Der technische Fortschritt im 20. Jahrhundert hat eine große Bandbreite an Erfindungen und Errungenschaften hervorgebracht, die heutzutage einen festen Platz in unserem Alltag gefunden haben. Dazu zählen zum Beispiel das Fernsehen, die Farbfotografie, programmierbare Computer und damit verbunden auch diverse Anwendungen wie Videospiele. Um eben diese soll es heute genauer gehen. Wie genau es vom Urvater der Videospiele Pong zu den heutigen Spieleklassikern wie Minecraft, Fortnite, GTA oder League of Legends kam, erfahrt ihr im Folgenden.
Die Pionierzeit (1946-1972)
Durch das neu geschaffene Hilfsmittel des Computers experimentierten viele Student*innen und Technikenthusiast*innen an den amerikanischen Universitäten in den 1950er Jahren und schufen das Fundament für die Videospielentwicklung. Diese Epoche der Videospielgeschichte lebte vor allem durch das viele Experimentieren und den sich immer weiterentwickelnden technischen Fortschritt. Im Jahr 1946 wurde das erste Videospiel an einem Röhrenrechner erfunden. Dieses war noch sehr simpel gestaltet. Das Ziel des Spiels ist es, mit den „Raketen“, die durch den Strahlfleck auf dem Bildschirm dargestellt werden, diverse Objekte zu treffen, die beliebig auf den Bildschirm geklebt werden können. Hier ist ein kurzes Video zur Verdeutlichung. Das war allerdings nur der Startschuss der Videospielentwicklung. In den folgenden Jahren sollten mehrere einfache Kreationen geschaffen werden, wie unter anderem das Tic-Tac-Toe inspirierte Spiel OXO (1952), Tennis for Two, welches als Vorgänger zum Klassiker Pong angesehen werden kann (1958), Spacewar! (1962) oder auch Computer Space (1971), das erste kommerzielle Arcade-Spiel. Die Spieleindustrie fasste so langsam, aber sicher Fuß und entwickelte sich immer schneller weiter. Das Interesse an den Spielen selbst, aber auch an der Entwicklung stieg weiter an. Das sollte sich auch in den kommenden Jahren bestätigen.
Das goldene Zeitalter der digitalen Spiele (1972-1983)
Die nächste Phase der Videospielgeschichte wurde mit Ralph Baer und Nolan Bushnell durch gleich zwei zentrale Akteure weiter nach vorne gepusht. Während Baer mit der Magnavox Odyssey die allererste Konsole entwickelte, kreierte Bushnell mit dem Atari eine der ersten Hit-Konsolen, die viele zahlreiche Klassiker beherbergen sollte. Das beste Beispiel dafür ist das Spiel Pong, welches wohl vielen Leuten ein Begriff sein sollte, wenn man von wirklichen Oldschool- Spielen spricht. Weitere Atari-Klassiker, wie Space Invaders, Asteriods oder Pac-Man erblickten ebenfalls in dieser Epoche das Licht der Arcade-Hallen. Neben diesen ganzen sehr erfolgreichen Titeln sollte es aber eben auch solche Spiele geben, die nicht annährend so viel Aufmerksamkeit bekommen sollten. Der Markt der Videospielindustrie blühte so stark auf, dass es ein regelrechtes Überangebot an Spielen gab. Quantität über Qualität war noch nie eine besser passende Beschreibung als zu dieser Zeit der Spieleentwicklung. Die Folge war eine gründliche Bereinigung des Marktes und damit verbunden auch zahlreiche insolvente Entwicklerunternehmen. Die nächste Generation der Videospiel-Schaffer*innen stand jedoch schon längst in den Startlöchern.
Die Ära der Heimcomputer (1984-1991)
Durch die vorher angesprochene Krise auf dem Videospiel-Markt, hatten andere Hersteller, wie zum Beispiel Nintendo und Sega aus Japan, die heutzutage als Ikonen der kompletten Szene gelten, ihre Chance, den Markt zu erobern, wahrgenommen. Zum einen versorgten sie die Massen mit den zu der Zeit neuen Heimkonsolen, wie zum Beispiel dem Nintendo Entertainment System (NES) oder dem Sega Mega Drive, aber vor allem schufen sie mit Metroid, Super Mario Bros, The Legend of Zelda und Sonic the Hedgehog eine Vielzahl an erfolgreichen Spieleserien, die auch heute noch hoch im Kurs sind. Auch Atari verkaufte mit dem Atari ST ab 1985 eine eigene Heimkonsole, was als eine Art Lebenszeichen der amerikanischen Spieleindustrie angesehen werden konnte. Jedoch lag der Fokus in dieser Zeit der Videospielgeschichte eindeutig auf den neuen Sternen am Spielehimmel: Nintendo und Sega. Die beiden starteten ebenfalls den ersten Wettstreit um die Gunst der Spieler*innen. Die Konsolen besaßen zu dieser Zeit jedoch noch keine drastischen Unterschiede in der Funktionalität oder der Hardware.
Das nächste Level – Die dritte Dimension (1992-2000)
Der eben angesprochene Wettstreit zwischen den Spieleherstellern endete mit Nintendo und Sega an der Spitze der Industrie. Andere Unternehmen, wie Atari, versuchten es unter anderem zwar nochmals, aber im Endeffekt waren die japanischen Spielegiganten einfach eine Nummer zu groß. Durch die fortlaufenden technischen Erweiterungen kam es unter anderem zur Verbesserung der Prozessor-Power, wodurch die Pixeldarstellungen eine komplett neue Stufe erreichten. Diese ermöglichten somit auch die ersten Sprünge in die dritte Dimension, wie zum Beispiel auf dem Super Nintendo (SNES). Auch die PC-Spieler*innen konnten dank leistungsstärkerer Grafikbeschleuniger erste Eindrücke von 3D-Welten sammeln. 1994/95 wurde dann der nächste Schritt getätigt mit der Geburt der ersten 32-Bit-Konsolen, welche das Gaming-Erlebnis auf eine neue Ebene anheben sollten. Die drei Bannerträger dieser Generation von Spielekonsolen sind diesmal die Playstation des Technikgiganten Sony, dem SEGA Saturn und dem N64 von Nintendo. Die Playstation konnte dank des Speichermediums der CD mit aufwändigen Zwischensequenzen und imposanten Soundtracks überzeugen. Die Konkurrenz konnte aber auch liefern mit Spielen wie Tomb Raider, welches 1996 auf dem Saturn mit Lara Croft eine weitere Videospiel-Ikone erschuf. Auf dem N64 feierte Super Mario 64 sein Debut, welches der Startschuss der 3D-Spiele im Mario Universum kennzeichnete. Zusätzlich zu den Heimkonsolen verbreiteten sich Handheld-Konsolen auch immer weiter inklusive der passenden Spiele. 1996 erschienen mit Pokémon Rot und Pokémon Blau nämlich die ersten beiden Pokémon Spiele und legten damit den Grundstein für das heutzutage größte Franchise der Welt.
