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Was halten Sie von der Forderung: Fahrradstreifenfreie Hauptverkehrsstraßen in Greifswald?

Das Fahrrad ist Greifswalds Verkehrsmittel Nummer 1. Und das nicht erst seit heute: Bereits vor der Wende lag der Fahrradfahreranteil bei 40%. Eine im Mai 2009 veröffentlichte Verkehrsumfrage ergab, dass sogar bei 44% aller Wege lieber in die Pedalen statt aufs Gas getreten wird. Das ist beachtlich, legt man den Bundesdurchschnitt mit etwa 10 Prozent Fahrradfahreranteil und ein weiteres Ergebnis der “Modal-Split-Studie” zugrunde, dass “auf 88% aller Innerortsstraßen (…) der Straßen begleitende (Bordstein-)Radweg schlechter als die Kfz-Fahrbahn” ist.

Freier Fahrt für freie Wirtschaft?

Die erst kürzlich gewählte Bausenatorin Jeanette von Busse (CDU) lehnt nach einem Bericht der Ostsee-Zeitung vom 17.06.2017 jedoch Fahrradstreifen auf Hauptverkehrswegen ab und sieht einer Verkehrsberuhigung in der Innenstadt kritisch entgegen. Als auswärtige Pendlerin möchte Sie den “anderen Blick mitbringen” und verdeutlichen, dass der Verkehrsfluss für ansiedelnde Wirtschaftsunternehmen unabdingbar ist. Außerdem möchte die Nicht-Greifswalderin einen reibungslosen Zugang für alle Auswärtigen in die Stadt schaffen. Grund genug ein paar Alt-Greifswalder aus der Bürgerschaft zu Wort kommen zu lassen.

Was halten Sie von der Forderung – fahrradstreifenfreie Hauptverkehrswege in Greifswald – durch die Bausenatorin Jeanette von Busse?

Angefragt wurden Dr. Ulrich Rose (Alternative Liste), Dr. Mignon Schwenke (Die Linke), Dr. Monique Wölk (SPD), Christoph Oberst (BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN), Prof. Dr. Frank Hardtke (Kompetenz für Vorpommern), André Bleckmann (Fraktion Bürgerliste – FDP) und Axel Hochschild (CDU). Von den letzten zwei Vertretern haben wir bis Redaktionsschluss> keine Rückmeldung bekommen. Die Reihenfolge der Statements entspricht dem jeweiligen Eingangsdatum.

 

Jeannette von Busse macht den Schritt zurück ins vergangene Jahrtausend. Dass die Situation in Greifswald und seinem Umland für Alltags- und touristische Radelnde schon schlecht ist – fehlende Beschilderung, vernachlässigte Radwege, Bevorzugung des Motorisierten Individualverkehrs -, hat sie offenbar noch nicht wahrnehmen wollen.
Dass sie die Situation nicht nur nicht verbessern, sondern sogar noch verschlechtern will, finde ich erschreckend. Der Artikel in der Wochenend-OZ verdeutlicht, dass wir viel werden kämpfen müssen in der Bürgerschaft, um nicht wieder in die Steinzeit der Verkehrs- und Stadtentwicklungspolitik zurückzufallen.
Ähnlich wie manche aus der Unions-Bürgerschaftsfraktion sucht sie ihr Heil in Lösungen, die im 20. Jahrhundert schon nicht funktioniert haben, die aber auf komplexe Fragen einfache Antworten ermöglichen. Ich habe die Befürchtung, dass es kein kompetentes Gegengewicht in der Verwaltungsspitze gegenüber diesen Trumpeleien gibt.
Verbrecherische Manipulationen der Abgaswerte von Autos durch die Autoindustrie? Nie gehört. Förderung umweltfreundlicher Verkehrskonzepte zur Erreichung der Klimaschutzziele? Nicht mit mir. Eine Lebenswerte Innenstadt statt Blechhaufen allerorten? Horror! Die Stadt gehört den Autofahrenden. Bald wieder. Wie früher.

