Kurz vor Weihnachten führten die moritz-Medien ein Interview mit Jan Steyer von der Initiative „Uni ohne Arndt“ und Marco Wagner von der Arndt AG Greifswald. Ein Auszug des Gesprächs erschien Anfang Januar im moritz-Magazin, MoritzTV hat ebenfalls einen Teil des Interviews veröffentlicht. Das Video findet ihr weiter unten.

Uns ging es dabei insbeondere um den stattfindenden hochschulpolitischen Prozess rund um die Urabstimmung und die anstehende Senatsentscheidung. Das Gespräch führten Alexander Müller, Daniel Focke und Carsten Schönebeck.

webMoritz: Im Januar steht die erste Urabstimmung in der Geschichte der Universität Greifswald an. Was ist von euch noch an Aktionen geplant um die Massen zu mobilisieren?

Jan Steyer: Wir wollen den Namen Ernst-Moritz-Arndt-Universität abschaffen, haben daher bis zur Urabstimmung vor, mit Infoständen die Menschen zu informieren. Kurz vor der Abstimmung wird es auch einige Plakataktionen geben. Momentan arbeiten wir gemeinsam mit der Pro-Arndt-AG an einer Zeitung, die Argumenten für und gegen Arndt beinhalten soll. Außerdem wird es noch einige verbale Zusammentreffen der beiden AGs, wie kürzlich beim Debattierclub, geben.

Marco Wagner: Solche Informationsaktionen planen wir natürlich auch. Auch nach der Urabstimmung wird es noch weiter Veranstaltungen geben. Das Thema ist dann ja noch nicht erledigt, am Ende entscheidet ja der Senat. Unter anderem wird es ja noch eine zweite Anhörung geben, bei der auch die Greifswalder Bevölkerung eingeladen wird.

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v.l.n.r. Daniel Focke, Jan Steyer, Marco Wagner, Alexander Müller, Carsten Schönebeck

webMoritz: Warum betreibt ihr überhaupt so einen großen Aufwand, um eine letztendlich rein symbolische Abstimmung?

Marco Wagner: So symbolisch ist die Urabstimmung gar nicht. Die Vollversammlung im Sommer, bei der die Studierendenschaft den Namen abgelegt hat, hatte so große Signalwirkung, dass der Senat eine eigene Kommission zur Namensfrage eingesetzt hat. Genauso hoffen wir, dass die Urabstimmung entsprechend Druck auf den Senat ausüben wird, so dass diese entsprechend für oder gegen den Namen entscheidet. Die Urabstimmung ist also bei Weitem nicht bedeutungslos.

Jan Steyer: Und das Interesse ist ja auch da! 1200 Studierende waren auf der letzten Vollversammlung, davon haben 95 Prozent für den Antrag auf eine Umbenennung gestimmt. Wir merken bei unseren Veranstaltungen und auf unserer Website und dem webMoritz wie viel Rücklauf wir haben. Jetzt wollen wir noch diejenigen erreichen, die sich noch nie mit Arndt beschäftigt haben, an denen das Thema bisher vorbeiging . Auch jene sollen erkennen, wie wichtig es ist, an der Abstimmung teilzunehmen. Das kostet keine große Zeit.

webMoritz: Mit welcher Wahlbeteiligung rechnet ihr?

Jan Steyer: Bei der letzten StuPa-Wahl am Anfang diesen Jahres sind 1500 Studierende zur Wahl gegangen. Wenn wir diese Zahl knacken und nochmals um 600 Stimmen erhöhen können, haben wir schon viel erreicht. Wir peilen die 20-Prozent-Marke an, alles darüber ist super. Dann stellt sich natürlich die Frage, wie das Votum ausgeht. Da sind wir sehr optimistisch, da die Argumente für Arndt äußerst schwach sind und die gegen Arndt wesentlich schwerer wiegen. Wir wollen, dass mindestens 60% der Studenten gegen den Namen stimmen.

Marco Wagner: So schwach schätze ich die Argumente für Arndt nicht ein. Wobei die Argumente für eine Ablegung des Namens natürlich einiges Gewicht haben.

webMoritz: Was ist mit den restlichen 80 Prozent? Interessiert sie der Namenspatron der Universität nicht?

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Marco Wagner von der Arndt AG

Marco Wagner: Ich denke, das ist eher ein generelles Problem der Studierenden, wenn es um Politik geht. Bei der StuPa-Wahl haben wir ja genau das gleiche Problem.Viele denken, das bringt sowieso alles nichts, am Ende entscheidet eh das Rektorat oder der Senat. Sicherlich gibt es auch einige die das Thema nicht interessiert. Aber durch das Zusammenfallen von StuPa-Wahl und Urabstimmung hoffen wir, dass die Wahlen einiges an Attraktivität gewinnen.

Jan Steyer: Im Gegensatz zu einer Bundestagswahl sind die Auswirkungen einer Abstimmung auf der Universitätsebene sehr gering. Dadurch kriegen viele gar nichts von den Wahlen mit. Da kämpfen das Studierendenparlament, der Allgemeine Studierendenausschuss und auch wir gegen an. Daher können wir nur appellieren, geht zur Wahl, gebt eure Stimme ab, denn was dort im Januar entschieden wird, betrifft noch Generationen von Studierenden nach uns!

webMoritz: Am Ende ist es ja der Senat, der über eine Namensablegung entscheidet. Dessen Entscheidung beruht auf der Empfehlung der eingesetzten Namenskommission. Glaubt ihr wirklich, dass eine Urabstimmung unter Beteiligung von einem Fünftel aller Studierenden auf diese Gremien großen Druck ausüben kann?

Jan Steyer: Ich bin schon der Meinung, dass so Druck erzeugt wird, weil es die Diskussion am Leben erhält. Auf diese Weise wird das Thema nicht irgendwo am Rande behandelt, sondern viele müssen sich einen Kopf über ihre eigene Position machen. Wir müssen dem Senat ganz klar sagen: Wir wollen mitentscheiden. Daher müssen wir alle Mittel, die es gibt, nutzen. Eine Urabstimmung ist etwas völlig Neues in der Geschichte unserer Uni. Das hat es nie gegeben, das hat bisher noch keiner ausprobiert. Wir wollen beweisen, dass die große Beteiligung an der letzten Vollversammlung keine Eintagsfliege war, sondern dass wir in den letzten Monaten auch Leute wachgerüttelt haben, die sich jetzt mit dem Thema Arndt beschäftigen.

Marco Wagner: Der Druck wird dadurch erhöht, wenn viele Menschen zur Urabstimmung gehen. Je mehr desto besser. Wenn es uns nicht gelingt die Wahlbeteiligung zu steigern, ist natürlich wirklich fraglich wie sehr sich der Senat beeinflussen lässt. Das kann ich nicht einschätzen. Ich hoffe aber, dass wir die 20 Prozent knacken können und dann ist das sicher ein Zeichen.

webMoritz: Wie bewertet ihr die Namenskommission des Senats?

Jan Steyer: Uni-ohne-Arndt sieht die Kommissionsbesetzung sehr kritisch. Die Positionen pro Arndt sind in der Kommission klar in der Mehrheit. Die wollen das Problem aussitzen. Wir werden uns das Ergebnis genau ansehen und werden gucken, ob sich differenziert mit der Thematik auseinander gesetzt wurde oder ob nur die Positionen vertreten werden, mit denen man in die Kommission reingegangen ist. Wenn das so sein sollte, hätten wir uns die Kommission auch sparen können! Wir wünschen uns jedenfalls ein anderes Ergebnis, als den Text zu Arndt auf der Uni-Homepage. Denn der ist wirklich grottig. Deswegen will auch kein Autor seinen Namen drunter setzen.

Marco Wagner: Wir sehen das etwas anders. Ich glaube nicht, dass man bei allen Mitgliedern der Kommission einschätzen kann, wer dafür oder dagegen ist. Aber das die Komission so einseitig ist, glaube ich nicht. Bei den wenigsten ist das wirklich bekannt. Ich glaube aber auch, dass wenn man für Arndt ist, man trotzdem eine gute und seriöse Arbeit abgeben kann. Ich glaube kaum, dass diese Wissenschaftler den Antisemitismusaspekt ignorieren und Arndt als den größten Helden feiern werden. Das wäre sehr merkwürdig.

Jan Steyer: Aber wir sehen doch an dem Text auf der Homepage, dass die Wörter Antisemitismus und Rassismus darin überhaupt nicht vorkommen. Stattdessen wird von Vorurteilen und latenter Judenfeindlichkeit gesprochen. Wenn die Stellungnahme der Kommission genauso aussehen sollte, hätten wir uns die Kommission sparen können.

webMoritz: Was macht ihr eigentlich, wenn der Senat genau das Gegenteil vom dem beschließt, was ihr jeweils wollt?

Marco Wagner: Das ist eine gute Frage. Letztlich ist das eine Entscheidung des Senats, da können wir dann höchstens noch entsprechende Protestbriefe an den Senat schreiben. Wir würden unser Informationsangebot weiter aufrecht erhalten und darüber informieren, dass die Uni den Namen einmal getragen hat und welche Position wir damals hatten. Das ist natürlich nicht, dass wir wollen, aber wenn der Senat das entscheidet sehe ich wenige Möglichkeiten da noch etwas zu machen.

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Jan Steyer von Uni ohne Arndt

Jan Steyer: Wir haben ein klares Votum der Studierendenschaft hinter uns. Entsprechend sehen wir uns auch gebunden daran und werden unsere Initiative auch weiterführen. Selbst wenn es im Senat eine Mehrheit geben sollte, die für die Beibehaltung des Namens ist. Das Thema kann nicht einfach weggeschoben werden, wir, die Studierenden, dürfen uns nicht einfach abbügeln lassen!

webMoritz: Was macht denn überhaupt einen guten Namenspatron aus?

Jan Steyer: Ein guter Namenspatron sollte eine Vorbildfunktion haben. Er sollte auch im Hier und Jetzt für die Studierenden und Lehrenden die Möglichkeit bieten, sich an ihm zu orientieren. Das ist bei Arndt nicht gegeben, der war Zeit seines Lebens rückwärts gewandt. Wir brauchen jemanden, der uns in die Zukunft blicken lässt.

Marco Wagner: Wir sind auch der Meinung, dass ein Namenspatron ein Vorbild sein muss. Aber es darf nicht in einer göttergleichen Götzenverehrung enden. Es gibt niemanden der generell nur Gutes geleistet hat.

webMoritz: Darf man denn bei der Beurteilung eines Menschen eine simple Plus-Minus-Rechnung aufmachen? Oder gibt es Dinge, die, wenn sie einmal in der Welt sind, so schwer wiegen, dass sie nicht wieder wettzumachen sind?

Marco Wagner: Die Frage ist, wie man mit solchen Sachen umgeht. Wir müssen die positiven Aspekte Arndts ehren, wie beispielsweise seinen Einsatz für die Abschaffung der Leibeigenschaft, dürfen aber die negativen Aspekte nicht vergessen. Wir müssen uns auch mit seinem Negativwerk auseinandersetzen und dieses auch als Mahnung sehen.

Jan Steyer: Wir haben mit unserer Internetseite ja versucht zu zeigen, was die positiven Aspekte Arndts sind. Die sind sehr gering und, was den wissenschaftlichen Bereich angeht, kaum da. Man muss aber den ganzen Arndt sehen. Man kann ihm nicht einfach drei Haare rausreißen und sagen: Guck mal, hier setzt sich Arndt für den deutschen Wald ein und das ist jetzt repräsentativ. Arndt hat Zeit seines Lebens gegen Frankreich und gegen die Juden gehetzt und das ist entscheidend.

webMoritz: Wie steht es eigentlich um die Außenwirkung des Namenspatrons? Schadet der Streit um Arndt der Universität, wenn es so viele negative Schlagzeilen gibt?

Marco Wagner: Nicht der Streit selber schadet, sondern dass immer auf dem Antisemitismus und dem Rassismus rumgeritten wird. Es gab jede Menge Leute im 19. Jahrhundert, die rassistisch gedacht haben und heute verehrt werden. Sollen wir jetzt aufhören Kant zu ehren? Die Einseitigkeit der Diskussion schadet der Außenwirkung am meisten.

webMoritz: Woran genau liegt denn die Einseitigkeit der Debatte?

Marco Wagner: Rassismus und Antisemitismus liefern einfach die besseren Schlagzeilen. Das zieht mehr, als wenn man den Leuten mit der Bauernbefreiung kommt.

webMoritz: Warum wird die Debatte so erbittert geführt und warum so sehr auf persönlichem Niveau?

Marco Wagner: Das hängt damit zusammen, dass viele mit der Art und Weise wie die letzte Vollversammlung abgelaufen ist, nicht einverstanden waren. Diese Leute schlussfolgern dann daraus, dass Uni-ohne-Arndt immer so vorgeht, wie damals. Und ich muss ihnen da teilweise recht geben. Ich habe oft den Eindruck dass Uni-ohne-Arndt sich nicht sehr intensiv mit dem Texten auseinandersetzen will.

webMoritz: Fehlt es der Pro-Arndt-AG an eigenen Argumenten, so dass sie sich jetzt auf die Schwächen der Gegner stürzen muss?

Marco Wagner: Nein, unsere AG tut das überhaupt nicht. Wir haben relativ viel vorgebracht, wie man auch auf unserer Homepage nachlesen kann. Da brauchen wir uns nicht auf unsere Gegner stürzen.

Jan Steyer: Ich finde man hat gerade bei der Veranstaltung im Debattierclub vor ein paar Wochen gesehen, wie sehr einige Leute einfach nur mal Dampf ablassen wollen. Man konnte an den Redebeiträgen sehr gut merken, wie viel angestaute Wut auch gegen Sebastian Jabbusch immer dabei ist. Wir haben versucht, im Nachhinein noch einmal auf die Redebeiträge des Abends auf unserer Homepage einzugehen. Denn es waren einige neue Aspekte dabei, an die noch keiner gedacht hat. Kritik ist immer berechtigt, aber sie sollte sachlich sein.

webMoritz: Warum hat sich Pro-Arndt eigentlich so spät gegründet? Ist sie die typische parteipolitische Reaktion, dass wenn von links ein guter Vorschlag kommt von mitte-rechts gegengesteuert wird?