Revolution durch Online-Gaming (2001-2010)
Den Neuling in der Videospielszene stellte zu Beginn der 2000er-Jahre Microsoft mit der Xbox dar, jedoch direkt mit einer weiteren Neuerung: die Möglichkeit des Online-Gameplays bei ausgewählten Spielen, wie beispielsweise Halo. So wirklich durchstarten konnte das Online-Gaming aber erst mit der Xbox 360 (2005) und der Playstation 3 (2006), die beide von Beginn an auf die Online-Anbindung setzten und in Verbindung mit HD-Fernsehen hochklassige Grafikauflösungen bieten konnte. Nintendo auf der anderen Seite brachte mit der Wii eine Konsole auf den Markt, die in großem Maße auf Bewegungssteuerung setzen sollte, ein neues Feature in der Szene. Spiele wie Wii Sports kamen generationsübergreifend gut an und stellten einen Spaßfaktor für die ganze Familie dar.
Die klassische Spielerbasis wanderte in diesen Jahren immer mehr vom Heimcomputer zu den Konsolen über, aber auch die PC-Spiele sollten eine weitere Innovation erleben mit den ersten Massively Multiplayer Online-Spielen (MMO). Diese Art von Spielen ermöglichen es, mit Hilfe massiver Server, einer immensen Anzahl Spieler*innen zeitgleich am gleichen Spiel teilzunehmen. Der Klassiker bei den MMOs ist dabei ohne Zweifel World of Warcraft, welches 2010 sogar einen Höhepunkt von ganzen 12 Millionen Spieler*innen erreichte. Auch Handheld-Konsolen waren weiterhin ein Thema. Nintendo mit dem Nintendo DS und auch Sony mit ihrem ersten Handheld, der Playstation Portable, ermöglichten das Spielen von Games unterwegs. Die Pokémon-Reihe setzte sich dabei zum Beispiel auf dem Handheld fort, aber auch weitere berühmte Klassiker, wie Mario Kart oder Animal Crossing sollen dabei nicht zu kurz kommen.
Steigende Variabilität – Der Markt wird immer größer (2011-heute)
Dadurch, dass Smartphones und Tablets immer präsenter wurden, eröffnete sich auch für die Spieleindustrie ein komplett neuer Markt, nämlich der der Mobile Games. Dabei handelt es sich um Spiele, die die Nutzer*innen entspannt unterwegs oder zwischendurch spielen können. Mobile Games sind vor allem durch die simple Touchscreen-Steuerung ein sehr beliebtes Mittel zum Zeitvertreib. Spiele, die euch aus diesem Genre bekannt sein sollten, sind zum Beispiel Candy Crush, Clash of Clans oder auch Subway Surfers. Bei den Konsolen kristallisierten sich Sony mit der Playstation 4 und Microsoft mit der Xbox One als die beiden Hauptkontrahenten um die Gunst der Spieler*innen heraus. Die beiden Entwickler produzieren einen Blockbuster-Titel nach dem anderen und übertreffen sich dabei immer wieder selbst. Die immer besser werdenden Distributionsmöglichkeiten des Internets ermöglichen aber auch eigenständigen und kleineren Entwickler*innen das Erstellen von Videospielen, von denen sich auch immer wieder einige als echte Verkaufsschlager entpuppen, Minecraft stellt da wohl das beste Beispiel dar.
Mittlerweile haben Videospiele das Zeitalter der High-End-Konsolen erreicht. Die Playstation 5 oder die Xbox Series X stellen dabei die Vorreiter für Spiele mit nahezu realitätsidentischer Grafik und 4K-Auflösung dar. Nintendo kann, was die Performance angeht, zwar nicht mit den eben genannten Konsolen mithalten, schaffte es aber mit der Nintendo Switch eine Konsole zu entwickeln, die sowohl als Heimkonsole, als auch, als Handheld verwendet werden kann, was die Spielemöglichkeiten nur noch mehr erweitert. Zu den Top-Spielen der Neuzeit zählen dabei unter anderem God of War Ragnarök, Cyberpunk 2077 oder auch The Legend of Zelda: Breath of the Wild. Auch sogenannte Battle-Royale-Spiele erfahren seit nun schon mehreren Jahren ein immer noch anhaltendes Hoch, wozu Spiele wie Fortnite zählen. Übrigens, wenn ihr wissen wollt, was unsere Redakteurinnen für erste Erfahrungen mit dem Battle Royale gemacht haben, dann lest doch mal hier rein.
Das Spielerlebnis wird insgesamt einfach viel immersiver mit der Kombination an atemberaubender Grafik, spaßigem Gameplay, interessantem Storytelling und der mitreißenden Musik. Immersives Gameplay ist ein gutes Stichwort, denn eine weitere Erfindung der aktuellen Phase der Videospiele, sind Virtual Reality Games. VR-Brillen ermöglichen das direkte Eintauchen in bestimmte Spiele und ermöglichen mit Hilfe von Bewegungssteuerung ein Spieleerlebnis, welches einer alternativen Realität ähneln soll. Jedoch ist die VR-Branche eher noch in Babyschuhen, auch wenn sie Riesenschritte nach vorne macht.
Videospiele sind seit ein paar Jahren aber nicht mehr nur ein einfacher Zeitvertreib und werden auch nicht zwangsläufig durch eigenhändiges Spielen genossen, sondern gelten mittlerweile in Form von Videoformaten auf YouTube oder auch als E-Sport, als ein großes Entertainment-Feld. Spiele wie League of Legends oder Counter Strike generieren jedes Jahr abertausende an Zuschauer*innen bei nationalen und internationalen Turnieren.
Was kommt als Nächstes?
Wo die Reise als nächstes in der Videospielbranche hinführt, ist eine interessante, aber zeitgleich auch komplizierte Frage. Die Videospiele werden von Jahr zu Jahr immer realitätsnäher, sodass irgendwann kaum noch große Unterschiede zwischen dem Spiel und der Realität festgestellt werden könnten. Der Schritt zu einer zweiten Realität mit Hilfe der Virtual Reality könnte auch noch zu großen Überraschungen in der Zukunft führen. Vielleicht sind wir gar nicht mehr so weit weg von der Möglichkeit, komplett in eine alternative Realität einzutauchen, insofern die Entwicklung von VR dies ermöglicht. Der Markt der Videospiele bleibt spannend und wir können uns, denke ich, schon auf das nächste Level des Gamings freuen.
Wie sind zwei Leseratten an einen Controller geraten, fragt ihr euch? Ganz ehrlich, wir hätten uns auch nie in dieser Situation vermutet, aber dann fanden wir uns plötzlich genau dort wieder – Controller in der Hand, Fokus auf dem Bildschirm mit dem Willen, so lange wie möglich durchzuhalten. Doch wie kam es überhaupt dazu, dass wir uns für den webmoritz. in die wunderbare Welt der Videospiele verirrt haben? Fangen wir von vorne an.