(Dr. Ulrich Rose, fraktionslos, Alternative Liste)

 

Ich kämpfe gerade auf Landesebene dafür, dass das Modellprojekt “Fahrradschutzstreifen” im ländlichen Raum erhalten bleibt. Es hat sich nämlich herausgestellt, dass Autofahrer dort mehr Rücksichtnehmen und die Radfahrer eine größere Sicherheit empfinden. Das gleiche beobachte ich auch in Greifswald. Es wäre Wahnsinn, das in Greifswald aufzugeben. Wir sind eine Fahrradstadt. Sollen die jetzt alle wieder auf den Gehwegen fahren – wo bleibt da die Sicherheit für die Fußgänger? Oder ohne Schutzstreifen auf der Straße – was eindeutig ihre Unsicherheit erhöht. ‘Freie Fahrt für die Autos’ ist auch aus Klimaschutzgründen nicht mehr zeitgemäß. Andere Städte sperren ihre Zentren für Dieselfahrzeuge, wir holen Sie rein. Was hat das mit der Oberzentralen Funktion zu tun? Lärm und Staubbelastung sind auch in der Greifswalder Innenstadt für die Anwohner schon zu groß. Wenn es nach mir ginge, könnte die Innenstadt autofrei sein. Mit Ausnahme von Menschen mit Behinderungen muss niemand mit dem Auto zum Markt. Die Innenstadt muss verkehrsberuhigt sein.

(Dr. Mignon Schwenke, stellvertretend für die Fraktion Die Linke)
 

Der Kreisverband hat mit Schrecken von den verkehrspolitischen Vorstellungen der neuen Bausenatorin aus der Zeitung erfahren. Ihre in der OZ angerissenen Vorstellungen bedeuten einen Rückschritt in die verkehrspolitische Steinzeit.
Statt den Modalsplit für Greifswald zu beachten, der besagt, dass mit 40% die meisten der täglichen Wege in Greifswald mit dem Fahrrad zurückgelegt werden, versteht sie Radfahrer nicht als die wichtigsten Verkehrsteilnehmer. Was würde passieren, wenn diese Leute anfangen würden, auf das Auto umzusteigen, weil Frau von Busse keine Fahrräder mehr auf der Straße sehen möchte? Stattdessen scheint Frau Busse einseitig Autos in die Innenstadt locken und Fahrradstreifen zurückbauen zu wollen – kein Wunder schließlich gehört Frau von Busse auch nach wie vor zu den Pendlern. Diese Pendler brauchen stattdessen ein intelligentes Verkehrskonzept mit Park&Ride Anbindung der Innenstadt.
Wir Grünen wüssten gerne: Was sind von Busses Vorstellungen zu Nahverkehr für Ältere und Kinder? Ihre Vorstellung zu einer radtouristisch attraktiven Stadt und attraktive Anbindungen ans Umland? Nicht nur Greifswalder fühlen sich auf dem autofreien Markt wohl – auch Touristen verweilen hier gern. Was sind Ihre Vorstellungen zu Verkehrsberuhigung und Lärmplan? Bei den Bündnisgrünen ist man sich einig: das Auto kann nicht wieder als einziges Verkehrsmittel in den Fokus der Verkehrspolitik gerückt werden.
Wir hoffen, im Austausch mit von Frau von Busse sie von einer anderen Schwerpunktlegung überzeugen zu können, bislang scheiterte aber ein grüner Vorstoß der Bürgerschaftsfraktion zum gegenseitigen Kennenlernen.

