Die unendliche Geschichte – Teil 13

Die unendliche Geschichte – Teil 13

Einfach mal abheben in ein anderes Universum, auch dafür ist der webmoritz. da! Ihr könnt jeden Freitag ein anderes Redaktionsmitglied auf einem neuen Teil der intergalaktischen Reise unserer unendlichen Geschichte begleiten. Die Rahmenbedingungen haben wir in einer gemeinsamen Sitzung aus unseren Ideen zufällig ausgewürfelt, danach haben wir die Geschichte jedoch der individuellen Kreativität und Gnade unserer Redakteur*innen überlassen. Wohin die unendliche Geschichte führen wird, ist für uns also auch noch ungewiss, aber wir bieten Corona-Craziness, Ärger und Spaß ohne Ende – garantiert!

Was bisher geschah …
Gerhard Schmitt, Galapagos-Schildkröte, Investigativjournalist und Entenfotograf, landet als blinder Passagier in dem Enten-Raumschiff Große Kosmische Ente ganz schön holprig auf dem Planeten Meridia (Teil 1). Hier beginnt ein großes Abenteuer für den mutigen Schildkröterich. Als er Justus, das kleine Schnabeltier, kennenlernt, dessen Vater genauso wie die Enten vom Meritär entführt wurde (Teil 6), muss er auf einmal selbst zum Helden werden. Gemeinsam suchen sie die Mudixe auf (Teil 7), die absolut mudixten Journalist*innen des Planeten, die zu wissen scheinen, wo sich das geheime Meritärlager befindet. Nach einem Waldbrand, einem Sprung in ein schier bodenloses Loch und grauenvollem Shanty-Gesang (Teil 11), landet Gerhard schließlich im Geheimlager des Meritärs, wo er nicht nur Justus‘ Vater findet, sondern auch … seinen Sauerteig (Teil 12).

Teil 13 – Gerhard auf Rettermission

Nachdenklich schaute sich Gerhard um. Sollte er es wagen und den kostbaren Sauerteig an sich reißen, bevor er auf dem Rückweg vielleicht nicht mehr die Möglichkeit dazu hatte? Aber was, wenn er sich dabei erwischen ließ? Er hielt sich ja ohnehin schon auf gefährlichem Untergrund auf. Während seine Gedanken in alle Richtungen kreisten, bewegte er sich ganz langsam auf die Tür zu. Noch kurz bevor er diese aufstoßen und auf den Schreibtisch zustürmen – beziehungsweise galapagosschnell schlendern – wollte, schoss ihm ein Geistesblitz durch seinen schildkrötenschlauen Kopf. Es waren schon viel zu viele Tage vergangen, in denen der kostbare Sauerteig nicht an einem kühlen Ort gelagert hatte. Die Chancen auf Leben schienen also sehr schlecht und selbst wenn er noch um sein Leben kämpfen wollte, müsste Gerhard ihn umgehend mit Mehl und Wasser füttern. Daran war in diesem Moment jedoch nicht zu denken. Er entschied sich also, sich lieber um diejenigen mit besseren Überlebenschancen zu kümmern, und den kleinen Justus, dessen Biker-Vater und die Enten zu retten.

Nach einer langen Sauerteig-Schweigeminute begab er sich zurück auf seine Mission. Schon zu viel Zeit hatte er verschwendet und damit das Risiko erhöht, in die Arme des Meritärs zu kriechen. Nachdem er die zweite Abbiegung links genommen hatte, war er endlich fast da. Dabei war er an auffallend wenig Türen vorbei scharwenzelt. Außer hellbraunen Betonwänden, einer kleinen Glühbirne an der Decke und ein, zwei Ratten hier und da schien er ganz alleine zu sein. Endlich angekommen suchte er nach einer Tür. „Du siehst das Büro gleich nach der zweiten Abbiegung links, nachdem du den dunklen Weg entlanggelaufen bist“, hatte Justus‘ Vater gesagt. Diese Beschreibung schien in sich schon unstimmig zu sein. Er, als Galapagos-Schildkröte, konnte nicht im Dunkeln sehen, wie sollte also das Büro des Meritär-Marshalls für ihn leicht zu erblicken sein? Er hätte seine Verwunderung und Empörung nicht herunterschlucken, sondern zu Wort bringen sollen, dann würde er jetzt nicht so dumm rumstehen. Unwissend und blind tastete er sich an der Betonwand entlang. Wenigstens ein Stück Holz aus dem Wald hätte er sich als Waffe mitnehmen sollen, dachte er wütend. Aber noch vor dem Waldbrand hatte er ja gar nicht mit solch einem schnellen Wechsel an Ereignissen rechnen können. 

