TITEL Osterspaziergang vs. Bratmaxe-Song – Eine Konsumkrise?

„Sag Ja zum Konsum“, so lautete schon Mitte 2007 die Überschrift eines Essays von Stuart Simpson in der Zeitung „Die Welt“. Nur Wohlstand und Verbrauch könne die Probleme dieser Welt lösen, heißt es dort. Verurteilt werden die ewigen Moralapostel, welche den Konsum als die Geißel der Menschheit propagieren. Zu diesem Zeitpunkt war die Weltwirtschaftskrise noch eine Immobilienkrise amerikanischer Häuslebauer. Mittlerweile hat sie sich zu einer globalen Bedrohung für den Wohlstand des Planeten ausgewachsen. Politiker werden nicht müde zu predigen: Kauft, kauft um euer Leben!

Doch würde man damit nicht genauso weiter machen wie bisher? Wäre damit nicht die Möglichkeit vertan, diese einmalige Situation in der Geschichte als Chance zu nutzen, unsere Gesellschaft tiefgreifend zu verändern? Die Etablierung anderer Werte als die eines neuen iPods oder der Louis-Vuitton Tasche. Das Schaffen eines Miteinanders statt der Ellenbogengesellschaft auf der Jagd nach Geld. Und schließlich ein bewusster Umgang mit Ressourcen, denn die Erde verträgt kein endloses Wachstum. (mehr …)