Im strömenden Regen ist heute auf dem Greifswalder Marktplatz die “Krönungstournee” der Aktion “Krönungswelle” gestartet. Die Initiative reist in den kommenden Wochen in zahlreiche überwiegend deutsche Städte und will eine “Karawane der Kreativität” mobilisieren, um für die Idee des Grundeinkommens zu werben. Wegen des schlechten Wetteres fiel die Resonanz unter den Passanten eher verhalten aus.
Dass die Tour in Greifswald startete, hatte seinen Grund in der Person Susanne Wiest. Die Greifswalderin brachte Anfang des Jahres eine Petition zum Grundeinkommen in den Bundestag ein, die zuvor mehr als 50.000 Unterstützerunterschriften erhalten hate (webMoritz berichtete). Durch den massiven Zuspruch gestärkt, kandidiert sie nun als Direktkandidatin im Wahlkreis Greifswald-Demmin-Ostvorpommern um ein Direktmandat im Bundestag.
Die Aktivisten der Initiative “Krönungswelle” setzten den Passanten auf dem Markt goldene Kronen aufsetzen und bei ihnen unter dem Motto “Wenn jeder sein eigener König ist, muss keiner der König des anderen sein” für die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens werben. Die Aktion “Krönungswelle” legt dabei besonderen Wert auf die Zusammenarbeit mit Künstlern an den einzelnen Tournee-Orten. Auf der Homepage heißt es: “Spontane Happenings mit Musik, Tanz, Theater, Street-Art oder Kabarett ergeben sich wie aus dem Nichts, alles fließt ineinander.” Zumindest in Greifswald hat das nur bedingt geklappt: Wegen des strömenden Regens entfiel eine geplante Info-Veranstaltung im Hafen – zu wenig Leute waren unterwegs.
Im Reisebus der Initiative reisen in den nächsten zwei Wochen bis zu 16 Mitglieder der Gruppe von Ort zu Ort. Die meisten Mitfahrer sind junge Leute, die sich für die Idee des Grundeinkommens begeistern und leidenschaftlich darüber diskutieren können. Finanziert wird die Initaitvie durch Spenden, die sie auch nach wie vor sucht.
Mit von der Partie war auch Susanne Wiest, die ihren Namen derzeit eifrig unters Volk bringt. Gegenüber dem webMoritz erklärte sie, warum sie den Begriff des “Wahlkampf” dafür ablehnt: “Was ich mache ist, meine Wahlbewerbung vorzustellen und weiter nichts.” Ein ausführlicheres Interview mit Susanne Wiest wird es im Rahmen einer Interview-Serie mit allen Direktkandidaten geben, die der webMoritz derzeit vorbereitet.
Am Donnerstag: Diskussionsveranstaltung zum Grundeinkommen
Außerdem findet voraussichtlich am kommenden Donnerstag (10.9.) eine Diskussionveranstaltung über das Grundeinkommen in Greifswald statt. Die Planung für die Veranstaltung läuft allerdings noch, sodass Details erst Anfang der Woche bekanntgegeben werden können. webMoritz.de wird rechtzeitig informieren.
Update 6.9.: Zeit und Ort stehen schon fest
Wie Sebastian Jabbusch, Vorstandsmitglied des frisch gegründeten Kreisverbands der Piratenpartei, in den Artikel-Kommentaren schreibt, findet die “überparteiliche” Diskussionsveranstaltung zum Grundeinkommen am Donnerstag, dem 10.9. um 19 Uhr im Audimax statt. Wer die Veranstaltung organsieirt, ist nicht ganz klar – laut Sebastian Jabbusch ist es der AStA auf Anregung der Greifswalder Piratenpartei. Der AStA legt allerdings Wert darauf, den Organisatoren lediglich bei der Raumsuche behilflich gewesen zu sein und nicht Veranstalter zu sein (siehe Kommentare).
Hinweis: In einer früheren Version des Artikels wurde behauptet, der AStA sei Organisator der Veranstaltung am kommenden Donnerstag. Da das nicht korrekt war, wurde der Artikeltext korrigiert.
Link: die weiteren Standorte der Aktion “Krönungswelle”
Bilder: kroenungswelle.net/ Textautor
- Diskussionsrunde zum Grundeinkommen – tendenziöse Improvisation vom 13. September 2009
- Interviews zur Bundestagswahl (3): Susanne Wiest vom 20. September 2009
- Grundeinkommen: Greifswalderin diskutiert bei Maischberger vom 13. März 2009












Nur mal so zur Information (für die Realisten unter uns): Es wird nie ein "bedingungsloses Grundeinkommen" geben.