Plötzlich verlor er den Halt und rollte rücklings auf seinen Panzer. Vor lauter Schreck verkroch er sich in sein Häuschen, verlagerte sein Gewicht gekonnt auf eine Seite, um sich mit einer weiteren 90-Grad-Drehung zurück auf seinen Bauch zu drehen, und wartete ab. Wie kam es eigentlich, dass er derjenige war, der sich die ganze Zeit aus Furcht in seinem Panzer verstecken musste? Er war es doch, der in seinen 66 ½ Jahren so viele furchteinflößende Dinge erlebt und gesehen hatte, die aus ihm einen mutigen Investigativjournalist gemacht hatten! Peinlich berührt von sich selbst lugte er aus seinem Häuschen hervor. Doch wider Erwarten konnte er noch immer nichts sehen. Er tastete nun etwas hastiger seine Umgebung ab. Schließlich hatte er schon viel zu lange bis hierher gebraucht und nun wusste er nicht einmal, wohin er gekugelt war. In seinem Glück (oder war es doch Können?) drückte er aus Versehen auf einen Lichtschalter neben sich.

Vor ihm erhellte sich ein Raum. In diesem standen ein metallener Schreibtisch, ein hölzerner Stuhl und ganz viele Bücher wild auf dem Boden verteilt. Das war es also, das Büro des Meritär-Marshalls. Verschlossen lediglich mit einem dünnen Tuch, das an einer Vorhangstange hing und durch welchen er in das Büro gerollt war. Diese Meritärs schienen sich hier ja sehr sicher zu fühlen. Oder hatte er sich gerade in eine Falle begeben? Aber wieso sollte Justus‘ Biker-Vater ihn anlügen? „Lieber keine Gedanken verschwenden und sich dem wesentlichen Plan widmen“, redete sich Gerhard ein. Seine größte Stärke bestand nun mal nicht im Davonlaufen. Umso länger er brauchte, desto wahrscheinlicher war es, dass er am Ende auch hinter Gittern saß. Und das würde ihm womöglich noch den Beruf kosten. Fraglich, ob er jemals freikommen würde und wenn ja, würden sie ihn höchstwahrscheinlich mit diesem Narzissten Cornelius von Nussingen vergleichen. Das wäre sein größter Albtraum. Folglich suchte er den Schreibtisch ab, auf dem sich alle möglichen Zettel, Landkarten, ein Monokel und – siehe da – ein Schlüsselbund befanden. Entschlossen griff Gerhard danach, packte den Schlüsselbund in sein Häuschen und machte sich klimpernd davon. 

Mit jedem Schritt stieg seine Panik. Er war so langsam und so laut, dass ihn jeder, der sich nicht allzu dumm anstellte, einfach schnappen und einsperren konnte. Zu seiner Verwunderung schien ihn jedoch niemand hören zu können. Es schien allgemein niemand da zu sein. Dies ließ die Angst in ihm nur noch mehr steigen. Sein gesamter Körper begann zu zittern, was das Klimpern des Schlüsselbundes nur noch verstärkte und infolgedessen das Zittern immer schlimmer werden ließ. Der Rückweg schien nie enden zu wollen. Hätte er gewusst, was auf Meridia auf ihn zukommen würde, wäre er nicht in dieses Raumschiff gestiegen, ging es ihm durch den Kopf. Dies war jedoch zugleich seine Chance, auf Meridia Bekanntheit zu erlangen. Dieser ach so schlaue Cornelius war schließlich nicht ansatzweise so mutig und kompetent wie er!

Endlich zurück bei den Zellen angekommen, riss er sich zusammen, um seine Angst vor den anderen zu verstecken und unerschrocken zu wirken. „Da bist du ja endlich! Wir dachten schon die Meritärs hätten dich geschnappt und ebenfalls eingesperrt“, rief ihm Justus Vater zu. Das Pokerspiel schienen sie mittlerweile beendet zu haben, denn das Brett lag auf dem Boden und sie ritzten stattdessen mit einem Nagel auf den Tisch. „Natürlich habe ich es ohne gefangen zu werden zurückgeschafft. Hier ist der Schlüssel“, erwiderte Gerhard, während er den Schlüsselbund aus seinem Haus friemelte und Justus Vater reichte. Die Enten wedelten schon ganz wild und aufgeregt mit ihren Flügeln. Welch entzückendes Schauspiel, dachte sich Gerhard und knipste unverhofft ein Bild. Das war gefundenes Fressen für den quackmoritz. und würde seine Karriere noch weiter vorantreiben. 