Von Hannah van Gerpen und Vanessa Finsel
Es war einmal während einer Redaktionssitzung…
Während einer relativ normalen Redaktionssitzung merkten unsere werten Redaktionsmitglieder, dass wir beide mit dem Begriff „Fortnite-Tänze“ so gar nichts anfangen konnten und auch nicht wirklich wussten, was in Fortnite eigentlich passiert. Daraufhin entfachte eine hitzige Diskussion darüber, ob Fortnite oder Sims das bessere Videospiel ist – ganz ehrlich, wir haben beide das letzte Mal mit 17 oder noch früher Sims gespielt, aber das tut nichts zur Sache. Lange Rede kurzer Sinn, wie können wir so vehement Sims verteidigen, wenn wir beide keinerlei aktuelle Gaming Erfahrungen haben? Unsere Computerspiel-Erfahrungen bis dahin basierten auf Sims, Mario Kart und Bibi-und-Tina-Spielen. Die einzige Lösung? Selber ausprobieren und eigene Erfahrungen machen! Also haben wir uns kurzerhand das Spiel samt Equipment von unseren professionellen Gamer-Redaktions-Buddies ausgeliehen und schon ging es ans Eingemachte. An dieser Stelle ein riesen Dankeschön an unseren Chefredakteur, ohne dessen Tipps wir ewig gebraucht hätten auszutüfteln, was all die verschiedenen Knöpfe auf dem Controller eigentlich bedeuten.. aber tbh was war x nochmal?! Wir hätten es nie von diesem komischen Bus geschafft…
Hannah: Das ist aber nicht vergleichbar mit dem Bibi-und-Tina-Spiel.
Von Pömpeln, Sternenhimmeln und Blumenwiesen
Und plötzlich ging das Spiel los…also wirklich plötzlich, wir haben nämlich beide nicht mitbekommen, wie und wann das Ganze von unserem Buddy aka Chefredakteur gestartet wurde. Die ganze Situation war eine absolute Reizüberflutung. Der erste Ort, an dem man landet, nennt sich Lobby und man weiß gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll. Wir haben da eine tanzende Banane gesehen!? Es war von allem ein wenig zu viel: zu viele Farben, zu viele Figuren, zu viele Tänze – was ist eigentlich der Sinn hinter diesen Tänzen? Man verbringt aber nicht allzu viel Zeit dort bevor das Spiel losgeht, was irgendwie auch ein bisschen blöd ist, weil man dadurch richtig wenig Zeit zum Üben hat. Auf einmal ist man dann in einem fliegenden Bus, von dem man runterspringen muss, damit man auf die Insel kommt, auf der das Spiel stattfindet. Alleine da runter zu kommen gestaltete sich anfangs schwierig – man muss ja erstmal die richtige Taste am Controller finden… Auf der Insel, man mag es nicht glauben, ist es um einiges entspannter – jedenfalls wenn man, wie wir, die anderen Mitspieler*innen eher meidet und einfach mal die Natur genießt. Wir müssen zugeben, die Landschaft in dem Spiel ist echt schön. Es gibt sehr viele Blumen und wir haben sogar ein Huhn gesehen – leider ist es vor uns weggelaufen. Aufgrund unserer Steuerungsprobleme – man muss Gucken und Laufen nämlich unabhängig voneinander steuern, was sich für uns als kleine Schwierigkeit herausstellte – haben wir des Öfteren auch mal in den Himmel geblickt und konnten einen sehr ästhetischen Sternenhimmel betrachten.
Hannah: Oh, da sind Pflanzen!
Nessa: Das ist voll das schöne Panorama.
Für einige der Waffen haben wir zu Beginn unsere eigenen Bezeichnungen entwickelt. So heißt beispielsweise die Haftgranate bei uns Pömpel, denn sind wir mal ganz ehrlich, das Ding sieht auch aus wie ein Pömpel…Wir wissen allerdings nicht wirklich, was es kann, weil wir es nie benutzt haben.
Hannah: Jetzt habe ich einen Pömpel.
Jan-Niklas: Das sind Granaten.
Zwischendurch waren wir auch immer mal wieder im Besitz von irgendwelchen Tränken, die aussahen wie Feentränke. Als unser Fortnite-Buddy seine Runde gespielt hat, haben wir dann gelernt, dass diese die Schutzschilde aufladen und auch wie man sie zu sich nehmen kann.
Nessa: Was machst du denn jetzt?
Jan-Niklas: Mein Schild aufladen.
*Nessa und Hannah komplett fasziniert und überfordert mit den Skills.*
Allgemein müssen wir anmerken, dass uns vieles einfach nicht gezeigt wurde, weil uns das angeblich überfordert hätte. Wir durften nicht mal wissen, wie man das Radio im Auto anmacht. Wo sind wir denn hier? In der Fahrschule? Also wenn etwas in dem Spiel gut bei uns funktioniert hat, dann war es Autofahren, weil das war nicht so viel anders als bei Mario Kart … nur die Berge sind wir nicht hochgekommen.
Die Hunger Games der Videospiele
Gleich am Anfang haben wir festgestellt, dass uns das ganze Spiel sehr an „Die Tribute von Panem“ erinnert. Eine bestimmte Anzahl von Menschen landet in einer Arena, ohne irgendwas bei sich zu haben, und wer zuletzt noch lebt hat gewonnen – ziemlich offensichtlich, oder? Allerdings machen die Leute in Fortnite das Ganze freiwillig, während die Tribute der Hungerspiele durch die diktatorische Regierung Panems dazu gezwungen werden.
Hannah: Das ist ja wie die Hunger Games hier.
Jan-Niklas: Das sind die Hunger Games.
Hannah: Damit kann ich umgehen.
Im weiteren Verlauf des Spielens haben wir dann immer wieder – sehr zur Verwirrung unseres Fortnite-Buddys – starke Vergleiche zu der Buchreihe gezogen. Um in dem Spiel zu überleben, braucht man (angeblich) viele Waffen – Spoiler: Man kann auch ohne sehr weit kommen. Naja, auf jeden Fall findet man die Waffen in den Häusern und sollte deshalb in deren Nähe landen, wurde uns gesagt. Dass sich diese ganze Situation aber zu einer Füllhorn-Situation entwickelt, haben wir nicht geahnt. Haymitch hatte schon Recht, als er Peeta und Katniss sagte, sie sollten das Füllhorn meiden. Das ist absolut gefährlich, an jeder Ecke steht jemand, der dich umbringen will. Ganz ehrlich, da ist es entspannter, erstmal irgendwo abseits zu landen und nach Waffen zu suchen, wenn der ganze Trubel vorbei ist. Die liegen später eh überall rum.
Außerdem ist die Arena in Fortnite wie auch die Arena der Hungerspiele von einer Art unsichtbaren Grenze umgeben. Wenn man diese übertritt, stirbt man. Während eben jene in „Die Tribute von Panem“ sich allerdings zum einen für Haymitch während seiner Spiele und für den Beginn der Rebellion gegen das Capitol als hilfreich erwiesen hat, war sie in Fortnite doch eher nervig. Weil das Ding immer weiter zusammengeschrumpft ist, haben wir es nicht geschafft, uns das Schiff anzugucken oder Motorrad zu fahren …
Unsere Stärken und Schwächen
Wie schon erwähnt, hatten wir leider kaum Zeit zu üben, bevor wir in das Spiel wortwörtlich gefallen sind. Man verbringt nämlich nur ungefähr eine Minute in der Lobby (wenn überhaupt) und müsste, um üben zu können, in der Zeit eine Waffe suchen, dann auch noch alles mit der Steuerung hinbekommen, und das Zielen meistern. Wirklich anfängerfreundlich ist das nicht … Aber wir haben immerhin die Steine zum Wackeln gebracht, als wir gegen die Hauswand geschossen haben – fanden wir super.
