Grüne Banken – Arbeitet dein Geld nachhaltig?

Grüne Banken – Arbeitet dein Geld nachhaltig?

Wir, die Redakteur*innen der moritz.medien, machen uns natürlich auch weiterhin Gedanken über unsere Umwelt und berichten daher in einem zweiten Teil unserer Nachhaltigkeitskolumne über weitere Themen, Tipps und Gedanken, damit ihr euer Leben (noch) nachhaltiger gestalten könnt.

Mit jedem Artikel, der im Rahmen dieser Kolumne erscheint, wollen wir euch in kleinen Schritten und in kleinen Bereichen eures Lebens zu mehr Nachhaltigkeit inspirieren. Ein Lebensbereich, der wahrscheinlich größer ist, als man denkt, den man jedoch nicht sofort mit dem Thema Nachhaltigkeit in Verbindung bringt, ist das Banking – vor allem unsere eigenen Geldeinlagen bei Banken oder Sparkassen. Im Folgenden wollen wir klären, wieso wir auch bei diesem Thema etwas genauer hinschauen sollten.

Disclaimer: Dieser Artikel ist kein Ratgeber für die Auswahl der besten grünen Bank. Vielmehr wollen wir euch einen ersten Einblick in das Thema ermöglichen. Am Ende des Artikels folgen Tipps und Verweise auf weitergehende Quellen, die euch bei einer Suche nach einer grünen Bank helfen oder weitere Informationen geben.

Wie arbeitet Geld für eine Bank?

Um zu verstehen, wie das Geld auf unseren Konten überhaupt „nachhaltig arbeiten“ kann, müssen wir zunächst einen kurzen Blick auf das allgemeine Geschäftsmodell einer Bank werfen. Eine reguläre Geschäftsbank verdient ihr Geld nicht nur aus Gebühren, die beispielsweise für Kontoführung oder Serviceleistungen anfallen. Zu einem großen Teil finanziert eine Bank sich aus dem Aktivgeschäft, das heißt der Kreditvergabe und den daraus resultierenden Zinseinnahmen. Dabei wird das Geld aus dem Passivgeschäft, also zum Beispiel von unseren Girokonten, für dieses Aktivgeschäft verwendet.

Vereinfacht gesagt, errechnet sich die Bank einen durchschnittlichen Anteil, der ihr in der Regel fest zur Verfügung steht. Auf unseren Konten bleibt im besten Fall nach Abgang aller Kosten noch ein Teil stehen, der in diese Rechnung einfließt. Hier gilt natürlich die Regel, dass viele kleine Teile zu etwas Großem werden. Viele Kleinstbeträge ergeben beträchtliche Summen, die die Banken für ihre Kredit- und Investitionsgeschäfte verwenden können. Die Bank lässt also einen Teil unseres Geldes für sich arbeiten. Doch was viele nicht wissen: Dabei fließt unser Geld häufig auch in Unternehmen oder Branchen, die wir normalerweise nicht direkt unterstützen würden.

Was sind grüne Banken?

Grüne, ethische, nachhaltige oder auch alternative Banken funktionieren im Prinzip nach dem gleichen Geschäftsmodell der konventionellen Banken. Der entscheidende Unterschied ist jedoch, dass sie ihre eigenen Tätigkeiten auf ökologische und soziale Aspekte untersuchen. Sie berücksichtigen diese – meist für ihre Kunden sehr transparent – bei ihren Entscheidungen für oder gegen Investitionen und Kreditvergaben. Durch gezielte Investitionen sowie durch gewisse Schwerpunkte und Ausschlusskriterien hinsichtlich der Kreditvergabe wollen sie so zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen. Meist bieten sie darüberhinaus weitere Funktionen und Aktionen an, die dieser Philosophie entsprechen – wie etwa den automatischen Ausgleich der eigenen CO2-Bilanz oder die Unterstützung von Klimaschutzprojekten aus einem Teil ihrer Einnahmen.

