Grüne Suchmaschine

Grüne Suchmaschine

Die Redakteur*innen der moritz.medien haben sich schon immer einen Kopf um unsere Umwelt gemacht und darüber berichtet. In unserer neuen Kolumne erzählen wir euch, was wir über das Thema Nachhaltigkeit denken und geben euch viele hilfreiche Tipps, um euer Leben (noch) nachhaltiger zu gestalten.

Google ist aus meinem Alltag gar nicht mehr wegzudenken. Durch einen Mausklick kann ich schnell und unkompliziert die Öffnungszeiten meines Lieblingsrestaurants nachschauen, oder Informationen für das nächste Referat sammeln. Innerhalb von einigen Sekunden, zeigt Google zahlreiche Seiten an. Doch bei jedem Suchvorgang wird erstaunlich viel Energie verwendet und es entstehen CO2-Emissionen.

Mittlerweile gibt es zahlreiche Alternativen, um den eigenen CO2-Abdruck so gering wie möglich zu halten und etwas für die Umwelt zu tun. Man kann sich vegetarisch oder vegan ernähren, auf Plastikstrohhalme, -taschen und -flaschen und Co. verzichten. Aber gibt es auch umweltschonende Suchmaschinen, oder muss man wieder in alten verstaubten Enzyklopädien nachschlagen? – Nein, zum Glück müssen wir das nicht! Wir stellen euch heute hier einige grüne Alternativen zu Google, Yahoo und Bing vor.

Ecosia

Ecosia neutralisiert die CO2-Emissionen, die bei der Suche entstehen. 80 Prozent der Werbeeinnahmen werden an gemeinnützige Naturschutzorganisationen gespendet. Seit 2014 spendet Ecosia die Einnahmen an das “Greening The Desert”- Projekt von WeForest, das in Burkina Faso Bäume pflanzt. Mit jeder Suchanfrage über Ecosia könnt ihr euch daran beteiligen, dass dort Bäume gepflanzt werden. Ecosia gibt an, jede Sekunde einen Baum zu pflanzen; es wurde mittlerweile schon die 60 Millionen Marke geknackt. Zudem sollen diese Bäume bereits 2,5 Millionen Tonnen CO2 aus der Atmosphäre gefiltert und neutralisiert haben.

EcoSearch

Auch die Suchmaschine EcoSearch unterstützt das Spenden an verschiedene Non-Profit Organisationen. 100 Prozent der Gewinne werden an Organisationen wie Rainforest Alliance oder Tree-People gespendet.

WeGreen und Umlu

WeGreen und Umlu sind Suchmaschinen, welche die Ergebnisse danach filtern, wie grün die Anbieter sind. Bei WeGreen werden die Suchergebnisse danach bewertet, wie ökologisch, fair und transparent Unternehmen, Marken und Produkte sind. Die umweltfreundlichsten Ergebnisse werden bei WeGreen und Umlu ganz oben angezeigt. Zudem spendet WeGreen 15 Prozent der Werbeeinnahmen an wohltätige Projekte.

Doch nicht nur Google, Yahoo und Bing sind umweltbelastend, jede Internetnutzung stößt CO2 aus. Forschern zufolge stößt das Internet bereits mehr CO2 aus, als Flugreisen. Bis 2030 könnte der Anteil am weltweiten Treibhausgasaustoß von aktuell knapp vier Prozent sogar auf acht Prozent ansteigen.

Im nächsten Beitrag erfahrt ihr mehr zum Thema Carsharing.

Beitragsbild: rawpixel.com bei Pexels
Banner: Jonathan Dehn

Autorenlesung mit Árný Stella Gunnarsdóttir

Autorenlesung mit Árný Stella Gunnarsdóttir

Der Nordische Klang neigt sich dem Ende zu – doch wir haben für euch noch einen ganz besonderen Tipp. Heute Abend findet um 17.00 Uhr eine circa einstündige Lesung mit der isländischen Autorin Árný Stella Gunnarsdóttir im Koeppenhaus statt, der Eintritt ist frei.

Das besondere an der Lesung ist, dass Kurzgeschichten und Gedichte vorgetragen werden, die von Studierenden der Universität Greifswald im Rahmen der Projekte Neue Nordische Novellen VI und VII selbstständig übersetzt wurden. Und auch die Autorin ist noch Studentin; zurzeit studiert sie an der Universität Island Übersetzungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Deutsch.

Sie hat sich schon immer für Märchen und Sagen und den Zauber der Sprache interessiert. Bereits als kleines Mädchen hat sie Verse gereimt und sich Geschichten ausgedacht; ihren ersten Roman hat sie mit elf Jahren geschrieben. Er wurde allerdings noch nicht veröffentlicht. „Mittlerweile überarbeite ich ihn zum fünften Mal“, so Gunnarsdóttir.

Wir bleiben gespannt. Und bis dahin genießen wir die Lesung heute Abend mit ihr. Seid gerne dabei!