Jan-Niklas: Das ist die Lobby, da kannst du niemanden töten.
Wir: Aber man kann die Steine zum Zittern bringen.
Erstmal ins Spiel gefallen, haben wir, wie gesagt, aufgrund unserer Koordinationsschwierigkeiten sehr viel Boden und Himmel gesehen. Nicht, dass wir uns beschweren würden, die Atmosphäre dort war sehr schön.
Nessa, während sie in den Himmel schaut: Oh, es ist Vollmond.
Und was sollen wir sagen, Zielen und Schießen gehört jetzt auch nicht so zu unseren Stärken. Wenn wir tatsächlich mal eine*n Gegner*in eliminiert haben, war das eher aus Zufall und wir waren selbst sehr überrascht. Das ist aber auch nicht oft passiert. In den zwei Stunden die wir gespielt haben, haben wir beide jeweils eine*n Gegenspieler*in umgebracht. Die meiste Zeit haben wir, wie unser Fortnite-Buddy es vermutlich beschreiben würde, Spaziergänge unternommen. Ab und zu haben wir uns auch in Büschen versteckt. Leider konnte man nicht auf Bäume klettern, sonst hätten wir sicher auch dort Schutz gesucht – ganz im Katniss-Style. Konfrontationen mit anderen haben wir generell versucht zu vermeiden.
Nessa, während sie von einem*er Gegner*in wegläuft: Ich will niemanden umbringen.
Unsere Taktik hat sich als gar nicht mal so schlecht herausgestellt, möchten wir anmerken. Wir haben insgesamt acht Runden gespielt und sind dreimal in den Top Ten gelandet. Einmal waren wir sogar Platz 2. Im Vergleich dazu hat unser Mentor mit Spielerfahrung es nur auf Platz 17 geschafft.
Er würde jetzt dagegen argumentieren, dass er das Spiel im Gegensatz zu uns “richtig” gespielt hätte, weil er ja auch Leute umgebracht hat und ganz viel auf den Knien herumgerutscht ist – das kann nicht gut für die Hosen sein … Aber wenn wir mal ganz ehrlich sind, haben wir das Spielsystem – es ist relativ simpel – durchschaut und Hopps genommen und dadurch so abgeräumt. Wer sind hier also die besseren Spieler*innen?
Nessa: Läufst du jetzt dahin, wo die schießen?
Jan-Niklas: Ja wieso?
Nessa: Das würde ich ja nicht machen.
Lehre aus dem Spiel
Nun fragen wir uns natürlich, was die Lehre des Spiels ist – ja richtig gehört, die Lehre. Wir haben uns schon während des Spiels eine zusammengereimt. So, als müssten wir eine Fabel analysieren. Da wir das Spiel eher von hinten aufgekrempelt und unkonventionell gespielt haben. aber trotzdem durchaus erfolgreich waren, können wir sagen: Der offensichtlichste und meist gewählte Weg ist nicht immer der beste. Haymitch würde uns applaudieren. Wir haben uns geweigert, auf andere zu schießen, und uns in chaotische unübersichtliche Situationen zu bringen, nur weil es das Spiel so will. Wir haben die Ruhe in den unentdeckten Ecken genossen, haben unserem inneren Abenteurer und Kind die freie Hand gegeben. Auch wenn dies in diesem Kontext sehr hoch gegriffen ist: Mut zur Lücke, Leute, Mut zur Lücke. Unkonventionell ans Ziel war unser Motto, beziehungsweise war uns das Ziel am Anfang ja so gar nicht klar – was uns die Freiheit gegeben hat, die Welt der Videospiele ganz ohne Druck zu entdecken.
Nessa: Ich glaube wird sind hier gerade in ’ner schwierigen Situation, Hannah. Er (Jan-Niklas) bringt die Steine zum wackeln.
Allerdings wurden wir neben unserer „good things come to those who wait“-Mentalität auch des Öfteren mit dem Problem konfrontiert, dass die anderen Spieler*innen so gar nicht auf unserer Schiene mitgefahren sind. Das hat uns dazu gebracht, eine paranoide „trust no one“-Mentalität an den Tag zu legen. Schade eigentlich, die Natur in Fortnite lädt fast zum Online-Picknicken ein. Warum nicht auch einfach mal ein Kaffeekränzchen mit anderen Spieler*innen halten, die man sonst nicht getroffen hätte? Zum Beispiel im Winter, wenn niemand vor die Tür will.
Um zum Punkt zu kommen: Baut eure eigenen Spielregeln, sowohl online als auch im echten Leben – was ist schon dabei, solange niemand verletzt wird? Nehmt euch Zeit, auch die kleinen Dinge zu sehen und erfreut euch über Blumenwiesen, eine sternenklare Nacht, den Mond und Hühner. Lasst euch von eurem Umfeld nicht zu sehr stressen und vereinnahmen. Wir kennen alle Situationen, in denen man nur noch die Abgaben sehen kann und von Abgabe zu Abgabe hetzt (lebt). Lasst euch auf Neues ein und behaltet ein offenes Mindset. Geht die Sachen auch einfach mal anders an. Krempelt die Dinge von hinten auf und nicht von vorn. Wir brauchen alle einen inneren Haymitch, der uns anfeuert, wenn wir mal unkonventionell, anders, oder etwas kindlich verspielter an eine Sache herangehen. Lasst euren inneren Haymitch frei, bringt die Steine zum Wackeln und die Bananen zum Tanzen.
Unsere Doppelklick-Karriere
Am Ende kann man sagen, dass wir trotz aller Überforderungen viel Spaß beim Spielen hatten. Würden wir das Spiel nochmal spielen? Alleine vermutlich eher nicht, und das liegt nicht nur an dem fehlenden Equipment. Dadurch, dass sich im Endeffekt immer und immer wieder der gleiche Spielverlauf wiederholt, ist es schon ein wenig langweilig. Für uns ist es nicht ganz nachvollziehbar, wie man das stundenlang spielen kann – da lesen wir in der Zeit lieber Bücher oder schauen Filme. Wir wären aber immer wieder offen, es mit Freund*innen zu spielen für Spaß und Kicherattacken. Aber sind wir mal ganz ehrlich, die hat man auch ohne Videospiele. Das Laufen und Erkunden der Welt hat uns im Allgemeinen sehr gefallen. Vielleicht ist Fortnite einfach nur noch nicht das richtige Spiel für uns. Wir sind offen dafür, die wunderbare Welt der Videospiele weiter zu erkunden und finden: Der richtige Ort dafür ist die GamesCom. Dort könnten wir nicht nur neue Spiele austesten, sondern hätten gleich mehr als einen Experten um uns herum, die unsere vielen Fragen beantworten könnten… Was passiert nochmal beim Doppelklick?
