Die Fachbibliothek Geschichte zieht um

Die Fachbibliothek Geschichte zieht um

Die Bücher aus der Fachbibliothek Geschichte bekommen endlich ein neues Zuhause. Geplant ist, dass der Umzug bis Freitag, den 27. April, über die Bühne geht. Es geht für die Bücher aus der Domstraße 9a in die Rubenowstraße 4 in die Alte Universitätsbibliothek. (mehr …)

Nach Deckeneinsturz: Historisches Institut voll gesperrt

Betreten verboten: Die Mitarbeiter des Historischen Instituts wurden heute Vormittag in ein langes Wochenende entlassen.

Betreten verboten: Die Mitarbeiter des Historischen Instituts wurden heute Vormittag in ein langes Wochenende entlassen.

Das Historische Institut auf dem alten Campus in der Domstraße ist heute gesperrt worden, nachdem ein Statiker des Landesbetriebs Bau- und Liegenschaften (BBL) Zweifel an der Belastbarkeit einzelner Deckenteile geäußert hat. Bereits vor zwei Wochen waren Teile des Gebäudes dicht gemacht worden, weil sich dort große Mengen Putz aus der Decke gelöst hatten. Zum Vorschein kamen poröses Mauerwerk und verrostete Stahlträger.

Heute empfahl der Statiker, das ganze erste Obergeschoss zu sperren. Der stellvertretende Kanzler Dr. Peter Rief habe dann entschieden, sicherheitshalber das komplette Gebäude zu sperren, sagte Uni-Pressesprecher Jan Meßerschmidt, denn: „die Decken sind ja überall gleich gebaut.“ (mehr …)

Literatur-Recherche im Internet: Fachbücher online lesen

Viele Studierende haben dieses Problem. Es steht wieder ein Referat, Haus- oder Seminararbeit an und die Bibliothek hat die Bücher entweder nicht, sie sind bereits ausgeliehen oder dürfen nicht ausgeliehen werden. Wem die für Monographien noch recht übersichtlichen digitalen Bestände der Bibliotheken nicht weiterhelfen können, ist oft aufgeschmissen. Doch inzwischen gibt es auch eine Reihe von Angeboten im Internet, etwa das Unternehmen  PaperC.

Das junge Unternehmen aus Berlin wurde am Montag von der Website „deutsche-startups.de“ zum Start-up des Jahres 2009 gewählt. PaperC ist eine legale Online-Bibliothek für Fachbücher aller Fachrichtungen. Das Unternehmen kooperiert mit den Fachverlagen und stellt deren Bücher online verfügbar. Nach einer kostenlosen Anmeldung kann jede Seite jedes Buches umsonst online gelesen werden. Gegen Bezahlung einer Gebühr von 10 Cent können weitere Funktionen, wie etwa ein PDF-Ausdruck genutzt werden. Auch können mehrere Seiten oder das komplette Buch erworben werden. Für das Titelblatt oder Inhaltsverzeichnis fallen keine Kosten an.

Screenshot PaperC Kaufvorgang

Bestellvorgang einer Seite bei PaperC (für großes Bild klicken).

Eine gekaufte Seite kann ausgedruckt oder online bearbeitet werden, so ist es möglich Notizen einzufügen oder Textstellen einfach zu kopieren.  Bei einer Aufladung für 250 Seiten gibt es Rabatte bei der Preisstaffelung.

Aktuell sind zwar erst 1.443 Fachbücher online, aber Fachleute sehen hinter dem Konzept offenbar Potential, wie die Preisverleihung zeigt. Ist PaperC die Antwort auf die Frage, wie sich Internet und traditionelle Buchbranche miteinander vereinbaren lassen? Das, was die Musikindustrie zu spät gefunden hat? Ähnliche Angebote, die allerdings kein Bezahlmodell und daher auch deutlich weniger Funktionen beinhalten, gibt es bereits – etwa mit dem Klassiker Google Books und der zugehörigen Suchmaschine Google Scholar. Gegen diese Angebote des Internet-Giganten hatten in der Vergangenheit zahlreiche Verleger Kritik geäußert, daher sind dort viele aktuelle Bücher nicht zu finden.

Die große Aufmerksamkeit wird dem Unternehmen PaperC hoffentlich gut tun, denn die bisher vorhandenen Bücher sind natürlich noch viel zu wenig. Eine Suche nach „Geographie“, dem Studienfach des Textautors, führte beispielsweise zu keinem geographischen Fachbuch. Leider gibt es auch noch keine erweiterte Suchfunktion oder eine Einordnung der Bücher nach Fachgebieten. Um ein digitales Alexandria zu werden, bedarf es also noch viel Arbeit.

Dieser Beitrag wurde aus dem privaten Blog von webMoritz-Autor Oliver Wunder übernommen. Der Originalbeitrag erschien hier.

Bild: Screenshot

Chancen des Prinzips Open Access & Creative Commons für Unis und Wissenschaftler

Am kommenden Donnerstag, dem 16. April, wird in der Universitätsbilbiothek ein Vortrag zum wissenschaftlichen Publizieren im Internet gehalten. Dr. Eric W. Steinhauer wird um 14 Uhr in der Felix-Hausdorff-Straße 10 einen kurze Einführung in das Urheberrecht und Open Access für wissenschaftliche Auotren im Internet geben.

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Dr. Eric W. Steinhauer

Zum Inhalt der kostenlosen Veranstaltung teilen die Veranstalter mit:

Das Internet entwickelt sich auch in der Wissenschaft mehr und mehr zu einem Leitmedium. Nahezu jeder Wissenschaftler nutzt das Netz für die eigene Recherche und die wissenschaftlich Selbstdarstellung. Wenn es aber um die Publikation wissenschaftlicher Werke geht, haben viele Autoren noch Vorbehalte. Sie fürchten um ihre Rechte als Urheber. Auch herrscht Unsicherheit, wie sich die konventionelle Publikation in einem Verlag mit der Veröffentlichung im Internet verträgt. Im Rahmen einer Informationsveranstaltung wird eine kurze Einführung in das Urheberrecht für wissenschaftliche Autoren geboten. Zugleich wird das Open-Access-Prinzip erläutert. Ziel ist es, den Wissenschaftlern eine mündige und informierte Entscheidung über die ihnen als Urheber zustehenden Rechte zu ermöglichen. Im Anschluss an den Vortrag besteht Gelegenheit für Fragen und zur Diskussion.

Eine kurze Information über den Referenten haben uns die Veranstalter ebenfalls zugesandt:

Dr. jur. Eric W. Steinhauer ist stellvertretender Direktor der Universitätsbibliothek Magdeburg. Er war Mitbegründer des Universitätsverlages der TU Ilmenau sowie in der Lehre tätig an der Hochschule der Medien in Stuttgart und der Bayerischen Bibliotheksschule in München.
Dies ist eine gemeinsame Veranstaltung des Zentrums für Forschungsförderung der Universität Greifswald, des Forschungsverbundes Mecklenburg-Vorpommern / Spin-Off, des Ausgründungsprojektes Geozon Science Media und der Universitätsbibliothek Greifswald.

Übrigens: Der webMoritz setzt bereits seit 2008 auf Creative Commons…

Foto: Veranstalter