Grüne Banken, ethische Banken, nachhaltige Banken (mehr zum Begriffswirrwarr hier) – das Thema wird mittlerweile vermehrt, aber auch unter unterschiedlicher Begrifflichkeit betrachtet. Vor allem im englischsprachigen Raum hat sich in den letzten Jahren unter Schlagwörtern wie Green Finance, Sustainable Finance oder Green Banking einiges bewegt. Doch auch in Deutschland ist das Thema nicht unbedingt neu. Das zeigt sich unter anderem dadurch, dass sich bereits 1984 die Ökobank eG in Frankfurt gründete, die schon damals mit einem alternativen Geschäftsmodell warb.

Für den aktuellen deutschen Bankenmarkt wollen Webseiten wie der Fair Finance Guide oder die Seite „Geld Bewegt“ der Verbraucherzentrale etwas Licht ins Dunkel bringen. Die GLS Bank, die EthikBank, die Triodos Bank und die Umweltbank finden auf Seiten wie diesen besonders häufig Erwähnung, da sie sehr viele ökologische und soziale Standards in ihren Geschäftsentscheidungen berücksichtigen. Ebenso werden Banken kirchlicher Träger vorgestellt. Auch wenn bei diesen häufig Nachholbedarf in Sachen Klimaschutz besteht, schneiden sie laut Verbraucherzentrale noch relativ gut ab. Eine Bank, die in den Guides aufgrund ihrer Größe häufig keine Erwähnung findet, ist die Bank Tomorrow. Das junge deutsche Start Up gewinnt seit seiner Gründung im Jahr 2018 jedoch stark an Beliebtheit.

Welche Ziele verfolgen ethische Banken?

  1. Nachhaltige und ethische Investitionspolitik: Je nach Schwerpunkt investieren diese Banken nach Kriterien wie Umweltschutz und Sozialer Verantwortung, die durch gewisse Standards definiert sind. Häufig werden auch Mikrokredite in Entwicklungsländer vergeben oder besonders bedürftige Kreditnehmer*innen sowie nachhaltige Projekte mit Krediten unterstützt.
  2. Negativliste: Ethische Banken führen häufig eine Liste von Branchen und/oder Unternehmen, in die nicht investiert wird. Sie vermeiden dabei die Finanzierung der Rüstungsindustrie oder umweltschädlicher Energieformen (Kohle, Atomkraft) und spekulieren nicht mit Nahrungsmitteln. Außerdem zählen in der Regel Gentechnik, Tierversuche und mögliche Kinderarbeit oder sonstige Menschenrechtsverletzungen zu den Ausschlusskriterien bei der Bereitstellung finanzieller Mittel.
  3. Maximale Transparenz: Das Veröffentlichen der Investitionsprojekte sowie allgemein das Vereinfachen der Themen Banking und Finanzen ist für ethische Banken von besonderer Bedeutung.
  4. Kundenfreundlichkeit: Bei vielen ethischen Banken haben die Kunden die Möglichkeit der Einbindung oder sogar Mitbestimmung. Außerdem wird meist Wert auf eine smarte Online-Kontoführung gelegt.

Pro und Contra?

Die Vorteile einer ökologischen und ethischen Verwendung der eigenen Geldeinlagen liegen – vor allem nach Betrachtung der Ziele – wohl auf der Hand. Wenn wir bereits bewusst nachhaltige Kaufentscheidungen und auch Konsumverzichtsentscheidungen treffen, dann sollten wir wissen, dass wir auch mit der Auswahl unserer Bank indirekt entscheiden, was mit unserem Geld finanziert wird. Wenn wir in unserem Alltag Wert auf Umwelt und Soziales legen, wieso dann bei der Aufbewahrung unseres Geldes stoppen?

