von Annica Brommann | 06.12.2021
Alle Jahre wieder weihnachtet es auch beim webmoritz.! Hier wird Weihnachtsmusik gedudelt, werden Plätzchen gebacken und Geschichten der vergangenen, diesjährigen und zukünftigen Weihnacht unter flackernden Lichterketten geraunt. Einen Teil dieser besinnlichen Stimmung möchten wir wieder in unserem Adweb.kalender mit euch teilen. Hinter dem 6. Fensterchen erwartet euch: Mit dem Weihnachtsgeschenk etwas Gutes tun.
Da hat man sich gerade aufgerafft, ein paar Weihnachtssterne und Lichterketten in der Wohnung aufzuhängen, schon ist der zweite Advent vorbei und die Nikolausschuhe wollen gefüllt werden. Der Dezember ist trotz der vielbesungenen Besinnlichkeit meistens voller Trubel des endenden Jahres – Glühwein, Prüfungsanmeldungen, Kekse backen, einzureichende Paper, Glühwein und noch etwas: Die Suche nach Geschenken.
Ein Geschenk, für das man noch nicht mal die Wohnung in die Coronakälte verlassen oder den Internetanbieter des (Nicht-)Vertrauens aufsuchen muss, ist eine Tierpatenschaft. Neben dem lokalen Tierheim oder Tierschutzbund gibt es zahlreiche (geprüfte) Initiativen, die Patenschaften für die verschiedensten Tiere anbieten. Das reicht von einzelnen Schicksalen, wie etwa aus Gefangenschaft geretteten Tieren, bis hin zu der Mitfinanzierung von ganzen Bienenvölkern oder Initiativen, die sich neben den Tieren auch für den Erhalt des Lebensraumes oder die Aufklärung und Forschung einsetzen.
Gerade für uns Studierende mit begrenzten finanziellen Mitteln spielt natürlich die Höhe des Spendenbetrags eine wichtige Rolle. Viele Organisationen bieten glücklicherweise verschiedene Modelle an: von einmaligen bis regelmäßigen Beiträgen in individueller Höhe ist am Ende viel Auswahl dabei, um ein passendes Geschenk zu finden. Natürlich lohnt sich immer ein prüfender Blick auf die Verwendung und Transparenz der Spendenbeiträge, aber aus Skepsis gar nicht zu spenden, hilft am Ende garantiert nicht.
Und noch ein letztes Argument: Über die Patenschaft bekommt das Ganze trotzdem einen persönlichen Charakter. Ihr könnt beispielsweise das Lieblingstier eurer Liebsten unterstützen oder, wie beispielsweise bei Bienenpatenschaften, jedes Jahr einen Honig mit persönlichem Etikett als Dankeschön zugeschickt bekommen. So bekommt meine Mama jedes Jahr zum Muttertag einen Honig von ihrer „Brommi-Biene“ und erzählt stolz, dass sie Delfinpatin von Jonny ist – solch kleine Gesten können also lange positiv ausstrahlen und nicht nur die schenkende und beschenkte Person erfreuen, sondern im kleinen Rahmen auch irgendwo auf der Welt ein wenig helfen.
Beitragsbild: Julia Schlichtkrull
von Lilli Lipka | 12.12.2020
Wir, die Redakteur*innen der moritz.medien, machen uns natürlich auch weiterhin Gedanken über unsere Umwelt und berichten daher in einem zweiten Teil unserer Nachhaltigkeitskolumne über weitere Themen, Tipps und Gedanken, damit ihr euer Leben (noch) nachhaltiger gestalten könnt.
Als Kind waren Geschenke für die meisten (auch für mich) DAS Highlight zur Weihnachtszeit. Heute schätzen wir vielleicht die gemeinsame Zeit mit unserer Familie oder das leckere Essen noch viel mehr. Aber ich muss zugeben: Ich freue mich immer noch, wenn ich kleine Aufmerksamkeiten zu Heiligabend bekomme und liebe es, andere zu beschenken. Trotzdem denke ich mir bei den Stapeln unterm Weihnachtsbaum immer öfter: Muss das wirklich sein? Brauchen wir das alles? In dieser Nachhaltigkeitskolumne soll es daher um nachhaltige Geschenke gehen. Viele Pärchen oder Freund*innen haben sich vielleicht schon darauf geeinigt, sich nichts zu schenken – zumindest nicht unnötig und auf (gesellschaftlichen) Zwang. Wenn euch Schenken jedoch auch so viel Freude bereitet, ihr aber trotzdem Rücksicht auf den Planeten nehmen wollt, findet ihr hier ein paar Ideen.