Doch zu seiner Überraschung rannten die Enten und Justus‘ Vater nicht wie gedacht in Richtung Ausgang, sondern stellten sich als geballte Mannschaft hintereinander auf und machten gleichzeitig komische Bein- und Armbewegungen, die man sonst nur vom Militär kennt. „Was soll das? Wir müssen uns beeilen, Justus holen und dann schnell hier raus!“, rief Gerhard wütend und verwirrt. „Aber nein, Gerhard, wir sind hier, um die Meritärs zu besiegen! SEID IHR BEREIT, KAMERADEN?“, brüllte Justus‘ Vater, worauf die Enten gleichzeitig „A.M.A.B. – A.M.A.B.!“ schrien und in Richtung des Büros des Meritär-Marshalls marschierten. „Oh nein, das kann nicht gut gehen“, betrachtete Gerhard ungläubig das Geschehen. Anders als erwartet schienen sie in seiner Abwesenheit einen Plan geschmiedet zu haben, das Meritär zu überwältigen und Rache zu nehmen. Sie rechneten jedoch nicht damit, dass sie im Büro und auf dem Weg dahin niemanden vorfinden würden. Gerhard war schließlich keinem einzigen Meritär begegnet, was ihn in diesem Moment zum Nachdenken brachte: „Justus!“, schoss es ihm plötzlich in den Kopf. „ALLESAMT UMDREHEN“, schrie Gerhard so laut er konnte. Im selben Moment hörte er ein Klicken direkt hinter ihm. Er blieb wie erstarrt stehen. Die anderen hatten es wohl auch gehört, denn keiner bewegte sich mehr, bis sich Justus‘ Vater umzudrehen schien und urplötzlich ein lauter Knall ertönte. „Das Meritär hat Justus geschnappt und jetzt werden sie uns drankriegen“, darüber war sich Gerhard sicher.  

Und schon wieder ist Gerhard in eine brenzlige Situation hineingeschlittert, oder eher gekugelt. Aber wird er dieses Mal auch wieder entkommen können? Ist für Justus, seinen Vater und die Enten wirklich alle Hoffnung verloren? Wird es Gerhard noch gelingen, all die ungeklärten Fragen mit seinen investigativen Fähigkeiten aufzuklären? Oder wird es am Ende vielleicht sogar für unseren Haupthelden zu spät sein? Die Antworten darauf und auf mehr erhaltet ihr nächste Woche in unserem großen (Staffel-)Finale der unendlichen Geschichte!

Illustration: Elisa Schwertner

Die unendliche Geschichte – Teil 12

Die unendliche Geschichte – Teil 12

Einfach mal abheben in ein anderes Universum, auch dafür ist der webmoritz. da! Ihr könnt jeden Freitag ein anderes Redaktionsmitglied auf einem neuen Teil der intergalaktischen Reise unserer unendlichen Geschichte begleiten. Die Rahmenbedingungen haben wir in einer gemeinsamen Sitzung aus unseren Ideen zufällig ausgewürfelt, danach haben wir die Geschichte jedoch der individuellen Kreativität und Gnade unserer Redakteur*innen überlassen. Wohin die unendliche Geschichte führen wird, ist für uns also auch noch ungewiss, aber wir bieten Corona-Craziness, Ärger und Spaß ohne Ende – garantiert!

Was bisher geschah …
Gerhard Schmitt, Galapagos-Schildkröte, Investigativjournalist und Entenfotograf, landet als blinder Passagier in dem Enten-Raumschiff Große Kosmische Ente ganz schön holprig auf dem Planeten Meridia (Teil 1). Hier beginnt ein großes Abenteuer für den mutigen Schildkröterich. Zunächst wollte er nur Enten in Krisengebieten fotografieren, doch als er Justus, das kleine Schnabeltier, kennenlernt, dessen Vater vom Meritär entführt wurde, so wie auch die Enten (Teil 6), muss er auf einmal selbst zum Helden werden. Gemeinsam suchen sie die Mudixe auf (Teil 7), die beinhärtesten Journalist*innen des Planeten, die zu wissen scheinen, wo sich das geheime Meritärlager befindet. Nach einem Waldbrand und der (angeblichen) Rettung durch den angeberischen Cornelius von Nussingen (Teil 10) machen sich Gerhard, Justus und die Mudixe Lila und Julica auf den Weg zum geheimen Geheimlager des Meritärs, bis sie zu einem dubiosen Loch im Boden kommen (Teil 11).