Die Gamescom ist auch dieses Jahr wieder zurück und versorgte alle Videospiel-Fans mit den neusten Spielehits und zahlreichen Events. Vom 23. bis zum 27. August war das Messegelände in Köln geöffnet. Ob die Gamescom dieses Jahr überzeugen konnte und was es alles so zu sehen gab, erfahrt ihr in diesem Artikel.
Level 1.1: Großes Comeback Die Gamescom gilt als die größte Spielemesse der Welt und ermöglicht es allen Gamer*innen, einen Blick auf aktuelle wie auch zukünftige Spielehits zu werfen. Die Messe hat aber neben dem Antesten von Spielen noch sehr viel mehr zu bieten. Zu den weiteren Angeboten zählen unter anderem die Möglichkeit, alte Spieleklassiker in der Retro Area zu zocken, mit bekannten Influencer*innen zu connecten, mit Familie und Freund*innen in Gruppenevents jede Menge Spaß zu haben oder auch einfach nach Merchandise seines Lieblings-Franchises zu suchen.
Im Vergleich zu der US-amerikanischen Spielemesse »E3« hat sich die Gamescom bewährt und ihre Existenzberechtigung untermalt. Die E3 hat sehr unter den zahlreichen Absagen der Aussteller*innen gelitten, was im Endeffekt zur Absage der kompletten Messe führte. Während der Pandemie haben sich die verschiedenen Developer*innen und Publisher*innen selber etwas einfallen lassen müssen, um ihre Spiele zu bewerben, da die üblichen Messen, die normalerweise als beliebte Orte der Vermarktung galten, nicht stattfinden konnten. Infolgedessen rasselten nach den Corona-Jahren einige Absagen bei den Spielemessen rein. Die E3 konnte sich auch 2023 nicht von den Folgen der Corona-Pandemie erholen. Die Gamescom fand letztes Jahr das erste Mal wieder statt und konnte trotz Abstinenz mehrerer großer Aussteller*innen wieder einen mäßigen Erfolg vorweisen. Auch dieses Jahr sind immer noch nicht alle Big Player wieder am Start gewesen, aber einige feierten ihr Comeback auf Deutschlands größter Spielemesse.
Auf ganzen 230.000 Quadratmetern mit Austeller*innen aus 63 verschiedenen Ländern zeigten bekannte Namen wie Nintendo, Microsoft/Xbox, Ubisoft, Bandai Namco und Aerosoft an ihren Ständen ihre neuste Spielehits. Sony und EA sind nicht mit eigenen großen Ständen vertreten gewesen, sondern nur mit kleinerer Präsenz an den Standorten anderer Aussteller*innen.
Level 1.2: Die Lineups der Aussteller*innen Wie jedes Jahr wurde die Gamescom mit der Opening Night am 22. August eingeleitet. Geoff Keighley, den viele bestimmt von den Game Awards und dem Summer Game Fest kennen, moderierte den Abend in Begleitung von Jasmin »Gnu«. Im Verlauf des Abends wurden Ankündigungen zu neuen Spielen und auch Trailer zu bereits erschienen Anwendungen gezeigt. Thematisch wurden dabei nur Spiele in den Fokus gerückt, die auch in irgendeiner Art und Weise auf der Gamescom vertreten gewesen sind. So gab es unter anderem einen Blick auf die kommende zweite Season von Diablo 4 oder auch neue Szenen zum Fighting-Game Tekken 8 und auch neue Informationen zum DLC von Cyberpunk 2077 »Phantom Liberty«. MitLittle Nightmares 3 wurde zudem ein Sequel für die populäre Horrorspiel-Reihe angekündigt, bei dem man sich nun erstmals auch im Koop-Modus durch die angsteinflößenden Level wagen kann.
Am 23. August startete die Gamescom dann offiziell mit dem Presse- und Fachbesuchstag. Einen Tag später sollten dann auch Privatbesucher*innen Zutritt zur Messe erhalten. Wie vorhin bereits angekündigt, war die Gamescom dieses Jahr größer denn je und dies spiegelte sich auch in der Größe der Stände wieder. Alleine Xbox überzeugte mit dem wahrscheinlich größten Stand aller Zeiten. Zusammen mit Bethesda konnte Xbox vor allem mit Spielen wie Starfield und dem Cyberpunk-DLC Phantom Liberty überzeugen. Beides wird im September released werden und die Gamescom konnte nochmal einen Vorgeschmack für die Spiele liefern. Auch Mortal Kombat 1 zog viel Aufmerksamkeit auf sich, da die Community sehr gespannt auf den Reboot der Kampfspielreihe ist. Ebenfalls zu erwähnen ist der bald erscheinende postapokalyptische-Koop-Shooter Synced, der von einigen schon als zukünftige Konkurrenz für das altbekannte und immer noch sehr beliebte Destiny angesehen wird. Der Aussteller Xbox lieferte ein massives Angebot an Spielen an seinem Stand, wovon der Großteil auch noch dieses Jahr rauskommt. Einen Bonuspunkt bekommt Xbox ebenfalls für die barrierefreie Umsetzung des Standes. Dieser war nämlich rollstuhlgerecht und zudem mit sehr viel Personal ausgestattet, welches Personen mit Einschränkungen zur Hilfe stehen sollte.
Bandai Namco überraschte bereits bei der Opening Night mit der Ankündigung eines neuen Ablegers der Little Nightmares-Reihe. Die Reihe vollzog einen Entwicklerwechsel und wird nun von dem Horror-Experten Supermassive Games entwickelt. Der Gameplay-Trailer ist leider der einzige Vorgeschmack, den man auf das Spiel bekommen konnte. Es gab zwar einen Stand zur Bewerbung des Spiels, aber anspielbar war der neuste Teil der Horror-Reihe noch nicht auf der Messe. Mit Tekken 8 und dem am 25. August frisch erschienen Armored Core VI: Fires of Rubicon hatte Bandai Namco aber noch zwei nennenswerte Hochkaräter im Gepäck mit dabei. Fires of Rubicon erntete sehr positive Bewertungen auf Steam und ebenfalls einen repektablen Score von 86 auf metacritic und zog somit auch einiges an Interesse auf der Gamescom auf sich.
Nintendo brachte mit The Legend of Zelda: Tears of the Kingdom und Pikmin 4 zwei Switch-Neuheiten aus diesem Jahr mit auf die Gamescom. Zudem waren aber auch sehr viele bekannte Erfolgsschlager wie Super Mario 3D World, Super Smash Bros. Ultimate oder auch Mario Kart 8 Deluxe mit am Start. Mit Everybody 1-2-Switch und ein paar Spielen von anderen Studios, unter anderem Sonic Superstars oder Just Dance 2024, gab es aber auch eine gute Menge noch unveröffentlichter Spiele. Das ausgefallene und abwechslungsreiche Bühnenprogramm, bestehend aus Community-Aktionen, Gewinnspielen und auch diversen Turnieren in Splatoon 3 oder Super Smash Bros. Ultimate, schaffte aber einen guten Ausgleich zu dem Mangel an wirklich großen neuen Spielehits.