Einige Aspekte der nachhaltigen Banken kann man dennoch, je nach Präferenzen, als Nachteile sehen. Zum einen haben sie meist kein eigenes Filialnetz bzw. nur vereinzelt Filialen in größeren Städten. Auf persönliche Face-to-Face-Beratung muss also häufig verzichtet werden. Es werden jedoch andere Kontaktmöglichkeiten angeboten und darüber hinaus meist vielfältige Features zur Online-Nutzung, die diesen Aspekt ausgleichen sollen. Des Weiteren muss man die Gebührenverordnung der nachhaltigen Bank etwas genauer betrachten. Oft sind diese Banken bei den Gebühren der Kontoführung oder zusätzlichen Services doch etwas teurer. Dabei sollte man sich überlegen, welche Funktionen einem wirklich wichtig sind und inwiefern man die eventuellen Mehrkosten für ein besseres Gewissen in Kauf nimmt. Für Studierende bzw. junge Menschen gibt es außerdem bei einigen Banken spezielle günstigere Angebote.

Nicht zuletzt ist zu beachten, dass Begriffen wie „sozial“, „ethisch“ oder eben „grün“ und „nachhaltig“ keine allgemeinverbindliche Definition zugrunde liegt. Wenn man sich für einen Wechsel zu einer nachhaltigen Bank entscheidet, sollte man einen Blick darauf werfen, wie dieser Begriff von der Bank definiert wird und welchen Standards diese letztlich folgt. Auch setzen die Banken unterschiedliche Schwerpunkte bei Entscheidungen im Aktivgeschäft, etwa in den Bereich Umwelt und Klima oder Soziales und Bildung.

Sind grüne Banken die Zukunft?

Nach der Philosophie grüner Banken soll Nachhaltigkeit in Zukunft kein Trendthema mehr sein. Vielmehr soll es zum Standard im Bankensektor werden, Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit bei Investitionsentscheidungen zu berücksichtigen. Es stellt sich also auch hier – wie in vielen anderen Lebensbereichen, die man nachhaltiger gestalten kann – die Frage, wie lange grüne Banken noch als „Alternative“ gelten.

Das Themenfeld könnte an dieser Stelle natürlich noch erweitert werden. Auch nachhaltige Geldanlagen – im Sinne von persönlichen Investitionen in Fonds – scheinen in den letzten Jahren an Bedeutung zu gewinnen. Hierzu soll es zusammen mit dem Thema Investmentwende einen weiteren Artikel geben – also bleibt dran! 🙂

Was könnt ihr tun?

Wie schon zuvor erwähnt: Wenn Nachhaltigkeit für euch wichtig ist, solltet ihr auch beim Thema Spareinlagen genauer hinschauen. Wenn ihr bisher noch Kund*in einer konventionellen Bank seid, gibt der Fair Finance Guide hier unter anderem den Ratschlag, zunächst die eigene Bank zu kontaktieren. Nachzufragen, welche Investitionen getätigt und nach welchen Kriterien Kredite vergeben werden, soll nicht nur zur eigenen Information dienen, sondern Banken vermehrt auf fehlende oder mangelhafte Nachhaltigkeitsstandards hinweisen.

Empfohlen wird zuletzt auch der Wechsel zu einer der grünen Banken, die bereits nach grundlegenden Standards in Sachen Ökologie und Soziales arbeiten. Wenn das für euch eine Option ist und ihr Hilfe bei der Suche nach der passenden grünen Bank braucht, schaut auf den unten verlinkten Seiten und natürlich auf der jeweiligen Webseite der Banken vorbei.

Folgende Webseiten, Videos und Podcast-Folgen helfen euch beim Start in das Thema Green Banking:

Webseiten

www.fairfinanceguide.de – Nach dem Motto “Was macht eigentlich mein Geld?“ untersucht der Fair Finance Guide unter anderem auch Banken nach ihrer Nachhaltigkeit und stellt ein Ranking untersuchter Banken zur Verfügung.

www.facing-finance.org – Die Webseite der NGO Facing Finance e.V. informiert allgemein über den verantwortungsbewussten und nachhaltigen Umgang mit Geld. Der Verein ist außerdem Betreiber des zuvor verlinkten Projekts „Fair Finance Guide“.

www.urgewald.org – Auch die unabhängige Organisation “Urgewald” beschäftigt sich vorrangig mit den Thema Nachhaltigkeit im Bankengeschäft.

www.geld-bewegt.de – Auf diesem Angebot der Verbraucherzentrale findet ihr weitere Informationen rund um das Thema nachhaltige Finanzen sowie einzelne Bankenportraits und eine Übersicht über Anlagekriterien bei Banken mit Nachhaltigkeitsstandards (Stand 2018).