(Christoph Oberst, Mitglied des Kreisvorstandteams, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
 

Der von Frau v. Busse postulierte Zusammenhang zwischen einer guten wirtschaftlichen Entwicklung und der Bereitstellung von Verkehrsinfrastruktur im Sinne eines ‚mehr Autos und Parkplätze im innerstädtischen Bereich‘ ist zu vereinfachend und stimmt in dieser Eindimensionalität nicht. Sicherlich gehören Wirtschaft und Verkehr zusammen. Sicherlich möchten und sollen die Menschen aus dem Umland oder Touristen die Angebote des Oberzentrums Greifswald nutzen und damit natürlich unsere Wirtschaftskraft stärken; sicherlich müssen auch die ortsansässigen und allmorgendlich einpendelnden Arbeitnehmer oder Handwerker ihren Arbeitsplatz erreichen – nicht zu vergessen die Eltern, Schulkinder, Studierenden und vielen anderen Personen, die zu den Hauptverkehrszeiten mit unterschiedlichen Zielen in der Stadt unterwegs sind. Doch wenn wir für alle diese Personen die Infrastruktur in Richtung einer Stärkung des Autoverkehrs ausrichten, werden wir einen Verkehrskollaps mit noch mehr Stau, Abgasen, Lärm und Unfällen in der Stadt erleben, als bisher – keine guten Aussichten für die Greifswalderinnen und Greifswalder. Und auch für niemand anderen. Und kein gutes Aushängeschild für ein Oberzentrum im Gesundheits- und Kinderland Nr. 1… Solch eine Strategie würde alle verkehrspolitischen Ansätze der letzten Jahre torpedieren, die u.a. darauf zielten, Greifswald als eine attraktive, lebens- und liebenswerte Stadt für alle Interessengruppen und Besucher zu gestalten. Diesen Weg gilt es fortzusetzen. Egal welchen Blickwinkel man einnimmt: Wir kommen nicht umhin anzuerkennen, dass sowohl das Fahrrad als auch das Auto als Fortbewegungsmittel eine wichtige Rolle im Verkehrsleben der Greifswalder spielen. Ein ‚Enweder-Oder‘ hinsichtlich Autos oder Fahrrädern trägt daher nicht zur Lösung bei. Wir brauchen stattdessen eine gut durchdachte Verkehrslenkung, die beiden Verkehrsmitteln ihren Platz einräumt und zudem für Kinder, Ältere und auch alle anderen Fußgänger gute und sichere Verkehrswege bereitstellt. Fahrradstreifen auf Hauptverkehrswegen abzulehnen ist das eine und wäre prinzipiell zu begrüßen – wenn denn daraus eine gute Alternative entwickelt würde, die ein sicheres und schnelles Vorankommen für Fahrradfahrer in der Stadt ermöglicht. Ein Beispiel könnten hierfür baulich vom restlichen Verkehr abgegrenzte Fahrradwege sein. Ein Blick über den Greifswalder Tellerrand hinaus in Richtung unserer Partnerstadt Lund mag hier hilfreich und anregend sein. Eine alternativlose Abschaffung der Fahrradstreifen, wie sie Frau von Busse hingegen andeutet, würde die Lage für die vielen Radfahrer in unserer Stadt weiter verschlechtern und – denkt man beispielsweise an die Anklamer Straße – unweigerlich zu Konflikten und einer steigenden Unfallgefahr zwischen Fußgängern und Radfahrern führen. Richtig ist, dass es einige neuralgische Punkte für die Verkehrsgestaltung in der Stadt gibt, gerade in der Innenstadt. Dazu gehört z.B. der Bereich rund um den Campus Fr.-Loeffler-Straße, an dem zukünftig noch mehr Studierende und Uni-Mitarbeiter auf den Durchgangsverkehr treffen werden. Auch die Verkehrssituation an der Käthe-Kollwitz-Schule, nur ein Stück weiter die Straße hinauf, gehört angepackt. Hier kommt es allmorgendlich zu einem Durcheinander von Eltern, Schülern und Durchgangsverkehr, das dringend geregelt werden muss – z.B. mit Hol- und Bringzonen für Schüler und einer Bedarfsampel. Eine Beruhigung des Verkehrs ist hier dringend nötig, um die Grundschulkinder zu schützen. Unübersichtliche Kreuzungsbereiche gehören ebenfalls angepasst, um die Unfallgefahr zu verringern. Was spricht eigentlich dagegen, unnötigen Parksuch- und Durchgangsverkehr aus der Innenstadt herauszuhalten, wenn wir ausreichend Parkplätze rundherum und Mobilitätsangebote bis in die Innenstadt hinein anbieten? Dazu bedarf es letztlich eines gesamtstädtischen Mobilitätsansatzes mit intelligenten Verknüpfungen auch in das Umland hinein, der die Nutzung und auch das Umsteigen zwischen verschiedenen Verkehrsmitteln erleichtert. Hier gehören PKW-, Fahrrad- und öffentlicher Personennahverkehr aufeinander abgestimmt, um es Greifswaldern, Pendlern, Besuchern und Touristen zu ermöglichen, sich entsprechend ihrer individuellen Bedürfnisse und Notwendigkeiten in der Stadt zu bewegen. Wenn es uns nicht gelingt, ein solches Konzept zu entwickeln, laufen wir Gefahr einen Verkehrskollaps zu erleben – ähnlich wie wir ihn von den Touristengebieten auf Usedom und Rügen kennen. Dort steht man im Sommer regelmäßig länger im Stau, als dass man sich seinem Ziel mit dem PKW nähert. Darüber können sich Handwerker, Dienstleister und andere Betriebe sicherlich nicht freuen. Und zur Stärkung der Wirtschaft trägt solch eine Situation ebenfalls nicht bei. Wenn Greifswald seiner Rolle als Oberzentrum gerecht werden soll, dann sind vorausschauendere und cleverere Lösungen gefragt.

