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FThomas Mettenleiter-David Vössingür sein Lebenswerk wurde am Montagnachmittag der Präsident des Friedrich-Loeffler-Instituts, Professor Thomas Mettenleiter, mit dem zweiten Greifswald Research Award für anwendungsorientierte Forschung ausgezeichnet. Dabei fühle er sich noch nicht so alt, sagte der überraschte Virologe Mettenleiter. Er sieht den Preis vielmehr ebenso als Auszeichnung für seine Mitarbeiter auf der Insel Riems.

Als „begeisterten Wissenschaftler“ würdigte Laudator Professor Jörg Hacker Mettenleiter, welcher das Friedrich-Loeffler-Institut zum weltweiten Spitzenlabor gebracht habe. Das Loeffler-Institut betreibt Grundlagenforschung und sucht nach Impfstoffen gegen Krankheiten bei Tieren, die auch auf Menschen übertragbar sein können. Diese angewandte Forschung habe Mettenleiter, der seit 1996 Präsident des Loeffler-Instituts ist, erfolgreich fortgesetzt, lobte Hacker weiter. Konkret forschte Mettenleiter beispielsweise erfolgreich an DNA- und Herpes-Viren, die eine Fieberkrankheit auslösen können, aber auch Krebserkrankungen in Gang setzen würden. Er befasste sich aber auch mit Influenza-Viren wie H5N1 (Vogelgrippe) und sei auch in der Politik durch seine Expertise gefragt, so Hacker abschließend. Hacker selbst ist der Präsident der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina (Nationale Akademie der Wissenschaften).

Er sei überrascht gewesen, äußerte  der 1957 geborene und aus Göppingen in Baden-Württemberg stammende Mettenleiter. „Ein Senior-Preis“ hätte er sich von seinen Mitarbeitern anhören müssen und machte deutlich, dass er nicht daran denkt, mit der Forschung aufzuhören. Den Preis sehe er als Meisterschale für sein Team an, würdigte er seine Mitarbeiter und ergänzte: „Mittlerweile sind wir in der Champions League angekommen.“

Die Preisträger des zweiten Greifswald Research Awards.

Die Preisträger des zweiten Greifswald Research Awards.

Junior-Preis für Algorithmen in der Medizin

Der Junior-Preis ging an den Nachwuchswissenschaftler Dr. Oliver Gloger. Der wissenschaftliche Projektleiter am Institut für Community Medicine in Greifswald, erhielt die Auszeichnung  für seine Forschung zur vollautomatischen Leber und Nirenvolumetrie in MRT-Bildern. Mit Verweis auf die SHIP-Studie, einer großen Gesundheitsstudie in Vorpommern, erläuterte er, dass es ein hoher Aufwand sei, ein Organ in 40 bis 50 Schichten bei insgesamt 3.700 Probanden zu segmentieren. Dies erfordere komplexe mathematische Berechnungen. Mithilfe eines von ihm entwickelten vollautomatischen Programmalgorithmus, der auf Wahrscheinlichkeitsansätzen basiert, konnte er das Verfahren wesentlich beschleunigen, verdeutlichte Gloger am Beispiel der Segmentierung von Leber und Niere. Es gebe dafür jeweils zwei Patente in Zusammenarbeit mit Siemens.

Erstmals wurde auch ein „Greifswald Business Award“ verliehen. Dieser ging an das Team „Alethia Wood„, um die notwendige Kooperation zwischen Forschung und Wirtschaft zu unterstützen. In ihrer Forschung widmet sich das wissenschaftliche Start-up der plasmabasierten Beschichtung von Hölzern, um Bäume dadurch resistenter zu machen. Die Preise wurden vom Greifswald University Club (GUC) verliehen. Der Club setze auf herausragende anwendungsorientierte Forschung, die Stärkung des Forschungsstandortes Greifswald und die Schaffung neuer Kooperationen durch Netzwerke, lobte Professor Eckhard Schumacher in seinem Grußwort vor dem Publikum.

Dieses bestand aus zahlreichen hohen Gästen wie Kanzler Dr. Wolfgang Flieger, Oberbürgermeister Dr. Arthur König, vielen anderen Professoren und wissenschaftlichen Mitarbeitern, die vor allem der Naturwissenschaften und der Medizin angehörten, sowie den beiden bisherigen Preisträgern Michael Hecker und Britta Jürgen, die im letzten Jahr geehrt wurden. Nur Studenten, die alle über den Unimailverteiler eingeladen wurden, war kaum  zu sehen. Entsprechend blieben die Wissenschaftler beim anschließenden Empfang eher unter sich.

Fotos: David Vössing

Anmerkung: Der letzte Absatz wurde etwa eine Stunde nach Veröffentlichung ergänzt. Es fanden außerdem Korrekturen am 13. Mai 16 Uhr statt. 

Comments

  1. Gryphiswalder    

    Oje … Hacker heißt mal "Hacke", "Champions Leage" fehlt das u, Bürgermeister "Athur" das r, "Eckard Schuhmacher" hat hinten ein h, das nach vorne gehört und von seiner falsch genannten Funktion als "Prorektor für Studium und Lehre" und dem dem neuen Titel des Kanzlers als "Vorsitzendes des deutschen Wissenschaftsrates Prof.Kanzler Dr. Wolfgang Flieger" wollen wir gar nicht erst reden …

    Das war nur ein Ausschnitt aus den zahlreichen Fehlern. Ein Tipp am Rande: Korrekturlesen vor dem Publizieren soll helfen!

    1. Anton Walsch    

      Oje…der Korrekturleser streut sich entsprechend Asche auf sein Haupt.

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