… der Name Hein Blöd scheint Programm zu sein …
Schöner Artikel!
Am 10.9. um 19 Uhr findet auf Anregung der Piratenpartei eine vom AStA organisierte überparteiliche Debatte zum Thema bedingungsloses Grundeinkommen im Audimax (Rubennnowstraße) statt.
Frau Wrist und einige andere Direktkandidaten, aber auch Vertreter der Piratenpartei werden vor Ort sein und sich mit diesem spannenden Konzept auseinandersetzen.
Sehenswert zu diesem Thema:
[youtube kK-GR8FjyH8 http://www.youtube.com/watch?v=kK-GR8FjyH8 youtube]
Nur mal so zur Information (für die Realisten unter uns): Es wird nie verbindliche Aussagen von Hellsehern geben.
Nur mal so zur Information (für die Realisten unter uns): Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten!
Das hat die SED, deren "soziale Visionen" hier ja schon mehrfach von Linksradikalen im Forum gelobt wurde, gesagt. Ebenso lügnerisch ist es, den Menschen derartig unfinanzierbare soziale Versprechungen machen, die Sofasitzen belohnt, ehrliche Arbeit bestraft und die dann auch noch der ehrlich arbeitende Max Müller mit seinen Steuern und Abgaben finanzieren soll. Der größte Schwachsinn, den ich im neuen Jahrtausend bisher gehört habe ist das!!
Ehrliche Arbeit? Wo gibt's denn sowas noch?
Wenn du hier schon rumpöblest, erzähl nicht selbst auch noch die krudesten Märchen. Denn:
Nur mal so zur Information (für die Realisten unter uns): Ehrliche Arbeit ist und bleibt ne Worthülse!
Faul rumliegen und Bier saufen und dafür noch Kohle vom Staat einsacken — das könnte den rumgammelnden Faulenzern so passen.
Wer Geld haben will, der soll arbeiten!
1. (Zum "Bier saufen", etc.) – Dümmliche Pauschalisierung.
2. (Zum Post mit dem "ehrlich arbeitende[n] Max Müller") – Der Witz ist, der "arbeitende" (in Anführungsstrichen, denn m.E. ist der Kerngedanke beim Thema Bedingungsloses Grundeinkommen, den Begriff "Arbeit" zu überdenken) bekommt es ja auch. Deshalb heißt es "bedingungslos". Und der "arbeitende" finanziert auch nicht allein mit "seinen" Abgaben das BGE (in Frau Wiests Modell), denn das plant sie ja ausschließlich (?, jedenfalls so gut wie ausschließlich, oder?) über eine Konsumsteuer zu refinanzieren.
Machbar? Weiß ich nicht, hab's nicht durchgerechnet. Aber Deine Aussagen über "ehrliche arbeit" sind einerseits plump, wie aus dem 19. Jahrhundert und zeigen überdies auf, dass Du dich mit dem, über das Du schimpfst, nicht beschäftigt hast.
Guten Abend.
und eine Komsumsteuer ist keine Steuer die der kleine Mann tragen muss oder wie?? du hast ja echt null Durchblick
Wofü bist Du denn, dass Steuern nur von großen Männern gezahlt werden? Ab einer Körpergröße von 1,80m? Wow, ich bewundere Deinen fünf Durchblick, denn ich habe ja nur null Durchblick. (hab' ich gelesen…)
Ich bin dafür, dass hart arbeitende Menschen der mittleren und unteren Gehaltsklassen nicht mit weiteren Abgaben und Steuern belastet werden, sondern endlich wieder mehr Geld in der Tasche haben. Ich bin dafür, dass Familien ihren Kindern eine gute Ausbildung finanzieren können statt das "bedingungslose Grundeinkommen für Faulenzer" bezahlen zu müssen.
Das ist doch mal 'ne Aussage. Dafür bin ich auch. Die BGE-Leute aber meines Wissens auch. Das BGE gäbe es ja eben gerade auch für Familien, die somit ihren Kindern eine gute Ausbildung finanzieren könnten. (Was meines Erachtens eine unglücklich formulierte Forderung ist, eine gute Ausbildung sollte nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen (diese Formulierungsähnlichkeit bedeutet nicht, dass ich SPD-Befürworter bin) )
Deine Vorurteile ("Faulenzer","Bier saufen") finde ich übrigens unangemessen.
