spotlights unsere Nachrichten aus Greifswald und Mecklenburg Vorpommern, sowie das Wetter für den Abend und die Nacht. In unserer Donnerstagsrubrik „Ich hab da mal ne Frage“ gehen wir heute dem Sprichwort „Laus über die Leber gelaufen“ auf den Grund. Die CD der Woche kommt von „The Young Republic“ und ist wie immer zu gewinnen. Durch die Sendung führt euch Jakob Rüger.
Die Crew vom Magazin wünscht euch ab 19 Uhr viel Spaß mit „Das Magazin – am Puls der Stadt“ nur auf radio 98eins.
Wolfgang Koeppen ist wohl einer der berühmtesten Greifswalder und einer der wichtigsten deutschen Nachkriegsschriftsteller. Am 23. Juni wäre er 103 Jahre alt geworden. Anlässlich dieses Datums finden auch in diesem Jahr wieder die Koeppentage in Greifswald statt.
Poster für die Koeppentage - Zum Vergrößern auf das Bild klicken.
Vom 19. bis 27. Juni wird mit Lesungen, Theateraufführungen, einer Ausstellung und vielen weiteren Veranstaltungen, dem vielfach ausgezeichneten Schriftsteller gedacht. Unter dem Thema „Erzähltes Leben – Identität und Erinnerung in der Kunst“ befasst sich die Veranstaltungsreihe in diesem Jahr mit dem Wirken von Koeppens Lebensgeschichte auf sein schöpferisches Tun, beispielsweise in seinem Werk Jugend.
Leider geht dieser Beitrag durch unseren Serverausfall in der vergangenen Woche verspätet online, dennoch wollen wir im Folgenden einen kurzen Ausblick auf die einzelnen Veranstaltungen werfen.
Der Kartenvorverkauf findet im Café Koeppen (03834-414189), im Antiquariat Dr. Ulrich Rose (03834-799297) und in der Greifswalder Stadtinformation (03834-521380) statt.
Am Mittwoch, dem 11.März, lud das Literaturzentrum Vorpommern im Koeppenhaus zur Horizontverschmelzung von Morgenland und Abendland ein. Anlass war die Eröffnung der türkischen Bibliothek. Die Ausstellung, ein Projekt der Robert-Bosch-Stiftung, stellt in derzeit 14 von 20 geplanten Bänden bislang unübersetzte türkische Literatur und Erzählungen sowie Essays und Lyrik vor. Aus Tradition und Moderne gemischt, kennzeichnet es den Wandel der heutigen Türkei mit prägnanter Schärfe. Zahlreiche Schautafeln zu Autoren des Landes im Haus hellen die Begegnung mit Fakten und Biographien auf. Ein Vortrag mit Lesung des Übersetzers und Kunsthistorikers Tevfik Tucan widmete sich explizit diesen Hintergründen.
Zur Einstimmung gaben die Künstler der Berliner Band „Orientation“ eine kurze Kostprobe ihres anschließenden Konzerts. Die deutsch-türkische Band vereinigt mit Symbolkraft gekonnt westliche und östliche Musik. Zum besonderen arabischen 9/8 Takt schnipste und klatschte das Publikum. An den ungewohnten Rhythmus gewöhnte man sich überraschend schnell. Eintritt wurde für den Vortrag und die Besichtung der Ausstellung nicht verlangt. Für das Konzert um 21:30 wurden 8€ erhoben. Besucher, die nicht zum Konzert bleiben konnten, kamen somit dennoch in den Genuss von „Orientation“. Eine Kostprobe via youtube:
„Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören (…) den Zutritt zu Veranstaltungen zu verwehren oder von dieser auszuschließen.“
Dieser Satz am Ende der offiziellen Ankündigung wies vielleicht subtil aber doch eindeutiger auf das Thema des Abends hin, als so mach inhaltliche Umschreibung.
Zum Thema „Wie wehrhaft sollte Demokratie sein? Über den Umgang mit Gegnern der Demokratie“ diskutierten am gestrigen Mittwoch Helmut Wolf (Verfassungs- und Verwaltungsrichter a.D.) und Prof. Hubertus Buchstein (Lehrstuhl für Politische Theorie und Ideengeschichte an der Uni) unter der Moderation von SPD Kreischef Christian Pegel.
Gut 130 Interessierte fanden den Weg ins Koeppenhaus, um sich zu informieren und mitzudiskutieren – mit so viel Andrang hatte wohl auch der Veranstalter (der Greifswalder Präventionsrat) nicht gerechnet. Das Thema des Abends war die NPD und ihre Umtriebe in MV und der gesamten Bundesrepublik. In kurzen Statements umrissen die beiden Diskutanten ihre Sicht der Fragestellung jeweils aus ihrem spezifischen Fachbereich. (mehr …)