Marco Wagner: Nein, unsere AG ist eine Folgeerscheinung der Vollversammlung. Wir haben vorher nicht gewusst, was da auf uns zukommt. Es gab nicht wenige, die die Art und Weise der Vollversammlung als gezielte Demagogie betrachteten. Aus dieser Konsequenz sagten wir uns dann, jetzt müssen wir wirklich was machen und gegensteuern. Schließlich sind in unserer AG nicht nur RCDS-Mitglieder.

Jan Steyer: Ich finde es ganz gut, dass es eine Pro-Arndt Gruppe gibt, auch wenn sie vom RCDS unterstützt ist. Denn so gibt es Leute, die sich vom rechtsextremen Rand abgrenzen, der ja auch Arndt für sich beansprucht. So belegen sie eine Position, die sonst das rechtsextreme Lager beansprucht hätte.

webMoritz: Gibt es schon Ideen seitens Uni-ohne-Arndt für einen neuen Namen?

Jan Steyer: Wir wollen den Namen abschaffen. Was dann passiert, muss in einem größeren Rahmen geschehen. Das würden wir auch nicht vorgeben wollen, da sind alle gefordert. Eine gute Möglichkeit wäre, eine Art Wettbewerb um einen neuen Namen zu veranstalten. Es ist aber müßig, sich über künftige Namenspatrone zu unterhalten, solange der alte noch nicht weg ist.

webMoritz: Wenn ihr in der jeweils anderen Initiative wäret, was würdet ihr besser machen?

Marco Wagner: Ich würde mehr die Pro-Argumentation miteinbeziehen. Außerdem würde ich mich weniger auf Professoren, als vielmehr auf Arndts Werke selber beziehen.

Jan Steyer: Wenn ich in der Pro-Arndt-AG wäre, würde ich die Abgrenzung gegenüber den extrem Rechten weiter ausbauen. Da ist Pro-Arndt bisher viel zu weich und ausweichend. Ich würde viel mehr betonen: wenn ihr für Arndt und seinen Antisemitismus seid, dann habt ihr mit uns nichts zu schaffen! Und ich würde dafür sorgen, dass die AG endlich mal loskommt vom RCDS. Ich würde die AG öffnen und aufhören, da eine hochschulpolitische Geschichte kurz vor der StuPa-Wahl draus zu machen.

webMoritz: Vielen Dank für das Gespräch.

Fotos:

Interview – Patrice Wangen

Startseite – Ullrich Kötter

Kommentare

  1. Dariux    

    http://www.sueddeutsche.de/,tt8m1/jobkarriere/313… Die Urabstimmung wird in der sueddeutschen thematisiert.

  2. Buerger    

    Man stelle sich mal vor, die Martin Luther Universität in Halle würde ihren Namen ablegen, weil Martin Luther als bekennender Christ heftigst gegen die islamischen Völker gehetzt hat. Trotzdem studieren, gemäß einer mir als sicher bekannten Quelle, jede Menge islamische Studenten in Halle. Genauso verhält es sich mit dem "Franzosenhass" von Arndt. Alle Welt lacht sich tot über uns, dass wir uns in ihrem Namen mit so albernen Fragen herumschlagen, obwohl sie sich gar nicht dafür interessieren und wegen der Wissenschaft und dem Ruf des guten Namens gerne herkommen. Sollte Peter Madjarov jetzt wieder mit seinen schockierten französischen Freunden kommen, muss ich sagen, dass einige Deutsche auch zurecht schockiert über französische Revolutionäre oder "Reformer" sind und diese weiterhin, unbeachtet dessen in Frankreich vereehrt werden.

    1. Sebastian Jabbusch    

      Ja – auch Luther (mehr) und Goethe (sehr wenig) haben hier und da gegen die Juden gewettert. Dies ist aber nicht mit den 40 Jahren aktiver Verbreitung von Rassen- und Volkshass und Antisemitismus von Arndt vergleichbar. Außerdem: Die Vorurteile von Goethe und Luther beruhten auf dem – ebenfalls verurteilungswürdigen – Antijudaismus. Arndt hingegen vertrat bereits den biologisch-begründeten Rassismus, auf dem die Nazis später ihre fanatische Ideologie aufbauen. Sein Volkshass gegen die Franzosen zieht sich durch fast alle Werke. Ein Vergleich mit Goethe ist unangemessen! Gerade Goethe fiel wie die gesamte Weimarer Klassik dadurch auf, dass sie sich für die Gleichheit aller Menschen eingesetzt hat.

      Luther & Goethe stehen zudem für ein großartiges Lebenswerk. Arndts Hauptwerk waren eben seine politischen Schriften. Genau dort aber finden wir all den Fremdenhass, den Antisemitismus und Rassismus. Genau für diese “politischen” Schriften wurde Arndt ja durch die Nazis geehrt. Während bei Luther und Goethe sich der Antisemitismus nur vereinzelt und am Rande findet, steht Arndts Fremdenhass im Zentrum seines Werkes. Es ist ihr Kern.

    2. Sebastian Jabbusch    

      Wenn Dich unsere Worte nicht überzeugen, möchten wir Professor Dr. Thomas Stamm-Kuhlmann (Professor für Neuere Geschichte an der Universität Greifswald) zitieren. Er schrieb anno 2001 in Bezug auf die Diskussion mit Arndt:

      “Man hat gesagt, Judenfeindschaft sei ein bedauerlicher Zug, der aber auch bei anderen vorkomme, Martin Luther zum Beispiel. Man stelle sich nun vor, man könnte von Luther den Judenhass und den Hexenglauben abziehen: Dann bliebe immer noch die Reformation, die auch von Nichtprotestanten als ein Meilenstein auf dem Weg zur Gewissensfreiheit gesehen werden kann. Was aber bleibt von Arndt, wenn wir den integralen Nationalismus abziehen? Es bleiben Märchen, Kirchenlieder und eine Schrift gegen die Leibeigenschaft, die einen keineswegs originellen Teil des allgemeinen europäischen Diskurses über die Agrarreform darstellt. Würde das irgendjemanden zu einer Namensgebung einer Universität veranlassen […]?”

      siehe auch: http://www.uni-ohne-arndt.de/uniohnearndt/pro-arn

      1. deleted3158762    

        RABULISTIK- geh bloss niemals auf Argumente wie von Buerger ein… spule immer schön die Kopiervorlagen ab… hätte nicht ein einziger Link als Antwort gereicht..?

        1. ret_marut    

          Gegenfrage: Hättest Du den gelesen?
          Ich empfehle zudem, den Begriff "Rabulistik" mal in einem Wörterbuch nachzuschlagen, bevor er hier falsch benutzt wird.

    3. Z_wie_Zorro    

      Wenn sich alle Welt darüber tot lacht, frage ich mich, wieso es das Thema auf die Titelseite der Süddeutschen schafft – hmm….

      1. _LsD_    

        War es wirklich auf der Titelseite..? Das Jabbusch´se Team 🙂
        Und bevor sich einer aufregt der den Artikel nicht gelesen hat…
        "Die Studenten werden entscheiden. Zwar ist der Senat, dem eine Umbenennung obliegt, nicht an die Urabstimmung gebunden, könnte aber ein eindeutiges Votum kaum ignorieren. 60 Prozent hat sich Jabbuschs Team als Ziel gesetzt."
        kleiner Auszug 🙂

        1. ret_marut    

          60% + an Zustimmung bei einer Wahlbeteiligung von 20% +. Das ist und war immer das Ziel der Initiative Uni ohne Arndt.
          Was hast Du daran auszusetzen bzw. nicht verstanden?

    4. Peter_Madjarov    

      Wenn ich schon direkt angesprochen werde, muss ich mich auch zu Wort melden:
      Es geht nicht darum, ob es größere Probleme gibt, ob es anderen Unis auch Probleme gibt, ob die Franzosen in der Vergangenheit schlimmer waren als die Deutschen.

      Es geht um die Frage: Taugt Ernst Moritz Arndt im Jahre 2010 als Vorbild für eine ganze Universität?

      Es geht um Sensibilität gegenüber eigenem Verhalten. Das ist genau die Sensibiltät, die der RCDS vor kurzem mit einer deutschlandweiten Aktion eingefordert hat gegenüber der Verehrung von Che Guevara. Damals argumentierte der RCDS so: Auch wenn er gutes getan hat (Bekämpfung eines faschistischen Diktators) ist in seinem Lebenslauf so viel schlechtes zu finden (Kriegsverbrechen etc.), dass er nicht zur Verehrung auf Millionen T-Shirts und Plakaten taugt.
      Ich will jetzt keine Debatte über Che Guevara anfangen, aber zeigen, dass Sensibilität gegenüber dem, dessen Namen oder Bild man trägt, keineswegs linkes Gutmenschentum ist.
      Und das gilt insbesondere für den Antisemitismus. Außenminister und Vizekanzler Guido Westerwelle hat bei seinem Antrittsbesuch in Yad Vashem geschrieben: "Die Verantwortung bleibt". Antisemitismus ist eben nicht irgendwas, bei dem man mal ein Auge zudrücken kann.

  3. KnudBoysen    

    Mich würde interessieren, wie die UoA-Gruppe sich verhält, wenn eine Mehrheit bei der Urabstimmung für Arndt ist? Wird dann trotzdem weitergekämpft? Auf ein Votum des Senates wird ja anscheinend weniger Rücksicht genommen wenn ich dies hier lese:

    Jan Steyer: Wir haben ein klares Votum der Studierendenschaft hinter uns. Entsprechend sehen wir uns auch gebunden daran und werden unsere Initiative auch weiterführen. Selbst wenn es im Senat eine Mehrheit geben sollte, die für die Beibehaltung des Namens ist. Das Thema kann nicht einfach weggeschoben werden, wir, die Studierenden, dürfen uns nicht einfach abbügeln lassen!

    Wenn das Thema einfach weggeschoben wwerden sollte, so könnte ich diese Aussage tragen, aber wenn eine Entscheidung gegen Arndt aufgrund der Urabstimmung oder eines demokratischen Willensfindungsprozesses getroffen wird, dann nicht. Es sieht für mich jedenfalls so aus, als würde dann solange abgestimmt oder Politik gemacht, bis das gewünschte Ergebnis erzielt wird. Könntet ihr mir das nochmal erklären?

    1. Ja_K    

      Da die Urabstimmung lediglich ein Meinungsbild darstellt und die tatsächliche Entscheidung über die Namensablegung später im Jahr getroffen wird, ist es das gute Recht der UoA´ler ihre Initiative wie angekündigt weiter zu betreiben, sollten ihre angestrebten Ziele (20% Wahlbeteiligung und 60% Ablehnung) nicht erreicht werden. Ich bin allerdings gespannt, ob sich im Falle eines "Scheiterns" (Nichterreichens der Ziele) selbstkritisch mit den eigenen Methoden,der Propaganda und eventuell auch mit dem in der Öffentlichkeit stehenden Personal auseinander gesetzt wird. Denn seien wir mal ehrlich: Die ganze UoA-Kampagne war "sehr Jabbusch". Es gibt mit Sicherheit genügend Leute, die auf Grund persönlicher Aversionen gegen ihn auch gegen die Namensablehnung stimmen werden. Möglicherweise auch dann, wenn ihre eigene Position zu Arndt garnicht so klar entschieden ist.

      Aber das ist noch Zukunftsmusik – ich bin auf das Ergebnis der Wahl gespannt.
      PS: 20%+ Wahlbeteiligung wär prima.

      1. Sebastian Jabbusch    

        Wie schon gesagt: Die Initiative Uni ohne Arndt wird nur dann weiter machen, wenn wir auch weiterhin das Mandat und die Interessen der gesamten Studierendenschaft vertreten.

        Bisher stehen die Vollversammlungen 2007, 2008 und zuletzt 2009 mit über 1200 Studenten hinter uns.

        Die Kampagne war keinesfalls "sehr Jabbusch", auch wenn ich hier in den Kommentaren im Gegensatz zu Euch mit meinem echten Namen schreibe. Denn auch wenn wir die Namen ändern wird gegen die Menschen gehetzt. Egal ob Jan Steyer, Martin Schubert, Prof. Buchholz oder Prof. Stamm-Kuhlmann oder eben meine Wenigkeit. Allesamt werden hier persönlich fertig gemacht oder angegriffen. Als "Bolschewisten" / "Linksextreme" / "Vaterlandsverräter" / "Polemiker" / "Westprofessoren" / "Zugereiste" oder ähnliches bezeichnet.

        Die Professoren der Debatte 2001 wussten ähnliche persönliche Angriffe zu berichten.

        Ich möchte aber die Frage stellen: Was passiert wenn die Pro-Arndt AG verliert? Wird sich der RCDS dann die Frage stellen, ob er sich stärker von der rechtsextremen Szene hätte distanzieren sollen? Wird dann die Frage gestellt, ob es klug war Arndts Antisemitismus und Rassismus zu verharmlosen? Und stellt man sich der Frage, ob die Personalisierung der Debatte ausschließlich auf die Verleumdung der Person "Sebastian Jabbusch" erfolgreich war? …

        Ich bin gespannt. Eine Wahlbeteiligung von 20 % + X und eine Befürwortung der Namensablegung von 60 % + X wären prima.

        1. Buerger    

          @Sebastian: Wie bereits oben gesagt, bezog sich mein Kommentar über Luther nur auf seinen "Ruf" in den islamischen Ländern, der auch viele islamische Studenten nicht davon abhält dort zu studieren und der sie auch nicht interessiert. Ich glaube nicht dass die Martin Luther Univertsität Probleme hat sich im Ausland zu präsentieren. Gleiches gilt für Arndt und seine Ablehnung gegen die französische Fremdherrschaft und das imperialistische Streben Frankreichs zu der Zeit.