Hier muß ich sogar mal Hein Blöd recht geben: Konsumsteuern (allen voran die Umsatzsteuer) treffen vorrangig die niedrigen und mittleren Einkommen, ganz zu schweigen von denen, die auf staatliche Leistungen angewiesen sind (BAFöG, ALG-II, RentnerInnen).
Ein BGE kann sinnvollerweise nur auf entsprechender Finanzierung mittels Einkommenssteuern laufen; also hoher Spitzensteuersatz bei den Einkommenssteuern, flankiert durch hohe Kapitalertragssteuern, eine hohe Erbschaftssteuer und v.a. auch eine gut ausgestattete Steuerfahndung im Wirtschaftsbereich zwecks Unterbindung von Steuerflucht und Steuerhinterziehung.
Das Menschenbild das Hein Blöd ist natürlich abzulehnen: Wer sich über sozial Schwächere lustig macht, sollte sich vielleicht mal fragen, wem er damit eigentlich nutzt und wessen Spiel er da betreibt.
Wieder die immer gleiche linke Soße. Alle sollen mehr blechen, damit die linke Klientel sich gemütlich aufm Sofa ausruhen kann.
was die Person Hein blöd angeht, gebe ich dir recht. Bei der Konsumsteuer würde ich dir widersprechen. Ich möchte dies mit ein paar Rechenbeispielen versuchen darzustellen.
BAFöG, ALG II, und Rente würden mit dem bGe hinfällig sein, da ja ein_e jede_r ja ein Grundeinkommen hat. Frau Wiest schlägt 1500€ vor (glaube ich). Wenn ich von einer 100%igen Konsumsteuer ausgehe, kann ich also für einen Warenwert von 750€ konsumieren. Dies ist deutlich mehr als der heutige BAFöG-Höchstsatz minus MwSt oder ALG II minus MwSt und auch mehr als viele Renten minus MwSt. Wenn ich aber neben meinem Existenzgeld von 1500€ noch einer Lohnarbeit nachgehe bei der ich 8500€ verdiene, hätte ich also Einkünfte von 10.000€ und wenn ich diese verkonsumiere zahle ich 5000€ Konsumsteuer. bei deutlich höheren Einkünften ist der Betrag der Konsumsteuer natürlich wesentlich höher, alles in allem nähert man sich einem realen Spitzensteuersatz von 50% an. Da es aber nicht so wie heute tausende Steuerschlupflöcher geben würde, würden zwar die Steuerberater_innen arbeitslos, aber die Großverdiener_innen könnten sich auch nicht um ihre gesellschaftliche Verantwortung drücken. Natürlich müsste man wahrscheinlich auch über Verdienstobergrenzen und Limits bei Kapitalanhäufungen sowie Kapitalobergrenzen im Erbschaftsrecht diskutieren damit das ganze schöne Geld nicht unterm Kopfkissen vergammelt. Allerdings sehe ichzwei enorme Vorteile in der Konsumsteuer. 1.) durch sie würden nicht nur menschliche Arbeit, sondern auch maschinelle Arbeit im Produktionsprozess besteuert werden und 2.) falls sie Menschen vom Konsum nicht notwendiger Güter abhalten sollte, finde ich dies aus ökologischer Sicht sehr begrüßenswert, denn wir konsumieren schon lange weit über die gegebenen Verhältnisse hinaus.
was die Person Hein blöd angeht, gebe ich dir recht. Bei der Konsumsteuer würde ich dir widersprechen. Ich möchte dies mit ein paar Rechenbeispielen versuchen darzustellen.
