von webmoritz. | 06.02.2024
Sie ist die Endgegnerin aller Studierenden: die Prüfungsphase. Einige sind sehr gut, andere gut und wieder andere gar nicht auf sie vorbereitet. Aber im Endeffekt holt sie jede*n ein. Früher oder später. Es trifft jede*n zum Ende des Semesters. Aber der webmoritz ist für euch da und hat für euch die wichtigsten Fragen beantwortet, wie man in dieses Duell gehen sollte.
Ein Kooperationsartikel von einigen eifrigen webmoritz.-Redakteur*innen
Wenn ihr diesen Artikel relativ kurz nach der Veröffentlichung lest, stehen die Chancen gut, dass ihr gerade wieder prokrastiniert. Oder ihr seid Teil der webmoritz.ultras. Beides freut uns natürlich (also das Lesen unserer Artikel, nicht das Prokrastinieren). Aber wenn ihr prokrastinieren solltet, haben wir für euch unsere besten Tipps, um aus der Situation wieder herauszukommen.
Schritt 1: Aufhören mit dem Prokrastinieren
Zuerst müssen wir eins klarstellen. Es gibt viele Mittel und Wege, um mit dem Prokrastinieren aufzuhören; was bei dem einen oder der anderen funktioniert, ist für die nächsten wieder völliger Schwachsinn. Wir haben daher in unsere Tipps nur solche aufgenommen, welche auch wirklich funktionieren, zumindest bei einigen von uns.
Etwas, dass immer wieder zu hören war, ist, dass man sich klare Ziele setzen sollte. Klare Ziele meint in diesem Fall nicht, dass man sagt: „Ich will unbedingt ne 1,0 in der Klausur holen“, sondern, dass man mit kleinen Schritten zum Ziel kommt. Setzt euch Ziele für jede Lerneinheit. Lernt beispielsweise heute ein Kapitel oder macht eine Probeklausur. Ganz besonders wichtig ist in diesen Fällen natürlich die Belohnung. Zu den Belohnungen aber später mehr.
Etwas, dass auch immer wieder zu hören war, ist, dass die Atmosphäre auch ihren Teil zum Prokrastinieren beitragen kann. Also schafft eine Atmosphäre, die euch zum Lernen einlädt und nicht davon abhält. Besonders wichtig kann es für die ein oder andere Person von euch sein, wenn ihr einfach mal das Handy ausschaltet oder zumindest die Benachrichtigungen. Die Welt geht schon nicht unter, wenn man für ein paar Stunden am Tag offline ist (Sorry für den Boomerspruch). Wenn das aber für euch keine Alternative ist, dann solltet ihr vielleicht zumindest den Zugriff auf eure Social Media Apps beschränken. Der Lernerfolg wird es euch danken.
Schritt 2: Richtig lernen
Ihr habt es also nun geschafft. Ihr habt erfolgreich aufgehört zu prokrastinieren. Aber schon steht ihr vor dem nächsten Problem. Wie lernt man jetzt richtig? Auch hier gilt leider, dass es keine Blaupause gibt. Es ist typenabhängig.
Für die einen sind es die Klassiker wie Lernzettel oder Karteikarten. Für die anderen ist es das Zusammenfassen der Lerninhalte bis nur noch Stichworte übrig sind oder das Nacharbeiten der Vorlesungsfolien und Verknüpfen von Inhalten. Etwas, das aber vermehrt in der Redaktion genutzt wird, ist die Pomodoro-Technik. Hört sich erstmal schon cool an und ist auch sehr simpel. Falls ihr diese nicht kennt: Ihr lernt in einem Zeitintervall von 25 Minuten konzentriert (also ohne Ablenkungen) und macht dann 5 Minuten Pause. Dies wiederholt ihr beliebig oft (im Idealfall mehr als einmal).
Aber wie gesagt, gibt es leider keine Blaupause, wie ihr für euch „richtig“ lernt. Dies müsst ihr leider selbst herausfinden. Aber vielleicht habt ihr in diesem Absatz Inspiration gewonnen oder ihr habt andere Vorschläge; dann haut diese gerne in die Kommentare!