          Zur Urabstimmung: die Arndt AG wird, unabhängig vom Ergebnis der Urabstimmung, keine erneuten Abstimmungen o.ä. von den Studenten verlangen. Eine Abgrenzung von der rechtsextremen Szene hat schon immer stattgefunden und wird auch danach nicht aufhören. Extremismus in jeder Form hat an einer Universität nichts zu suchen. In diesem ganzen Diskurs ging es immer nur darum eine faire Debatte und Entscheidung bei der Urabstimmung zu ermöglichen indem die zuvor absolut einseitige Debatte erweitert wurde. Wenn sich die AG, wie du sagst und ich kann dir versichern das wird nicht passieren, nicht an das Ergebnis halten sollte (auch ein Ergebnis von euch von annähernd oder deutlich unter 60% würde zeigen, dass ihr die Studierendenschaft nicht mehr voll hinter euch habt) wäre sie wirklich so undemokratisch wie du sagst. Deshalb: Nach der Urabstimmung wird es, wenn es nach der AG geht keinen Bedarf geben für die Studenten, neu zu entscheiden. Und nochmals: In der AG sind ausschließlich Studenten, die einen freiheitlichen Staat, und einen solchen streben weder "Linksextremisten" noch "Rechtsextremisten" an, bevorzugen (mir ist bewusst, dass links und rechts als Unterscheidungsmerkmal größtenteils veraltet ist, deshalb die Anführungszeichen), warum sollte es also keine weitere Abgrenzung zu diesen Kreisen geben? Das musst du mir erklären Sebastian.

        2. ret_marut    

          "Eine Abgrenzung von der rechtsextremen Szene hat schon immer stattgefunden und wird auch danach nicht aufhören." – Komisch, daß dann Thorben Vierkant (Sprecher der Pro-Arndt AG und RCDS-Vorsitzender in Greifswald) in der Dezemberausgabe des rechtsextremen Monatsmagazins "Zuerst!" (ehemals "Nation und Europa") mit Bild und Kurzstatement auftaucht. Offenbar scheint hier zwar in Worten eine klare Distanzierung von der rechtsextremen Szene vorzuliegen, aber in Taten nicht viel zu folgen.
          Die "Zuerst!"-Ausgabe kennt ihr ja selber in der AG, und ich denke, da haben etliche von euch Thorben entsprechend zur Rede gestellt, aber es gibt doch echt zu denken, wie locker-flockig mit Journalisten eines offen rechtsextremen Magazin (die machen ja keinen Hehl aus ihrer Position*) gesprochen wird, wo dann Thorben auch noch mit Foto im vierseitigen Artikel erscheint.

          Die Uni ohne Arndt Initiative erscheint mit ihren Positionen z.B. in Spiegel online und der Süddeutschen Zeitung, während der Sprecher der Pro-Arndt AG einem bekannten Schreiberling (Günter D. Franke) aus der "Junge Freiheit" einen O-Ton für das Magazin "Zuerst!" gibt. – Und letzteres finde ich, wie wahrscheinlich Du auch, wirklich nicht in Ordnung.

          Andreas Speit in der taz zu "Zuerst!": http://www.taz.de/1/leben/medien/artikel/1/aus-de

          * "Zuerst!"-Herausgeber Günther Deschner schreibt ja selbst: "ZUERST! wird an dieser Entartung unseres politischen Systems und der Entmündigung des Volkes politischer Souverän nicht mitwirken, sich dem Konformitätsdruck des Meinungskartells nicht unterordnen und unabhängige Stimme eines unabhängigen Journalismus sein."

          In der aktuellen Ausage finden sich neben dem vierseitigen Artikel über die Uni-Umbenennung u.a. folgende Artikel (und die Texte beinhalten auch das, was als Titel draufsteht, hab das Blättchen selbst vorliegend):
          "Wie türkische Lobbygruppen in Deutschland mit Steuergeldern gegen die Bevölkerung agieren" oder "Los von Rom. Noch immer – seit nunmehr 90 Jahren – steht -Süd-Tirol unter italienischer Herrschaft. Bei einem Festumzug in Innsbruck machten die Teilnehmer ihrem Unmut darüber Luft." Am "besten" immer noch der persönliche Haßfeldzug von Manuel Ochsenreiter gegen die Amadeu-Antonio-Stiftung ("Das ZDF als Propagandist linksradikaler
          Verschwörungstheorien").

        3. Buerger    

          Hallo Jan,
          ich möchte an dieser Stelle ganz klar sagen, dass ich niemals einem Zuerst-Reporter wissentlich ein Interview gegeben habe. Die Abgrenzung zur rechten Szene habe ich bewusst betrieben und werde dies auch weiter tun. Wenn dort wirklich O-Ton und Foto von mir aufgetaucht sein sollten (wie gesagt: ich kenne die Zeitung nicht und weiß daher auch nicht um den Hintergrund deiner Anschuldigungen bzw. um den betreffenden Artikel), kann es sich nur um Zusammenschnitte aus anderen Interviews handeln oder um ein, unter Angabe des falschen Zwecks besorgtes Interview. Ich habe in meiner ganzen Zeit Interviews nur an einen Redakteur von der ddp (die auch einen Artikel veröffentlicht hat), an den NDR (jenes dürfte dir ja bekannt sein) und an einen freien Journalisten, der behauptete für den Spiegel oder den Stern ein allgemeines Meinungsbild der Studenten erforschen zu wollen. Ausdrücklich verwahre ich mich dagegen, dass die rechte Szene mich für sich instrumentalisiert. Ich habe Arndt als Bildnis für ausländerfeindliche und undemokratische Menschen zu keinem Zeitpunkt unterstützt und erkläre auch nochmal nachdrücklich, mich nicht mit diesen Menschen zu identifizieren. Jenes besagte Interview wurde entweder zusammengeschnitten oder ohne mein Wissen um den Hintergrund geführt (wobei dort zur rechtsextremen Instrumentalisierung auch ein Zusammenschneiden notwendig gewesen sein dürfte).
          Ich distanziere mich von der "Zuerst" (?) und würde mich freuen, wenn du mir für den Fall dass es wirklich so sein sollte, die Quelle zeigen könntest. Das schockiert mich nun doch gerade sehr.
          Noch eine Richtigstellung am Ende: Ich bin nicht Vorsitzender des RCDS Greifswald sondern nur Beisitzer.
          Mit freundlichen Grüßen
          Thorben Vierkant

        4. ret_marut    

          Danke für das klare Statement! Um so erschreckender, daß dieses Magazin ohne Dein Einverständnis derartiges veröffentlicht. Den Artikel habe ich Dir als pdf-Scan an die Adresse der Arndt AG geschickt, damit Du Dir selbst ein Bild davon machen kannst.

          Wahrscheinlich war es jener Herr Franke, der Dir gegenüber "behauptete für den Spiegel oder den Stern ein allgemeines Meinungsbild der Studenten erforschen zu wollen". Das ist ja eine alte Strategie aus dem Hause der "Junge Freiheit" (Franke kommt ja aus dem JF-Stall.)

        5. ret_marut    

          Noch kurz als Anmerkung, weil ich jetzt von mehreren Leuten per E-Mail angefragt wurde: Ich war tatsächlich davon ausgegangen, daß Thorben von der Veröffentlichung wußte, zumal er ja mit Foto und O-Ton in dem Magazin auftaucht.
          Daß das rechtsextreme Magazin, das offenbar unter Verschleierung ihres Hintergrundes von dem "Journalisten" durchgeführt wurde, Thorben nicht einmal über die Veröffentlichung informiert hat, ist schon ein starkes Stück und würde ich mir persönlich an Thorbens Stelle auch nicht einfach so gefallen lassen. Die Pro Arndt AG sollte sich ggf. auch überlegen, ob sie nicht auch noch eine eigene Stellungnahme gegen diesen Artikel veröffentlicht, damit auch Außenstehenden klar wird, daß die AG mit solchen Blättchen explizit nichts zu tun haben will.

        6. Z_wie_Zorro    

          Und wie hängt die ganze Sache jetzt nochmal mit dem rechtsextremen "ARNDT"- Verlag zusammen?
          Da kann man so tolle Sachen kaufen wie z.B. das "Handbuch gegen Überfremdung" oder Namenslexika, damit deutsche Eltern ihren Kindern nicht mehr versehentlich jüdisch- biblische Namen wie Sara, Ruth, Jakob oder David geben.
          "Der ARNDT-Verlag hat seinen Schwerpunkt auf "Revisionismus" gelegt. Der Verlag veröffentlicht hauptsächlich Werke, die die Kriegsschuld des 3. Reiches und die Verbrechen der Wehrmacht verharmlosen sollen. Dagegen werden "alliierte Kriegsverbrechen" gesetzt. Der ARNDT-Verlag stellt eine Zweigniederlassung der Lesen & Schenken Verlagsauslieferung und Versandgesellschaft mbH dar." (Quelle:netz-gegen-nazis.de)

        7. Ebeneezer    

          Ist diese 'spitze' Nazi-Militaria Katalogzeitung nicht auch von denen?

        8. Sebastian Jabbusch    

          Also:

          Der Geschäftsführer der ZUERST ist Dietmar Munier. Ihm gehört auch der rechte "Arndt"(!)-Verlag.

          Der Arndt-Verlag widerum wird vom Verfassungsschutz beobachtet:
          http://verfassungsschutz.de/download/SHOW/vsberic

          Zitat:

          Zu den im rechtsextremistischen Spektrum bekannteren Verlagen
          gehören der „Nation Europa Verlag“ in Coburg (Bayern), der „Grabert-Verlag“ in Tübingen (Baden-Württemberg), der „Arndt-Verlag“ in Kiel (Schleswig-Holstein) sowie die „Verlagsgesellschaft Berg“ in Inning am Ammersee (Bayern).[…]

          Der von Dietmar Munier geleitete „Arndt-Verlag“ verbreitete im „Arndt-Verlag“ Rahmen seines umfangreichen Versandangebotes auch 2008 Bücher zu kulturellen, historischen, zeitgeschichtlichen und politischen Themen sowie Kalender, Videos und Devotionalien der ehemals deutschen Ostgebiete in Schlesien und Ostpreußen. Im Rahmen der eher geringen eigenen verlegerischen Aktivitäten des Unternehmens erschien 2008 die revisionistische Publikation „Die Opfer des 20. Juli 1944. Kollateralschaden einer höheren Moral?“ von Werner Landhoff. Sie wird von diversen rechtsextremistischen Buchdiensten und Versandbuchhandlungen verbreitet und in rechtsextremistischen Zeitschriften beworben.

          Der Autor versucht, die Attentäter des 20. Juli 1944 moralisch und juristisch zu diffamieren, indem er beispielsweise den Widerstand gegen den Nationalsozialismus als Landesverrat verurteilt:

          „Bekanntlich gilt in allen Ländern der Welt seit jeher der Landesverrat als eines der schmählichsten Verbrechen, welches überall mit schwersten Strafen geahndet wird.“ (…)
          „Bei einem Teil der Widerständler vom 20. Juli kam noch erschwerend
          hinzu, daß sie mit ihren Verratshandlungen wissentlich einen Feind unterstützten, dessen Kriegsziel die Vernichtung der zu stark gewordenen europäischen Mittelmacht Deutschland war.“

        9. Buerger    

          Danke Sebastian für den Screenshot und natürlich auch Dank an dich Jan. Das Bild lässt keine Zweifel mehr zu. Das war der angeblich freie Journalist, der da vor der Mensa stand und Studenten zu ihrer Meinung befragte, mit der Behauptung, er würde diese in einer großen Zeitung wie dem Stern oder dem Spiegel, genaueres wisse er noch nicht, veröffentlichen. Ich kenne die "Zuerst" überhaupt nicht und beziehe mich mit meinen Äußerungen voll auf das, wie mir die Zeitung auf den ersten Eindruck erschienen ist und auf das was ihr mir darüber erzählt. Von dem Artikel hatte ich bis dato wirklich keine Ahnung und erst Jans Kritik an meiner "mangelnden Abgrenzung zum rechtsextremen Spektrum" hat mich aufhorchen lassen. Über eine Klage werde ich mir durchaus Gedanken machen zumal die anderen Studenten, die dort aufgeführt sind, genauso wenig davon gewusst haben dürften. Als Jurastudent habe ich zum Glück die nötigen Experten in direkter Nähe, die mich über die zu treffenden Schritte informieren können.

        10. ret_marut    

          Wäre auch meine Empfehlung. Rechtliche Schritte können durchaus Wirkung zeigen, wie ähnliche Klagen gegen "Junge Freiheit" in der Vergangenheit gezeigt haben.

        11. ret_marut    

          PS: Kommt der Journalist eigentlich aus Greifswald?

        12. Z_wie_Zorro    

          Was mich stutzen lässt: Alle O- Töne der Studierenden scheinen vor der Mensa eingefangen worden zu sein – bis auf einen. Der Student "Sandro" wurde vor einem roten Vorhang fotografiert, alle anderen sind vor der Mensa aufgenommen worden. Meines Wissens nach ist "Sandro" Mitglied in einer Burschenschaft – Markomannia bzw. Rugia (will aber auch nicht falsches sagen) – wäre ja interessant, wenn es da eine Verbindung zum Magazin "zuerst" geben würde…..

        13. ret_marut    

          Finde ich jetzt ersteinmal recht spekulativ.
          Der Autor (des "Zuerst"-Beitrags) hat sich schon ganz bewußt nur O-Töne organisiert, die ihm ins Konzept paßten. Nach dem oben dargelegten Vorgehen gehe ich davon aus, daß die dort abgelichteten Personen nicht unbedingt mit einer Veröffentlichung in dem Magazin einverstanden waren/sind.

        14. Sebastian Jabbusch    

          Das sollte man mal weiter prüfen…

          Da gibts ja die eine Studi-VZ Gruppe wo ein gewisser Sandro H. der Gründer ist…

          Zu dessen "Freunden" gehören beim schnell überfliegen…

          – Christoph Böhm (Mitglied der Markomannia – übrigens auch in der Pro-Arndt AG!)
          – Robert Krowas (Krowas war Mitglied der von mehreren NPDKadern
          geführten Greifswalder "Bürgerinitiative zur Wahrung der Grundrechte", die vom Verfassungsschutz M-V als rechtsextrem eingestuft wurde. Er sagt von sich heute, dass er aber den Absprung aus der Szene geschafft hätte).
          – Alexander Schmidt (Ehemaliger der ausländerfeindlichen Republikaner)

          Dazu zahlreiche Freunde die in aussagekräftigen Gruppen herumlungern wie "Burschenschaft Markomannia Greifswald & Freunde" oder "Nach Frankreich fahr ich nur auf Ketten"…

        15. MatthiasHuehr    

          "beim letzten Treffen der Uni ohne Arndt Gruppe und der Pro-Arndt AG hatte man noch versprochen, sich von der Neonazi-nahen Gruppe im Studi-VZ entfernt zu halten." … und warum bist du dort Mitglied?
          B)

        16. Ferdefried    

          Hihi, den Hintergrund eines Fotos heranzuziehen, um Verschwörungstheorien zu entwickeln, find ich witzig. Das ist wirklich rein spekulativ. Das gilt auch für Sebastians Gedankengänge weiter unten 🙂

        17. Z_wie_Zorro    

          Hab ja nur eine Vermutung geäußert. Sowas ist im spekulativ. Auch den Namen Sandro werden mehrere Menschen in Greifswald tragen. Aber ich finde, ein genaueres Hinsehen ist schon gerechtfertigt….