BAFöG, ALG II, und Rente würden mit dem bGe hinfällig sein, da ja ein_e jede_r ja ein Grundeinkommen hat. Frau Wiest schlägt 1500€ vor (glaube ich). Wenn ich von einer 100%igen Konsumsteuer ausgehe, kann ich also für einen Warenwert von 750€ konsumieren. Dies ist deutlich mehr als der heutige BAFöG-Höchstsatz minus MwSt oder ALG II minus MwSt und auch mehr als viele Renten minus MwSt. Wenn ich aber neben meinem Existenzgeld von 1500€ noch einer Lohnarbeit nachgehe bei der ich 8500€ verdiene, hätte ich also Einkünfte von 10.000€ und wenn ich diese verkonsumiere zahle ich 5000€ Konsumsteuer. bei deutlich höheren Einkünften ist der Betrag der Konsumsteuer natürlich wesentlich höher, alles in allem nähert man sich einem realen Spitzensteuersatz von 50% an. Da es aber nicht so wie heute tausende Steuerschlupflöcher geben würde, würden zwar die Steuerberater_innen arbeitslos, aber die Großverdiener_innen könnten sich auch nicht um ihre gesellschaftliche Verantwortung drücken. Natürlich müsste man wahrscheinlich auch über Verdienstobergrenzen und Limits bei Kapitalanhäufungen sowie Kapitalobergrenzen im Erbschaftsrecht diskutieren damit, das ganze schöne Geld nicht unterm Kopfkissen vergammelt. Allerdings sehe ich zwei enorme Vorteile in der Konsumsteuer. 1.) durch sie würden nicht nur menschliche Arbeit, sondern auch maschinelle Arbeit im Produktionsprozess besteuert werden und 2.) falls sie Menschen vom Konsum nicht notwendiger Güter abhalten sollte, finde ich dies aus ökologischer Sicht sehr begrüßenswert, denn wir konsumieren schon lange weit über die gegebenen Verhältnisse hinaus.
Drei Dinge:
1.) Ob eine 100%ige Konsumsteuer am Ende ausreicht, um alle bisherigen Konsumsteuern, Kranken-, Pflege- und Unfallversicherung (die ja im Gegensatz zu Rente und ALV weiter finanziert werden müssten) auszugleichen, würde ich mal bezweifeln.
2.) Die von dir im Rechenbeispiel angesprochenen 8500 € zusätzliches Arbeitseinkommen haben wohl eher ne Null zuviel. Insbesondere, wenn du damit Nettoeinkommen meinst (oder soll die Einkommenssteuer auch abgeschafft werden? Falls ja, die bitte bei Punkt 1 noch mit aufnehmen. Im übrigen: Selbst WENN wir nach der Einführung des BGE wundersamerweise alle 10000 proMo hätten: Was machste eigentlich, wenn wir die nicht konsumieren? Ich für meinen Teil könnte mir im Moment nicht vorstellen, wofür ich jeden Monat kaufkraftbereinigte 5.000 € sinnvoll ausgeben sollte: Ich würde wohl eher sparen und alle drei Monate Urlaub machen.
3.) Und damit kommen wir zum Hauptproblem: Was ist, wenn sich der Konsum ins Ausland verlagert? Und davon darf ja wohl ausgegangen werden, wenn die Konsumsteuern derart vom Rest Europas abweichen. Warum sollte ich Köln für einen Warenkorb 2.000 bezahlen, wenn ich den, z.B. in Belgien, für 1210 Euro haben kann. Da reden wir dann nicht mehr von Tank-Tourismus, da kriegen wir Brot-Tourismus
Unterm Strich bleibt die Erkenntnis, dass es die eierlegende Wollmilchsau nicht gibt und dass wir ein auskömmliches BGE für alle jedenfalls nicht über Konsumsteuern bekommen. Ein BGE, dass über Einkommens- und Körperschaftssteuern finanziert wird, wäre ein ganz anderer Schnack, da hat ret marut völlig recht. Aber bevor so etwas wahrscheinlich wird, muss wohl schon der Kommunismus wieder vor der Tür stehen.
Die "Konsumsteuerflucht" ist ein starkes Argument, ich bin gespannt, ob ein Befürworter des BGE hierzu Erhellendes beizutragen hat.
erstmal vorweg, dieser Kommentar ist die Antwort auf Marcus U.:
1. thx für deinen konstruktiven Beitrag
2. mit meinen VWL/BWL Grundkenntnissen fehlt mir natürlich das nötige Hintergrundwissen und die notwendigen Zahlen um Einkommensverteilung, Steueraufkommen, staatliche Subventionen, steuerrechtl. Abschreibungsmöglichkeiten, etc. zu benennen oder gar zu beurteilen. Daher bin ich über jeden rechnerisch erbrachten (Gegen-)Beweis zum bGE natürlich dankbar. Ich versuche trotzdem auf deine Anmerkungen einzugehen, indem ich die gesellschaftlichen Veränderungen, die ein bGe m.E. nach bringen würde, darlege.
zu 1.) Kranken- und Pflegeversicherung:
Diese soll soweit ich informiert bin, von jedem selbst getragen werden (geht mir als BAFöG-Empfänger jetzt schon so) in Rechenbeispielen wird von 200€ ausgegangen (die sozusagen vom bGe gleich abgezogen werden).