Videos

Was ist eine nachhaltige Bank? – Nachhaltig Investieren (Robin TV Grün)

Geld nachhaltig anlegen? – Videokolumne von Vivien Timmler (SZ)

Bad Banks: Was machen Banken eigentlich mit unserem Geld? (PULS Reportage)

Ethische Banken: Was können sie und wie fair sind sie wirklich? (PULS Reportage)

Podcast-Folgen

Grüne Banken – KirKoKo, Der Nachhaltigkeitspodcast

Dein Geld, dein Impact: So geht nachhaltiges Banking – dont waste, be happy

Green Banking: Toward A Regenerative Economy – EcoJustice Radio

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Beitragsbild: Micheile Henderson auf Unsplash
Banner: Jonathan Dehn
Bild im Artikel: Frank Albrecht auf Unsplash

Bachtage digital

Bachtage digital

Dass Veranstaltungen verschoben werden müssen oder digital stattfinden, ist in der aktuellen Zeit schon fast zur Normalität geworden. Nun ist auch die alljährliche Greifswalder Bachwoche, die eigentlich vom 8. bis 14. Juni zum 74. Mal stattfinden sollte, von Corona-bedingten Änderungen betroffen. Die großen Konzerte im Rahmen des geplanten Programms „paradiesisch“ wurden ins nächste Jahr verschoben. Doch ganz soll nicht auf die Freuden der Bachtage verzichten werden müssen. Unter dem Motto „Dennoch…“ werden einige Programmpunkte in verkürzter Form an diesem Wochenende online stattfinden.

Auf der Webseite der Greifswalder Bachwoche ist es ab morgen, Samstag dem 13. Juni, ab 14 Uhr möglich, eine Bachwochen-typische Folge von Konzerten anzusehen. Im Greifswalder Dom, in der Marienkirche und in der Aula der Universität sind dazu extra Konzert-Videos produziert worden – von der Clavichordmusik bis zu „Bach zur Nacht“. Einen kleinen Vorgeschmack dafür, wie Bachs Musik digital genossen werden kann, gibt bereits die audiovisuelle Einladung zur “74. Bachwoche – digital”.

Eine begrenzte Anzahl an Personen kann schließlich den Festgottesdienst an diesem Sonntag um 10 Uhr im Greifswalder Dom auch vor Ort miterleben. 200 Gäste können im Dom teilnehmen und weitere 150 Gäste per Videoleinwand auf der Domwiese. Da das Gesundheitsamt eine Liste über die Teilnehmenden führen muss, bitten die Veranstaltenden um eine Voranmeldung per E-Mail.

Auch wenn die Bachwoche eigentlich von dem Zusammenkommen und der gemeinsamen Begeisterung für die Musik von Johann Sebastian Bach lebt, wurde so eine gute Lösung gefunden: Eine schöne Möglichkeit für jeden von uns einfach und ortsunabhängig an dieser Veranstaltung teilzunehmen und von Zuhause ein bisschen Kultur zu erleben, die uns zur Zeit doch ein wenig fehlt.

Weitere Informationen, das Programmheft und die Konzert-Videos findet ihr auf www.greifswalder-bachwoche.de.

Beitragsbilder: Pressefotos zur 74. Greifswalder Bachwoche

Erster Online-Hochschulinformationstag

Erster Online-Hochschulinformationstag

„Studieren ist nicht abgesagt“, so kündigt Prof. Dr. Steffen Fleßa, Prorektor für Studium und Lehre, den ersten digitalen Hochschulinformationstag der Universität Greifswald an. Bedingt durch die Corona-Pandemie findet der Infotag für alle Studieninteressierten, Eltern und Lehrer*innen am Donnerstag, dem 28. Mai, als Online-Erlebnis statt – kostenlos und ortsunabhängig.

In virtuellen Hörsälen finden in der Zeit von 14 bis 18 Uhr verschiedene Online-Veranstaltungen statt. Außerdem wird es in dieser Zeit möglich sein, sich an virtuellen Informationsständen per Live-Chat mit Studierenden, der Zentralen Studienberatung, dem International Office, Fachstudienberater*innen, Dozent*innen sowie Professor*innen auszutauschen. Am Informationsstand sowie in der Networking-Lounge des virtuellen Foyers können Besucher*innen außerdem allgemeine Fragen rund um das Studium an der Universität Greifswald stellen.

Das komplette Programmheft könnt ihr hier einsehen.

Interessierte können sich im Rahmen des Online-Events über die verschiedenen Studienangebote der Uni informieren. Auch neue Angebote, die im Wintersemester 20/21 starten, werden vorgestellt: Darunter sind Studiengänge wie „Grundschullehramt“, der Doppelmaster „Sprache & Kommunikation: International“ oder der Masterstudiengang „Theological Studies“.

Das Wichtigste auf einen Blick:

Was? – Hochschulinformationstag der Universität Greifswald – ONLINE!
Wann? – Donnerstag, 28. Mai 2020, von 14 bis 18 Uhr
Wer? – Für alle Studieninteressierten, Eltern und Lehrer*innen zum Austausch mit Studierenden, der Zentralen Studienberatung, dem International Office, Fachstudienberater*innen, Dozent*innen und Professor*innen
Wie? – Nach Anmeldung über www.uni-greifswald.de/hochschulinformationstage. Die Anmeldung ist bis zum Ende der Veranstaltung jederzeit möglich.

Im nächsten Jahr sollen die Hochschultage wieder vor Ort vom 27. bis 29. Mai stattfinden.

Beitragsbild: Motiv Hochschulinfotage – Gestaltung: GRAFfisch, Universität Greifswald

Sprachenzentrum – neuer Name für das FMZ

Sprachenzentrum – neuer Name für das FMZ

Zum Start des Sommersemesters 2020 erhält das Fremdsprachen- und Medienzentrum (FMZ) der Universität einen neuen Namen: Sprachenzentrum. Wieso die Umbenennung erfolgte und wie das Angebot nun aussieht, lest ihr hier.

Nachdem im letzten Wintersemester das neue Sprachenportal online ging, wurde nun auch die Umbenennung des Fremdsprachen- und Medienzentrums (FMZ) in Sprachenzentrum beschlossen und umgesetzt. Die Entscheidung zur Umbenennung wurde aus verschiedenen Gründen getroffen. Primär wirkt der neue Name durch die Vereinfachung griffiger. Darüber hinaus soll er vor allem das Angebot des Sprachenzentrums besser widerspiegeln, da die Kursauswahl sich mittlerweile nicht nur auf Fremdsprachen beschränkt. So können auch allgemeine Sprachkompentenzen in den Kursen Rhetorik und Schriftkompentenz erworben werden.

Außerdem trifft der Medienbegriff nicht mehr die ursprüngliche Bedeutung, nicht zuletzt da er heutzutage ständiger Veränderung unterliegt. Das Fremdsprachen- und Medienzentrum wurde unter diesem Namen bereits 1997 gegründet. Die Bedeutung beruhte damals noch auf den computergestützten Medienzugangspunkten wie dem PC-Pool oder dem Selbstlernzentrum im Audimax, welches 2002 eröffnet wurde. Anlässlich der Namensänderung erhielt der webmoritz. bereits einen kleinen Einblick in die Geschichte des Sprachenzentrums, die bis ins Jahr 1911 zurückgeht. Ein paar wichtige Stationen sind hier für euch zusammengefasst.

Letztlich ist wichtig, dass sich zum Sommersemester ausschließlich der Name ändert. Alle bisherigen Angebote aus dem letztem Semester bleiben bestehen. So bietet das Sprachenzentrum weiterhin Sprachkurse in Arabisch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch, Russisch, Schwedisch und Japanisch an, außerdem Englischkurse für wissenschaftliches und nicht-wissenschaftliches Personal und Kurse in Rhetorik und Schriftkompetenz. Auch der PC-Pool und andere Selbstlernprogramme und -möglichkeiten sind weiterhin Angebote des Sprachenzentrums. Auf dem Sprachenportal findet ihr alle an der Universität angebotenen Sprachkurse, auch von anderen Instituten und Fakultäten.

Zum digitalen Start der Sommersemesters am 20. April, beginnen nun auch die Sprachkurse online. Die Einschreibung ist noch bis zum 3. Mai möglich. Die jeweiligen Informationen erhaltet ihr von den Kursleitenden. Zudem gibt es eine E-Mail-Adresse für allgemeine Anliegen. Da nach einer Übergangsphase auch die Abkürzung FMZ abgelegt wird, lautet diese nun sprachenzentrum@uni-greifswald.de. Aktuelle Informationen gibt es stets auf der Webseite des Sprachenzentrums, ebenfalls unter neuer URL: sprachenzentrum.uni-greifswald.de.

Beitragsbild: Universität Greifswald, Sprachenzentrum (Ausschnitt aus Grafik)
Zeitstrahl im Text: Amely Schmidtke

advents.kalender 2019: 13. Türchen – Weihnachtsfilme

advents.kalender 2019: 13. Türchen – Weihnachtsfilme

Es weihnachtet sehr, auch in Greifswald – und besonders bei den moritz.medien. Mit dem advents.kalender geben wir Euch weihnachtliche Tipps, Tricks, Erfahrungsberichte, Rezepte uvm. für die Adventszeit. Öffnet jeden Tag ein Beitrags-“Türchen”! Im heutigen Türchen: Festliche Filmempfehlungen.

Schon im letzten Jahr wurden euch im advents.kalender fünf Filme vorgestellt, die euch garantiert in festliche Stimmung versetzen. Und auch in diesem Jahr laufen Weihnachtsklassiker wie Kevin Allein zu Haus oder Drei Haselnüsse für Aschenbrödel wieder im TV rauf und runter. Auch Netflix und Co. haben ihr Angebot an Weihnachtsfilmen aufgestockt. Damit ihr wisst, was ihr da so alles anschauen könnt, stelle ich euch nun weitere fünf Filme vor, die es auf meine weihnachtliche Must-Watch-Liste geschafft haben.

Ist das Leben nicht schön (It’s a Wonderful Life), 1946

Der mittlerweile über 70 Jahre alte Film ist noch immer einer der beliebtesten zur Weihnachtszeit. Er handelt vom Leben von George Bailey, gespielt von James Stewart, der eine harte Zeit durchlebt. Doch der Weihnachtsengel Clarence kommt zur Hilfe, um wieder Freude in George’s Leben zu bringen. Auch wenn der Film teilweise düster und schwer wirkt, bringt das Ende voller Lebensfreude und Familienglück die Festtagsstimmung ins Haus. Definitiv ein Weihnachtsklassiker, den man besser zuhause mit den Liebsten guckt, um kein Heimweh zu bekommen.

Im TV läuft der Film auf dem österreichischen Privat-Sender Servus TV am 24.12. um 22.45 Uhr sowie am 25.12. um 8.15 Uhr. Außerdem könnt ihr ihn auf Amazon und iTunes kaufen.

