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Anlässlich der Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten von Amerika veranstalteten der AStA und das Institut für Politik- und Kommunikationswissenschaft (IPK) am 6. November 2012 jeweils eine US-Wahlparty mit vielfältigem Programm.

Wenige Meter trennten die zwei Veranstaltungen

Gab es im Jahr 2008 noch einen gemeinsamen Election Day vom Fachschaftsrat Politik- und Kommunikationswissenschaft (FSR IPK), dem Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) und den Jusos Greifswald, so teilte sich die interessierte Zuhörerschaft dieses Mal in zwei Lager. Während die Politik- und Kommunikationswissenschaftler das Stahlwerk füllten, lud der AStA in die Räumlichkeiten des Mensaclubs, zu einer Liveübertragung und „interessanten Vorträgen“, wie in der Ankündigung zu lesen war.

Hinter diesen Worten verbargen sich zwei einstimmende Reden von Mitarbeitern der Anglistik/Amerikanistik unserer Universität. Christianna Stavroudis (wissenschaftliche Mitarbeiterin für Moderne und Historische Englische Sprachwissenschaft) referierte über politische Cartoons, Anette Brauer (wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für anglophone Literaturwissenschaft) über Stärken und Schwächen ehemaliger US-Präsidenten. Die dort erzählten Anekdoten sorgten für einige Lacher im Publikum. Als die Organisatoren jedoch zu der anschließend geplanten Diskussion aufriefen, hielt sich die Beteiligung in Grenzen. Wer der Veranstaltung dennoch treu blieb, konnte sich an der Bar des Mensaclubs beköstigen lassen und ab 23 Uhr die ersten Wahlergebnisse auf der Leinwand verfolgen.

Trotz dieses unterhaltsamen Abendprogramms wurden erstaunlich viele Vertreter des AStAs auf der IPK-Veranstaltung gesichtet. Auch sonst gab es etliche Studenten, die zwischen Mensa und Mühlentorpassage pendelten. Einen Sitzplatz zu finden gestaltete sich als gar nicht so einfach, beide Räumlichkeiten waren gut gefüllt, die Sprecher aufgrund der Massen leider nur begrenzt zu verstehen.

Besucher im Stahlwerk schauen gebannt auf die Bildschirme.

Besucher im Stahlwerk schauen gebannt auf die Bildschirme.

Lange Nacht in blau-weiß-rot

Im Stahlwerk leitete Douglas Voigt, MPhil an der New School for Social Research in New York und wissenschaftlicher Mitarbeiter am IPK, die Vortragsreihe ein. Er war es auch, der den Vorschlag zur Wahlparty an das Institut herangetragen hatte. Tatkräftig unterstützt wurde er in der Umsetzung vom Fachschaftsrat IPK, der mit einer üppigen Dekoration, Wahlkampfrosetten und heißer Suppe die Stimmung anheizte. Es folgten Kurzvorträge von Arnd Plagge, PhD an der University of Rochester, New York, und von Sebastian Schäffer (M.A. und Gründer sowie Inhaber von SeminarsSimulationsConsulting (SSC) Europe), der auch den Abend moderierte.

Im Anschluss begann auch im Stahlwerk die Liveübertragung US-amerikanischer Nachrichtenprogramme. Dem eher mäßigen Empfang geschuldet musste hierbei leider ab und zu auf die doch recht einschlägigen FOX News zurückgegriffen werden, was bei dem überraschend deutlichen Wahlergebnis für Obama jedoch nicht ins Gewicht fiel.

Bei den Rosetten handelte es sich um Buttons, mit denen die Gäste entweder für Mitt Romney oder Barack Obama ihre Zustimmung ausdrücken konnten. Insgesamt wurden jeweils 50 Stück gegen eine Spende verteilt, wobei am Ende des Abends noch 14 Romneys übrig blieben, Obama war hingegen ausverkauft. Als gegen 5:20 Uhr MEZ das Ergebnis feststand, waren die meisten der gut einhundert Gäste des Stahlwerks schon längst wieder in ihren Betten. Übrig blieb ein harter Kern von etwas 15 Leuten. Im Mensaclub dagegen ging es schon seit Mitternacht etwas ruhiger zu.

Bleibt nur zu hoffen, dass das Interesse bei der Bundestagswahl im kommenden September vergleichbare Ausmaße annimmt. Eine Rahmenveranstaltung mit Vorträgen und Hintergrundinformationen könnte auch hier sicher nicht schaden.

Mehr Eindrücke des Abends findet ihr in unserer Fotogalerie.

Fotos: Susanne Triesch, Simon Voigt

Comments

  1. floordress    

    Der heißt Sebastian Schäffer und hat auch einen M.A. (Zwar nicht aus den USA aber irgendwie ist es ja gemein, das untern Tisch fallen zu lassen).

    1. Simon_Voigt    

      Berechtigter Einwand, wurde ergänzt.

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