Man könnte davon ausgehen, dass gerade die Betreuung von Alten, Kranken und Menschen mit Handicap durch ein bGe besser wird, da siedurch das bGe möglicherweise über mehr Geld verfügen und individuellere Betreuung bezahlen könnten. mit anderen Worten: die Grundversorgung und Pflegeleistungen im Altenheim sind gesichert und oma erna hat auch noch geld um sandy und mandy für das gemeinsame soap gucken oder mühle spielen nen fuffi im monat zu geben. wenn sandy&mandy dieser "arbeit" den ganzen tag nachgehen, ist den omas&opas geholfen und sandy&mandy können danach ausgiebig konsumieren gehen.
Unfallversicherung:
Ia)Da die gesetzliche Unfallversicherung vom Arbeitgeber erbracht wird und von Gefährlichkeit der Arbeit abhängt, könnte dies m.E. nach so bleiben.
Ib)Wenn ich nun bei Tante Frieda, die mich von ihrem bGe als Haushaltshilfe bezahlt, beim Gardinenaufhängen von der Leiter falle, sollte entweder Tante Frieda, da sie mich ja eingestellt hat auch in die gesetzl. UV einzahlen oder
II) ich könnte aber auch privat unfallversichert sein (durch gesetzl. Pflicht und damit diese Risiko abdecken)
Einkommenssteuer:
bezahlst man doch heute bei jedem Produkt schon mit, da sie von den Produzenten der Zwischenprodukte mit dem Lohn an ihre Arbeitnehmer gezahlt werden, und somit im Preis des Enproduktes enthalten sind. (da gibt es im Film ein schönes Latte Macchiato Beispiel) d.h. ob die Einkommenssteuer nun häppchenweise im Produkrionsprozess einfliesst oder am Ende als Teil der Konsumsteuer abgeschöpft wird ist doch schnuppe.
Die Kollegen von der SPD finden das also auch unseriös. Interessant.
1. Ich für meinen Teil bin keiner deiner "Kollegen". Dieses Niveau kannst du dir für dein nächstes Stammtisch-Treffen ausheben.
2. Auch ich habe erhebliche Bedenken was die Finanzierung angeht, halte es aber für wichtig sich mit neuen Ideen zu beschäftigen. Gerade im sozialen und gesellschaftlichen Bereich brauchen wir dringend Veränderungen und sollten uns mal Gedanken darüber machen, vielleicht mal ganz neue Wege zu gehen. Im Gegensatz zu dir betitel ich auch nicht gleich alles "linksradikal"….also such dir deine Kollegen woanders!!!
1. Ich für meinen Teil bin keiner deiner "Kollegen". Dieses Niveau kannst du dir für dein nächstes Stammtisch-Treffen aufheben.
2. Auch ich habe erhebliche Bedenken was die Finanzierung angeht, halte es aber für wichtig sich mit neuen Ideen zu beschäftigen. Gerade im sozialen und gesellschaftlichen Bereich brauchen wir dringend Veränderungen und sollten uns mal Gedanken darüber machen, vielleicht mal ganz neue Wege zu gehen. Im Gegensatz zu dir betitel ich auch nicht gleich alles "linksradikal"….also such dir deine Kollegen woanders!!!
1. Ich für meinen Teil bin keiner deiner "Kollegen". Dieses Niveau kannst du dir für dein nächstes Stammtisch-Treffen aufheben.
2. Auch ich habe erhebliche Bedenken was die Finanzierung angeht, halte es aber für wichtig sich mit neuen Ideen zu beschäftigen. Gerade im sozialen und gesellschaftlichen Bereich brauchen wir dringend Veränderungen und sollten uns mal Gedanken darüber machen, vielleicht mal ganz neue Wege zu gehen. Im Gegensatz zu dir betitel ich auch nicht gleich alles Neue als "linksradikal"….also such dir deine Kollegen woanders!!!