 

Teil 12 Keine Zeit für Schildlife-Crisis

Alles war dunkel. Sie waren auf etwas sehr Weichem gelandet, aber unser liebenswerter Schildkröterich hatte noch nicht identifiziert, was es war. „Vermudixt und zugenäht“, hörte Gerhard Julica fluchen. „Ich hatte ganz vergessen, wie tief dieses Loch ist.“ „Worauf sind wir hier gelandet?“, fragte Justus leicht bibbernd, leicht angeekelt. „Eine Erfindung des Meritärs“, sagte Lila. „Das ist auf 1111 Grad Celsius erhitztes Strontium. Wenn es schließlich wieder abkühlt, nimmt es diese weiche, gummiartige Form an.“ Gerhard rappelte sich auf. Man musste kein investigativer Investigativjournalist sein, um sich für die Frage zu interessieren, die Gerhard nun stellte: „Gibt es hier irgendwo Licht?“ Justus antwortete prompt: „Ich habe bei meiner Verfolgung der entführten Enten ein EiPhone auf dem Boden gefunden, dass eines der Tiere verloren haben muss. Damit kann ich uns den Weg leuchten!“ Gerhard war stolz auf das kleine Schnabeltier. „Weißt du, du solltest vielleicht über eine Karriere als Investigativjournalist nachdenken, du hast einen richtig guten Spürsinn.“ „Dabei habe ich nicht einmal eine Nase“, antwortete Justus und Gerhard kamen Zweifel, ob das Jungchen wirklich so helle war, wie er gerade angenommen hatte. „Naja egal, würdest du bitte einmal das Licht anmachen?“ „Ja klaro.“ Endlich wurde der Ort mit Licht erfüllt. Sie waren in einem Gang gelandet, der nur in eine Richtung führte. So rappelten sie sich auf und machten sich auf den Weg durch den dunklen Tunnel. Julica und Lila stimmten nach einiger Zeit ein Lied an. Ein alter Faultier-Folklore-Song, der ungefähr so ging: „My Faultier is over the ocean, my Faultier is over the sea, my Faultier is over the ocean, oh bring back my Faultier to me …” Ihre Stimmen waren wie der Gesang einer Lerche im Frühling und Gerhard musste sich sogar eine Träne aus den Augen wischen, als Lila fulminant eine höhere Oktave anstimmte und wie eine junge Faultiergöttin „toooo meeeeee“ schmetterte.

„Wir sind da“, sagte Justus plötzlich, der vorausgegangen war. Vor ihnen war ein Fahrstuhl in den Gang gebaut. „Ah super“, sagte Julica, „Um den zu benutzen, müssen wir noch den geheimen Geheimcode eingeben.“ „Was ist der geheime Geheimcode?“, fragte Gerhard. „1111“, sagte Lila und es kostete Gerhard alle Anstrengung, nicht seine schrumpeligen Augen zu verdrehen. Als der Fahrstuhl ansprang, sagte Lila: „So, weiter kommen wir nicht mit. Wir haben morgen ja wieder Redaktionssitzung, die immer um 19:15 Uhr stattfindet. Außer …“ „Ja, ich weiß, außer wenn MNTM läuft“, unterbrach Gerhard sie harscher, als er gewollt hatte und fügte deshalb hinzu: „Vielen Dank für alles. Wenn ich mich irgendwann mal revanchieren kann, sagt mir Bescheid, und ich komme so schnell herbeigeeilt, wie es einer Schildkröte nur möglich ist, Galapagos-Ehrenwort.“ Justus und Gerhard stiegen in den Fahrstuhl ein und fuhren zurück Richtung Erdoberfläche.

Nach einer Weile hielt der Fahrstuhl an und seine Türen öffneten sich. Sie lugten mit ihren Köpfen in den neonlichtdurchfluteten Gang, zu dem sie der Fahrstuhl gebracht hatte. Niemand war da. Ein Weg führte nach links und einer nach rechts. „Also gut“, flüsterte Gerhard, „Wir sind hier, um die Enten und deinen Vater zu retten. Ich denke, wir sollten uns aufteilen du gehst nach links und ich gehe nach rechts, und wenn irgendjemand etwas findet, macht er ein Geräusch wie ein Hirsch in der Brunftzeit.“ „Was ist ein Hirsch?“, fragte Justus. „Ach egal, pfeif einfach den ersten Vers von „My Faultier is over the ocean, wenn du etwas gefunden hast.“ Justus nickte zustimmend, dann machten sich die beiden auf den Weg, das kleine Schnabeltier nach links und Gerhard nach rechts.