        18. Ferdefried    

          niemand hält dich davon ab

        19. Sebastian Jabbusch    

          Gute Frage ret_marut. Denn viele Infos die dort verbreitet werden, sind derbst intern. Etwa über manche Professoren und auch meine Person. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das alles ein externer Journalist erarbeitet hat.

          Ich finde die Auswahl der Studenten zudem ziemlich auffällig. Da wird zum einen "zufällig" der Vorsitzende der AG Namensgebung interviewt. Zudem "zufällig" ein Sandro, welcher mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit der Vorsitzende der Studi-VZ Gruppe "Arndt- der Name bleibt" ist, in der sich auch zahlreiche Burschenschaftler und NPD-Größen befinden…

          Wie gesagt – Thorben mag da reingelegt worden sein. Ich glaube aber, dass man ihn und andere Studenten trotzdem gezielt angesprochen hat.
          Vielleicht steht ja sogar der Sandro hinter den lokalen Recherchen?

          Auch ein Bild vom Bildungsstreik ist in der Zeitung. Auch das hat sicherlich nicht der externe Journalist gemacht, sondern jemand hier vor Ort…

          Ziemlich bitte das Ganze !

        20. ret_marut    

          Naja, ganz blöd ist so ein durchschnittlicher JF-Journalist ja auch nicht. 😉 Natürlich informiert der sich vorher, wer denn in der Stadt positiv Stellung zu Arndt bezogen hat, um gezielt diese Leute anzusprechen und in die eigene Story einzubauen. – Alles andere finde ich völlig spekulativ.

          Daher ja auch meine Frage an Thorben, ob der Redakteur aus Greifswald kommt, dann könnte mensch ihn ja mal befragen, z.B. von seiten des Webmoritz, wie es zu solchen Storys kommt und wie er zu Aspekten der journalistischen Ethik steht.

        21. Buerger    

          Der Mann hat mich ungünstigerweise beim Verlassen der Mensa "abgefangen" und mich gefragt, was ich denn von Arndt und der Diskussion halten würde. Zu dem Zeitpunkt war ich noch so sehr in Gedanken vertieft, dass ich in auch nicht nach seinem Presseausweis gefragt habe. Dementsprechend konnte ich nicht erkennen, ob er von hier kam oder von außerhalb. Er machte mir aber nicht den Eindruck eines Ortskundigen (was aber gar nichts heißen muss). Ich gebe zu, dass ich wohl ein wenig unvorsichtig war bei diesem Mann, was auch daran lag, dass ich es eilig hatte zur nächsten Veranstaltung zu kommen und nicht gerne Interviews gebe. Ich hoffe, ihr könnt mir glauben, dass ich kein Nazi bin und auch mich nicht mit solchem Gedankengut identifizieren kann. In diesem Sinne hoffe ich, dass diese Diskussion auf dem Webmoritz vorläufig vorbei ist und um Weiteres werde ich mich in den nächsten Tagen kümmern (mal sehen was sich da machen lässt). Schön wäre es natürlich, wenn sich andere betroffene Studenten bei mir melden könnten, die auch gegen die Verwendung ihres Bildes und ihrer Aussagen in diesem Zusammenhang sind, dann ließe sich das bündeln. Am besten sollten sie sich bei arndtag@gmx.de melden. Weiterhin möchte ich jeden Leser, der darauf angesprochen wird, bitten, die Richtigstellung ebenfalls zu betreiben. Auch wenn nächste Woche Wahlen sind: ich möchte doch hoffen, dass alle diejenigen, die mit meinen sonstigen Aussagen nicht zufrieden sind, trotzdem den Anstand besitzen und mich jetzt nicht deswegen öffentlich verleumden (entschuldigt den harten Begriff, er ist einfach nur juristisch korrekt, sollte jetzt noch jemand behaupten ich stünde dem Magazin politisch nahe). Danke!

        22. TimoSchoenfeldt    

          Ich möchte an dieser Stelle auch mal eine sprichwörtliche "Lanze" für Thorben brechen: Ich kenne Thorben seit meinen ersten Tagen in Greifswald und er ist auf KEINEN Fall im Nazi-Milieu zu verordnen! Auch wenn ich als Juso in politischen Diskussionen nicht immer mit Thorben als RCDSler, einer Meinung bin, so hat er nichts mit menschenverachtenden Weltbildern zutun.
          Ich denke, hier haben wir es mit einem ziemlich "dreckigen" Fall zutun, indem bestimmte Menschen für einen Artikel missbraucht worden sind.
          Auf sowas muss auch in Zukunft, besonders bei politisch-ideologischen Debatten, von allen demokratischen Hochschulgruppen geachtet werden, dass solche Machenschaften irgendwelcher "Presseleute" keine Chance mehr haben.

        23. Sebastian Jabbusch    

          Hallo Thorben,

          ich halte Deine Darstellung für glaubwürdig. Ich denke wir _alle_. sollten ein Interesse haben uns nicht gegenseitig zu verleumden. Daher gibts da von mir keine Anschuldigen – auch nicht auf uni-ohne-arndt.de oder ähnliches.

          Danke für Deine ausführliche Aufklärung hier !!

        24. Sebastian Jabbusch    

          wenn ich es sagen wollte, hätte ich es gesagt 😉
          Zur Entschuldigung der Verbindung kann ich aber sagen, dass sie sich die Zeitung nicht selbst gekauft hat, sondern, dass sie ihr geschenkt wurde.

        25. Sebastian Jabbusch    

          @ Thorben Vierkant

          Wenn das wirklich so war, wie Du schilderst, würde Dir dringend empfehlen die Zeitung "Zuerst" wegen Betrug oder ähnliches anzuzeigen.

          @ all: Wurde noch jemand von den anderen Studenten so reingelegt?

        26. Sebastian Jabbusch    

          Nur mal so:

          Der Rektor der Universität wird auch von der Zuerst-Zeitung zitiert. Ich bezweifele, dass der "wirklich" gefragt wurde… Insofern ist Thorben nicht der einzige, der da reingefallen ist.

          Scharmantes Detail: Die Neonazis verteidigen die Universität für ihren "guten Text" über Arndt auf der Homepage… Wenn sich da mal die Uni nicht von den falschen gelobt fühlt…

        27. Marco_Wagner    

          Wie Thorben bereits schrieb, hat er niemals wissentlich irgend einer nationalistischen Zeitung ein Interview gegeben.

          Ich finde es übrigens alles andere als freundlich, dass du uns verheimlichst, dass ein Artikel mit Thorben in einem rechtsextremen Blatt aufgetaucht ist.
          Von uns liest nachvollziehbarerweise niemand Zeitungen wie die JF oder die "Zuerst!". Es wäre also schön gewesen, wenn du dich mit einem von uns in Verbindung gesetzt hättest, nachdem dir das aufgefallen ist, anstatt einfach so hier mit der Tür ins Haus zu fallen.

          Ich bin immer mehr von euren Methoden, wie ihr mit eurem Meinungskontrahänten umgeht enttäuscht.

        28. Marco_Wagner    

          Zum Thema Verleumdung:
          Wer selbst im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen:

          "Was passiert wenn die Pro-Arndt AG verliert?… Und stellt man sich der Frage, ob die Personalisierung der Debatte ausschließlich auf die Verleumdung der Person "Sebastian Jabbusch" erfolgreich war?"

          Durch die Gleichsetzung der Pro-Arndt AG mit dem RCDS bezieht sich diese Frage gleichzeitig auf das Vermeintliche Verhalten der Pro-Arndt AG der "Initiative Uni-ohne-Arndt" gegenüber.
          Tatsächlich hat weder irgend ein Mitglied des RCDS, das in unserer AG aktiv ist, noch haben ich, Henning, oder wer auch immer aus unserer Initiative euch oder speziell dich verleumdet.
          Das, was du damit gemacht hast, ist üble Nachrede.

        29. Blume2000    

          Jo – deswegen werfen wir Euch auch nicht in einen Topf mit dem RCDS.

          Fakt ist aber auch:

          – Der RCDS hat die AG gegründet.
          – Der RCDS steht im Impressum der Website
          – Der RCDS stand ursprünglich auch im Impressum eurer Seite
          – Der RCDS nutzt das Thema für seinen Wahlkampf
          – In der AG gibt es meines Wissens genau zwei "Nicht-RCDS-Mitglieder", nämlich Euch zwei. Der Rest der nach Marcos Angaben ca. 10 Leute sind RCDSler…

          So zu tun als gäbe es also keine Verbindung, ist also auch falsch.

        30. Sebastian Jabbusch    

          Jo – deswegen werfen wir Euch auch nicht in einen Topf mit dem RCDS.

          Fakt ist aber auch:

          – Der RCDS hat die AG gegründet.
          – Der RCDS steht im Impressum der Website
          – Der RCDS stand ursprünglich auch im Impressum eurer Seite
          – Der RCDS nutzt das Thema für seinen Wahlkampf
          – In der AG gibt es meines Wissens genau zwei "Nicht-RCDS-Mitglieder", nämlich Euch zwei. Der Rest der nach Marcos Angaben ca. 10 Leute sind RCDSler…

          So zu tun als gäbe es also keine Verbindung, ist also auch falsch.

        31. _LsD_    

          Dann muss hier aber auch die Verflechtung zischen der Initiative Uni ohne Arndt und der Roten Hilfe Greifswald aufgeschrieben werden…
          Die Rote Hilfe wird übrigens aufgrund ihrer Aktivitäten vom Verfassungsschutz beobachtet…
          Der RCDS meines Wissens nach nicht 😉

        32. Z_wie_Zorro    

          Die Leier schon wieder. Spar dir das Gesülze doch bitte, über den VS, die Rote Hilfe usw. wurde an anderer Stelle ausführlich geschrieben. Tob dich doch bitte da aus.
          Übrigens find ich es verwunderlich, wie Leute, die sonst gern die Stasi- Keule rausholen, um politisch links orientierte Menschen zu diskreditieren, plötzlich auf einen Geheimdienst wie den VS abspritzen… Wie man es eben gerade braucht, ne?!

        33. _LsD_    

          Was heisst denn Leier..? Hat sich Uni ohne A. denn je von der linksextremen Szene distanziert..? Ich würd mich auch als eher links einordnen… Allerdings sind einige Kollegen hier soweit links, dass sie rechts wieder raus kommen 😉

        34. Sebastian Jabbusch    

          Kaum ist der Jabbusch nicht mehr gut genug als Opfer für persönliche Angriffe, nimmt man sich den nächsten vor. Könnt ihr auch noch was anderes als Eure Kommilitonen verunglimpfen?

        35. du_nicht_ich    

          … und eine dritte Sache ist es so tun, al wäre man radikal und würde in den Dunstkreis von Beobachtungen kommen, obwohl nicht mal ein kritischer Gedanke an die Auseinandersetzung mit der Staatsmacht verschwendet wird, was allerdings in der Folge die Vermutung nahe legt, selbst VS-Spitzel zu sein.

        36. du_nicht_ich    

          Was heißt hier "häh"? Vielleicht erinnerst du dich an Sebastians Rechtfertigung der Nation vor einigen Wochen in einer ähnlichen Diskussion, bei der er zum Ausdruck brachte, dass die Nationen an sich schon was gutes wären und dann das Frankreich-Beispiel brachte. Trotz mehrfacher Nachfrage in der Folgezeit beharrt er auf Positionen, die zwar mit dem Meinungsbild der Klientel der er anzugehören vorgibt nicht vereinbar sind, um so mehr mit Positionen, die die Rechtmäßigkeit von vs-Tätigkeit argumentativ stützen würden. Bei jedem Versuch eine Distanz zwischen Sebastian und den herrschenden Verhältnissen auszuloten, ging er in einer Gegenoffensive zu einer Diffamierung des Kritikers über. Egal woher sie kamen und was sie sagten, sie wurden immer mit Neonazis in einen Topf geworfen und diese Rhetorik behält er kontinuierlich bei, was aus Sicht des VS natürlich auch logisch wäre.

        37. Z_wie_Zorro    

          Also du vermutest, dass Sebastian dem Verfassungsschutz zuarbeitet – versteh ich das richtig?
          Es wird immer kruder hier!

        38. du_nicht_ich    

          @Moderator: Verleumdung unterstellt, ich hätte bewußt die Unwahrheit gesagt… Ich habe gesagt auf Grund dieser und dieser Fakten liegt ein Verdacht nahe…

        39. _LsD_    

          Wer im Glashaus sitzt hatte Marco ja weiter oben schon erwähnt 😉

        40. Sebastian Jabbusch    

          Niemand bringt die AG mit Rechtsextremen zusammen. Es sind die Rechtsextremen, die Arndt verteidigen! Das einzige was wir der AG vorwerfen ist, dass man sich nicht deutlich genug vom rechtsextremen Rand abgrenzt.