Ach wieso denn, lasst sie doch hier pöbeln! Der Webmoritz scheint damit keine Probleme mehr zu haben. Eben jene bereiten dann nur die, die sich der verleumdenden Wortergreifung in den Weg stellen wollen. Deren Kommentare werden gelöscht, selbst wenn sie nicht gegen das Regelwerk verstoßen.
Nochmals Applaus
zu 2.) Diese Beispiel diente natürlich v.a. dazu, zu verdeutlichen, dass besserverdienende wesentlich mehr Konsumsteuern zahlen und somit es zumindest "sozial gerecht" wäre. Gut dann nehmen wir nun das Durchschnittsbeispiel:
Jede_r 8. Arbeitnehmer_in ist Bürofachkraft (Einkunft ist identisch mit dem durchschnittl. Arbeitnehmereinkommen ) und verdiente 2006 3428€ (brutto) im Monat, da noch die Arbeitgeberanteile der SV etc. dazukommen, ist es so, dass die Arbeitskraft dem Arbeitgeber mind. 4000€ wert ist. Da die Person davon 2000€ Steuern zahlt ist das bGe wieder drin + Steuerabgabe für den Staat. jetzt kann man das ganze noch in einem familliären Umfeld betrachten. problematisch einerseits ist sicherlich, dass momentan jeder Arbeitnehmer durchschnittlich weitere 1,3 Menschen ernährt, da diese dann aber ein eigenes Grundeinkommen haben, kann er seine Arbeitskraft jetzt günstiger anbieten. Dies müsste rein theoretisch sogar der wirtschaft gefallen. Auf die Kapitalflucht gehe ich später ein, da ich aber dreister weise annehme, dass du deinen all-inclusive-urlaub im Reisebüro in bGe-Land kaufst, fällt auch wieder Konsumsteuer an. Dies bringt mich aber zu einem interessanten anderen Vorteil des bGe. Exportgüter können in bGe-Land letztendlich preiswert hergestellt werden, da nicht die hohen Lohnnebnkosten einfliessen und andererseits wird der heimische Markt vor Importen geschützt, da die hohe Konsumsteuer beim Verkauf draufgeschlagen wird und das Produkt somit uninteressant wird. dies würde möglicherweise auch für ein wenig mehr globale Gerechtigkeit sorgen und Innovationen fördern. Bei einer hohen Konsumsteuer wäre es evtl. sinnvoller eine Maschine zu entwickeln, die simple Arbeitsschritte übernimmt, als asiatische Kinderhände dafür zu missbrauchen und den ganzen Schrott 2mal um den Globus zu verschiffen.
zu 3.) Dieses Problem sehe ich auch, daher würde ich im Moment nicht die Finanzierbarkeit als Problem sehen, sondern viel mehr die Einführbarkeit. Den Menschen zu unterstellen sie würden nicht dem Konsumtourismus nachgehen wäre naiv (denn dann würde ich vom "neuen Menschen" ausgehen und etwas ganz anderes fordern als bGe), andererseits wäre es auch naiv zu denken, dass nicht alle möglichen Europäer ihr Recht auf freie Wahl des Wohnortes innerhalb der EU nutzen würden um in die bGe-Zone zu gelangen oder evtl. sogar Unternehmen, da das Grundeinkommen ja das zu zahlende Einkommen möglicherweise senkt. Wenn dies so wäre, wieso sollte man nicht dann in der ganzen Festung Europa das Grundeinkommen einführen und kurz danach weltweit?
zu unterm Strich) vllt ist die Konsumsteuer nicht das A und O zur Finanzierung, vllt schafft es ja jemand mir das Ulmer Modell schmackhaft zu machen, aber bisher leuchten für mich v.a. die gesellschaftlichen Veränderungen ein, welche dringend nötig sind.
Ein interessanter zusätzlicher Input ist die Kopplung von Grundeinkommen mit einem CO2-Zertifikats-Handelssystem, in welchem jede_r Bürger_in ein bestimmtes Verschmutzungskontigent (nämlich ein 82millionstel des dt. CO2-Kontigents und diese z.B. an die hier produzierende Wirtschaft verkaufen könnte. Die Wirtschaft würde diese zusätzlichen Produktionskosten natürlich an den Konsumenten weitergeben, wodurch jeder wieder frei entscheiden kann wieviel er zum Klimawandel beitragen möchte.
