Historisches Institut wird 150!

Historisches Institut wird 150!

historisches_institut_gabriel-kords-großEine der ältesten Einrichtungen seines Fachs feiert den 150. Geburtstag: Das Historische Institut der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald. 1863 wurde es als Erstes seiner Art in Preußen und als viertes in Deutschland gegründet und gilt somit als eines der traditionsreichsten Einrichtungen für die Geschichtsforschung in Deutschland. Dieses Jubiläum soll nun gebührend gefeiert werden. (mehr …)

Ringvorlesung Geschichte der Germanistik

Ringvorlesung Geschichte der Germanistik

Dass die Germanistik ein vergleichsweise noch junges Fach ist, ist nicht allen bekannt. Die Etablierung an den Universitäten fand erst im 19. Jahrhundert statt – an der alma mater wurde das germanistische Institut 1876 gegründet. In einer Ringvorlesung, die am 6. April beginnt, wird die Geschichte der Germanistik vorrangig von Lehrkräften des hiesigen Instituts der Deutschen Philologie dargestellt.

Unentbehrlich für die Germanisten: Bücher, Bücher, Bücher.

So wird Professor Eckard Schumacher, Lehrstuhlinhaber Neuere deutsche Literatur und Literaturtheorie, in der ersten Vorlesung einleitende Worte zur Thematik finden und das weitere Programm vorstellen. In den kommenden 13 Veranstaltungen wird das Spektrum breit gefächert sein: Von den Ursprüngen der Germanistik, Professorin Monika Unzeitig der Älteren deutschen Sprache und Literatur stellt die komparistischen Anfänge des Fachs dar, über sprachwissenschaftliche Ansätze (Sprache als Organismus) und literaturwissenschaftliche Forschungen, wie Literaturwissenschaft im Nationalsozialismus. Abschließend spricht Professor Schumacher am 13. Juli über Germanistik und Gegenwartsliteratur.

Die Vorlesungen finden jeden Mittwoch von 16 bis 18 Uhr im Hörsaal der Deutschen Philologie in der Rubenowstraße 3 statt und sind nicht nur für Germanistikstudierende gedacht. Veranstaltet wird die Reihe vom Arbeitsbereich Neuere deutsche Literatur und Literaturtheorie. Weitere Informationen gibt es hier.

Das Programm in der Übersicht:

  • 06. April Eckhard Schumacher (Neuere deutsche Literatur/ Greifswald): Geschichte der Germanistik. Einleitung und Vorstellung des Programms

 

  • 13. April  Monika Unzeitig (Ältere deutsche Sprache und Literatur/ Greifswald): Komparatistische Anfänge des Fachs

 

  • 20. April Irene Erfen (Ältere deutsche Sprache und Literatur/ Greifswald): Karl Lachmann oder die Hochzeit der Philologie mit dem deutschen Altertum

 

  • 27. April Jürgen Schiewe (Sprachwissenschaft/ Greifswald): Sprache als Organismus. Einblicke in die Konstruktion der Sprachwissenschaft im frühen 19. Jahrhundert

 

  • 4. Mai Claus-Michael Schlesinger (Neuere deutsche Literatur/ Greifswald): Dichter und Denker der Nation. Deutsche Philologie um 1871

 

  • 11. Mai Myriam Richter (Neuere deutsche Literatur / Hamburg): Babylonische Sprachverwirrung? Zur Programmatik und Praxis der Germanistik um 1900

 

  • 18. Mai Michael Gratz (Neuere deutsche Literatur / Greifswald): Editionsphilologie zwischen Ideologie und Wissenschaft. Zur Stuttgarter und Frankfurter Hölderlinausgabe

 

  • 25. Mai Gerhard Kaiser (Neuere deutsche Literatur/ Göttingen): Grenzverwirrungen – Literaturwissenschaft im Nationalsozialismus

 

  • 1. Juni Monika Schneikart (Neuere deutsche Literatur/ Greifswald): Positionswechsel: Romantikforschung in der DDR-Germanistik

 

  • 8. Juni Elisabetta Mengaldo (Neuere deutsche Literatur/ Greifswald): Kritische Theorie und germanistische Literaturwissenschaft: Eine Mesalliance?