        41. Ja_K    

          Immer mit der Ruhe.
          Die einzige Aussage zu dir in meinem obigen Beitrag war die, dass du das Gesicht deiner Initiative bist. Mir ist sehr wohl bewußt, dass es innerhalb eurer Gruppe auch noch andere Positionen gibt, aber: Dein Gesicht und dein Name sind es, die im Zusammenhang mit der Arndt-Sache immer wieder auftauchen. Deine Wortmeldungen und deine Positionen stehen als allgemeine Ziele der UoA-Initiative, nicht gemäßigtere Positionen anderer Mitglieder, die sich auf den vielen Arndt-Veranstaltungen heraushören ließen. Selbstverständlich hast du nicht allein an dieser Initiative gearbeitet, aber Propaganda ist nun mal Vereinfachung. Und dir als intelligentem Menschen sollte bewußt sein, dass das nicht nur Vor- sondern auch Nachteile hat. Und einer dieser Nachteile ist es nun mal, dass sich Wähler und Wählerinnen dezidiert gegen dich (als das öffentliche Gesicht) entscheiden und weniger für Arndt entscheiden. Ums abzuschwächen: Andersrum gilt das natürlich genauso.
          Ganz harmlose Sache eigentlich und kein Grund die übliche Rechts-Paranoia aufzufahren. Dafür eignet sich mein Post nicht – genauso wenig wie du dich zum Märtyrer eignest.

        42. Sebastian Jabbusch    

          Also als Sprecher ist man natürlich immer etwas präsenter. Und die Studenten, die den webMoritz lesen (das sind ja nun längst nicht alle!), kennen mich auch hieraus.

          Ansonsten hat sich das was du oben geschrieben hast, doch deutlich von dem unterschieden was du hier schreibst.

          Ich kann nur anfügen, dass sich die Initiative regelmäßig trifft und ihre Strategie bespricht. Sie ist zudem offen für jedermann. In letzter Zeit haben zudem andere Studenten die Sprecher-Rolle zu übernehmen. Unter anderem, weil die Kritik aus der rechten Ecke nicht mehr feierlich war…

        43. Ja_K    

          Ich seh da grad keinen großen Unterschied zu oben, Post 2 war halt eine genauere Ausführung von Punkt "in der Öffentlichkeit stehendes Personal". Ich kann lediglich beschreiben, wie das Ganze von außen wirkt. Als ich im Rahmen eines Referats angefangen habe mich mit dem Thema zu beschäftigen hab ich die Initiative tatsächlich noch für dein Einzelprojekt gehalten. Hat sich dann natürlich schnell aufgeklärt, dennoch hatte ich selten den Eindruck, dass andere Mitglieder deiner Gruppe eine tragende Rolle gespielt haben. Nach der Debattierclub-Veranstaltung waren es deine Äußerungen, mit denen die Diskussion hinterher weitergeführt wurde, nicht die wesentlich weniger drastisch formulierten Aussagen von bspw Karla (die ich persönlich sehr gut fand). Natürlich wirst du jetzt antworten "Wir wollen doch das Gleiche" und damit hast du natürlich recht – aber die Art und Weise der Positionsvermittlung ist eben doch ein gutes Stück mitentscheidend, zumindest für mich.
          "Etwas präsenter" ist natürlich klar, aber teilweise hatte man wirklich den Eindruck einer One-Man-Show. Habt ihr eure Linie natürlich vorher ausdiskutiert und angeglichen, ist es logisch und auch deutlich besser nachzuvollziehen.
          Wie gesagt: ein Blick von außen, logischerweise subjektiv.

          Eine Sache noch: Ich find die Ausfälle aus der ganz rechten Ecke an eure Adresse mindestens genauso widerwärtig wie ihr selbst. Sowas gehört in keine Diskussion, sowas gehört sich nicht für aufgeklärte Menschen im 21. Jahrhundert. Dass ihr aber verbal auch nicht grad eine feine Klinge führt, sondern eher eine Breitaxt müsst ihr euch in diesem Zusammenhang vorwerfen lassen. Ein wenig mehr Souveränität und ihr hättet einiges mehr an Sympathie gewinnen können.Stattdessen schien es zwischendurch eher nach dem Motto zu gehen "Lieber einen Kritiker zuviel als rechts bezeichnet als einen zuwenig" (ist mir zum Beispiel so ergangen, im Anschluß an die Frage, ob die Intensität der Debatte bei diesem Thema nötig ist).

          Nun ist es aber mittlerweile eh egal, die Abstimmung wird zeigen ob euch der Erfolg recht gibt oder eben nicht. Ich persönlich hab diese Debatte mit Interesse verfolgt und freu mich auf die Wahl sowie auf das Ergebnis am Freitag.

          Eine schöne Woche

    2. Sebastian Jabbusch    

      Wenn sich die Mehrheit der Studierenden für Ernst Moritz Arndt ausspricht, würde die Initiative "Uni ohne Arndt" nicht mehr im Namen der Studierendenschaft sprechen. Wir würde daher sehr wahrscheinlich unsere Aktivitäten einstellen. Zur Erinnerung: Zurzeit arbeiten wir daran die Beschlüsse der Vollversammlung von Juni 2009 umzusetzen.

      Ich möchte aber auch klar die Frage stellen:

      Was machen die Arndt-Bewahrer, wenn Sie die Urabstimmung verlieren? Werden Sie endlich aufgeben? Ihr habt bereits die Vollversammlung 2007, 2008 und 2009 verloren. Fast alle Fachschaftsräte, das StuPa und der AStA haben den Namen "Ernst Moritz Arndt" abgelegt.

      Zuletzt hat die Vollversammlung im Dezember 2009 sogar einen kritischeren Text, der mit Arndts Rassismus und Antisemitismus offener umgeht gefordert.

      Wann werdet Ihr endlich einsehen, dass sich Studentengeneration für Studentengeneration gegen den Namen ausprechen?

  4. Buerger    

    Auf der vom Förderverein der Universität veranstalteten Podiumsdiskussion zwischen den beiden Initiativen hat Jan Steyer auf eine entsprechende Frage auch genau das geantwortet. Anscheinend ist das Demokratieverständnis dieser Gruppierung so, dass man solange abstimmen lässt, bis man zufrieden ist mit dem Ergebnis. Aber die Greifswalder Studenten können genau das verhindern indem sie sich klar für Arndt als Namenspatron äußern und damit eine solche Reaktion ins Lächerliche ziehen würden, sollte sie trotzdem geplant sein.

  5. Alani_Prinz    

    Das Demokratieverständnis der Greifswalder Bürger scheint dem ähnlich: Da haben nämlich die Studierenden überhaupts nichts in der Debatte zu suchen und es soll schön alles so bleiben, wies seit 1933 gewesen ist.

    Wer sich für Arndt als Namenspatron äußert, äußert sich für die Tradition in der er von Nazis und anderen gestellt worden ist. Gerade als Arndt-Freund sollte man durch ein klares "Ja" zur Ablegung hier einen klaren Bruch mit einer verhängnisvollen Tradition machen, denn sonst werden Arndt und das Dritte Reich für ewig zusammenkleben.

    1. Marco_Wagner    

      Hinter dem Namenspatron steht heute nicht mehr das Würdigungskonzept von 1933, sondern das von 1954. Wir als Arndt-Befürworter wollen ja nicht nur, dass der Name erhalten bleibt, sondern, dass auch ein neues, zeitgemäßes Würdigungskonzept dem von 1954 gegenüber gestellt wird. Dass das von 1933 bei weitem überholt (und das ist auch gut so) ist, versteht sich ja wohl von selbst.

      Mal ganz davon abgesehen, sind massenhaft "Nationalhelden" wie Luther, Wagner, Schiller, Goethe, Jahn, Herder, Hegel usw. mit dem Dritten Reich verbandelt.

      1. Z_wie_Zorro    

        Immer dieses Aufgeweiche, indem man andere historische Persönlichkeiten heranzieht.
        Reicht euch denn nicht, dass die VERDAMMTE UNTERSCHRIFT von HERMANN GÖRING auf der Namensgebungsurkunde unserer Uni prangt??? Mit bleibt angesichts dessen echt nur noch Kopfschütteln!

        1. Kollege_H    

          "Reicht euch denn nicht, dass die VERDAMMTE UNTERSCHRIFT von HERMANN GÖRING auf der Namensgebungsurkunde unserer Uni prangt?"
          Das ist doch vollkommen unerheblich.
          In meinem Heimatdorf wurde eine komplette Siedlung durch die Nazis hochgezogen, macht das die Gebäude bzw. deren heutige Nutzung jetzt auch moralisch verwerflich?
          Meidest du Autobahnen? Hast du Probleme mit Schornsteinfegern? Überall da hatten die Nazis auch die Finger im Spiel bzw. werden noch heute Nazigesetze angewandt…

        2. Z_wie_Zorro    

          Jawoll, das Autobahn- Argument, da ist es. Je näher die Urabstimmung rückt, desto flacher wird hier geschossen. Ist es dir nicht peinlich, in einem studentischen Medium solchen Müll von dir zu geben.
          Übrigens geht es um eine Universität, eine Lehranstalt humanistisch- aufgeklärten Denkens. Die Zusammenhang mit irgendwelchen Siedlungen oder Schornsteinfegern(??) erschließt sich mir da nicht ganz.

        3. _LsD_    

          verraten… 🙂 es ist gar nicht Arndt der Euch stört..?
          Na dann lasst uns doch einfach Görings Unterschrift umbenennen…

        4. Sebastian Jabbusch    

          Oh mann…

          Es geht hier um die Verbindung von Arndts Rassistischem, völkischem und antisemitischen Gedankengut und der Nutzung durch die Nazis…

          Beides hängt miteinander zusammen. Man kann beides nicht leugnen, auch wenn Du, lieber LsD noch mal 1000 Kommentare schreibst…

        5. Sebastian Jabbusch    

          Aus dem Antrag der Stahlhelm-Hochschulgruppe (paramilitärischer Arm der Deutschnationalen Volkspartei (DNVP), für den Namenspatron 1933:

          „Mit dem Namen Ernst Moritz Arndt bringt unsere Universität weithin zum Ausdruck, dass sie in dem nationalen Kampf der Gegenwart in vorderster Front steht.“
          Quelle: Urkunde liegt im Universitätsarchiv; Antrag vom 4. April 1933

        6. Sebastian Jabbusch    

          Rektor, Prof. Dr. Heinrich Laag, am 28. Juni 1933 in seiner Festrede anlässlich der Verleihung des Namens “Ernst Moritz Arndt”:

          „Nur wenn wir so denken wie Ernst Moritz Arndt, werden wir auch im Sinne des Führers unseres Volkes [Adolf Hitler] handeln.“

          Quelle: Greifswalder Universitätsreden, Heft 37, Greifswald 1933, S. 10 f.

          (Und nein – ich habe kein Problem mit dem damaligen Rektor oder "nur" mit Göring, sondern mit der Verbindung zwischen rechtsextremen, diskriminierendem Gedankengut und Arndts Ideen)

        7. ret_marut    

          Jetzt hat LsD doch noch den Begriff "Rabulistik" nachgeschlagen. 🙂

          "Unterschriften umbenennen" – was für ein hirnrissiges Rumgetrolle *kopfschüttel*

  6. Kollege_H    

    "und es soll schön alles so bleiben, wies seit 1933 gewesen ist."
    Das kann ich einem großen Teil der Greifswalder überhaupt nicht verdenken. Nicht jede Tradition ist schlecht auch wenn sie durch zweifelhafte Persönlichkeiten eingeführt wurde. Hier kommen wieder die '68er Ideen durch… "unter den Talaren Muff von 1000 Jahren" etc.

    "[…] und anderen gestellt worden ist."
    Ja Patrioten, Freiheitskämpfern, rechten und linken Politikern durch fast die komplette nachfolgende Geschichte. Für jeden Nazi und Rassisten den du ansprichst findet man genauso eine aus heutiger Sicht "politisch korrekte" Persönlichkeit, da gehe ich jede Wette ein.

    Gruß

    1. Sebastian Jabbusch    

      @ Knud Boysen:

      Wenn sich die Mehrheit der Studierenden für Ernst Moritz Arndt ausspricht, würde die Initiative "Uni ohne Arndt" nicht mehr im Namen der Studierendenschaft sprechen. Wir würde daher sehr wahrscheinlich unsere Aktivitäten einstellen. Zur Erinnerung: Zurzeit arbeiten wir daran die Beschlüsse der Vollversammlung von Juni 2009 umzusetzen.

      Ich möchte aber auch klar die Frage stellen:

      Was machen die Arndt-Bewahrer, wenn Sie die Urabstimmung verlieren? Werden Sie endlich aufgeben? Ihr habt bereits die Vollversammlung 2007, 2008 und 2009 verloren. Fast alle Fachschaftsräte, das StuPa und der AStA haben den Namen "Ernst Moritz Arndt" abgelegt.

      Zuletzt hat die Vollversammlung im Dezember 2009 sogar einen kritischeren Text, der mit Arndts Rassismus und Antisemitismus offener umgeht gefordert.

      Wann werdet Ihr endlich einsehen, dass sich Studentengeneration für Studentengeneration gegen den Namen ausprechen?

      1. KnudBoysen    

        @ Jabbusch: Also ich fühle mich mit dem "ihr" irgendwie nicht angesprochen. Ich habe weder irgendwelche Urabstimmungen verloren, noch bin ich ein "Hurra-Arndt"-Rufer.

        Ich werfe es der Uni vor, dass sie zuvor viel zu wenig zu Arndt gearbeitet, veröffentlicht, etc. hat. Ein schwerer Fehler. Aber bei den Abstimmungeergebnissen vergisst du, dass sie niemals bindend waren, bzw. auch zu wenig Leute überhaupt für eine regelgerechte Abstimmung anwesend (außer bei der letzten).
        Also ich für meinen Teil werde mich, falls eine Mehrheitsentscheidung gegen Arndt fallen sollte, nicht mehr weiter äußern.

        1. Sebastian Jabbusch    

          @ Knud:

          Ok – danke für den Einwurf. Richtig ist, dass die Abstimmungsergebnisse nicht bindend sind. Aber das sind sie leider nie. Selbst wenn 12.000 Studenten bei der Vollversammlung wären, könnte das StuPa jeden Beschluss ablehnen… Hat das StuPa ja leider in der Vergangenheit auch oft genug gemacht…

          Ich für meinen Teil werde mich übrigens auch mehr der Mehrheitsentscheidung "beugen"…

      2. _LsD_    

        warte doch bittte erstmal ab was die derzeitige Studentengeneration entscheidet…
        nicht das Du dich mit dem Begriff Generation lächerlich machst…
        nur für den Fall das eben deutlich weniger als eine Generation den Weg zur Urne findet 😉

        1. Sebastian Jabbusch    

          Oh mann… Wie viele Minuspunkte muss LsD eigentilch kriegen, damit er gesperrt wird?