(Dr. Monique Wölk, SPD-Bürgerschaftsmitglied & Vorsitzende des Bauausschusses)

 

Die Forderung von Frau von Busse, die Hauptverkehrswege in Greifswald fahrstreifenfrei zu halten, erachten wir durchaus für richtig. Dies nicht aus dem Grund, das Verkehrsmittel „Fahrrad“ benachteiligen zu wollen, sondern allein aufgrund von Bedenken für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer, dabei insbesondere der Fahrradfahrer und des nach hiesiger Einschätzung und Beobachtungen kaum frequentierten Fahrradstreifens insbesondere in der Anklamer Straße. Unsere Fraktion hatte sich deswegen bereits früher dagegen ausgesprochen, Fahrradfahrern einen völlig ungeschützten und lediglich auf der Fahrbahn markierten „Radweg“ auf solchen Hauptverkehrsstraßen zuzuweisen. Anders ist dies bei weniger stark frequentierten Straßen, wie bspw. der Gützkower Straße, die wir deshalb auch nicht als einen „Hauptverkehrsweg“ im Sinne der Äußerungen von Frau von Busse betrachten. Wir erachten es für sinnvoller, in weniger vom Autoverkehr frequentierten Parallelstraßen zu stark frequentierten Hauptverkehrswegen Fahrradstraßen einzurichten, sofern es baulich oder aus Platzgründen nicht möglich ist, einen gesonderten Fahrradweg auf dem Hauptverkehrsweg selbst anzulegen. Das Verkehrsmittel Fahrrad nimmt nach unserer Einschätzung einen hohen Stellenwert in der Greifswalder Bevölkerung ein, es muss aber berücksichtigt werden, dass es auch eine Vielzahl von Verkehrsteilnehmern gibt, die das Auto benutzen oder zu Fuß unterwegs sind. Hier muss ein den jeweiligen Interessen gerechter Weg gefunden werden, ohne die eine oder andere Gruppe zu benachteiligen. Es verbietet sich nach unserer Ansicht aber auch ein Blick ausschließlich auf die Belange der Verkehrsteilnehmer. So haben wir auch die Äußerung von Frau von Busse verstanden. Die Belebung der Innenstadt ist von erheblicher Bedeutung für die dort ansässigen Händler und damit für die Bevölkerung unserer Stadt insgesamt. Wir sehen es durchaus als wichtig an, auch Kunden und Touristen einen Besuch der Innenstadt mit Einkäufen zu ermöglichen, auch wenn diese nicht mit dem Fahrrad unterwegs sind. Wenn alle Beteiligten mehr Rücksicht aufeinander nehmen und sich an vor diesem Hintergrund getroffene Regelungen halten würden, wobei dies alle Gruppen der Verkehrsteilnehmer betrifft, würden sich nach hiesiger Einschätzung viele Probleme nicht stellen. Dem Grunde nach stimmen wir damit der Auffassung von Frau von Busse zu, wobei wir davon ausgehen, dass diese in der OZ lediglich verkürzt wiedergegeben wurde. Als besondere Herausforderung für die innerstädtische Verkehrspolitik sehen wir die Friedrich-Löffler-Straße mit der Erweiterung des Campus der Ernst-Moritz-Arndt-Universität in Greifswald. Das dort zu erwartende deutlich erhöhte Aufkommen von Fahrradfahrern lässt sich nach hiesiger Einschätzung kaum mit der derzeitigen Nutzung als eine der wesentlichen innerstädtischen Hauptverkehrswege in Einklang bringen. Hier muss ein Konzept erarbeitet werden, welches einerseits den Autofahrern die Zufahrt zumindest bis zur Höhe der derzeitigen Dompassage und dortigen Tiefgarage ermöglicht, andererseits aber auch den Fahrradfahrern ohne Inkaufnahme eines erheblichen Umweges eine zügige Anfahrt zum Universitätsgelände ermöglicht. Hier haben wir Vorstellungen, die im Rahmen einer Gesamtkonzeption eingebracht werden können, den Rahmen der von Ihnen erbetenen Stellungnahme jedoch deutlich sprengen würden. Bedauerlich ist, dass seitens der Stadtverwaltung hier bislang noch keine nennenswerten Vorschläge erarbeitet wurden. Wir hoffen und gehen davon aus, dass sich Frau von Busse dieser besonderen Problematik annehmen wird und nach hiesiger Einschätzung bislang wohl liegen gebliebene Planungen forcieren wird. Unsere Fraktion wird sich jedenfalls dafür einsetzen.