Gerhard war das alles nicht geheuer warum war hier niemand? Er schlich mit der Gewandtheit einer dreißigeinhalbjährigen Galapagos-Schildkröte durch die Gänge und auf einmal kam er an Gitterstäben vorbei. Die Zellen waren zunächst alle leer, doch schließlich hörte er aus einem der Räume lautes Geschnatter und Gequake. Er ging auf die Zelle zu und es bot sich ihm ein äußerst sonderbares Schauspiel. Er sah ein Schnabeltier sowie zwölf Enten und Erpel um einen runden Tisch herumsitzen und Poker spielen. Sie blickten auf, als er sich ihnen näherte. „Sind Sie Justus‘ Vater?“, fragte er das Schnabeltier. „Ja, der bin ich. Was ist hier los? Wer sind sie?“ Justus‘ Vater war überhaupt nicht so, wie Gerhard ihn sich vorgestellt hatte. Er trug eine Sonnenbrille, hatte an jedem Ohr einen Ohrring und ein Tattoo auf der Schulter, das aus den Buchstaben „A.M.A.B.“ bestand. Justus Vater, dem Gerhards Blick aufgefallen war, sagte verschmitzt lächelnd: „Gefällt es Ihnen? Das bedeutet ‚All Meritärs are blöd‘“. „Ich und Ihr Sohn sind hier, um sie zu retten“, sagte Gerhard ungehalten. „Mein Sohn ist hier?“, fragte das Schnabeltier. „Ja und wir wollen Sie retten. Gibt es irgendwo einen Schlüssel für die Zelle?“ „Ja, im Büro des Meritär-Marschalls ist einer.“ Gerhard ließ sich den Weg zu dem Büro des Meritär-Marschalls beschreiben und sagte: „Alles klar, ich besorge den Schlüssel, hole ihren Sohn und dann kriegen wir euch hier raus.“ Er machte sich auf den Weg zum Büro, doch nach der ersten Biegung sah er etwas, das ihm fast die Brille von der Schildkrötennase herunterrutschen ließ. Durch den Spalt einer Tür konnte er ihn sehen. War das möglich? Konnte es sein? In diesem Zimmer auf einem Schreibtisch lag: der Sauerteig.

 

Puh, ganz schön spannend. Was wird Gerhard jetzt tun? Vielleicht schafft er es noch die anderen zu retten oder er wird am Ende doch noch erwischt, während er sich über den heißgeliebten Sauerteig hermacht. Warum hat Gerhard noch niemanden vom Meritär gesehen und wer hat eigentlich den Waldbrand angezettelt? Ist das vielleicht alles eine Verschwörung von ganz oben?

Illustration: Elisa Schwertner

Deine Sendung bei radio 98eins!

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Ab Oktober haben wir jede Menge freie Sendeplätze, die du füllen kannst! Egal ob eine halbe Stunde, eine oder zwei, wöchentlich oder alle zwei Wochen – für jeden ist etwas dabei! Alles was du brauchst, ist eine Idee für die Sendung und ein Konzept. Dabei ist es vollkommen gleich, ob du eine Musik-, Talk-, Sport-, Politik-, Internationale- oder Comedysendung machen möchtest. Hauptsache du hast kreative Einfälle und innovative Ideen.

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So leicht und unkompliziert kann’s gehen. Also sei dabei und werde Radionaut! Neben der ehrenamtlichen Mitarbeit gibt es übrigens die Möglichkeit ein Praktikum bei radio 98eins zu absolvieren, das auch im Studium anerkannt wird. Dich erwarten eine Menge netter Leute und die einzigartige Möglichkeit, selbst Radio zu machen.

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Die Chefredaktion von radio 98eins

 

Mail: chefredaktion@radio98eins.de
weitere Infos: www.radio98eins.de

 

Die Kleinen mal ganz groß – Greifswald an der Spitze

Eine Studie aus Nordrhein-Westfalen ermittelte Greifswald zur kreativsten Stadt in Mecklenburg-Vorpommern

Greifswald ist die kreativste Stadt in Mecklenburg-Vorpommern. Das zumindest behauptete die Greifswalder Ostsee-Zeitung Ende August auf ihrer Internetplattform sowie der NDR 1 in seinen Nachrichten. Sie stützen sich damit auf eine Studie der Beratungsfirma „agiplan“ (Nordrhein-Westfalen), die das kreative Potenzial von kreisfreien Städten in ganz Deutschland untersuchte. Gemessen wurde dieser Ideenreichtum anhand der Theorie der „Kreativen Klasse“ von Richard Florida (USA), bei der es sich um eine Wirtschaftstheorie handelt. Kreativität und Innovation werden hier als Standortsfaktor für Unternehmen und das ökonomische Wachstum einer Region festgelegt. (mehr …)