Geschenke können auf verschiedene Art nachhaltig sein. Die Eigenschaft „nachhaltig“ muss nicht unbedingt bedeuten, dass ein Gegenstand recycelt, plastikfrei oder aus schnell wachsenden Rohstoffen ist. Ein Geschenk ist auch nachhaltig, wenn es lange genutzt wird und langanhaltend ist. Wenn ihr also Gegenstände verschenkt, dann stellt vorher sicher, dass die beschenkte Person das wirklich braucht und benutzen wird, und eure Geste am Ende nicht im Regal verstaubt
Produkte in fair/regional/bio/umweltfreundlich/secondhand
Der Nachhaltigkeitsmarkt hat, so wie viele zur Weihnachtszeit, zugenommen. Das heißt, für viele Geschenkideen gibt es eine nachhaltige Alternative – ob Kosmetik, Kleidung, Haushaltsgegenstände oder Deko. Oft muss man aufgrund der besseren Bedingungen allerdings mit einem kleinen Aufpreis rechnen. Übrigens ist das Weihnachtsfest auch eine gute Möglichkeit, bekannte neue Welten zu öffnen. Wiederverwendbare Beutel für Brot und Obst, statt Einwegtüten oder Mehrwegflaschen sind ein praktischer Einstieg in den nachhaltige(re)n Lebensstil.
Wasser, Bäume und Hühner
Eine schöne Geste mit nachhaltigem oder gemeinnützigem Hintergedanken sind Spenden. Das heißt, statt das Geld für das 96. Paar Socken auszugeben, können ein paar Euro an eine wohltätige Organisation gespendet werden. Oft lässt sich dafür übrigens eine Geschenkurkunde ausstellen, die symbolisch unter dem Weihnachtsbaum liegen kann.
Noch bildlicher sind konkrete Spenden. Bei OxfamUnverpackt kann man beispielsweise symbolisch ein Tier, Wasser, Schulbücher oder Essen kaufen und somit einem bedürftigen Menschen weiterhelfen. Ähnlich läuft es bei Projekten wie PRIMAKLIMA ab, über das ihr Baumpatenschaften verschenken könnt.
Selbstgebasteltes und Selbstgebackenes
Die Geste hinter selbstgemachten Geschenken ist oft allein schon so viel wert. Zusätzlich sind sie meistens kostengünstig und können in der Regel sogar aus Materialien und Produkten hergestellt werden, die ihr bereits zuhause habt.
Bücher
Wissen und Geschichten bleiben lange und Bücher sind sowieso immer ein gutes Geschenk. Statt sie sich beim üblichen Verdächtigen zu kaufen, gibt es inzwischen Stores, die sich für nachhaltige Projekte einsetzen.
Fairer Weihnachtsmann
Süßes ist natürlich auch ein Klassiker unter den Geschenken. Aber auch Lebkuchen, Mandarinen und Schokoweihnachtsmänner gibt es in fair produzierten Versionen.
Wachsender Kalender
Eine schöne Idee sind wachsende Kalender. Dabei handelt es sich um Kalender, die pro Monat Samen in ihrem Papier enthalten, welche dann auf dem Balkon oder im Garten eingepflanzt werden. Über die Blumen oder das Gemüse freuen sich entweder die Natur oder der Magen des*der Beschenkten.
Zeit
Jaaa, so langweilig es auch klingen mag, aber auch Zeit ist eine nachhaltige Möglichkeit, verschenkt zu werden. Von Zeit miteinander profitiert man doch schließlich lange, oder?
Wie man Geschenke übrigens nachhaltig verpacken kann, lest ihr hier. Welche nachhaltigen Geschenkideen habt ihr? Gebt uns gerne noch mehr Inspiration im Kommentarfeld!
Banner: Jonathan Dehn
Beitragsbilder: Joanna Kosinska, Kira auf der Heide, Jan Canty auf unsplash