Neben den verschiedenen Ständen der Aussteller*innen und der Möglichkeit, neue Spiele anzuspielen, hatte die Gamescom auch dieses Jahr wieder einiges mehr zu bieten. Von Auftritten diverser Creator*innen und Influencer*innen an diversen Ständen in der Entertainment Area bis zu Lasertag-Arenen, jeder Menge Familien- und Gruppen-Events oder auch die Möglichkeit, alte Spieleklassiker zu spielen. Die Gamescom war dieses Jahr wirklich in allen Belangen größer. Aufgrund dessen, dass Austeller wie Sony abgesagt haben oder Nintendo beispielsweise keines der großen und noch nicht erschienen antizipierten Spiele präsentiert hat, fehlte ein bisschen etwas. Die Lücke, die durch den Mangel der Präsenz wirklich großer Spielehits entstanden ist, wurde clever mit anderen Events gestopft. So konnte die Gamescom dieses Jahr knapp 320.000 Leute begeistern, was nochmal mehr als die Besuchszahl des letzten Jahres ist und somit den Return der größten Videospielmesse der Welt bestärkt.
Level 1.3: Gaming und Politik? Am 24. August fand zudem der Gamescom Congress statt, bei dem man als Fachbesucher*in die Möglichkeit hatte, sich diverse Vorträge zu Themen aus der Videospiel-Branche zu widmen. Den krönenden Abschluss des Kongresses bildete das sogenannte Debattle Royale. Dabei handelte es sich um eine Debatte ausgewählter Politiker*innen zu Themen der Gaming-Branche. Auf dem Podium diskutieren in diesem Jahr: Franziska Giffey (Berliner Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe und SPD-Landesparteivorsitzende), Nathanael Liminski (Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales sowie Medien des Landes Nordrhein-Westfalen und Chef der Staatskanzlei, CDU), Emily Büning (Bundesgeschäftsführerin, Bündnis 90/Die Grünen) und Bijan Djir-Sarai (Generalsekretär, FDP).
Moderiert wurde die Debatte von Kim »Freiraumreh« Adam und Maxim Markow. Während der Debatte wurden mehrere Themen abgehandelt. Das Thema Geld und die Finanzierung wie auch Investitionen in die Game-Branche wurde dabei zuerst angesprochen. Nach der Einführung eines Förderungssystems für die Branche im Jahr 2020 scheinen die Fördermittel nun schon aufgebraucht zu sein. Deutschland hängt im Vergleich zu anderen Ländern wie Frankreich oder Kanada um einiges zurück, was die langfristige Finanzierung der Game-Branche angeht. Andere Länder haben nämlich schon sehr viel früher angefangen, das Potential der Videospiel-Industrie zu sehen, und haben dahingehend auch kluge Konzepte erarbeitet, um Entwickler*innen ihre Arbeit zu erleichtern. In Deutschland muss hingegen immer wieder gefragt werden, wo das Geld zur Finanzierung überhaupt herkommen soll. Die Politiker*innen äußerten sich überwiegend unterstützend zu diesem Thema. Bijan Djir-Sarai betonte die Wichtigkeit von Planungssicherheit, um die Branche auch in Zukunft zuverlässig mit Geld versorgen zu können, wies aber auch auf die derzeitige wirtschaftliche Situation im Land hin. Nathanael Liminski bemängelte den Stand der Dinge und wünscht sich mehr Unterstützung und Taten vonseiten der Politik, um für mehr Geld zu sorgen. Emily Büning sprach die Wichtigkeit an, in Zeiten wie diesen in zukunftsorientierte Sektoren zu investieren, wozu die Spiele-Branche in jedem Fall zählt. Zu den weiteren Themen zählten unter anderem Berufe in der Gaming-Welt und Inklusion in und beim Spielen von Games.
Es wurde unter anderem eingegangen auf die Unattraktivität von Deutschland als Ausbildungsstandort für Berufe in der Gaming-Welt. Die fehlende Existenz einer richtigen Game-Universität in Deutschland ist dabei beispielsweise ein Kritikpunkt gewesen. Mögliche angesprochene Lösungsvorschläge während der Debatte waren dabei zum einen die Schaffung von mehr Role Models in der Szene (vor allem für Frauen), um sich mehr berufen zu fühlen, eben in dieser Szene aktiv zu werden. Auch die frühe Ansprache bereits in der Schule wurde genannt.
Level 1.4: Letzte Worte Für die Gamescom war das nun mittlerweile das zweite Jahr nach der Corona-Pandemie, in dem die Messe wieder in Präsenz stattfand. Und man kann nach den anfänglichen Zweifeln nun ganz klar sagen, dass sich die Gamescom bewiesen hat und somit auch komplett zu Recht seinen Ruf als größte Videospielmesse der Welt verteidigt hat. Viele Menschen waren aufgrund des eher traurigen Endes für die E3 skeptisch, aber die Kölner Videospielmesse hat es besser gemacht und sitzt wieder so fest im Sattel wie vor der Pandemie. Nachdem die Austeller*innen im letzten Jahr noch etwas zurückhaltend waren, sind 2023 wieder mehr von ihnen anwesend gewesen. Die Veranstalter*innen der Gamescom haben zudem einen guten Job gemacht, neben den Aussteller*innen auch für eine Vielzahl an anderweitigen Events zu sorgen. Die Gamescom hat den zweiten Härtetest nach der Pandemie bestanden und verspricht jetzt schon einiges für das kommende Jahr.
Damit ihr euch in der vorlesungsfreien Zeit nicht langweilen müsst, haben wir aus allen Redaktionen der moritz.medien die besten Empfehlungen aus der Kategorie Medien zusammengetragen. Von Serien und Filmen über Bücher bis hin zu YouTube- und Instagramkanälen ist alles dabei. Lasst euch inspirieren und teilt uns gerne in den Kommentaren mit, was ihr in letzter Zeit gern geschaut, gehört, gespielt und gelesen habt.
SERIEN UND FILME
Arrested Development – Diese Serie kann man nicht wirklich beschreiben, die Charaktere sind alle vollkommen bekloppt und das geniale Drehbuch fügt alles perfekt zu einer mit viel Liebe geschriebenen Komödie zusammen. Eine Serie, die man unbedingt auf Englisch sehen sollte, weil sie zu einem nicht unerheblichen Teil aus kleinen aber feinen Wortspielen besteht, die dann nach mehreren Staffeln Pause plötzlich zum perfekten Zeitpunkt wieder aufgegriffen werden. Eine Serie für Menschen mit einem etwas eigenen Sinn für Humor und einem großen Herz für verrückte Charaktere und Geschichten. Da eine Folge nur 20 Minuten lang und die Hauptstory sehr leicht verständlich ist, ist Arrested Development perfekt geeignet, um es nebenbei zu gucken. Und wegen der unzählbar vielen subtilen Anspielungen kann man die Serie immer und immer wieder gucken und sich jedes Mal wieder über neue Details freuen!
The Bold Type – Drei junge Frauen, die für ein internationales (Frauen-)Magazin in New York arbeiten. Alle drei sind sehr liebenswert, halten zusammen, unterstützen sich gegenseitig und jede Folge behandelt ein anderes sehr zeitgeistiges Thema. Die Farben, Kostüme und Sets sind toll, machen Spaß beim Ansehen – wenn einem so etwas auffällt. Inspiriert ist die Serie von der Lebensgeschichte der ehemaligen Cosmopolitan-Chefredakteurin Joanna Coles. Mich hat die Serie sehr angesprochen und ich freue mich auf die 4. Staffel.
