Entwicklungspolitische Tage: Veranstaltungen der zweiten Woche

Unter dem Motto “Welt Macht Geld” finden nun schon seit dem 2. November die Entwicklungspolitischen Tage statt. Hier findet ihr das Programm für die zweite Woche.

Der Student Ole Schwabe verbrachte im Zuge des Projektes Weltwärts Ein Jahr als Freiwilliger in Togo. Von September 2009 bis September 2010 lebte er in Dapaong, einem kleinen Dorf im Norden Togos. Dort engagierte er sich im Verein IT Village. Welche Eindrücke er dabei sammeln konnte, verrät er am Mittwoch, den 10. November, um 19.30 Uhr im St. Spiritus.

Wer am Freitag, dem 12. November, noch nichts vorhat, ist herzlich zum Vortrag „Grundeinkommen. Streit um eine Zukunftsidee“ eingeladen. Ab 20.00 Uhr referiert der Autor Werner Rätz im Stadtteilzentrum Schwalbe über das Grundeinkommen. Er stellt die Idee mit ihren Möglichkeiten vor, diskutiert Fragen, die sich daraus ergeben, und gibt einen Überlick über die gegenwärtige Debatte.

Am Samstag, 13. November, bietet Rätz zudem einen Workshop zum Thema „Modelle solidarischer Ökonomie“ an. Als Beispiel dienen unter anderem Haus- und Gartenprojekte, Tauschringe, Open-Source-Projekte und Umsonstläden, aber auch Aktivitäten in Kunst und Kultur. Der Workshop findet von 10.00 bis 16.00 im St. Spiritus statt.

Am gleichen Tag um 19.30 Uhr lädt die Stelzentheatergruppe Alta Vista in den Rubenowsaal der Stadthalle. Aufgeführt wird das Stück „Geldgeschichten“: Bei dem Versuch, sich von seinen Schulden zu befreien, verändert ein Mensch immer mehr sein Gesicht. Der Eintritt beträgt 3 Euro.

Ab 21.00 Uhr kann dann im IkuWo gefeiert werden. Auf der Abschlussparty steht dann die Band Polit-Beat auf der Bühne und der Spaß nach dieser ernsten Woche im Vordergrund. Der Eintritt für die Party beträgt 6 Euro.

Neben diesen Veranstaltungen warten auch zwei Ausstellungen auf Besucher. Das Antiquariat Rose in der Steinbecker Straße zeigt Fotos von Amnesty International zum Thema „Wohnen. In Würde. Roma in Rumänien und Italien“. Die Ausstellung setzt sich mit den erbärmlichen Bedingungen auseinander, in denen die Roma oftmals leben, aber auch mit Zwangsräumungen, mit denen sie sich konfrontiert sehen.

Im Stadtteilzentrum Schwalbe informiert zudem das internationale Netzwerk attac zum Bedingungslosen Grundeinkommen in einer Ausstellung. Besucher haben täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr die Möglichkeit, sich über dieses kontrovers diskutierte Thema zu informieren. Der Eintritt ist zu beiden Ausstellungen frei.

Foto: Veranstaltungsflyer

Ausstellung: Wohnen. In Würde. Roma in Rumänien und Italien

Die französische Regierung machte in der Vergangenheit in Bezug auf ihre Abschiebungspolitik gegenüber der ethnischen Minderheit der Roma auf sich aufmerksam. Auch in anderen europäischen Ländern geht es ihnen nicht wesentlich besser, wie die Ausstellung „Wohnen. In Würde. Roma in Rumänien und Italien“ zeigen soll. Diese wird im Rahmen der Entwicklungspolitischen Tage am 3. November um 20 Uhr eröffnet.

Ärmliche und katastrophale Wohnzustände für Roma in Italien und Rumänien.

In der Ausstellung soll über die ärmlichen Wohnverhältnisse und die häufig stattfinden Zwangsräumungen der Roma informiert werden. Dass die Wohnung nämlich vor willkürlichen Eingriffen geschützt ist, besagt der Artikel 12 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte aus: Niemand darf willkürlichen Eingriffen in sein Privatleben, seine Familie, seine Wohnung und seinen Schriftverkehr oder Beeinträchtigungen seiner Ehre und seines Rufes ausgesetzt werden. Jeder hat Anspruch auf rechtlichen Schutz gegen solche Eingriffe oder Beeinträchtigungen.

Die Austellung, die von der amnesty international-Gruppe Greifswald organisiert wurde, wird bis zum 13. November in der Galerie Vierquadratmeter im Antiquariat Rose, Steinbecker Straße 20, zu sehen sein. Der Eintritt ist frei.

Foto: Veranstalter