Schritt 3: Die Belohnung
Habt ihr also Schritt 1&2 absolviert, könnt ihr zu Schritt 3 übergehen. Hier kommt sie also nun, wie bereits groß angekündigt, die Belohnung. Wir alle kennen das, wenn man sich als Belohnung für einen Erfolg erstmal etwas gönnt. Auch hier haben wir für euch unsere Go-to-Belohnungen gesammelt.
Entweder sind es die selbstgebackenen Cookies, oder eben der Apfelkuchen mit Zimt und Zucker beim Bingewatchen der Lieblingsserie oder des Lieblingsfilms. Aber auch Sport in jeglicher Form stellt eine Belohnung dar, selbst wenn es nur ein kurzer Spaziergang ist. Mit dem Sport einhergehend kann man auch soziale Kontakte wahrnehmen. Dies muss aber nicht nur mit dem Sport der Fall sein, auch ein Kinobesuch oder beispielsweise ein Partybesuch im Club eures Vertrauens bieten sich hierfür an.
Euch ist nicht nach menschlichen Kontakten? Auch dafür haben wir Lösungen: Das bereits angesprochene Bingewatchen der Lieblingsserie oder ein Kapitel aus dem Lieblingsbuch können sehr erholend wirken.
Entspannung kann aber auch eine sehr gute Belohnung sein. Sei es ein entspannter Wellness-Abend oder einfach nur der klassische Power-Nap. Schlafen kann Wunder bewirken und sehr entspannend sein.
Schritt 4: Stolperstein Prüfungsangst
Ihr seid also nun an dem Punkt angekommen, wo ihr gut vorbereitet in Raum sitzt und die Klausur vor euch liegt, oder (im Falle einer mündlichen Prüfung) ihr darauf wartet, losreden zu dürfen. Ihr merkt aber plötzlich, dass euch die Prüfungsangst heimsucht. Was also tun? Wichtig ist erstmal, dass ihr locker bleibt. Panik hat noch nie in so einer Situation geholfen.
Schöpft Mut aus den Erfolgen der Lernphase. Macht euch klar, dass jede Klausur machbar ist. Und ganz wichtig ist es, um Druck herauszunehmen, dass die eigenen Erwartungen realistisch gehalten werden. Natürlich sollte man in jeder Klausur nach dem besten Ergebnis streben, aber auch nie den Bezug zur Realität verlieren. Wenn einem das Themengebiet nicht besonders liegt, ist es vielleicht nicht der beste Weg, trotzdem auf eine 1,0 zu schielen. Bleibt also in der Erwartungshaltung realistisch. Und ganz wichtig: Man scheitert auch mal im Leben. Aber an Niederlagen wächst man. Es ist also nicht so schlimm, nicht das gewünschte Resultat aus einer Klausur zu holen.
In eigener Sache
Abschließend möchten wir als Redaktion des webmoritz. euch noch ganz viel Erfolg bei den anstehenden Prüfungen wünschen. Wir hoffen, dass euch unsere Tipps und Erfahrungen ein wenig weiter gebracht haben oder in der nächsten Prüfungsphase weiterbringen werden. Ihr packt das!
Beitragsbild: Jeswin Thomas auf Unsplash
von Swantje Furtak | 31.07.2020
Ich halte meine Kaffeetasse eng umklammert und blicke hinaus, ohne den Himmel zu sehen. Starre ins Leere. Aus dem kleinen Eckfenster in unserer Küche sieht man normalerweise die kurzen Schornsteine der umliegenden Dächer. Aufsteigenden Rauch, der sich an der Kante erster Sonnenstrahlen bricht. Ich glaube, er ist auch heute da. Nur wahrnehmen kann ich ihn nicht. Ich habe Angst.
MAN HÄNGT ALLEIN AN DER WAND
In fünf Minuten sollte ich die Federtasche in den Rucksack stecken, die Riemen über die Schulter schwingen und die Tür hinter mir zuziehen. Dann käme ich genau eine halbe Stunde vor den typischen Worten unserer Professorin: „Legen Sie bitte Ihren Studierendenausweis heraus. Auf Ihren Tischen sollte nicht mehr liegen, als ein Taschenrechner und ein Stift. Den Rest haben Sie im Kopf“. Es ist schon mein zweiter Versuch dieser Prüfung. Die „Rausschmeißerklausur“ unseres Studiums. Meine Freund*innen hatten mich alle sehr erstaunt angeblickt: „Du bist durchgefallen?“ „Ja. Sie war schwer und ich saß dort ganz allein in meinem Zeitdruck, meinem Ich-weiß-wo-es-steht und Ist-das-der-richtige-Ansatz. Das hat nicht gereicht. Ich schreib sie im Februar nochmal“. Heute ist dieser Februartag.
