von webmoritz. | 27.04.2010
Mit den Leserkommentaren auf dem webMoritz ist das so eine Sache: Die eine Hälfte unserer Leser stört sich an Tonfall und Duktus vieler Beiträge, die andere Hälfte schwört, die Seite nur wegen der lustigen Kommentare zu besuchen. Dass wir uns als Redaktion beide Positionen nicht gänzlich zu Eigen machen wollen, versteht sich von selbst, aber auch wir betrachten die Entwicklung der Kommentare mit brennender Sorge:

Sehen unsere streitbaren Kommentarautoren so aus?
Obwohl wir in der Vergangenheit immer restriktiver moderiert haben und seit Januar auf eine verpflichtende Anmeldung mit Mail-Adresse bestehen, müssen wir regelmäßig beleidigende oder sogar strafrechtlich relevante Kommentare moderieren. Ebenfalls regelmäßig laufen Debatten so aus dem Ruder, dass wir sie schließen müssen. Gleichzeitig gibt es regelmäßig Kritik an der Kommentar-Moderation. Insgesamt nimmt die Kommentarbeobachtung und -Moderation einen viel zu großen Arbeitsaufwand innerhalb der Redaktion ein.
Gleichzeitig wollen wir keinesfalls auf dieses wichtige Instrument zur Interaktion mit den Lesern verzichten. Auch wenn es mitunter bitter ist, die Mängel eines Artikels haarklein vorgesetzt zu bekommen, liegt darin doch auch eine große Chance: Wir sind uns sicher, dass wir viel produktive Kraft aus dem ständigen Hinterfragen unserer eigenen Arbeit ziehen können. Zudem haben uns Kommentatoren häufig mit wertvollen Hinweisen versorgt, die mitunter sogar weitere Artikel nach sich zogen.
Überdies bietet die Stimmung der Kommentare einen Indikator für mögliche Fehlentwicklungen in der Redaktion und gibt die Möglichkeit, darauf zu reagieren. Genau aus diesem Grund ist uns am Dialog mit unseren Lesern gelegen. Weil wir unschlüssig sind, wie wir auf die dauerhaft hohe Quote „unzulässiger“ Kommentare reagieren sollen, laden wir unsere Leser herzlich zu einer Diskussion in die webMoritz-Redaktion (Wollweberstraße 4) ein. Die Veranstaltung findet am kommenden Donnerstag, dem 29. April, statt und beginnt um 20:30 Uhr. Die webMoritz-Redakteure werden Euch (selbstkritisch) Rede und Antwort stehen und freuen sich auf Eure Vorschläge und Ideen.

Der webMoritz ist berühmt-berüchtigt für seine harten Kommentar-Debatten.
Es soll sowohl um die technischen Beschränkungen durch das Kommentarsystem und das System allgemein gehen als auch um die Art der Moderation durch unsere Redaktion.
Wir sind gespannt auf das Experiment, einige unserer Leser nach der virtuellen Bekanntschaft nun auch persönlich kennen zu lernen. Wir bauen auf die Spontaneität und Kreativität, die nur ein persönliches Gespräch leisten kann – und hoffen auf neue Perspektiven für unsere künftige Arbeit im Allgemeinen und die Leserkommentare im Besonderen.
Wer schon vor der Veranstaltung erste Impulse geben will, ist eingeladen, das im Forum zu tun. Dort kann die Diskussion auch über die Veranstaltung hinaus fortgeführt werden.
Bild: Tobias Mittmann via jugendfotos.de
von Gabriel Kords | 11.12.2009
Liebe Leser,
wie manche von Euch vielleicht durch Foren-Threads und die aktuelle Umfrage in der Seitenleiste mitbekommen haben, führt die webMoritz-Redaktion in den letzten Wochen eine intensive Debatte über die Zukunft unseres Kommentarsystems. Wir sehen uns schon seit langem mit dem Problem konfrontiert, dass der Moderationsaufwand unserer Leserkommentare enorm ist, da sich unter bestimmten Artikeln Beleidigungen, Provokationen und Off-Topic-Debatten häufen. In den letzten Wochen, seit Beginn des laufenden Semesters, hat dieses Problem noch einmal erheblich zugenommen.

Die Anmeldung bei "intensedebate" ist ab sofort zum Kommentieren notwendig.
Auffällig dabei ist, dass die beanstandeten Kommentare fast ausnahmslos von anonymen Kommentarschreibern getätigt werden. Die Konsequenz der redaktionsinternen Beratungen und auch der mit zahlreichen Lesern geführten Gespräche ist daher, dass wir ab sofort das Abgeben eines Leserkommentars an eine vollständige Anmeldung beim Anbieter unseres Kommentar-Systems, „intensedebate“, knüpfen. Die Anmeldung kann hier erfolgen und erfordert die Angabe einer verifizierten E-Mail-Adresse.
Natürlich ist uns bewusst, dass wir zweifelhafte Kommentare mit diesem Schritt nicht vollständig unterbinden werden, wir gehen aber davon aus, dass die verpflichtende Registrierung mit Angabe einer echten E-Mail-Adresse bestimmte Arten von Kommentaren stark reduziert und uns zudem ermöglicht, mit Kommentatoren, deren Beiträge uns Probleme bereiten, Kontakt aufzunehmen.
Wir sehen auch die Nachteile des neuen Systems: Wir gehen davon aus, dass mit der Gesamtzahl der Kommentare auch die Zahl der Kommentierenden zurückgehen wird, weil gerade bei denjenigen Lesern, die nur selten Kommentare abgeben, die Hemmschwelle zur Registrierung bei IntenseDebate größer sein wird.
Trotzdem sehen wir uns zu diesem Vorgehen genötigt, weil wir zunehmend die rufschädigende Wirkung der Debattenkultur auf dem webMoritz wahrnehmen und weil die Chefredaktion den zeitlichen Aufwand für die Moderation gerne senken würde – um mehr Zeit für die Entwicklung von Artikeln zu haben, was wir als Kernaufgabe unserer Arbeit ansehen.
Mit der Umstellung geht keine weitere Änderung unserer Kommentarregeln einher. Wir behalten uns auch in Zukunft vor, Kommentare zu entfernen oder zu verkürzen, sofern diese nicht konform mit unseren Regeln sind.
Für Rückmeldungen zu der Änderung stehen wir gern zur Verfügung – entweder hier in den Artikel-Kommentaren oder per E-Mail an web[ät]moritz-medien.de.
Für die webMoritz-Redaktion: Carsten Schönebeck und Gabriel Kords
von Carsten Schönebeck | 23.05.2009
Wie viele Leser bereits bemerkt haben, gibt es seit einigen Tagen einige Schwierigkeiten mit dem Kommentarsystem auf dem webMoritz. Kommentare werden nicht sofort, sondern oft erst einige Stunden später angezeigt, die Funktion „Antworten“ funktioniert teilweise nicht und einige Beiträge müssen von der Redaktion ohne ersichtlichen Grund extra Freigeschaltet werden.
Für die Verwaltung der Kommentare nutzen wir seit einigen Monaten das PlugIn Intense Debate. Da die Probleme offenbar an der Software selbst liegen, haben unsere Programmierer und wir wenige Möglichkeiten diese Probleme einzudämmen. Wir warten derzeit auf ein Update, das die Fehler behebt.
Wir tuen unser Möglichstes um die Schwierigkeiten einzudämmen und hoffen auf eure Geduld!