von Anton Walsch | 29.04.2013
Dag Hammarskjöld ist in Uppsala allgegenwärtig: Eine Straße, eine Schule und eine Bibliothek sind nach ihm benannt, im Schlosspark steht sein Denkmal. Das kommt nicht von ungefähr: der charismatische Schwede war der zweite Generalsekretär der Vereinten Nationen.
(mehr …)
von Alexander Kendzia | 15.12.2009
Am vergangenen Wochenende fand im Konferenzsaal der Universität die „GreiMUN 2009 Climate Change Conference: Beyond the Kyoto Protocol“ statt. An der Konferenz nahmen 40 Studenten aus Deutschland, Italien, Ungarn und Weißrussland teil. Die GreiMUN 2009 war eine Simulation der parallel stattfindenden Klimakonferenz in Kopenhagen. Ziel der Konferenz war es ein Nachfolgeregime zum 2010 auslaufenden Kyoto Protocol zu entwerfen und zu verabschieden. Auf der Tagesordnung standen vier Themen, von denen drei behandelt werden konnten.
Die Delegationen einigten sich unter anderem darauf:
- Das Jahr 1990 als Basisjahr für „Greenhouse Gas Emissions“ beizubehalten
- Internationaler Transport Sektor: Es wurde geklärt, welchen Ländern die ausgestoßenen Emissionen des Flugverkehrs zugerechnet werden.
- Der „Emissions Certificate“-Handel soll global ausgeweitet werden.
Die beschlossenen Entscheidungen wurden im „Greifswald Protocol“ zusammengefügt, das hier nachgelesen werden kann. Jede Delegation, die sich in der abschließenden Abstimmung für das Greifswald Protocol ausgesprochen hatte, unterzeichnete das „Greifswald Protocol“. Einzig die Delegation der Vereinigten Staaten von Amerika verweigerte die Unterstützung des Protokolls.
Die Simulation war für die Greifswalder Teilnehmer die „Feuerprobe“ für die NMUN Simulation im nächsten Jahr. Der Verein GreiMUN wird, wie jedes Jahr, mit 22 Teilnehmern die Universität Greifswald im nächsten Jahr wieder in New York vertreten. Die Simulation war der Höhepunkt der Ausbildung der Teilnehmer des Ausbildungsseminars. 22 von ihnen wurden nun als Delegation ausgewählt.
GreiMUN-Party im TV-Club

Party-Flyer
Um die Verabschiedung des „Greifswald Protocols“ auch richtig zu feiern, findet am Mittwoch (16.12.2009) im TV-Club eine Party statt (Flyer siehe Gallerie). Wer also einmal „Delegierte“ beim feiern sehen möchte oder mitfeiern will, kann dort vorbeischauen.
Wer Interesse an einer Teilnahme an der UN-Simulation hat, kann sich auf der Internetseite von GreiMUN informieren oder die Artikel des WebMoritz zum Thema GreiMUN lesen. Das nächste Ausbildungsseminar findet im Wintersemester 2010/2011 statt. Das Seminar kann unter Umständen auch als Praktikum angerechnet werden.
Bilder: Textautor/ GreiMUN
von Alexander Kendzia | 25.10.2009
In unserer Serie „Greifswalder rund um den Globus“ berichtet dieses Mal unser webMoritz-Autor Alexander Kendzia über seine Fahrt zurUN-Simulation in New York.
Ein Erfahrungsbericht
Wenn man in der Mensa sitzt und isst, dann denkt man nicht immer darüber nach, was das für Folgen haben kann. In meinem Fall waren die Folgen des Essens keine Magenprobleme, sondern eine spannende Reise nach New York zum Hauptquartier der Vereinten Nationen. Ja – auch so etwas kann einem in der Mensa in Greifswald passieren.
Unterschätze nie die Macht der Flyer
Alles begann für mich mit dem Flyer, der neben meinem Tablett lag und mir nach einer Weile ins Auge fiel. Ob ich Interesse an internationaler Politik hätte und ob ich mal als Delegierter bei den Vereinten Nationen sein wolle, fragte mich das Blatt Papier. Na klar, sagte ich innerlich zu mir und nahm mir vor, zu der Informationsveranstaltung zu gehen.

GreiMUN e.V. Flyer
Was ich auf der Infoveranstaltung dann hörte, gefiel mir. Ein kostenloses Seminar durch GreiMUN e.V., welches in Englisch die Grundlagen der UNO, die Fachsprache, Verhalten in Sitzungen der UNO und diplomatisches Verhalten vermittelt. Das hörte sich nach viel Arbeit an. Aber die Versuchung endlich mal New York City zu sehen und die Vereinten Nationen als „echter“ Delegierter besuchen zu können, überzeugte mich, den Aufwand auf mich zu nehmen.
Auch Delegierte fangen klein an
Das Seminar wird von ehemaligen „Delegierten“ veranstaltet. Es brachte mir auf spielerische Weise die UNO und die mit ihr verbundenen Themen näher. Vieles war mir fremd und am Anfang war ich mir unsicher, ob ich wirklich der Aufgabe gewachsen bin. Das Team gab sich sehr große Mühe uns das Wissen zu vermitteln, das man benötigt um an einer Sitzung der UNO teilzunehmen. Das geschah nicht nur mit Präsentationen, sondern auch durch praktische Übungen. Zum Beispiel übten wir in jeder Sitzung, wie die Anwesenheit bei der UNO geprüft wird. Dazu erhebt man sich, nachdem man aufgerufen wird, nimmt sein Pappschild mit Namen in die Hand und spricht klar und deutlich „Present!“. Das wirkt zwar am Anfang etwas komisch, ist aber Praxis in der UNO. Der sogenannte „Role Call“.
(mehr …)