JEDER HAT SEINE ART ZU KLETTERN
Gestern Abend noch war ich so nervös, dass Friedi mir die Lernzettel aus der Hand riss und mich zwang, mit ihr in die Boulderhalle zu fahren.
Im hintersten Winkel des Gewerbegebiets haben Studierende ein paar Wände zusammengezimmert. Bunte Steine markieren die Routen, Zettel unter dem ersten und letzten, den Schwierigkeitsgrad. Im Winter kann es dort sehr kalt werden. Wir haben nur einen kleinen gasbetriebenen Heizer.
Vor dem stand ich gestern die ersten 10 Minuten, hielt meine tauben Hände gegen das Gitter und beobachtete die Menschen an der Wand. Obwohl alle dieselben Routen kletterten, taten das alle auf ihre Weise. Die kleinen Stämmigen hangelten sich nur an den Armen aus dem Überhang heraus. Große Lange konnten auf einer Seite stehen und auf der anderen nach einem Stein greifen. Und dann gab es noch diese, die sich nur mit ihrem Gleichgewichtssinn freihändig an den Wänden entlang schoben, langsam und vorsichtig.
MAN BRAUCHT VIEL KONZENTRATION
Bouldern verlangt ein inneres Ruhen, vollste Konzentration auf den Stein vor einem, kein Nachdenken über die gesamte Route. Und während ich dort vor dem kleinen Heizer langsam wieder meine Finger spürte, kam mir der Gedanke, dass die Klausur morgen vielleicht ganz ähnlich wäre.
Mit pochendem Herzen trat ich an die Wand und griff nach dem ersten Stein der gelben Route. Hing mich mit beiden Armen in der Hocke an die Wand, fasste nach rechts, hookte den Stein links und drückte mich hoch. Verlor kurz mein Gleichgewicht.
EIN STEIN NACH DEM ANDEREN
Ich musste durchatmen, langsamer klettern und nur den Stein vor mir sehen. Ein Handgriff nach dem nächsten. Die Route führte aus dem Übergang heraus über die Kante. „Glaub an dich“, rief eine Stimme von hinten. Um die Kante. Ich kämpfte. Zog. Drückte. „Los!“ Ich würde das schaffen! Der Gedanke zog mich auf den nächsten Stein. Ich konnte kurz durchatmen. „Siehst du.“ Ich drehte mich um, grinste den Fremden hinter mir an. Dann griff ich nach dem nächsten Stein. Taumelte, bekam ihn aber noch mit den Fingerspitzen zu fassen. Hing kurzzeitig nur an den Armen und fiel im nächsten Moment auf die Matte am Boden.
MAN LERNT IMMER NEUE TECHNIK
Der Boulderer neben mir lachte „Nicht schlimm. Nochmal oder die nächste Route.“ Ich grinste über die Leichtigkeit in seinen Worten. „Technik lernst du immer dazu.“ Ich nickte. Hatte ich doch gerade schon wieder einen neuen Handgriff gelernt, das Hooken geübt, und mich dynamisch hochgezogen. „Den Hook brauchst du auf jeden Fall auch für die Blaue dahinten.“ Er klopfte mir auf die Schulter und wendete sich ab.
WENN MAN NICHT AN SICH GLAUBT, BRAUCHT MAN DIE ROUTE GAR NICHT ANZUFANGEN
Ich blicke auf die Uhr. Die fünf Minuten sind vorbei. Habe ich mich doch wirklich so sehr in der Erinnerung an gestern Abend verloren, dass ich die Zeit vergessen habe. Ich will gerade losstürmen, zu einer Klausur kommt man nicht zu spät, als ich nochmal innehalte. Tief ein- und ausatme, wie ich es auch vor der gelben Route gestern Abend getan hatte. Ich werde einfach eine Aufgabe nach der anderen beantworten. Falls es nicht reicht, macht das nichts. Dann schreib ich sie nochmal oder mache etwas anderes.