        2. Z_wie_Zorro    

          Sprach der oberdemokratische Fussball-Fahnen-Deutschstolz-Hans…..

        3. Sebastian Jabbusch    

          Wer hier nur ein dämlichen Kommentar nach dem anderen postet, ohne inhaltlich was beizutragen und damit die ganze Debatte stört, ja … da muss man gegen vorgehen.

          Das hat auch nix mit "Demokratie" zu tun…

          Deine Meinungsfreiheit kannst Du auch in deinem Privatblog eintragen und musst hier nicht alles vollspamen…

    2. Sebastian Jabbusch    

      @ Buerger:

      Wir werden nur eine Urabstimmung durchführen, nämlich diese! Ich verbitte mir jegliche Unterstellungen gegenüber dem Kollegen Jan Steyer !

      Im Gegensatz zu den Rechten akzeptierten wir die Ergebnisse der Vollversammlungen. Wann werdet ihr die Ergebnisse der Vollversammlungen der letzten drei Jahre akzeptieren?

  7. Marco_Wagner    

    Da diese Meinungsäußerung zur Beschäftigung mit Arndt ganz gut passt, möchte ich sie an der Stelle auch mal vorstellen:

    K.A. Hecker, Pfarrer der Ernst-Moritz-Arndt Kirchengemeinde über Arndt 1969:

    "…Er ist nicht der Mann, über den man sich schnell und bequem ein zutreffendes Urteil bilden kann. Arndt ist anspruchsvoll. Deshalb ist die Beschäftigung mit Arndt für den, der sie unternimmt, viel stärker als wie die Beschäftigung mit anderen bedeutenden Persönlichkeiten eine sehr zweischneidige Sache. Die Urteile und Meinungen, zu denen man über Arndt gelangt, sagen in hohem Maße zugleich etwas aus über den, der sie fällt: Über seine politische Einstellung, seine weltanschauliche Haltung überhaupt.

    1. Sebastian Jabbusch    

      Was ein Pfarrer 1969 zu Arndt sagt, muss aber nicht für mich 2010 gelten oder?

      Zumal ich immer noch nicht verstehe, warum Du jetzt – lieber Marco – uns hier über ein Zitat indirekt als "Besserwisser", "schreckliche Vereinfacher" und "Ideologen" bezeichnest.

      Ich hoffe das bezieht sich auf das Dritte Reich und die DDR? Ich denken wir sollten uns alle selbst ein Bild machen. Da Du schon auf pro-Emau hinweist, hier auch der Link zu http://www.uni-ohne-arndt.de

      1. Sebastian Jabbusch    

        Und was meinst Du was die Studenten, Historiker und Wissenschaftler in den letzten 20 Jahren seit die Debatte läuft tun?

        Genaues abwägen! Darum geht es doch uns die ganze Zeit… Gibt es Dinge in Arndts Werk, die seinen Antisemitismus, Rassismus und völkischen Nationalismus entschuldigen können? Gibt es positive Dinge an Arndt?

        Die Historiker haben sich ja längst den Argumenten der Pro-Arndt Seite auseinander gesetzt. Es blieb jedoch nicht viel übrig. Dazu Details hier:

        http://www.uni-ohne-arndt.de/uniohnearndt/pro-arn

        1. _LsD_    

          niedlich wie Du immer mehr Leute reinrabulierst als es wirklich sind…
          Eine Generation von Studenten stimmt ebenso wenig wie
          Die Historiker…. wenn es lediglich einige sind…

        2. Z_wie_Zorro    

          Die Mehrheit, würd ich mal sagen

    2. Sebastian Jabbusch    

      Was ein Pfarrer 1969 zu Arndt sagt, muss aber nicht für mich 2010 gelten oder?

      Zumal ich immer noch nicht verstehe, warum Du jetzt – lieber Marco – uns hier über ein Zitat indirekt als "Besserwisser", "schreckliche Vereinfacher" und "Ideologen" bezeichnest.

      Ich hoffe das bezieht sich auf das Dritte Reich und die DDR? Ich denken wir sollten uns alle selbst ein Bild machen. Da Du schon auf pro-Emau hinweist, hier auch der Link zu <a href="http://www.uni-ohne-arndt.de“ target=“_blank“>www.uni-ohne-arndt.de

  8. Marco_Wagner    

    (Forts.) Darüber hinaus aber sagen sie etwas aus über seine Gewissenhaftigkeit, seinen Sinn für Abwägen und Maß, über die Fähigkeit, Wichtiges und Unwichtiges, Nebensächliches und Wesentliches zu erkennen und in ein Verhältnis z;u setzen. Die Eilfertigen, die Besserwisser, die schrecklichen Vereinfacher, die Voreingenommenen, die Ideologen aller Sorten müssen an Arndt gründlich scheitern. Man kann deshalb durchaus fragen, ob nicht die Unmodernität Arndts nicht zuletzt damit zusammenhängt, daß wir in einem Zeitalter leben, in dem die Menschen schnelle Informationen und vereinfachende Urteile schätzen. …"

    die ganze Rede ist unter <a href="http://www.pro-emau.de“ target=“_blank“>www.pro-emau.de zu finden.

  9. Sebastian Jabbusch    

    @ Marco:

    Dann muss ich natürlich dazu passend auch diesen Kommentar hier posten:

    Jost Aé lebt seit 1966 in Greifswald. Zwischen 1999 und 2009 war er Mitglied der Greifswalder Bürgerschaft für die SPD. Das folgende Statement möchte er jedoch als ehemaliger Student abgeben. Neben seiner Berufstätigkeit absolvierte Aé zwischen 1979 und 1985 im “Fernstudium” sein Diplom in Philosophie an der Greifswalder Hochschule:

    “Professor Klüters Stellungnahme** im Namensstreit um Ernst Moritz Arndt trifft genau ins Schwarze. Die Erbitterung, mit der nun auch aus theologischer Ecke für Arndt gestritten wird, macht deutlich, dass die Zeiten noch immer nicht vorbei sind, in denen „Christliches“ der Versuchung, mit Deutsch-Nationalem eine unheilige Allianz einzugehen, nicht widerstehen kann.

    Im Gegenteil, es passt genau zum Zeit(un)geist, der Deutschtümelei und „wir sind wieder wer“ avancieren lässt als staatstragendes Beiwerk zur Durchsetzung der dem geeinten Deutschland zugedachten neuen imperialen Rolle.

    Arndt als Namenspatron retten zu wollen, indem man ihn aus seiner Zeit heraus zu verstehen vorgibt, zeigt bestenfalls, dass da wenig verstanden wurde. Dass einer Hass predigt, kann man vielleicht historisch erklären, aber man darf es nicht billigend in Kauf nehmen und schon gar nicht eine Universität nach ihm benennen. Dass dies zu Zeiten geschah, ist Teil unserer unrühmlichen Geschichte.

    Nicht die Zeiten sind verantwortlich, sondern wir sind für sie verantwortlich. Es wird sich daher zeigen, ob in unserer Alma Mater genügend weltbürgerlicher Geist und Mut herrschen, einen Namen abzulegen, dem diese Ehre nicht gebührt. Schon eine Kaserne nach Arndt zu benennen, hielte ich heute für bedenklich.

    Jost Aé

    Greifswald – 9. Januar 2010″

    ** Siehe hier: http://www.webmoritz.de/2010/01/08/gastbeitrag-zu

    1. _LsD_    

      Ist es aus Eurer linken verklärten Perspektive eigentlich so schlimm, dass wir, die Deutschen, wieder wer sind? Ist es nicht durchaus gut für uns als Volk die Schuldlast für das Treiben der vorherigen Generationen historisch gerecht abzulegen um endlich verantwortungsvoll in die Zukunft blicken zu können? Auch das Ausland sieht die Abkehr vom "pünktlichen Kraut" mit Wohlwollen…
      Ich sach nur WM06…
      Nur weil irgendwas nach Arndt benannt ist fängt doch niemand einen Krieg an oder beginnt andere Menschen zu unterdrücken… das war so und bleibt so…
      Nicht die Zeiten sind verantwortlich, sondern wir sind für sie verantwortlich. Es wird sich daher zeigen, ob in unserer Alma Mater genügend weltbürgerlicher Geist und Mut herrschen, einen Namen zu behalten der zum ehrlichen Umgang mit unserer Geschichte anregt. Von den Nazis ins falsche Licht gestellt folgt ihm dieser "Ruf" noch heute.
      Wir dürfen unsere Vergangenheit nicht einfach wegwischen und die Geschichte verdrängen.
      Geht wählen… wählt für Arndt als Namenspatron…

      X Arndt JA X

      1. Z_wie_Zorro    

        Auf diese Leier warte ich ja schon lange!
        Wenn der Name Hermann Göring auf der Namensurkunde der Universität steht, wenn der Name von den Nationalsozialisten ausgesucht wurde, damit die Studierenden "wie Arndt denken um im Sinne des Führers zu handeln" – so lang ist noch gar nix abgeschlossen. Und ja, wir müssen die Verantwortung dafür übernehmen, dass der Name wegkommt. Auch das ist ein Teil historischer Aufarbeitung, für die wir im Ausland mehr Anerkennung bekommen, als für dämliches Fahnengeschwenke auf der Fanmeile!!!

        1. _LsD_    

          achso, erst Göring jetzt gehts Dir um Anerkennung..? Und Du meinst ehrlich dafür gibts Anerkennung…? Warum nochmal..? Weil nur so sichergestellt ist, dass sich Menschen nie wieder gewaltsam über andere stellen..? Die Namensdebatte ist ein Thema für sich. Kriege wird man damit allerdings nicht wirkungsvoll verhindern…

        2. Z_wie_Zorro    

          Was willst du denn jetzt mit deinem Kriegs- Argument?? Wer redet von Krieg? Und ja, es gibt Anerkennung dafür, wenn wir den Namen eines der höchsten Nazifunktionäre endlich von einer UNIVERSITÄTSURKUNDE tilgen. Wir schreiben das Jahr 2010 – Zeit wird es endlich!!

      2. du_nicht_ich    

        Wer eine nationale Identifikation "wir, die Deutschen" braucht, der hat -entschuldige- nicht mehr alle Tassen im Schrank. Ich rede dabei gar nicht von "Schuld und Sühne" aber das Einzige, was dieses kollektive Selbstbewußtsein hervorgebracht hat, ist ein millionenfacher Massenmord, deshalb ist die "Schuldlast" nicht ablegbar und bleibt ewig am Gewissen eben jenes kollektiven Bewußtseins haften. Mögen die Einzelpersonen heute andere sein als damals, aber in dem Augenblick, wo du dich auf die deutsche Nation berufst, hast du verdammt noch mal für die Shoa gerade zu stehen.

        1. _LsD_    

          nööö… ehrlich nicht. Ich hab nämlich beide Augen auf und sehe wie Menschen auch heute noch andere Menschen behandeln. Ich kann nicht verstehen warum man den einen Völkermord anders bewerten sollte als den anderen. Mord ist Mord! dagegen habe ich etwas. Egal wo auf der Welt er geschieht und egal wer da getötet wird.

          Aber ich seh schon, mit Dir werd ich wohl nicht Deutschland Fahne schwenkend auf dem Markt Fussball schauen und mich für die deutsche Mannschaft freuen…
          Übrigens, dank Arndt können wir das, das machen die anderen Nationen ebenso…
          Aber egal, feiere ich halt mit ein paar Milionen anderer 🙂

        2. Z_wie_Zorro    

          Ja mach das. Ein hohles Nationalgefühl, dass sich darauf begründet, dass elf Leute in kurzen Hosen über den Rasen rennen, kann ich dankend ablehnen.
          Ja, der Ernst- Moritz hat dafür gesorgt, dass "wir Deutschen wieder wer sind" – schade nur, dass er dieses nur fertiggebracht hat, indem er den Hass gegen andere geschürt hat. Arm….

        3. _LsD_    

          ne, ne… nicht ganz. Arndt hat mit vielen anderen Dafür gesorgt, dass die Deutschen überhaupt sind…
          dann kam der Hitlerscheiss dazwischen, wofür Ihr Arndt verantwortlich machen wollt…
          Und erst jetzt geht es darum, dass wir Deutschen wieder wer sind…
          Ich will nicht besser sein als andere, allerdings geht es hauptsächlich darum, dass deutsch sein kein Stigma mehr ist…
          Ich bin froh endlich ne Deutschland Fahne in XXL hissen zu können ohne gleich als Nazi oder rechter Knochen bezeichnet zu werden…
          http://www.welt.de/die-welt/article3651393/Ich-bi

        4. Z_wie_Zorro    

          Wer ist will Arndt für den "Hitler- Scheiß" (wunderschöne Verharmlosung) verantwortlich machen? Wer ist "ihr"? Wer sind "wir deutschen"?
          Behalt deinen Stolz für dich, häng dein Fähnchen von mir aus in XXXXXL raus, feier mit den Fussball- Atzen und mach dir bloß keine Platte um die Vergangenheit. Die sollen uns endlich mal in Ruhe lassen mit dieser "Hitler- Scheiße", stimmts?!

        5. _LsD_    

          Du z.B. … Es kann doch nicht Arndt angelastet werden wo Göring überall unterschrieben hat 🙂

          "Für mich bedeutet es als guter Deutscher, als Patriot, als deutsch sprechender zwar für mein Heimatland, für meine Region und für meine Nachbarn da zu sein, aber eben auch, tolerant und offen für andere Kulturen, Meinungen und Gedanken zu sein. Ich verschließe mich nicht und lerne!
          Denn nur so entsteht Meinungsvielfalt, Angebot, Erneuerung, Kunst und Innovation.
          Auf dieses Wissen, auf diese Freiheit und diese Möglichkeit, das sagen zu dürfen, bin ich STOLZ!" Hartmut Birkholz

        6. Z_wie_Zorro    

          1.) Wer ist Hartmut Birkholz?
          2.) Ich bin nicht "ihr"!
          3.) Göring hat die Namensurkunde unterschrieben, damit Arndts hassgetränktes Werk die Studierenden und Lehrenden von damals dazu inspiriert, im Sinne Adolf Hitlers zu handeln – mehr muss man dazu echt nicht sagen.

