von moritz.tv | 31.05.2011
Jährlich erkranken in Deutschland mehrere 1000 Menschen an Blutkrankheiten, die zum Tod führen können. Helfen kann in den meisten Fällen nur eine Stammzellen-transplantation. Dazu muss allerdings erst ein richtiger Spender gefunden werden, der die gleichen Gewebemerkmale hat. Bei mehr als 50 Millionen verschiedenen Variationen der Merkmale ist es sehr unwahrscheinlich, schnell einen richtigen Spender zu finden.
Hier kommst Du ins Spiel: Du kannst helfen, indem du dich als Spender registrieren lässt und damit deine Einwilligung für eine mögliche Stammzellentransplantation gibst.
von Kerstin Zuber | 28.06.2008
„Uni hilft“ heißt das große Projekt zur Typisierung von potentiellen Knochenmarkspendern, das diese Woche in mehreren deutschen Städten durchgeführt wird. Auch Greifswald ist dabei: auf dem Fischmarkt können sich alle Interessierten zu dem Thema Knochenmarkspende beraten und typisieren lassen – und einem Leukämiepatienten vielleicht das Leben retten.
In der Bundesrepublik Deutschland erkranken zurzeit jährlich 4.000 Menschen an Leukämie (Blutkrebs). Leukämie führt in vielen Fällen zum Tod des Patienten. Wenn alle anderen Therapien versagen, gibt es nur noch eine letzte Hoffnung: eine Transfusion von Knochenmark-Stammzellen eines gesunden Spenders.
Solch eine Transfusion bedeutet für etwa zwei Drittel dieser Leukämie-Patienten die Möglichkeit zur Heilung. Die Chancen, einen geeigneten Spender zu finden, sind jedoch sehr gering, da unter mehreren tausend Personen immer nur sehr wenige das erforderliche Gewebemuster des Patienten besitzen (etwa 1:20.000).
Studierendenparlament der Universität Greifswald spendet für die gute Sache

Für eine erfolgreiche Suche ist daher ein umfangreiches Knochenmark-Spender-Register erforderlich. Das Projekt „Uni hilft“, organisiert von der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e.V. (bvmd), ruft nun die Bevölkerung zur Mithilfe auf. Um das Knochenmark-Spender-Register zu erweitern, informieren Greifswalder Studenten der Humanmedizin diese Woche auf dem Fischmarkt über das Verfahren der Knochenmarkspende und geben den Greifswaldern die Möglichkeit, sich gleich vor Ort Blut abnehmen und es typisieren zu lassen. Die Greifswalder Medizinstudenten werden in ihrem Vorhaben vom Institut für Immunologie unterstützt, welches sich bereit erklärt hat, die Analyse und Aufbereitung der Blutproben zu übernehmen. Und auch das Studierendenparlament (StuPa) der Universität Greifswald macht sich für das Projekt stark und unterstützt das Vorhaben mit einem Zuschuss in Höhe von 1.000€.
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