Und fast am allerwichtigsten: Ich werde an mich glauben. Wenn man nicht an sich glaubt, braucht man eine Boulderroute gar nicht anzufangen. Das ist bei der Klausur nicht anders. Mit einem letzten Blick aus dem Küchenfenster ziehe ich die Tür hinter mir zu. Aus den Schornsteinen bricht sich der Rauch an der Kante erster Sonnenstrahlen.
Beitragsbild: Swantje Furtak
von Rebecca Firneburg | 03.03.2016
Der Mitte 2015 erschienene Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse hat bestätigt: Mehr als jeder fünfte Student bekommt es während seines Studiums mit psychischen Problemen zu tun. Darunter besonders häufig Angststörungen und affektive Störungen, wie etwa Depressionen.
(mehr …)
von radio 98eins | 13.07.2011
Von 19 bis 20 Uhr heißt es wieder: Das Magazin – am Puls der Stadt.
Moderatorin Sandra Fikus begleitet euch mit ihrem Charme durch die Sendung und bringt euch auf den neuesten Stand der Dinge, die sich in Greifswald und Umgebung abspielen.
Kennt ihr das Gefühl der Prüfungsangst? Dann verpasst keineswegs den Bericht von Laura Armborst, denn sie informiert euch näher über das Thema und gibt euch Ratschläge mit auf den Weg, wie ihr dagegen vorgehen könnt.
Für den Abend fehlt euch noch die passende Ausgehadresse? Anne Wiegel hat euch Veranstaltungstipps für den heutigen Abend zusammengestellt, sodass dieser garantiert nicht ins Wasser fällt. Lasst euch dazu einstimmen von Musik abseits des Mainstream sowie von der CD der Woche, die diesmal von Fitz & The Tantrums kommt.
Um kurz nach halb acht informiert euch Laura Kühn über die aktuellen Geschehnisse aus Greifswald und Umgebung. Und auch über die Wetteraussichten für den morgigen Tag werdet ihr informiert.
Kino, Popcorn und die perfekte Begleitung – genauso kann euer Sonntagabend aussehen. Unsere Kinoexpertin Franziska Koch stellt euch heute die Filme „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 2“ sowie „Transformers 3“ vor. Für letzteren Film könnt ihr 5×2 Kinokarten gewinnen und müsst dafür nur eine winzige Frage beantworten. Stellt euer Telefon also schon mal griffbereit!
Die Mittwoch-Redaktion wünscht euch viel Hörfreude & Spaß beim Gewinnspiel! (:
von moritz.magazin | 22.11.2009
Spätsommer 2009: Mitten in der nahezu unbeschwerten vorlesungsfreien Zeit wird sie ausgehängt – die Absturzliste: bedrückte Gesichter, Tränen und die neidvollen Blicke zu jenen, die es geschafft haben. Das Latinum.
Sarah P.* begleitete zwei Freundinnen, um die Ergebnisse der Latinumsprüfung einzusehen: „Christin und Julia* waren vollends überzeugt, diesmal bestanden zu haben, jedoch wurden sie enttäuscht. Die Stimmung war einfach total bedrückend, eine Studentin saß neben ihrem Kind auf der Treppe, weinte fürchterlich und erklärte, dass dies für sie der letzte Versuch war und sich das Studium damit jetzt erledigt hätte.“
An der Philosophischen Fakultät sind in einigen Fächern, unter anderem Geschichte auf Lehramt, Theologie und Philosophie Master, nicht nur Lateinkenntnisse, sondern das Latinum obligatorisch. Entweder kann das Latinum zu Beginn des Studiums aus Schulzeiten eingereicht oder während des Studiums an der Universität erworben werden.
Es ist erstaunlich, dass trotz drei Prüfungsversuchen die Quote der Zulassung zum mündlichen Examen, die nur dann erfolgt, wenn man die schriftliche Prüfung bestanden hat, nur knapp über 50 Prozent liegt, wie Herr Metz berichtet, der das Lektorat Latein innehat. Im vergangenen Prüfungssemester konnten ein Dutzend Lehramtsstudierende auf Grund eines nicht bestandenen Latinums die Abschlussprüfungen nicht antreten. Durchstöbert man die Listen der Eingeschriebenen für die Lateinkurse im jetzigen Wintersemester, fällt auf, dass erstaunlich viele der Studierenden ihre Regelstudienzeit bereits überschritten haben. (mehr …)