 

  • 22. Juni Gudrun Weiland (Neuere deutsche Literatur/ Greifswald): „Strategien der Häresie“ – Trivialliteraturforschung in den 1960er/70er Jahren

 

  • 29. Juni Christina Gansel (Sprachwissenschaft / Greifswald): Textsorten – Schnittstelle von Literaturwissenschaft und Textlinguistik

 

  • 6. Juli Peter C. Pohl (Neuere deutsche Literatur / Greifswald): Rettende Vielfalt? Zur kulturwissenschaftlichen Wende der Germanistik

 

  • 13. Juli Eckhard Schumacher (Neuere deutsche Literatur / Greifswald): „… weil es noch nicht Geschichte geworden ist“ – Germanistik und Gegenwartsliteratur

Fotos: webMoritz-Archiv (Aufmacher), Lucas Dienemann via jugendfotos.de

Superwoman? Superman? Ringvorlesung des IZFG

Jedes Kind kennt Superman, den Comichelden mit dem wehenden roten Umhang, dem Sixpack und der gegelten Stirnlocke. Seit über achtzig Jahren kämpft er für das Gute, ob in Comics oder Filmen. Darüber hinaus ist er, sowie die blonde, vollbusige und wenig bekleidetete Superwoman Thema der neuen Ringvorlesung des IZFG, dem Interdisziplinären Zentrum für Frauen- und Geschlechterstudien. „Superwoman? Superman? Visionen vom optimierten Leben“, heißt die Veranstaltung. Die erste Vorlesung zur Einstimmung findet am 20. Oktober von 16 bis 18 Uhr im Hörsaal der Deutschen Philologie, Rubenowstraße 3, statt.

Der perfekte Mann: Superman mit Sixpack oder lieber Bierbäuchen? Im Vortrag geht Thomas Altgeld am 27. Oktober darauf ein.

Danach folgen elf weitere Veranstaltungen, jede Woche mit einem neuen Thema, das sich um den „perfekten“ Körper, das „peferkte“ Geschlecht dreht. So wird am 27. Oktober Thomas Altgeld aus Bremen über den „perfekten“ Mann sprechen. Im Mittelpunkt steht dabei die Problematik, wie sich das Gesundheitshandeln von Jungen und Männern zwischen Sixpacks und Bierbäuchen gestaltet. Weitere Schwerpunkte sind Betrachtungen zu Geschlechterfragen aus verschiedenen Bereichen, wie der Literatur- oder Rechtswissenschaft. Beispielsweise wird die Juniorprofessorin Hania Siebenpfeiffer am 12. Januar über „Kollaborierende Körper in der Gegenwartsliteratur“ referrieren. Eine Woche später hält Konstanze Plett (Bremen) eine Vorlesung über Konstruktionen von Geschlecht durch Recht. Im vergangenen Wintersemester war das Thema der Ringvorlesung übrigens: Greifswald regendered, Perspektiven der Geschlechterforschung.

Organisiert wird die Vorlesungsreihe in diesem Jahr von Hania Siebenpfeiffer vom Institut für Deutsche Philologie, Andrea Bettels (IZFG) und Professorin Mariacarla Gadebusch Bondio vom Institut für die Geschichte der Medizin.

Foto: Lukas Hersemeyer via jugendfotos.de

polenmARkT-Podcast: Miron Białoszewskis Sprachakrobatik

BialoszewskiAm Mittwochabend hielt Prof. Dr. Alexander Wöll vom Institut für fremdsprachliche Philologien (Lehrstuhl für Ost- und Westslawische Philologie) und Vorsitzender des polenmARkT e.V., im Rahmen des laufenden polenmARkTs einen Vortrag über den polnischen Dichter Miron Białosz und seinen sprachakrobatischen
Ausbruch aus den Geschlechterrollen. Die Veranstaltung war auch Teil der Ringvorlesung „Greifswald regendered – Perspektiven der Geschlechterforschung“ des Interdisziplinären Zentrums für Frauen- und Geschlechterstudien (IZFG).

webMoritz-Autorin Christine Fratzke hat die Veranstaltung besucht.

[podcast]http://webmoritz.de/wp-content/uploads/2009/11/podcastvortragpolenmarkt.mp3[/podcast]

Bild: Veranstalter