Mir ist klar, dass dies auch nur wieder Sinn macht, wenn dies global so gehandhabt wird. aber globale Probleme brauchen globale Lösungen und nicht die Rückbesinnung auf Nationen oder halluzinierten Wirtschaftsgemeinschaften und solchen Unfug.
Schön, dass du dich angesprochen fühlst. Leider galt mein Kommentar Marcus U. und nicht dir. Du kannst dir das also für die nächste Debattierrunde im Club der Ungefragten aufheben.
erstmal vorweg:
1. thx für deinen konstruktiven Beitrag
2. mit meinen VWL/BWL Grundkenntnissen fehlt mir natürlich das nötige Hintergrundwissen und die notwendigen Zahlen um Einkommensverteilung, Steueraufkommen, staatliche Subventionen, steuerrechtl. Abschreibungsmöglichkeiten, etc. zu benennen oder gar zu beurteilen. Daher bin ich über jeden rechnerisch erbrachten (Gegen-)Beweis zum bGE natürlich dankbar. Ich versuche trotzdem auf deine Anmerkungen einzugehen, indem ich die gesellschaftlichen Veränderungen, die ein bGe m.E. nach bringen würde, darlege.
zu 1.) Kranken- und Pflegeversicherung:
Diese soll soweit ich informiert bin, von jedem selbst getragen werden (geht mir als BAFöG-Empfänger jetzt schon so) in Rechenbeispielen wird von 200€ ausgegangen (die sozusagen vom bGe gleich abgezogen werden).
Man könnte davon ausgehen, dass gerade die Betreuung von Alten, Kranken und Menschen mit Handicap durch ein bGe besser wird, da siedurch das bGe möglicherweise über mehr Geld verfügen und individuellere Betreuung bezahlen könnten. mit anderen Worten: die Grundversorgung und Pflegeleistungen im Altenheim sind gesichert und oma erna hat auch noch geld um sandy und mandy für das gemeinsame soap gucken oder mühle spielen nen fuffi im monat zu geben. wenn sandy&mandy dieser "arbeit" den ganzen tag nachgehen, ist den omas&opas geholfen und sandy&mandy können danach ausgiebig konsumieren gehen.
Unfallversicherung:
Ia)Da die gesetzliche Unfallversicherung vom Arbeitgeber erbracht wird und von Gefährlichkeit der Arbeit abhängt, könnte dies m.E. nach so bleiben.
Ib)Wenn ich nun bei Tante Frieda, die mich von ihrem bGe als Haushaltshilfe bezahlt, beim Gardinenaufhängen von der Leiter falle, sollte entweder Tante Frieda, da sie mich ja eingestellt hat auch in die gesetzl. UV einzahlen oder
II) ich könnte aber auch privat unfallversichert sein (durch gesetzl. Pflicht und damit diese Risiko abdecken)
Einkommenssteuer:
bezahlst man doch heute bei jedem Produkt schon mit, da sie von den Produzenten der Zwischenprodukte mit dem Lohn an ihre Arbeitnehmer gezahlt werden, und somit im Preis des Enproduktes enthalten sind. (da gibt es im Film ein schönes Latte Macchiato Beispiel) d.h. ob die Einkommenssteuer nun häppchenweise im Produkrionsprozess einfliesst oder am Ende als Teil der Konsumsteuer abgeschöpft wird ist doch schnuppe.
ich habe mich nicht "über sozial Schwache lustig gemacht". Ich unterstütze sozial Schwache selbst mit eigenem Geld gern. Es geht um die Frage, ob man WIRKLICH den sozial Schwachen hilft, oder ob alle auf Kosten der Gemeinschaft Geld kriegen sollen ohne etwas dafür zu leisten.
Hm, komisch nur, dass das bedingungslose Grundeinkommen auf lange Sicht zu geringeren Arbeitslosenzahlen führen würde (lies selber nach!)