Bones und The Mentalist – Alt aber noch gut, selbst wenn man sie schon kennt 😉 Bei Bones kann man etwas über Knochen und zwischenmenschliche Beziehungen lernen. Die Serie basiert auf dem Leben der forensischen Anthropologin und Autorin Kathy Reichs. In The Mentalist hilft Patrick Jane dem CBI durch seine erstaunliche Beobachtungs- und Kombinationsgabe Mordfälle aufzuklären.
Dark – Es war ja schon in aller Munde, aber es lohnt sich wirklich! Mit jeder Folge entstehen mehr Fragezeichen (und keine Sorge, irgendwann auch Ausrufezeichen) und man wird süchtig danach, jedes Puzzleteil zu registrieren und es in einen größeren Zusammenhang setzen zu wollen. Trotz (oder vielleicht sogar wegen) der zunehmenden Verwirrung macht es Spaß, eigene Theorien aufzustellen und mitzurätseln! Die Serie eignet sich vor allem, um sie in der WG zusammen zu schauen, aber jegliche inhaltliche Zusammenfassung wäre wahrscheinlich schon ein kleiner Spoiler – von daher schaut doch selbst! Tick…tack…
Game Night – Die Thriller-Komödie mit Jason Bateman und Rachel McAdams in den Hauptrollen hat mich super positiv überrascht. Spannend, komisch und irgendwie anders.
Jane the Virgin – Das pinke Cover und der Name könnten zwar abschrecken, doch die Serie ist genial gemacht und mit liebenswerten Charakteren gespickt. Unglaublich ironisch und überzogen und dabei so clever. Selbst für Menschen, die keine Telenovela-Fans sind, einen Versuch wert – zumindest, wenn man auf der Suche nach leichter Kost ist.
The Marvelous Mrs. Maisel Im New York City der 50er Jahre begleitet man das Leben von Miriam Maisel (Rachel Brosnahan), die in einer alles verändernden Nacht von ihrem Mann verlassen und als Stand Up-Talent entdeckt wird (Trailer). Doch das ist aufgrund ihres familiären Backgrounds und der damaligen Bedingungen nicht gerade unproblematisch. Wer es noch nicht kennt, sollte sich die drei Staffeln auf jeden Fall (wenn möglich auf Englisch) ansehen – eine Fortsetzung folgt.
Stralsund – Öffentlich-rechtliche Krimi-/Thriller-Serie mit Lokalkolorit. Erwartungen übertroffen. Hier zu finden: https://www.zdf.de/serien/stralsund.
DOKUMENTATIONEN
explained – Die Serie auf Netflix gibt in jeder Folge einen Überblick über ein anderes Thema. In rund 20 Minuten wird über Inhalte von Sekten über Piraten und Programmieren bis hin zur Monogamie informiert. Ein cooler Gedankenanstoß und motiviert, sich näher mit einigen Fragen zu beschäftigen.
Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Fernsehsender – Da möchte ich mich jetzt nicht auf eine festlegen. Stöbert einfach mal durch die Mediatheken der Öffentlich-Rechtlichen, den Rundfunkbeitrag zahlen wir sowieso. Insbesondere bei Natur-, aber auch im Bereich Gesellschaftsdokus findet sich hier eigentlich für alle etwas. – Die Arte-Mediathek ist auch recht interessant. Ich habe das Gefühl Arte vergisst man schnell oder denkt zumindest nicht sofort daran, wenn von den Öffentlich-Rechtlichen die Rede ist. Und Arte ist auch definitiv nicht mehr nur etwas für alte Leute, wie ich es als Kind immer empfunden habe. – Empfehlung: Eine ganze Reihe über Korea, interessant und beunruhigend: Büro 39 – Nordkoreas schwarze Kassen.
(HÖR)BÜCHER
Dan Brown – Die Robert-Langdon-Reihe (angefangen bei Illuminati) – Vielleicht kennt ihr ja die Filme bereits, aber hier lohnt es sich, die Bücher zu wälzen! Die Spannung ist teilweise fast nicht mehr auszuhalten und da es sie bei Spotify sogar als Hörbücher gibt, kann man die Sucht schön in den Alltag integrieren, hehe. Die Bücher sind unglaublich gut recherchiert und begleiten den Harvard-Professor für religiöse Ikonographie und „Symbolologie“ (fiktiv), der plötzlich in rätselhafte Morde, Geheimorden und Verschwörungen verwickelt wird und mit seinem unglaublichen Wissen versteckte Zusammenhänge, Ambigramme und Hinweise aufdeckt (natürlich meistens unter einem nervenaufreibenden Zeitdruck). Die Bücher sind also nicht nur spannend, sondern bieten auch super viele fun facts, mit denen ihr beim nächsten Galeriebesuch ein wenig angeben könnt. 😀
Don Winslow – Savages – Im Deutschen mit dem Untertitel „Zeit des Zorns“, aber auf Englisch tausend mal mehr zu empfehlen. Ein Krimi über den Drogenhandel in Kalifornien. Im Vordergrund steht die polyamoröse Liebesbeziehung zwischen der weiblichen und den zwei männlichen Hauptfiguren und die Frage, was einem Menschen passieren muss, damit er selbst bereit ist, zu einem „savage“ zu werden. Ein relativ blutiges Buch, wobei gewaltvolle Themen aber immer mit viel Respekt behandelt werden. Winslow arbeitet mit einer großen Liebe für Sprache / Wortspiele (daher im Englischen noch einmal wesentlich besser) und einem tiefen psychologischen Blick, nicht nur für seine Hauptfiguren, sondern auch für jede einzelne Nebenfigur.
Richard Dawkins – Das egoistische Gen – Ist auf Englisch noch besser, aber über SpringerLink nur auf Deutsch verfügbar. Kategorie Sollte man gelesen haben.
PODCASTS
HarryPodcast – Coldmirror analysiert in jeder Folge 5 Minuten des ersten Harry-Potter-Films bis ins kleinste Detail – Geduld nötig.
Mordlust – Ein True Crime-Podcast, in dem sich zwei Frauen über wahre Kriminalfälle unterhalten und dabei auf strafrechtliche und psychologische Hintergründe eingehen.
WG Wesensfremd Nachdem Matze Hielscher in Hotel Quarantäne – einer Spezialausgabe seines Interview-Podcasts Hotel Matze – ganze sieben horizonterweiternde Gespräche mit der Autorin Sibylle Berg führte, starteten die beiden Anfang August ihren eigenen Podcast WG Wesensfremd. Bei ihren Gesprächen über das Leben pendelt man als Zuhörer*in zwischen Grübeln und Grinsen und hofft am Ende, dass bald die nächste Folge kommt.