Beitragsbild: Dariusz Sankowski auf pixabay

Umweltfreundlich Wäsche waschen

Umweltfreundlich Wäsche waschen

Die Redakteur*innen der moritz.medien haben sich schon immer einen Kopf um unsere Umwelt gemacht und darüber berichtet. In unserer neuen Kolumne erzählen wir euch, was wir über das Thema Nachhaltigkeit denken und geben euch viele hilfreiche Tipps, um euer Leben (noch) nachhaltiger zu gestalten.

In deutschen Haushalten werden laut Umweltbundesamt jährlich circa 630.000 Tonnen Waschmittel und 220.000 Tonnen an Weichspüler, Waschhilfsmitteln oder Wäschepflegemittel verbraucht – wir finden, das ist zu viel! Deshalb zeigen wir euch heute drei billige, einfache und vor allem umweltfreundliche Waschmittel-Alternativen: Kastanien und Efeu enthalten Saponine, natürliche Seifenstoffe, die in Pflanzen vorkommen, und eignen sich somit sehr gut zum Waschen.

Wäsche waschen mit Kastanien 

Sammle ungefähr fünf bis acht Kastanien und wasche sie ab. Je größer die Ladung Wäsche und je schmutziger die Kleidung ist, desto mehr Kastanien solltest du verwenden. Anschließend werden die Kastanien mit einem scharfen Messer geviertelt oder noch kleiner geschnitten. Am besten die graue Seite der Kastanie liegt unten, da diese besonders hart ist. Nun gibst du die Kastanien in ein Behältnis (z. B. ein Einmachglas), gießt sie mit 300 ml kochendem Wasser auf und lässt das Wasser ziehen. Hier scheiden sich allerdings die Geister: Einige sagen, man kann das Waschmittel schon nach 30 min verwenden, andere empfehlen mindestens zwei Stunden zu warten, oder die Kastanien die ganze Nacht über einweichen zu lassen. Am besten du probierst es einfach selbst aus. Durch das Einweichen lösen sich die Saponine der Kastanie und mit der Zeit wird das Wasser milchig und schaumig. Nun kannst du den Sud durch ein kleines Sieb (z. B. ein Teesieb) in das Waschmittelfach der Waschmaschine gießen und den gewünschten Waschvorgang starten. Weiße Wäsche solltest du nur mit Kastanien waschen, wenn du zuvor alle Schalen restlos entfernt hast – sonst könnte sich die Wäsche leicht verfärben.

Wäsche waschen mit Efeu 

Sammle circa zehn frische, möglichst dunkle Efeublätter. Wasch die Blätter kurz ab, falls sie schmutzig sind. Anschließend packst du die Blätter in eine alte Socke und knotest diese zu; du kannst auch ein Wäschenetz verwenden. Dann kannst du die Socke oder das Wäschenetz zu deiner Wäsche in die Waschtrommel legen und die Waschmaschine anstellen. Wasche mit Efeu vorsichtshalber nur dunkle oder bunte Wäsche, da die Blätter die Wäsche leicht grau verfärben können. Hartnäckige Flecken kannst du vorher mit Kern- oder Gallseife einweichen. Um die Waschkraft der Kastanien bzw. des Efeus zu verstärken, kannst du auch noch 2–3 EL Waschsoda in das Pulverfach geben.

Wäsche waschen mit Waschsoda 

Waschsoda (Natriumcarbonat, häufig als Reine Soda oder Soda zu kaufen) kann man nicht nur super zum Saubermachen von verstopften Abflüssen und dreckigem Geschirr verwenden, man kann es auch hervorragend zum Wäsche waschen benutzen. Aus vier Esslöffeln Waschsoda, 30 g geraspelter Kernseife und zwei Litern Wasser lässt sich sehr leicht ein umweltfreundliches und billiges Flüssigwaschmittel (etwa zwei Liter) herstellen. Dafür werden die Zutaten vermischt und kurz aufgekocht. Nachdem die Mischung nach circa einer Stunde abgekühlt ist, kann man sie mit Hilfe eines Trichters in verschließbare Flaschen umfüllen. Für eine Wäscheladung reichen circa 150–200 ml aus. Bei weißer Wäsche kannst du noch 1–2 Teelöffel Natron hinzugeben, um ein Ergrauen zu verhindern. Zudem sollte das Soda-Waschmittel nicht für Wolle oder Seide verwendet werden. 1–2 gehäufte Esslöffel Waschsoda können auch als Weichspüler-Ersatz verwendet werden.

Vorteile der Waschmittel-Alternativen:

  • Kastanien, Efeu und Waschsoda sind zu 100% biologisch abbaubar
  • Kleidung und Haut bleiben frei von Chemikalien
  • Kastanien und Efeu gibt es vielerorts kostenlos

Nächste Woche erfahrt ihr bei uns mehr zum Thema Einkaufen. 

Bildquellen: Couleur auf pixabay (Kastanien) und Sugar Bee auf Unsplash (Efeu)

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Zero Waste – ein Leben ohne Müll

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