Es ist außerdem unfassbar, was du für nen Bild von Erwerbslosen hast – faul rumliegen und Bier saufen. Erzähl das mal den Leuten, die mit Mitte 50 noch händeringend nen Job suchen, um ihre Familie zu ernähren. Einfach nur ekelhaft, scher dich zu Käptn Blaubär fahr mitm Kutter so weit weg wie möglich. Pfui!
wer mitdiskutieren will, sollte sich vorher schlau machen und vor allem über Disussionskultur verfügen. Als Diskussionsbasis ist daher der film "Kulturimpuls – Grundeinkommen", der oben schon von sj verlinkt wurde und hier ( http://www.kultkino.ch/kultkino/besonderes/grunde… ) abruf- und downloadbar ist, unbedingt zu empfehlen. Denn jeder der sich ernsthaft mit diesem Thema auseinandersetzt, kommt daran nicht vorbei und ich neige mittlerweile dazu, gar keine Diskussionen mehr mit Menschen zu führen, de sich nicht die 100min Zeit genommen haben, aber schon eine gefestigte, voreingenommene Meinung vertreten, denn dafür ist mir meine Zeit zu schade. Also Hein werde schlau und dann diskutier ich mit dir auch gern darüber, denn dauernd die fakten des films zu wiederholen um deine oberflächlich, polemischen Kommentare zu widerlegen ist mir zu langweilig. Sich mit kritischen Inputs auseinanderzusetzen die fundiert sind lohnt sich da schon mehr.
RICHTIGSTELLUNG:
Der AStA organisiert weder eine Diskussionsrunde zum Grundeinkommen, noch eine sonstige diesbezügliche Veranstaltung. Da wir nur ein hochschulpolitisches und kein allgemeinpolitisches Mandat haben, dürften wir das auch gar nicht,
Es gab lediglich ein Gespräch mit Anne Klatt (die meines Wissen auch nicht bei der sogenannten "Piratenpartei" Mitglied ist). Sie bat uns einen Raum bei der Universität für die Diskussionsrunde anzufragen. Dem stimmte ich unter der Prämisse zu, dass die Veranstaltung überparteilich ist. Der Referent für politische Bildung hat sich dann um den Raum gekümmert. Mehr ist nicht geschehen. Dass dies eine Veranstaltungsorganisation sein soll, halte ich für höchst bedenklich. Ich bitte darum, das im Artikel schnellstmöglich zu korrigieren, um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen. Der AStA hat mit diesen ganzen Veranstaltungen wirklich NICHTS zu tun.
Es wird mir eine Lehre sein.
Liebe Grüße,
Solvejg Jenssen
amt. AStA-Vorsitzende
Hallo Solvejg,
Das ist ja ein "interessanter" Eintrag. Deine Einschätzung, was der AStA darf und was nicht, teile ich so nicht. Ich glaube sie teilt auch niemand sonst in der Hochschulpolitik. Wie sonst hätte das StuPa folgende Veranstaltungen des früheren Referenten für politische Bildung zulassen können?
Wo der Zusammenhang zwischen der US-Wahl und der Greifswalder Hochschulpolitik besteht, würde ich gerne mal wissen. Genau – es gibt keinen. Und das ist auch nicht schlimm. Denn das Referat heißt "Referat für politische Bildung" und grenzt sich damit sehr bewußt vom "Referenten für Hochschulpolitik" ab.
Wenn der AStA politische Bildung nur in Bezug auf die Hochschule betreiben dürfte, könnte sich das StuPa diesen Referenten einsparen. Das StuPa hat sich aber sehr bewußt für allgemeinpolitische Bildung entschieden.
Ich hatte mich eh gewundert, dass der AStA zur Bundestagswahl bisher nicht zu einer Podiumsdiskussion mit den Direktkandidaten eingeladen hatte.
Der AStA soll und will sich mit dieser Veranstaltung ja nicht für oder gegen das Grundeinkommen aussprechen, sondern läd zu einer selbstverständlich überparteilichen DISKUSSIONSrunde ein!
– Es gibt also keinen Grund gegen diese Veranstaltung – und schon gar nicht in diesem Ton – zu wettern. Ich weiß nicht, warum Du Deinem eigenen Referenten hier derart in den Rücken fällst?
– Außerdem würde ich ja gerne mal wissen, wann Du diese Entscheidung getroffen hast? Gab es vielleicht Dritte, die Dich in Deiner Entscheidung beeinflusst haben? Wenn ja, wer?
US-Wahl-Veranstaltung war der FSR PoWi-KoWi und nicht der ASTA.
Nö – der AStA hat da auch mit organisiert / eingeladen…Das steht sowohl im verlinkten Artikel (Zitat: Aus diesem Anlass laden der Fachschaftsrat des Instituts für Politik- und Kommunikationswissenschaften, der AStA und die Jusos Greifswald zum US-Wahl-Abend in den Mensaclub.) als auch auf dem Flyer. Einfach mal angucken: