Erdölförderung in MV – nicht mit uns!

Ein bisschen verloren wirkte das neunköpfige Greenpeace-Team am vergangenen Donnerstag (29. November) am Greifswalder Hafen, als es gegen die Erdölexploration des deutsch-kanadischen Unternehmens Central European Petroleum (CEP) in Mecklenburg-Vorpommern protestierte. Zuschauer, ob aus Interesse, oder durch Zufall, waren keine vor Ort. Das sei aber auch nicht der Plan gewesen, erklärt {Edit 16.05.2019: Person möchte nicht gennant werden}, Greenpeace-Mitglied und Student von Naturschutz und Wirtschaft an der Uni Greifswald. Eine Aktion in der Innenstadt wäre zwar publikumswirksamer gewesen, dafür wären die Pressefotos weniger leicht mit Greifswald zu assoziieren gewesen. (mehr …)

Aktionstage gegen Rechts ab Montag in Stralsund

Aktionstage gegen Rechts ab Montag in Stralsund

Rostock-Lichtenhagen, August 1992: 20 Jahre ist es her, als mehrere Menschen das „Sonnenblumenhaus“ in Brand steckten, in dem überwiegend Flüchtlinge und Asylbewerbende lebten. Geprägt war die Gewalt von Ausländerfeindlichkeit, was vom Publikum beklatscht wurde, so die Internetseite der „Rock gegen Rechts“-Aktionstage. Die Tage sollen unter dem Motto „Demokratie braucht dich und keine Nazis“ stehen, und findet ab Montag in Stralsund statt. Die gesamte Woche über gibt es verschiedene Veranstaltungen, die über rechte Gewalt aufklären wollen.  (mehr …)

Eindrücke vom Radiogeburtstag

Eindrücke vom Radiogeburtstag

Vielen Dank an alle Geburtstagsgäste von radio 98eins. Jan Metschorin hat ein paar Eindrücke der beiden fantastischen Bands STOY und Phono One eingefangen, an dieser Stelle auch vielen Dank an ihn.

Landesregierung will Nahverkehrsdefizite beseitigen

Auf ihrem Treffen am Dienstag, 18. Januar will sich die Bahn Initiative Greifswald mit einer Antwort von Landesverkehrsminister Volker Schlotmann (SPD) beschäftigen, in der der Minister Stellung zur Forderung der Bahn Initiative zur Offenlegung der Nahverkehrsausschreibung nimmt. Anfang Dezember 2010 hatten Rasmus Klöpper und Nils Möllemann, Sprecher der Initiative, in einen Brief an Schlotmann genau das gefordert. Dabei geht es unter anderem um die Regionalzüge, die von Stralsund über Greifswald nach Berlin und zurückfahren. Die Ausschreibung betrifft den Zeitraum ab Dezember 2014 bis 2026, um die sich verschiedene Bahnunternehmen bewerben können.

Schlotmann: „Ziel des Landes sind einstündliche Fahrtenangebote“

Landesverkehrsminister Volker Schotmann (SPD)

In seiner Antwort räumt Schlotmann ein, dass er auf der Strecke Stralsund – Greifswald – Pasewalk – Berlin „Angebotsdefizite sieht, die durch die Ausschreibung beseitigt werden sollen“. Ziel des Landes sei dabei, „einstündliche Fahrtenangebote unter Einbeziehung des vorhandenen Fernverkehrs zu bekommen“, so Schlotmann weiter, der damit eine Forderung der Bahn Initiative unterstützt.

„Die zusätzlichen Fahrten des Schienenpersonennahverkehrs können aber keine Direktfahrten nach Berlin sein, sondern werden in Angermünde ein Umsteigen erfordern. Das Land Brandenburg wird keine weiterführenden Leistungen bis nach Berlin bezuschussen. Vertaktete Früh- und Spätverbindungen in beiden Fahrtrichtungen werden in der Ausschreibung Berücksichtigung finden,“ macht Schlotmann deutlich. Was den Komfort der künftigen Nahverkehrszüge angeht, äußert der Verkehrsminister: „Es wird Zugmaterial modernster Bauart zum Einsatz kommen, wodurch sich der Fahrkomfort gegenüber heute wesentlich verbessern wird.“ Diese Komfortmerkmale seien mit den Zügen auf der Strecke Hamburg – Rostock vergleichbar.

Angebotsverbesserungen dürfen nicht zulasten anderer Strecken gehen

Abschließend schränkt Schlotmann jedoch ein: „Angebotsverbesserungen müssen aus Ausschreibungsgewinnen finanziert werden, weil sonst Leistungen auf anderen Strecken reduziert oder gestrichen werden müssten.“ Zu den von der Bahn Initiative geforderten durchgehenden Zügen von Greifswald nach Rostock weist der Verkehrsminister darauf hin, dass diese nicht Gegenstand der Ausschreibung seien.

Die Bahn Initiative trifft sich am Dienstag um 19 Uhr wie gewohnt in der Brasserie Hermann, Ecke Bahnhofstraße – Gützkower Straße. Dort soll ein Gespräch mit Detlef Lindemann vorbereitet werden. Lindemann ist Geschäftsführer der Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern GmbH, die für die Ausschreibung zuständig ist.

Fotos: Landesregierung (Schlotmann), Aufmacher (Archiv)

AStA organisiert Kultur

Trotzdem man vielleicht schon seit Jahren in Greifswald lebt, kennt nicht jeder alle Museen und Einrichtungen in der Universitätsstadt und in der Region. Dem möchte der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) Abhilfe schaffen: Mehrere Ausflüge zu kulturellen Einrichtungen werden im Januar angeboten. Hierfür können sich Studierende bei Interesse einfach anmelden.

Unter anderem stehen das Caspar-David-Friedrich-Zentrum, das Dalman-Institut und das Deutsche Meeresmuseum in Stralsund auf dem Programm. Der erste Ausflug sollte eigentlich ins Pommersche Landesmuseum gehen, wurde aber auf Grund mangelnder Anmeldungen abgesagt.

Über Caspar David Friedrich lässt sich Einiges am 13. Januar erfahren.

Am 13. Januar soll es dann zuerst ins Caspar-David-Friedrich-Zentrum in der Langen Straße 57 gehen. Das Zentrum ist seit 2004 geöffnet und beschäftigt sich mit dem Leben und Werk des Greifswalder Künstlers, sowie mit der Seifensiederei, die sich hier befand. Die Führung beginnt um 10.30 Uhr, der Eintritt kostet einen Euro.

Eine Woche später, am 20. Januar, wird die Kunst weniger im Mittelpunkt stehen. Vielmehr wird im Gustaf-Dalman-Institut die Geschichte von Palästina vor dem 1. Weltkrieg beschrieben und dargestellt. Dalman kam 1917 nach Greifswald und forschte hier an der biblischen Landes- und Altertumskunde. Die Sammlung, die zahlreiche Keramik- und Gesteinsproben umfasst, ist in der Theologischen Fakultät am Rubenowplatz unterbracht. Der Eintritt ist kostenlos, um 10.30 Uhr beginnt die Tour durch das Traditionsinstitut.

Wer noch nicht im Deutschen Meeresmuseum war, kann dies am 27. Januar nachholen. In der Stralsunder Altstadt befindet sich das 60 Jahre alte Museum und zeigt die Vielfalt der Meere: Mit 50 Aquarien und etwa 600 Meerestieren. Der Eintritt hierfür beträgt fünf Euro, die Kosten für die Zugfahrt belaufen sich auf 5,20 Euro.

Wer sich anmelden möchte, kann dies im AStA-Büro in der Domstraße 12 oder per Mail (vernetzung@asta-greifswald.de) erledigen.

Fotos: Christine Fratzke