MUSIK
John Butler – Ocean (Live Version) – „Wer hätte gedacht, dass Herr Tumnus so gut Gitarre spielen kann?“ Nach dem kurzen Verspieler am Anfang wohl eines der schönsten Gitarrenstücke überhaupt und ein Song, um sich mit Kopfhörern nach einem langen Tag ins Bett zu legen, die Augen zu schließen und sich in eine andere Welt entführen zu lassen (vielleicht ja nach Narnia?). https://www.youtube.com/watch?v=hQjwkXrcUrs
JPatterson – Der (noch) recht unbekannte Künstler hat gerade erst ein neues Album namens „Mood“ rausgebracht. Richtig coole Mischung aus Reggae, Dub und Elektro, die durchbrochen wird von der immer wiederkehrenden Trompete. Perfekt für den Sommer.
Meute – Slip (Deadmau5-Cover) – Früher mochte ich weder Uniformen noch Marschkapellen, dann habe ich Meute entdeckt. Akustischer Techno in Perfektion, mehr kann und braucht man dazu nicht zu sagen. https://www.youtube.com/watch?v=NMefxohehPQ
Parcels – „Live Vol.1“ – Die Studio-Session der australisch-berlinerischen Band Parcels enthält alles, was man für den Spätsommer in Greifswald braucht: Ein Hauch von Fernweh nach Down-Under und dem Lebensgefühl der bunten Bundeshauptstadt verpackt in funky Melodien und Disco-Beats, bei denen selbst die Studierenden der Rechts- und Staatswissenschaften nicht ruhig sitzen bleiben können. Und das alles in technischer Perfektion und live aufgenommen in den Hansa-Studios. Ein kleiner musikalischer Vorgeschmack auf die erste post-Corona Turbomate in unseren studentischen Clubs: https://www.youtube.com/watch?v=e4TFD2PfVPw
Portugal.The Man – So Young (Live Stripped Down Session) – Der Song für den Morgen nach der Party, auch ohne Party am Abend davor! Akustisch und noch gefühlvoller als die Album-Version, einfach schön. https://www.youtube.com/watch?v=9vyGu2O7xNQ
VIDEOSPIELE
Assassin’s Creed: Odyssey – Wenn du immer schon einen Faible für die griechische Mythologie hattest und im Sommer mindestens 100 Stunden Zeit findest, um sie am PC oder der Konsole zu verbringen (hasst du die Sonne oder was???), dann ist AC Odyssey das perfekte Spiel für dich! Schlüpfe in die Fußstapfen von Alexios oder Alexandra und erkunde die offene Welt des antiken Griechenland. Begegne deinem liebsten Freund aus dem Mathe-Unterricht – Pythagoras, oder führe tiefgründige Diskussionen mit Sokrates. Geh auf die Jagd nach mystischen Wesen und begib dich auf die Antwort nach den großen Fragen der Menschheit. Achja, und nebenbei gilt es auch noch, die eine oder andere Schleichmission oder Schlacht zu meistern. Es ist also für alle etwas dabei! Nur ein kleiner Makel trübt den Gesamteindruck dieses eigentlich genialen Spiels: Wenn du eine Idee haben solltest, wie sich die Story sinnvoll in das AC-Universum einfügen lässt, melde dich gerne bei Ubisoft, die könnten da noch etwas Unterstützung gebrauchen!
TrackMania – TrackMania is back! Ganz richtig, wer schon länger das masochistische Verlangen verspürt hat, sich das eigene spielerische Mittelmaß in Zahlen vor Augen zu führen, wird bei der Neuauflage des Rennspielklassikers von Nadeo regelmäßig die eigenen Erwartungen (nicht) erfüllt sehen! Und das auch noch gratis! Grafisch hat sich am Spiel selbst im Vergleich zu Nations Forever eigentlich nicht viel verändert und das im absolut positiven Sinne! Ein Hauch von Kindheit und LAN-Party-Lückenfüllern! Wie im Original gibt es auch in der Neuauflage die Möglichkeit, Bundesland und Stadt auszuwählen, aber da Greifswald überraschenderweise nicht vertreten ist, könnt ihr euch stattdessen auf Ergebnisse wie „Platz 573 in Rostock“ freuen! Sehr amüsiert hat mich auch das Vodafone-Werbeplakat im Spiel: „Trackmania zocken mit 1.000 Mbit/s!“ Haha, gebt mir erstmal die 250, für die ich bezahle…
Zusatztipp: LAN-Partys Es sind Semesterferien, aber das Wetter spielt nicht mit? Schnappt euch ein paar Leute, tragt Pizza, Chips, Bier, die billigsten Energy-Drinks und alles, was irgendwie nach Computer aussieht („Nein Patrick, Mayonnaise ist kein Computer!„) in die gemütlichste Bude, die ihr finden könnt, schaltet für eine Nacht die Handys ab und genießt die Reise in eine einfachere Zeit! Hinweis: Zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses für diesen Artikel am 01.09. waren private Versammlungen in Mecklenburg-Vorpommern erlaubt. Haltet euch bitte verantwortungsvoll an die Corona-Regelungen und spielt bei neuen Kontaktbeschränkungen getrennt und von Zuhause aus über das Internet miteinander! Vielen Dank!
@celebface – Perfekt für alle, die ab und zu mal einen Reality-Check brauchen, weil sie auf Social Media nur noch perfekt gefilterte Gesichter und Körper sehen. Das Profil vergleicht Instagrambilder oder operierte Gesichter mit der Realität. Keineswegs herablassend, aber man merkt: Hinter den makellosen Bildern im Internet stecken auch nur gewöhnliche Menschen.
@goodnews_movement – Wie der Name schon verrät, werden hier lauter positive Neuigkeiten und Akte der Nächstenliebe gesammelt und geteilt. Hilft vor allem bei Weltschmerz jeglicher Art und stärkt die Hoffnung auf Menschlichkeit und Zusammenhalt, wenn einen die negativen Geschehnisse zu überrollen drohen, ist aber auch so einfach herzerwärmend anzuschauen und kann einen Stunden beschäftigen – Rumscrollen der guten Art und vor allem Inspiration für das eigene Verhalten!
@lenalademann – Auf den ersten Blick wirkt ihr Instagramprofil wie das einer Bloggerin, die ein Auge für Ästhetik, Mode und Architektur hat. Wenn man ihr folgt, wird man aber öfter von ihren Alter-Egos in ihren Insta-Stories überrascht. Extrem witziger Kontrast.
@maltezierden – Bekannt aus dem Fynn Kliemann-Universum. Immer wieder unglaublich witzige Stories über seine Erlebnisse in den öffentlichen Verkehrsmitteln, seine Gaumenspaltung oder seine Bemühungen um ein Foto von ihm in der Pferdezeitschrift Wendy (da tut sich gerade was!). Aber auch soziale Projekte werden angesprochen: Gerade baut und unterstützt er Heime für Straßenhunde in Griechenland.
Die moritz.familie wünscht euch noch eine schöne vorlesungsfreie Zeit!
Seit dem sich das Videospiel „Pong“ im Jahr 1972 zu einem populären Zeitvertreibentwickelte, ist viel Zeit vergangen. Spiele befinden sich in einer Odyssee, einer niemals endenden Metamorphose. Entwickler begannen zu verstehen, dass in diesem Medium weit mehr als Unterhaltung steckt. „The Stanley Parable“ hat das Medium Videospiel nun schwungvoll in die nächste Etappe der Erzählkunst gehievt. (mehr …)