(Prof. Dr. Frank Hardtke, Fraktionsvorsitzender Kompetenz für Vorpommern)

 

(Studienkarte: Bearbeiter, Marco Stadler, Universität Greifswald, Institut für Geographie und Geologie, Herausgeber: Universitäts- und Hansestadt Greifswald, Stadtbauamt, Gerd Imhorst, Karl Hildebrand – kein CC) 

Beitragsbild: Magnus Schult (Archiv)

Kommentare

  1. keule    

    Hier wird ja schlimmer gegen Auswärtige gehetzt als bei jeder Arndt-Debatte 😉

  2. Simon    

    Solange es keine Alternativen (z.B. Radwege) gibt sind Radfahrschutzstreifen meiner Ansicht nach eine gute, kostengünstige und effiziente Möglichkeit das Radfahren sicherer zu machen und damit Leben zu retten.

    Die Anklamer Straße z.B. hat auf dem nördlichen Abschnitt keine Radwege. Trotzdem fehlen z.B. im Kreuzungsbereich Hans-Beimler-Str./Anklamer die Radfahrschutzstreifen. Ergebnis: Benutzung der Straße an dieser Stelle für Radfahrer extrem gefährlich, wurde letztens fast von einem Polizeiwagen!!! überfahren, weil der Polizist wohl nicht damit gerechnet hat, dass ich weiter geradeaus fahre.
    Ähnliche sehr gefährliche Situation ist mir auch schon auf der Goethestraße Ecke Fleischerstraße passiert, auch da setzen die Radfahrstreifen ausgerechnet im Kreuzungsbereich aus.
    Das bisschen weiße Farbe kostet im Vergleich zu einem extra angelegten Radweg kaum Geld, rettet Leben und macht das Radfahren für ängstlichere oder unsichere Menschen erst attraktiv.

    Gegen echte Radwege habe ich aber auch nichts, solange die gut geführt und in gutem Zustand sind.
    Aber: Dann müssen Sie auch Geld in die Hand nehmen Frau Busse.
    Solange Sie das nicht getan haben sollten Alle Stellen ohne Radweg, insbesondere Hauptverkehrsstraßen, schnellstmöglich mit Radfahrschutzstreifen ausgestattet werden.