Schöne Bescherung oder Hilfe, es weihnachtet sehr (National Lampoon’s Christmas Vacation), 1989

Auch dieser Klassiker gehört zu den etwas älteren Weihnachtsfilmen und ist doch über 40 Jahre jünger als Ist das Leben nicht schön. Man kann im Film sogar Anspielungen auf den älteren Weihnachtsklassiker entdecken. Doch ansonsten ist der Film ein ganz anderer. Er dreht sich um das konfuse Weihnachtsfest der Familie Griswold. Clark (Chevy Chase) und Ellen Griswold (Beverly D’Angelo) wollen mit ihren Kindern einfach nur schöne Weihnachten feiern, aber natürlich läuft alles überhaupt nicht so wie geplant. Ein leichter, komischer, kultiger Film, den man schön nach einem Weihnachtsessen, mit vollem Bauch und einem Glas Glühwein in der Hand, laufen lassen kann.

Passend dazu könnt ihr Schöne Bescherung am 24.12. um 22.25 Uhr oder am 26.12. um 13.40 Uhr auf Sat. 1 schauen. Den Film gibt es zur Zeit nicht bei Netflix, aber zum Kauf bei vielen bekannten Streaming-Anbietern.

Buddy, der Weihnachtself (Elf), 2003

Will Ferrell ist Buddy, ein von Elfen am Nordpol aufgezogener Mensch, der nach New York geht, um seinen Vater zu suchen. Das Leben dort gestaltet sich für ihn nicht gerade einfach, doch es entwickelt sich eine kitschig-schöne Geschichte. Der deutsche Titel ist im Gegensatz zum englischen Elf gewöhnungsbedürftig und allgemein schaue ich den Film lieber in der Originalfassung. Vielleicht ist dies auch ein Grund dafür, dass sich der Film in Deutschland nie wirklich als Klassiker unter den Weihnachtsfilmen durchgesetzt hat. Im englischsprachigen Raum ist er jedoch häufig in den Toplisten zu finden. Auch für mich ist es schwer, einen Film nicht zu mögen, in dem Zooey Deschanel mitspielt. 

Den Film gibt es jetzt auch bei Netflix und bei vielen weiteren Streaming-Diensten. Am 22.12. um 20.15 Uhr und am 23.12. um 15.05 Uhr läuft er auf Servus TV.

Charlie und die Schokoladenfabrik (Charlie and the Chocolate Factory), 2005

Die Geschichte von Charlie Bucket (Freddie Highmore), der zusammen mit seinen Eltern und Großeltern in ärmlichen Verhältnissen lebt, und durch ein goldenes Los die geheimnisvolle Schokoladenfabrik von Willy Wonka (Johnny Depp) besuchen darf, zählt vielleicht nicht zu den klassischen Weihnachtsfilmen. Doch der Film spielt in der Winterzeit und dreht sich um Süßigkeiten, Schokolade und wundersame Ereignisse. Die Geschichte und ihre Charaktere sind vollkommen skurril, aber anders erwartet man es auch nicht von Tim Burton, der die auf dem 1964 erschienenen Kinderbuch von Roald Dahl basierende Geschichte verfilmte. Zugegeben, einer meiner Lieblingsfilme zur Weihnachtszeit.

So ziemlich alle Streaming-Dienste haben diesen Film im Angebot. Im Fernsehen läuft er leider nicht mehr über die Feiertage.

Weihnachten mit Astrid Lindgren, um 1968

Viele von uns sind in der Kindheit wahrscheinlich irgendwo den Geschichten von Astrid Lindgren begegnet. Was gibt es also Besseres, als Weihnachten mit Pippi, Michel und Co. zu verbringen, um das Kind in sich wiederzuentdecken. Es gibt zahlreiche DVDs unter dem Namen Weihnachten mit Astrid Lindgren, die die Weihnachts- und Winterabenteuer der kleinen Helden zeigen. Einzelne Folgen, wie Pippi und das Weihnachtsfest, kann man sogar auch hier auf Youtube schauen.

Ansonsten ist es auch möglich, die Staffeln bei Amazon und iTunes zu kaufen. Auf ZDF laufen die weihnachtlichen Folgen von Pippi Langstrumpf meist am Morgen des 24. Dezember.

Beitragsbild: Till Junker
bearbeitet von: Anne Frieda Müller