        7. _LsD_    

          wo wir wieder bei Schiller und Luther wären… Als zu genau derselben Zeit in der die Ernst-Moritz-Universität Ihren Namen bekam die Schiller- und Luther- Universitäten ihre Namen erhielten sagten die Nazis auch grossartige Dinge nach dem Motto "Hoch lebe der Nationalsozialismus"…

          Sind Luther oder Schiller deswegen Antisemiten oder völkische Nationalisten?

        8. Z_wie_Zorro    

          wo wir wieder bei der Frage wären, was das mit der Universität in Greifswald und ihrem Namenspatron zu tun hat.
          Wer war jetzt noch gleich Hartmut Birkholz?
          Luther und Schiller mit Arndt auf eine Ebene zu stellen ist wohl etwas daneben, gemessen am Werk…. und ja, Luther hat sich auch antisemitisch geäußert. Wie gesagt, lesen bildet

        9. _LsD_    

          egal welchen Gedanken der Initiative man logisch und konsquent bis zum Schluss verfolgt…
          viel Substanz ist da nicht…
          Erst ist Arndt unhaltbar weil wegen Göring und so…
          Dann gehts garnicht um was anderes sondern um Arndt
          und am Schluss gehts wieder ums Werk…
          Was mit ca. 200 Werken auf wieviel zehntausend Seiten auch nicht so gering ist wie gern durch die Initiative suggeriert…

          Aber lass mich raten, gleich gehts ja garnichtmehr ums Werk sondern um Arndt, oder so ähnlich 😉

        10. Z_wie_Zorro    

          Nee, jetzt geht es erstmal um Hartmut Birkholz. Anderen mangelnde Substanz vorwerfen und selbst nüscht dahinter haben.
          Übrigens hängt das alles zusammen, Arndt, Göring, das (entschuldigung) mehr oder weniger lachhafte Wer Arndts, wofür er keineswegs mit einem Uni-Namenspatronat belohnt werden sollte usw. usw.
          Debatte bis jetzt verpennt oder wie?

        11. _LsD_    

          Das unterscheidet uns…

          Für Dich scheint wichtig WER etwas gesagt hat… Mir ist wichtig WAS jemand zu sagen hat…

          lachaftes Werk Arndts? Du hast Dich nie wissenschaftlich mit Arndt befasst wie man lesen kann…

        12. Z_wie_Zorro    

          lol! Für mich ist auch wichtig, WAS gesagt wurde. Die tollen antisemitischen, hasserfüllten und nationalchauvinistischen Zitate, für die man sich heut noch schämen muss, kannst du ja z.B. auf der Homepage der Uni-ohne-Arndt- Initiative nachlesen.
          Zudem haben sich jede Menge Leute mit Arndt wissenschaftlich befasst und sind zum Ergebnis gekommen, dass er als Namenspatron nicht tragbar ist. Kannste auch alles nachlesen.
          Wer war jetzt gleich nochmal Hartmut Birkholz?

        13. _LsD_    

          nicht wer sondern was… Du scheinst es ja beim ersten Mal nicht verstanden zu haben…

          also nicht das auswendig Gelernte vortragen sondern versuchen zu verstehen 😉

          *play*

        14. Z_wie_Zorro    

          Nur blöd, dass du scheinbar noch nie auf der Website der Initiative warst. Dort finden sich nun auch Argumente, die für Arndt sprechen (sollen…)
          Ich kann leider auf die "positiven" Äußerungen Arndts nicht stolz sein, weil ich mich für seine viel schwerer wiegenden negativen Hass- Tiraden gegen andere Menschengruppe so sehr schäme. Und das ist nicht auswendig gelernt (was für ein lächerlicher Vorwurf)
          Verrätst du uns nun noch, wer Hartmut Birkholz ist oder bleibt das ein Phantom??

        15. ret_marut    

          Lieber Zorro, laß stecken: LsD trollt hier mal wieder nur rum, und sein Bewertungsscore von mittlerweile -7 (Stand 10.01.2010, 18:52) bei ihm sagt auch schon genug über die "Qualität" seiner letzten Kommentare aus.
          Schließlich geht es hier im Artikel um das Interview vom Dezember sowie die Auffassungen der beiden Gruppen zur Urabstimmung.

        16. _LsD_    

          Führst Du Buch über meine komischen Kommentarpunkte..?
          Du meinst also die Bewertung meiner Kommentare durch Deine Genossen kennzeichnet die Qualität meiner Kommentare..?
          Das passt zu Deinem Weltbild…
          Wie Geil! Wie Geil!

        17. ret_marut    

          "Führst Du Buch über meine komischen Kommentarpunkte..? "
          Das, was da so rot neben Deinem Accountnamen aufleuchtet, ist die Summe Deiner "komischen Kommentarpunkte". Die Bewertung einzelner Kommentare findest Du übrigens rechts in der Kopfzeile jedes einzelnen Kommentars. Im obigen Fall eben die -7. – Das hat nichts mit "Weltbildern" zu tun.

        18. Thomas_G    

          Ist zwar off-topic, aber deine Aussage stimmt nicht, wenn denn ist es die gewichtete Summe. Eine einzelne Bewertung von beispielsweise Sebastian mit 92 Punkten katapultiert einen neuen Teilnehmer automatisch 30-50 Punkte nach oben oder unten. Wer jetzt ständig in einem Blog kommentiert, wo eine Bewertung nicht möglich ist, sammelt fortlaufend Punkte und kann hier ohne Ende manipulieren, zumindest solange er nicht selbst schreibt und dadurch in seiner Punktbewertung fällt.

        19. Ebeneezer    

          Danke, das erklärt diese total irrwitzigen Bewertungssprünge…

          Zusätzlich wird das ganze dadurch verzehrt, wenn man auf anderen nicht so 'politischen' Seiten mit intensedebatte unterwegs ist. So langsam wäre ich für eine Abschaltung der Funktion.

        20. Thomas_G    

          Schau doch mein Profil an, rein rechnerisch müsste ich 4 Punkte haben, ich habe aber 40 Punkte, also wurde ich von einigen Leuten positiv bewertet, die in der Summe mehr Ausschlag gaben, als die sicherlich erflogte Negativbewertung von Sebastian.

        21. Thomas_G    

          Schau doch mein Profil an, rein rechnerisch müsste ich 4 Punkte haben, ich habe aber 40 Punkte, also wurde ich von einigen Leuten positiv bewertet, die in der Summe mehr Ausschlag gaben, als die sicherlich erflogte Negativbewertung von Sebastian.

        22. ret_marut    

          @ Thomas_G: Stimmt, hast Recht. Es handelt sich um eine gewichtete Summe.

        23. ret_marut    

          "ne, ne… nicht ganz. Arndt hat mit vielen anderen Dafür gesorgt, dass die Deutschen überhaupt sind…
          dann kam der Hitlerscheiss dazwischen, wofür Ihr Arndt verantwortlich machen wollt… "

          Ist das Dein geschichtliches Weltbild??!

        24. _LsD_    

          "Das Nationalgefühl ist zurück, die deutsche Seele weitgehend geheilt", resümierte der die Studie betreuende Soziologe Eugen Buß von der Universität Hohenheim. Die Haltung der Deutschen zu ihrem Land sei "pluralistisch, pragmatisch, weltoffen und demokratisch".

        25. Sebastian Jabbusch    

          Arndts Nationalgefühl basierte nun aber leider auf Ausgrenzung und auf einer völkischen (d.h. rassitischen) Grundannahme!

          Während der Nationalismus letztlich eine politische Strömung beschreibt, die aus einer sittlichen, sprachlichen, kulturellen oder historischen Gemeinschaft von Menschen das Recht auf staatliche Selbstbestimmung ableitet (Der Nationalstaat ist ursprünglich eine liberale Idee), begründet sich der “völkische Nationalismus” anders.

          Vertreter des völk. Nationalismus versuchen den Staat nicht aus einer Gemeinsamkeit heraus zu begründen, sondern aus der Abgrenzung gegenüber dem feindlichen “Fremden”. Der notwendige Zusammenhalt soll über die Fiktion einer widerspruchslosen, nämlich völkisch gedachten, nationalen Einheit hergestellt werden. Das “deutsche Volk” wird nicht etwa als politische, freiwillige Willensgemeinschaft im Sinne eines Staatsvolkes verstanden (wie etwa in Frankreich), sondern als Abstammungs- oder “Blutsgemeinschaft”. Das deutsche Volk sei allen anderen Völkern überlegen. Staat und Volk sollen so eine “organische Einheit” bilden.

          Rassenlehre im Dritten Reich
          Politisch zielt der völkische Nationalismus auf den Schutz des Volkes vor der “Andersartigkeit” und der “Überfremdung” ab. Völkische Konzepte wie Volkstum, Lebensraum und Volksgemeinschaft wurden später vom Nationalsozialismus übernommen. Diese Konzepte werden auch heute noch verwendet, etwa wenn rechtsextreme Gruppen von „National befreiten Zonen“ sprechen.

          Zu den Grundvorstellungen des völkischen Nationalismus gehörten die Annahmen zur Mehr- und Minderwertigkeit verschiedener Rassen und Individuen und des natürliche “Lebenskampfes”, in dem das Gesündere und Stärkere siegt.

          Die deutsche “völkische Ideologie” richtete sich ausdrücklich gegen die Prinzipien der bürgerlich-demokratische Revolution: Gegen das Gleichheitsprinzip, indem eine natürliche Ungleichheit der Völker behauptet wird und gegen individuelle Freiheitsrechte, indem nicht der einzelne Mensch / Bürger, sondern das “Volk” als zentrale Kategorie der Menschheitsentwicklung betrachtet wird. (Mehr und noch mehr!)

        26. Sebastian Jabbusch    

          Die Wissenschaft über Arndts völkischen Nationalismus:

          “Für Arndt ist der Völkerhass nicht nur ein kurzzeitiges Aufflackern, sondern er hält ihn für ein notwendiges Element, um das deutsche Nationalbewusstsein dauerhaft wach zu halten.”

          Professor Dr. Thomas Stamm-Kuhlmann, in: Abschlussbericht über das Kolloquium
          “Ernst Moritz Arndt – eine kritische Würdigung im Jahre 2001.

          “Daß Jahns Sakralisierung des Deutschtums und seine Dämonisierung alles Französischen sich noch übertreffen ließ: diesen Nachweis liefert das schriftstellerische Werk von Ernst Moritz Arndt […]. Anfang 1807 brauchte er den pseudoreligiösen Charakter seines deutschen Nationnalismus in geradezu klassischer Form zum Ausdruck”

          Professor Dr. Heinrich August Winkler: Der lange Weg nach Westen, Deutsche Geschichte 1806 – 1933, Band 1, Bonn 2002, S. 65

        27. _LsD_    

          Wieviele Wissenschaftler benötigt man um von "Der Wissenschaft" zu sprechen..?

        28. Sebastian Jabbusch    

          Es geht nicht um die Anzahl, sondern um den Konsens.

          Von der "vorherrschenden Meinung" spricht man, wenn und solange Thesen unwidersprochen bleiben. Dass Arndt Rassist und Antisemit ist, ist so ein Konsens (natürlich mit den üblichen Einschränkungen, die für die sprachlichen Begriffe gelten).

          Gegenteilige Veröffentlichungen in wissenschaftlichen Journals – etwa von Herrn Garbe oder dem Herrn Alvermann, die sich gerade aufspielen, als wären sie die "einzigen" die Arndt "wirklich verstanden hätten", gibt es meines Wissens nicht.

        29. _LsD_    

          entweder ist Arndt nicht genug erforscht oder ALLE Wissenschaftler des Universums wissen über den Verbrecher Bescheid… verstehste..?
          Du solltest Dich mal entscheiden…

  10. atoto    

    Spruch der Woche !!
    Wenn du ein Namen hast, ist das egal wie du heisst !!

    Noch eine Frage wer bezahlt die ganze Umbennenung dann, die da für gestimmt haben ??
    Und was kostet das ??
    mfg
    atoto

    1. Sebastian Jabbusch    

      Nein. Wir schlagen vor die Namensänderung in einem langen Übergangszeitraum zu ändern. Uns schwebt eine Übergangszeit von zwei bis fünf Jahren vor, in denen der Uniname zwar bereits geändert ist, aber in der alten Schilder, Briefköpfe und Stempel noch weiter verwendet werden können.

      Da spätestens alle fünf bis sieben Jahre sowieso ein neues “corporated design” entwickelt wird, sollte der Übergang problemlos möglich sein. Und auch mit jedem Bürowechsel werden die Schilder geändert. Schritt für Schritt verändert die Universität ihren Namen – ohne großen Aufwand und ohne zusätzliche Kosten.

      Aber auch wenn ein paar Kosten anfallen sollten: Sollten wir – nur weil wir ein paar Euro sparen wollen – wirklich weiterhin den Namen eines Antisemiten tragen?

      1. floordress    

        das unilogo (also der bunte kreis) hat wohl auch 100.000 gekostet. also kann man das geld tatsächlich mal für was sinnvolles springen lassen

    2. Blume2000    

      Wird die Änderung des Names nicht ganz viel Geld kosten?

      Nein. Wir schlagen vor die Namensänderung in einem langen Übergangszeitraum zu ändern. Uns schwebt eine Übergangszeit von zwei bis fünf Jahren vor, in denen der Uniname zwar bereits geändert ist, aber in der alten Schilder, Briefköpfe und Stempel noch weiter verwendet werden können.

      Da spätestens alle fünf bis sieben Jahre sowieso ein neues “corporated design” entwickelt wird, sollte der Übergang problemlos möglich sein. Und auch mit jedem Bürowechsel werden die Schilder geändert. Schritt für Schritt verändert die Universität ihren Namen – ohne großen Aufwand und ohne zusätzliche Kosten.

      Aber auch wenn ein paar Kosten anfallen sollten: Sollten wir – nur weil wir ein paar Euro sparen wollen – wirklich weiterhin den Namen eines Antisemiten tragen?

  11. Z_wie_Zorro    

    Ja, es war auf der Titelseite. Würde dir vielleicht ganz gut tun, auch ab und zu eine Zeitung in die Hand zu nehmen….

  12. Sebastian Jabbusch    

    Gedanken zur Aktualität der Arndt-Debatte

    Es ist auffällig, dass Arndt stets von “die Franzosen” sprach – anstatt Napoleon direkt verantwortlich zu machen.