  3. Bärbel    

    Die Fahrradfahrwer sind rücksichtslos. Rasen in der Fußgägerzone (Schuhhagen) statt durch die Mühlenstraße zu fahren. Fahren zu 3.oder 4 vor dem Bus her.Bremsen grundsätzlich Autofahrer aus. Man muß den Fahrradfahrern keine Narrenfreiheit geben.

    1. K.W.    

      @Bärbel Immer dieses “Die Fahrradfahrer”. Das fällt in die gleiche Kategorie wie “All diese Moslems, alle Terroristen”. Ich als Fahrradfahrer bin jemand der aufgrund der schlechten Verkehrsplanung dieser Stadt (die durch diese Vorschläge sich nur verschlechtern wird), täglich Angst haben muss überfahren zu werden. Und zwar auf mir zugewiesenen Wegen, die Sicherheit und einen geordneten Verkehrsfluss sichern sollen. Aber nein, Autofahrer kommen aus Einfahrten rausgeschossen ohne zu gucken, nehmen Fahrradfahrern auf Radfahrschutzstreifen auf der Anklamer die Vorfahrt nur weil sie sich für was besseres halten und nicht anerkennen, dass Radfahrer die Straßenbasierte Radwege nutzen, die gleichen Rechte (und ja, auch Pflichten) haben wie ALLE anderen Autofahrer.

      Wären wir alle ein wenig rücksichtsvoller und aufmerksamer für andere Verkehrsteilnehmer und unsere Umgebung, dann würden wir diese Unterhaltung gar nicht führen. Aber bis dahin, nehm ich lieber an, dass jeder andere Fußgänger, Autofahrer und Radfahrer ein Idiot ist.

      1. HGWer    

        Jaja, immer diese Radfahrer und dann plötzlich selber die Autofahrer alle über einen Kamm scheren. Der ganz große Unterschied zwischen Autofahrer und Radfahrer ist:

        1. Autofahrer haben eine Ausbildung für das Verhalten im Straßenverkehr genossen, Radfahrer wissen scheinbar nur die Hälfte von hören und sagen, wie das richtige Verhalten im Straßenverkehr auszusehen hat.
        2. Autofahrer sind im Schadensfall versichert und Radfahrer haben oft gerade mal die gesetzliche Krankenversicherung in der Tasche.
        3. Autos müssen alle 2 Jahre zum Tüv und ihre Verkehrssicherheit unter Beweiß stellen, dass viele Fahrräder gerade mal 2 Räder und ne Pedale haben, dass stört den Radfahrer nicht.

        Ein paar Erfahrungen: Radfahrer wechselt vom Radweg Bürgersteig einfach auf die Straße ohne auf den Verkehr zu achten und ich wäre beim ausweichen fast in den Gegenverkehr gerauscht. Als ich den Radfahrer zur Rede stelle meint er nur, dass sei ein Radweg auf der Anklamer Straße?! Da sieht man schon mal die Unwissenheit des Radfahrers. Viele denken, das Radangebote (gestrichelte Linie) Radwege sind und das ist Falsch. Auch ist ein Radfahrer der Meinung gewesen noch schnell bei Rot rüber zu fahren und ist mir in die Tür gerauscht. Daraufhin hat er die Flucht ergriffen und bin ihn schnellstens hinterher. Am Ende des Liedes war er weder Herr unserer Sprache noch war er versichert. Ich könnte undendlich viele solcher Erlebnisse schildern.

        Solange die Radfahrer null Ahnung vom Straßenverkehr haben, keinen Versicherungsschutz vorweisen können und mit den verkehrsuntauglichen Rädern unterwegs ist. Hat der Radfahrer auf der Straße nichts zu suchen.

        P.S. Wenn ich jetzt noch kleinlich bin, na dann könnte ich hier noch anfangen von wie Kfz Steuer, Pkw Maut usw. und womit die Straßen ja finanziert werden.

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