Screenshot Internetseite CDFGreifswald ist die Geburtsstadt eines der berühmtesten Maler der Romantik: Caspar David Friedrich. Eine neue Internetseite namens www.caspar-david-friedrich-greifswald.de trägt nun alle Informationen über Einrichtungen und Orte, die sich mit Friedrich befassen, zusammen.

Wer die Seite aufruft, sieht im Hintergrund ein großes Porträt des Künstlers. Fünf zentrale Rubriken sollen den Nutzer zu den Informationen lotsen: Kennenlernen, Sehen, Bewahren, Erleben und Entdecken. Je nach Menüpunkt erscheint ein anderes Hintergrundbild und Schlagworte, welche Inhalte hier zu erwarten sind. Interessiert man sich nun beispielsweise für Orte Friedrichs, findet man unter „Sehen“ etwas über den Dom Nikolai oder zur Klosterruine Eldena. Biografie und künstlerischer Werdegang des 1774 geborenen Malers lassen sich ebenso aufrufen wie eine Übersicht zu aktuellen Veranstaltungen. Auch eine Karte zum Bilderweg und Exkursionen stehen zur Verfügung. Das Layout ist modern und klar strukturiert, insgesamt scheint die Seite einen benutzerfreundlichen Eindruck zu machen. Ob sie ein Erfolg wird, muss sich allerdings noch zeigen.

Auf eine hohe Resonanz hofft zumindest Oberbürgermeister Dr. Arthur König (CDU). „Diese neue Internetseite ist ein weiterer großer Schritt um Greifswald als Geburtsstadt und Wirkungsort Caspar David Friedrichs stärker bekannt zu machen und mehr kulturinteressierte Touristen nach Greifswald zu locken“, äußerte er am Montag bei  einer Pressekonferenz im Rathaus. Seit Montagmittag 12 Uhr ist die Seite online, kurz vor Beginn der Internationalen Tourismusbörse ITB in Berlin also. „Viele Einrichtungen befassen sich auf unterschiedlichste Weise mit Friedrich. Diese vielfältigen Aktivitäten darzustellen, war unser Ziel“, fasst Kulturamtsleiterin Anett Hauswald den Anspruch zusammen. Bis die Seite allerdings auch von Suchmaschinen gefunden wird, dauere es wohl noch etwas, meinte Thomas Massow vom Greifswalder Grafik-Büro „Progress4“. Sie haben die Internetseite, die sich auch Smartphones anpasst, entwickelt.

Oberbürgermeister Dr. Arthur König lässt sich von Grafiker Thomas Massow die Internetseite zeigen.

Oberbürgermeister Dr. Arthur König lässt sich von Grafiker Thomas Massow die Internetseite zeigen.

OB König sieht CDFI nicht gefährdet

Beteiligt am Projekt waren außerdem das städtischen Kulturamt, der Stadtmarketingverein, das Pommersche Landesmuseum und das Casper-David-Friedrich-Institut (CDFI) der Universiät. Am CDFI wird Prof. Ulrich Puritz mit Ende des Semesters in den Ruhestand gehen. Weil seine Stelle nicht neu besetzt werden soll, gab es zuletzt vielfältigen Protest, insbesondere von Kunststudenten. Denn so bleiben nur zwei Professuren übrig.“Die Lage am CDFI ist schwierig, ich sehe das Institut aber nicht gefährdet, was mir auch von der Universität versichert wurde“, äußerte sich König zur angespannten Lage. „Wir müssen schauen, ob es andere Möglichkeiten gibt. Die muss aber primär die Universität aufzeigen“, fügte er hinzu und erwähnte Gespräche mit Vertretern der Studierendenschaft, die fortgeführt und erweitert werden sollen.

 

Artikelbild: Screenshot Homepage; Foto: David Vössing