    Diese Redeweise ist der Ausdruck von Arndts Pauschalurteilen: „Die“ Polen, „die“ Iren und „die“ Franzosen gibt es ebenso wenig in der Realität wie „die“ Deutschen oder „die“ Juden. Jedoch kann man an dem Ausmaß, in dem etwa die Redeweise von einer angeblichen „Deutschstämmigkeit“, entsprechend „türkischstämmig“ ermessen, wie weit diese Form des Realitätsverlustes, den Arndt mit seinen Schriften damals bediente heute verbreitet ist.

    Das ist bis heute so geblieben, denn wir leben nach wie vor im Zeitalter des Nationalismus, auch wenn viele zu tun, als hätten wir diesen längst überwunden. Die napoleonische Herrschaft bloß als „Unterdrückung“ und „Fremdherrschaft“ hinzustellen, ist ebenfalls eine Ausdrucksform des angeblich „gesunden“ nationalen Volksempfindens und hat nichts mit einer differenzierten Geschichtsbetrachtung zu tun.

    Gegen die Auffassung, bei der napoleonischen Herrschaft habe es sich ausschließlich um „Unterdrückung“ gehandelt, spricht sowohl die Tatsache, dass die französischen Armeen als Befreier begrüßt wurden, als sie nach Deutschland kamen, da sie die feudalen Herrschaftsverhältnisse abschafften (gegen die Arndt ja auch war) und u. a. auch das französische Zivilrecht, den Code Napoleon, einführten. Neben zahllosen anderen Fakten spricht gegen eine solche Auffassung vor allem schon die Tatsache , dass sich die Rheinländer, als das Rheinland 1815 preußisch wurde, die Einführung des preußischen Rechts verbaten und das französische Zivilrecht, den Code Napoleon, den besagter Napoleon dort eingeführt hatte, beibehielten. Arndt wusste das; als Bonner lebte er selbst unter dem Code Napoleon, schreibt aber, so weit wir das wissen, nichts dazu. Wo die Wirklichkeit seine Bilder störte, klammerte er sie aus. Der Code Napoleon galt im Rheinland bis zum Jahre 1900, erst dann akzeptierten die führenden rheinischen Kreise die Einführung des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB).

    Von daher berührt die kritische Beschäftigung mit Arndt sehr viel grundsätzlichere gesellschaftliche Probleme, als dies unserer Beobachtung nach den meisten bewusst ist. Nicht zuletzt erleben wir fast täglich in der Ostsee-Zeitung, wie das dumpfe Volksempfinden, dass sonst eher zurückgehalten wird, nach oben gespült wird. Darin besteht Arndts Aktualität, denn er bedient die nationalistischen und rassistischen Ressentiments.

    Nicht zuletzt wollte Arndt, von dem gewisse Kreise sagen, er sei angeblich für die Meinungsfreiheit eingetreten, alle Schriftsteller, die wie Prof. Kosegarten anderer Meinung als er waren, “in Säcke stecken” und “ersäufen”. Die Auseinandersetzung zwischen Arndt und Kosegarten ist viel grundsätzlicher, weitreichender und bedeutender, als es zunächst den Anschein hat. Kosegarten sieht auch schon 1813, dass es hier nicht um „Befreiung“ ging, jedenfalls nicht des deutschen Volkes, die auch nicht kam. Die Fürsten traten einfach nur an die Stelle Napoleons. Arndt diente eben auch nicht dem Volk, sondern dem russischen Zaren.

    Quelle: Eine E-Mail Zuschrift

    1. _LsD_    

      Quellenangabe wie so oft : Sebastian Jabbusch only

      1. Z_wie_Zorro    

        Kannst du vielleicht andere Wege der Frustbewältigung finden, statt hier eine neue Runde Jabbusch- Bashung einzuläuten. Das nervt unheimlich und ich denke da auch an die Außenwirkung. Wenn webmoritz- Neulinge das hier lesen, denken die doch, sie sind im Panoptikum gelandet.
        Unter aller Kanone, echt

      2. Sebastian Jabbusch    

        Hast Du auch mal was inhatliches zu sagen?

        Da sind nun mal wieder sehr viele spannende Argumente drin. Und das einzige was Du dazu sagen kannst, ist ein persönlicher Angriff.

        Wenn DAS das Niveau der Arndt-Befürworter ist, fällt die Wahl nächste Woche leicht…

        1. Sebastian Jabbusch    

          verstehe ich… trotzdem: mir wäre LsD langsam peinlich…

        2. _LsD_    

          Das wäre das dritte Mal in diesem Thread… Jetzt bin ich schon die rechtsextreme Szene 🙂
          Du bist schon lustig…

    2. du_nicht_ich    

      Du begreifst es nicht oder? Anstatt mit 20 Sockenpuppen kritische Kommentare negativ zu bewerten, solltest du vielleicht einfach mal beginnen darüber nachzudenken.

      Zitat Jabbusch: "Wenn ich mir die Kommentare von "LSD" und "Du-nicht-ich" so durchlese, liegt mir dieser Gastbeitrag auf den Lippen: …"

      Zitat du_nicht_ich: "Bei Sebastian gehört alles in die gleiche Schublade… Kritiker sind automatisch Feindbild und damit rechte Spinner, weil Sebastian ja angeblich so links ist."

      1. Sebastian Jabbusch    

        Genau ! Du bist gut – ich bin böse! Ich liebe Dein Weltbild.

  13. Z_wie_Zorro    

    100.000 Euro? Was ist das denn für ne Zahl? Kann mir kaum vorstellen, dass die Verantwortlichen so bescheuert sind und ner Agentur oder nem Designer 100.000 Euro für nen dämliches Logo hinterherwerfen. Ich hätt's für 100 gemacht :-p

    1. Sebastian Jabbusch    

      Das war damals tatsächlich sehr aufwendig, da man das historische Sigel aufbereit hat fürs Internet. Da wurde mit Hightech gearbeitet.

      Trotzdem scheint mir die Summe auch krass zu sein… Aber gut – wenn wir 100.000 für das historische Siegel ausgeben können wir uns wohl auch neues Briefpapier leisten?!

      1. ret_marut    

        "Da wurde mit Hightech gearbeitet." – Naja, für 100.000 EUR gibt es immerhin 2 C4-Professuren in MV. (C4-Professur liegt brutto bei 49.448.34 EUR, also monatlich durchschnittlich bei 4.120.69 EUR, laut: http://oeffentlicher-dienst.info/c/t/rechner/beam… )

  14. Sebastian Jabbusch    

    gerade erst veröffentlicht:

    Dr. Jörg Echternkamp – Militärhistoriker – Vortrag aus der Anhörung Universität Greifswald vom 11.12.2009

    Fazit:

    Ich empfehle daher, den Namenszusatz der Universität, die ohnehin die längste Zeit nicht nach Arndt benannt war, wieder zu zurückzunehmen. Das wäre im Hinblick auf die Universitätsgeschichte nicht primär ein symbolpolitischer Akt der Abgrenzung vom Nationalsozialismus, sondern von der demokratieskeptischen, demokratiefeindlichen und nationalistischen Haltung der Hochschullehrerschaft in den Zwanziger und Dreißi-ger Jahren. Ging die Namensgebung damals auf die Initiative der Universität zurück, die ihre Zustimmung gegenüber Diktatur und Nationalsozialismus signalsieren wollte, wäre die Namensänderung heute eine Initiative der Universität, ihre Zustimmung zu Demokratie und internationaler Weltoffenheit zu signalisieren.

    Nun könnte man sich auf den Provokationseffekt herausreden und argumentierten, dass man bewußt an einem heiklen Namen festhalte, um kontroverse, also produk-tive Geschichts-Debatten anzustoßen. Allerdings geht das an der Bedeutung einer Namensgebung vorbei, die doch eine positive Erinnerung auslösen soll und gerade nicht normativ neutral ist.

    Wählt man nicht gerade deshalb einen bestimmten Namenspatron, weil der für etwas steht, für Werte, mit denen man sich identifiziert, für ein Ideal, das durch die Verkörperung die corporate identity prägen und nach außen ein positives Bild vermitteln soll? Dass Namenspatrone provozieren – wie in Greifswald –, ist doch eher das ungewollte Ergebnis einer Schere zwischen ursprünglicher und späterer Wertschätzung infolge eines Wertewandels.

    Auch eine demonstrative Namensänderung ist ein solcher symbolpolitischer Akt. Auch das bewußte Ablegen eines Namenszusatzes betont Werte, mit denen man sich identifiziert und prägt die corporate identity. Zu der gehören heutzutage selbstverständlich, wie es im Leitbild der Universität heißt, die „Vielfalt internationaler Erfahrungen“ und die regionale und transnationale Koopera-tion.

    Noch mal: Wenn man Arndt als Namenspatron einer Universität im Jahre 2010 ablehnt, heißt das nicht, Arndt als historische Persönlichkeit „unfair“ zu behandeln. Vielmehr ist die wägende, kontextualisierende, kurz: die historische Annäherung an die Person strikt zu trennen von der ganz anders gelagerten Frage, ob eine historische Person in einer späteren Zeit „traditionswürdig“ ist.<>/strong>

    Denn – das war mein methodischer Ausgangspunkt – die öffentliche Erinnerung sagt weniger etwas über die Vergangenheit aus als über die Gegenwart, in der erinnert wird, und über die Zukunft, für die jene Werte gelten sollen, die die Lebenden als Teil eines gesellschaftlichen Grundkonsenses im Gedenken hochhalten.

    Nationalismus, Xenophobie und Antisemitismus gehören spätestens seit 1945 nicht mehr dazu. Nicht die Würde des Deutschen, sondern des Menschen ist unantastbar, heißt es gleich im Artikel 1 des Grundgesetzes, das die „unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt“ postuliert.

    Das gilt allemal für eine Universität. Der Namenszusatz Ernst-Moritz-Arndt gibt daher heute und gäbe künftig das falsche Signal. Zwar kann man, wie eingewendet wurde, Arndt als einen „Vorläufer“ für eine demokratische Staats- und Gesellschaftsordnung sehen (als frühen „Demokraten“), ganz so wie man ihn als einen „Vorläufer“ des Nationalsozialismus sehen kann (als frühen „Nationalisten“). Das macht ihn für die historische Forschung interessanter; für eine Namenspatronage heute reicht das nicht.

  15. Gabriel Kords    

    Liebe Leser,

    die Debatte hier ist mal wieder binnen kürzester Zeit in einen primitiven und peinlichen Kleinkrieg ausgeartet. Knapp 20 der 94 Kommentare verstießen gegen unsere Kommentar-Regeln und mussten editiert oder entfernt werden.

    Ich fordere die beteiligten Autoren (ohne Anspruch auf Vollständigkeit: _LsD_, Z_wie_Zorro, Sebastian Jabbusch) dazu auf, die Debatte nun zu beenden bzw. zu versachlichen. Ich mache darauf aufmerksam, dass Nutzer, die wiederholt gegen die Kommentar-Richtlinien verstoßen, von uns gesperrt werden.

    Sollte eine weitere Moderation der Debatte notwendig sein, wird sie geschlossen. Antworten auf diesen Kommentar sind nicht erwünscht und werden entfernt. Wer eine Anmerkung zur Moderation zu machen hat, tue dies bitte per Mail (web[ät]moritz-medien.de) oder im Forum.

    Freundliche Grüße,
    Gabriel Kords

  16. Sebastian Jabbusch    

    Hi Henning,

    glaube ich Dir wirklich. Wenn wir die Arndt-Befürworter kritisieren, meine ich zumindest in den seltesten Fällen die Pro-Arndt AG. Meisten spreche ich dann von Leuten wie "Hurtz", "ich_nicht_du" und "LsD" etc.

    Also diese ganzen Nasen aus dem Burschenschaftsspektrum !

    Sorry, wenn das manchmal so rüberkommen sollte, als wäret ihr gemeint!

    1. du_nicht_ich    

      … kaum ist meine Aussage gelöscht, geht das Treiben munter weiter und ich werde bewußt wieder in den Topf geworfen… das ist eine Verleumdung

    2. _LsD_    

      haha… wenn ich ne Nase aus dem rechten Burschenschaftsspektrum bin bist Du Volksverhetzer der Linksextremen…
      Unterlass bitte Deine Unterstellungen, es ist nicht das erste Mal in diesem Thread… Du weisst es nicht warum behauptest Du dann ständig soetwas?

  17. Ebeneezer    

    Jetzt hast du nur noch 27p… Bei mir bin ich durch drei Kommentare von 27p auf jetzt -1p abgerutscht, obhwohl zwei davon bei +1-3 haben…

    1. Thomas_G    

      Eventuell hast du einen Fehler gemacht, du hast in deinem ersten Kommentar die APO erwähnt, die ist möglicher Weise ein rotes Tuch für die indoktrinierten Hobbybewerter hier.

      1. Ebeneezer    

        Jetzt bin ich durch eine Negativbewertung bei meinem letzten Betrag von -1 auf -8 gerutscht. Ist und bleibt ein blödes System…

        Der erste Eindruck ist wohl auch hier der wichtigste Eindruck 😉

  18. Thomas_G    

    Ich staune ehrlich gesagt, dass meine Bewertung noch nicht rot ist, aber vermutlich gibt es einige mit hoher Punktzahl, die meine Sicht der Dinge teilen. Aber du hast natürlich recht, wenn du erstmal im roten Berich bist, bekommst du keinen Fuß mehr auf den Boden. Mir kommt das so vor, als wenn Kommentare dann gar nicht mehr gelesen werden, sondern gleich negativ bewertet oder gar zensiert werden.

    1. _LsD_    

      Ich rufe die Rote Hilfe! bitte gib mir noch mehr minuspunkte damit mich alle schlecht finden Jan 😉

      1. Z_wie_Zorro    

        Ich rufe die Niveau- Polizei.
        Verhaftet endlich die Dummbratzen, damit man sich für den Kommentarbereich nicht mehr schämen muss!

        1. _LsD_    

          Das Niveau leidet ehr unter Dir. Auseinandersetzungen mit spitzer Zunge zu führen ist das eine aber Deine Beleidigungen sind einfach nur hohl 🙂

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